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Riesen Auftrag für Stadler Rail: BLS setzt auf den Schweizer Zughersteller

ZUR MELDUNG, DASS DIE STADLER RAIL GROUP BEIM VERWALTUNGSGERICHT ZUERICH REKURS GEGEN DEN ENTSCHEID DER VBZ, DIE TRAMBESCHAFFUNG AN DEN KONKURRENTEN BOMBARDIER ZU VERGEBEN, EINGELEGT HAT, STELLEN WIR  ...
Freut sich über den Mega-Deal: Peter Spuhler, Inhaber und CEO der Stadler Rail Group.Bild: KEYSTONE

Riesen Auftrag für Stadler Rail: BLS setzt auf den Schweizer Zughersteller

02.05.2017, 09:0502.05.2017, 09:24

Bei der grössten Rollmaterialbeschaffung ihrer Geschichte setzt die BLS auf Stadler Rail. Der Ostschweizer Fahrzeugbauer kann dem in Bern ansässigen Bahnunternehmen 58 sechsteilige, einstöckige Triebzüge des Typs «Flirt» liefern. Die BLS zahlt 650 Mio. Franken.

Sie hatte Ende 2014 angekündigt, für eine Milliarde Franken neue Züge für den Regionalverkehr zu kaufen. Anfang letzten Jahres gab das Unternehmen bekannt, vier Anbieter seien noch im Rennen. Zuletzt reichten aber nur noch Stadler Rail und Bombardier konkrete Angebote ein, wie die BLS am Dienstag mitteilte.

ARCHIVBILD ZUR JAHRESBILANZ 2016 DER BLS CARGO, AM DONNERSTAG, 16. FEBRUAR 2017 - Sicht auf das Bahn-Logo an einem neuen Doppelstock-Zug vom Typ RABE 515 der BLS Loetschbergbahn AG, am Dienstag 4. Sep ...
«Besonders erfreulich ist, dass die Beschaffungskosten (. . .) deutlich unter den beim Start des Verfahrens geschätzten Kosten liegen», schreibt die BLS über die Auftragserteilung an Stadler Rail.Bild: KEYSTONE

Jenes des Thurgauer Fahrzeugbauers habe preislich, qualitativ, betrieblich und bezüglich Komfort für die Fahrgäste die Kriterien am besten erfüllt. «Besonders erfreulich ist, dass die Beschaffungskosten (. . .) deutlich unter den beim Start des Verfahrens geschätzten Kosten liegen», schreibt die BLS weiter.

Die neuen Züge sollen ab 2021 bis 2026 schrittweise in Verkehr gesetzt werden. Die BLS will sie im RegioExpress-Betrieb einsetzen, also etwa für die Linie von La Chaux-de-Fonds NE nach Domodossola respektive Zweisimmen BE via Bern und Spiez. Auch auf dem Netz der Berner S-Bahn sollen die Züge fahren.

Der Zuschlag wurde den Anbietern am 1. Mai mitgeteilt. Sie haben nun eine Beschwerdefrist von 20 Tagen. Die endgültige Auftragsvergabe steht unter dem Vorbehalt der Mittelzusagen durch den BLS-Verwaltungsrat, Bund und Kantone.

Passagiere konnten mitreden

Die Kriterien für die Ausstattung und Ausgestaltung der neuen Züge hatte die BLS in enger Zusammenarbeit mit der Kundenorganisation Pro Bahn erarbeitet. Beispielsweise wurden Sitztests durchgeführt. Die Bedürfnisse der Fahrgäste will die BLS nun auch bei der Detailplanung der neuen Züge berücksichtigen. (sda)

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