Migration
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa06762258 An activist of the association 'Together for Africa' wears masks while playing a slave during the staging of a slave market in front of Brandenburg Gate in Berlin, Germany, 25 May 2018. The association 'Together for Africa' protests against Forced Labor, Forced Prostitution, Political Captivity, Child Labor, Recruitment of Child Soldiers as forms of so-called modern slavery. The association states that more than 40 million people worldwide are estimatedbeing victims of modern slavery. Of these, approximately 21 million people are victims of forced labor.

Ein Aktivist demonstriert in Brandenburg gegen Zwangsarbeit und Zwangsprostitution. Bild: EPA

In der Schweiz leben 14’000 «moderne Sklaven» – das steckt dahinter

Auch in unserem Land gibt es Menschen, die unter sklavenähnlichen Bedingungen leben und arbeiten. Das zeigt der Global Slavery Index. Der Bund hat seine Anstrengungen im Kampf gegen den Menschenhandel intensiviert.

20.07.18, 06:48 21.07.18, 07:13


Orange auf grauem Grund prangen die Werte auf der Website des Global Slavery Index 2018. Es handelt sich um die Länder-Daten für die Schweiz. Sie sind das Resultat einer umfassenden Untersuchung, welche die International Labour Organization und die Menschenrechtsorganisation Walk Free Foundation am Donnerstag veröffentlicht haben.

«Es ist eine traurige Realität, dass moderne Sklaverei in der Schweiz existiert.»

Lulzana Musliu, Fedpol-Sprecherin

Weltweit leben gemäss dem Bericht 40,3 Millionen Menschen unter sklavenähnlichen Bedingungen. Am prekärsten ist die Situation in Nordkorea, wo jeder zehnte Einwohner Zwangsarbeit leisten muss. Dahinter folgen unter anderem Eritrea, Burundi, Afghanistan und die Zentralafrikanische Republik.

Je tiefer rot, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass ein Bürger seiner Freiheit beraubt und unter Zwang Arbeit verrichten muss.   grafik: global slavery index 2018

Die Schweiz landet auf Platz 146 der 167 untersuchten Länder. Sie ist damit im internationalen Vergleich kein Brennpunkt – die Problematik bereitet den Behörden aber auch hierzulande Kopfzerbrechen. «Es ist eine traurige Realität, dass moderne Sklaverei in der Schweiz existiert», bekräftigt Lulzana Musliu, Sprecherin des Bundesamts für Polizei (Fedpol).

Ein paar Fakten:

Wer sind die Schweizer Sklaven?

Am meisten Opfer konnten in den letzten Jahren in der Schweiz im Bereich der Prostitution identifiziert werden. Allerdings kamen laut Fedpol auch vermehrt Fälle ans Licht, in denen Personen auf dem Bau, in Hotels, im Catering-Sektor, in der Landwirtschaft oder in privaten Haushalten unter sklavenähnlichen Bedingungen arbeiten mussten.

Während international auch immer wieder Menschen von Organhändlern ausgebeutet werden, haben die Schweizer Behörden bislang keine Kenntnis von solchen Fällen.

ARCHIV -- ZUM BERICHT DES ZUERCHER STADTRATES UEBER DIE ENTWICKLUNG DES PROSTITUTIONSGEWERBES AM DONNERSTAG, 19. JULI 2018, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG -- Une prostituee attend des clients qui passent en voiture sur un trottoir du centre ville dans la nuit du jeudi 7 au vendredi 8 juillet 2014 a Lausanne. La scene de la prostitution est visible sur la rue de Geneve, et l'avenue de Sevelin dans le quartier de Sebeillon a Lausanne. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Eine Prostituierte auf dem Strassenstrich in Lausanne. Bild: KEYSTONE

Woher kommen die Betroffenen?

Die bisher identifizierten Opfer stammen gemäss Fedpol häufig aus Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Thailand, China und Nigeria. Oftmals kommen sie aus bitterarmen Verhältnissen und haben in ihrer Heimat keine wirtschaftliche Perspektive. Eine besonders gefährdete Gruppe stellen laut Fedpol-Sprecherin Lulzana Musliu Asylsuchende dar.

