Interview
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Raeto Raffainer, center, Director of National Teams of the Swiss Ice Hockey, looks the Switzerland's players, during a Swiss team training optional session of the IIHF 2018 World Championship, at the Royal Arena, in Copenhagen, Denmark, Friday, May 18, 2018. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Nati-Direktor Raeto Raffainer an der Silber-WM 2018 in Dänemark. Bild: KEYSTONE

Interview

Raffainer: «Ich übernehme den Job auch, wenn Davos absteigen sollte»

Verbands-Sportdirektor Raeto Raffainer wird Sportdirektor beim HC Davos. Er sagt im Interview, warum er jetzt diese Herausforderung sucht und erzählt, wie alles vor drei Wochen mit einem Mittagessen begonnen hat.



Raeto Raffainer, Sie haben mit Ihrem Wechsel zum HC Davos alle überrascht.
Raeto Raffainer:
Nein, ich habe immer wieder gesagt, dass mich die Herausforderung bei einem Klub reizen würde. Das wussten auch beim Verband alle.

Das stimmt. Aber wir haben immer gedacht, dass sie bloss kokettieren.
Ich habe mich nie bei einem Klub beworben. Aber beim Verband wussten die Verantwortlichen, dass ich ein Angebot prüfen würde. Nun ist dieses Angebot gekommen.

Wann war das?
Vor drei Wochen hat mich Gaudenz Domenig (der Präsident des HC Davos, die Red.) zum Essen eingeladen und mir seine Pläne offenbart.

Dann hat ihr Wechsel zum HCD nichts mit dem überraschenden Abgang von Verbands-Geschäftsführer Florian Kohler zu tun?
Nein. Auch Florian Kohler wusste, dass mich die Herausforderung Klub reizt. Als die ZSC Lions einen Sportchef suchten, hat er mich gefragt, ob ich bleibe. Ich sagte damals: Ja, ich bleibe, die ZSC Lions haben mich nicht kontaktiert.

Wie sehen die Pläne aus, die Sie mit Gaudenz Domenig besprochen haben?
Der HCD verfügt inzwischen über eine hervorragende Infrastruktur. Nun geht es darum, diese Strukturen im sportlichen Bereich personell zu füllen und eine Organisation aufzubauen. Eigentlich ist es das, was ich ja auch beim Verband gemacht habe.

Nach dem Motto: «Make Davos great again?»
Jetzt geht es erst einmal darum, den Ligaerhalt zu sichern. Aber natürlich ist es das Ziel, wieder um die Playoffs mitzuspielen.

Werden Sie den Job auch übernehmen, wenn Davos absteigen sollte?
Ja, mein Bekenntnis zu Davos ist nicht an den Ligaerhalt geknüpft. Ich übernehme den Job auch, wenn Davos absteigen sollte. Es geht um eine langfristige Aufbauarbeit.

Der Davoser Verteidiger Andrea Haeller, links, legt den Zuercher Raeto Raffainer quer in die Luft, im NLA Eishockey Meisterschaftsspiel zwischen dem HC Davos und den ZSC Lions am Freitag, 30. Januar 2004, in Davos. (KEYSTONE/Juergen Staiger)

Raffainer spielte nicht nur für Davos, sondern – hier als ZSC-Spieler – auch gegen den HCD. Bild: KEYSTONE

Haben Sie sich schon heimlich ein Datum für den nächsten Meistertitel gesetzt?
Nein. Es geht erst einmal darum, die Voraussetzungen für eine Rückkehr in die Playoffs zu schaffen. Dabei ist es für mich als Bündner eine Herzensangelegenheit, längerfristig die Zusammenarbeit mit den anderen Klubs im Kanton zu verbessern und die Kräfte zu bündeln. Es sollte künftig so sein, dass ein junger Spieler aus dem Kanton Graubünden, der sich für den Spitzensport entscheidet, nach Davos kommt und nicht mehr ins Unterland zieht.

Werden Sie auch für die Transfers zuständig sein?
Ja, aber die Mannschaft für nächste Saison steht.

Helfen Sie dem Verband bei der Suche nach Ihrem Nachfolger?
Nein. Ich habe eine Kündigungsfrist von sechs Monaten und bin bereit, meinen Nachfolger einzuarbeiten. Auch wenn es halt sieben statt sechs Monate dauern sollte. Aber spätestens am 1. Oktober werde ich in Davos mit meiner Arbeit beginnen.

Gehört auch der Spengler Cup zu Ihrem Aufgabenbereich?
Ja, ich werde mich in Zusammenarbeit mit Marc Gianola (HCD-Geschäftsführer – die Red.) vor allem um die internationalen Beziehungen kümmern.

