Klimastreik
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Schüler hissen Klima-Transparente im St. Galler Parlament.

Klimastreik-Aktivisten crashen Sitzung des
St. Galler Parlaments



Die Teenager lassen nicht locker. Rund 60 Schülerinnen und Schüler unterbrachen am Montagnachmittag eine Sitzung des St. Galler Kantonsparlaments, wie tagblatt.ch berichtet. Sie skandierten «Wem sini Zukunft - üsi Zukunft».

Die Klima-Aktivisten machten sich für eine Standesinitiative stark, welche ein Verbot von Inlandflügen zum Thema hat.

Die Parlamentarier zeigten sich wenig beeindruckt: Das Verbot von Inland-Linienflügen scheiterte, die Forderung nach einer Abgabe auf Flugtickets wurde hingegen überwiesen.

Der Hitzesommer 2018 habe es gezeigt: Freiwillige Massnahmen im Bereich Umwelt- und Klimaschutz hätten es schwer, schrieb die SP-Grüne-Fraktion im Text zum Standesbegehren. Verbote funktionierten hingegen. Deshalb brauche es ein Verbot von Inland-Linienflügen. Dies sei ein wirkungsvoller Schritt zur CO2-Reduktion, argumentierte die Fraktion.Die Regierung sprach sich dagegen aus: Die Nachfrage zeige, dass die Inlandflüge einem Bedürfnis entsprächen, erklärte sie unter anderem.

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Hier skandieren die Schüler im Parlament. Video: YouTube/St.Galler Tagblatt

Ticketabgabe gegen den KlimawandelIn einem zweiten Vorstoss hatte die SP-Grüne-Fraktion die Einführung einer Flugticketabgabe verlangt. Sie solle der Höhe einer allfälligen CO2-Abgabe auf Flugbenzin oder Kerosin entsprechen.Die Regierung lehnte auch dieses Standesbegehren ab mit dem Hinweis, beim Bund sei bereits ein Postulat mit einer ähnlichen Forderung hängig. Der Bundesrat habe unter anderem argumentiert, für die Erhebung einer Ticketabgabe brauche es eine Grundlage in der Bundesverfassung.

Diese fehle aber.Unterstützung sicherte neben der FDP auch die GLP sowie ein einzelner SVP-Kantonsrat zu. Die grosse Mehrheit der SVP-Fraktion lehnte den Vorstoss ab. Der Sprecher der CVP betonte, das Standesbegehren habe zwar seine Berechtigung, solle aber trotzdem abgelehnt werden. Die Forderung sei nämlich in Bern bereits hängig.Schliesslich kam aus verschiedenen Fraktionen eine Mehrheit für den Vorstoss zusammen. Das Standesbegehren wurde mit 54 gegen 51 Stimmen bei zwei Enthaltungen überwiesen.

(amü/sda)

Diese Schüler erklären, wieso sie streiken

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Video: watson/Chantal Stäubli, Emily Engkent

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55
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    Alle Leser-Kommentare
  • Forest 18.02.2019 22:12
    Highlight Highlight Wir sind Weltmeister im fliegen. Die Tendenz steigt. Eine Flugticket Abgabe wird leider auch nichts ändern. Wer Geld hat wird weiterhin fliegen. Wer weniger Geld hat, wird umsteigen oder mit Flixbus die Kosten umgehen. Wir wollen CO2 reduzieren? Dafür braucht man Weltweit Limite und Begrenzungen für Flüge. Leider wird das vermutlich nie der Fall sein.
    Benutzer Bild
    • Chrigi-B 18.02.2019 23:13
      Highlight Highlight Nein, wir brauchen neue Technologien. Mit Zwängen und Regulierung hat man noch nie weltweite Probleme gelöst.
  • Platon 18.02.2019 20:54
    Highlight Highlight OMG wie spiessig nun alle darauf reagieren. Es hat 50 Jahre gedauert bis unsere Jugend endlich wieder einmal den Mut hat, es den Alten und der Politik zu zeigen und schon sind alle am rummeckern. Die 68er waren wohl die wichtigste kulturelle Revolution des letzten Jahrhunderts! Auch wenn ich es gerade selbst etwas übertrieben finde, bin ich dennoch richtig stolz auf unsere Jugend!
    • Chrigi-B 18.02.2019 21:22
      Highlight Highlight Klar, nun sitzen die 68er in der FDP und den VR's
  • mir drü si diä zwöi einzige 18.02.2019 20:15
    Highlight Highlight öhm ja, und beim anschliessenden Apero futterten alle genüsslich die Mandarinen aus Spanien und die Trauben aus Namibia...
    • Valon Gut-Behrami 18.02.2019 21:34
      Highlight Highlight Ja, genau. Weil du ja Hellseher bist oder vor Ort warst. Nun meine Frage: Wieso willst du die Jugendlichen in Verruf bringen?
    • mir drü si diä zwöi einzige 19.02.2019 00:18
      Highlight Highlight Ich will diesen scheinheiligen Umweltschutz in Verruf bringen. nichts anderes.
      Es gibt genug CO2-Schreier die im Coop, Migros, Denner oder sonst wo, Trauben aus Namibia, Mandarinen aus Spanien und Fleisch aus Parguay kaufen.