Die Menschenhändler sind häufig Landsleute ihrer Opfer. Sie sind vorwiegend männlich, in thailändischen und westafrikanischen Menschenhändlerringen haben jedoch teilweise auch Frauen eine Schlüsselrolle inne.

Leben wie Sklaven – was heisst das?

Einen Eindruck davon, was die Betroffenen durchmachen müssen, vermittelte der Prozess gegen eine Thailänderin, der Anfang Monat in Biel stattfand. Die 58-jährige Frau, die von ihren Opfern nur mit «Ma’am» angesprochen wurde, lockte thailändische Frauen und Transsexuelle in die Schweiz. Hier mussten sich die Opfer an 7 Tagen pro Woche 24 Stunden für Freier bereithalten. Die Prostituierten schliefen meist im gleichen Zimmer, in dem sie auch anschafften. Ohne Erlaubnis durften sie das Bordell nicht verlassen.

«Den Opfern wird teilweise jeglicher Kontakt zur Aussenwelt verwehrt. Die Menschenhändler nehmen ihnen die Papiere ab und zwingen sie, fiktive Schulden in horrenden Höhen abzuzahlen.»

Lulzana Musliu, Fedpol-Sprecherin

Laut einem Fedpol-Bericht kommt es vor, dass die Betroffenen eingeschlossen oder permanent überwacht werden. «Den Opfern wird teilweise jeglicher Kontakt zur Aussenwelt verwehrt. Die Menschenhändler nehmen ihnen die Papiere ab und zwingen sie, fiktive Schulden in horrenden Höhen abzuzahlen», so Fedpol-Sprecherin Musliu. Häufig würden die Betroffenen psychisch und physisch misshandelt.

Wie gelangen die Opfer überhaupt ins Land?

Häufig locken die Menschenhändler ihre Opfer mit falschen Versprechen ins Land – etwa, indem sie ihnen einen gut bezahlten Job oder eine Ausbildung in Aussicht stellen. «Von einem Leben in der Schweiz erhoffen sich die Betroffenen ein besseres Leben und die Möglichkeit, ihre Familie zu Hause finanziell zu unterstützen», so Musliu.

Ein bekannter Modus Operandi sei auch die sogenannte «Lover-Boy»-Masche: Ein junger Mann gaukelt einer Frau aus armen Verhältnissen die grosse Liebe vor und überredet sie, mit ihm in die Schweiz zu kommen. Hier angelangt, zeigt der angebliche Liebhaber sein wahres Gesicht. Als Zuhälter verkauft er die Frau an Freier und beutet sie aus.

Nicht immer leben moderne Sklaven illegal in der Schweiz. Frauen aus dem EU-Raum reisen unter Umständen ganz legal ein und verfügen hier über die nötigen Aufenthaltsrechte.

Wie häufig fliegen die Täter auf?

125 Fälle von Menschenhandel tauchen in der polizeilichen Kriminalstatistik des vergangenen Jahres auf. Ob die Schätzung des Global Slavery Index, wonach 14’000 moderne Sklaven in der Schweiz leben, zutrifft, kann Musliu nicht sagen. «Tatsache ist, dass es unglaublich schwierig ist, den Menschenhändlern das Handwerk zu legen, und die Dunkelziffer darum enorm hoch sein dürfte.»

Die Taten spielen sich oft im Verborgenen ab. Die Betroffenen gehen nicht zur Polizei, weil sie Konsequenzen von ihren Peinigern fürchten oder den Behörden misstrauen.

Wie bekämpft die Schweiz die moderne Sklaverei?

Vor zehn Tagen hat das Fedpol eine neue Massnahme im Kampf gegen den Menschenhandel angekündigt. Mit einer Kampagne sollen Fachpersonen im Gesundheitswesen sensibilisiert werden, damit sie potenzielle Opfer erkennen. Auch Mitarbeiter von Arbeitsinspektoraten, Staatsanwaltschaften, Polizeien und Migrationsbehörden werden entsprechend geschult.

