Arbeitswelt
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Der Schweizerische Gewerkschaftsbund hält nicht viel von den Forderungen des Gewerbeverbandes. Zentralsekretär Luca Cirigliano sagt dazu: «Das einzige Ziel hinter der 50-Stunden Woche ist, die Arbeit billiger zu machen. Der Arbeiter wird ausgepresst wie eine Zitrone.» bild: shutterstock

«Arbeiter werden ausgepresst wie Zitronen» – Gewerkschafter warnen vor 50-Stunden-Woche

Der Schweizerische Gewerbeverband hält das aktuelle Arbeitsgesetz für verstaubt. Er fordert flexiblere Pausen- und Ruhezeiten und eine 50-Stunden-Woche für alle. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund und die Unia nehmen Stellung zu den fünf wichtigsten Forderungen. 



Der Schweizerische Gewerbeverband (SGV) will die Arbeitszeiten flexibler regeln. Das heutige Arbeitsgesetz «atme den Geist der 50er Jahre und sei schlicht nicht mehr zeitgemäss», heisst es von SGV-Präsident und SVP-Nationalrat Jean-François Rime.

Um das «veraltete» Arbeitsgesetz zu modernisieren, präsentierte der SGV heute zahlreiche Forderungen. Wir haben die wichtigsten fünf herausgepickt und liessen Christine Michel, Fachsekretärin für Gesundheitsschutz der Unia und Luca Cirigliano vom Schweizerischen Gewerkschaftsbund (SGB) dazu Stellung nehmen.

Die 50-Stunden-Woche

Darum geht's:

Heute ist die wöchentliche Höchstarbeitszeit auf 45 Stunden begrenzt. Das gilt für Büropersonal, industrielle Betriebe und Angestellte in Grossbetrieben des Detailhandels. Der SGV will das ändern. Er will die Höchstarbeitszeit für alle Arbeitnehmer auf 50 Stunden anheben. 

Das sagt der SGB:

«Die meisten Schweizer haben eine 45-Stunden-Woche. Übrigens bereits die längste Arbeitswoche in ganz Europa. Wird länger als diese 45 Stunden gearbeitet, muss der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer einen Zuschlag zahlen oder Kompensationszeit gewährleisten. Das einzige Ziel hinter der 50-Stunden-Woche ist, die Arbeit billiger zu machen und an der Freizeit des Arbeitnehmers zu schrauben. Der Arbeiter wird ausgepresst wie eine Zitrone.»

Luca Cirigliano, Zentralsekretär

Das Streichen der Mittagspause

Darum geht's:

Arbeitspausen sind im Arbeitsgesetz sehr genau geregelt. So ist beispielsweise immer in der Mitte eines Arbeitstages eine Pause anzusetzen. Diese Pausenregelungen sind dem SGV zu «starr» und «detailliert». Er fordert mehr Flexibilität und eine Streichung der betreffenden Zeilen aus dem Gesetz. 

Das sagt die Unia:

Arbeitspausen aus dem Gesetz zu streichen, ist alles andere als zeitgemäss. Gerade heute, wo oft auch von Zuhause aus gearbeitet wird, braucht es einen gesetzlichen Rahmen. Modernisierung ja, aber nicht auf dem Buckel der Arbeitnehmer.

Christine Michel, Fachsekretärin für Gesundheitsschutz

Die Auflösung der «industriellen Betriebe»

Darum geht's

Das Arbeitsgesetz unterscheidet zwischen «industriellen» und «nicht industriellen» Betrieben. In industriellen Betrieben werden materielle Güter hergestellt, verarbeitet oder umgewandelt. Eine Kaffeerösterei oder ein Textilhersteller sind industrielle Betriebe. Ein Dienstleistungsunternehmen wie beispielsweise ein Callcenter ist kein industrieller Betrieb. Der SGV hält diese Unterscheidung für überflüssig. Er will die Trennung abschaffen. Denn, so der SGV, hätten vor allem kleine industrielle Betriebe darunter zu leiden, weil sie viel schärfere Vorschriften beachten müssen.

Als Beispiel führt der SGV ein Kleinbetrieb mit sechs Personen an: «Diese Mikro-KMU müssen dann wie Grossorganisationen eine Betriebsordnung erlassen, die Plangenehmigungspflicht mit baurechtlichen Folgen erfüllen, die Arbeitszeit auf maximal 45 statt 50 Stunden pro Woche reduzieren, die jährliche Überzeit auf 170 Stunden begrenzen oder zwingend die Versicherung bei der SUVA abschliessen».

Das sagt die Unia: 

«Diese Regulierungen sind die Standards in industriellen Betrieben. Sie dienen dem Schutz des Arbeitnehmers. Diese Regelungen sollten für alle Betriebe übernommen werden, denn sie dienen auch der Prävention. Mit dieser Forderungen schneidet sich der SGV meiner Meinung nach ins eigene Fleisch.»

Christine Michel, Fachsekretärin für Gesundheitsschutz

Flexiblere Arbeitszeiten

Darum geht's

Dem SGV sind nicht nur fixe Pausen ein Dorn im Auge. Er kritisiert auch die gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten. So muss jedem Arbeitnehmer eine Ruhezeit zwischen zwei Arbeitstagen von mindestens elf aufeinander folgenden Stunden gewährleistet werden. Einmal in der Woche, so das Gesetz, darf die Ruhezeit auf acht Stunden gekürzt werden. Der SGV will diese Regelung von einmal pro Woche auf zweimal anheben. Zudem will er die zusätzliche Regelung streichen, wonach die Dauer von elf Stunden im Durchschnitt von zwei Wochen eingehalten werden muss. Seine Begründung: Betriebe, die saisonal stark gefordert sind, brauchen diese Flexibilisierung, damit die Angestellten zu stark ausgelasteten Zeiten mehr arbeiten können.  

Das sagt der SGB:

«Das ist ein Schlag ins Gesicht des Arbeitnehmers. Der Arbeitgeber muss mit einer solchen Lockerung des Gesetzes einfach niemanden zusätzlich einstellen in der Hochsaison, weil seine Mitarbeiter doppelt so viel leisten müssen. Er diktiert ihnen so, wann und sogar ob sie schlafen und Pause machen dürfen. Und die Angestellten arbeiten so möglichst lange und billig. Genau eine solche Flexibilisierung macht die Leute krank. Wir sind in der Schweiz bereits jetzt mit einer Burnout-Epidemie konfrontiert, weil sich die Leute je nach Branche fast zu Tode arbeiten. Der Mensch braucht geregelte minimale Pausen und Ruhezeiten – das ist schlicht und einfach ein wissenschaftlicher Fakt. Die Forderung des SGV ist in meinen Augen zynisch.»

Luca Cirigliano, Zentralsekretär

Mehr Nachtarbeit und Sonntagseinsätze

Darum geht's:

Zu den flexibleren Arbeitseinsätzen gehören in den Augen des SGV auch Sonntagseinsätze und Nachtarbeit. Denn die Einschränkungen für die Sonntagsarbeit seien, so Vorstandsmitglied Daniela Schneeberger und Präsidentin von Treuhandsuisse, für die Treuhandbranche «wenig praxistauglich». Zudem kritisiert der SGV, dass bereits Betriebe ab vier Personen eine Bewilligung für Nacht- und Sonntagsarbeit beantragen müssen. Er will die Zahl auf zehn erhöhen. 

Das sagt die Unia:

«Wer seine Angestellten nachts oder am Sonntag arbeiten lassen will, muss dies begründen und bewilligen lassen. Das ist essentiell und auch ein zentraler Punkt im Gesundheitsschutz. Hier muss man strikt bleiben. Die Dichte der Arbeitszeit ist zudem schon sehr hoch. Ruhe- und Freizeit muss vom Arbeitgeber eingehalten werden.»

