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3 Akademiker haben kompletten Schwachsinn an Journals geschickt – das ist passiert 🙈



Das ist passiert

Gemeinsam mit zwei Kollegen fälschte James Lindsay in 10 Monaten etwa 20 wissenschaftliche Aufsätze und schickte sie an akademische Zeitschriften. «Den besten Journals in den entsprechenden Gebieten», wie sie schreiben.

Das Resultat: Sieben Papers wurden akzeptiert, sieben sind noch in Überprüfung, der Rest wurde abgelehnt. Er wolle mit diesen «Fake News» gezielt auf Missstände im akademischen Betrieb aufmerksam machen, sagte Lindsay zum Wall Street Journal.

Dabei zielten die drei Kollegen vor allem auf akademische Zeitschriften, die sozialwissenschaftliche Themen abdecken. Insbesondere wurden die von Lindsay als «Grievance Studies» bezeichneten Studienrichtungen aufs Korn genommen. Gemäss The Economist versteht Lindsay unter diesen «Beschwerde-Studien» eine Subkategorie von Ethnien-, Gender-, Fett- und Sexualitätsforschungen.

Das wurde veröffentlicht

Auszüge aus den veröffentlichten Papers zeigen: Die drei Autoren schickten tatsächlich kompletten Schwachsinn ein. Harvard-Dozent Yascha Mounk hat diese auf Twitter geteilt. Da war etwa das Werk, das empfiehlt, dass weisse Männer im Unterricht nicht mehr sprechen dürfen. Die Lehrer werden zudem ermutigt, weisse Schüler auf dem Boden sitzen zu lassen und ihnen «leichte Ketten» anzulegen. 

Ein anderes Paper handelt von masturbierenden Männern. Würden diese während der Selbstbefriedigung an eine Frau denken und hätten sie bei dieser vorher nicht eine Einwilligung geholt, so seien diese eigentlich Sexualverbrecher, heisst es im veröffentlichten Artikel.

In einem weiteren Paper wird argumentiert, dass die westliche Astronomie sexistisch und imperialistisch sei. Empfohlen wird, dass Physiker stattdessen feministische Astrologie studieren sollten.

In einer Studie brachten die Autoren sogar mehrere Ausschnitte aus Hitlers «Mein Kampf» unter. Sie wurde veröffentlicht.

In einer anderen Studie wurde die Rape Culture in einem Hundepark in Oregon untersucht. Vom Verhalten der Hunde wurde auf jenes der Menschen geschlossen. Auch dieses Werk wurde veröffentlicht.

In einer anderen gefälschten Studie stellten die Autoren die These auf, dass homophobes und transphobes Verhalten von heterosexuellen Männern mittels «penetrativem Gebrauch von Analsexspielzeug» verändert werden könne. Diese Studie wurde ebenfalls publiziert, trotz Peer-Review.

Ein Peer-Review ist ein Verfahren der Qualitätssicherung. Dabei sollten bei einem wissenschaftlichen Artikel zwei unabhängige Forscher aus dem gleichen Fachbereich den zu publizierenden Artikel überprüfen.

Die Reaktionen

Lindsays gefälschte Artikel führten zu viel Kritik aus dem Wissenschaftsbetrieb, trafen allerdings auch einen wunden Punkt. Wie kann es sein, dass provokante Artikel trotz Überprüfung publiziert werden, obwohl diese gefälscht sind? Gemäss Lindsay seien die Daten unschwer als gefälscht zu erkennen gewesen, aber niemand fragte nach den Daten.

Herausgeber von wissenschaftlichen Magazinen kritisierten aber die Einstellung Lindsays, dass er sie bewusst hinters Licht führen wollte. Es widerspräche der wissenschaftlichen Ethik, solche gefälschten Studien einzureichen. Auch wurde kritisiert, dass es Lindsay und Kollegen lediglich auf gewisse Studienrichtungen der Sozialwissenschaften abgezielt hätten.

