SBB
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HUNDERT TAGE VOR IN BETRIEBNAHME DES GOTTHARD-BASISTUNNELS STELLEN WIR IHNEN HEUTE, MITTWOCH, 31. AUGUST  2016, FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG --- Test ride of the Swiss Federal Railways through the west tube of the Gotthard Base Tunnel from Erstfeld, in the Canton of Uri, to Biasca, in the Canton of Ticino, by train operator Hans Blaser, on October 31, 2015. The Gotthard Base Tunnel consists of two 57-kilometres-long single-track tubes. It joins the north portal at Erstfeld to the south portal at Bodio. Construction of the New Rail Link through the Alps (NRLA) is creating a fast and efficient railway link. Passenger trains will be able traverse at maximum speeds of up to 250 kilometres per hour. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Testfahrt der SBB durch die Westroehre des Gotthard Basistunnels von Erstfeld, Kanton Uri, nach Biasca, Kanton Tessin, durch Lokomotivfuehrer Hans Blaser am 30. Oktober 2015. Der Gotthard Basistunnel besteht aus zwei 57 km langen Einspurroehren. Er verbindet das Nordportal in Erstfeld mit dem Suedportal in Bodio. Mit dem Bau der neuen Eisenbahn-Alpentransversale (NEAT) entsteht eine schnelle und leistungsfaehige Bahnverbindung. Die neue Gotthardbahn ist eine Hochgeschwindigkeitsstrecke auf welcher Reisezuege mit Spitzengeschwindigkeiten bis zu 250 km/h werden verkehren koennen. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Ingenieure haben womöglich ein Phänomen unterschätzt: Testfahrt der SBB durch den Gotthard-Basistunnel.  Bild: KEYSTONE

Der neue SBB-Fahrplan am Gotthard wackelt – weshalb die Züge nicht auf 200 km/h kommen



Lange dauert es nicht mehr, bis der Gotthard-Basistunnel in Betrieb genommen wird. Noch dieses Jahr wird es soweit sein, und zwar am 11. Dezember.

Doch jetzt, weniger als 100 Tage vor der Eröffnung, ist auf einmal ein gravierendes technisches Problem aufgetaucht: Die Passagierzüge hätten womöglich Schwierigkeiten, die angepeilten 200 km/h zu erreichen, schreibt die «NZZ am Sonntag». Somit stünde der gesamte Fahrplan auf der Kippe. 

Was ist das Problem?

Die Züge schieben eine Luftsäule vor sich her, die sie zu viel Energie kostet. Der Gotthard-Tunnel ist aus Kostengründen eng gebaut worden. Sein Profil ist um zehn Prozent geringer als jenes am Lötschberg. 

Im Normalbetrieb sollen im Basistunnel fünf Züge gleichzeitig unterwegs sein: Zwei Güterzüge, ein Passagierzug und nochmals zwei Güterzüge. Die Güterzüge fahren dabei lediglich mit einem Tempo von 100 km/h durch die 57-Kilometer-Röhre und bremsen somit die Luftsäule des Passagierzuges ab. Ein Problem, das die Ingenieure bei der Planung womöglich unterschätzt haben.

Die Geschichte des längsten Tunnels der Welt

Testfahrten im Mischbetrieb am Montag 

Bisherige nicht repräsentative Testfahrten würden darauf hindeuten, dass die Passagierzüge im Tunnel lediglich eine Höchstgeschwindigkeit von 160 – 180 km/h erreichen könnten, schreibt die «NZZ am Sonntag». Geplant waren 19 Minuten Durchfahrtszeit für Schnellzüge und 41 Minuten für Güterzüge. 

Mit dem Luftsäule-Problem könnten sich diese Zeiten nun verändern und somit auch den angepeilten Fahrplan ins Wackeln bringen. Zuverlässige Resultate erwarten sich die Experten ab morgen Montag. Dann beginnen am Basistunnel Testfahrten im Mischbetrieb mit Güterzügen und Schnellzügen.