Werden Sie Einfluss auf die Verbandspolitik nehmen?
Ich stelle mich weiterhin für Kommissionen oder Komitees zur Verfügung.

Für Sie als Engadiner ist der Job in Davos nun ein «coming home».
Ja, es ist eine Rückkehr. Hier gehörte ich als HCD-Junior 1997 zur ersten Klasse des Davoser Sport-Gymnasiums. Wir waren damals 18 Sportgymnasiasten und heute sind es mehr als 100.

Im Mai 2020 wird die WM in der Schweiz ausgetragen. Sie verlassen den Verband zu einem ungünstigen Zeitpunkt.
Nein. Diese WM habe ich in meine Überlegungen einbezogen. Sie ist bereits jetzt bis ins letzte Detail organisiert. Jedes einzelne Eistraining und jedes Spiel der WM-Vorbereitung ist fixiert. Wir haben alle Hotels gebucht, alle Zimmer und Betten inspiziert. Wenn ich jetzt gehe, stört das die WM Vorbereitung nicht.

ARCHIV - ZUR KEYSTONE-SDA-MELDUNG, DASS RAETO RAFFAINER SPORTCHEF IN DAVOS WIRD, AM MONTAG, 11. FEBRUAR 2019, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Raeto Raffainer, General Manager, poses during a media conference of the Swiss men ice hockey national team in the House of Switzerland at the XXIII Winter Olympics 2018 in Pyeongchang, South Korea, on Tuesday, February 13, 2018. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Raffainer verlässt den Verband und arbeitet wieder bei einem Klub. Bild: KEYSTONE

Aber Nationaltrainer Patrick Fischer verliert sein Alter Ego.
Das sagen Sie.

Sie haben als Pragmatiker den Charismatiker Patrick Fischer perfekt ergänzt und für Struktur gesorgt.
Ich habe lediglich darauf geachtet, nicht mehr mit einem Coach an die WM zu fahren, der einen auslaufenden Vertrag hat.

Dann müssten eigentlich nach der nächsten WM in Bratislava die Gespräche um eine vorzeitige Verlängerung mit Patrick Fischer beginnen. Sein Vertrag läuft ja nach der Hein-WM 2020 aus.
Das ist richtig.

Werden Sie diese Gespräche noch führen?
Nein, das wird Sache meines Nachfolgers sein.

Diese Filme kommen im ersten Halbjahr 2019 ins Kino

Emily darf jetzt mit geschalteten Autos fahren

abspielen

Video: watson/Emily Engkent, Angelina Graf

MEI, Minarett und Güsel: Das musst du zum Polit-Röstigraben wissen

Link zum Artikel

Die bizarre Geschichte der Skinwalker-Ranch, Teil 4: Die Zweifel des Insiders

Link zum Artikel

Pasta mit Tomatensauce? OK, wir müssen kurz reden.

Link zum Artikel

«Es war die Hölle» – dieser Schweizer war am ersten Woodstock dabei

Link zum Artikel

Vorsicht, jetzt kommt die Wohnmobil-Rezession!

Link zum Artikel

Sogar Taschenrechner verwirrt: Dieses Mathe-Rätsel macht gerade alle verrückt

Link zum Artikel

Zug steckt während 3 Stunden zwischen Grenchen und Biel fest – Passagiere wurden evakuiert

Link zum Artikel

10 Tweets, die zeigen, dass in Grönland gerade etwas komplett schief läuft

Link zum Artikel

Mein Horror-Erlebnis im Militär – und was ich daraus lernte

Link zum Artikel

Google enthüllt sechs Sicherheitslücken in iOS – das solltest du wissen

Link zum Artikel

Wahlvorschau: Die Zentralschweiz ist diesmal nicht nur für Rot-Grün ein hartes Pflaster

Link zum Artikel

Oppos Reno 5G ist ein spektakuläres Smartphone – das seiner Zeit voraus ist

Link zum Artikel

«Es ist absurd» – der Chef erklärt, was er vom Feminismus hält

Link zum Artikel

Wohin ist denn eigentlich die Hitzewelle verschwunden? Nun, die Antwort ist beunruhigend

Link zum Artikel

QDH: Huber ist in den Ferien. Wir haben ihn vorher noch ein bisschen gequält

Link zum Artikel

Apples Update-Schlamassel – gefährliche iOS-Lücke steht zurzeit wieder offen

Link zum Artikel

ARD-Moderatorin lästert über «Fortnite»-Spieler und erntet Shitstorm – nun wehrt sie sich

Link zum Artikel

YB-Fan lehnt sich im Extrazug aus dem Fenster – und wird von Schild getroffen

Link zum Artikel

Liam und Emma sind die beliebtesten Namen der Schweiz – wie sieht es in deinem Kanton aus?

