USA
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
FILE - In this April 11, 2018, file photo, attorney Michael Cohen walks down the sidewalk in New York. Cohen, President Donald Trump's longtime personal lawyer who is under investigation by federal prosecutors in New York, said in his Twitter post Sunday, July 1, that he sat down for an interview with ABC News and his

Der ehemalige Anwalt von Donald Trump, Michael Cohen, hat heimlich ein Gespräch aufgenommen.  Bild: AP/AP

Trumps Anwalt hat heimlich Gespräch über Zahlungen an Ex-Playboy-Model aufgenommen



Der frühere persönliche Anwalt von US-Präsident Donald Trump hat heimlich ein Telefonat aufgezeichnet. Darin geht es um eine mögliche Schweigegeldzahlung an ein ehemaliges «Playboy»-Model.

Der Mitschnitt des Gesprächs zwischen Anwalt Cohen und Trump sei von der Bundespolizei FBI bei der Razzia im April in Cohens Büro beschlagnahmt worden, berichtete am Freitag die «New York Times». Das frühere «Playmate» Karen McDougal hatte nach eigener Schilderung in den Jahren 2006 und 2007 eine Affäre mit Trump. Der Präsident hat über Mitarbeiter eine sexuelle Beziehung zu der heute 47-Jährigen dementieren lassen.

Trumps jetziger Anwalt Rudolph Giuliani bestätigte allerdings der «New York Times», dass Trump mit Cohen über eine Zahlung an McDougal gesprochen hatte. Die Zahlung sei dann letztlich nicht geleistet worden. Es handle sich um eine «sehr professionelle Unterhaltung zwischen einem Mandanten und einem Anwalt», die «kraftvolles entlastendes Beweismaterial» darstelle.

Auch wenn die Schweigegeldzahlung entgegen der Beteuerungen Giulianis erfolgt sein sollte, wäre dies nicht unbedingt illegal. Ein Rechtsverstoss könnte allerdings beispielsweise vorliegen, wenn Cohen aus eigener Tasche eine Schweigegeldzahlung an McDougal geleistet und diese nicht bei den Behörden deklariert haben sollte – dann könnte es sich möglicherweise um eine illegale Wahlkampfspende handeln.

Cohen als mögliche Gefahr

Die Existenz des heimlichen Mitschnitts dürfte jedenfalls die Spekulationen darüber anheizen, dass Cohen für den Präsidenten zur Gefahr werden könnte. Der Anwalt steht unter massivem juristischen Druck. Gegen ihn wird wegen mutmasslich illegaler Geschäftspraktiken ermittelt.

Cohen hatte rund zehn Jahre lang für Trump gearbeitet und galt als dessen «Ausputzer» – also der Mann, der hinter den Kulissen unangenehme Angelegenheiten bereinigte. Der Anwalt verfügt also über eine Fülle von Intimkenntnissen aus Trumps Privatleben und seinen geschäftlichen wie politischen Aktivitäten.

epa06898887 US President Donald J. Trump delivers remarks during an event entitled 'Pledge to America's Workers', in Washington, DC, USA, 19 July 2018. Trump signed an executive order establishing a 'National Council for the American Worker', an interagency consisting of Trump administration officials that was created to focus on workforce issues.  EPA/MICHAEL REYNOLDS

Der frühere persönliche Anwalt von US-Präsident Donald Trump hat heimlich ein Telefonat aufgezeichnet. Bild: EPA/EPA

Anfang Juli war Cohen in einem Interview auf Distanz zum Präsidenten gegangen. «Meine oberste Loyalität gehört meiner Frau, meiner Tochter und meinem Sohn und diesem Land», sagte er dem TV-Sender ABC News. Diese Äusserungen nährten die Spekulationen, dass Cohen über belastende Informationen über Trump verfügen und darüber «auspacken» könnte.

Cohen hatte vor der Wahl im November 2016 auch mit der Pornodarstellerin Stormy Daniels zu tun, die ein Sexabenteuer mit Trump gehabt haben will. Er zahlte ihr damals 130'000 Dollar, damit sie nicht über dieses angebliche Abenteuer auspackte.

Trump erklärte dann Anfang Mai, er habe Cohen die 130'000 Dollar erstattet – damit wollte er offenbar dem Verdacht einer illegalen Wahlkampfspende entgegentreten. Stormy Daniels will inzwischen aus der Schweigevereinbarung aussteigen und ist deswegen gegen Cohen vor Gericht gezogen.

Exklusivrechte verkauft

Das frühere «Playmate» McDougal wiederum hatte während des Wahlkampfs 2016 die Exklusivrechte für die Geschichte über ihre angebliche Affäre mit Trump für 150'000 Dollar an das Medienunternehmen American Media Inc. (AMI) verkauft, zu dem das Skandalblatt «National Enquirer» gehört. Das Unternehmen veröffentlichte die Geschichte jedoch nicht.

