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Dreht das Karussell! 7 arbeitslose Trainer, die wieder einen Job bekommen sollten

10.10.2018, 09:2610.10.2018, 09:58
Arne Siegmund / watson.de

Fussballtrainer sein ist nicht immer leicht. Im Erfolgsfall lieben die Leute dich, wenn's mal nicht so läuft, bist du der erste, der den Kopf hinhalten muss. Dann schwafeln die Verantwortlichen von «neuen Impulsen», die gesetzt werden müssen, und raus bist du!

Oder wie Trainerlegende Christoph Daum einst sagte: «Das ist wie bei einem Elektriker, der hinkommt und nur einen Wackelkontakt beheben muss, weil eigentlich alles vorhanden ist. Er fügt die richtigen Stecker zusammen und plötzlich ist alles wieder unter Höchstspannung ...»

Der VfB Stuttgart bediente sich schon und nahm Markus Weinzierl unter Vertrag – es tummeln sich auf dem Trainer-Arbeitsmarkt aber noch viele andere prominente Namen, die wir zu gerne wieder an den Seitenlinien sehen würden:

Zinédine Zidane

Bild: AP/AP

Zizou hat bis jetzt nur bei Real Madrid als Trainer gearbeitet. In der Saison 2013/14 als Co-Trainer und von 2015/16 bis 2018 als Chef. In seiner Amtszeit als Cheftrainer holte er in 149 Spielen im Schnitt 2,3 Punkte pro Spiel und schaffte es, dreimal in Folge die Champions League zu gewinnen. 

Dann trat er überraschend zurück, erklärte es damit, dass die Mannschaft «einen Wechsel benötigt, um weiter siegreich zu bleiben. Die Mannschaft benötigt eine neue Ansprache, eine andere methodische Arbeit. Deshalb habe ich die Entscheidung so getroffen.»

Trotz bisher nur einer Trainerstation ist Zidane der aktuell begehrteste Trainer der Welt. Er wird bei Manchester United als Nachfolger von José Mourinho gehandelt, auch ein Bayern-Gerücht gibt es um den 46-jährigen Franzosen. Aber Zidane wäre wohl selbst für den deutschen Rekordmeister eine Nummer zu gross ...

Letzte Station: Real Madrid, bis 31. Mai 2018

Titel: 4-mal Champions League (davon 1-mal als Co-Trainer), 1-mal spanischer Meister, 1-mal spanischer Pokalsieger (als Co-Trainer), 1-mal spanischer Superpokal, 2-mal Fifa-Club-WM, 2-mal Uefa Super Cup

Temperament-Level:

Antonio Conte

Bild: EPA/ANSA

Der 49-Jährige war von 2014 bis 2016 Cheftrainer der italienischen Nationalmannschaft. Dann ging Conte zu Chelsea, hat in seinen zwei Londoner Jahren den Meistertitel und den englischen Pokal geholt. Trotzdem musste er gehen. Warum eigentlich? Die Fans haben ihn geliebt, aber mit den Bossen lag er unter anderem wegen der Transferaktivitäten der «Blues» im Clinch. 

Entsprechend knapp und unpersönlich war dann auch die dreizeilige Mitteilung, als Chelsea bekanntgab, dass Contes Vertrag aufgelöst wird: «Wir wünschen Antonio viel Erfolg für seine weitere Karriere».

Letzte Station: FC Chelsea, bis 13. Juli 2018

Titel: 1-mal englischer Meister, 1-mal englischer Pokalsieger, 3-mal italienischer Meister, 1-mal italienischer Superpokalsieger

Temperament-Level:

Peter Bosz

Bild: EPA/EPA

Er kam mit grossen Vorschusslorbeeren von Ajax Amsterdam, mit denen er 2017 das Finale der Europa League erreicht hatte, nach Dortmund. Der 54-jährige Niederländer beerbte beim BVB Thomas Tuchel und war mit fünf Millionen Euro Ablöse verdammt teuer.

Nach furiosem Start in Dortmund mit tollem Offensivfussball (nach sieben Spieltagen fünf Punkte vor den Bayern) geriet er am Ende der Hinrunde in eine Ergebniskrise: Nach neun sieglosen Spielen in Folge wurde er wieder entlassen.

