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Nur noch Supermärkte und Apotheken offen in Italien ++ Tessin ruft Notstand aus



Coronavirus: Was du wissen musst

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Team watson
Eyeore
14:13
«Österreich wird auf Minimalbetrieb heruntergefahren»
Österreich hat seine Corona-Massnahmen verschärft. Restaurants dürfen nur noch bis 15 Uhr geöffnet sein, wie Bundeskanzler Sebastian Kurz an einer Medienkonferenz sagt. Geschäfte werden ganz geschlossen, ausgenommen sind Lebensmittel, Apotheken, Banken, Post, Drogerien und Tierfutter.
13:56
Kanton Freiburg schliesst alle Schulen
Nach dem Tessin schliesst auch der Kanton Freiburg alle Schulen. Dies gelte bis Ende April.
13:51
US-Bundesstaaten schliessen Schulen wegen Coronavirus
epa08290215 A cleaning crew member wipes down railings with disinfectant outside the international arrivals inside Boston's Logan International Airport, in Boston, Massachusetts, USA 12 March 2020. US President Donald J Trump announced during a televised address that travel from certain countries would be restricted for 30 days starting 13 March 2020.  EPA/CJ GUNTHER
Wegen des um sich greifenden Coronavirus schliessen mindestens sechs US-Bundesstaaten die Schulen. Die Schulen in Ohio, Michigan, Oregon, Maryland, Kentucky und New Mexico wurden angewiesen, ab Montag für mindestens zwei Wochen zu schliessen.

Dies betrifft Millionen von Schülern und stellt ärmere Familien vor Probleme - viele setzen bei der Versorgung ihrer Kinder auf das kostenlose oder subventionierte Schulessen.

In den USA wurden bis Donnerstag rund 1660 Infektionen mit dem Coronavirus registriert. 40 Patienten starben. (sda/afp)
13:38
Singende Italiener
In den sozialen Medien machen Videos die Runde, die unter Quarantäne stehende Italiener zeigen, die gemeinsam singen. Wir haben die Videos für euch gesammelt. Sehenswert!

Hier entlang!
13:36
Mehr als fünftausend Tote durch Coronavirus weltweit
Die weltweite Zahl der Toten durch die Coronavirus-Pandemie ist auf mehr als fünftausend gestiegen. Nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP vom Freitag starben insgesamt 5043 Menschen an den Folgen der Infektionskrankheit.

Die Zahl basiert auf den offiziellen Behördenangaben der einzelnen Länder. Die meisten Todesfälle gab es demnach in China, Italien und dem Iran: Auf dem chinesischen Festland kamen 3176 Menschen ums Leben. In Italien waren es 1016. Im Iran starben nach neuesten Angaben 514 Menschen.

Die Zahl der bestätigten Infektionen stieg weltweit auf 134'300. Wie viele von diesen Menschen bereits wieder als genesen gelten, ist nicht bekannt. Betroffen sind 121 Länder und Gebiete, darunter auch die Schweiz. (sda/afp)
13:20
Medienkonferenz des Bundesrats zögert sich hinaus

12:43
Über 1000 bestätigte Coronavirus-Fälle in der Schweiz
Die Zahl der Coronavirus-Fälle in der Schweiz steigt weiter rapide an: Nach neuesten Angaben des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) vom Freitag gibt es hierzulande bereits 1009 bestätigte Fälle, bei 116 Fällen liegt ein erstes positives Resultat vor.

Damit nahm die Zahl der bestätigten Fälle alleine seit Donnerstag um 194 zu. Anfang Woche waren erst 281 Fälle bestätigt gewesen. Die Todesopfer-Zahl hingegen blieb seit Donnerstagabend gleich: Sieben Menschen sind in der Schweiz bisher an den Folgen der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben.



Weiterhin seien Erwachsene deutlich mehr betroffen als Kinder, schrieb das BAG. Betroffen von der Epidemie sind nun 24 der 26 Kantone sowie Liechtenstein. Mit 219 bestätigten Fällen ist das Coronavirus im Kanton Tessin am meisten verbreitet, gefolgt von der Waadt mit 211, Zürich mit 103 und Genf mit 84.
11:59
Warteschlangen jetzt auch online
watson-Userin Sandra meldet: «Nun gibt es bei LeShop eine Warteschlange, dabei wollte ich nur kurz was nachsehen, wegen einer Rechnung... :(»
tel: 
Nun gibt es bei LeShop eine Warteschlange, dabei wollte ich nur kurz was nachsehen, wegen einer Rechnung... :(
Und tatsächlich: Wer sich derzeit wegen der Corona-Pandemie bei «Leshop.ch» mit Konserven eindecken möchte, der braucht Geduld. Wegen der stark erhöhten Nachfrage hat der Migros-Onlineshop für seine Website Wartezeiten eingeführt. Ein Test am Freitagmorgen zeigt, dass diese bis zu 20 Minuten betragen können.

Nach Betreten der Website erhalten die Kunden eine Meldung mit der aktuellen Wartezeit angezeigt. Ein Sprecher der Migros bestätigte auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP am Freitag, dass es nicht nur zu Wartezeiten beim Besuch von «Leshop.ch» komme, sondern auch zu Lieferverzögerungen von zurzeit drei Tagen.

Die Nachfrage habe in den vergangenen Tagen «rapide» zugenommen. «Indem wir mehr Personal eingestellt haben, Büro-Mitarbeitende im Leshop-Verteilzentrum einsetzen, mit Zusatzschichten planen und mehr Transporte einsetzen, bauen wir die Kapazität aus», sagte der Sprecher.
11:58
Uri sagt Landratssession ab und verbietet Spital- und Heimbesuch
Der Kanton Uri trifft weitere Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Ab sofort gilt ein Besuchsverbot für das Kantonsspital Uri, sowie alle Alters- und Pflegeheime und Behinderteninstitutionen. Auch die Landratssession vom Mittwoch ist abgesagt.

Nachdem am Donnerstagabend zwei Urner Fälle des Coronavirus bestätigt wurden, hat der kantonale Sonderstab die Massnahmen gegen die Ausbreitung verschärft, wie die Staatskanzlei am Freitag mitteilte. In Absprache mit dem Kantonsspital Uri und mit dem Heimverband Curaviva Uri gilt ein generelles Besuchsverbot für das Spital sowie Heime bis vorerst am 30. April.
11:56
VBS installiert Meldesystem für Notfallbetten
Rund eine Million Personen haben 2018 ein Bett im Spital in Anspruch genommen. Das sind etwa gleich viele wie ein Jahr zuvor. (Themenbild)
Die Kliniken in der Schweiz müssen ab sofort täglich melden, wie viele Notfallbetten für Coronavirus-Patienten zu Verfügung stehen. Das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) hat ein entsprechendes Meldesystem installiert.

Das System soll kontinuierlich Informationen über die Zahl der Intensivpflegeplätze in den Spitälern bereitstellen, wie das VBS am Freitag mitteilte. Dokumentiert werden Isolationsplätze, Intensivpflegeplätze und Beatmungsplätze für Kinder und Erwachsene.

Laut der Schweizerischen Gesellschaft für Intensivmedizin gibt es zurzeit in der Schweiz 82 Intensivstationen. Dort stehen zwischen 950 und 1000 Betten zur Verfügung, davon 800 bis 850 mit Beatmungsgeräten. Hinzu kommen bis zu 450 Betten auf Überwachungsstationen.

Das VBS fordert von den Kliniken zudem, mehr Kapazitäten zu schaffen. Es empfiehlt den Spitälern etwa, nicht lebenswichtige Operationen zu verschieben, Personen früher zu entlassen oder in die Rehabilitation zu verlegen.
11:15
VW-Verkäufe stürzen um ein Viertel ab
Die Coronavirus-Krise und die schwächere Konjunktur in vielen Ländern haben die Verkäufe des VW-Konzerns nach einem ersten Einbruch im Januar auch im Februar schwer belastet. Die weltweiten Auslieferungen sanken im zurückliegenden Monat im Vorjahresvergleich um 24,6 Prozent auf 546'300 Fahrzeuge.

Im wichtigsten Einzelmarkt China stürzten sie um fast drei Viertel (74,0 Prozent) auf noch 60'900 Autos ab, wie das Unternehmen am Freitag in Wolfsburg mitteilte. Ein zentraler Grund war die hohe Unsicherheit durch die Ausbreitung des Covid-19-Erregers, die auch in manchen anderen Märkten zu einem starken Nachfragerückgang führte. VW erwartet, dass sich die Lage bald wieder etwas stabilisiert. (awp/sda/dpa)
epa08217254 (FILE) - Volkswagen cars are parked nearby the terminal and tower of the BER airport in Schoenefeld near Berlin, Germany, 19 August 2018 (reissued 14 February 2020). Volkswagen group announced on 14 February 2020 that negotiations for a settlement have collapsed. The fees charged by the lawyers of the German consumer group vzbz were cited as the reason to discontinue negotiations on settlement talks with hundreds of thousands of Volkswagen customers regarding the carmakers' diesel emissions scandal.  EPA/ALEXANDER BECHER *** Local Caption *** 54615216
10:57
Liechtenstein schliesst sämtliche Schulen
Im Fürstentum Liechtenstein bleiben ab Montag alle Schulen, Kinderhorte und Spielgruppen geschlossen. Dies hat die Regierung in der Nacht auf Freitag beschlossen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu hemmen. Die Massnahme gilt bis zu den Osterferien.

Geschlossen werden die öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen, wie es im Communiqué vom Freitag heisst. Tagesfamilien seien von der Massnahme nicht betroffen.

In zwingenden Fällen soll es in Kitas, Kindergärten und Primarschulen ein Überbrückungsangebot bis zum 20. März geben. «Dieses ist für Familien, die absolut keine andere Betreuungsmöglichkeit haben, um sich auf die neue Situation einzustellen», schreiben die Behörden.

Eltern von schulpflichtigen Kindern können sich an eine Hotline des Schulamts wenden. Die Liechtensteiner Regierung kündigte weitere Massnahmen an, die am Freitag erlassen werden. Um 16 Uhr will die Regierung an einer Medienkonferenz über die aktuelle Lage informieren. (sda)
10:27
Slowakei macht Grenzen dicht
Nach den Flughäfen hat das EU- und Schengenland Slowakei wegen der Coronavirus-Pandemie auch seine Grenzen für Reisende auf Strassen und Schienen dichtgemacht. Seit Freitagmorgen um sieben Uhr werden die Grenzübergange zu allen Nachbarländern ausser Polen streng kontrolliert.

Wer keinen Wohnsitz im Land nachweisen kann oder über einen gültigen slowakischen Reisepass verfügt, muss draussen bleiben. Ab dem Morgen wurden daher auch die internationalen Zug- und Busverbindungen in die Nachbarländer stillgelegt, nur Güterzüge dürfen weiterhin fahren.

Bis Donnerstagabend verzeichnete die Slowakei 21 bestätigte Corona-Infektionsfälle. Todesopfer gab es bisher keine. (sda/dpa)
10:11
Alle Schulen im Tessin geschlossen
Im Kanton Tessin werden nun auch alle obligatorischen Schulen vom Kindergarten über die Primarschulen bis zur Oberstufe geschlossen. Dies gab der Tessiner Regierungsrat am Freitag bekannt.
Mindestens zwei Tessiner Gemeinden wollen ihre Schule schliessen, und in Lugano und Locarno ist der Schulbesuch freiwillig. (Themenbild)
Die Massnahme gilt ab kommendem Montag. Ab Dienstag soll ein Hütedienst in den Schulen eingerichtet werden, damit Eltern, die keine Betreuungsmöglichkeiten haben, ihre Kinder dorthin bringen können. Auf diese Weise sollen Ansteckungen von der jungen auf die ältere Generation verhindert werden.

Die Kantonsverwaltung wird zudem ihre Arbeit auf ein Minimum zurückfahren. Weitergehende Massnahmen für die Privatwirtschaft sollen spätestens am Samstag bekannt gegeben werden. Die Privatwirtschaft wird aufgerufen, die Grundversorgung sicher zu stellen und gleichzeitig eigene Aktivitäten zu reduzieren. Für den Nachmittag wurden weitere Informationen in Aussicht gestellt.
10:07
Bereits 10'000 Fälle in der Schweiz?
Der auf geographische Daten spezialisierte Analyst Pierre Dessemontet schätzt die Zahl der Coronavirus-Betroffenen deutlich höher als die vom Bund publizierten. In Wirklichkeit dürften es derzeit rund 10'000 Fälle sein, sagte er in einem Interview der Tageszeitungen «La Liberté», «Le Courrier» und dem Onlineportal Arcinfo.

Dessemontet geht von einer hohen Dunkelziffer aus. Viele erkrankte Menschen würden sich gar nicht erst melden, weil sie sich überhaupt nicht bewusst seien, dass sie angesteckt wurden und auch andere Menschen ansteckten.
Der Eingangsbereich der Notaufnahme mit Triage-Zone im Kantonspital ''La Carita'' in Locarno am Donnerstag, 12. Maerz 2020. Das Krankenhaus wird zum Referenzzentrum fuer die Coronavirus-Faelle im Tessin. (KEYSTONE/Ti-Press/Samuel Golay)
Dessemontet stützt sich auf eine am vergangenen Dienstag auf der Onlineseite Medium.com veröffentlichte Studie mit dem Titel «Coronavirus: Why you must act now» (Coronavirus: Warum man jetzt handeln muss).

Die viel höher geschätzte Zahl der Erkrankungen sei das Resultat einer seriösen Statistikarbeit. Sie basiere auf der Zahl der Todesopfer unter Berücksichtigung der Bedingungen und der Qualität des Gesundheitssystems in jedem Land. Diese Zahl könne je nach Qualität der von den Behörden angegebenen Antworten im Verhältnis eins zu drei oder eins zu vier höher liegen.

Die Zunahme der Krankheitsfälle sei auch von der Robustheit des Gesundheitssystems abhängig. «Das Unsere ist gut organisiert und dürfte nicht überschwemmt werden», sagt Dessemontet, der Direktor von Microgis in Yverdon ist, die Studien verfasst. Ausserdem unterrichtet er an der ETH Lausanne.
10:03 Uhr: Alle wollen Informationen
von Eyeore
Die BAG Server laufen am Anschlag. Der Druck nimmt zu, die Bevölkerung will wohl wissen wann neue Informationen kommen und zwingen die Server in die Knie.
10:02
Coronavirus und die Emojis
9:50
09:40
Uni fordert Krisenfonds und vier Milliarden Franken vom Bund
Die Gewerkschaft Unia fordert vom Bund die Schaffung eines Krisenfonds, der ab sofort etwa vier Milliarden Franken zur Verfügung stellt. «Für die Unia steht dabei das Wohl der beinahe fünf Millionen Arbeitnehmenden und ihrer Angehörigen im Vordergrund. Besonders gefährdet sind prekär Beschäftigte und schlecht entlöhnte Angestellte in Dienstleistungsberufen», schreibt die Gewerkschaft in einer Mitteilung. Mit dem Krisenfonds sollen Löhne gesichert und Entlassungen möglichst verhindert werden. «Unternehmen müssen auf Grund der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie ihre Liquidität erhalten können», so die Unia weiter.
Des delegues discutent entre eux pendant une pause, lors du quatrieme congres ordinaire du syndicat Unia a Palexpo, ce vendredi, 28 octobre 2016, a Geneve. Pres de 350 delegues sont reunis jusqu'a samedi pour tirer un bilan des quatre annees ecoulees et fixer les objectifs des annees a venir durant le quatrieme congres ordinaire du syndicat UNIA. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)
9:40
Schweizer Aktienmarkt überraschend stabil
Nach dem erneuten heftigen Absturz vom Donnerstag kommt es am Freitagmorgen nun zu einer gewissen Stabilisierung an den internationalen Aktienmärkten. Hierzulande zeigt der Schweizer Leitindex SMI in den ersten Handelsminuten jedenfalls eine deutliche technische Gegenbewegung. Und auch die US-Futures stehen klar im Plus.