Christine Michel, Fachsekretärin für Gesundheitsschutz

Fazit

SGB:

«Diese Forderungen in der Diskussion über Digitalisierung zu bringen ist eine Nebelpetarde. In der Essenz geht es dem SGV darum, Geld zu sparen – auf dem Buckel des Arbeitnehmers. Dieser bezahlt dann mit mit seiner Gesundheit. Ohne den heutigen gesetzlichen Rahmen kann sich der Arbeitnehmer nicht wehren.»

Luca Cirigliano, Zentralsekretär

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    Alle Leser-Kommentare
  • skofmel79 09.11.2017 07:57
    Highlight Highlight Selber schuld an alle,die vor einiger zeit rechts und liberal wählten für das parlament. Ich bin auch nicht für nur links aber jetzt habt ihr die quittung eben...ihr habt eine neue chance ende 2018. Eine ausgeglichene zusammensetzung von links rechts ist zwar träge, historisch gesehen trägt sie jedoch am meisten zu stabilität bei
  • alessandro 08.11.2017 21:46
    Highlight Highlight Richtig 2017 wäre eine 4-tages-Woche einzuführen und diese als 100% zu deklarieren.
  • Liselote Meier 08.11.2017 15:07
    Highlight Highlight Ach was ist Flexibilität für ein schönes Wort.

    Mag schon stimmen, dass es Gesetze aus den 50er sind, man kann aber auch die Eigentumsverhältnisse ein wenig Flexibilisieren sind schliesslich noch vieeeeel älter.

    Einseitiger geht es wohl nicht mein lieber Gewerbeverband. Man kann eine 50 Stunden Woche vorschlagen, bei gleichzeitiger Senkung der jährlichen Gesamtarbeitszeit, so was nennt sich Kompromiss.
  • karl_e 08.11.2017 13:00
    Highlight Highlight Vor 99 Jahren wurde am Generalstreik auch für die 48-Stunden-Woche gekämpft. Der Gewerbeverband will nun zurück in die Belle Epoque von 1900. Zu bedenken ist, dass jene époque nur für die wenigsten belle war.
  • piedone lo sbirro 08.11.2017 10:01
    Highlight Highlight bigler will wieder dahin zurück, als es noch keine gesetze gab, die die arbeitnehmer vor ausbeutung schützten und die unternehmer die arbeiter so lange schinden konnten, bis diese an hunger und elend starben oder einfach am arbeitsplatz tod umfielen.
    aus seiner sicht macht es sinn, dass 10 leute 50h/w arbeiten, damit andere mit 20h/w 150'000.- bekommen.

    die wirtschaft muss dem menschen dienen und nicht umgekehrt. weg von der profitwirtschaft, hin zu der bedarfswirtschaft.

    ferien abschaffen, rentenalter auf 70 und keine AHV - da würde noch mancher SVPler sein wahlverhalten überdenken.
    • Flickii 08.11.2017 13:37
      Highlight Highlight Ich wäre für ein bedingungsloses Grundeinkommen.
    • FrancoL 08.11.2017 13:40
      Highlight Highlight Ich bezweifle ob da menschen SVPler das Denken einschalten würden, solange die "Sozis" als Schuldige benannt werden können, geht der SVPler sogar durch die eigene Hölle.
      Wie sonst kann man sich erklären, dass viele SVPler, darunter auch viele Gewerbler, gegen die eigenen Kleinbürgerinteressen agieren?
  • Turbi 08.11.2017 09:15
    Highlight Highlight Man muss seine Intelligenz nicht zum Arbeiten brauchen, sondern um (vor allem unproduktive) Arbeit zu verhindern
    • 4kant 08.11.2017 10:46
      Highlight Highlight Das heisst die Produktivität soll gesteigert werden. Das wiederum heisst, dass der Gewinn pro Arbeitsstunde gesteigert werden soll
      Was seinerseits heisst: Löhne runter, Sozalleistungen runter, Ferien runter, dafür aber Arbeitszeiten rauf, Rentenalter rauf, Leistungsdruck rauf.
      Aber ist es wirklich intelligent, seine Arbeitnehmer bis in den Hungertod hinein auszubeuten, wo doch ebendieser Arbeitnehmer der Kunde Deines Konzerns ist und Dir die Millionenboni einbringt?
    • Posersalami 08.11.2017 23:42
      Highlight Highlight Ja, aber das passiert doch erst nach dem nächsten oder übernächsten Quartalsbericht. Wen interessiert das?
  • 4kant 08.11.2017 08:20
    Highlight Highlight im Zusammenhang mit Arbeitsbedinungen gilt die Formel

    Flexibilisierung = Versklavung
  • Maranothar 08.11.2017 07:32
    Highlight Highlight Die Tendenz geht Richtung weniger Wochenarbeitszeit und diese verkalkten, geldgierigen Dinosaurier wollen in die andere Richtung?
    Anstatt solchen Unsinn zu verzapfen sollten die sich besser überlegen,wie sie mit der unvermeidlichen Verbreitung der A.I und den Folgen für die Menschen umgehen.
  • rodolofo 08.11.2017 07:10
    Highlight Highlight Die "Harten Kerle", die Burnout als Schwäche sehen, sind vermutlich in ihrem Privatleben unausstehliche Kotzbrocken, die ihre Familie mit einem giftigen Humor und mit sadistischen Spielchen quälen, immer legal abgesichert natürlich, wie sich das für Geschäfts-Profis gehört...
    Wer sich zum gemeinsamen Skifahren verabredet und dann auf die Minute pünktlich abfährt, obwohl die Andern verschlafen haben, handelt erzieherisch schwer angreifbar, aber trotzdem herzlos.
    Eine Familie ist halt kein Geschäft, und umgekehrt gilt das offenbar auch nicht...
  • dracului 08.11.2017 07:03
    Highlight Highlight Es wäre gut, wenn sich die Gewerkschaftsfunktionäre auch mal am Arbeitsprozess beteiligen würden! Viele „nicht industrielle“ Berufe werden nämlich flexibilisiert und erlauben mehr Freiräume bei der Wissensarbeit. Hier müssen Firmen und vor allem Chefs befähigt werden den Führungsstil der 50er-Jahre (Command&Control) anzupassen. Ich bin einverstanden, dass industrielle Fertigung inkl. Call Center, Verkauf nicht noch mehr ausgepresst werden, bevor die Digitalisierung diese Berufe ganz auffrisst. Die Fronten scheinen verhärtet und auch Gewerkschaftsarbeit muss sich von ihren 50er-Methoden lösen!
  • grandvlad 08.11.2017 06:53
    Highlight Highlight Rückschritt Rückschritt zurück zur Sklaverei......oder Anarchie? Jeder macht wie er will? Die Ideen der Wirtschaft wird sich dann wie immer auch im Bildungssystem abzeichnen; cool, wenn die SchülerInnen nachts und an den Wochenenden zur Schule kommen; wichtig ist ja, dass die kids aufs Berufsleben vorbereitet werden; gleitende Schulzeiten auch für Jugendliche. Elterngespräche zB. um drei Uhr in der Früh, weil die Eltern gleich auf dem Heimweg von der Arbeit sind oder die Lehrperson gerade keine Jugendlichen im Schulzimmer hat. Liebe Grüsse vom Burnout