Bis 2020 soll ein nationaler Aktionsplan mit insgesamt 28 Punkten umgesetzt sein. Dazu gehört etwa eine Arbeitsgruppe, die ihr Augenmerk speziell auf den Asylbereich richtet. Weiter habe das Fedpol die internationale Zusammenarbeit verstärkt und mit Herkunftsländern wie Rumänien oder Bulgarien Polizeiabkommen abgeschlossen, so Musliu. «In Bangkok hat die Schweiz gar eigens einen Polizeiattaché stationiert, der die Ermittlungen der Schweizer Strafverfolgungsbehörden vor Ort unterstützt.»

Im Global Slavery Index erhält die Schweiz für ihre Anstrengungen im Kampf gegen die moderne Sklaverei die zweitbeste Bewertung «BBB». Noch besser schneiden im Vergleich unter anderem die Niederlande, die USA, Grossbritannien, Schweden, Belgien, Kroatien und Montenegro ab.

Swiss Justice Minister Simonetta Sommaruga poses near a banner after Launching of the Swiss Week Against Trafficking in Persons, in Geneva, Switzerland, Friday, October 18, 2013. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Justizministerin Simonetta Sommaruga (SP) an einer Konferenz gegen Menschenhandel. Bild: KEYSTONE

Sind wir mitschuldig an der Ausbeutung von Menschen in anderen Ländern?

Während die Bürger der grossen Industriestaaten ein relativ geringes Risiko haben, selber in die Fänge von Menschenhändlern zu geraten, konsumieren sie viele Güter, die unter menschenrechtswidrigen Umständen hergestellt wurden. Darauf machen die Autoren des Global-Slavery-Berichts aufmerksam. Computer, Smartphones, Kleider, Fische, Kakao und Zucker sind die Importprodukte, die am häufigsten von modernen Sklaven gefertigt oder verarbeitet werden.

Bei diesen Importprodukten ist das Risiko, dass sie aus menschrechtswidriger Produktion stammen, besonders hoch. grafik: global slavery index 2018

Neben der Politik und der Wirtschaft müssten sich auch die Konsumenten dessen bewusst werden und Verantwortung übernehmen, so die Studienautoren. Lobend erwähnen sie in diesem Zusammenhang die Konzernverantwortungs-Initiative, über die das Schweizer Stimmvolk in naher Zukunft abstimmen soll. Das Begehren will Schweizer Konzerne verpflichten, Menschenrechte und Umwelt auch im Ausland zu respektieren.

Für den Global Slavery Index haben die Autoren öffentliche Daten sowie Informationen von NGOS und Universitäten aus 167 Ländern untersucht. Ausserdem befragten sie 50 Menschen, die aus Nordkorea geflohen waren.

In unseren Gummibärchen steckt Sklavenarbeit

Video: srf

Das könnte dich auch interessieren:

Diese Frauen haben etwas zu sagen – und der SVP wird dies nicht gefallen

Mann beleidigt schwarze Frau im Ryanair-Flieger rassistisch – Airline sinkt in PR-Krise

«Dünne Menschen sind Arschlöcher»

Mit dem Laser gegen Jugendsünden: Tattoo-Entfernung boomt – es gibt nur ein Problem

So verteidigt der Vater der Selbstbestimmungs-Initiative sein «Kind»

Wieso, verdammt, find ich mich ein Leben lang hässlich?

Schweizer Gerichte, die die Welt nicht versteht

Das musst du über die von Russland finanzierten Propaganda-Kanäle Redfish und Co. wissen

Norilsk no fun? «Im Gegenteil», sagt Fotografin Elena Chernyshova

Willkommen im Dschungel der Weltpolitik

«Die Avocado ist keineswegs böse» – Experte räumt mit Mythen um die Teufelsfrucht auf

Der Küsche, der in den Tee pisste – und andere Militärerlebnisse der watson-User

Simuliertes Wohnen – die Influencer-Welt ist um eine bizarre Geschäftsidee reicher