      Es soll doch bitte zuerst jeder bei sich selbst anfangen etwas für die Umwelt zu tun.
      Auch wenn es nur der Verzicht auf oben genannte Produkte ist, wenn das alle machen wird sich zumindest in diesem Bereich automatisch etwas bewegen.

      Den Winter überlebt man übrigens auch ohne ohne Obst aus aller welt.







    • Valon Gut-Behrami 19.02.2019 08:02
      Highlight Highlight Isst du Fleisch?
    Weitere Antworten anzeigen
  • inmi 18.02.2019 19:42
    Highlight Highlight Den Parlamentsbetrieb unterbrechen aus Verachtung für die Demokratie, das haben damals auch die Nazis gemacht.
    • Valon Gut-Behrami 18.02.2019 21:35
      Highlight Highlight Wieso denkst du, dass sie die Demokratie verachten?
    • Eine_win_ig 18.02.2019 21:59
      Highlight Highlight Echt jetzt?
    • trio 18.02.2019 22:08
      Highlight Highlight Das ist aber nicht dein Ernst?!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Albi Gabriel 18.02.2019 19:12
    Highlight Highlight Soviel zum Demokratieverständnis der Klimastreikenden...
    • Grabeskaelte 18.02.2019 20:12
      Highlight Highlight Mit der heutigen Demokratie der alten weissen Männer klappts halt nunmal offensichtlich nicht. Die denken ja heute noch das wir im Notfall ja Noten und Münzen fressen können.
    • OLAF der I. aka Gàn 18.02.2019 20:46
      Highlight Highlight Etwa so, wie die Sansculottes in der französischen Revolution?
    • RandyRant 18.02.2019 20:55
      Highlight Highlight Knie: Was für ein dummer Vergleich. Oder ist die Schweiz eine Monarchie?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Grabeskaelte 18.02.2019 18:33
    Highlight Highlight Die Nachfrage zeige, dass die Inlandflüge einem Bedürfnis entsprächen, erklärte sie unter anderem. -- Nichts, aber auch gar nichts haben sie kapiert... Der Markt muss in allen Bereichen kanalisiert, eingedämmt und kastriert werden (ja ein bisschen redundant, ich weiss...). Geschieht dies nicht in nützlicher Frist ist eh alles vorbei und der nächste grosse Krieg steht vor der Haustüre. Leider kann ich keine Worte für diese ***** finden die nicht zensiert würden.
    • trio 18.02.2019 19:50
      Highlight Highlight Dachte ich mir auch! Immerhin zeigt die Anzahl der Gewaltdelikten eindeutig, dass ein Bedürfnis danach besteht. Warum also verbieten?!
    • Grabeskaelte 18.02.2019 20:03
      Highlight Highlight Das Verhältnis der Anzahl Blitze zu Herzen in beiden Kommentaren zeigt, wieso wir keinen Schritt weiterkommen. Entweder: "Mein Bedürfnis steht über dem Wohl aller" oder die Fraktion der: "Inlandflüge zu verbieten löst das Problem nicht, dann fliegen sie von anderswo..."

