Energiewende
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FILE - In this Tuesday, May 6, 2014 file photo, a mostly illuminated One World Trade Center towers over the lower Manhattan skyline in New York. The neon lights of Broadway might not all shine so bright if a push to cut energy usage in the city's buildings comes to pass. Proponents want to see commercial buildings turn off their lights after midnight if the buildings are empty. Critics say it would take away some of what makes New York City sparkle.(AP Photo/Mark Lennihan, File)

Die Glitzermetropole New York will beim Klimaschutz einen Zacken zulegen. Bild: AP/AP

Immer mehr Good News beim Klimaschutz – ausser in der Schweiz

Der Weltklimarat fordert zu raschem Handeln im Kampf gegen die Erderwärmung auf. Viele Städte, Regionen, Unternehmen und Investoren haben wichtige Schritte eingeleitet. Keine gute Falle aber macht die Schweiz.



Der Sommer scheint fast kein Ende zu nehmen. In den nächsten Tagen steigen die Temperaturen im Schweizer Mittelland auf Werte von gegen 25 Grad, und das Mitte Oktober. Damit setzt sich der Trend eines Jahres fort, das ohnehin deutlich wärmer und vor allem trockener ist als der Durchschnitt. In solchen Fällen wird schnell einmal der Klimawandel als Ursache herangezogen.

Nun aber sind Wetter und Klima zwei unterschiedliche Phänomene. Trotzdem werden sie gerne vermischt. «Klimaskeptiker» etwa nehmen jede Kältewelle zum Anlass, um die vom Menschen verursachte Erderwärmung als Schwindel abzutun. Dabei hat der Weltklimarat der Vereinten Nationen in seinem neusten Bericht klar aufgezeigt, dass es mehr als fünf vor zwölf ist.

Betrachtet man die Statistiken, dann ist das angestrebte Ziel einer Erderwärmung um «nur» 1,5 Grad schwer bis gar nicht zu erreichen. Die gute Nachricht aber ist, dass sich sehr viel tut in Richtung einer massiven Senkung des CO2-Ausstosses. Immer mehr Städte, Regionen und Unternehmen verpflichten sich zu teilweise einschneidenden Massnahmen.

Länder und Regionen

Kalifornien ist der grösste US-Bundesstaat und eine der zehn grössten Volkswirtschaften der Welt. Seit Jahren wird die Förderung der erneuerbaren Energien massiv vorangetrieben. Im September folgte der nächste Meilenstein: Gouverneur Jerry Brown unterzeichnete ein Gesetz, mit dem Kalifornien seine Stromversorgung bis 2045 vollständig auf saubere Energien umstellen will. Das Gesetz ist auch eine Reaktion auf die klimafeindliche Politik von US-Präsident Donald Trump.

Andere Länder setzen sich ebenfalls hohe Ziele. Die Erdölnation Norwegen will das erste Land der Welt werden, das ausschliesslich saubere Quellen für seinen Energiebedarf nutzt. Ab 2025 sollen Autos mit Verbrennungsmotoren nicht mehr verkauft werden dürfen. Nachbar Schweden will die «Netto-Emission» von Treibhausgasen bis 2045 auf null reduzieren.

epa06086174 Wind turbine generators stand near a solar array in the San Gorgonio Mountain Pass in the San Bernardino Mountains near Palm Springs, California, USA, 13 July 2017. More than 4,000 wind turbine generators in the San Gorgonio Mountain Pass provide enough electricity to power Palm Springs and the entire Coachella Valley.  EPA/PAUL BUCK

Wind- und Solarkraftwerk in Kalifornien: Der grösste US-Bundesstaat will seine Stromversorgung bis 2045 auf saubere Energien umstellen. Bild: EPA/EPA

Für Aufsehen sorgte am Dienstag ein Gerichtsurteil in den Niederlanden. Es verpflichtet den Staat in zweiter Instanz, den CO2-Ausstoss bis Ende 2020 um mindestens 25 Prozent zu reduzieren. In zahlreichen Ländern wurden ähnliche Prozesse angestrebt. Ebenfalls am Dienstag beschlossen die EU-Umweltminister eine Verschärfung der CO2-Grenzwerte für Neuwagen bis 2030.