(cma)

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23Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Domino 05.09.2016 00:01
    Highlight Highlight Am besten macht man ein Vakuum im Tunnel und das Problem ist gelöst... 😜
  • Phrosch 04.09.2016 18:12
    Highlight Highlight Ein Hinweis mehr, dass ich damals mit gutem Grund den Mathe- und Physiklehrern misstraute, die uns weismachen wollten, dass wir alle dank ihrer Wissenschaften alle Probleme im Griff haben würden, die sich berechnen liessen.
  • dmark 04.09.2016 14:13
    Highlight Highlight Im Zug die Fenster öffnen, dann kann die Luft auch durch den kompletten Zug hindurch ziehen. So klappt dies auch mit den angestrebten 200 km/h. Gut, es wird etwas ungemütlich in den Abteils - aber wenn's hilft :-)
  • amazonas queen 04.09.2016 12:21
    Highlight Highlight Die Planer haben seinerzeit einen Tunnel für Güterzüge entworfen. Somit darf es auch mal klemmen. Gebt den Leuten doch Zeit, jetzt die Situation zu bewerten.
  • LeChef 04.09.2016 12:18
    Highlight Highlight Das Problem könnte man vielleicht entschärfen, indem Personen- und Güterzüge getrennt durch je eine Röhre fahren? Dann müsste der Fahrplan einfach so gestaltet werden, dass entgegenkommende Züge so kurz wie möglich vor dem Tunnel warten müssten. Keine Ahnung, ob das besser wäre, aber immerhin eine Überlegung wert. Ausserdem könnte die Luftmasse vielleicht durch gezielt platzierte Schächte in die jeweils andere Röhre oder in den Nebenstollen gedrückt werden? Wäre das physikalisch möglich/sinnvoll?
    • Blue_Toastbrot 04.09.2016 13:49
      Highlight Highlight mit 41 minuten Durchfahrzeit für ein Güterzug sind so noch max. 1.4 Fahrten pro Stunde möglich. Da sind die langsamen Passagierzüge immer noch die bessere Option.
      Geschweige denn die Sicherheit, falls ein Rotlicht missachtet wird...
    • spiox123 04.09.2016 17:34
      Highlight Highlight Hauptsache Zettie kommt mit Fakten daher und bekommt Blitze 😅
  • lilie 04.09.2016 11:32
    Highlight Highlight Ich bin irgendwie verwirrt: Hätte dieses Problem nicht schon im Voraus erkannt werden können? Ich nehme doch an, dass man in Simulationen darauf stossen müsste... 😒
    • You will not be able to use your remote control. 04.09.2016 13:11
      Highlight Highlight Doch, du hättest es verhindern können, wenn du dich einmal etwas angestrengt hättest. Warum bist du so faul?
    • lilie 04.09.2016 13:52
      Highlight Highlight @You will not: Was bitte hätte ich verhindern können? Es geht um Erkenntnis und nicht darum, etwas zu verhindern.