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

Abonniere unseren Daily Newsletter

81
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
81Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Topbeat 21.07.2018 18:39
    Highlight Der Kampf gegen den Menschenhandel muss unbedingt verschärft werden. Schweiz muss hier ein Vorbild werden für die anderen Länder wo ist noch viel schlimmer ist.
    Beat Märchy
    0 0 Melden
  • Corahund 20.07.2018 21:40
    Highlight Ein Teil der Sklaven (Sklavinnen) sind bei Vorgesetzten von konsularischen Vertretungen beschäftigt. Diese Personen geniessen den konsulrischen Schutz und Immunität. Man kann offensichtlich nichts dagegen unternehmen.
    Sie bewegen sich in einem rechtsfreien Raum. Das Strassenverkehrsgesetz und andere relevante Gesetze werden konsequent missachtet ohne jegliche Konsequenzen.
    Manchmal kommen soche Untaten ans Licht, werden aber nicht verfolgt und die Untersuchungen verlaufen im Sand. Da könnte man auch sofort etwas gegen moderne Sklaverei unternehmen. Offensichtlich will man das nicht.
    18 0 Melden
  • Lea Ladner 20.07.2018 18:37
    Highlight Ich besuche Frauen im Milieu. Alle Frauen, die ich bisher besuchte, mussten im gleichen Zimmer anschaffen und schlafen. Viele Frauen müssen für ihr schäbiges Zimmer 400.-/ Woche zahlen und wusstet ihr das Zuhälterei in der Schweiz nicht verboten ist, sofern sie nicht ausbeutet? Frauen müssen z.T. die Hälfte ihres Lohnes abgeben und das nicht selten. Das ist alles im legalen Bereich und nicht strafbar! Die Übergänge zu Ausbeutung und Zwangsprostitutuon ist fliessend und wird kaum kontrolliert. Im Aargau gibts erbärmliche einmalige Kontrollen in Bordellen pro Jahr. Ein Mekka für Menschenhändler.
    31 0 Melden
  • Gregor Hast 20.07.2018 16:47
    Highlight Die Schweizer/innen sind Sklaven des Finanzsystems!
    10 17 Melden
    • Fabio74 20.07.2018 22:49
      Highlight blödsinn. Die Schweizer haben das System in dem sie leben freiwillig bestimmt
      Es ist das Schweizer Volk, das SVP und FDP auf den Leim kriechen und ihre eigenen Interessen für jendes des Kapitals und der Reichen opfern.
      11 3 Melden
    • Gregor Hast 21.07.2018 13:36
      Highlight Nein - die Schweizer wurden in dieses System geritten!
      2 1 Melden
  • Pointer 20.07.2018 14:07
    Highlight Sklaverei ist nicht modern! Aber sie ist leider immer noch aktuell in der Postmoderne.
    18 1 Melden
  • Saasi 20.07.2018 13:31
    Highlight Schlimm dass moderne Sklaverei in der Schweiz immer noch existiert. Ein Satz der richtig gesprochen wird. Nur wenn man möchte, könnte man diese moderne Sklaverei schon lange bändigen und die zuständigen ins Gefängnis stecken. Ausbeutung, diskriminierungen, wo möglich mit Jobverlust drohen usw usw.
    Aber vielleicht will man dass gar nicht bändigen, sonst können gewisse Firmen, Konzerne, Institute nicht daran verdienen und profitieren. Krankes System!!
    19 10 Melden
  • Watcher 20.07.2018 13:16
    Highlight Wenn man es genau nimmt sind wir alle moderne Sklaven, wer das Spiel nicht mitspielt hat keine Chancen. Viele Menschen merken dies nicht mehr, man ist es sich gewohnt. Materiel geht es uns sehr gut, jedoch leidet vielerorts das menschliche und die Zeit für sich und Familie. Dies trifft in unserem System nicht auf alle zu.
    31 31 Melden
    • Maracuja 20.07.2018 14:37
      Highlight Watcher: Wenn man es genau nimmt sind wir alle moderne Sklaven, wer das Spiel nicht mitspielt hat keine Chancen