Die Autoren der gefälschten Studien wehrten sich gegen Vorwürfe, dass sie sexistisch, rassistisch oder sonst was seien. Sie hätten auf ein Problem aufmerksam machen wollen, dass von «grösster Bedeutung» sei.

Wurde das Vertrauen in die Wissenschaft durch diese Fake-Studien komplett erschüttert? Kann noch geglaubt werden, was in wissenschaftlichen Magazinen steht?

Nochmals Yascha Mounk: Die Papers, welche die gefälschten Stücke veröffentlicht hätten, seien zwar in ihren Bereichen führend. Dies bedeute jedoch nicht, dass Fake-Studien auch in etablierten Wissenschaften wie in Politologie oder Soziologie veröffentlicht würden. Dort seien die Standards höher. «Im Grossen und Ganzen bleibt die Wissenschaft eine ernsthafte Suche nach der Wahrheit», so der Harvard-Dozent. (cma/jaw)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Zap Brannigan 09.10.2018 19:56
    Highlight Highlight Das angelsächsische Unisystem mit der Aufteilung von trivialsten Resultaten in "least publishable units" zwecks Teilnahme am "publish or perish" Spiel ist doch längst völlig kaputt. Laberfächer ohne harte Fakten sind dafür besonders anfällig. Da kann man Papers über lesbisch Balztänze von asexuellen halbasiatischen Genderfluids einfach platzieren, da eh alles nur ideologisch motiviertes Gelaber ist.
    Aber leider wurden auch in Zeitschriften für "harte" Naturwissenschaften schon Scherzpapers angenommen. Das akademische System ist schlicht und einfach kaputt.
  • el lobo 09.10.2018 14:24
    Highlight Highlight Fehlende wissenschaftlichen Standarts in den Sozial- und Geisteswissenschaften hat Alan Sokal schon in den 90er Jahren aufgezeigt. Damals hat das noch aufsehen erregt.
    Auch die Arbeit vom norwegischen Soziologen Harald Eia aus dem Jahr 2010 hat aufgezeigt, dass die Genderstudies grösstenteil keinen wissenschaftlichen Hintergrund haben (FAZ Interview, 27.09.2012). Norwegen reagierte und entzog dem Nordic Gender Institute das Budget von über 50Mio.

    Nichtsdestotrotz werden solche "Wissenschaften" heute an westlichen Hochschulen, sogar mit eigenen Instituten weiter gelehrt, auch in der Schweiz.
  • el lobo 09.10.2018 13:39
    Highlight Highlight Interessant ist auch Y. Mounk als Person selbst. Harvard Politwissenschafter deutscher Herkunft. Populismusforscher und Befürworter der Migration nach Europa. Er sagt, dass die Umwandlung der europäischen Länder in Multiethische und Multikulturelle Nationen ein historisch einzigartiges Experiment mit ungewissem Ausgang sei. Da jetzt der Populismus erstarkt, propagiert er plötzlich mehr Nationalismus (Interview SüddeutscheZ). Er verwirrt mich und ich weiss nicht, was ich davon halten soll. Oder trollt er auch nur wie die wissenschaftlichen Papers im Artikel die er twittert?
  • Citation Needed 09.10.2018 11:48
    Highlight Highlight Der gesamte Wissenschaftsbetrieb mit seinen Journals and Peer-Reviews hat haufenweise Schwachstellen.. Wie soll jemand, der/die in einem Spezialgebiet womöglich ein halbes Leben lang hochspezialisierte Forschung betrieb, von Peers reviewed werden können? Betrüger haben ein leichtes Spiel. Schlimmer noch: wenn falschen Papers nicht als Tests, sondern in Täuschungsabsicht eingereicht werden.
    https://www.sueddeutsche.de/wissen/wissenschaftspolitik-weltweit-beachtete-studie-nach-taeuschungsverdacht-zurueckgezogen-1.3509598
  • IchSageNichts 09.10.2018 10:21
    Highlight Highlight Das ist der Grund wieso wir Trump haben! Die Gesellschaft in den USA ist noch viel gespaltener als hier. Da gibts Subkulturen auf beiden Seiten die sich komplett die Realität verweigern. Das wird dann genüsslich von der anderen Seite gezeigt und dann wird noch mehr polarisiert.
    Zum eigentlichen Thema: Die Kommentare der Reviewer auf einzelne Paper sind haarsträubend . Fast keine Kritik und sehr viel Lob... was soll dass? Da ist etwas massiv faul in diesem Feld. Zum Nachlesen hier:
    https://areomagazine.com/2018/10/02/academic-grievance-studies-and-the-corruption-of-scholarship/
  • LeChef 09.10.2018 10:00
    Highlight Highlight Leider hat ein Teil der Sozial- und Geisteswissenschaften schon lange aufgehört, wissenschaftlich zu sein. Das ist nur noch Politik und Unfähigkeit.
    • Citation Needed 09.10.2018 11:57
      Highlight Highlight Vielleicht spricht da die persönliche Einstellung? Guckt man die Liste bisheriger akademischer Skandale an, dann sind die Mediziner ziemlich weit oben im Ranking der häufigsten Betrüger:
      https://de.wikipedia.org/wiki/Betrug_und_F%C3%A4lschung_in_der_Wissenschaft
    • LeChef 09.10.2018 15:10
      Highlight Highlight Das kommt vielleicht daher, dass medizinische Forschung naturwissenschaftliche Methoden anwendet, und deshalb grundsätzlich objektiv nachvollziehbar und überprüfbar ist.