      Und ich bin alles andere als faul, meine Simulationssoftware ist nur gerade vollständig damit beschäftigt, den Flug nach Proxima b auszurechnen!
    • Bongalicius 04.09.2016 20:57
      Highlight Highlight Es gibt keine Erfahrungswerte mit so langen Tunneln, daher kann es passieren dass Faktoren rechnerisch dermassen vernachlässigbar erscheinen, in der Realität aber doch zum Problem werden.
      Man kann da den Vergleich zur Industrie ziehen wo Produkte bis zum Exzess geprüft werden um theoretische Resultate zu bestätigen und Mängel zu entdecken.
  • John Smith (2) 04.09.2016 11:12
    Highlight Highlight Am Montag finden die ersten entsprechenden Testfahrten statt, also ist der Sonntag die letzte Möglichkeit, noch schnell Etwas Staub aufzuwirbeln. Wird die Befürchtung bestätigt, dann war man der erste, der darauf hingewiesen hat, und kann sich auf die Schultern klopfen; wird sie aber widerlegt, dann ist es auch nicht weiter schlimm: Was kümmert mich mein Geschreibsel von gestern. Interessant ist, dass der Artikel nicht den kleinsten Anflug einer Quellenangabe enthält. (Wer hat aufgrund welcher Berechnungen auf die mögliche Schwierigkeit hingewiesen.)
  • Watson-er 04.09.2016 10:18
    Highlight Highlight Na toll
    Da baut man eine Strecke für 250km/h was teuer ist und dann darf man aus versch. Gründen nicht mal 200km/h fahren. Ich denke man hätte hier ein bisschen Geld sparen können und die Strecke für nur 200km/h ausgelegt. Bin schon ein bisschen entäuscht, dachte die Achweiz bekämme endlich eine richtige Hochgeschw. Strecke
    • CompéAnansi 04.09.2016 12:02
      Highlight Highlight Der GBT wurde primär gebaut, damit der Schwerverkehr auf die Schiene verlagert werden kann. Die Personenzüge sind "Zückerli"
    • Fabio74 04.09.2016 22:04
      Highlight Highlight naja wenn endlich mal Hochgeschwindigkeit dann eher die Ost-West-Achse ausbauen. Aber dafür fehlt der Mut
  • BigFudge28 04.09.2016 09:47
    Highlight Highlight Hauptsache den Bericht kurz vor aussagekräftigen Tests veröffentlichen..
  • DailyGuy 04.09.2016 09:34
    Highlight Highlight Es gibt einen Grund, wieso andere Länder windschnittige Züge als Schnellzüge einsetzen.
    • ghawdex 04.09.2016 10:02
      Highlight Highlight Was aber wohl auch nicht gegen die Luft die vor dem Zug gestaut wird so gross hilft. Den die Luft hat nur wegen einer leicht geschrägten Front der Lok immer noch nicht mehr Platz um hinter den Zug zu gelangen. Was aber auch gar nicht so gross angestrebt wird.
      http://www.srf.ch/news/schweiz/gotthard/wieso-wird-der-tunnel-nicht-staendig-belueftet
    • 7immi 04.09.2016 10:09
      Highlight Highlight das problem ist ja nicht der luftwiderstand des zoges wegen derfront, sondern der "kolbeneffekt" des zuges, der den tunnel quasi verstopft und die luftsäule mitschiebt. dieses problem hätte jeder andere zug auch. der gotthard ist vermutlich die schnellste "tunnelbahn" der welt, oder gehört zumindest dazu. daher fehlen die erfahrungen...
    • Geysir 04.09.2016 12:38
      Highlight Highlight Lustigerweise ist windschnittig im tunnel und auf offenem feld nicht das selbe;) es gibt einen grund warum u-bahnen immer so schön kantig sind.
  • WolfCayne 04.09.2016 09:20
    Highlight Highlight Dann kann man ja jetzt getrost die Porta Alpina bauen. Wenn die Züge 20 Minuten zu langsam für den Anschluss sind, reichts mit einem Zwischenstopp perfekt auf den nächsten Anschluss. Dann hätte man zwei utopische Projekte auf einen Schlag realisiert.

Zu wenig Lokführer: SBB legen Linie still

Die SBB haben wegen Lokführermangels auf einer Nebenlinie zwischen Olten und dem Baselbiet einen Tag lang den Zugverkehr eingestellt. Zudem schützt am Gotthard auch eine Platzreservation nicht vor einem Rausschmiss.

Dass ein Zug ausfällt, weil der Lokführer oder die Zugchefin kurzfristig entfällt, kommt immer mal wieder vor. Dass die SBB eine ganze Linie einen Tag lang stilllegen muss, weil das Personal fehlt, ist wohl einzigartig in der jüngeren Bahngeschichte.

So geschehen am Samstag auf der Linie Olten – Läufelfingen – Sissach. Von früh bis spät bot die Bahn Ersatzbusse auf. Grund: «kurzfristige Änderung im Personaleinsatz». Informiert darüber hat die SBB am Freitagabend um 23.51 Uhr.

Am Samstag erklärte …

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