Wie nachhaltig die Erholung ist, muss sich allerdings zeigen. Die meisten Marktbeobachter glauben jedenfalls nicht daran, dass die Verkaufswelle bereits vorbei ist. «Wann endet der Ausverkauf - Das ist jetzt die grosse Frage», meinte denn auch ein Händler.
Angst um die Weltwirtschaft: Nachdem der Coronavirus die Börsen fest im Griff hat, verschärft ein drohender Ölpreiskrieg die Panik. (Symbolbild)
Dass der US-Markt am Vortag nur mit einer kurzen Erholung auf die neuen Krisenmassnahmen der amerikanische Notenbank Fed reagiert hatte, sei jedenfalls kein gutes Zeichen. Der Dow Jones schloss 10 Prozent tiefer und erlebte damit den grössten prozentualen Absturz seit über 30 Jahren. Viele Analysten zeigen sich nicht überrascht, dass die jüngsten Massnahmen von EZB und Fed den Absturz bisher nicht stoppen konnten: «Eine Pandemie kann man nicht mit geldpolitischen Massnahmen bekämpfen», sagte einer. Zumindest brauche es koordinierte fiskal- und geldpolitische Massnahmen im grossen Stil. Aber vermutlich müsse erst das Coronavirus abflauen, bis es zu einer grösseren Gegenbewegung komme.

Der SMI gewinnt um 9.30 Uhr 2,29 Prozent auf 8'459,44 Punkte, wobei alle 20 Titel im grünen Bereich notieren. Auch die anderen europäischen Märkte stehen klar im Plus: Der deutsche Dax gewinnt 2,4 Prozent, der französische CAC 40 2,7 Prozent und der britische FTSE 100 gar 5,4 Prozent.

Bei den Schweizer Einzeltitel liegen die beiden Pharmawerte Novartis (+4,8%) und Roche (+3,3%) vorne. Letztere profitieren auch davon, dass dem Konzern ein erster Durchbruch in der schnellen und breiten Diagnose des neuartigen Coronavirus gelungen ist. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat dem Cobas SARS-CoV-2-Test eine Notfall-Zulassung erteilt. «Alles was gegen Corona helfen könnte, wird nur so aufgesogen», meinte ein Händler dazu.

Auch die Grossbanken CS (+2,6%) und UBS (+2,3%) legen klar zu, wobei die Gewinne im Vergleich zum Absturz am Vortag bescheiden sind. (awp/sda)
7:49
Schulschliessung in Bayern steht unmittelbar bevor
Wegen der Coronavirus-Krise schliesst Bayern ab Montag alle Schulen. Bis zum Beginn der Osterferien am 6. April werden alle Kindergärten, Schulen und Kitas geschlossen, wie die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus Regierungskreisen erfuhr. Zuvor hatte das Saarland als erstes Bundesland angekündigt, landesweit Schulen und Kindertagesstätten bis Ende der Osterferien zu schliessen. (sda/dpa)
7:17
Top-Berater von Ayatollah Ali Chamenei in Quarantäne
Ajatollah Ali Chamenei bei einem Treffen mit Mitgliedern der Basidsch-Einheiten, die an der Niederschlagung der Proteste beteiligt waren.
Im Iran ist ein Top-Berater des geistlichen Oberhaupts Ayatollah Ali Chamenei unter Corona-Quarantäne gestellt worden. Der frühere Aussenminister und heutige Berater Chameneis, Ali Akbar Velajati, habe «leichte Coronavirus-Symptome», berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim am Donnerstag unter Berufung auf den Sprecher des Massih-Danechvari-Krankenhauses in Teheran.

Der Iran ist eines der am stärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Länder weltweit. Mehr als 10'000 Menschen haben sich nach offiziellen Angaben bisher mit dem neuartigen Virus infiziert, 429 Patienten starben. (sda/afp)
5:42
Singapur erlässt Einreiseverbot für mehrere Länder
epa06788677 The skyline of Singapore's financial district is reflected in a lotus pond at the ArtScience Museum in Singapore, 06 June 2018. The White House has confirmed that US President Donald J. Trump and North Korean leader Kim Jong-un will meet at the Capella Hotel on Singapore's Sentosa Island for their expected historic summit on 12 June 2018.  EPA/WALLACE WOON
Singapur erlässt ein Einreiseverbot für Personen die sich in den vergangenen 14 Tagen in Deutschland, Italien, Spanien oder Frankreich aufgehalten haben.

Das Gesundheitsministerium des Stadtstaats ruft zudem dazu auf, auf alle nicht notwendigen Reisen in diese Länder zu verzichten. Ausserdem wird der Hafen für alle Kreuzfahrtschiffe geschlossen. (sda/reuters)
5:38
Auch Lateinamerika schottet sich zunehmend gegen Europa ab
Nach den USA schottet sich auch Lateinamerika wegen des Coronavirus zunehmend gegen Europa ab. Die Staaten Argentinien, Bolivien, Paraguay, Peru und Venezuela kündigten am Donnerstag vorübergehende Verbote von Flügen aus Europa an.

In Argentinien sagte Staatschef Alberto Fernández, Flüge aus Europa sowie unter anderem auch aus den USA und China würden für 30 Tage gestoppt.

In Venezuela untersagte Präsident Nicolás Maduro für einen Monat alle Flüge aus Europa. Ähnliche Flugverbote wurden von den Regierungen der anderen drei südamerikanischen Länder verhängt.

In Lateinamerika gibt es insgesamt inzwischen mehr als 250 bestätigte Coronavirus-Ansteckungsfälle. Mindestens drei Menschen starben bislang in dieser Weltregion an dem neuartigen Erreger. (sda)
5:25
Nur acht neue Fälle in China
Mit nur noch acht neu nachgewiesenen Virusfällen haben Chinas Behörden erneut einen neuen Tiefstand der Infektionen seit Beginn der täglichen Berichte über die Epidemie vor sieben Wochen gemeldet. An der Lungenkrankheit Covid-19 starben zudem sieben weitere Menschen, wie die Pekinger Gesundheitskommission am Freitag berichtete. Der tägliche Zuwachs der Todesfälle war ebenfalls der niedrigste seit Wochen.

Die Gesundheitsbehörde hatte bereits am Donnerstag mitgeteilt, dass China den Höhepunkt der Coronavirus-Ausbreitung überschritten habe. «Insgesamt ist der Höhepunkt der aktuellen Epidemie in China überschritten», sagte ein Sprecher der Kommission.

Die Zahl neuer Infektionen mit Sars-CoV-2 gehe immer weiter zurück. Inwieweit die offizielle Statistik die wahre Lage widerspiegelt und wie hoch die Dunkelziffer nicht erfasster Fälle ist, ist jedoch unklar. Seit Ausbruch des Coronavirus wurden auf dem chinesischen Festland 80'813 Infektionen und 3176 Tote gemeldet. (sda/dpa)
3:41
Sofias Regierung will Ausnahmezustand verhängen
Die bulgarische Regierung will im Kampf gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus die Verhängung eines Ausnahmezustands im Parlament beantragen.

Dies würde ermöglichen, Schulen, Universitäten und Glücksspielsäle zu schliessen, sagte Ministerpräsident Boiko Borissow in der Nacht zum Freitag nach einer Sondersitzung der Regierung. Es sollen auch keine Sportevents und Konferenzen mehr stattfinden.

Der Ausnahmezustand werde die Freizügigkeit der Menschen nach und aus Staaten mit einer Coronavirus-Epidemie begrenzen sowie eine bessere Durchsetzung der Quarantäne bedeuten, erläuterte Vizeregierungschef Tomislaw Dontschew vor der Presse.

Die Landesgrenzen sollen allerdings geöffnet bleiben, damit das Wirtschaftsleben weitergehen könne. «Es gibt keinen Platz für Panik», betonte Dontschew. Gefragt, wie lange der angestrebte Ausnahmezustand dauern soll, antwortete er: «Solange es notwendig ist».

Die Regierung in Sofia kam zu einer Sondersitzung zusammen, weil die Coronavirus-Fälle in Bulgarien am Donnerstag von 7 auf 23 sprunghaft angestiegen waren. Das erste und soweit einzige Todesopfer ist eine 66-jährige Frau. (sda/dpa)
3:32
Frau von Trudeau hat Coronavirus
epa08291001 (FILE) - Canadian Prime Minister and Liberal Party leader Justin Trudeau (L) and his wife, Sophie Gregoire Trudeau (R), wave to the crowd after a victory speech in Montreal, Quebec, Canada, 22 October 2019 (reissued 13 March 2020). According to media reports on 12 March 2020, Sophie Gregoire Trudeau tested positive for coronavirus, which causes the disease COVID-19. Her husband Canadian Prime Minister Justin Trudeau placed himself in isolation, and is showing no symptoms.  EPA/VALERIE BLUM
Gemäss dem Kommunikationschef von Kanadas Premier, Justin Trudeau, ist seine Frau Sophie positiv auf das Coronavirus getestet worden. Sie hat sich infolgedessen in Quarantäne begeben, aber sie fühle sich wohl und die Symptome seien mild.

Der Premierminister zeige keine Symptome und fühle sich gut. Er bleibt für 14 Tage in Isolation, aber einem Test werde er sich nicht unterziehen, da er keine Symptome zeige, heisst es im Statement. Trudeau werde seine Pflichten wahrnehmen und sich am Freitag an die Nation wenden.
3:14
Argentinien lässt keine Flüge aus Europa, China und USA ins Land
Angesichts der Coronavirus-Pandemie lässt Argentinien keine Reisenden aus den Risikogebieten mehr in das Land. Flüge aus Europa, USA, Südkorea, Japan, China und Iran würden für 30 Tage gestoppt, sagte Präsident Alberto Fernández am Donnerstag.

Passagiere, die in den vergangenen zwei Wochen aus den Risikogebieten nach Argentinien eingereist sind, müssen demnach für 14 Tage in Quarantäne. Wer sich nicht daran halte, müsse mit strafrechtlicher Verfolgung rechnen, sagte der Staatschef.

In Argentinien gibt es bislang 19 bestätigte Infektionen mit dem Virus. «Diese Pandemie fordert uns als Gesellschaft heraus, jede Provinz, jeden Ort, jeden Einzelnen», sagte Präsident Fernández.

Um die weitere Ausbreitung zumindest zu verlangsamen, sagte die Regierung zahlreiche Grossveranstaltungen ab und rief die Bevölkerung zur strikten Einhaltung von Hygienevorschriften auf. Die Preise für Mundschutz und Desinfektionsmittel wurden per Dekret festgeschrieben. (sda/dpa)
2:55
Portugal schliesst alle Schulen
Portugal schliesst wegen der Ausbreitung des Coronavirus alle seine Schulen. Wie Ministerpräsident António Costa am Donnerstagabend mitteilte, beginnen die Schulschliessungen am Montag und dauern bis zum Osterwochenende.

Der eigentlich für 30. März geplante Beginn der Osterferien wird damit um zwei Wochen vorgezogen.

In Portugal gibt es bislang 78 bestätigte Fälle von Infektionen mit dem Virus. Alle Veranstaltungen mit mehr als tausend Teilnehmern in geschlossenen Räumen und mehr als 5000 Teilnehmern in offenen Räumen wurden dort bereits untersagt.

Auch in anderen europäischen Staaten wurden wegen der Pandemie bereits landesweite Schulschliessungen beschlossen. In Belgien wurden die Osterferien etwas vorgezogen und beginnen nun schon am 3. April, wie Ministerpräsidentin Sophie Wilmès am Donnerstagabend mitteilte.

In Frankreich kündigte Präsident Emmanuel Macron an, dass alle Schulen, Hochschulen und Kindertagesstätten ab Montag bis auf Weiteres dicht machen.

Auch in Deutschland werden flächendeckende Schulschliessungen wahrscheinlicher. Bayern will nach Angaben von Ministerpräsident Markus Söder noch am Freitag über die Schliessung von Schulen und Kitas entscheiden.

«Viele Länder überlegen Gleiches», sagte Söder am Donnerstagabend nach einem Treffen der Länderchefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Bislang sind Schulen in Deutschland wegen des Coronavirus nur in einzelnen Fällen geschlossen. (sda/afp)
23:39: Arsenal-Coach Arteta positiv auf Coronavirus getestet - Team in Quarantäne
Die Zahl der vom Coronavirus direkt betroffenen europäischen Spitzenklubs im Fussball steigt weiter an. Nach der Mannschaft von Real Madrid dürfte auch diejenige von Arsenal unter Quarantäne gesetzt werden. Dies, nachdem ein Test an Arsenals Trainer Mikel Arteta positiv ausfiel. Das teilte der Klub von Granit Xhaka am späten Donnerstagabend mit.

Arteta befindet sich demnach bereits in Quarantäne. Der Verein erwarte, dass sich eine «signifikante» Anzahl von Personen, «einschliesslich des gesamten Kaders und des Trainerteams der ersten Mannschaft», ebenfalls abschotten müsse.

Welche Auswirkungen der Befund auf den Spielplan der englischen Premier League hat, ist unklar. Die Liga kündigte ein ausserordentliches Meeting am Freitag an. Arsenal kann für mindestens 14 Tage keine Spiele mehr absolvieren. Die nächste Partie wäre am Samstag das Auswärtsspiel bei Brighton and Hove Albion gewesen.
epa08290820 (FILE) - Arsenal manager Mikel Arteta during the UEFA Europa League Round of 32 second leg soccer match between Arsenal and Olympiacos Piraeus at Emirates Stadium, in London, Britain, 27 February 2020 (reissued 12 March 2020). Arteta on 12 March 2020 said he was tested positive for coronavirus and will be self-isolating.  EPA/WILL OLIVER
23:18
Bolsonaro hält Ansprache mit Maske
Bizarre Rede: Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat in einer Facebook-Ansprache erklärt, dass er einen Corona-Test gemacht hat und demnächst das Resultat erhalte. Dazu trug er eine Maske.
22:57
Lockdown nun auch in Belgien
LBelgien schliesst wegen des Coronavirus alle Cafés, Restaurants und Diskotheken. Die Schulen stellen den Unterricht ein, alle Sport- und Kulturveranstaltungen werden abgesagt, wie Ministerpräsidentin Sophie Wilmès nach einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates am späten Donnerstagabend in Brüssel sagte.

Eltern, die arbeiten müssen, könnten ihre Kinder jedoch weiterhin zur Betreuung in die Schulen schicken. Grosseltern sollten die Enkelkinder nicht hüten, weil sie zu einer besonderen Risikogruppe gehören.

Die Massnahmen sollten die Ausbreitung von Covid-19 bremsen und träten am Freitag um Mitternacht in Kraft, sagte Wilmès. Apotheken, Lebensmittel- und Tierfutterläden bleiben normal geöffnet.

Alle anderen Geschäfte müssten am Wochenende geschlossen bleiben. Die Regierungschefin rief die Bevölkerung auf, von Hamsterkäufen abzusehen: Diese seien weder notwendig noch solidarisch gegenüber den Mitbürgern. Ein kompletter Lockdown wie in Italien sei nicht nötig, sagte Wilmès weiter
epa08290727 Belgian Prime Minister Sophie Wilmes holds a news conference after a national security council meeting on coronavirus, in Brussels, Belgium, 12 March 2020. The Belgian prime minister announced the closure of schools as  new measure to tackle the spread of the pandemic coronavirus.  EPA/OLIVIER HOSLET
22:40
Katalonien riegelt 60'000 Leute ab
Die katalanischen Behörden haben wegen der Coronavirus-Pandemie vier Gemeinden in Nordspanien abgeriegelt. Die insgesamt 66'000 Einwohner der Städte Igualada, Òdena, Santa Margarida de Montbui und Vilanova del Camí dürften den «städtischen Kern» nicht verlassen.
22:38
Biden attackiert Trump scharf
Der demokratische US-Präsidentschaftsbewerber Joe Biden hat den Umgang von Präsident Donald Trump mit der Coronavirus-Pandemie scharf kritisiert.

Die Trump-Regierung habe sich eine Reihe von «Fehleinschätzungen» zuschulden kommen lassen und sei bei Coronavirus-Tests «kolossal gescheitert», sagte der frühere Vizepräsident am Donnerstag. Es handle sich um ein Scheitern in «Planung, Führung und Umsetzung».

Experten kritisieren einen Mangel an Coronavirus-Tests in den USA. Diese sind zudem sehr teuer und müssen bislang von den Patienten selbst bezahlt werden.