Letzte Station: Borussia Dortmund, bis 9. Dezember 2017

Titel: 1-mal niederländischer Zweitligameister

Eher der unbeteiligte Trainer ...
Eher der unbeteiligte Trainer ...
Bild: EPA/EPA

Laurent Blanc

Bild: EPA/KEYSTONE

2007 startete Blanc, Weltmeister 1998, seine Trainerkarriere bei Girondins Bordeaux und wurde prompt französischer Vizemeister. Zwei Jahre später gewann er mit Bordeaux die Meisterschaft und durchbrach die siebenjährige Vorherrschaft von Olympique Lyon.

Dann trainierte er von 2010 bis 2012 zwei Jahre lang die französische Nationalelf, sorgte dafür, dass bei der «Équipe Tricolore» nach der katastrophalen WM 2010 wieder etwas Ruhe einkehrte. Daraufhin löste er nach einer einjährigen Schaffenspause Carlo Ancelotti bei PSG ab, blieb dort drei Jahre Trainer.

Letzte Station: Paris Saint-Germain, bis 22. Juni 2016

Titel: 4-mal französischer Meister, 2-mal französischer Pokalsieger, 4-mal französischer Ligapokalsieger, 5-mal französischer Superpokalsieger

Temperament-Level:

Ralph Hasenhüttl

Bild: EPA/EPA

Ralph Hasenhüttl, 51, hatte zuletzt eine sehr erfolgreiche Zeit bei RB Leipzig. In seiner ersten Saison beim Brauseverein stand er nach 13 Spieltagen ungeschlagen an der Tabellenspitze. Erst am 14. Spieltag verlor RB das erste Bundesligaspiel – gegen Hasenhüttls früheren Verein FC Ingolstadt.

RB Leipzig erreichte am Ende der Saison 2016/17 den zweiten Rang in der Bundesliga. Nach Ende der Saison 2017/18 und Platz sechs wurde Hasenhüttls Vertrag aber vorzeitig aufgelöst. Denn RB Leipzig und der Österreicher konnten sich nicht auf eine langfristige Verlängerung einigen.

Letzte Station: RB Leipzig, bis 16. Mai 2018

Titel: 1-mal deutscher Zweitligameister

Am liebsten würde der Ex-Stürmer selber noch mitspielen ...
Am liebsten würde der Ex-Stürmer selber noch mitspielen ...
Bild: EPA/EPA

Claudio Ranieri

Bild: AP/AP

Der italienische Trainer gewann 2016 überraschend mit Leicester City die englische Meisterschaft. Doch im Februar 2017 wurde Ranieri entlassen – der Fluch des Erfolgs. Danach heuerte er beim FC Nantes an, anfangs lief's gut, am Ende landete man im Mittelfeld. Die Trennung erfolgte einvernehmlich.

Der gebürtige Römer ist international erfahren, steht seit den Achtzigern in verschiedenen Ländern an der Seitenlinie. Und er ist 66 Jahre alt – jeder weiss, dass das Leben jetzt erst richtig anfängt ...

Letzte Station: FC Nantes, bis 17. Mai 2018

Titel: 1-mal Uefa-Pokal, 1-mal italienischer Zweitligameister, 1-mal italienischer Pokalsieger, 1-mal italienischer Superpokalsieger, 1-mal spanischer Pokalsieger, 1-mal englischer Meister

Temperament-Level:

Arsène Wenger

Bild: EPA/EPA

Arsène Wenger war von 1996 bis 2018 Trainer beim FC Arsenal. 22 Jahre. Eine verdammt lange Zeit im schnelllebigen Fussballgeschäft. 1205-mal schickte er die Londoner aufs Feld, war eigentlich untrennbar mit dem FC Arsenal verbunden. 

Der 68-jährige Franzose wurde sogar im Jahr 2003 wegen seiner Verdienste für den britischen Fussball zum «Officer of the Order of the British Empire» ernannt. Seit 2007 gibt es auch einen Asteroiden, der nach ihm benannt ist. Welcher Trainer kann das schon von sich behaupten?

Letzte Station: FC Arsenal, bis 30. Juni 2018

Titel: 3-mal englischer Meister, 7-mal englischer Pokalsieger, 7-mal englischer Superpokalsieger, 1-mal französischer Meister, 1-mal französischer Pokalsieger, 1-mal japanischer Pokalsieger, 1-mal japanischer Superpokalsieger

(watson.de)

Fussballer im Büro

Video: watson/Angelina Graf

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Wenn Papi dein Trainer ist
quelle: ap/ap / luca bruno
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