      Im Gegensatz zu echten Sklaven können Sie wohl Ihren Job kündigen und schlimmstenfalls von Sozialhilfe leben. Das mag deprimierend sein verglichen mit dem Lebensstandard, den Sie vorher hatten, der Standard ist aber immer noch viel besser als in armen Ländern. Sklaven hingegen können nicht kündigen, sondern höchstens fliehen, Zugang zu Sozialhilfe haben sie i.d.R. auch nicht.
      32 12 Melden
    • Lea Ladner 20.07.2018 18:40
      Highlight Ich finde deinen Vergleich mit wirklichen Sklaven verstörend. Du hast deine Freiheit. Es gibt Menschen, die sehen nie das Tageslicht und schuften 24×7.
      22 4 Melden
    • Tikvaw 20.07.2018 19:17
      Highlight @Maracuja
      Dir ist aber schon klar, dass wir uns nur Sozialhilfe leisten können, weil eben genügend andere immer noch "mitspielen".
      Ich denke, du kannst dir selbst ausrechnen was passiert, wenn alle in der Schweiz ihren Job kündigen und sich bei der Sozialhilfe anmelden.
      Dann wären wir die nächsten Sklaven für diejenigen die immer noch "spielen". Man sieht also, es ist das "Spiel" welches das Problem ist.
      7 11 Melden
  • Armend Shala 20.07.2018 10:43
    Highlight Die Schweiz hat ja Erfahrung damit... Verdingkinder.
    55 25 Melden
  • s631 20.07.2018 10:13
    Highlight Wenn wir ehrlich sind, sind wir doch alle ein bisschen Sklaven des Systems. Nur wenige schaffen es daraus auszubrechen ohne das Sie einen finanziellen Schaden anrichten. Vielleicht sollte man darüber mal berichten.
    59 61 Melden
    • Fabio74 20.07.2018 11:20
      Highlight Nur ist das eine üble Relativierung des Elends dieser Menschen
      45 7 Melden
    • Pius C. Bünzli 20.07.2018 12:30
      Highlight Danke für diesen Kommentar, meine Meinung
      7 20 Melden
    • Astrogator 20.07.2018 13:07
      Highlight Das ist verstörend verharmlosend.
      43 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pelikan 20.07.2018 09:58
    Highlight "Neben der Politik und der Wirtschaft müssten sich auch die Konsumenten dessen bewusst werden und Verantwortung übernehmen, so die Studienautoren."

    Richtig. Warum gibt es eigentlich noch keine landesweite Aufklärungskampagne, die sich an all die Leute richtet, die Flatrate-Sex kaufen, ohne einen Gedanken an die Hintergründe zu verschwenden, die solche Angebote möglich machen?
    54 14 Melden
    • wintergrün 20.07.2018 12:07
      Highlight Super Idee.
      Am besten wie in Schweden verbieten - dann wird die Strafverfolgung auch wesentlich einfacher.
      11 18 Melden
    • redeye70 20.07.2018 14:40
      Highlight Warum nur die Fixierung auf das Sexgewerbe? Würden wir allgemein als Konsumenten den Kopf einschalten und unseren Anteil für einen fairen Handel leisten, gäbe es gar keine Sklaverei mehr. Heuchlerische Doppelmoral auf andere einprügeln, statt mal vor der eigenen Haustüre zu wischen. Nur mit Max Havelaar-Bananen kaufen ist es längst nicht getan.
      13 5 Melden
  • Posersalami 20.07.2018 09:41
    Highlight "Neben der Politik und der Wirtschaft müssten sich auch die Konsumenten dessen bewusst werden und Verantwortung übernehmen,"

    Liebend gerne!

    Sagt die Studie auch, wie ich das mit vertretbarem Zeitaufwand mache? Die wenigsten werden sich das zur Lebensaufgabe machen wollen oder können..

    Wo kann ich zB. einen Laptop kaufen, der keine Sklavenarbeit enthält? Wo kann ich Kleider kaufen, deren Rohstoffe und Verarbeitung fair bezahlt wurden und nirgendwo die Umwelt geschädigt haben?
    52 14 Melden
    • Favez 20.07.2018 11:38
      Highlight Bei der Kleidung gibt es viele Anbieter die nachhaltig produzieren und faire Arbeitsbedingungen haben.
      Kostet dann halt einfach ein bisschen mehr und es gibt schwarze Schafe bei den Labels.