22:09
Schweizer ist erster Corona-Fall in Trinidad und Tobago
Die Karibikinsel Trinidad und Tobago hat ihren ersten Coronavirus-Fall. Gesundheitsminister Terrence Deyalsingh sagte an einer Medienkonferenz, dass es sich bei dem Patienten um einen 52-jährigen Schweizer handelt, der am Montagabend 9. März auf der Karibikinsel gelandet ist. Er und seine Familie seien isoliert worden, sagte Gesundheitsminister Deyalsingh weiter.
Die Pressekonferenz von Terrence Deyalsingh im Video (Video: meg/watson)
21:37
ETH stellt Präsenzunterricht bis Ende Semester ein
Die Eidgenössischen Hochschulen in Zürich und Lausanne stellen wegen der Coronavirus-Pandemie ihre Vorlesungen in den Hörsälen vorübergehend komplett ein. Sie wollen die Lehrveranstaltungen digital im Internet fortführen.

Aufgrund der aktuellen Entwicklung bei der Ausbreitung des Coronavirus habe die Schulleitung der ETH Zürich beschlossen, den Präsenzunterricht ab dem kommenden Montag bis Ende Semester einzustellen, teilte die Hochschule am Donnerstag auf ihrer Internetseite mit. Dazu zählen auch alle Übungen, Praktika und Exkursionen. Der Schutz der ETH-​Angehörigen habe für die Schulleitung oberste Priorität.

Der Zutritt zu allen ETH-​Gebäuden ist ab kommendem Montag bis auf wenige Ausnahmen einzig Mitarbeitenden und Doktorierenden der ETH Zürich erlaubt.

An der Uni Bern werden die Studierenden in zwei Gruppen eingeteilt, die alternierend Vorlesungen besuchen.
The main building of the Swiss Federal Institute of Technology, ETH, in Zurich, Switzerland, on June 28, 2018. (KEYSTONE/Christian Beutler)
21:16
New York City ruft Notstand aus
New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio hat in einer Ansprache den «State of Emergency» (Notstand) ausgerufen.

Wegen der Coronavirus-Pandemie wird weiter der beliebte Freizeitpark Disneyland in Kalifornien geschlossen. Ab diesem Samstag bis Ende März werde der Betrieb eingestellt, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.

Es seien zwar keine Fälle von Covid-19-Infektionen in dem Freizeitpark bekannt geworden, aber die Schliessung sei im besten Interesse von Besuchern und Angestellten, hiess es in der Mitteilung. Man folge damit der Empfehlung des kalifornischen Gouverneurs, keine Veranstaltungen mit mehr als 250 Menschen abzuhalten.
20:20
Frankreich schliesst alle Schulen und Unis
Im Kampf gegen die Coronavirus-Krise hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron die Schliessung aller Schulen, Hochschulen und Kitas im Land angekündigt.

Dies gelte ab Montag «bis auf Weiteres», sagte Macron am Donnerstagabend . Zudem werde er die Unternehmen auffordern, Beschäftigte von Zuhause aus arbeiten zu lassen. Der öffentliche Verkehr werde aber in Betrieb bleiben.

Die Coronavirus-Pandemie sei die «schlimmste sanitäre Krise, die Frankreich seit einem Jahrhundert erlebt» habe, sagte der Staatschef.
20:14
Kanton Zürich erlässt Besuchsverbot für alle Spitäler und Heime
Der Kanton Zürich hat im Kampf gegen das Coronavirus ein Besuchsverbot für alle Spitäler, Alters- und Pflegeheime sowie Invalideneinrichtungen erlassen. Es gilt ab Freitag und vorerst bis am 30. April 2020, wie die Gesundheitsdirektion am Donnerstagabend mitteilte.

Demnach ist es allen Personen untersagt, Patientinnen und Patienten in einem Spital zu besuchen. Die Spitaldirektion kann für einzelne Patientengruppen oder im Einzelfall Ausnahmen bewilligen, etwa für Eltern von Kindern, Partner von Gebärenden und palliativen Patienten. Dabei dürfen höchstens zwei Besucher einen Patienten gleichzeitig besuchen.
19:25
Erste Corona-Tote in Basel
Im Kanton Basel-Stadt ist eine 67-jährige Patientin am Coronavirus gestorben. Sie litt an schweren Vorerkrankungen, wie die Behörden mitteilen.

Die im Kanton Basel-Stadt wohnhafte Patientin wurde nun zusätzlich durch die Infektion mit dem COVID-19-Virus geschwächt und verstarb. Sie war am 4. März ins Spital eingeliefert worden.

Weiter meldet der Kanton Uri die ersten Fälle: laut Angaben des dortigen Sonderstabs sind zwei bestätigte Fälle des neuen Coronavirus aufgetreten. Die Patienten seien unabhängig voneinander erkrankt.
19:17
Broadway macht dicht: New York verbietet alle Anlässe für über 500 Personen - Kalifornien zieht nach
Fertig mit Broadway-Vorstellungen: Ab Freitag sind in New York alle Veranstaltungen für über 500 Personen verboten, wie Gouverneur Cuomo mitteilt. Der Bundesstaat Kalifornien streicht alle Events für über 250 Personen.

19:15
SRG ordnet für bis zu 2500 Mitarbeiter Homeoffice an
Die Schweizerische Radio und Fernsehgesellschaft (SRG) hat zum Schutz vor dem Coronavirus für einen Teil ihrer Mitarbeiter die Arbeit von zu Hause aus angeordnet. Bis zu 2500 der insgesamt rund 7000 Mitarbeitenden müssen ab nächster Woche im Homeoffice arbeiten.

Die Anordnung der SRG-Geschäftsleitung vom Donnerstag gilt vorerst bis am 5, April, wie die SRG am Abend mitteilte. Der Schritt erfolge zum Schutz der Mitarbeitenden und des Leistungsauftrages.

Das Homeoffice gelte für rund 30 Prozent der Belegschaft, sagte ein SRG-Sprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Betroffen seien unter anderem sowohl Redaktoren wie auch Mitarbeiter der Administration.
Die SRF-Redaktion in Basel beim Bahnhof SBB. (Archivbild)
18:50
NHL unterbricht Saison per sofort
Nach der NBA und der MLS hat auch die National Hockey League (NHL) ihren Spielbetrieb per sofort unterbrochen.

Die NHL reagierte damit laut Commissioner Gary Bettman unter anderem auf die Tatsache, dass in der NBA bereits Spieler positiv auf das Virus getestet wurden. «Unser Ziel wird es sein, den Spielbetrieb wieder aufzunehmen, die Saison zu beenden und den Stanley Cup vergeben zu können. Bis zu diesem Zeitpunkt bitte ich die Fans um Geduld und wünsche, dass alle gesund bleiben», sagte Bettman.
18:12
«Die Börsen sind ausser Rand und Band»: SMI verliert fast 10 Prozent
Am Schweizer Aktienmarkt ist es am Donnerstag zu weiteren panikartigen Verkäufen und entsprechend zu einem erneuten Crash gekommen. Der SMI als wichtigster Schweizer Aktienindex hat zwischendurch über 10 Prozent eingebüsst und die Marke von 9000 Punkten in rasantem Tempo unterschritten.

Nach einem bereits schwachen Morgen ging es am Nachmittag verschärft nach unten, wobei es phasenweise kein Halten mehr gab. «Die Börsen sind ausser Rand und Band. Alle wollen nur noch verkaufen», hiess es denn auch im Handel.
Mit dem SMI geht es am Donnerstag talwärts.
17:50
Einige Tessiner Gemeinden wollen Schulen schliessen
Die Weisung der Tessiner Regierung ist eigentlich klar: Alle weiterführenden Schulen bleiben wegen des Coronavirus bis 29. März geschlossen. In den obligatorischen Schulen aber wird der Unterricht weitergeführt - damit sollen in erster Linie Grosseltern geschützt werden, die im Falle einer Schulschliessung die Kinder betreuen müssten.

Mindestens die Gemeinden Cadenazzo und Monteceneri wollen sich dieser Weisung widersetzen, wie die Direktion des Departements für Bildung, Kultur und Sport auf Anfrage von Keystone-SDA bestätigte. Die Städte Locarno und Lugano teilten am Donnerstag mit, der Besuch von Primarschule und Kindergarten sei nicht mehr obligatorisch.
17:17
Swiss fliegt weiterhin nach New York und Chicago
Die Swiss wird ab dem 14. März in den USA nur noch die Destinationen Chicago und Newark (New York) bedienen. Zurzeit arbeitete die Swiss an der Erstellung eines entsprechenden Sonderflugplanes für die USA, heisst es in einer Mitteilung. Fluggäste, die von den verschärften Einreisebestimmungen nicht betroffen sind, können über die beiden angeflogenen US-amerikanischen Drehkreuze weiterhin sämtliche Ziele innerhalb der USA mit einem Anschlussflug der Partnerairline United Airlines erreichen.
ARCHIVBILD ZU DEN HALBJAHRESZAHLEN 2019 DER SWISS AIRLINES, AM DIENSTAG, 30. JULI 2019 ---- Eine Boeing 777-300 der Swiss steht am Flughafen Zuerich am Montag, den 17. September 2018 in Kloten .(KEYSTONE/Christian Merz)..
17:07
Kanadischer Premier Trudeau in Quarantäne
Wie verschiedene kanadische Medien berichten, ist Premier Justin Trudeau ins Quarantäne versetzt worden. Er arbeitet nun im Homeoffice. Dies weil seine Frau derzeit auf das Corona-Virus getestet wird. Ein Regierungssprecher hat die Informationen gegenüber BBC bestätigt.

Canada Prime Minister Justin Trudeau speaks on the first day of the Munich Security Conference in Munich, Germany, Friday, Feb. 14, 2020.  (Sean Kilpatrick/The Canadian Press via AP)
16:54
China schickt Hilfsgüter nach Europa
So schnell dreht der Wind: China schickt 30 Tonnen Hilfsgüter und medizinische Spezialisten nach Italien.

16:44
User-Input: Was bedeutet der Kurssturz für die Pensionskassen?
Watson-User und Pensionskassen-Spezialist Willi ist besorgt: «Die Schweizer Börse hat seit Beginn der Corona-Krise über 3000 Punkte verloren: von 11‘270 Punkten runter auf 8250 Punkte. Das ist auch für die Pensionskassen ein herber Schlag. Anfang Jahr waren sie gut aufgestellt; mit Deckungsgraden bis zu 120 Prozent. Jetzt ist das alles Schnee von gestern, der weggeschmolzen ist. Viele Pensionkassen sind innerhalb von zehn Tagen unter 100 Prozent, also in Unterdeckung, geraten.»
16:34
Unispital Zürich verhängt Besucherverbot
Als Präventionsmassnahme gegen das Coronavirus haben Besucherinnen und Besucher keinen Zutritt mehr zum Unispital Zürich. Damit solle das Risiko für eine Ansteckung von Patientinnen und Patienten sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern reduziert werden, heisst es in einer Mitteilung. Ausgenommen vom Verbot sind Besuche für Patienten in ausserordentlichen Situationen, dazu gehören Eltern von Kindern, Partner von Gebärenden sowie nahe Angehörige von sterbenden Menschen oder unterstützungsbedürftigen Patienten.
16:27
Corona-Infizierter posierte mit Trump
Ein Reporter der Nachrichtenagentur Reuters hat gerade dieses Foto publiziert. Laut seinen Angaben ist der Mann rechts von Trump positiv auf das Corna-Virus getestet worden. Das Bild entstand offenbar vor fünf Tagen auf dem Trump-Anwesen in Florida. Zudem gibt es Videoaufnahmen, die den Mann händeschüttelnd mit dem US-Präsidenten zeigen.
16:14
Präsident des Filmfestivals Locarno erkrankt
Marco Solari, Präsident des Locarno Film Festival, ist positiv auf Covid-19 getestet worden. Wie das Festival gegenüber Keystone-SDA bestätigte, liegt er seit Dienstag im Regionalspital La Carità in Locarno.

Sein Zustand sei stabil, hiess es in dem Statement weiter.

Neben Solari ist ein weiterer Festivalmitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden, ohne jedoch Symptome zu zeigen. Um weitere Ansteckungen zu vermeiden, arbeitet das Team inzwischen im Home Office. Das Filmfestival in Locarno findet vom 5. bis zum 15. August statt.
epa07775464 Festival President Marco Solari at the red carpet on the Piazza Grande, at the 72th Locarno International Film Festival in Locarno, Switzerland, 15 August 2019. The Festival del film Locarno runs from 07 to 17 August.  EPA/URS FLUEELER
15:40
Vier Schweizer Kreuzfahrtschiff-Passagiere aus den USA zurückgekehrt
Vier wegen Coronavirus-Verdacht auf einem Kreuzfahrtschiff vor San Francisco festsitzende Schweizer sind am Donnerstag in die Heimat zurückgekehrt. Die US-Behörden hatten einen Repatriierungsflug für die Passagiere der «Grand Princess» organisiert.

Auch drei Deutsche konnten nach Hause zurückkehren, wie das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) auf Twitter mitteilte. Der Repatriierungsflug aus den USA landete in Kiew (Ukraine). Von dort holte ein vom Bund organisierter Flug die sieben Kreuzfahrt-Passagiere ab.
The Grand Princess cruise ship is shown docked at the Port of Oakland Wednesday, March 11, 2020, in Oakland, Calif. After days of being forced to idle off the Northern California coast, the ship docked Monday at Oakland with about 3,500 passengers and crew, including some who tested positive for the new virus. (AP Photo/Ben Margot)
15:35
Tschechien schliesst Grenzen für Schweizer
Tschechien schliesst seine Grenzen für alle Schweizer, die keinen festen Wohnsitz in dem EU-Mitgliedstaat haben. Die Massnahme gelte auch für Ausländer aus Deutschland, Italien, Spanien, Österreich, Schweden, Norwegen, den Niederlanden, Belgien, Grossbritannien, Dänemark und Frankreich, erklärte Ministerpräsident Andrej Babis nach einer Krisensitzung am Donnerstag.
15:30
Grenze ins Tessin nur noch für Grenzgänger offen?
Der Bundesrat will womöglich nur noch jene Grenzgänger aus Italien in die Schweiz lassen, die eine gültige Bewilligung haben. Wer keine Arbeitsgenehmigung hat, soll zurückgeschickt werden können. Das schreibt Tamedia und beruft sich auf «mehrere zuverlässige» Quellen.
Bereits seit Montag führen die Schweizer Grenzbeamte an der Grenze ein Monitoring durch und schlossen dafür neun kleinere Grenzübergänge. Ziel dieses Monitoring ist es, die Massnahmen, welche die italienische Regierung angeordnet hat, zu kontrollieren. Stellten sie aber einen Verstoss fest, konnten die Zöllner den Leuten nur empfehlen, nicht einzureisen, eine rechtliche Handhabe gibt es bislang nicht.

Das will der Bundesrat laut dem Bericht nun ändern, indem er in der Corona-Verordnung explizit die Möglichkeit schafft, Einreisende aus Italien ohne Nachweis einer Arbeit in der Schweiz nach Italien zurückzusenden. Damit solle auch verhindert werden, dass erkrankte Italiener angesichts des überlasteten Gesundheitssystems im Heimatland versuchen, sich in der Schweiz behandeln zu lassen.
epa08277956 A view of the customs control at the Ponte Chiasso border crossing on the Italian-Swiss border in Como, northern Italy, 08 March 2020. According to Italian state news agency ANSA, border police have not yet received any special instructions regarding cross-border commuters entering the so-called coronavirus 'red zone.' Italian authorities have taken the drastic measure of shutting off the entire northern Italian region of Lombardy â?? home to about 16 million people â?? in a bid to halt the ongoing coronavirus epidemic in the Mediterranean country. The number of confirmed cases of the COVID-19 disease caused by the SARS-CoV-2 coronavirus in Italy has jumped up to at least 5,883, while the death toll has surpassed 230, making Italy the nation with the third-highest number of infections (behind China and South Korea) and the second-highest death toll after China.  EPA/MATTEO BAZZI
14:59
Aussendepartement analysiert US-Einreiseverbot
Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) analysiert die Folgen des von den USA verhängte dreissigtägigen Einreisestopps für Europäer aus den Schengen-Staaten und damit der Schweiz. Diese Analyse nimmt es mit der Botschaft in Washington vor.

Das Departement nehme den von US-Präsident Donald Trump bekannt gegebenen Entscheid zur Kenntnis, hiess es in am Donnerstag in einem Communiqué. Die praktische Anwendung der neuen Regelung obliege den US-Behörden.
14:49
SMI stürzt in Keller - inzwischen bei -9,6 Prozent
Die Furcht vor einem Absturz der Weltwirtschaft wegen der Coronavirus-Epidemie hat die Schweizer Börse am Donnerstag auf Talfahrt geschickt. Kurz vor 15 Uhr notiert der Leitindex SMI bei -9,6 Prozent auf 8'270 Punkten.