Link zum Artikel

Keine Hoffnung auf Überlebende nach Unwetter im Wallis ++ Gesperrte Pässe in Graubünden

Link zum Artikel

Schweizer Firmen wollen keine Raucher einstellen – weil sie (angeblich) stinken

Link zum Artikel

Immer wieder Djokovic – oder Federers Kampf gegen die Dämonen der Vergangenheit

Link zum Artikel

Ich hab die 3 neuen Huawei-Handys 2 Monate im Alltag getestet – es gab einen klaren Sieger

Link zum Artikel

Uli, der Unsportliche – warum GC-Trainer Forte in Aarau unten durch ist

Link zum Artikel

2 mal 3 macht 4! – Das wurde aus den Darstellern von «Pippi Langstrumpf»

Link zum Artikel

Der neue Tarantino? Ist Mist. Aber vielleicht seht ihr das ganz anders

Link zum Artikel

Gewalt und Krankheiten – die Bewohner der ersten Steinzeit-Stadt lebten gefährlich

Link zum Artikel

Prügelt Trump die amerikanische Wirtschaft in eine Rezession?

Link zum Artikel

Ab heute lebt die Welt auf Ökopump – und diese Länder sind die grössten Umweltsünder

Link zum Artikel

Greta Thunberg wollte Panik säen, erntet nun aber Wut

Link zum Artikel

Du bist ein Schwing-Banause? Wir klären dich rechtzeitig fürs Eidgenössische auf

Link zum Artikel

AfD-Politikerin Alice Weidel ist heimlich wieder in die Schweiz gezogen

Link zum Artikel

Die Bloggerin, die 22 Holocaust-Opfer erfand, ist tot, ihre Fantasie war grenzenlos

Link zum Artikel

So viel verdient dein Lehrer – der grosse Schweizer Lohnreport 2019

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

5
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • mukeleven 11.02.2019 21:07
    Highlight Highlight das scheint mir eine sehr sinnige und solide lösung fuer den hc davos.
    jetzt noch das gespräch mit chrigi wohlwend als coach führen und dann rockt das wieder im landwassertal und gaudenz kann dann um jubiläumsjahr noch einigermassen würdevoll abtreten.
    • Goon 12.02.2019 08:44
      Highlight Highlight Warum haben alle den glauben daran das Wohlwend der Heilsbringer ist?

      Ich wäre für nächste Saison für einen harten Hund der das CH-Eishockey und vor allem den HCD nicht kennt. Der Leistungsträger die ihr Soll nicht bringen knallhart auf die Tribüne setzt. Leistung soll über Namen stehen und der einzige Masstab sein.

      Die Mannschaft hatte nach dem Weggang von Arno eine Bringschuld die nicht erfüllt wurde. Jetzt sollen sie mit den Konsequenzen leben.
    • mukeleven 12.02.2019 12:45
      Highlight Highlight warst du schon an einem wohlwend training? er kann sehr hart und sehr fordernd sein...
      und er kennt das ch-hockey - hcd insider braucht er nicht zu sein (da kann er arxi als assistenten einsetzen oder patterlini gleich mitnehmen.
      ich finde das ‚house cleaning‘ in davos wird ordentlich und konsequent vollzogen.
      die trainerfrage wird bald beantwortet, die 2-3 pflegma-spieler die einen hund benötigen sind naechste saison nicht mehr im team (heldner, pestoni).
      wir werden sehen...
    • Goon 12.02.2019 13:00
      Highlight Highlight Naja, bin einfach nicht so überzeugt davon. Denke viele sehen in ihm einfach Arno 2.0...

      Davos hat noch mehr solche Pflegmaspieler zu dehnen ich Heldner aber nicht zählen würde. Der kann es einfach nicht besser ;-)
    Weitere Antworten anzeigen

Playoff-Topskorer Martschini verlängert in Zug +++ Ambri verpflichtet Brian Flynn

Die Klubs der National League komplettieren ihre Kader für die Saison 2019/20. Wer wechselt wohin? Die aktuellsten Transfers und eine Übersicht sämtlicher Teams.

Der EV Zug und Nationalstürmer Lino Martschini (26) einigen sich auf eine längerfristige Vertragsverlängerung.

Der in den letzten Jahren regelmässig beste Schweizer Skorer des Teams bleibt mindestens bis Ende Saison 2022/2023 beim Playoff-Finalisten der letzten Saison.

In bislang sieben Saisons beim EVZ brachte es Martschini in 400 Einsätzen 338 Skorerpunkte. Der 50-fache Internationale war in der letzten Saison der beste Stürmer des EVZ in der Qualifikation (44 Punkte in 50 Spielen) und …

Artikel lesen
Link zum Artikel