      Elektronik ohne Ausbeutung und Co. gibt es praktisch nicht weil einfach zu viele Materialien benötigt werden (seltene Erden z.B.) die nicht fair abgebaut wurden. Es gibt aber Anbieter (auch aus Europa) die in China produzieren und immerhin anständige Löhne bezahlen.
      11 1 Melden
    • Bauernbrot (mit ganzen Bauern) 20.07.2018 12:21
      Highlight @Posersalami

      Bei Elektronik ist es wirklich schwirig etwas zu finden. Shift leistet aber gute Arbeit:

      https://shop.shiftphones.com/shift12m.html

      Bei Kleidung möchte ich auf einen Artikel von Watson verweisen:

      https://www.watson.ch/leben/fair%20fashion/412682182-11-schweizer-labels-die-sich-fuer-nachhaltige-mode-einsetzen
      13 0 Melden
    • Posersalami 20.07.2018 14:20
      Highlight @ Linksgrün: Noch nicht mal Fair Mouse schafft es, die Lieferkette ihrer Metalle usw. transparent zu machen. Und die wollen das mit einem Laptop schaffen? Unglaubwürdig.

      Kleider: ZRCL "kompensiert" die CO2 Emissionen irgendwie. Das an sich ist halt einfach Bullshit, man kann CO2 nicht kompensieren. Man kann es nur nicht ausstossen.

      So sehr ich solche Initiativen schätze und unterstütze, das ist alles halbgar und teilweise einfach nur als Greenwashing zu bezeichnen.
      9 4 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pisti 20.07.2018 09:37
    Highlight Dank der laschen Einwanderungs und Asylpolitik von Frau Sommaruga breitet sich auch die Nigerianische Mafia hier im Lande aus und verursacht somit viel Leid bei den betroffenen Personen.
    38 91 Melden
    • Fabio74 20.07.2018 10:52
      Highlight Hauptsache derRechtsnationale hat klar Sündenböcke.
      Da muss man nicht selber anfangen zu denken. Könnte ja das Weltbild gefährden
      29 8 Melden
    • mogad 20.07.2018 12:22
      Highlight Stimmt. Aber Sie wissen im Grunde genommen schon, dass es unsinnig ist einer einzigen Person die Schuld dafür zu geben. Unter Sommaruga wurden die Asylgesetze sogar verschärft! Weil das Volk es so wollte. Ich finde, sie macht gute Arbeit.
      24 4 Melden
    • Astrogator 20.07.2018 13:09
      Highlight Es braucht es keine Sommaruga, da reichen ein paar stramme Bauern die Dank SVP Erntehelfer zu Sklavenähnlichen Bedingungen in die Schweiz holen.
      28 10 Melden
  • Hardy18 20.07.2018 09:21
    Highlight Ich dachte immer, es sei verboten Waren die aus solch widrigen Umständen hergestellt worden sind, zu verkaufen noch zu kaufen.
    Wie soll ich als Konsument das wissen. Ausser es steht eine Botschaft im Glückskeks 😏
    Und wenn man weiss das es Bestimmte Waren sind, dann macht doch die Grenze dicht und schickt das Zeug wieder zurück.
    23 8 Melden
    • Alnothur 20.07.2018 11:04
      Highlight Wo Produkte herkommen steht auf jedem einzelnen Produkt. Für Kleider gibt's auch genug Labels, und dass bei einem 12.- T-Shirt was nicht stimmen kann, sollte der gesunde Menschenverstand sagen...
      13 3 Melden
  • who cares? 20.07.2018 09:14
    Highlight Man sollte auch die Freier sensibilisieren. Eigentlich ist ja Sex mit einer Person, die dazu gezwungen wird Vergewaltigung. Nun kann man natürlich damit argumentieren, dass der Freier nicht weiss welche Prostituierte dazu gezwungen wird. Aber mit ein bisschen Emphatie merkt man doch, dass die Frau es nicht will. Dann sollte man als Freier mal nachhaken.
    36 11 Melden
    • redeye70 20.07.2018 14:48
      Highlight Und somit wäre jeder der Modeartikel aus Fernost kauft eigentlich ein Mörder – oder weniger krass fahrlässiger Totschläger. Schon mal von den schweren gesundheitlichen Folgen für diese Modeindustriesklaven erfahren? Schon etwas sehr vereinfachte Sichtweise, die du hier offenbarst. Kenne dies sonst nur von Rechtsnationalen.
      2 6 Melden
    • loquito 20.07.2018 18:42
      Highlight Redeye 70...
      Vereinfachte Sichtweise, aber richtig... Man macht es sich etwas eimfach, wenn man sagt, es gäbe nichts was man dagegen tun kann... Denn man kann es versuchen, bei Kleidern möglich, bei Landwirtschafzltsprodukten bis zu einem gewissen Punkt, bei Prostitution ist es extrem einfach (nicht zur Nutte gehen, PUNKT)... Bei elektronik hab ich etwas Probleme, aber denke 12 Jahre ein Acer Lappy, welchen ich aufrüste alle 3-4 Jahre, sowie immer noch den alten Röhrenvernseher etc. Kann minimal helfen...
      6 1 Melden
    • redeye70 20.07.2018 23:45
      Highlight @loquito
      Ergänzung: Beim Smartphone ist es extrem einfach (nicht kaufen, PUNKT)…