  • Sensenmaa 08.11.2017 06:47
    Highlight Highlight Gutes Bild dazu.
    Benutzer Bild
  • Afeusi 08.11.2017 03:38
    Highlight Highlight Ihr seid so gescheit und doch so unbeschreiblich dumm!
    Wenn die Arbeitnehmer krank werden so entsorgt Ihr Sie wie Aussätzige und drängt Sie in das Sozialsystem wo sich dann änder um Sie kümmern können! Ihr unverschämten Arbeitgeber schämt euch für Euer Verhalten Ihr kriegt den Hals nicht voll Hauptsache Ihr profitiert! Wie krank ist das denn! Da könnt ihr noch so grenzenlos gut ausgebildet sein die Dummheit ist grösser als der Verstand! Und die Politik unterstützt Euch noch dabei weil Ihr bei dekadentem Essen mit Ihnen einen Pakt gegen das Volk schmiedet! Verwerflich!
  • Juliet Bravo 08.11.2017 00:52
    Highlight Highlight Wir haben uns freie Wochenenden und die 45 h Woche erkämpft. Seien wir bitte nicht so dumm, dies zu einem Verhandlungsthema zu machen!
  • Turbi 08.11.2017 00:21
    Highlight Highlight Bei solch idiotischen Forderungen ist wohl bald eine mehr oder weniger grosse Revolution nötig. Ja hab es ausgerechnet. Habe als Systemprogrammierer nie mehr als 30 Stunden gearbeitet,
  • derEchteElch 07.11.2017 23:40
    Highlight Highlight Die meisten haben 8.5 Std. Arbeit pro Tag, dies entspricht 42.5 Stunden/Woche. Der SGV will also tatsächlich, dass man „einen“ Tag mehr arbeitet??

    Bei so einem Thema kann ich die nicht ernst nehmen. Da bin ich auf der Linie der Gewerkschaften und der Linken (jaa). Die Arbeitszeit ist im Vergl. zu Europa ohnehin sehr hoch..

    6 Wochen Ferien wollte damals auch fast niemand... Ich befürchte schlimmes wenns zu einer Abstimmung kommt... 🙈
    • Sensenmaa 08.11.2017 07:05
      Highlight Highlight Denke ich auch
      Ich bin heute noch überzeugt davon das es bei der Wahl mit den Ferien nicht Recht zu und her her gangen ist.
  • Richu 07.11.2017 23:39
    Highlight Highlight Die "gewünschte" 50 Stunden-Woche finde ich auch nicht gut. Jedoch entsprechen die Begründungen des Schweizer Gewerkschaftsbundes (SGB) teilweise nicht der Wahrheit. So behauptet der SGB in diesem Bericht fälschlicherweise, dass die meisten Schweizer 45 Stunden pro Woche arbeiten. Gemäss dem Bundesamt für Statistik arbeiten die Schweizer wöchentlich jedoch durchschnittlich 41 Stunden 10 Minuten. Gemäss diesem Bundesamt hat die wöchentliche Arbeitszeit in der Schweiz in den letzten 5 Jahren um 13 Minuten abgenommen.
    • iss mal ein snickers... 08.11.2017 09:34
      Highlight Highlight Naja...der Durchschnittswert bezieht auch die Teilzeitarbeitenden mit ein...darum ist dieser tendenziell immer tiefer.....
  • Pafeld 07.11.2017 23:33
    Highlight Highlight Wenn wir alle 18% mehr arbeiten (und folglich auch weniger Zeit zum konsumieren haben) wo kommt dann die zusätzliche Arbeit her? Haben wir damit dann auch einen entsprechenden Prozentsatz höhere Arbeitslosenquote? Warum heult bei den bürgerlichen Kackdreistigkeiten eigentlich nie jemand von drohendem Arbeitsplatzverlust? Nicht alles, was mikroökonomisch (in diesem Fall sogar nur vermeintlich) sinnvoll ist, ist es auch makroökonomisch. Nur scheint der SGV wirtschaftswissenschaftlich mehr als 60 Jahre in der Vergangenheit zu leben. Hinfort mit diesem egoistischen Gesindel...
    • 4kant 08.11.2017 10:51
      Highlight Highlight Wenn wir eine Sozialdemokratische Partei hätten, bestünde noch Hoffnung auf eine Dämpfung der entfesselten Gier der Fastschonreichen.
  • Pointer 07.11.2017 23:29
    Highlight Highlight Ich wäre dafür, die Höchstarbeitszeit auf 40 Stunden pro Woche zu reduzieren. Zudem sollte es pro 4 Stunden Arbeitszeit 15 Minuten bezahlte Pausen geben.
  • Tomlate 07.11.2017 23:28
    Highlight Highlight Human Resources. Kurz HR. Sagt eigentlich alles. Manchmal noch als Personalabteilung anzutreffen.
    • karl_e 08.11.2017 11:26
      Highlight Highlight Tja, "resources" heisst: Rohstoffe, Kapital, Betriebsmittel und Aehnliches. Manager Slang ist oft sehr treffend und manchmal sogar recht zynisch. Resources sind etwas, das man ausbeutet.
      lohnend: https://dict.leo.org/englisch-deutsch/resources
  • einmalquer 07.11.2017 23:27
    Highlight Highlight Die 50-Stunden-Woche ist eine gute Idee.

    Wir können so mehr produzieren und haben weniger Zeit um zu konsumieren. Das führt nach herrschender Le(h)ere zu tieferen Preisen. Das wiederum führt zu tieferen Löhnen.

    Weil wir nun mehr produzieren aber weniger konsumieren können die wöchentlichen Arbeitsstunden reduziert werden, sagen wir mal auf 45 Stunden pro Woche. Und diejenigen, die keine Löhne mehr bekommen, weil man sie nicht mehr braucht, erhalten wegen der tieferen Löhne weniger Arbeitslosen-Geld.

    Vom Lohn werden weniger Sozialabgaben fällig.Und die Wirtschaft ist gerettet.
  • FrancoL 07.11.2017 23:15
    Highlight Highlight Ein volkswirtschaftlicher UNSINN diese Forderungen. Man tut so als könne eine Branche sich organisieren und optimieren OHNE dass die Zulieferebene mitziehen muss. Man scheint nicht zu begreifen dass es ganze Arbeitsketten sind die in einer Abhängigkeit stehen und versucht mit dem Wort Flexibilität das zu verschönern. Einige Wenige können flexibel sein und die anderen sind es dann aber gar nicht mehr, sie folgen den Flexibelsten und haben keine Spielraum mehr.
    Ist das wünschenswert?
    Ganz und gar nicht!
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 07.11.2017 22:26
    Highlight Highlight Was mich unabhängig vom Inhalt des Artikels immer wieder überrascht, wie extrem die Grundstimmung im watson-Forum schwankt. Wenn es um Flüchtlinge geht, wähnt man sich teilweise wie im falschen Film und die Parolen sind vergleichbar mit denen beim SVP-Bauernzmorgen.
    Wenn es hingegen um eine liberale Wirtschaft geht, bricht die rote Revolution aus.
    • seventhinkingsteps 07.11.2017 23:22
      Highlight Highlight Weil die Leser nicht die selben sind. Die Schlagzeilen sind auch hier auf watson reisserisch formuliert, damit die Leute klicken.

      Und auf die Artikel über Flüchtlinge klicken vermehrt Leute, die ihre Meinung darüber unbedingt Kund tun wollen, also eher "Asylkritiker" und Rassisten

      Es gibt ja auch immer mehr Leute, die den Artikel gar nicht erst lesen, sondern nur einen Kommentar hinterlassen.

      Hier halt Leute, die sich über die Vorschläge empören. Zu Recht, meiner Meinung nach, aber das ist meine Meinung.
    • Darth Unicorn *Miss Vanjie* 08.11.2017 01:04
      Highlight Highlight Hmm verschiedene Artikel ziehen verschiedene Typen an, viele Liberal denkende sind es einfach leid geworden die Kommentare bei Flüchtlingsthemen zu lesen da sie teilweise echt abschäulich sein können.
    • Wir sind das Volk 08.11.2017 04:42
      Highlight Highlight Ja, nennt sich eigene Meinung und ist deutlich besser als in starren rechts links Schemen zu verharren.