Der Handel an der Wall Street war nach einem Kursrutsch um 7 Prozent kurz nach dem Auftakt vorübergehend unterbrochen worden. Der von den USA verhängte Einreisestopp für die meisten Europäer beunruhigte die Anleger zusätzlich zur Corona-Pandemie.

Der US-Leitindex Dow Jones Industrial fiel zum Handelsstart um 7,35 Prozent auf 21'820,89 Punkte. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 6,70 Prozent auf 2'557,65 Zähler abwärts.

In Europa hatte zuvor die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Leitzinsen im Euroraum auf dem Rekordtief von null Prozent belassen. Das hatte der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag in Frankfurt entschieden. (sda/awp)
Mit dem SMI geht es am Donnerstag talwärts.
13:54
Irland schliesst wegen Coronavirus alle Schulen und Kindergärten
Irland schliesst wegen der Covid-19-Pandemie alle Schulen und Kindergärten. Die Regelung gelte von Donnerstagabend bis zum 29. März, kündigte Premierminister Leo Varadkar an. Schüler und Studenten sollen vor allem online lernen. Alle staatlichen Kultureinrichtungen werden ebenfalls geschlossen.

Auch Veranstaltungen werden in Irland stark begrenzt: Es sind demnach keine Versammlungen in Räumen mit über 100 Personen mehr zugelassen. Bei Veranstaltungen im Freien liegt die Höchstgrenze bei 500 Teilnehmern.

Restaurants, Cafés und Geschäfte bleiben geöffnet. Auch die öffentlichen Verkehrsmittel sollen ihren Betrieb zunächst nicht einstellen. Arbeitnehmern empfahl der Premier, zuhause zu arbeiten.
epa08281214 (FILE) -  A young boy pictured during the Saint Patrick's Day Parade in Dublin, Ireland, 17 March 2017. Dublin has cancelled its annual St Patrick's Day parade amid fears about the spread of coronavirus.  EPA/AIDAN CRAWLEY *** Local Caption *** 53393997
13:52
Auch Champions League und Europa League wohl vorerst abgesagt
Das Coronavirus wirbelt die Fussballsaison weiterhin durcheinander. Wie die «Marca» berichtet, hat sich die UEFA dafür entschieden, die Champions League und die Europa League vorerst auszusetzen.

Damit werden die Spiele in der kommenden Woche nicht stattfinden. Geplant wären in der Champions League vier weitere Achtelfinals gewesen. (dab)
13:31
Zwei weitere Coronavirus-Tote im Tessin
Im Kanton Tessin sind in den vergangenen 24 Stunden zwei weitere Menschen wegen des neuen Coronavirus gestorben. Das teilte der kantonale Krisenstab am Donnerstagmittag mit. Beide Verstorbenen waren über 80-jährig und hatten bereits an Krankheiten gelitten.

Die beiden Verstorbenen gehörten zu der Gruppe der Verletzlichen, wie es in der Mitteilung hiess. Als solche gelten Menschen ab 65 sowie Menschen mit Atemwegserkrankungen, Bluthochdruck und Personen, deren Immunsystem geschwächt ist.

Insgesamt hat der Kanton Tessin bisher 180 Menschen registriert, die sich mit dem neuen Virus Sars-CoV-2 angesteckt haben. Zuletzt neu registriert wurden 52 Angesteckte. Insgesamt sind in der Schweiz bisher sechs Personen an der Covid-19-Erkrankung verstorben.
13:20
Saudi-Arabien verhängt Einreisestopp aus der Schweiz und anderen Staaten
Wegen der Ausbreitung des Coronavirus hat Saudi-Arabien einen Einreisestopp aus allen 27 Ländern der Europäischen Union, der Schweiz sowie aus weiteren Staaten in Asien und Afrika verhängt. Betroffen sind unter anderem Indien, Pakistan, der Sudan und Äthiopien.

Das berichtete der von Saudi-Arabien finanzierte Nachrichtenkanal «Al-Arabija» am Donnerstag. Auch Reisende, die diese Länder bis zu 14 Tage vor ihrer Ankunft in Saudi-Arabien besuchten, dürften vorerst nicht mehr einreisen. (sda)
13:06
815 bestätigte Coronavirus-Fälle in der Schweiz
Die Zahl der Coronavirus-Erkrankungen in der Schweiz steigt weiter an: Am Donnerstagmittag gab es bereits 815 bestätigte Fälle, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) mitteilte. Das sind 202 mehr als am Vortag.

Bei 43 weiteren Fällen liegt ein erstes positives Resultat vor. Nach Angaben des BAG wurden bis jetzt Fälle aus 23 Kantonen der Schweiz sowie aus dem Fürstentum Liechtenstein gemeldet. (sda)
12:57
Veranstaltungsverbot ab 300 Personen
Der Bundesrat will laut dem Tages-Anzeiger das Veranstaltungsverbot auf Anlässe mit über 300 Personen ausweiten. Dies soll ab Montag gelten. Bis jetzt wurden Veranstaltungen ab 1000 Personen vom Bund verboten. In den Kantonen galten jedoch bereits tiefere Zahlen.
12:16
BAG relativiert Notstand-Aussage


Hintergrund dieser Präzisierung: Daniel Koch, Leiter Abteilung Übertragbare Krankheiten des Bundesamts für Gesundheit (BAG) hatte gegenüber Radio SRF gesagt, dass Massnahmen, wie sie im Tessin ergriffen wurden, bald für die ganze Schweiz gelten könnten. «Der Rest der Schweiz wird nachziehen», so Koch.
12:12
China sieht Höhepunkt der Corona-Infektionswelle überschritten
China hat laut Angaben der Pekinger Gesundheitskommission den Höhepunkt der Coronavirus-Ausbreitung überschritten. «Insgesamt ist der Höhepunkt der aktuellen Epidemie in China überschritten», sagte ein Sprecher der Kommission am Donnerstag.

So kamen am Donnerstag nur noch 15 Infektionen hinzu - der niedrigste Wert seit Beginn der täglichen Berichte über die Epidemie vor sieben Wochen. Der zuvor niedrigste Wert neuer Erkrankungen war am Dienstag mit 19 gemeldet worden.

Auch die Zahl der neuen Todesopfer stieg mit elf Fällen am Donnerstag so langsam wie seit Wochen nicht mehr. Insgesamt sind in der Volksrepublik seit Ausbruch des Coronavirus damit nach offizieller Zählung 3169 Tote zu beklagen. 80'793 Infektionen wurden auf dem chinesischen Festland gemeldet.
epa08185660 Tourists wearing face masks arrive to Lapland at Rovaniemi airport in Rovaniemi, Finland, 01 February 2020. The coronavirus, called 2019-nCoV, originating from Wuhan, China, has spread to all the 31 provinces of China and several countries in the world. The outbreak of coronavirus has so far claimed 259 lives and infected more than 11,000 others, according to media reports.  EPA/KAISA SIREN
12:06
Erster Coronavirus-Todesfall in Österreich
In Österreich ist zum ersten Mal ein mit dem Coronavirus Infizierter gestorben. Wie der medizinische Krisenstab der Stadt Wien am Donnerstag mitteilte, handelt es sich bei dem Todesopfer um einen 69 Jahre alten Mann, der aus Italien nach Österreich zurückgekehrt war.

Der Mann hatte laut der Mitteilung Vorerkrankungen und starb in der Nacht auf Donnerstag im Spital. Mit Stand Donnerstag, 8 Uhr, wurden in Österreich 302 bestätigte Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 verzeichnet. Die österreichische Regierung hatte in den vergangenen Tagen drastische Massnahmen im Kampf gegen die weitere Ausbreitung des Virus durchgesetzt, darunter auch Kontrollen an der Grenze zu Italien.

Der medizinische Krisenstab der Stadt Wien teilte am Donnerstag auch mit, dass in Wiener Spitälern Besuche bis auf Weiteres untersagt werden. «Um diese Massnahme durchzusetzen, werden in allen Häusern Eingangskontrollen durchgeführt», hiess es in der Mitteilung.
11:57
Spanien ruft offenbar bald den Notstand aus
11:51
«Einseitig und ohne Konsultation» –die EU reagiert wütend auf Trumps Einreisebann
epa08283511 European Commission President Ursula Von Der Leyen gives a press statement on Coronavirus/ COVID-19 at the European Council, in Brussels, Belgium, 10 March 2020.  EPA/STEPHANIE LECOCQ
Nun hat die EU auf die von Donald Trump verhängte Einreisesperre für Europäer reagiert – und zwar kurz und deutlich. In einem gemeinsamen Statement schreiben EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident Charles Michel:

«Das Coronavirus ist eine globale Krise, die sich nicht auf irgendeinen Kontinent beschränkt und eher Zusammenarbeit als einseitiges Handeln erfordert. Die Europäische Union missbilligt die Tatsache, dass die Entscheidung der USA, ein Reiseverbot zu verhängen, einseitig und ohne Konsultation getroffen wurde. Die Europäische Union ergreift starke Massnahmen, um die Ausbreitung des Virus zu begrenzen.»
11:26
29 Tote durch Einsturz von Quarantäne-Hotel in China
In this photo released by Xinhua News Agency, rescuers search for victims at the site of a hotel collapse in Quanzhou, southeast China's Fujian Province, Sunday, March 8, 2020. Several people were killed and others trapped in the collapse of the Chinese hotel that was being used to isolate people who had arrived from other parts of China hit hard by the coronavirus outbreak, authorities said Sunday. (Lin Shanchuan/Xinhua via AP)
Durch den Einsturz eines Hotels im Osten Chinas, das wegen der Coronavirus-Epidemie als Quarantäne-Unterkunft genutzt wurde, sind insgesamt 29 Menschen ums Leben gekommen. Das letzte Opfer des Unglücks vom Samstag in der Stadt Quanzhou sei am Donnerstagmorgen geborgen worden, teilte das chinesische Katastrophenschutzministerium mit.

Dutzende Menschen konnten lebend aus den Trümmern des sechsstöckigen Gebäudes gerettet werden. Mehr als 40 Menschen wurden laut Staatsmedien verletzt.
11:16
Armee behält mehr Rekruten übers Wochenende
Die Armee bleibt im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus bei ihren bereits getroffenen Massnahmen. Allerdings behält sie über das kommende Wochenende mehr Rekruten in den Kasernen, um die Epidemie nicht anzuheizen.

Jeden Tag prüfe die Armee die Lage, sagte Sprecher Stefan Hofer am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Im gegenwärtigen Zeitpunkt behalte man die bereits getroffenen Massnahmen bei. Das könne sich aber rasch ändern, da die Situation sehr instabil sei.

Fast 10'000 Armeeangehörige leisten derzeit ihren Dienst. Darunter sind sowohl Wiederholungskurs Leistende als auch Rekruten. Ihr Ausgangsrayon wurde bereits begrenzt. Wie schon das vergangene Wochenende erhalten darüber hinaus weniger von ihnen Ausgang.

Damit stelle die Armee einerseits ihre Bereitschaft sicher, sollte sie benötigt werden. Auf der anderen Seite beuge der Schritt auch Infektionen von Armeeangehörigen untereinander sowie mit ihren Familien und Freunden vor.

Der Kanton Tessin rief zur Bewältigung der Coronavirus-Lage bereits die Armee zu Hilfe. Nach Angaben Hofers vom Donnerstag steht der Südkanton damit bisher allein da. (sda)
10:42
Lufthansa-Gruppe streicht 23'000 Flüge
Swiss Flugzeuge am Flughafen Zuerich, am Dienstag, 10. Maerz 2020. Am Flughafen Zuerich herrscht wegen des Coronavirus derzeit ungewohnte Ruhe. (KEYSTONE/Alexandra Wey)
Die ganze Lufthansa-Gruppe streicht wegen des Coronavirus 23'000 Flüge bis zum 24. April. «Weitere Annullierungen sind für die nächsten Wochen zu erwarten», teilte der Swiss-Mutterkonzern mit. Von den 23'000 Flügen der Gruppe entfielen 4300 auf die Swiss, sagte eine Sprecherin auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP.

Die Routen über den Nordatlantik sind in normalen Zeiten das ökonomische Rückgrat der europäischen Fluggesellschaften. Sie haben auch grosse Bedeutung für die Auslastung der Zubringerflüge aus ganz Europa zu den Drehkreuzen Zürich, München, Frankfurt und Wien. An den Flughäfen steht bereits eine wachsende Zahl nicht benötigter Jets. (awp/sda)
10:04
Schweizer Eishockey-Meisterschaft wird abgebrochen
Die Schweizer Eishockey-Meisterschaft wird in den höchsten beiden Ligen per sofort abgebrochen. Die Absage beschlossen die Klubs der National League und Swiss League an einer Telefonkonferenz.

Mehr dazu hier.
9:32
Postauto fährt vorläufig nicht mehr nach Domodossola
Postauto bedient den Streckenabschnitt zwischen Iselle und Domodossola ab sofort und bis auf weiteres nicht mehr. Die Folgen des Coronavirus haben Postauto zu diesem Schritt veranlasst.

Die Gemeinden Gondo und Simplon Dorf sind von der Einstellung des Streckenabschnitts nicht betroffen, wie Postauto am Donnerstag mitteilte. Der Streckenabschnitt Iselle - Domodossola ist der touristische Teil der Postauto-Linie 631 von Brig über den Simplonpass nach Domodossola.

Seit Montag gab es auf diesem Streckenabschnitt wegen den verhängten Sperrgebieten in Italien keine Fahrgäste mehr, wie es weiter heisst. Vor allem aber wolle Postauto sein Fahrpersonal und die Fahrgäste schützen und lasse die Fahrzeuge deshalb vorzeitig wenden. Wie lange dieser Streckenunterbruch dauert, ist unklar.
Mit dem Reisebus unterwegs auf der Gotthardstraße an der Schlucht von Gondo; Schweiz 1930er Jahre. Travelling in a coach at the Gotthard route near the Gondo gap, Switzerland 1920s.
9:21
Renzi ruft zum Aktionismus auf
Der ehemalige italienische Premierminister ruft auf CNN die anderen Staaten dazu auf, ihre Bemühungen gegen das Coronavirus zu intensivieren. Man solle sich kein Beispiel an Italien nehmen...
8:40
New York verschiebt erstmals St.-Patricks-Day-Parade
Zum ersten Mal in seiner 258-jährigen Geschichte hat New York City die St.-Patricks-Day-Parade verschoben. Die Entscheidung sei nicht leicht gefallen, teilte Bundesstaats-Gouverneur Andrew Cuomo nach Medienberichten am Mittwochabend (Ortszeit) mit. Gesundheitsexperten seien sich aber einig, dass grosse Veranstaltungen und enge Kontakte eingeschränkt werden müssten, um die Verbreitung des Virus einzudämmen.

Die für den 17. März geplante Parade zu Ehren des irischen Schutzpatrons Sankt Patrick solle später stattfinden, hiess es. «Dies ist eine Verschiebung, keine Absage», versprach Bürgermeister Bill de Blasio auf Twitter. Sean Lane, der Vorsitzende des Organisationskomitees, sagte, er freue sich darauf, «den 259. Umzug mit der ganzen Stadt New York an einem späteren Zeitpunkt zu feiern».

Die Parade auf der Fifth Avenue zählt jedes Jahr rund 150 000 Teilnehmer, darunter irische Vereine und Clubs sowie Polizei-, Feuerwehr- und Militärverbände. Sie lockt zudem bis zu zwei Millionen Zuschauer an, viele von ihnen Touristen. Erstmals fand sie 1762 statt. Zuvor hatten in den USA bereits Chicago und Boston ihre geplanten Grossveranstaltungen zum St. Patrick’s Day abgesagt. (meg/sda/dpa)

8:27
Hotel-Buchungen brechen ein
Die Ausbreitung des Coronavirus setzt der Schweizer Hotelbranche zu. Diese sieht sich mit einem signifikanten Umsatz- und Buchungsrückgang konfrontiert. Deshalb fordert der Branchenverband Hotelleriesuisse sofortige Unterstützungsmassnahmen wie Erleichterung bei der Kurzarbeit und Liquiditätshilfen.