Städte

London und New York gehören zu den dynamischsten und innovativsten Metropolen der Welt. Im September veröffentlichten die Stadtpräsidenten Sadiq Khan und Bill de Blasio im «Guardian» einen Aufruf an alle Städte, nicht länger in fossile Energien zu investieren. Im Visier haben sie vor allem die Pensionskassen, sie sollen sich aus entsprechenden Projekten zurückziehen.

«Hitzewellen wie diese werden sich künftig häufen»

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Video: srf

Khan und de Blasio verweisen auch auf ihre Anstrengungen im Bereich Energieeffizienz und erneuerbare Energien. So hat New York seine Solarenergiekapazität seit 2013 versechsfacht. Ihre Initiative läuft im Rahmen des C40-Netzwerks, das mehr als 90 Metropolen umfasst. Deren Engagement gegen den Klimawandel hat Gründe. Urbane Gebiete sind von Hitzewellen stärker betroffen als ländliche Gebiete, und Küstenstädte sind vom Anstieg der Meeresspiegel bedroht.

Investoren

Einrichtungen für die Altersvorsorge verwalten riesige Summen, die angelegt werden wollen. Die Städteinitiative zielt nicht umsonst auf die Pensionskassen. Auch in diesem Bereich tut sich einiges. So haben zwei der grössten Pensionskassen in Südkorea – jene der Lehrkräfte und der Staatsangestellten – angekündigt, die Finanzierung von Kohle künftig zu boykottieren.

epa06840784 (FILE) - A general view of the Tagebau Garzweiler opencast pit mine, where the 'Ende Gelaende' protest initiative in the Rhenish coal mining area takes place in Erkelenz, Germany, 25 August 2017 (reissued 26 June 2018). The first meeting of the German government's 'Commission for Growth, structural change and employment' - dubbed the Coal Committee - is held in Berlin on 26 June 2018. The Commission was installed by the federal government to prepare and hand over a plan for a date to coal energy phase-out and for the 70,000 jobs in the coal energy sector that would be affected by the structural change.  EPA/FRIEDEMANN VOGEL *** Local Caption *** 53725479

Das Braunkohlerevier Garzweiler in Deutschland. Immer mehr Investoren ziehen sich aus der Kohle zurück. Bild: EPA/EPA

Es ist ein wichtiger Schritt, ist Südkorea doch der weltweit fünftgrösste Investor in Kohle. Fast 1000 finanzstarke Organisationen weltweit haben sich zum Kohleausstieg verpflichtet, darunter grosse Player wie Deutsche Bank und HSBC. Das ist auch nötig, denn laut dem Weltklimarat muss der Kohleverbrauch bis 2030 um zwei Drittel und bis 2050 vollständig eliminiert werden.

Unternehmen

Wirtschaft und Klimawandel ist ein schwieriges Thema. Die Autoindustrie etwa tut sich nach wie vor schwer mit schärferen CO2-Grenzwerten, wie sie die EU nun beschlossen hat. Es gibt aber auch positive Beispiele. Das beginnt bei Nischenplayern wie dem Outdoor-Ausrüster Patagonia, der schon lange voll auf die Karte Nachhaltigkeit setzt.

In this July 8, 2018, photo, 2018 Model 3 sedan sits next to a Model X on display outside a Tesla showroom in Littleton, Colo. Tesla CEO Elon Musk announced Tuesday, Aug. 7, that he is considering taking the electric car maker private, causing the company's stock to spike. (AP Photo/David Zalubowski)

Tesla verpflichtet auch seine Zulieferer zu einer umweltfreundlichen Produktion. Bild: AP/AP

Doch auch Grosskonzerne denken zunehmend um, wie CNN berichtet. Der Konsumgüterriese Unilever gilt als «Weltmarktführer» im Bereich Nachhaltigkeit. Er strebt bis 2030 eine positive CO2-Bilanz an. Der Schweizer Konkurrent Nestle will ab 2020 nur noch nachhaltig produziertes Palmöl verwenden. Der Möbelgigant Ikea setzt auf erneuerbare Energien, und Tesla stellt nicht nur Elektroautos her, sondern verpflichtet auch seine Zulieferer zu einer umweltfreundlichen Produktion.