      Von Flüchtlingen und den Begleiterscheinungen haben mitlerweile Alle die Nase voll und von nochmehr arbeiten auch.

      Aber keine Angst, das W. Forum ist immer noch linkslastig genug.
    Weitere Antworten anzeigen
  • chicadeltren 07.11.2017 22:09
    Highlight Highlight Schon mal daran gedacht, dass diese ganzen Gesetze auch massive Einschränkungen für Arbeitnehmer sein können? Kenne z.B. einige Personen, die gerne während eines halben Jahrs sehr sehr viel arbeiten würden, um dann das andere halbe Jahr zu reisen. Mir persönlich liegt nicht viel an einer geregelten Mittagspause, lieber halte ich diese kurz und gehe früher oder ich verschiebe sie nach hinten wenn gerade etwas wichtiges über Mittag anfällt. Und die maximalen Überstunden führen zu extrem vielen illegalen Arbeitsstunden, für die man dann gar keine Entschädigug erhalten kann...
    • seventhinkingsteps 07.11.2017 23:25
      Highlight Highlight Ich arbeite selber in einem Startup und natürlich haltet man sich da manchmal nicht an das Arbeitsgesetz und macht auch mal keine Mittagspause und isst am Arbeitsplatz während man dazu arbeitet.

      Natürlich meldet das keiner, weil das Teil eines Konsenses ist, dem man zustimmt, wenn man so einen Job hat und freiwillig in einem jungen Unternehmen arbeitet.
  • Phipsli 07.11.2017 22:04
    Highlight Highlight Wie wärs wieder mal mit einer richtigen Lohnerhöhung..! Geben und nehmen sollte einigermassen im Gleichgewicht sein obwohl das ja schon lange nicht mehr stimmt..
    • Redly 07.11.2017 22:44
      Highlight Highlight Du darfst ja Arbeitgeber werden und höhere Löhne auszahlen!
      Fordern ist wohl einfacher als liefern...
    • Pasch 08.11.2017 01:00
      Highlight Highlight Ja genau deshalb ist die Forderung von 50h/woche so eine S
      Sauerei. Wenns ums Fordern geht da ist einigen möchtegern Chefs nichts zu peinlich!
    • Fabio74 08.11.2017 06:46
      Highlight Highlight @redly gilt andersrum auch. Immer nur mehr fordern, aber wenns um den Lohn geht, 1000 Ausreden finden warum es nicht geht
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sir Konterbier 07.11.2017 21:57
    Highlight Highlight Gefällt auch mir als FDP'ler nicht.

    Einzig über Sonntags und Nachtarbeit muss man meiner Meinung nach diskutieren, denn viele Menschen schätzen es auch zu ungewöhnlichen Zeiten zu arbeiten um sich beispielsweise die Erziehung der Kinder ein wenig besser aufteilen zu können etc.

    Aber ist auch dumm solche krassen Forderungen zu stellen, die keine Chance haben, das ist nur Wasser auf die Mühlen der Klassenkämpfer.
    • FrancoL 07.11.2017 22:51
      Highlight Highlight Wasser auf die Mühle der Klassenkämpfer? Zeigt doch nicht mehr und nicht weniger, dass es diese sogenannten "Klassenkämpfer" braucht. Es ist eben doch ein gewisser Klassenkampf wenn ich solche Forderungen des Gewerbeverbandes sehe und das sage ich als Arbeitgeber, der sich täglich auch um das Einhalten der Zeiten und Vorgaben kümmern muss. Diese Vorgaben sind ein positiver Punkt vor allem für die unteren Lohnklassen und man sollte nicht daran rütteln. Die gut verdienenden Klassen machen eh was sie wollen!
    • Pafeld 07.11.2017 23:20
      Highlight Highlight Seien Sie doch ehrlich: der einzige Grund, weshalb die FDP die 24-Stunden-Verfügbarkeit will, ist um dem Unternehmer an 24 Stunden am Tag den Umsatz zu ermöglichen. Und ganz sicher nicht, um dem Arbeitnehmer eine Freude zu machen. Die Möglichkeit hat er heute in diversen Branchen schon.

      Ich hoffe mal, Sie bekleiden nicht schon ein politisches Amt. Denn diese dreiste Lüge würde Sie unter Umständen völlig zurecht das Amt kosten.
    • Sir Konterbier 07.11.2017 23:54
      Highlight Highlight OK ich wurde glaub nur halb richtig verstanden.

      Ich glaube dass diese Forderungen im Parlament und vor allem vor dem Volk keine Chance haben, weshalb es lediglich Wasser auf die Mühlen jener ist, die genau diesen Klassenkampf suchen (Und ich mit Klassenkämpfern nichts anfangen). Es ist also meiner Meinung nach eine kontraproduktive Forderung.
  • Eksjugo 07.11.2017 21:29
    Highlight Highlight Junge Junge... was soll die 50-Stundenwoche bringen? Zurück in die Steinzeit? Das Gegenteil von Produktivität und Effizienz? Burnouts und Depressionen und den Grossteil des Lebens im muffigen Büro?

    Bringt lieber den Vorschlag zur 35-Stundenwoche!
    • mrmikech 07.11.2017 22:25
      Highlight Highlight 25 ist mir lieber. Im ernst.
    • Pasch 08.11.2017 01:06
      Highlight Highlight 5x5? Kannst dir sicher sein da würde ich vom Kaffiautomaten zum Platz sprinten und die Arbeit würde nur sowas von fliegen... aber nee ich muss es ja schon auf 8,5h strecken... zzzzzzzzzzzzzz und nein mehr kommt da nicht selbst wenn ich es in 5h durchbringe! (Was ich könnte) wird wohl wieder mal Zeit für einen Wechsel.... Bore-Out macht sich breit!
    • Genital Motors 08.11.2017 05:42
      Highlight Highlight Arbeiten hier eigetnlich alle nur im büro ? Dachdecker sommer schönes wetter. Locker mal 50 bis 55 in der woche. Niemand beklgt sich. Dafür im winter 7.5
  • Sensenmaa 07.11.2017 21:24
    Highlight Highlight Willkommen in der modernen Sklaverei von morgen.
  • Pitsch Matter 07.11.2017 21:16
    Highlight Highlight Wir haben eine Digitalisierung bei der einen Grossteil der Jobs wegfallen wird, und der SGV will längere Arbeitszeit. Das heisst in Zukunft arbeiten 50% der Leute, die haben keine Freizeit, die anderen 50% sitzen auf dem Sozialamt, die haben kein Geld.... ich sage nur Kollaps.
    • grumpy_af 08.11.2017 00:03
      Highlight Highlight Digitalisierung schafft aber neue Jobs in neuen Bereichen. Diese kompensieren aber leider die Jobausfälle nicht.
  • Tomjumper 07.11.2017 21:15
    Highlight Highlight Der ehemalige Bundesratskandidat der SVP hat aber gute Ideen. War das nicht die Partei, die von sich sagt etwas für die kleinen Leute zu tun? Wählt sie nur weiter und gebt danach den linksgrünen Gutmenschen die Schuld wenn ihr ein Burn Out habt.
    • pun 07.11.2017 23:42
      Highlight Highlight Und nicht vergessen, die Asylanten zu beschuldigen, wenn die IV dann nicht zahlt.
  • metall 07.11.2017 21:13
    Highlight Highlight Also Ihr Jammeris hier mein Tip. Gründet doch selber ein Unternehmen, stellt haufenweise Leute ein und lässt die für Euch arbeiten. Dann könnt Ihr abzocken so viel Ihr wollt, mit nur ca. 3 Stunden Arbeit pro Woche. :-D
    • seventhinkingsteps 07.11.2017 22:59
      Highlight Highlight Das ist ja das traurige an diesem System. Je besser es dir geht, desto mehr lebst du auf Kosten anderer. Vom Tellerwäscher zum Millionär ist auch nur ein Euphemismus für vom Sklaven zum Sklaventreiber
  • 足利 義明 Oyumi Kubo 07.11.2017 21:12
    Highlight Highlight 50 Stundenwochen sind für jemanden, der eine eigene Firma führt und dafür sorgt, dass viele Arbeitnehmer mit ihren Familien regelmässiges Einkommen, Urlaub, Sozialbeiträge und Kindergelder bekommen, wie Ferien. Das doppelte Pensum ist Alltag.

