Gesellschaft & Politik
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Nationalrat will Terroristen auch in unsichere Herkunftsländer ausweisen



Der Nationalrat fordert eine Ausnahme zu Bundesverfassung: Terroristen sollen auch dann ausgewiesen werden, wenn ihre Herkunftsländer als unsicher gelten. Er hat am Mittwoch eine Motion von Fabio Regazzi (CVP/TI) angenommen.

Gemäss dem Motionstext soll der Artikel eines Abkommens über die Rechtsstellung der Flüchtlinge einem Artikel in der Bundesverfassung vorgehen. In der Bundesverfassung steht, dass niemand in einen Staat ausgeschafft werden darf, in dem ihm Folter oder eine andere Art grausamer und unmenschlicher Behandlung oder Bestrafung droht. Die gleiche Garantie ist in der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) verankert.

Im Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge ist festgehalten, dass sich ein Flüchtling nicht auf das Ausweisungsverbot berufen, wenn er als Gefahr für die Sicherheit des Aufenthaltsstaats angesehen werden müsse. Mit seiner Motion wolle er erreichen, dass dieser Artikel und somit die Sicherheit vorgehe, sagte Regazzi.

Aus Sicht des Bundesrats besteht kein Handlungsspielraum

Über die Motion muss noch der Ständerat entscheiden. Der Bundesrat beantragt den Räten, sie abzulehnen. Justizministerin Simonetta Sommaruga stellte fest, die Schweiz führe auch Rückführungen in unsichere Staaten durch. Unsicherheit allein sei also kein Hinderungsgrund. Hingegen verbiete die Bundesverfassung, jemanden in einen Staat auszuschaffen, in dem ihm Folter oder andere unmenschliche Behandlung drohe.

Flüchtlinge können sich laut dem Bundesrats zwar nicht auf den Schutz der Flüchtlingskonvention und des Asylgesetzes berufen, wenn sie die Sicherheit gefährden. Der Artikel in der Bundesverfassung bleibt aber vorbehalten. Aus Sicht des Bundesrat besteht kein Handlungsspielraum für die Praxisänderung, die mit der Motion verlangt wird. (tam/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Neruda 20.09.2018 00:17
    Highlight Highlight Jetzt ausser Betracht gelassen was man von dieser Motion hält, ist es politisch nicht bedänklich, irgendein (internationales?) Abkommen über die Verfassung zu stellen? Kann ja schon verstehen, wenn man eine Verfassungsänderung umgehen will, aber das endet doch in einem grauenhaften Gebastel. Dann wird überall angefangen so herum zu wursteln und dann haben wir dann, das Geschenk.
  • w'ever 19.09.2018 21:43
    Highlight Highlight "ok. der terrorist/ die terroristin hat uns zwar massiv bedroht und wir haben auch entsprechende beweise für einen anschlag gefunden, aber deswegen grad jemanden ausweisen wär schon ein wenig übertrieben"
    • Gubbe 20.09.2018 09:23
      Highlight Highlight Klar, er hatte einen Mord geplant, konnte ihn noch nicht ausführen, dann warten wir doch mal ab!
  • Töfflifahrer 19.09.2018 21:19
    Highlight Highlight Wie ist die Definition von Terrorist die hier zur Anwendung kommen soll?
    • Pana 19.09.2018 21:40
      Highlight Highlight Würde mich auch interessieren.
    • Frances Ryder 19.09.2018 22:34
      Highlight Highlight "wenn er als Gefahr für die Sicherheit des Aufenthaltsstaats angesehen werden müsse."
    • Neruda 20.09.2018 00:12
      Highlight Highlight @ Ryder demzufolge kann man eigentlich jeden ausschaffen

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