Das Öko-Engagement von Unternehmen ist nicht unumstritten. Oft wird der Vorwurf des «Greenwashing» laut, mit dem umweltschädliche Aktivitäten kaschiert werden sollen. Je mehr reale und positive Beispiele es jedoch gibt, umso grösser ist der Druck, sich ebenfalls zu verändern.

Und die Schweiz?

Die Klimabilanz sieht auf den ersten Blick erfreulich aus. Die Wirtschaft arbeitet im Energiebereich vergleichsweise effizient, der Pro-Kopf-Ausstoss von CO2 ist niedriger als in China. Aber während gerade China zu den Ländern gehört, die enorme Anstrengungen bei den erneuerbaren Energien unternehmen, hinkt die Schweiz hinterher.

«Die Schweiz ist eines der wenigen Länder, die das Klimaziel durch Kompensation im Ausland erreichen wollen. Das ist nicht kompatibel mit dem Pariser Abkommen», kritisiert Christian Lüthi, Geschäftsführer der Klima-Allianz Schweiz. Die Statistik zeige ein verzerrtes Bild. So importiert die Schweiz viele Konsumgüter aus China – und mit ihnen «graue» Emissionen.

Die grössten Klimasünder

Noch trüber ist die Bilanz, wenn man die Investitionen auf dem Finanzplatz einberechnet: «Die dadurch verursachten Emissionen sind 20 Mal höher als die direkten Emissionen der Schweiz.» Doch die Grossbanken CS und UBS tun sich im Gegensatz zu ausländischen Konkurrenten schwer mit dem Ausstieg aus der Kreditvergabe für die Förderung von fossilen Brennstoffen.

Zumindest die Nationalbank soll mit gutem Beispiel vorangehen. Dies fordert eine parlamentarische Initiative der Waadtländer Grünen-Nationalrätin Adèle Thorens. Über die Erfolgschancen macht sich Lüthi keine Illusionen; der Vorstoss wurde in der vorberatenden Kommission klar abgeschmettert. Trotzdem sei der politische Druck wichtig.

Keine gute Falle macht die Schweiz bei den Pensionskassen. Das betrifft auch jene der Stadt Zürich, die sich zum 2000-Watt-Ziel verpflichtet hat. Sie will laut dem «Tages-Anzeiger» nur zögerlich aus Investitionen in Kohle, Öl und Gas aussteigen.

Für Christian Lüthi von der Klima-Allianz denken die Berater der Pensionskassen oft extrem kurzfristig: «Sie sagen sich, wenn andere aus der Kohle aussteigen, müssen wir erst recht einsteigen. Das führt in die falsche Richtung.» Deshalb müssten die Versicherten aktiv werden: «Viele fahren aus Rücksicht auf das Klima mit Zug und Velo, machen diese Anstrengungen jedoch mit den Investitionen ihrer Pensionskasse zunichte.»