Für März und April 2020 rechnen die Schweizer Hotelbetreiber mit einem Umsatzrückgang von durchschnittlich 45 Prozent, hiess es in einer am Donnerstag vom Branchenverband veröffentlichten Umfrage. 91 Prozent der Befragten würden sich ausserdem mit einem signifikanten Rückgang bei den Neubuchungen konfrontiert sehen. Die Hälfte der Befragten würden deshalb mit Liquiditätsengpässen bis Ende April rechnen, hiess es weiter. (awp/sda)
7:49
BAG: Notstand wird wohl bald auf die ganze Schweiz ausgeweitet
Daniel Koch, Leiter Abteilung uebertragbare Krankheiten BAG, spricht waehrend einer Medienkonferenz ueber die Situation des Coronavirus, am Freitag, 6. Maerz 2020 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)
Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) rechnet damit, dass Massnahmen, wie sie im Tessin ergriffen wurden, bald für die ganze Schweiz gelten könnten. «Der Rest der Schweiz wird nachziehen», sagte Daniel Koch, Leiter Abteilung Übertragbare Krankheiten des Bundesamts für Gesundheit (BAG).

Damit sollen Risikogruppen geschützt werden und die Überlastung der Spitäler verhindert werden, sagte Koch, Leiter Übertragbare Krankheiten des BAG, am Donnerstag gegenüber Radio SRF in der Sendung «Heute Morgen».

«Die Welle ist jetzt da», sagte Koch. Die Schweiz habe jedoch rechtzeitig gehandelt, um das Coronavirus einzudämmen. Man nehme die Situation sehr ernst und man müsse nun möglichst schnell die richtigen Massnahmen treffen. Wichtig sei es, Risikogruppen zu schützen. Damit sollen die Intensivstationen vor Überlastung geschützt und die Infrastruktur der Spitäler richtig genutzt werden. So sollen weitere Todesfälle verhindert werden. Man könne an der Situation im Tessin lernen.
7:34
Juve-Spieler Coronavirus infiziert – Inter stellt Spielbetrieb ein
FILE - In this April 9, 2019, file photo, Juventus' Daniele Rugani answers questions during a press conference at the Johan Cruyff ArenA in Amsterdam, Netherlands. Italian soccer club Juventus announced on Wednesday, March 11, 2020, that defender Daniele Rugani has tested positive for new coronavirus. Rugani, who is also an Italy international, is the first player in Italy’s top soccer division to test positive but Juventus stressed that the 25-year-old has no symptoms.  (AP Photo/Peter Dejong, File)
Die italienische Serie A hat seinen ersten Coronavirus-Fall. Daniele Rugani wurde positiv getestet. Aktuell weise der Verteidiger aber keine Symptome mehr auf, wie der Verein mitteilt. Die Erkrankung Ruganis wird wohl unmittelbare Folgen auf den weiteren Saisonverlauf von Juventus haben. Juventus setze derzeit alle gesetzlich vorgeschriebenen Vorgaben zur Quarantäne um, das betreffe auch die Personen, die mit Rugani Kontakt hatten.

Nächste Woche müsste Juve eigentlich zum Rückspiel gegen Lyon in der Champions League antreten. Dies scheint nach der Erkrankung Ruganis nicht mehr realistisch zu sein. Hier geht's zur ganzen Meldung.
7:17
Swiss kann zum US-Reisestopp noch nichts konkretes sagen
ARCHIVBILD ZUR REDUKTION DER KAPAZITAETEN DER SWISS IM MAERZ UND APRIL UM BIS ZU 50 PROZENT, AM FREITAG, 6. MAERZ 2020 - Ein Airbus A220-100 der Swiss rollt am Flughafen Zuerich am Sonntag, den 16. September 2018 in Kloten. (KEYSTONE/Christian Merz).
Der amerikanische Einreisestopp für Menschen aus Europa beschäftigt auch die Swiss und ihren Mutterkonzern Lufthansa: «Wir bewerten derzeit die Auswirkungen der kürzlich vom US-Heimatschutzministerium verkündeten Richtlinien auf unseren Flugbetrieb in die Vereinigten Staaten», sagte Swiss-Sprecherin Meike Fuhlrott am Donnerstag auf Anfrage.

«In diesem Zusammenhang haben die Sicherheit und das Wohlergehen unserer Kunden und Besatzungen für uns höchste Priorität. Weitere Informationen werden wir so schnell wie möglich zur Verfügung stellen», sagte Fuhlrott. (sda)
6:39
Twitter verordnet weltweit Home Office
Alle Twitter-Mitarbeitenden müssen bis auf weiteres von zu Hause aus arbeiten, um die Verbreitung von COVID-19 zu verlangsamen, informierte das Unternehmen in der Nacht auf Donnerstag. Das US-Unternehmen hatte seine fast 5000 Mitarbeiter bereits Anfang letzter Woche in einer Ankündigung «stark ermutigt», dies zu tun, macht die Home-Office-Richtlinie nun aber weltweit verbindlich.

Apple, Amazon, Microsoft, Google und weitere grosse Tech-Unternehmen hatten ähnliche Empfehlungen für Mitarbeiter in verschiedenen Regionen veröffentlicht, aber Twitter mache Home Office zur Pflicht, schreibt The Verge.
4:21
Tokios Börse bricht erneut ein
Asiens Leitbörse in Tokio ist am Donnerstag angesichts wachsender Sorgen über die Folgen des Coronavirus erneut eingebrochen.

Der Nikkei-Index für 225 führende Werte sackte um mehr als 1000 Punkte ab und durchbrach die psychologisch wichtige Marke von 19'000 Punkten.

Kurz nach 11.00 Uhr Ortszeit notierte das Börsenbarometer einen massiven Abschlag von 1015,63 Punkten oder 5,23 Prozent beim Zwischenstand von 18 400,43 Zählern. Das ist der niedrigste Stand seit April 2017. (sda/dpa)
4:11
Reaktion der EZB auf Coronavirus-Krise erwartet
Die Folgen der Coronavirus-Ausbreitung für die Wirtschaft könnten enorm sein. Die Europäische Zentralbank berät am Donnerstag darüber, inwieweit sie helfen kann.

Coronavirus, Ölpreisschock, Börsencrash - Europas Währungshüter sind unter Handlungsdruck. Etliche Volkswirte erwarten, dass die Europäische Zentralbank (EZB) bei ihrer Sitzung an diesem Donnerstag in Frankfurt mit Notfallmassnahmen reagieren wird. Die Entscheidungen werden am Nachmittag (13.45 Uhr) bekanntgegeben.

EZB-Präsidentin Christine Lagarde hatte Anfang vergangener Woche die Handlungsfähigkeit der Notenbank betont: «Wir sind bereit, bei Bedarf geeignete und gezielte Massnahmen zu ergreifen, die den zugrundeliegenden Risiken angemessen sind.»
European Central Bank President Christine Lagarde talks to German Finance Minister Olaf Scholz during a meeting of European Union Finance Ministers in Eurogroup format at the Justus Lipsius building in Brussels, Monday, Feb. 17, 2020. (AP Photo/Francisco Seco)
Christine Lagarde,Olaf Scholz
Eine Leitzinssenkung, wie sie die US-Notenbank Federal Reserve und die Bank of England jeweils in ausserordentlichen Sitzungen beschlossen hatten, gilt im Fall der EZB als unwahrscheinlich. Denn der Leitzins im Euroraum liegt schon auf dem Rekordtief von null Prozent.

Spielraum sehen Ökonomen für die EZB bei Anleihenkäufen und beim Strafzins für Banken. Im November hatte die EZB ihr Programm zum Kauf von Staats- und Unternehmensanleihen wieder aufgenommen - allerdings mit einem vergleichsweise geringen monatlichen Volumen von 20 Milliarden Euro. Hier könnte die Notenbank mehr Geld in die Hand nehmen, um auf diesem Weg die Konjunktur zu unterstützen.

Der Negativzins, den Banken zahlen müssen, wenn sie Geld bei der EZB parken, könnte weiter verschärft werden. Seit September liegt dieser Einlagensatz bei minus 0,5 Prozent. Auf diese Weise soll der Druck auf Banken erhöht werden, Gelder in Form von Krediten auszureichen und damit die Wirtschaft anzukurbeln.

Spekuliert wird zudem darüber, dass die EZB Geschäftsbanken neue gezielte Langfristkredite (TLTRO) zur Verfügung stellt, um die Kreditversorgung für besonders von der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus betroffene Unternehmen zu verbessern. (sda/dpa)
3:32
China meldet erneut nur wenige neue Coronavirus-Fälle
China hat am Donnerstag erneut nur wenige neue Coronavirus-Infektionen gemeldet. Wie die Gesundheitskommission in Peking mitteilte, kamen 15 Infektionen hinzu – der niedrigste Wert seit Beginn der täglichen Berichte über die Epidemie vor sieben Wochen.

Der zuvor niedrigste Wert neuer Erkrankungen war am Dienstag mit 19 gemeldet worden. Auch die Zahl der neuen Todesopfer stieg mit elf Fällen am Donnerstag so langsam wie seit Wochen nicht mehr. Insgesamt sind in der Volksrepublik seit Ausbruch des Coronavirus damit 3169 Tote zu beklagen. 80'793 Infektionen wurden auf dem chinesischen Festland gemeldet.

Inwieweit die offizielle Statistik die wahre Lage widerspiegelt und wie hoch die Dunkelziffer ist, scheint unklar. Seit einer Änderung der Zählweise Mitte Februar hat sich der täglich berichtete Anstieg der neuen Infektionen mit dem Sars-CoV-2 genannten Virus und der Todesfälle in der amtlichen Auflistung spürbar reduziert.

So werden nach Medienberichten beispielsweise Personen, die nachweislich infiziert sind, aber keine Symptome der Covid-19 genannten Krankheit zeigen, seit Anfang Februar nicht mehr bei den neu nachgewiesenen Ansteckungen mitgerechnet, sondern anderweitig aufgeführt.

Solche Personen können auch ansteckend sein. Auch wurden klinische Diagnosen ausgenommen. Dabei stellt der Arzt nur anhand der Symptome oder Vorgeschichte des Patienten die Infektion fest, ohne dass ein DNA-Test gemacht wird.
2:35
Tom Hanks positiv auf Coronavirus getestet
Der US-Schauspieler Tom Hanks und seine Ehefrau haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Wie der 63-Jährige am Mittwoch in einer Botschaft in den Onlinenetzwerken mitteilte, wird das Ehepaar nun vorerst in Quarantäne bleiben.

Während einer kürzlichen Reise nach Australien hätten er und seine Frau Rita Wilson Fieber bekommen und sich müde gefühlt, schrieb der aus Filmen wie «Forrest Gump» und «Philadelphia» bekannte Schauspieler. Daraufhin hätten sie sich auf das Coronavirus testen lassen, und der Test sei positiv ausgefallen.

2:11
Trump streicht alle Flüge nach Europa
US-Präsident Donald Trump weitet die Reiseeinschränkungen wegen der Ausbreitung des Coronavirus auf Europa aus. «Wir werden alle Reisen von Europa in die USA für die nächsten 30 Tage aussetzen», sagte Trump am Mittwochabend im Weissen Haus in einer Ansprache an die Nation. Einzige Ausnahme ist Grossbritannien. Die Reiseeinschränkungen gelten ab Freitag Mitternacht.

22:16
Italien schliesst alle Geschäfte ausser Supermärkte und Apotheken
Italien schliesst alle Geschäfte ausser Supermärkte und Apotheken. Dies teilt Premierminister Conte am Mittwochabend mit. Die Regelung wird vorerst 14 Tage gelten. Die Zahl der Toten stieg innert 24 Stunden so schnell wie noch nie von 631 auf 827. Mittlerweile sind in Italien 12'462 Personen mit dem Virus infiziert. Die Dunkelziffer dürfte jedoch um einiges höher sein.
epa08285783 A handout picture made available by the Chigi Palace (Palazzo Chigi) Press Office shows Italian Prime Minister Giuseppe Conte holding a press conference about the novel coronavirus emergency in the country, in Rome, Italy, 11 March 2020. In an attempt to stop the spreading of the novel coronavirus Covid-19, Italian Prime Minister Conte announced on 09 March the extending of coronavirus quarantine measures to the entire country starting on 10 March until 03 April. It will be possible to move only for 'proven work reasons' or 'serious family or health needs', he said. All public gatherings have been banned and people have been advised to stay at home.  EPA/FILIPPO ATTILI/CHIGI PALACE PRESS OFFICE HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES *** Local Caption *** 54838622
22:13
Schweden bestätigt ersten Todesfall
In Schweden ist erstmals ein mit dem neuartigen Coronavirus infizierter Mensch gestorben. Es handle sich um einen älteren Patienten mit Vorerkrankungen, teilte die Gesundheitsbehörde der Hauptstadtregion Stockholm am Mittwoch mit.

Weder das Alter noch das Geschlecht des Patienten, der in einem Stockholmer Spital auf einer Intensivstation lag, wurde mitgeteilt. Den Angaben zufolge gibt es in ganz Schweden 461 bestätigte Infektionen mit dem Virus, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslöst.

Auch in Irland wurde nach Angaben des dortigen Gesundheitsministeriums ein erster Todesfall bestätigt. Zur Identität des Verstorbenen machten die Behörden keine Angaben. In Irland infizierten sich bislang 34 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus. (sda/afp)
22:07
Dänemark schliesst wegen Covid-19 alle Schulen und Kitas
Dänemark schliesst aus Sorge vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus ab Montag für zwei Wochen alle öffentlichen Schulen und Kindertagesstätten. Alle Schüler und Studenten werden ab Freitag vorläufig für zwei Wochen nach Hause geschickt, dasselbe gilt für nicht zwingend benötigte Mitarbeiter im öffentlichen Sektor.

Für die Altenpflege, den Gesundheitssektor und die Polizei gelte das nicht, sagte die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen am Mittwochabend an einer Pressekonferenz in Kopenhagen, nachdem sich die Zahl der bestätigten Infektionsfälle in Dänemark seit Wochenbeginn auf 514 mehr als verzehnfacht hatte. Auch Bibliotheken und Freizeiteinrichtungen werden geschlossen.

Eltern sollten ihre Kinder wenn möglich zu Hause behalten, sagte Frederiksen. «Wir befinden uns in einer aussergewöhnlichen Situation.» Die Experten seien sich sicher, dass nur eine Sache wirksam gegen eine rasche Ausbreitung des Virus Sars-CoV-2 helfe, nämlich eine Verringerung des Kontakts zwischen den Menschen. Auch sie selbst werde wie ihre Minister nicht dringend notwendige Treffen und Termine absagen. (sda/dpa)
21:48
Wie es in den USA läuft, wenn du einen Verdacht hast
Diese Frau berichtet auf Twitter, wie eine Freundin von ihr seit Stunden versucht, irgendwie einen Corona-Test zu machen. Dies alles während sie pausenlos hustet. Auf eine komplette Übersetzung verzichten wir hier aus Gründen. Die Kurzfassung lautet etwa so:

Anruf bei A: Keine Ahnung ruf B an.
Anruf bei B: Keine Ahnung ruf A an.
Anruf bei A: Keine Ahnung, geh doch bei C vorbei.
Anruf bei D: Keine Ahnung, wo C ist, ruf doch bei B an. Und falls nicht, bei E.
Anruf bei E: Keine Ahnung, ruf doch bei B an.




21:36
Seattle schliesst Schulen für zwei Wochen
In Seattle werden die öffentlichen Schulen für die kommenden zwei Wochen geschlossen. Offiziell gibt es im US-Bundesstaat Washington 267 bestätigte Corona-Fälle, die Dunkelziffer dürfte aber um ein Vielfaches höher liegen.

20:52
Länderspiele der Schweiz in Katar abgesagt
Die Schweizer Fussball-Nationalmannschaft wird Ende März in Katar infolge des Coronavirus keine Test-Länderspiele austragen können.

Vorgesehen waren Freundschaftsspiele der Mannschaft von Trainer Vladimir Petkovic gegen Belgien und Kroatien. Die Absage wurde vom Schweizerischen Fussballverband SFV gegenüber Keystone-SDA bestätigt. Der Verband sei nun bestrebt, ein Ersatzprogramm auf die Beine zu stellen. (sda)
17:36
WHO stuft Coronavirus als Pandemie ein
Die Weltgesundheitsorganisation WHO stuft die Verbreitung des neuen Coronavirus Sars-CoV-2 nun als Pandemie ein. Das sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch in Genf.


17:33
Erster Corona-Fall in Appenzell Innerrhoden
Ein ausserkantonal wohnhafter Angestellter des Bau- und Umweltdepartements von Appenzell Innerrhoden ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er muss 14 Tage lang zu Hause bleiben.