Karen McDougal spricht auf CNN über ihre angebliche Affäre mit Donald Trump

Das frühere «Playmate» McDougal wiederum hatte während des Wahlkampfs 2016 die Exklusivrechte für die Geschichte über ihre angebliche Affäre mit Trump für 150'000 Dollar an das Medienunternehmen American Media Inc. verkauft. Bild: CNN

AMI-Chef David Pecker ist mit Trump befreundet. Laut «York Times» soll Cohen in Kontakt mit Pecker getreten sein, damit er McDougals Schilderungen nicht publizierte. McDougal erzielte dann im vergangenen April eine neue Vereinbarung mit AMI, die sie von der Verpflichtung entband, anderen Medien nicht von ihrer angeblichen Affäre mit Trump erzählen zu dürfen. (sda/afp)

«Jetzt bin ich in Los Angeles und modle für den Playboy»

abspielen

Video: Angelina Graf

Das könnte dich auch interessieren:

Glück vor Geld – Island treibt Wirtschaft der Zukunft voran

Link zum Artikel

Shaqiri erhält nach Traum-Comeback ein Sonderlob von Klopp – und eine Entschuldigung

Link zum Artikel

Ho ho ho! Der Bundesrat schnürt das Budgetpäckli: Dafür gibt er am meisten Geld aus

Link zum Artikel

Das beste Kamera-Handy gibt's jetzt in der Schweiz – wir haben es getestet

Link zum Artikel

Diese Schweizer Organisationen erhalten am meisten Spendengelder

Link zum Artikel

TikTok zensiert Videos von Menschen mit Behinderung – um sie vor Mobbing zu schützen 🤔

Link zum Artikel

Wegen «Wildwest-Modell» von Uber & Co. – warum bald Millionen in den AHV-Kassen fehlen

Link zum Artikel

Alphabet Inc. – das macht der Mega-Konzern hinter Google wirklich

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Glück vor Geld – Island treibt Wirtschaft der Zukunft voran

101
Link zum Artikel

Shaqiri erhält nach Traum-Comeback ein Sonderlob von Klopp – und eine Entschuldigung

20
Link zum Artikel

Ho ho ho! Der Bundesrat schnürt das Budgetpäckli: Dafür gibt er am meisten Geld aus

58
Link zum Artikel

Das beste Kamera-Handy gibt's jetzt in der Schweiz – wir haben es getestet

31
Link zum Artikel

Diese Schweizer Organisationen erhalten am meisten Spendengelder

13
Link zum Artikel

TikTok zensiert Videos von Menschen mit Behinderung – um sie vor Mobbing zu schützen 🤔

6
Link zum Artikel

Wegen «Wildwest-Modell» von Uber & Co. – warum bald Millionen in den AHV-Kassen fehlen

30
Link zum Artikel

Alphabet Inc. – das macht der Mega-Konzern hinter Google wirklich

0
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Glück vor Geld – Island treibt Wirtschaft der Zukunft voran

101
Link zum Artikel

Shaqiri erhält nach Traum-Comeback ein Sonderlob von Klopp – und eine Entschuldigung

20
Link zum Artikel

Ho ho ho! Der Bundesrat schnürt das Budgetpäckli: Dafür gibt er am meisten Geld aus

58
Link zum Artikel

Das beste Kamera-Handy gibt's jetzt in der Schweiz – wir haben es getestet

31
Link zum Artikel

Diese Schweizer Organisationen erhalten am meisten Spendengelder

13
Link zum Artikel

TikTok zensiert Videos von Menschen mit Behinderung – um sie vor Mobbing zu schützen 🤔

6
Link zum Artikel

Wegen «Wildwest-Modell» von Uber & Co. – warum bald Millionen in den AHV-Kassen fehlen

30
Link zum Artikel

Alphabet Inc. – das macht der Mega-Konzern hinter Google wirklich

0
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

16
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
16Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Sapientia et Virtus 21.07.2018 12:30
    Highlight Highlight Egal wie sehr Cohen einem (harten) Gefängnisaufenthalt entgehen wollte: Dieses Verhalten erscheint mir unmoralisch, vertrauensbrüchig. Auch wenn ich nicht mit Sicherheit sagen kann, dass ich es ihm nicht gleichtun würde, um meine eigene Haut zu retten: Ein Anwalt, der seinen Beruf ernst nimmt, würde niemals einen Mandanten so verraten!
  • sokrates2 21.07.2018 07:41
    Highlight Highlight Playmate und Playboy-Model, da kann man doch nicht einfach nur darüber stolpern, oder?
  • OfficerFuzzyface 20.07.2018 23:08
    Highlight Highlight Wie kann man eigentlich als evangelikaler Moralprediger eine solchen Präsidenten mit all seinen Eskapaden befürworten und gleichzeitig gegen jegliche Promiskuität und liberalere Weltanschauung einen sprichwörtlichen Kreuzzug führen?
  • brudi 20.07.2018 22:49
    Highlight Highlight Liest sich wie die Glückspost.
  • ströfzgi 20.07.2018 21:38
    Highlight Highlight Es ist halt wichtiger über sein gevögle - das weder jemanden interessiert noch irgend eine Auswirkung haben wird - zu schreiben als über die Strafzölle die effektiv Schaden anrichten werden.