      Sozial- und Geisteswissenschaftliche Forschung ist häufig subjektiv und nicht überprüfbar. Deshalb ist sie im strengen Sinn eigentlich oft gar nicht wissenschaftlich.

      Das muss nicht grundsätzlich gelten, weil man auch in diesen Gebieten objektive Methoden anwenden kann. Aber leider wird das oft nicht gemacht.
    • Citation Needed 10.10.2018 08:36
      Highlight Highlight "Sozial- und Geisteswissenschaftliche Forschung ist häufig subjektiv.."? Und objektive Forschung werde "oft nicht gemacht"?
      Das halte ich jetzt ehrlich gesagt für eine sehr subjektive Behauptungen. ;-)
      Es gibt gerade in den exakten Wissenschaften akademische Promotionssysteme, die Anzahl Publikationen und Zitierhäufigkeit einschliessen, das lädt geradezu zum bschisse ein. Und trotz Deiner Idee, dass man sowas leichter prüfen könne, werden Fälschungen oft jahrelang übersehen. Man muss den ganzen Betrieb kritisch beäugen und erkennen, dass auch die 'genauen' nicht gefeit sind.
    Weitere Antworten anzeigen
  • reu 09.10.2018 09:34
    Highlight Highlight Nur weil etwas in einem Journal abgedruckt wird, heisst es ja noch nicht, dass dies als wissenschaftliche "Wahrheit" gilt. Dafür ist doch der Peer-Review da. Aber die kritische Auseinandersetzung im Peer-Review ist halt nicht so glamourös, weshalb er meist zu kurz kommt.
    • just sayin' 09.10.2018 13:46
      Highlight Highlight eine veröffentlichung in einem journal ist die halbe miete.