      Mag sein meine lieben aber DEN grossen Wurf wird es in dieser Thematik niemals geben, also fangen wir klein an wie z.B. mit sinnbefreiten Inlandflügen oder wir lassens gleich sein und fahren lachen in den Abgrund. Ich befürchte die Entscheidung der meisten ist bereits gefallen und zwar nicht fürs grosse ganze... Ignoranten!
    • RandyRant 18.02.2019 20:16
      Highlight Highlight You just went full communism. Never go full communism (es ist wirklich eine sch**** Idee, glaub mir)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Matthiah Süppi 18.02.2019 17:50
    Highlight Highlight Und: Gemäss Tagblatt hat der Kantonsrat der Standesinitiative zugestimmt 😉.
  • Muselbert Qrate 18.02.2019 17:47
    Highlight Highlight Jemand sollte den Hysterikern erklären, dass das Verbot von Inlandflügen nicht zu weniger CO2-Ausstoss führen würde.

    90% aller Passagiere sind Umsteigepssagiere die zB mit Swiss von Tokio nach Genf wollen. Verbietet man Swiss Inlandflüge, wird der japanische Passagier eben einfach mit Air France via Paris, mit KLM via Amsterdam oder mit BA via London nach Genf fliegen. Sicher NICHT mit dem Zug ab Zürich!

    Wenn sich der CO2-Ausstoss nun verändert hat, dann höchstens nach oben, da längere Distanzen geflogen würden..

    Die Kids sollten sich besser informieren, sonst ist es ziemlich peinlich..
    • Ichiban 18.02.2019 19:57
      Highlight Highlight Wenigstens bringen sie lösungenansätze, was eigentlich die aufgabe der politiker wäre
    • Der Tom 18.02.2019 22:56
      Highlight Highlight Das spielt keine Rolle. Wir wollen das nicht und müssen es verbieten. Gerade.weil ein Bedarf da ist. Sonst würde ja niemand fliegen. Aber wenn gemäss Kampagne sogar Maturanden SVP wähler werden können kann man leider nicht mehr erwarten von den Politikern in diesem Parlament.
    • DerMeiner 19.02.2019 05:39
      Highlight Highlight Ichiban, das wäre wie jemandem in Mathe eine 6 zu geben mit dem Prädikat „er hats wenigstens versucht, auch wenns falsch ist.“

      Zudem ist es kein Vorschlag, sondern eine nicht durchdachte Forderung.
    Weitere Antworten anzeigen
  • aligator2 18.02.2019 17:42
    Highlight Highlight Ein Verbot von Inlandflügen? Da wird die REGA aber keine Freude haben...
    • miarkei 18.02.2019 19:46
      Highlight Highlight Ich glaube kaum, dass die REGA unter dieses Verbot fallen würde, sondern eher Flüge von Genf nach Zürich mit Linienmaschinen...
  • Albert J. Katzenellenbogen 18.02.2019 17:41
    Highlight Highlight ...
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  • Chrigi-B 18.02.2019 17:20
    Highlight Highlight Sammelt Unterschriften, lasst darüber abstimmen. Einziger Weg um etwas NACHHALTIG zu bewegen.

Liebe Jugend, merci für den Klimastreik, du bist verdammt grossartig!

Die Demonstrationswelle, die am Samstag die Schweiz erfasste, war in jeder Hinsicht jung. Und gerade deshalb vorbildlich. 

Ich war am Samstag auch an der Klimademo. In Zürich. Im Block der ultrastolzen Eltern quasi. Da waren junge und sehr junge Menschen, die ihre Transparente hochhielten, oft mit einem kleinen Eisbären, oft mit einem Satz über Greta («Greta hat Recht und sie ist erst 16, gopfnomol!»), selten mit einem Scherz («Die Erde ist der einzige Planet mit Bier!»). Wer keine Stecken gefunden hatte, um damit ein Transparent zu basteln, hatte Laserschwerter genommen. 

Ich fragte mich einen Moment lang, …

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