Die Ansteckung sei mutmasslich im näheren persönlichen Umfeld erfolgt, teilte die Innerrhoder Ratskanzlei am Mittwoch mit. Der Angestellte leide an leichten Grippesymptomen und stehe unter ärztlicher Überwachung.

Ein zweiter Mitarbeiter des Bau- und Umweltdepartements, der mit seinem Kollegen in den letzten zwei Wochen einen engen Arbeitskontakt hatte, habe sich in «Selbst-Quarantäne» begeben. Er arbeite von zu Hause aus, heisst es in der Mitteilung. (sda)
17:08
Tessiner Regierung ruft den Notstand aus
Die Tessiner Regierung ruft bis am 29. März den Notstand aus. Das teilte sie am Mittwochabend vor den Medien mit. Das öffentliche Leben dürfte dadurch massiv eingeschränkt werden.

So schliessen alle privaten und öffentlichen Schulen im Kanton, welche eine Ausbildung nach der obligatorischen Schulzeit anbieten. Daneben werden ab Mitternacht auch sämtliche Kinos, Theater, Schwimmbäder, Diskotheken, Sportzentren und ähnliches geschlossen. Erlaubt sind individuelle sportliche Tätigkeiten, bei welchen die vorgeschriebene Distanz eingehalten werden kann. (sda)
Beamte des Grenzwachkorps schliessen den Grenzuebergang San Pietro di Stabio zwischen der Schweiz und Italien mit Gittern und Ketten, am Mittwoch, 11. Maerz 2020. Ab heute Mittwoch wird im Tessin der Grenzverkehr aus Italien auf die groesseren Grenzuebergaenge kanalisiert, um den Grenzverkehr mit Italien und die Ausbreitung des Coronavirus (Covid-19) besser kontrollieren zu koennen. (KEYSTONE/Ti-Press/Davide Agosta)
16:58
Spital Wallis schränkt Besuche ein
Das Spital Wallis schränkt die Besuche in den Kliniken wegen der Ausbreitung der Coronavirus-Fälle ein. Dies sei eine Massnahme zum Schutz der am meisten gefährdeten Patienten und des Personals.

Ab sofort sind Patientenbesuche nur noch dann erlaubt, wenn sie wirklich notwendig sind. Die Besucher dürfen keine Symptome zeigen, müssen im Zweifelsfall eine Schutzmaske tragen und ihren Besuch auf maximal zehn Minuten beschränken, wie das Spital Wallis in einem Communiqué vom Mittwoch schreibt.

Eltern von hospitalisierten Kindern und Angehörige von Menschen, die im Sterben liegen, müssen sich mit den Spitälern über die Modalitäten ihrer Besuche einigen. Wenn es die Situation erfordere, behalte sich das Spital vor, Besuche einzuschränken oder zu verbieten.

Die Einschränkung gilt für alle Standorte von Spital Wallis: Sitten, Siders, Martigny, Saint-Amé und Malévoz für das Unterwalliser Spitalzentrum sowie Visp und Brig für das Spitalzentrum Oberwallis. Die 2004 mit der Fusion von zehn Spitaleinrichtungen geschaffene Institution beschäftigt rund 5000 Personen. (sda)
Eine Blutprobe soll zeigen, ob sich noch mehr Personen mit dem Tuberkulose-Erreger angesteckt haben.
16:56
Genf begrenzt Veranstaltungen auf 100 Personen
Der Kanton Genf geht über die Massnahmen des Bundes zur Bekämpfung des Coronavirus hinaus. Der Staatsrat hat beschlossen, öffentliche oder private Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen zu verbieten.

Das Verbot bezieht sich nicht auf Kinos, Konzerte oder Shows, in denen Menschen sitzen und dabei einen ausreichenden Abstand von 1,80 Metern einhalten. «Jeder zweite Sitzplatz kann leer bleiben», sagte der für die Gesundheit zuständige Staatsrat Mauro Poggia am Mittwoch. Bars und Verpflegungsstellen, wo Menschen zirkulieren, sind hingegen verboten.

Das Verbot bezieht sich nicht auf Kinos, Konzerte oder Shows, in denen Menschen sitzen und dabei einen ausreichenden Abstand von 1,80 Metern einhalten. «Jeder zweite Sitzplatz kann leer bleiben», sagte der für die Gesundheit zuständige Staatsrat Mauro Poggia am Mittwoch. Bars und Verpflegungsstellen, wo Menschen zirkulieren, sind hingegen verboten. (sda)
15:41
Konzert in der Tonhalle abgesagt
Das Tonhalle-Orchester Zürich muss die für heute Abend geplante Veranstaltung absagen. Grund dafür ist ein Corona-Verdachtsfall innerhalb des Orchesters. Das Live-Streaming des Konzerts entfällt demnach auch. Die Karten werden gemäss Mitteilung der Oragnisatoren zurückgenommen und erstattet.
15:08
Game-Messe E3 wird wohl abgesagt
Die E3, eine der grössten Game-Messen der Welt, wird laut Medienberichten abgesagt. Die Messe hätte vom 9. bis zum 11. Juli in Los Angeles stattfinden sollen. Zwar steht eine offizielle Stellungnahme noch aus, aber nun mehren sich die Anzeichen, dass die Veranstaltung aufgrund des Coronavirus nicht durchgeführt wird. So empfiehlt der Game-Publisher Devolver Digital auf Twitter, Flüge und Hotelbuchungen abzusagen.

14:13
SBB streichen Angebot nach Italien zusammen
Die SBB reduziert den Fahrplan nach Italien: Einige Züge verkehren ab Donnerstag nur noch bis Chiasso respektive Brig statt bis nach Mailand.
Auf der Gotthardachse betrifft dies drei von insgesamt neun EC-Verbindungen (Zürich ab 7.10, 11.10 und 15.10 Uhr sowie Milano ab 11.10 Uhr, 15.10 und 19.10 Uhr), die nur noch zwischen Chiasso und Zürich verkehren. Auf der Simplonachse sind zwei von sieben Verbindungen betroffen (Genf ab 5.39 Uhr und Basel SBB ab 12.31 sowie Mailand ab 7.20 und 17.20 Uhr), die nur zwischen Basel respektive Genf und Brig verkehren.

Als Sofortmassnahme werden zudem die beiden Züge, die von Zürich respektive Genf via Mailand bis nach Venedig verkehren, seit gestern nur noch bis Mailand geführt. Die Massnahmen gelten vorerst bis am 5. April.

Hier findest du ausführliche Informationen dazu.
So sieht der neue Gotthard-Hochgeschwindigkeitszug «Giruno» aus
Der Giruno ist nicht schlecht, aber der ETR 610 ist nach wie vor mit Abstand der schönste Zug der SBB!
14:12
Swiss streicht alle Flüge nach Italien
Bis Anfang April 2020 wird Swiss sämtliche Flüge nach und von Italien vorübergehend aussetzen, wie die Airline mitteilt. Betroffen sind rund 90 wöchentliche Verbindungen von Zürich nach Mailand, Rom, Venedig, Florenz, Neapel, und Brindisi.

Ausserdem werden weitere europäische Ziele vorübergehend ausgesetzt, darunter Stuttgart, Nürnberg und Bordeaux.

Neben der bereits umgesetzten temporären Einstellung der Swiss-Flüge von Peking, Shanghai und Tel Aviv wird SWISS bis zum 24. April Kairo vorübergehend nicht mehr anfliegen. Zudem wird der für den 29. März geplante Erstflug nach Washington, D.C. auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

Ingesamt streicht die Lufthansa-Gruppe, zu der auch die Swiss gehört, bis 24. April 23'000 Flüge.
Die Fluggesellschaft Swiss war Erstkundin von Bombardiers C Series 100 Flugzeug. Dieses gehört mittlerweile Airbus und trägt die Typenbezeichnung A220. Nun trennt sich Bomardier von den letzten Anteilen am Flugzeugmodell. (Archivbild)
14:06
Kein Flug von Rom nach Sevilla
Der Champions League Match zwischen dem FC Sevilla und der AS Roma fällt ins Wasser. Die spanischen Behörden lassen das italienischen Flugzeug nicht landen.
13:53
4. Todesopfer in der Schweiz
Wie die Behörden von Basel-Land bekannt gaben, starb am Mittwoch die vierte Person in der Schweiz am Coronavirus und bereits die zweite Person im Kanton Basel-Land. Nach unbestätigten Berichten war er ein Teilnehmer der freikirchlichen Veranstaltung in Mulhouse Mitte Februar, an der sich mehrere Personen mit dem Virus infiziert hatten, das schreiben die Behörden am Mittwoch auf der Website.
12:33
Fiat hält Werke in Italien an
A security staffer talks on his phone at the entrance of a Fiat Chrysler dealer in Milan, Italy, Wednesday, July 25, 2018. Sergio Marchionne, a charismatic and demanding CEO who engineered two long-shot corporate turnarounds to save both Fiat and Chrysler from near-certain failure, died Wednesday. He was 66. The holding company of Italian automaker Fiat's founders, the Agnelli family, announced Marchionne had died after complications from surgery in Zurich. At Fiat Chrysler Automobiles headquarters in the Italian town of Turin, flags flew at half-mast, while in Rome the parliamentary committee for labor and finance observed a minute of silence.. (AP Photo/Luca Bruno)
Fiat Chrysler stellt wegen der Ausbreitung der Virus-Epidemie die Produktion in mehreren Werken in Italien vorübergehend ein. Die Fabriken in Pomigliano, Melfi, Atessa und Cassino sollte jeweils zwischen Mittwoch und Samstag an zwei Tagen stillgelegt werden.

Dies teilte der italienisch-amerikanische Autobauer am Mittwoch mit. Die Desinfektion der Arbeits- und Ruhebereiche an den Standorten werde verstärkt. Dadurch sollten die Massnahmen der Regierung unterstützt werden, die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Italien ist besonders hart von der Epidemie getroffen, im ganzen Land gelten inzwischen Einschränkungen des öffentlichen Lebens.

Durch die vorübergehenden Schliessungen sollten «die täglichen Produktionsraten gesenkt werden, um den angepassten Herstellungsverfahren Rechnung zu tragen», hiess es in der Mitteilung des Unternehmen. Ein Insider fügte hinzu, die Unterbrechungen der Produktion seien in keiner Weise Folge lückenhafter Lieferketten. (awp/sda/reu)
12:22
Schulen werden nicht geschlossen
Ein flächendeckendes Schliessen von Schulen in der Schweiz mache im Moment keinen Sinn. Man könne dies in Zukunft nicht ausschliessen, aber zurzeit sicher nicht. Dies, weil Kinder nicht zu den gefährdeten Bevölkerungsgruppen gehörten. Oft bemerkten diese eine Krankheit nicht einmal.

Zudem gebe es das Problem der Betreuung. Diese werde immer noch vor allem von den Grosseltern übernommen - und diese seien eben eine Risikogruppe.
Informationsbroschueren zum Coronavirus haengen an der Wand, aufgenommen am Mittwoch, 4. Maerz 2020, in Stabio. Der Kanton hat Informationsbroschueren zum Umgang mit dem ausgebrochenen Coronavirus verteilt. (KEYSTONE/Ti-Press/Alessandro Crinari)
12:17
Dritter Corona-Toter in Deutschland
In Deutschland ist ein weiterer mit dem Coronavirus infizierter Patient gestorben - es ist der dritte bekannte Todesfall in dem Land. Der Patient sei in einem Spital im Kreis Heinsberg im Bundesland Nordrhein-Westfalen gestorben, sagte eine Sprecherin des Kreises am Mittwoch, ohne weitere Details zu nennen.
12:12
Rückgang der Fallzahlen erst Ende Mai
Eine weitere Frage zum Verlauf der Epidemie: Kann man Berechnungen machen zur Situation in der Schweiz? Wie lange wird es gehen, bis das Schlimmste vorüber ist? Mathys antwortet etwas verklausuliert: Das könne sein, was man nicht wisse, sei, inwiefern die steigenden Temperaturen helfen könnten. Es seien viele Variablen, die diese Prognosen beeinflussen. Aufgrund dessen, was man beobachten konnte weltweit, sei Mitte oder Ende Mai, damit zu rechnen, dass die Fallzahlen durchaus zurückgehen könnten. Aber, betont Mathys noch einmal, es hänge von vielen Unwägbarkeiten und Variablen ab.
12:06
Keine genauen Zahlen mehr, sondern Hochrechnungen
Eine weitere Frage: Stimmen die Zahlen, die in den Medien erscheinen, wenn nun nicht mehr strikt kontrolliert wird? Mathys sagt, man werde in Bälde nun das Sentinella-System nutzen, das seit Jahren auch bei der Grippe angewendet werde. Dieses System arbeite mit Hochrechnungen.
12:04
Wie sieht es an den Grenzen aus?
Eine Journalistin fragt, ob die Massnahmen wie an der italienischen Grenze eingeführt wurden, auch anderswo zum Einsatz kommen werden. Es werde sichergestellt, dass die Situation an allen Grenzen alle Massnahmen ergriffen würden, die notwendig seien, sagt Christian Bock von der Zollverwaltung.
11:58
Was passiert an der deutsch-schweizerischen Grenze?
Ein Journalist will wissen, was der Stand bei den blockierten Camions und Conatinern an der schweizerisch-deutschen Grenze sei. Da wurden medizinische Lieferungen für die Schweiz von deutscher Seite blockiert. Es zeichne sich eine Lösung bei den Containern ab, bei den Camions sei man in Kontakt mit den deutschen Behörden bis auf höchster Ebene, antwortet Ineichen-Fleisch.

>> Hier geht es zur Story.
11:57
Keine Möglichkeit, jemanden an der Einreise zu hindern
Die Fragerunde hat begonnen. Christian Bock, Direktor Eidg. Zollverwaltung, antwortet auf eine entsprechende Frage, es bestehe keine rechtliche Möglichkeit, eine Person an der Einreise der Grenze zu hindern.
11:55
Alle können etwas dazu beitragen
Mathys appeliert an die Selbstverantwortung der Bevölkerung. Es könnten nun alle etwas dazu beitragen, dass diejenige, die gefährdet seien, geschützt werden könnten. Dies, um die Ausbreitung und die Auswirkungen auf das Gesundheitssystem und die Gesellschaft so gering wie möglich zu halten.
11:54
Wie verhält man sich bei Symptomen?
Mathys gibt nun Tipps, wie man sich mit Coronavirus-Symptomen verhalten sollte. Wer nicht zur Risikogruppe gehöre, solle sich in Selbstquarantäne begeben. Man solle sich zuhause isolieren, Kontakte vermeiden, und bis 24 Stunden nach Abklingen der Symptome diese Selbstisolation aufrechthalten.
11:51
Übertragungsketten sind nicht mehr nachvollziehbar
Patrick Mathys vom BAG kündigt einen Regimewechsel an. Dieser bestehe darin, dass man von einer raschen Identifizierung der Personen und der Quarantäne, sodass keine Ketten entstehen, abgerückt sei. Die einzelnen Übertragungsketten seien nicht mehr nachvollziehbar. Zudem sei der Aufwand mit den zunehmenden Fallzahlen nicht mehr möglich.