      je nach branche reicht dies bereits aus, um als "fundiert" zu gelten.
    • reu 09.10.2018 15:15
      Highlight Highlight Ja klar, wollte auch nicht die Jounals in den Schutz nehmen. Aber das gesamte Wissenschafts-System geht jetzt auch nicht unter, wegen ein paar Jounals, die es nicht so genau nehmen.
  • obk 09.10.2018 08:43
    Highlight Highlight Veröffentlichung per se heisst noch nicht, dass der Artikel gut ist. Klar sollten Fälschungen beim Reviewprozess auffallen, aber die Qualität einer Publikation zeigt sich erst mit der Zeit und wie er in anderen Artikel diskutiert wird. Viel wichtiger wäre eine Diskussion um Artikel, die nicht gefälscht sind und den Standards entsprechen aber trotzdem abgelehnt werden weil sie nicht der Sichtweise der Reviewer entsprechen.
  • DieFremde 09.10.2018 08:24
    Highlight Highlight Stichwort Humangeographie mit Fokus auf Genderstudies
  • Erarehumanumest 09.10.2018 08:07
    Highlight Highlight habe bei meiner Masterarbeit auch einfach 50 Journals zu meinem Thema verwurstelt und aus allen ein bisschen abgeschrieben. Ich denke so funktioniert es in der Wissenschaft überall. Das Abstract & die Konklusion habe ich alleine geschrieben.
    • LeChef 09.10.2018 10:39
      Highlight Highlight Nein, das funktioniert nicht überall so. Aber eigentlich traurig, dass dir das so beigebracht wurde.
    • Citation Needed 09.10.2018 11:38
      Highlight Highlight Hauptsache sauber zitiert!
  • Evan 09.10.2018 08:06
    Highlight Highlight Genau darüber habe ich vor wenigen Tagen eine Doku gesehen:

    Play Icon
  • stadtzuercher 09.10.2018 07:39
    Highlight Highlight @isky "Solche Aktionen spielen nur Realitätsverweigerern wie Trump und Co in die Karten"

    Du meinst, wenn Genderlehrstühle und -Magazine feministische Versionen von Hitlers faschistischem "Mein Kampf" veröffentlichen oder von weissen Schülern in Ketten auf dem Fussboden fabulieren, spiele das den Republikanern in die Hände?

    Ja, sogar sehr wahrscheinlich.
  • saukaibli 09.10.2018 07:32
    Highlight Highlight Solche Probleme gibt es auch in anderen Wissenschaften, vielleicht nicht bei den rennomierten Magazinen, aber es gibt halt auch viele Käseblätter unter Wissenschaftsmagazinen. Dort kann man sich einkaufen, d.h. für Kohle kann man jeden Scheiss veröffentlichen. Das Problem ist aber ein anderes, da die grosse Masse diese Magazine ja eh nicht liest. Viele Journalisten bedienen sich solcher Fake-Studien um reisserische Artikel zu schreiben, anstatt sie zu hinterfragen und kritisch darüber zu schreiben. Ist halt weniger aufwändig als richtiger Journalismus und man braucht kein Wissen.
  • Leon1 09.10.2018 02:20
    Highlight Highlight Super Aktion!

    Hatte sowohl beruflich, als auch im Studium öfters in Journals recherchieren müssen. Selbst in der Medizin, die noch höhere Standards habt als Gender-Studies, hab ich völligen Unsinn gefunden.

    Hab mich da echt gefragt, wer das schärfere Zeug geraucht hat. Die Wissenschaftler, die die Konzepte ersonnen hatten? Die Autoren des Papers? Die Peer-Reviewer? Die Redaktionen der Journals?