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    Alle Leser-Kommentare
  • promensch 12.10.2018 21:49
    Highlight Highlight Anstelle von die ganze Heizung umzustellen, der Kanton Wallis subventioniert die private Anschaffung eines elektrischen Rauchabscheiders, Anschaffung 1500.- mit 1000fr. Schade werden solche Errungenschaften nicht interkantonal kommuniziert. Der im Kamin anhaftende Russ wird vom Kaminfeger mechanisch entfernt. Das ist dann minus klimaneutral. Schönen Abend
  • @ursus 12.10.2018 21:34
    Highlight Highlight Entfernt. Bitte formuliere deine Kritik sachlich. Danke, die Redaktion.
  • 01vinc09 12.10.2018 20:47
    Highlight Highlight Also die Schweiz ist beim besten Willen nicht am schlechtesten, sicher ist Luft nach oben, aber im Gegensatz zu Deutschland ist wenigstens auch Luft nach unten. Wenn man Deutschland etwas beobachtet ist es zum heulen, die Regierung besteht nur noch aus Lobbyisten welche klagen dass das Nachteile für die Wirtschaft beudeute. Vor wem denn? Den Chinesen. Und warum? Weil sie einfach den Anschluss in Nachhaltigkeit verpasst haben. Wenn man jetzt keinen Druck auf sie macht, werden sie den Anschluss ganz verlieren und dann gehts mit der gesamteuropäischen Wirtschaft ebenfalls abwärts...
  • bokl 12.10.2018 19:34
    Highlight Highlight "Die Erdölnation Norwegen will das erste Land der Welt werden, das ausschliesslich saubere Quellen für seinen Energiebedarf nutzt."


    Und wird dann auch die Erdölförderung eingestellt? Oder macht man einfach selber auf sauber, aber verdient daran, dass andere den eigenen "Dreck" verbrennen?

    Wie lange halten die Öl-Vorräte von NOR? Den Ausstieg beschliessen, wenn man seinen letzten Öl-Tropfen aus dem Boden gepumpt und verkauft hat, ist sehr zynisch.

    Wenn wirklich 5 vor 12 ist, sind nur Ziele mit Horizont 202x relevant. Alles andere ist ein Abschieden der Probleme an die nächste Generation.
    • Horscht 12.10.2018 22:58
      Highlight Highlight Wir brauchen Öl Herr Bokl
      Und nur ein kleiner Teil wird als Treibstoff verwendet.
      Ich denke sie wollen mit dem Beispiel NOR sagen, dass Aufforstung de Wälder und Invesititionen in erneuerbare Energie sinnvoller ist als 1000m hohe Türme zu bauen und mit goldigen Lamborghinis herumzukurven.
      Ich hoffe sie machen aus diesem Schatz das Beste...
  • leu84 12.10.2018 18:41
    Highlight Highlight Etwa gleich viel Energie wie wir Schweizer im Inland benötigen (Brenn- und Treibstoffe, Elektrisch usw), verbraucht es im Ausland um Güter usw. für uns herzustellen.
    Wenn man bedenkt, dass der proKopf-Verbrauch bei uns CH bei 4000 Watt (auch schon 5000W) liegt, dann sind 2000W eigentlich eine gute Sache aber, 2000W pro Person entspricht dem weltweiten Durchschnitt. Um einen vorindustriellen Wert zu erreichen, sollten es 1000W sein.
    Optimierung, Effizienz oder Reduktion können einen Weg dahin sein.
  • wolge 12.10.2018 18:02
    Highlight Highlight Da gibts nur eines: Geburtenrate senken und wir sparen tonnenweise Energie
    • riqqo 13.10.2018 08:14
      Highlight Highlight Brauchts denn tonnenweise Energie beim Gebären?
  • tolgito 12.10.2018 17:37
    Highlight Highlight Von wegen immer mehr Good News beim Klimaschutz- ausser in der Schweiz... der darunter liegende Artikel auf der News Seite zeigt sogleich folgenden Artikel
    Kitzbühel startet die Ski-Saison – bei 20 Grad im Schatten... brauchts da noch mehr Worte?!
  • Yippie 12.10.2018 17:28
    Highlight Highlight Die Aussagen von Herr Lüthi sind wiedersprüchlich. Zunächst erwähnt er, es sei nicht gut im Ausland zu kompensieren und danach meint er, dass wir viel Graue Energie impotieren.