Es gehe nicht mehr darum, jeden Fall zu identifizieren, sondern die Ausbreitung möglichst langsam vonstatten gehen zu lassen, sodass das Gesundheitssystem nicht überlastet werden. Es gehe auch darum, dass die vulnerablen Gruppen geschützt werden. Ältere Leute und Leute mit Grunderkrankungen, dazu gehören Herz-Kreislauferkrankungen, Krebspatientinnen und andere. Darauf würden die Massnahmen ausgerichtet.
11:48
Rückführung aus Nordkorea
Die humanitäre Hilfe habe ihre Programme in Nordkorea sistiert, sagt Lenz. Die Mitarbeitenden des EDA seien mittlerweile in die Schweiz zurückgekehrt. Es sei noch nicht klar, wann sie ihre Arbeit in Nordkorea wieder aufnehmen könnten.
11:44
Reisehinweise für Italien angepasst
Hans-Peter Lenz, Leiter Krisenmanagementzentrum, EDA, fährt fort. Das EDA habe keine Kenntnisse von Infektionen von Schweizerinnen und Schweizern im Ausland, so Lenz. Die die Reisehinweise für Italien seien angepasst worden. Diese Hinweise gäben keine Empfehlungen ab für Gesundheitsrisiken, das sei wenn überhaupt Sache des BAG.
11:43
Folgende Grenzübergänge sind betroffen – das sind die Alternativen
Geschlossener Grenzübergang -> Ausweichmöglichkeit auf Grenzübergang

Pedrinate -> Chiasso strada (Ponte Chiasso)
Ponte Faloppia -> Novazzano Brusata (Bizzarone) o Chiasso strada
Novazzano Marcetto -> Novazzano Brusata (Bizzarone) o Chiasso strada
San Pietro di Stabio -> Stabio Gaggiolo
Ligornetto Cantinetta -> Stabio Gaggiolo
Arzo -> Stabio Gaggiolo o Brusino Arsizio
Ponte Cremenaga -> Fornasette o Ponte Tresa
Cassinone -> Fornasette
Indemini -> Dirinella (Zenna)
11:40
Teilweise Grenzschliessung im Tessin
Ab sofort wird im Tessin der Grenzverkehr aus Italien auf die grösseren Grenzübergänge kanalisiert. An neun kleineren Grenzübergängen werden die bereits installierten Barrieren geschlossen. Diese Massnahme erfolgt, um dem Monitoringauftrag der Schweiz im Zuge der italienischen Dekrete vom 8. und 9. März 2020 besser gerecht zu werden.
11:38
Kurzarbeit ausserordentlich nützlich
Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch vom Seco gibt nun einen Überblick über die wirtschaftliche Situation: Man habe sehr viele Anfragen aus der Unterhaltungs-, Kultur-, Sport-, und Reisebranche gehabt. Man habe einen Austausch gehabt mit den entsprechenden Branchen. Die ersten Schlussfolgerungen seien die folgenden: die Kurzarbeit sei ausserordentlich nützlich und stehe aktuell im Vordergrund.
11:37
645 bestätigte Fälle in der Schweiz
Mathys kommt nun auf die Situation in der Schweiz zu sprechen. Es gebe inzwischen 645 bestätigte Fälle in der Schweiz.
11:37
Starker Anstieg in Frankreich
«Die Zahl von 631 Todesfällen in Italien, die am morgen aktuell war, wird nun schon wieder überholt sein. Im nördlichen Nachbarland gibt es zwei Todesfälle zu verzeichnen. Auch in Frankreich gibt es einen starken Anstieg der Fälle», sagt Mathys. Fast 400 Fälle seien innerhalb eines Tages dazugekommen. In Österreich gebe es einen moderaten Anstieg, unser östliches Nachbarland meldet 51 neue Fälle.
11:33
Weltweit nehmen die Fälle zu
Patrick Mathys gibt einen Überblick über die internationale Lage: «Während in China die Epidemie abnimmt, nehmen die Fallzahlen weltweit zu. In China und in Südkorea nehmen die Fallzahlen täglich ab.» Das sei ein gewisser Lichtblick. In den USA, Südamerika und Afrika nähmen die Fälle jedoch zu, ebenso in Europa.
11:30
Jetzt beginnt die PK
Anwesend sind:

- Patrick Mathys, Leiter Sektion Krisenbewältigung und internationale Zusammenarbeit, BAG/EDI
- Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch, Secrétaire d'Etat, Seco/WBF
- Christian Bock, Direktor Eidg. Zollverwaltung, EFD
- Hans-Peter Lenz, Leiter Krisenmanagementzentrum, EDA
11:28
Pressekonferenz des BAG
In Kürze informiert das Bundesamt für Gesundheit über die aktuelle Lage im Zusammenhang mit dem Coronavirus.
11:05
59 Fälle im Kanton Zürich, 10 neue Fälle seit gestern
Im Kanton Zürich sind zurzeit 59 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden, wie die kantonale Gesundheitsdirektion am Mittwochmorgen auf ihrer Website schreibt. Davon ist eine Person bereits genesen.

Seit Dienstag neu hinzugekommen sind zehn Fälle: 1-jährig (männlich), 16 (m), 17 (m), 21 (m), 35 (m), 40 (w), 40 (m), 41 (m), 59 (m), 62 (w).
Wie die Gesundheitsdirektion weiter mitteilt, ist der Kantonsarzt Dr. Brian Martin kurzfristig erkrankt, jedoch nicht am Coronavirus. Die Gesundheitsdirektion rechnet mit seiner baldigen Rückkehr.
10:40
Österreich stellt Personen-Zugverkehr von und nach Italien ein
Der Personen-Zugverkehr von und nach Italien über die österreichische Grenze ist eingestellt. «Wir folgen den Anweisungen der Behörden», sagte ein Sprecher der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) am Mittwoch.

Als vorläufig letzter Zug habe am Vormittag ein Eurocity aus Italien in Richtung Innsbruck und München die Grenze passiert. Nicht betroffen sei der Güterverkehr.

Die im Kampf gegen das Coronavirus angekündigten Kontrollen des Autoverkehrs an der Grenze zu Italien sollten am Mittwoch beginnen. Am Vormittag liefen die «aufwendigen Vorbereitungen», sagte Polizeisprecher Stefan Eder.

Für die Kontrollen seien «bauliche Massnahmen» erforderlich, unter anderem müssten Leitplanken abmontiert werden. Zudem sei zu klären, wohin die Fahrzeuge jeweils geleitet werden und wie genau mit zu erwartenden Staus umgegangen wird. Eine genaue Startzeit für die Kontrollen nannte er nicht.

Die österreichische Regierung hatte am Dienstag weitere Massnahmen im Kampf gegen das Coronavirus angekündigt. Kontrollen an der Grenze zum südlichen Nachbarland Italien werden dadurch in nächster Zeit wieder zur Normalität. Fast niemand aus Italien darf mehr aus beruflichen oder privaten Gründen zu Zielen in Österreich fahren.

Für Touristen, die jetzt noch in Italien sind, gilt: Die Durchreise durch Österreich ist möglich – aber ohne Stopp. Die Massnahmen gelten zunächst bis 3. April. Allerdings deutete Gesundheitsminister Rudolf Anschober am Mittwoch schon an, dass die Einschränkungen des sozialen Lebens auch Monate dauern könnten.

Museen geschlossen
In Österreich gab es mit Stand Mittwochmorgen 206 bestätigte Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 und keine Todesfälle. Die österreichische Regierung begründete die drastischen Massnahmen unter anderem mit der starken Verbreitung des Virus in Norditalien. Bundeskanzler Sebastian Kurz bat die Bevölkerung in Fernsehinterviews am Dienstagabend, soziale Kontakte zu reduzieren.

Als weitere Massnahme wurden am Mittwoch alle Bundesmuseen geschlossen. Die von der Regierung angeordnete Obergrenze von 100 Personen bei Veranstaltungen in Gebäuden gilt auch für die Gastronomie.

Der Stephansdom in Wien ist für Touristen geschlossen. Der Dom bleibt aber für Gläubige, die Gottesdienste besuchen, beten oder beichten wollen, bis zu einer Anzahl von 100 Personen offen. (wst/sda/dpa)
10:34
Türkei meldet ersten bestätigten Fall
In der Türkei ist der erste Coronavirus-Fall gemeldet worden. Der positiv auf das Virus getestete Mann sei erst kürzlich von einer Europareise zurückgekehrt, teilte Gesundheitsminister Fahrettin Koca in der Nacht zu Mittwoch in Ankara mit.

Es handle sich um einen Türken, sein Zustand sei gut. Der Patient sei isoliert worden, seine Familie stünde unter Beobachtung.

Koca machte keine Angaben dazu, wohin der Mann gereist war und wo er behandelt wird. Als Grund nannte er den Schutz der Privatsphäre des Patienten. Der Minister rief türkische Staatsbürger dazu auf, Auslandsreisen möglichst zu vermeiden. Wer aus dem Ausland zurückkehre, solle sich zwei Wochen in häusliche Quarantäne begeben.

Die Türkei hatte bereits im Januar Wärmebildkameras am Istanbuler Flughafen installiert, der ein internationales Drehkreuz ist. Flüge in einige Länder wurden gestrichen. Vor mehr als zwei Wochen hatte die Türkei zudem ihre Grenze zum Nachbarland Iran geschlossen, der eines der stärksten vom Virus betroffenen Länder ist. (sda/dpa)
10:17
Coronavirus kostet Adidas bis zu eine Milliarde Euro Umsatz
Der Ausbruch des Coronavirus in China bringt die Planungen beim Sportartikelkonzern Adidas durcheinander. Der Umsatz in China werde im ersten Quartal um 800 Millionen bis 1 Milliarde Euro unter Vorjahr liegen, warnte Adidas am Mittwoch.

Beim operativen Gewinn fehlten damit 400 bis 500 Millionen Euro. Ein Grossteil der Läden in China war wegen der Epidemie geschlossen worden, in die anderen kamen kaum Kunden. Seit Anfang März erhole sich das Geschäft wieder, teilte Adidas mit. Auch in Japan und Südkorea gebe es weniger Kunden. Die Produktion in China laufe aber zum Grossteil wieder, weltweit gebe es keine Beschaffungsprobleme.

China steht für rund ein Fünftel des Umsatzes von Adidas. Im ersten Quartal 2019 hatte die Nummer zwei auf dem Weltmarkt für Sportschuhe und -bekleidung in der Region Asien/Pazifik insgesamt 2,1 Milliarden Euro umgesetzt. (wst/sda/awp/reu)
10:02
Basel-Stadt mit Corona-Finanzspritze
Die Basler Regierung will Unternehmen, die wirtschaftlich an den Folgen des Coronavirus leiden, mit einem Unterstützungsprogramm unter die Arme greifen. Vorgesehen sind eine Erhöhung des Fonds zur Bekämpfung von Arbeitslosigkeit, längere Zahlungsfristen und Überbrückungskredite durch Banken.

Derzeit arbeitet die Basler Regierung gemäss einer Mitteilung vom Mittwoch an einem Unterstützungsprogramm für Basler Unternehmen, um die negativen wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie abzuschwächen.

Teil des Programms ist die ausserordentliche Erhöhung des Fonds zur Bekämpfung von Arbeitslosigkeit (Krisenfonds) in der Höhe von fünf Millionen Franken. Mit diesem Geld sollen hauptsächlich Löhne und weitere Ausbildungskosten von Lernenden in Betrieben bezahlt werden, die wirtschaftlich an den Folgen des Coronavirus leiden.

Zudem sollen betroffene KMU ihre Rechnungen bei den Industriellen Werke Basel (IWB) später zahlen können und die Option erhalten, «Überbrückungskredite zu Vorzugskonditionen» bei Banken aufzunehmen. Eine entsprechende Absichtserklärung der Basler Kantonalbank liegt vor. Weitere Banken sollen folgen, sobald die Eckwerte feststehen. Geplant ist, dass der Kanton Basel-Stadt für die durch die Banken gewährten Kredite bürgt.

Das Unterstützungsprogramm soll am 1. Mai starten. (sda)
09:16
Erste Unternehmen in Wuhan nehmen Arbeit wieder auf
In Chinas Brennpunkt der Coronavirus-Epidemie, der Stadt Wuhan, gibt erste Anzeichen für eine Normalisierung des Wirtschaftslebens. Zentrale Branchen werden ihre Arbeit wieder aufnehmen, teilte die zuständige Regierung der Provinz Hubei am Mittwoch mit.

So dürften Angestellte des öffentlichen Nahverkehrs und von Unternehmen, die Medizinprodukte oder Waren für den täglichen Gebrauch herstellen, wieder an ihre Arbeitsplätze zurückkehren. Mit Genehmigung der Behörden könnten auch Firmen anderer Industriezweige ihren Betrieb wieder aufnehmen, wenn sie Teil von landesweiten oder internationalen Lieferketten seien. Wuhan ist mit seinen elf Millionen Einwohnern eines der grössten Industriezentren Chinas.

Honda öffnet Fabrik
Honda hat seine Fabrik in Wuhan bereits wieder geöffnet. Der japanische Autobauer teilte mit, einige Angestellte seien schon wieder zur Arbeit erschienen. Die Autoproduktion solle nun schrittweise hochgefahren werden. Honda fertigt in dem Werk mehrere Modelle, die sich in China – dem grössten Automarkt der Welt – besonders gut verkaufen.

Der Rivale Nissan will die Produktion in seiner Fabrik in der Provinz Hubei noch diese Woche teilweise wieder aufnehmen. Bei Peugeot sollen die Bänder in Hubei nach eigenen Angaben am Freitag kommender Woche wieder anlaufen. Renault peilt für eine Fabrik in Wuhan einen Neustart am Montag an.

Chinas Präsident Xi Jinping hatte am Dienstag zum ersten Mal seit Ausbruch der Epidemie Ende 2019 Wuhan besucht. Damit wollte er Beobachtern zufolge signalisieren, dass ein Wendepunkt erreicht sei und die Behörden den Virusausbruch unter Kontrolle bekämen. Wuhan war seit Ende Januar praktisch lahmgelegt.

Notfallmassnahmen wurden in zwischen in mehreren Gegenden Chinas heruntergefahren. Am Dienstag wurden in der Volksrepublik den Behörden zufolge 24 neue Infektionen erfasst, am Vortag waren es 19. 22 sterben an der Erkrankung, am Montag waren es neun. Die Zahl aller Infizierten wird mit 88.778 angegeben, die Zahl der Toten mit 3158. (awp/sda/reu)
09:13
UBS senkt wegen Coronavirus BIP-Prognose für die Schweiz
Die Ökonomen der UBS reagieren auf das Coronavirus und passen ihre Prognosen an. Sie gehen in einem Basisszenario zwar davon aus, dass die Ausbreitung des Virus sowohl global als auch in der Schweiz begrenzt werden kann. Die Schweizer Wirtschaft nimmt demnach aber zumindest im ersten Semester 2020 Schaden.

Die Bank reduziert deshalb die Prognose für das Wachstum der Schweizer Wirtschaft, wie deren Investment Office am Mittwoch mitteilte. Die BIP-Prognose für 2020 liegt nun bei 0,7 Prozent, davon hatte die UBS noch mit einem Wachstum der Wirtschaft im Gesamtjahr von 1,1 Prozent gerechnet.

Der Ausbruch des Virus führe dazu, dass die Schweizer Wirtschaft im ersten Halbjahr Schaden nehme und erst im zweiten Halbjahr zur Normalität zurückfinde, heisst es zur Begründung.

Die Bank führt aber auch weitere mögliche Szenarien an. Lasse sich das Virus nicht oder nur mit deutlich drakonischeren Massnahmen als bisher eingrenzen, so dürfte das Wachstum wesentlich schwächer ausfallen als im Basisszenario. In diesem Fall sei auch eine Rezession hierzulande möglich.

Für das Jahr 2021 hat die Bank die BIP-Vorhersage indes auf +1,4 von +1,3 Prozent angehoben. Je stärker der Einbruch in den nächsten Monaten ausfalle, umso dynamischer dürfte sich die Erholung in der zweiten Jahreshälfte und im Jahr 2021 präsentieren, so die Bank.

Auch Inflation betroffen

Die Ausbreitung des Coronavirus und die entsprechenden Gegenmassnahmen haben laut der UBS auch Auswirkungen auf die Teuerung. Der deutlich stärkere Franken, die geringere Auslastung der Schweizer Wirtschaft und der Zerfall des Ölpreises setzen diese unter Druck. Die Bank nimmt deshalb auch ihre Prognose für die Inflation im laufenden Jahr auf -0,3 von zuvor +0,5 Prozent zurück. Die Preise dürften insgesamt per Saldo also sinken. (wst/sda)
08:26
Britische Notenbank senkt ihren Leitzins
Die britische Notenbank senkt angesichts der Coronavirus-Epidemie ihren Leitzins. Er werde von 0,75 auf 0,25 Prozent gesenkt, teilte die Bank of England am Mittwoch in London mit.

Sie kündigte zugleich ein Massnahmepaket wegen der Coronavirus-Krise an. Zuvor hatten bereits andere Zentralbanken ihre Geldpolitik gelocktert, darunter die US-Notenbank Fed. Die Europäische Zentralbank (EZB) entscheidet am Donnerstag über ihren Kurs. (awp/sda/reu)
8:24
Erste Corona-Fälle im Kanton Nidwalden
Bei vier Personen aus dem Kanton Nidwalden ist in einem Erstbefund das neue Coronavirus (COVID-19) nachgewiesen worden. Die Analysen des Referenzlabors sind derzeit noch ausstehendend. Bei den Betroffenen handelt es sich um eine 37-jährige Frau sowie um zwei Männer (60, 31) und eine Frau (32), die miteinander verwandt sind, teilt der Kanton in einer Mitteilung mit.