      Wie du siehst braucht es überall eine klare Linie und nicht: Hätte, wäre, könnte.
      0 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Boadicea 20.07.2018 09:07
    Highlight 71% Frauen
    29 % Männer

    Was sagt uns das?
    28 45 Melden
    • dding (@ sahra) 20.07.2018 09:46
      Highlight Was?
      24 10 Melden
    • chnobli1896 20.07.2018 10:08
      Highlight 1. Das es nur zwei Geschlechter gibt
      2. Das 71 von 100 betroffenen Frauen sind
      3. Das 29 von 100 betroffenen Männer sind
      4. Das mehr Frauen als Männer betroffen sind
      5. Das (auch hier) keine Gleichberechtigung herrscht
      Viel mehr lese ich aus deinem Kommentar nicht raus
      35 9 Melden
    • Threadripper 20.07.2018 10:10
      Highlight Gar nichts.
      22 8 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 20.07.2018 08:56
    Highlight Schade führt kein Link zu der Datengrundlage und zur Methode, mit welcher die Autoren auf 14000 kommen, dass hätte mich jetzt noch interessiert.
    Die Polizei kommt auf 125 Fälle, das würde bedeuten das 99% aller Fälle unentdeckt bleiben..
    48 2 Melden
  • dding (@ sahra) 20.07.2018 08:41
    Highlight Verstehe nicht, wieso wir masslos Migranten auf der Asylschiene ins Land lassen, obwohl wir über diese später nicht die Verantwortung übernehmen können.

    Kopflose Politik.