    Macht sich die Unia für uns auch stark?
    • derEchteElch 07.11.2017 23:44
      Highlight Highlight Nein, du hast dafür den Gewerbeverband..
    • Lars Widmer 08.11.2017 00:16
      Highlight Highlight Sorry, aber wenn du deine eigene Firma führst bestimmsts du und nur du wann du frei hast... Kannst sie ja auch Verkaufen und arbeitnehmer werden.
    • zipfelgrind 08.11.2017 05:47
      Highlight Highlight Logischerweise nicht, die UNIA vertritt auch nicht die Arbeitgeber... Nervst du dich auch, dass der Fleischverband sich nicht für Vegetarier engagiert?
  • klugundweise 07.11.2017 21:04
    Highlight Highlight Das ist bürgerlich, Arbeitszeit rauf, Rentenalter rauf, Renten runter.
    Und wer hat diese Leute gewählt?!
    • seventhinkingsteps 07.11.2017 23:30
      Highlight Highlight Ist mir egal, Hauptsache dem Ausländer gehts schlechter wie mir!
    • Juliet Bravo 08.11.2017 01:13
      Highlight Highlight Bürgerlichwähler wählen den Rückschritt. Macht euch schlau und wählt gescheit!
    • El Vals del Obrero (ex Meine Senf) 08.11.2017 05:03
      Highlight Highlight Die Wähler haben halt so ihre Prioritäten.

      Arbeitnehmerschutz wie vor 200 Jahren? Kapitalismus wird schleichend wieder zum Feudalismus? Wer alt werden will und sich das nicht leisten kann sei selber schuld?

      Äh, ja, das kann ja alles sein.

      Aber wirklich wichtig ist doch, dass wir es der EU und der Classe Politique mal so richtig zeigen! Dass keine Burkas rumlaufen! Dass überall Schweizerfahnen hängen und wir wieder stolz und great sind!

      Erst dann geht es den kleinen Leuten wieder richtig gut.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Humbolt 07.11.2017 21:03
    Highlight Highlight Dass das eine strunzdumme Idee ist kann euch jeder Arzt sagen! Dort ist 50h normal. Und was hat es gebracht? Richtig, viele sehnen sich nach Teilzeit und die Quote der Berufsaussteiger nimmt zu...
    Immer das gleiche Problem. Leute die keinen Plan haben vom Leben der Basis entscheiden trotzdem darüber.
  • Paedu87 07.11.2017 20:53
    Highlight Highlight Wahnsinn. Ich darf hier kein einziges Wort schreiben was mir in den Sinn kommt. Unertragbar eine Zusammenstellung solcher durchwegs ernstgemeinter Forderungen.
    Vor allem gibt es absolut keinen wirtschaftlichen Hintergrund für diese Forderung. Produziert doch wo der Pfeffer wächst! Wissensarbeit und Innovation aber gibt es nicht in Akkordarbeit...
  • Firefly 07.11.2017 20:51
    Highlight Highlight Ich kauf mir einen Roboter und schick ihn für mich in Büro wo er für mich 24 Strunden, 7 Tage die Wocher Geld verdient.
    • Fly3930 08.11.2017 07:34
      Highlight Highlight Wenn du es schaffst, einen solchen Roboter zu konstruieren, dann wirst du eh nicht mehr ins Büro gehen müssen. Du verwaltest dann deine Milliarden mit einer App am Pool... :-)
    • Firefly 08.11.2017 10:14
      Highlight Highlight Fly3930, Ich schrieb dies, weil die Wirtschaft und Gesellschaft mittlerweile offenbar schizo geworden ist. Einerseits kommt fast täglich einer mit der Rede von AI und Robotern, die uns ersetzen werden, und dass es immer weniger Arbeit geben wird, und Andererseits wollen sie nun die Arbeitszeiten erhöhen!?!? Ja was nun?
  • FrancoL 07.11.2017 20:48
    Highlight Highlight In einer Arbeitswelt die stark vernetzt ist und viele Abläufe von x Branchen abhängig sind ist eine Lösung mit einer partiellen 50 Stunden-Woche alles andere als sinnvoll! Viele argumentieren mit einzelnen Branchen und merken nicht dass alles zusammenhängt und somit die einzelne Branche plötzlich andere Branchen mit zieht und bald einmal eine guter Teil der Arbeiter in ein Schema gezwängt wird der für BEIDE Seiten, Arbeitgeber und Arbeitnehmer, nicht von Vorteil ist.
    Die Begründungen des Gewerbeverbandes gehen nicht über die Nasenspitze hinaus. Arbeitsfriede geht dem Geld vor.
  • seventhinkingsteps 07.11.2017 20:41
    Highlight Highlight In einem Jahr wird sich ja der Generalstreik für 100 Jahre jähren, let's do it again
    • satyros 08.11.2017 01:47
      Highlight Highlight Alle Räder stehen still, wenn dein starker Arm es will!
  • seventhinkingsteps 07.11.2017 20:40
    Highlight Highlight Leicht daneben gegriffen bzw. kein Glück gehabt mit dem Zeitpunkt dieser Ideen, im Zusammenhang mit den Paradise Papers.