    Qualitätsjournalismus geht anders…
    • Ich hol jetzt das Schwein 21.07.2018 11:34
      Highlight Highlight Vielleicht geht's auch darum, dass untersucht wird, ob er sich mit der Zahlung strafbar gemacht hat?!
  • Mr_Burton 20.07.2018 21:05
    Highlight Highlight Müsste die Headline hier nicht irgendwas mit „Diese ... könnte Trump den Rest geben...“ beinhalten?
    Das ist doch die übliche Lesart, wenn - täglich - was rauskommt.
    Glaubt wirklich noch jemand, dass Trump mit sowas stürzbar ist?
  • Klangkartoffel 20.07.2018 20:35
    Highlight Highlight Ich hol schon mal Popcorn, vermutlich tauchen bald der 'Hauptmann' und der 'Goldjunge' auf und hauen fleissig in die Tasten für Trump.
    • Paddiesli 20.07.2018 21:40
      Highlight Highlight Du Hast, Gregor
      vergessen.
      Und ich kann fast nicht mehr, so viel Popcorn, wie ich seit Trump gefressen habe. Gleich danach kommt das Gefühl der Anorexie.
  • Paddiesli 20.07.2018 20:30
    Highlight Highlight Gibt's eigentlich noch keine App oder einen Sensor, der kriminelle Energie messen kann, statt elektronische Energie? Und würde die Trump'sche Welt die nach oben offenen KE-Skala sprengen?
    Nur ein Gedankenspiel... 😉
  • Paddiesli 20.07.2018 20:03
    Highlight Highlight Sälber tschuld!
    👍
  • N. Y. P. D. 20.07.2018 19:01
    Highlight Highlight Trump ist eben ein Armleuchter.

    Logisch nimmt der Anwalt das Gespräch auf. Hätte Trump damals ein wenig den Bereich zwischen den Ohren eingeschaltet, hätte er bei so brisanten Dingen nicht selber verhandelt. Er ist einfach zu blöd für alles.

    P.S.
    Ich gehe davon aus, dass der clevere Putin, das Gespräch vor ein paar Tagen in Helsinki auch auf Band hat. Trump dachte wohl, weil sie unter vier Augen sind, würde ja niemand was mitbekommen. Jetzt hat Putin weiteres Material in der Hand.

    Und evt. die amerikanischen Nachrichtendienste auch ? Sie hatten ja genug Vorlaufzeit..
    • Pana 20.07.2018 19:31
      Highlight Highlight Was meinst du ist in dem Ball, den er Trump geschenkt hat? ;)
    • Paddiesli 20.07.2018 20:19
      Highlight Highlight Ich sägs ja:
      sälber tschuld. 😄
    • Selbst-Verantwortin 20.07.2018 23:21
      Highlight Highlight Unterhaltsam ist, dass schon viele „wissen“, ob die Aufnahme be- oder entlastend ist.
      Ebenso kommende Reaktion
      falls belastend rechts: das ist doch nicht wichtig
      falls entlastend links: das haben die nur gespielt und drum entlastet es nicht.
      🤦‍♂️🤦‍♀️
    Weitere Antworten anzeigen

Macron stellt bei Nato-Gipfel Trump bloss – und das gleich zwei Mal

Emmanuel Macron ist mit dem Vorgehen der Türkei und der USA in Nordsyrien überhaupt nicht einverstanden. Dabei scheut der französische Präsident auch die Konfrontation mit Donald Trump nicht.

Mit Spannung wurde das Aufeinandertreffen von Emmanuel Macron und Donald Trump am Nato-Gipfel in London erwartet. Und die erste gemeinsame Pressekonferenz hatte es in sich.

Der französische Präsident lancierte das Zusammentreffen des Verteidigungsbündnisses bereits vor einem Monat in mit einer brisanten Aussage im Economist. Macron hatte der Nato Anfang November den «Hirntod» bescheinigt. Macron begründete dies mit dem «aggressiven» Vorgehen des Nato-Mitglieds Türkei in Nordsyrien und …

Artikel lesen
Link zum Artikel