Der 60-jährige Mann befindet sich aufgrund seines Krankheitsverlaufs derzeit in isolierter Spitalpflege. Die anderen Erkrankten weisen weniger ausgeprägte Symptome auf und sind zu Hause isoliert. Personen mit engem Kontakt zu den Erkrankten wurden über die Infektion informiert und unter Quarantäne gestellt.
07:25
USA fordern Freilassung aller US-Gefangenen im Iran wegen Virus
Die USA haben angesichts der Ausbreitung des Coronavirus im Iran die dortige Regierung zur unverzüglichen Freilassung aller in dem Land inhaftierten US-Bürger aufgefordert. Die US-Regierung werde die Führung in Teheran für alle möglicherweise an dem Virus sterbenden US-Häftlinge «direkt verantwortlich machen».

Dies erklärte Aussenminister Mike Pompeo am Dienstag (Ortszeit). In einem solchen Fall würden die USA entschlossen reagieren, warnte er.



Pompeo verwies auf «tief beunruhigende» Berichte, wonach sich der neuartige Erreger in iranischen Haftanstalten ausgebreitet haben soll. Dass dennoch weiterhin US-Bürger in Haft seien, verstosse gegen den «grundlegenden menschlichen Anstand».

Die iranischen Behörden hatten kürzlich wegen der Ausbreitung des Virus 70'000 Häftlinge vorübergehend auf freien Fuss gesetzt. Der Iran gehört zu den am stärksten von der Epidemie betroffenen Ländern. Nach den jüngsten offiziellen Zahlen starben dort 291 Menschen an dem Virus, mehr als 8000 Menschen wurden infiziert.

Washington und Teheran, die keine diplomatischen Beziehungen unterhalten, hatten im Dezember Gefangene ausgetauscht. Der seit 2016 unter Spionagevorwürfen inhaftierte US-Doktorand Xiyue Wang wurde gegen den in den USA inhaftierten iranischen Forscher Massud Soleimani ausgetauscht. Der Iran erklärte sich daraufhin zu weiteren Gefangenenaustausch-Aktionen bereit. (sda/afp)
7:23
Britische Gesundheits-Staatssekretärin mit Coronavirus infiziert
Mit Nadine Dorries ist nun auch bei einem Mitglied des britischen Parlaments das Virus Sars-CoV-2 nachgewiesen worden. «Ich kann bestätigen, dass ich positiv auf Coronavirus getestet wurde», heisst es in einer von britischen Medien verbreiteten Erklärung der für Patientensicherheit, Suizidprävention und psychische Gesundheit zuständigen Staatssekretärin. Sobald sie das Testergebnis erfahren habe, habe sie alle empfohlenen Schutzmassnahmen ergriffen und sich selbst in häusliche Isolation begeben. Der Ressortchef im Gesundheitsministerium, Matt Hancock, lobte die 62-Jährige per Tweet, mit der Selbst-Isolation «das Richtige getan zu haben». Die Gesundheitsbehörde ermittelt laut Dorries aktuell die Personen, mit denen sie zuletzt Kontakt hatte. Über ihren Zustand gab die frühere Krankenschwester am späten Dienstagabend (Ortszeit) per Tweet Auskunft.



«Es war ziemlich mies, aber ich hoffe, dass ich nun das Schlimmste überstanden habe», schrieb sie. Mehr Sorge habe sie um ihre 84-jährige Mutter, die bei ihr lebe und nun zu husten begonnen habe. An die Bürger appellierte sie, auf sich aufzupassen - «und wascht alle weiter die Hände».

Die Zahl der nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 Infizierten in Grossbritannien lag nach Zahlen vom Dienstag bei mehr als 370, sechs Menschen sind bisher an der durch den Erreger verursachten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. (sda/dpa)
6:50
Jamaica bestätigt ersten Corona-Fall
Jamaica hat den ersten Fall eine Coronavirus-Patienten nachgewiesen. Es handelt sich um eine Frau, die am 4. März aus Grossbritannien auf die Insel zurückgekehrt ist und positiv getestet wurde. Die Frau ist seit Sonntag isoliert. Das Land hat die Reisebestimmungen in acht Länder verschärft. Es handelt sich um China, Italien, Südkorea, Iran, Singapur, Spanien, Frankreich and Deutschland.
6:28
Heute entscheidet das Tessin, ob es die Schulen schliesst
An einer Krisensitzung im Tessin soll heute darüber entschieden werden, ob die Schulen wegen des Corona-Virus ihre Türen schliessen, schreibt die Aargauer Zeitung.

Über eine Schliessung der Schulen, wie sie in Italien bis am 3. April verordnet ist, wird im Tessin heftig diskutiert. Die Meinungen gehen auseinander: Kantonsarzt Giorgio Merlini sah bisher die Notwendigkeit dafür nicht gegeben, doch gestern Dienstag sorgte ein Interview des Arztes Andreas Cerny, Direktor des Epatocentro Ticino, für Aufsehen, in welchem dieser eine sofortige Schliessung der Schulen im Tessin forderte.

Alles andere sei verantwortungslos, sagte Cerny. Zuvor hatte dies schon Franco Denti, Präsident der Tessiner Ärztegesellschaft gefordert. Auch online wurde mittlerweile eine Petition lanciert, welche eine Schliessung der Schulen fordert.

Wie die Redaktion von CH Media erfahren hat, soll heute Mittwoch eine Krisensitzung stattfinden, an der Schuldirektoren, aber auch Politiker teilnehmen. «Der Druck der Öffentlichkeit, die Schulen zu schliessen, wird immer grösser», sagt ein Lehrer. Das Erziehungsdepartement wollte sich gestern Abend nicht offiziell äussern.

Der Kanton Tessin ist die Region mit den meisten Corona-Fällen. Eine Person ist bereits gestorben. Nebst der Schliessung der Schulen, wünschen sich die Tessiner scheinbar auch die Schliessung der Grenzen zu Italien. Der Bundesrat hat sich jedoch nicht zu diesem Schritt entschieden.
6:26
Bund bereitet Grenzkontrollen vor
Die Tessiner Kantonsregierung fordert ausgiebige Grenzkontrollen zu Italien. Sie schrieb deswegen einen Brief an den Bundesrat mit der entsprechenden Forderung. Im Brief fordert der Regierungsrat die Präsenz von Grenz­wächtern an sämt­lichen Übergängen zu Italien. Damit sind nicht nur Strassenkontrollen gemeint, sondern auch Kontrollen von Schiffs- und Bahnreisenden, die von Italien einreisen wollen, berichtet das RSI.

Und stossen damit auf offene Ohren, schreibt der «Tages-Anzeiger». So bereiten anscheinend die zuständigen Stellen innerhalb der Bundesverwaltungen derzeit die rechtlichen Grundlagen vor, damit ein Bundesratsentscheid möglich ist. Erwägt werden offenbar Gesundheitskontrollen an den Landesgrenzen zu Italien. Gerücht über eine Grenzschliessung dementierte Bundesratssprecher André Simonazzi aber vehement.
3:47
US-Börsen entziehen sich dem weltweiten Negativtrend
Nach dem drastischen Kurseinbruch zum Wochenbeginn hat sich der Abwärtstrend an den europäischen Börsen fortgesetzt. An der New Yorker Wall Street stabilisierten sich die Kurse dagegen.

Nach dem schwarzen Montag waren an den europäischen Börsen am Dienstag zunächst Zeichen der Entspannung sichtbar: Der deutsche Aktienindex Dax legte zwischenzeitlich um mehr als drei Prozent zu, auch in Paris und London wurden Kursgewinne verbucht. Im Tagesverlauf rutschten die Börsenbarometer aber wieder ins Minus.

Der Dax schloss um 1,4 Prozent tiefer als am Vortag. Der Pariser Index CAC der 40 grössten Unternehmen gab um 1,5 Prozent nach. In Mailand betrug das Minus zum Börsenschluss 3,3 Prozent. In London stabilisierte sich derweil der Index FTSE-100. Die Verluste lagen bei Handelsschluss bei weniger als 0,1 Prozent. Und die Schweizer Börse bzw. der SMI schloss nach einem ermutigenden Start mit einem hauchdünnen Minus von 0,01 Prozent bei 9196 Punkten.

An der New Yorker Wall Street, die am Montag ihren schlimmsten Handelstag seit der Finanzkrise von 2008 erlebt hatte, ging es am Dienstag aber wieder bergauf. Der US-Leitindex Dow Jones und der Index S&P 500 legten jeweils um rund 4,9 Prozent zu. (sda/afp)
3:15
Zahl neuer Virus-Infektionen in China weiter auf niedrigem Niveau
Mit 24 neu nachgewiesenen Fällen ist die Zahl der Coronavirus-Erkrankungen in China wieder leicht gestiegen. Wie aus am Mittwoch von der Pekinger Gesundheitskommission vorgelegten Zahlen hervorging, wurden damit landesweit fünf Fälle mehr als am Dienstag registriert.

Damals war die bisher niedrigste Zahl neuer Covid-19-Erkrankungen seit Ausbruch der Epidemie verkündet worden.

Auch die Zahl der neuen Todesfälle legte im Vergleich zum Vortag wieder leicht von 17 auf 22 zu. Insgesamt blieben die Fallzahlen laut der offiziellen Angaben jedoch auf niedrigem Niveau.

Seit Beginn der Epidemie im Dezember 2019 haben sich nach der offiziellen Statistik insgesamt 80'778 Menschen in Festlandchina mit dem neuen Coronavirus infiziert. Mehr als 61'000 haben die Spitäler bereits wieder verlassen. 3158 Tote sind bisher in der Volksrepublik bezüglich des Virus zu beklagen. (sda/dpa/reu)
3:11
Coachella-Festival in Kalifornien wegen Coronavirus verschoben
Das legendäre Coachella-Festival in Kalifornien wird wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus nicht wie ursprünglich geplant Mitte April stattfinden. Die Konzerte seien an zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden auf Oktober verschoben worden, teilten die Veranstalter am Dienstagabend (Ortszeit) mit.
Festival goers Joy Corrigan, left, and Ashley Haas dance at Coachella Music & Arts Festival at the Empire Polo Club on Sunday, April 16, 2017, in Indio, Calif. (Photo by Amy Harris/Invision/AP)
Mit dem Aufschub würde man den Empfehlungen der Gesundheitsbehörde in dem Bezirk Riverside County folgen, hiess es weiter. In der Region sind nach Angaben der Behörden mehrere Menschen mit dem neuen Coronavirus infiziert.

Mehr als hunderttausend Konzertgänger waren auf dem Festivalgelände in Indio im April erwartet worden. Als Hauptacts an sechs Tagen sollten Gruppen und Künstler wie Rage Against the Machine, Travis Scott, Frank Ocean, Lana Del Rey, Big Sean und Calvin Harris auftreten.

Elon Musk schrieb noch vor der Ankündigung des Festivals, dass sie Coachella so lange verschieben sollten, bis es aufhört zu nerven und landete damit einen viralen Tweet.

21:44
Börsen-Crash findet vorerst ein Ende an US-Börsen
Nach den panikartigen Verkäufen zu Wochenbeginn haben sich die Aktienkurse an der Wall Street am Dienstag stabilisiert. Neben Schnäppchenkäufen könnten Anleger auch darauf gesetzt haben, dass Massnahmen der US-Regierung zur Milderung der wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus greifen.

Der Dow Jones Industrial stieg um 4,89 Prozent auf 25'018,16 Zähler. Vorausgegangen war dem allerdings zuletzt der heftigste Ausverkauf seit der grossen Finanzkrise 2007 und 2008. Anleger fassten erst im späten Handel wieder etwas Zutrauen. Zuvor war der Dow vorübergehend noch in die Verlustzone gerutscht.

US-Präsident Donald Trump kündigte an, dass die Regierung wegen des Coronavirus mit dem Kongress unter anderem über Erleichterungen bei der Lohnsteuer sowie über Kredite für Kleinunternehmen reden werde. Zudem stellte er Unterstützung für besonders betroffene Unternehmen in Aussicht, beispielsweise für Kreuzfahrtanbieter und Fluggesellschaften. (sda/dpa)
21:35
Trump will keinen Test
US-Präsident Donald Trump sieht derzeit keine Notwendigkeit, sich einem Coronavirus-Test zu unterziehen. Grundsätzlich würde er einen solchen Test machen, das sei schliesslich «kein grosses Ding», sagte Trump am Dienstag in Washington vor Journalisten.

Sein Leibarzt habe ihm aber gesagt, dass derzeit kein Anlass bestehe. «Es gibt keine Symptome, nichts», sagte der 73-Jährige. Er fühle sich «äusserst gut».

Trump hatte zuletzt Kontakt mit drei Abgeordneten seiner Republikanischen Partei, die wiederum Kontakt mit einem Coronavirus-Infizierten hatten. Einer von ihnen ist Trumps designierter neuer Stabschef Mark Meadows, der sich selbst in eine freiwillige Quarantäne begeben hat. Ein Coronavirus-Test bei Meadows fiel negativ aus.

Trump sagte, das Virus werde wieder verschwinden. «Bleiben Sie ruhig, es wird wieder verschwinden.»

Das Virus breitet sich auch in den USA aus. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität wurden bislang mehr als 800 Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt. 28 Menschen starben demnach. Trump bereitet derzeit Massnahmen vor, um die Auswirkungen des Virus auf die US-Wirtschaft zu dämpfen. (sda/afp)

21:32
New York setzt gegen Coronavirus Nationalgarde ein
Im Kampf gegen das Coronavirus setzt der US-Bundesstaat New York die Nationalgarde ein. Wie Gouverneur Andrew Cuomo am Dienstag ankündigte, sollen die Nationalgardisten in der nördlich von New York City gelegenen Vorstadt New Rochelle mobilisiert werden.

Im Kampf gegen das Coronavirus setzt der US-Bundesstaat New York die Nationalgarde ein. Wie Gouverneur Andrew Cuomo am Dienstag ankündigte, sollen die Nationalgardisten in der nördlich von New York City gelegenen Vorstadt New Rochelle mobilisiert werden.

Schulen, Gotteshäuser und weitere Versammlungsorte würden in dem Gebiet zwei Wochen lang geschlossen bleiben, sagte Cuomo. Der Gouverneur versicherte zugleich, das Gebiet werde nicht unter Quarantäne gestellt. Geschäfte würden offen bleiben, Bewohner könnten kommen und gehen.

Die Schutzmassnahmen und der Einsatz der Nationalgarde seien notwendig, sagte Cuomo. «Es ist ein dramatisches Vorgehen, aber das ist die grösste Häufung (von Coronavirus-Infektionen) im ganzen Land. Das ist buchstäblich eine Frage von Leben und Tod.»

Im Bundesstaat New York wurden bislang mehr als 170 Coronavirus-Fälle bestätigt, 108 davon im Landkreis Westchester County, in dem New Rochelle liegt. Die 80'000-Einwohner-Stadt liegt nahe New York City. Der erste Fall war dort Anfang vergangener Woche gemeldet worden. Im Mittelpunkt des neu eingerichteten Sperrgebiets befindet sich eine Synagoge, die bei der Verbreitung des Virus eine zentrale Rolle gespielt haben soll.
Pedestrians pass New Rochelle City Hall, Tuesday, March 10, 2020, in New York.  State officials are shuttering several schools and houses of worship for two weeks in the New York City suburb and sending in the National Guard to help with what appears to be the nation's biggest cluster of coronavirus cases, Gov. Andrew Cuomo said Tuesday.   (AP Photo/John Minchillo)
21:08
WTO sagt Sitzungen ab
Die Welthandelsorganisation WTO hat für die kommenden Tage sämtliche Treffen abgesagt, weil sich ein Mitarbeiter mit dem neuen Coronavirus infiziert hat. Generaldirektor Roberto Azevedo habe daher die WTO-Mitglieder informiert, dass vom 11. bis 20. März sämtliche Meetings ausgesetzt werden.

«Wir nehmen die Gesundheit unserer Mitarbeiter und unserer Mitglieder sehr ernst. Daher setzen wir nun diesen beispiellosen Schritt», sagte Azevedo der Mitteilung zufolge. «Wir werden die Situation weiter stetig beobachten und unsere Entscheidung vor dem Ende der Woche überprüfen.» (sda/dpa)
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