Darts
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Darts-WM in London, Final

Van Gerwen – Smith 7:3

epa07257547 Dutch Michael van Gerwen (L) attends a match against British Michael Smith during the PDC World Championship final match at the Alexander Palace in North London, Britain, 01 January 2019.  EPA/SEAN DEMPSEY

Van Gerwen lässt sich beim Walk-on vor dem Endspiel feiern. Bild: EPA

«Es ist phänomenal» – Van Gerwen zum dritten Mal Weltmeister 🏆🏆🏆



Der grosse Favorit hat sich durchgesetzt: Michael van Gerwen wird zum dritten Mal Weltmeister. Er gewinnt den Final der Darts-WM 2019 im Alexandra Palace in London gegen Michael Smith. «Das ist das beste Gefühl, das man haben kann», schwärmte der Champion im Sieger-Interview. «Es ist phänomenal, das ist der grösste Titel, den man holen kann. Es bedeutet mir sehr viel.»

Van Gerwen gab gleich von Anfang an die Richtung vor: Das erste Leg des Finals holte er sich mit einem 129er-Finish. Smith konnte seine Nervosität nicht verbergen und ehe er sich versah, lag er 0:3 Sätze zurück. Danach gelang es ihm, sich etwas zu steigern. Doch als der «Bully Boy» aus St.Helens bei Liverpool im vierten Satz erneut Probleme auf den Doppelfeldern hatte und er mit 0:4 in Rückstand geriet, war der WM-Final schon beinahe gelaufen.

Van Gerwens 129er-Finish im ersten Leg.

Ein kurzes Aufbäumen

Dem Engländer drohte der Whitewash. Oder sollten sich van Gerwens Anhänger zu früh gefreut haben? Smith, der Junioren-Weltmeister des Jahres 2013, holte sich den fünften Satz, indem er im entscheidenden Leg 124 Punkte auscheckte.

Smith verkürzt auf 1:4 Sätze.

Und nun zeigte die Weltranglisten-Nummer 10, weshalb sie es erstmals in den WM-Final geschafft hatte. Smith legte fulminant nach, checkte 127 und erneut 124 Punkte und er gewann den sechsten Satz zu null. Doch das Aufbäumen entpuppte sich letztlich bloss als Strohfeuer. Van Gerwen liess es nicht zu, dass das Momentum noch mehr auf die Seite des Aussenseiters kippte. Er hielt sein Niveau, während Smith weiter zu unbeständig auftrat.

Die Entscheidung: Smith vergibt die Chance, auf 3:5 zu verkürzen und gerät 2:6 in Rückstand.

Zwar zeigte der «grüne Gigant» Nerven, als er bei 6:2-Führung erstmals die Gelegenheit hatte, das Match zu gewinnen. Doch der zehnte Satz war dann der letzte des Turniers. «Es fällt mir schwer, jetzt den WM-Pokal anschauen zu müssen und zu wissen, dass ich ihn nicht in die Höhe stemmen darf», sagte ein zerknirschter Smith. «Es war natürlich fatal, dass ich so schnell so hoch zurück lag. Danach habe ich dann etwas besser ins Spiel gefunden.»

Der Triumph: Van Gerwen holt sich den Titel.

630'000 Franken für den Ritter

Für den 29-jährigen Michael van Gerwen ist es der dritte WM-Titel nach 2014 und 2017. Der Holländer ist seit Jahren der dominierende Darts-Spieler und die Nummer 1 der Weltrangliste. Nun ist er nach Phil «The Power» Taylor der erst zweite Spieler mit mehr als zwei WM-Titeln beim PDC-Verband. Von der Darts-Ikone aus Stoke-on-Trent ist van Gerwen allerdings noch meilenweit entfernt: Taylor, der nach dem verlorenen WM-Final im Vorjahr zurücktrat, wurde 16 Mal Weltmeister, 14 Mal bei der PDC.

Für seine Leistungen an der Darts-Scheibe wurde «Mighty Mike» in der Heimat bereits in den Stand eines Ritters vom Orden von Oranien-Nassau erhoben, ein Titel, welcher an Menschen mit besonderen Verdiensten um Gesellschaft und Gemeinwesen verliehen wird. Den Alexandra Palace verlässt er nicht nur mit der 25 Kilogramm schweren Sid Waddell Trophy, sondern auch mit einem Siegercheck in der Höhe von umgerechnet 630'000 Franken.

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