    Hoffentlich machen jetzt linke Politiker endlich was aus der momentanen Grundstimmung.
  • Lexxus0025 07.11.2017 20:38
    Highlight Highlight In den meisten Bereichen arbeiten Menschen mit 6 stunden täglich am effizientesten: Auch dazu gibts reichlich Studien. Aber ja: Machen wir das Gegenteil um den vermeindlichen Wohlstand zu halten.
  • Herbert Anneler 07.11.2017 20:31
    Highlight Highlight Gewerbeverbands-Bigler - der Trump der Schweiz - einfach jenseits. Der Gewerbeverband wird für diesen durchgeknallten Narzissten und Super-Blocher noch büssen müssen: Ein ehemaliger Beamter, der CEO spielt - das kann nur in die Hosen gehen.
  • Timmy :D 07.11.2017 20:31
    Highlight Highlight Back to the roots. Yeah klingt super, jetzt müssen nur noch so unnötige Dinger wie AHV und Rechte abschaffen und schon sind wir in der guten alten Industriellen Revolution! *Ironie bekommt brechreiz*
    • niklausb 07.11.2017 22:38
      Highlight Highlight Ja und mein 5 jährger Sohn hätte nach dem Kindsgi noch zeit den einen oder amderen Hochkamin zu putzen und am Abend nähen wir dann noch ein paar Bälle oder so.
  • bastardo 07.11.2017 20:31
    Highlight Highlight drei punkte, die mich bei diesem artikel stören. 1) die schreiberin lässt ausschliesslich die gewerkschaften zu wort kommen (was mich bei watson überhaupt nicht überrascht). 2) dementsprechend einseitig und tendenziös fällt der bericht aus. die vorschläge des sgb werden völlig verzerrt widergegeben. der bericht ist also reine stimmungsmache und hat nicht viel mit journalismus zu tun. 3) fast alle kommentatoren (ausnahme: candy queen, raues Endoplasmatisches Retikulum und Madison Pierce) überzeugen durch unwissenheit. fazit: stammtischniveau 👎🏼
    • D(r)ummer 07.11.2017 22:27
      Highlight Highlight Es ist nicht der einzige Artikel von Watson über das Thema. Oder?
    • Yolo 07.11.2017 22:54
      Highlight Highlight Blick, Tagi und 20min schreiben das Gleiche. 🤭
    • FrancoL 07.11.2017 22:57
      Highlight Highlight @bastardo; Wenn Du ein wenig genauer lesen würdest könntest Du etliche Ansätze bemerken die diesem Irrsinn durchaus sachlich entgegnen, doch dazu müsstest Du Deine einseitige Brille ablegen und vielleicht auch ein wenig beide Seiten des Arbeitstisches kennen.
      Nun Du bist der Wissende und hast x Zeile geschrieben UND nicht die Bohne einer Erklärung zum Thema abgegeben. Ist das nun Deine Art den Trump zu spielen?
      Manche Kommentare mögen Stammtischniveau haben, Deiner hat gar kein Niveau.
    Weitere Antworten anzeigen
  • David Rüegg 07.11.2017 20:26
    Highlight Highlight Die Digitalisierung ersetzt zunehmend menschliche Arbeitskräfte, die Weltbevölkerung nimmt zu und wird tendenziell älter... und der Gewerbeverband fordert allen Ernstes eine Erhöhung der Arbeitszeit. Es fehlen mir die Wort ob solcher Weitsicht! Mögen doch bitte bei den nächsten Wahlen sämtliche Mitmenschen ihr Schicksal in die Hände solch fähiger Leitfiguren wie die des Herrn Rime legen.
  • Burdleferin 07.11.2017 20:24
    Highlight Highlight Ich könnte kotzen. Zum Glück gibts Gewerkschaften und die SP!
    Aber nein, es ist die SVP, die sich für den kleinen Mann einsetzt.
    • Yamamoto 07.11.2017 23:24
      Highlight Highlight Ich stimme Dir zu, aber leider lassen sich die linken Parteien – ausser die JUSO – die Themen von den Bürgerlichen diktieren. Zurzeit reagieren sie statt zu agieren und davon profitieren die SVP und die FDP. Die SP sollte kämpferischer auftreten und nicht schon mit Kompromissen einsteigen – wie z.B. bei der Altersvorsorgereform. Sie sollte den öffentlichen Fokus weg vom Scheinproblem im Asylwesen hin zu wichtigen Themen wie Arbeitsbedingungen, Arbeitszeiten, Mindestlöhne, Altersvorsorge, Wirtschaftskriminalität und Steuern lenken. Kapitalanlagen müssen stärker besteuert werden als Einkommen.
  • a-minoro 07.11.2017 20:20
    Highlight Highlight Was schlucken die Typen vom Arbeitgeberverband eigentlich für Pillen? Die scheinen für die Gesundheit jedenfalls nicht besonders förderlich zu sein...
    • Zeyben 07.11.2017 21:22
      Highlight Highlight Wessen Gesundheit?
  • Lester McAllister 07.11.2017 20:20
    Highlight Highlight Ihr seid doch alles Grännis...
    Gab wohl noch nie eine Generation, die weniger gearbeitet hat.
    Und trotzdem haben wir mehr Luxus als wir brauchen.
    Geht mal 2 Wochen zu einem Bauer oder einem Beizer arbeiten, statt jeden Abend zu saufen und zu feiern
    • Wambolium 07.11.2017 21:46
      Highlight Highlight work hard- play hard. Wer hart gearbeitet hat, hat sich auch seinen wohleverdienten Feierabend und sein Wochenende verdient.
    • Fabio74 07.11.2017 21:52
      Highlight Highlight Und das heisst, wir sollen alles aufgeben, was wir erreicht haben, weil Bigler und Co auf Arbeitnehmerschutz pfeifen und es nur ums Auspressen der Menschen geht?
      Sicher nicht. Nie und nimmer
    • Mss.Fork 07.11.2017 23:25
      Highlight Highlight Wer bauer sein in der schweiz als messlatte für hartes arbeiten nimmt, hat wohl selbst nicht den grössten horizont was das thema anbelangt
    Weitere Antworten anzeigen
  • fischolg 07.11.2017 20:13
    Highlight Highlight Wer sich die Folgen solcher Bedingungen mal genauer ansehen möchte, wirft am besten einen Blick in die Securitas (und vermutlich auch andere Sicherheits-DL). Wenns nach Securitas geht, arbeiten wir 6 Tage die Woche, idealerweise 54 Stunden, voll am Maximum, mit nur einem Tag frei, mit 13h-Schichten am Tag und 11h in der Nacht und mit permanenter Wochenendarbeit. Seit ich im Mai dort angefangen habe, hatte ich nur 2 Wochenenden frei und teilweise die obigen Bedingungen. Mit verschissenem Lohn und weiteren Ausbeutungen, wenn man sich nicht wehrt oder wehren kann.
    • ströfzgi 07.11.2017 21:50
      Highlight Highlight Sorry die Frage, aber warum arbeitest Du dort?
    • Fabio74 07.11.2017 21:53
      Highlight Highlight wenn das alles stimmt, sind dies massive Verstösse gegen das Arbeitsgesetz
  • Rolf Meyer 07.11.2017 20:08
    Highlight Highlight Grundsätzlich finde ich es gut die Arbeitszeit flexibler zu gestalten. So dass man auch mal am Abend oder an Wochenenden arbeiten kann. Allerdings sollte die Arbeitszeit auf 5 bis 6 Stunden pro Tag reduziert werden, da es mittlerweile bewiesen ist, dass man bei längerer Arbeitszeit weniger produktiv arbeitet.
    • nick11 07.11.2017 21:36
      Highlight Highlight Das mit der Arbeitszeit gilt nur bedingt. Nicht jeder arbeitet "Produzierend", es gibt viele Jobs in denen der Hauptteil "da sein" bedeutet (z.B. Sicherheitspersonal). Auch kenne ich Jobs, da ist nach 3-4h schluss mit Produktivität. Solche generellen Regelungen bringen nichts.
      Über kurz oder lang müssen es die Firmen aber verstehen und je nach Beruf die richtigen Arbeitszeiten finden.
    • chicadeltren 07.11.2017 22:14
      Highlight Highlight Du bist wohl ein Bürogummi. Gibt eben durchaus Jobs wos auf die exakte Präsenzzeiz ankommt. Fändest du bestimmt witzig wenn es im Spital dann 9h lang keine Pflege mehr gibt weil alle nur noch 5h am Tag arbeiten.
      Und weshaln die Banker und Sachbearbeiter, die eh nur rumsitzen noch solche Arbeitszeitgeschenke bekommen sollen, weiss ich echt nicht.
  • Fanta20 07.11.2017 20:07
    Highlight Highlight M. E. muss man den Forderungen des SGV nach einer "Flexibilierung" des Arbeitsgesetzes schon kritisch gegenüberstehen; denn eigentlich müsste sich die Entwicklung des Arbeitszeitrahmens dank Digitalisierung und Effizienzsteigerungen gerade in die andere Richtung bewegen. Auf jeden Fall würde ich die Errungenschaften des ArG nicht ohne Not zuungunsten der Arbeitnehmenden aufweichen.