    Auf jeden Fall hab ich mich das ganze Studium durch einen offensichtlich viel zu perfektionistischen und kritischen Stil hingelegt. Wenn ich seh was in der "richtigen" Wissenschaftswelt so abgeht...
  • Elderwand 09.10.2018 01:30
    Highlight Highlight Es wär einfach das Grösste, wenn dieser Artikel hier selber ein Fake wäre. Aber ich bin zu faul, das zu überprüfen. Oder zu peer-reviewen.
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 09.10.2018 01:12
    Highlight Highlight Das Sahnehäubchen fehlt noch, einer ihrer Artikel "weisst nach", dass das veröffentlichen von solchen sarkastischer und aufklärerischwe Fakeartikel diskriminierend ist. Sprich, jeder der die Autoren für ihre Artikel kritisieren will, muss einen ihrer "Artikel" zitieren.
  • saco97 09.10.2018 01:01
    Highlight Highlight Das Paper mit den Ketten wurde nicht veröffentlicht, sondern diskutiert und schlussendlich abgelehnt.
    • DerSimu 09.10.2018 11:51
      Highlight Highlight Über sowas sollte man nicht mal diskutieren!!
    • Citation Needed 10.10.2018 11:55
      Highlight Highlight Simu: natürlich diskutiert man darüber, denn solche Entscheide werden normalerweise von einem Editorial Board gefällt, also von mehr als einer Person. Sollen die sich via Wärmesignale verständigen?
      ;-)
      Zudem: wissenschaftliche Herangehensweise sollte ergebnisoffen sein. Gar nicht so einfach, aber man muss sich theoretisch auf jeden Brunz einlassen und sachlich bleiben.
  • Ohmann94 09.10.2018 00:04
    Highlight Highlight Genial! Wie sie aufzeigen, dass gewisse „Forschungsgebiete“ einfach alles drucken, was ihnen irgendwie in die Karten spielt... Was da also hinterfragt werden sollte ist so Einiges und definitiv der grosse Stinkhaufen der jetzt in diesen entsprechenden Fakultäten liegt. Wenn führende Journale das abdrucken, also auch mit „Experten“ die diesen Bereich studiert haben, dann stimmt wohl was ünerhaupt nicht mit der Ausrichtung und Seriosität des Studienganges Genderstudies und co.
    Und bitte. Lasst die Diskussion auf einer sachlichen Ebene und bei den Fakten!
    • Asmodeus 09.10.2018 07:41
      Highlight Highlight "Stinkhaufen"
      Direkt gegen eine Studienrichtung als Ganzes schießen gegen die persönliche Vorbehalte bestehen aber dann Sachliche und auf Fakten basierte Diskussion fordern..

      Ja ne. Ist klar.
    • obk 09.10.2018 08:38
      Highlight Highlight Fakt ist: 1. Der Publikationsdruck steigt, es wird mehr publiziert, logischerweise kommen auch schwächere Artikel durch. 2. Das trifft auch auf andere Disziplinen zu. 3a. Mit gefakten Artikeln die das "System kritisieren" wollen wird wohl kein Reviewer, der seinen Job bereits ernst nimmt, noch genauer arbeiten 3b. Die schwarzen Schafe werden bestärkt zu fälschen.
    • Waldorf 09.10.2018 09:11
      Highlight Highlight Das klingt jetzt mehr so nach: "all die cheibe gstudierte sind gliich und erfindet nur guguus!"
    Weitere Antworten anzeigen
  • koks 08.10.2018 23:26
    Highlight Highlight Der Punkt ist doch der, dass in gewissen Sozialwissenschaften eine dermassen grosse Entfremdung von der Gesellschaft vorhanden ist, dass man selbst absurdeste sexistische oder (Hitlers mein Kampf) faschistische Pamphlete publizieren kann, wenn sie bloss nach den geltenden Codes innerhalb dieser Glaubensrichtungen verfasst werden. Der Fachbereich Gender hatte schon lange den Ruf, dass er mehr aus Esoterik und Männerabwertung bestand als aus Wissenschaft.

    Wer eine genauere Rezension lesen will, findet sie u.a. hier:
    https://man-tau.com/2018/10/04/betrug-grievance-studies/
    • Citation Needed 10.10.2018 12:33
      Highlight Highlight Gender hat den Ruf, aus Esoterik und Männerabwertung zu bestehen, statt aus Wissenschaft?
      In gewissen Kreisen ja, unzweifelhaft.
      Hiesige Genderstudies sind weder Eso noch männerfeindlich, nicht an der Uni Basel, nicht in ZH.
      Zu Deiner 'genaueren Rezension': der Autor schreibt, er würde gern nachlesen, bloss seien die Papers nicht verfügbar. Stimmt nicht, sind alle da: https://areomagazine.com/2018/10/02/academic-grievance-studies-and-the-corruption-of-scholarship/ (Link unter Part V).
      Der Link gibt zudem Einblick in die Motivation der Verfasser, die ich nicht gaaanz astrein finde.
  • isky 08.10.2018 23:24
    Highlight Highlight Solche Aktionen spielen nur Realitätsverweigerern wie Trump und Co in die Karten... Das Vertrauen zu denen, auf die man am meisten hören sollte schwindet weiter.
    • koks 08.10.2018 23:34
      Highlight Highlight isky, es sind ja nur gewisse richtungen der soziologie betroffen. aber nicht die, die seriös wissenschaften. die die darauf reingefallen sind, sind eben die klagestudien: feminismus, gender etc. diese sind, das ist das resultat der enthüllung, eben selbst äusserst anfällig und verantwortlich für die produktion von fake-news.

