DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Das «stern»-Magazin zeigt Trump als Hitler und das Internet dreht durch

Darf man das? Das fragen sich derzeit viele, die auf den sozialen Medien über das neue Cover des «stern»-Magazins diskutieren. Viele finden die Darstellung von Trump als Hitler geschmacklos. 
24.08.2017, 18:3625.08.2017, 11:29

Das Cover des aktuellen «stern»-Magazins sorgt für hitzige Diskussionen. Darauf abgebildet ist US-Präsident Donald Trump. Eingehüllt in die amerikanische Flagge, das Gesicht starr, hält er seinen rechten Arm vor sich gestreckt. Unter dem Bild ist getitelt: «Sein Kampf». Die Anlehnung an Adolf Hitler ist unübersehbar.

In der Unterzeile des Titels heisst es: «Neonazis, Ku-Klux-Klan, Rassismus: Wie Donald Trump den Hass in Amerika schürt.» Im Editorial schreibt der Chefredaktor des Magazins, Trump habe sich nach dem Anschlag in Charlottesville zum Anführer von Rassisten gemacht.

Das Bild provoziert. Auf den sozialen Medien wird diskutiert, ob man Trump so darstellen darf. Ist ein Vergleich mit Hitler gerechtfertigt?

Viele werten das Cover als geschmacklos. Die Geschichte werde mit solchen Darstellungen relativiert. 

Der Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, Josef Schuster, kritisiert das Cover scharf. Gegenüber der Berliner Zeitung «Tagesspiegel» sagt er: «Die Darstellung von Präsident Trump als vermeintlich neuer Hitler ist geschmacklos und völlig deplatziert.» Zwar lasse sich Trump zu Recht kritisieren, ihn aber so abzubilden, verharmlose das eliminatorische Wirken der Nationalsozialisten und relativiere Hitlers ideologische Propagandaschrift «Mein Kampf».

Nach Charlottesville stellten auch andere Magazine den Präsidenten auf ihren Covers in die Rassistenecke. 

Der «New Yorker» wie auch der «Economist» bedienen sich dabei der weissen Spitzmützen des Ku-Klux-Klan. Damit symbolisierten sie Trumps Sympathien für die rechtsextreme Alt-Right-Bewegung.

Schon im Februar sorgte der «Spiegel» mit seinem Cover für Diskussionen. Dort wurde Trump mit einem Messer in der einen und dem abgetrennten Kopf der Freiheitsstatue in der anderen Hand dargestellt. (sar)

«Wahnsinn»: Reaktionen auf Trumps Verteidigung der «Alt Right»

Video: watson

Star-Fotograf Marco Grob über Trump: «Er trat sehr vulgär auf»

1 / 18
Star-Fotograf Marco Grob über Trump: «Er trat sehr vulgär auf»
quelle: marco grob
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Wenn Influencer Fake News verbreiten – und damit Tausende erreichen

Der Berner Gabirano Guinand erlangte als Comedian nationale Bekanntheit. Nun füttert er seine Follower vorwiegend mit Verschwörungserzählungen und pseudowissenschaftlichen Gesundheitstipps. Ein Medienpsychologe rät jugendlichen Fans, kritisch zu bleiben.

Der Berner Gabirano Guinand, 22 Jahre alt, ist ein sympathischer junger Mann, mit viel Witz und ursprünglich grossen Plänen. Vor einem Jahr sagte er im Interview mit watson, irgendwann wolle er im ausverkauften Hallenstadion auftreten. Die Chance, dass er den Durchbruch auf der Bühne schaffen könnte, stand damals gut. Gabirano hatte sich in jüngeren Jahren mit lustigen Kurzvideos im Internet eine beachtliche Fan-Basis aufgebaut und war daran, sich als ernstzunehmender Comedian einen Namen …

Artikel lesen
Link zum Artikel