    • Phrosch 07.11.2017 21:23
      Highlight Highlight Bitte nochmals lesen. Arbeitgeber wollen mehr Flexibilisierung, der SGV wehrt sich dagegen.
    • Zeyben 07.11.2017 21:35
      Highlight Highlight Effizienzsteigerungen sind letztlich nur Produktivitätssteigerungen. Das beinhaltet eben nicht, dass der MA weniger arbeiten soll. Man müsste das OR und ARG und das Gesellschaftsrecht langsam revidieren. Die Ausbeutung geht zu weit.
  • RescueHammer 07.11.2017 20:02
    Highlight Highlight Nun denn, da ist sie nun, die Quittung des Rechtsrutsch an den letzten Wahlen... wir bewegen uns auf die 4. industrielle Revolution zu und die Bürgerlichen gebärden sich wie damals, während der Ersten. Ich halte es wie Money... und mach mich hier vom Acker! Ich brauche das nicht mehr! Ich hoffe, die Halbwertszeit des Stimmvolks reicht bis zu den nächsten Wahlen und wir erleben eine Korrektur hin zu mehr Balance und endlich zu einem ausgewogenem Steuerrecht (Paradise Papers, etc. pp) zum Wohle der Menschen!
    • E7#9 07.11.2017 22:55
      Highlight Highlight Verrätst du uns vor deiner Abreise noch wohin du gehst? Nähme mich echt wunder, denn ich glaube fest daran, dass das Gras überall grüner zu sein scheint, als da, wo man sich immer grad befindet. Und danach: Tschüss, wünsche eine gute Reise, Spass, Glück und viel Erfolg.
    • Flickii 08.11.2017 13:33
      Highlight Highlight Ich denke schon, dass es einige schlaue Destinationen gibt! Also ich fange an Schwedisch zu lernen ;-)
    • E7#9 08.11.2017 15:58
      Highlight Highlight Einverstanden, Schweden tönt nicht schlecht, vorausgestzt du passt ins Schema... d.H. du bist verheiratet, hast Kinder etc. Ansonsten ist es sicher immernoch friedlich, zahlst aber recht viel drauf bei den Sozialsbgaben. ;-)
  • Posersalami 07.11.2017 19:55
    Highlight Highlight "die Arbeitszeit auf maximal 45 statt 50 Stunden pro Woche reduzieren, die jährliche Überzeit auf 170 Stunden begrenzen oder zwingend die Versicherung bei der SUVA abschliessen"
    Diesen armen Unternehmen ist es also nicht zuzumuten, dass der Arbeitnehmer noch ein geregeltes Leben neben der Arbeit hat? Darum gehts dem Land so schlecht! Gut, dass das endlich geklärt ist!

    Diese Haltung widert mich an. Im Prinzip will man bessere Sklaven. Mit einer solchen Lockerung des Gesetzes wird der Druck auf den Arbeitnehmer weiter ansteigen und die Löhne schön tief bleiben.
    • chicadeltren 07.11.2017 22:17
      Highlight Highlight Immer der pöse Unternehmer... Schaff doch selbst Arbeitsplätze mit Traumbedingungen. Gilt übrigens auch für jeden unzufriedenen Arbeitnehmer.
    • Posersalami 08.11.2017 00:31
      Highlight Highlight Das was da gefordert wird hatten wir schon, wollten wir dann aber nicht mehr und der Arbeitnehmerschutz entstand. Wir haben doch aber schon relativ lasche Standards was das Verhältnis Arbeitnehmer - Arbeitgeber angeht. Wir haben doch das Problem, das tiefe Löhne kaum genug wachsen um die Erhöhungen der KK und Mieten zu finanzieren. Was macht die SGV? Schlägt vor die Löhne zu drücken! Mehr Leistung zum gleichen Lohn ist eine Lohnsenkung. Mehr Druck auf die Arbeitnehmer wird auch nicht dazu beitragen, Lohnerhöhungen zu bekommen. Diese Vorlage ist durch und durch ein neoliberaler Wunschzettel.
  • Candy Queen 07.11.2017 19:53
    Highlight Highlight Versteht ihr es definitv nicht oder wollt ihr es nicht verstehen?
    Falls doch, lest doch Madison Pierces Kommentar von 19:25 Uhr durch. Oder die Medienmitteilung.
    Ist bezeichnend, dass einfach einmal drauf los geht wird.
    • Posersalami 07.11.2017 21:01
      Highlight Highlight Es geht um eine Flexibilisierung im Stile eines Rundumschlags. In Wahrheit sind das viele gute Argumente um dir nicht mehr Lohn zu zahlen dafür, dass du dein Leben noch mehr der Arbeit unterordnest. Dabei sollten Einsätze ausserhalb der planbaren Regelarbeitszeit pauschal höher Vergütet werden. Express kostet immer mehr.

      Es sind auch gute Argumente dafür dich klein zuhalten, weil es da immer einen gibt der gerne deinen Job haben würde.. mehr Druck auf die Arbeitgeber wäre angesagt, nicht noch mehr Druck auf die Arbeitnehmer!
    • FrancoL 07.11.2017 23:07
      Highlight Highlight Du Meinst den Post von 19.25, der kurzsichtige Feststellung mit den Portugiesen die lieber länger arbeiten um dann mehr Ferien zu haben? Dieser Kommentar zeigt doch gerade dass die Durchsicht fehlt. Wenn eine Gruppe länger arbeiten will, muss die Zulieferung und die Planung nachziehen, das ist ein riesen Rattenschwanz. Schon einmal einen Gedankengang fertig gedacht? Wohl kaum, aber Sprüche hast du drauf für eine 80-Stunden-Woche.
  • Radesch 07.11.2017 19:46
    Highlight Highlight Hab ich auf 20 Min und in der NZZ schon gesehen. Mir reicht es völlig. Unser Wohlstand steigt stetig und ich sehe keinen Rappen davon. So kann und soll es nicht weitergehen. Wie wäre es mal mit einer 30h Woche? oder 6 Wochen Ferien?

    Ach stimmt dann gehen die Unternehmen wieder... Ja ich will Arbeit, aber nicht um jeden Preis. Nicht damit sich Leute an mir dumm und dämlich verdienen.

    In meiner Branche verdient man zwar ordentlich, aber ich fühle für alle Putzfrauen, Müllmänner und Pfleger in der Schweiz. DANKE EUCH!
    • Rolf Meyer 07.11.2017 20:32
      Highlight Highlight 6 Wochen Ferien wurde vom Volk abgelehnt. Verstehe allerdings nicht warum.
    • Lichtblau 07.11.2017 22:16
      Highlight Highlight Dem Dank schliesse ich mich gerne an. Und auch wenn ich schon "linker" dachte, weder Arbeiter noch Verkäuferin bin und (heute noch!) max. 42 Std. arbeite: Diese Entwicklung finde ich unheilvoll. Und das beginnt eben schon beim gedankenlosen Fordern vom 24x7 Shopping. Ist ja klar, dass die einfache Möglichkeit zur Ausbeutung der Angestellten auch in anderen Branchen Begehrlichkeiten weckt.
    • E7#9 07.11.2017 23:05
      Highlight Highlight Erst sagst du, dass du keinen Rappen unseres Wohlstandes siehst, und dann, dass du in deiner Brache gut verdienst. Irgendwie nicht ganz konsequent und auch nicht sehr glaubwürdig. Würdest du dafür auch einen Teil deines materiellen Wohlstandes aufgeben? Oder ihn mit allen Müllmänner, Putzfrauen und Pfleger teilen, mit denen du so selbstlos mitfühlst? Wohl kaum. Ich fühle v.a. Lippenbekenntnisse und ganz viel warme Luft.
    Weitere Antworten anzeigen
  • gnp286 07.11.2017 19:37
    Highlight Highlight Das geht so lange gut bis sich die Leute daran erinnern was man mit Mistgabeln und Fackeln alles schönes anstellen kann.
  • G. 07.11.2017 19:31
    Highlight Highlight Ach ja, dass sind doch diese weisshaarigen Silberfüchse, die die Lösung in noch verknöchereten und noch dumpfbackigeren Strukturen finden. Alles zu Ungunsten des Arbeitnehmers, was ja wohl selbstverständlich ist.