      nebenbei sind sie dermassen männerverachtend (siehe die zusammenfassung der texte), dass diese pseudowissenschaften unbedingt entlarvt gehören.
    • Eine_win_ig 08.10.2018 23:35
      Highlight Highlight Nein. Es gibt unglaublich viele Journals, die solchen BS veröffentlichen. ZDF hat dazu eine super Doku erstellt. Auch in der Wissenschaft heisst es: kritisch hinterfragen!
    • Geo1 09.10.2018 00:32
      Highlight Highlight Ich stimme isky zu. In der breiten amerikanischen Öffentlichkeit wird diese Aktion - Dementi hin oder her - auch dem Ansehen der etablierten sozialwissenschaftlichen Disziplinen schaden. Konservative Kreise können so ihre unliebsamen Erkenntnisse, und seien sie noch so fundiert, als linksversifftes, unwissenschaftliches Geschwätz abtun. Vielleicht war genau das auch Lindseys Absicht; wer schreibt schon aus reinem Jux zwanzig Papers?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pianovilla 08.10.2018 23:19
    Highlight Highlight Vielen sozialwissenschaftlichen Disziplinen bzw. Gebieten mangelt es schon immer an erheblicher Wissenschaftlichkeit. Das Geschwurbel kann man zum Teil kaum lesen. Ich bin selber im geisteswissenschaftlichen, aber auch im naturwissenschaftlichen Betrieb unterwegs und staune immer wieder, was für teils seichte Artikelchen auf beinahe Maturazeitungsniveau da publizoert werden.
  • Julian Roechelt 08.10.2018 23:16
    Highlight Highlight Ich finde die Artikel gar nicht schlecht, macht doch alles Sinn.
  • Sebastian Wendelspiess 08.10.2018 22:58
    Highlight Highlight Schön zu sehen wie leicht FakeNews in seriösen Zeitschriften möglich sind.
    • fm99 09.10.2018 10:00
      Highlight Highlight Achtung, wissenschaftliche Journals sind nicht gleich Zeitschriften! Mit FakeNews hat das direkt zudem nichts zu tun, es handelt sich bei den Artikeln ja nicht um Nachrichten, sondern vielmehr um absolut blödsinnige „Imitate“ wissenschaftlicher Artikel. Diese stammen (wenn echt, und nicht wie die „Testartikel“ die im Artikel beschrieben werden) von unfähigen/ideologisch hinterfragbaren Wissenschaftlern die am eigenen Gewinn interessiert sind und nicht unbedingt in erster Linie Fehlinformationen verbreiten wollen. Nur mal so.
    • IchSageNichts 09.10.2018 10:09
      Highlight Highlight Das ist eben keine seriöse Zeitschrift... Schau mal die Kommentare der Reviewer an (google). Alle loben die Paper in den Himmel... Das ist unseriös!
      Nur weil ein Paper in einem Feld topgrankt ist heisst es nicht das es seriös ist. Gibt whrsch auch viele Journals über Astrologie und da gibts dann auch eine Nummer 1.
  • Echo der Zeit 08.10.2018 22:31
    Highlight Highlight Mann muss es nur versuchen, und Zack findest dich in der Teppichetage wieder.

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