    49 88 Melden
    • Makatitom 20.07.2018 09:27
      Highlight Vestehe nicht, weshalb wir masslos Gewinnsteuerverschiebungen zulassen, wo wir doch die Verantwortung problemlos übernehmen könnten wenn diese Gewinne in der Schweiz versteuert würden. Ich versteh auch nicht, weshalb die Grosskapitalisten lausige 4 Promille Steuern bezahlen und der Lohnsklave 15%
      62 21 Melden
    • Astrogator 20.07.2018 13:11
      Highlight Wäre für eine Initiative: für jeden Ausländer der reinkommt schmeissen wir einen SVP'ler raus. Wir könnten wieder anständige bürgerliche Politik machen und werden ein paar bildungsferne los.
      16 13 Melden
    • Makatitom 20.07.2018 14:21
      Highlight Es hat keinen Sinn, dir das erklären zu wollen. Nur soviel (von Rockefeller, glaube ich): Hinter jedem grossen Vermögen steht ein grosses Verbrechen
      15 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Meyer 20.07.2018 08:31
    Highlight Dies geschieht nur wegen der grenzenlosen "Globalisierung"; des unkontrollierten Personenverkehrs und der überstarken Migration.
    36 83 Melden
    • supremewash 20.07.2018 09:52
      Highlight Denke eher, dass Migration eine Folge davon sein kann. Beispiel Eritrea. Zudem ist es ja auch möglich, wie im Text beschrieben, legal einzureisen um dann in der Schweiz dieses Schicksal zu erleiden. Das Argument der Globalisierung möchte ich eigentlich gelten lassen, aber deinen Gänsefüsschen traue ich nicht.
      44 9 Melden
    • Rabbi Jussuf 20.07.2018 11:50
      Highlight Meyer
      Quatsch, das gab es alles schon lange vor der "Globalisierung".
      Aber Hauptsache, du hast einen Schuldigen gefunden, der grad in dein Weltbild passt.
      14 4 Melden
  • Der Mann im Mond 20.07.2018 07:38
    Highlight Bin jetzt schon gespannt mit welchen "scheinheiligen" Argumente die Konzernverantwortungs-Initiative vom Kapital bekämpft werden wirtd.
    196 47 Melden
    • durrrr 20.07.2018 08:46
      Highlight Da gibt es einige vernünftige Argumente dagegen, wie zB dieser Kommentar herausstreicht. Und nein nicht vom Kapital sondern von einem renommierten Professor für nachhaltige Entwicklung an der Uni Zürich.

      https://www.nzz.ch/meinung/konzernverantwortungsinitiative-nicht-nur-bestrafen-sondern-auch-belohnen-ld.1085405
      19 44 Melden
    • Borki 20.07.2018 09:06
      Highlight ARBEITSPLÄTZE!!!! AAAHRG!!!! WOHLSTANDSVERLUST!!! Untergang der Schweiz, so wie wir sie heute kennen!!!

      So oder so ähnlich wird es tönen!

      Ich habe mich noch nicht informiert. Ich hoffe einfach, die Konzernverantwortungsinitiative ist einigermassen schlau und realisierbar formuliert. Dann ist mein stock-bürgerliches "Ja" bereits auf sicher. Weil wir uns Anstand leisten können und sollen!
      61 15 Melden
    • Makatitom 20.07.2018 09:06
      Highlight Heulheulheul, Arbeitsplätze, heulheul Gewinne, heulheulheul die armen Shareholder
      Oder ist denen von Avenir und Economibschiss und den Grosskapitalisten in der letzten Zeit ein anderer Spruch in den Sinn gekommen? Nein! Und sie heulen immer noch rum, weil sie gaaaanze 4 Promille Steuern zahlen müssen (statt 15% wie der Lohnbezüger). Komischerweise findet man beim Grosskapital auch am meisten Sklaven
      56 20 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ökonometriker 20.07.2018 07:14
    Highlight Die Schweiz wurde nicht einzeln mit Interviews und Umfragen untersucht, die Autoren sahen die Schweiz nicht als Sklaverei-Brennpunkt - man schätzt nur auf Grund anderer Daten eine grobe Wahrscheinlichkeit. Daher ist die Zahl für die Schweiz sehr ungenau - es können viel mehr oder viel weniger Fälle sein.

    Diese Karte zeigt, welche Länder untersucht wurden und welche nur grob geschätzt worden sind:
    https://cdn.globalslaveryindex.org/publication-assets/2018%2Fappendix%2Fcountries-of-exploitation-identified.svg
    127 11 Melden

Köppel, Glarner und das Trojanische Pferd – dieses Video soll die SBI stoppen

Knapp fünf Wochen sind es noch bis zur Abstimmung am 25. November. Heute Montag starten die Gegner der SVP-Selbstbestimmungs-Initiative (SBI) ihre Schlussoffensive, und das mit einem Doppelschlag.

Die aus 120 NGOs bestehende Allianz der Zivilgesellschaft veröffentlicht ein satirisches Video, in dem die SBI als Trojanisches Pferd gezeigt wird, aus dem ein «hinterlistiger Angriff auf Menschenrechte und Demokratie» stattfindet.

Illuster sind die Insassen in dem clever produzierten Clip. Es sind …

Artikel lesen