    Ich schlage vor, dass zuerst im Offshore-Paradies aufgeräumt wird!
    • The Origin Gra 07.11.2017 20:27
      Highlight Highlight @G.: Oh Nein, denken Sie doch bitte an die Armen Aktionäre und Superreiche deren Einkommen um ein paar % sinken. Und deren Kinder die ein paar Milliönchen weniger Erben, denken Sie an die Kinder 😭

      Nein, im ernst, gebe Ihnen 100% Recht.
      Zuerst mal bei der anderen, der Oberen Seite Optimieren, dann kann man sich eventuell Gedanken machen, die Alten Zustände ein Stück weit wieder einzuführen sofern es das noch braucht
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 07.11.2017 19:28
    Highlight Highlight Zur 50 Stunden Woche. Hier wird fälschlicht behauptet, man wolle generell eine 50-Stundenwoche einführen. Dies ist schlicht falsch und das Zitat von Bigler wird so aus dem Kontext gerissen. Weiter unten ihn der Medienmitteilung wird ausgeführt, dass man weg kommen will von der Wochenarbeitszeit, hin zur Jahresarbeitszeit. Diese würde dann natürlich gewissen Schwankungen unterliegen.
    Die Dichotomie Industrieller Betrieb vs. Dienstleister erscheint mir auch sehr schwierig, die wenigsten Industriebetriebe werden heute nur noch ihr Produkt verkaufen, oft wird ein Gesamtpaket verkauft.
    • FrancoL 07.11.2017 20:00
      Highlight Highlight Ihre Darstellung der 50 Stunden-Woche ist dann eben wieder die andere Verfälschung. Das Ziel ist es eben schon mehrere 50-Stundenwochen einführen zu können, also auch über längere Perioden die 50-Stunden-Woche einführen zu können. Das alles strukturiert das Leben der Arbeiter in hohem Masse, was nicht besonders fair ist.
      Bezüglich der Differenzierung zwischen industriellen Betrieben und Dienstleistern ist Ihre Begründung an den Haaren herbeigezogen.

      Grundsätzlich wird mit diesem Ansinnen der Gewerbeverband einen Stellenabbau betreiben, macht nun gar keinen Sinn.
    • Nuka Cola 07.11.2017 20:39
      Highlight Highlight Jep, geht ja hin zu PaaS (Product as a Service).
    • raues Endoplasmatisches Retikulum 07.11.2017 21:00
      Highlight Highlight 1) Natürlich soll die 50h Woche auch über längere Zeit gelten, wie gesagt, man soll die Jahresarbeitszeit betrachten. Der Vorschlag des SGV deckt sich weitesgehend mit zwei hängigen Vorstössen im Parlament, einer von Konrad Graber (16.414 Parlamentarische Initiative
      Teilflexibilisierung des Arbeitsgesetzes und Erhalt bewährter Arbeitszeitmodelle).
      Das "das gesetzliche Korsett zu eng ist", sagt auch Daniel Jositsch (https://www.nzz.ch/wirtschaft/arbeitsgesetz-die-60-stunden-woche-soll-legal-werden-ld.1313155). Das man die Arbeit dann erledigen kann, wenn sie anfällt, scheint mir sinnvoll.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Madison Pierce 07.11.2017 19:25
    Highlight Highlight Es geht nicht um eine 50-Stunden-Woche, also nicht darum, dass man immer 50 Stunden pro Woche arbeitet. Der Arbeitgeberverband will die Maximalarbeitszeit auf 50 Stunden pro Woche anheben. So viel würde man in Zeiten hoher Auslastung arbeiten, dafür hätte man zu anderen Zeiten weniger Arbeitszeit.

    Aber wenn das nur der Arbeitgeber bestimmen kann, verstehe ich die Bedenken. Das kann eine grosse Belastung sein.

    In gewissen Branchen ist eine Jahresarbeitszeit aber sinnvoll und wird von den Arbeitnehmern auch geschätzt, zum Beispiel für lange Weihnachtsferien im Heimatland in der Baubranche.
    • FrancoL 07.11.2017 20:02
      Highlight Highlight Ja wer soll es denn bestimmen? Wenn das die Nachfrage bestimmt ist es Sache des Arbeitgebers und das ist nun sicherlich zum Nachteil des Arbeitnehmers. Mit einfachen Tricks können Arbeitsanfälle geglättet oder kumuliert werden.
      Verstehe dass man da sich quer stellt.
    • KEJK2K17 07.11.2017 20:18
      Highlight Highlight @kleiner_Schurke: du schnallst das echt nicht oder? Du arbeitest laut Vertrag immernoch bspw 42h. Der Arbeitgeber kann dir dann neu bis zu 50h gesetzlich anordnen. 50-42= 8h Überzeit, welche du kompensieren kannst. Über die Vor und Nachteile lässt sich natürlich streiten.
    • Madison Pierce 07.11.2017 20:18
      Highlight Highlight @kleiner_Schurke: Ein Beispiel aus dem Strassenbau: Im Sommer sehr viel Arbeit, im Winter fast nichts. Ein Kollege ist in dieser Branche tätig. Die angestellten Portugiesen arbeiten gerne im Sommer viel, damit sie dann ab Mitte Dezember bis Mitte Februar in ihre Heimat können. Mit 42 bzw. 45 Stunden pro Woche kommt man nicht auf so viel Zeit für so lange Ferien bzw. Kompensation.

      Für diese Branchen und im Voraus abgemacht sehe ich kein Problem. Wenn jedoch jeder Arbeitgeber sagen kann "ab morgen 10 Stunden pro Tag bis auf Weiteres", bin ich dagegen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • G. 07.11.2017 19:24
    Highlight Highlight Der Gewerbeverband möchte vermutlich einfach die vielen Lücken kompensieren, die da so entstehen durch „ungeschultes“ und überfordertes Personal, welches langsam aber sicher reihenweise auf die Strasse gestellt wird und dann erst noch diese überalterten Mitarbeiter/innen, die kann der Gewerbeverband auch nicht mehr nützlich eingesetzt sehen. Ab auf die Strasse damit. Aber mindestens bis 72 Jahre alt wird gefälligst gearbeitet und 50 Stunden die Woche. - Hallo? Was für Vollbluthirsen denken sich solchen Bullsh*t aus?
  • hardy1996 07.11.2017 19:21
    Highlight Highlight Work-life-balance? Was ist das? Noch nie davon gehört...
    • Paedu87 07.11.2017 20:33
      Highlight Highlight Das heisst jetzt neu life-balance weil arbeit = leben ist...
  • Pasch 07.11.2017 19:19
    Highlight Highlight Der Sitz des Gewerbeverbands liegt wohl in Bizarrowelt!
  • chnobli1896 07.11.2017 19:18
    Highlight Highlight wir haben bei uns im büro seit kurzerczeit relativ oft 50+ stunden woche und mittagspause am arbeitsplatz. es gibt viele arbeitnehmer die das auf dauer nicht aushalten, die kosten aufgrund von burn-outs (oder ähnlichem) wären immens, aber nicht vom SGV zu tragen, und darum gehts ihnen wohl

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