    Gerade weil wir viel Graue Energie importieren, ist es eben auch ökologisch sinnvoll sich im Ausland zu bemühen. Dazu kann im Ausland oftmals für 1 Franken mehr CO2 eingespart werden als in der Schweiz.
    • auslandbasler 12.10.2018 18:28
      Highlight Highlight Das ist nicht ganz richtig. Die Schweiz will ja nur ihre eigene Bilanz kompensieren und das erst noch nur im Ausland. Das ist verlogen. Wenn wir so ehrlich wären und die graue Energie würde nicht China und Co. aufgebürdet, dann würden wir viel viel mehr bezahlen müssen. Zurecht wohlgemerkt.
    • sheimers 12.10.2018 18:28
      Highlight Highlight Mit "im Ausland kompensieren" ist aber anderes gemeint. Da werden z.B. CO2-Zertifikate aus irgend einer Bananenrepublik aufgekauft, die dort nicht mehr gebraucht werden weil die Industrie gerade bachab gegangen ist. Auf dem Papier hat die Schweiz dann CO2 kompensiert, aber bewirken tut sie damit genau gar nichts.
  • DerRaucher 12.10.2018 17:06
    Highlight Highlight Auf Twitter wird von Kachelmann das Thema Holzöfen und Cheminee aufgegriffen. Eine Sache worüber ich mir nie Gedanken gemacht habe. In Wohnvierteln wo noch viel mit Holz geheizt wird, nur um es schön knisternd zu haben, ist die Luftqualität schlechter als in einer Innenstadt da dort solche öfen ja meist nicht verbaut sind.
    User Image
    • Kommentiert 13.10.2018 15:22
      Highlight Highlight Darum werden bei modernen Holzheizungen Feinstaubfilter verbaut.
  • Ohniznachtisbett 12.10.2018 17:04
    Highlight Highlight Naja ich hoffe mal dieser Artikel ist nach dem Motto: Dran bleiben bitte. Alles andere wäre Gugus. In der CH produzieren wir keinen Strom aus fossilen Energiequellen. Wir fahren insgesamt relativ saubere Autos. Erst recht wenn auch andere Schadstoffe bedacht werden. Wir sind Europameister im Zug fahren. Klar: wir fliegen zu viel und unsere VW ist stark auf importe angewiesen. Wie letzteres geändert werden soll ist mir schleierhaft.
    • trio 12.10.2018 18:53
      Highlight Highlight Der CO2 Ausstoss unserer Autos ist doch einiges höher als in anderen Ländern. Daran ändert sich auch nichts, wenn wir relativ saubere Autos fahren 🙄
    • Kommentiert 13.10.2018 15:21
      Highlight Highlight Ausserdem hast du bei deiner Aussage 40% des Energieverbrauchs gar nicht erwähnt. Nämlich der deines Hauses!
  • Widmer 12.10.2018 16:38
    Highlight Highlight Die Berechnung basiert so auf vielen Annahmen, dass ich sie stark in Zweifel ziehe. Die Schweiz wird - auch von einheimischen Medien - immer wieder als rückständig im Umweltschutz beurteilt. Dabei bringt die Schweiz eine sehr gute Eingangsbilanz. Die In der Schweiz fahrenden Lastwagen und Autos aus dem Ausland können nicht berechnet werden.
  • Kommentiert 12.10.2018 16:19
    Highlight Highlight Das wichtigste ist das man vorallem die Gebäude in der Schweiz saniert. Das grösste Problem ist, das immernoch ca. jede dritte neue Heizung mit Öl betrieben wird. Gas ist auch nicht viel besser. Am besten eine Wärmepumpe einbauen und das Gebäude besser isolieren. Ein grossen Teil des Ausstosses verhindern.
  • Supermonkey 12.10.2018 16:16
    Highlight Highlight Wie wird die Erderwärmung um 1 grad gemessen? Wenns mal 2-3 jahre lang warm ist und dann wieder mal einen kalt. Dann berücksichtgt man noch die verschiedenen zonen der ganzen welt...
  • Gubbe 12.10.2018 16:10
    Highlight Highlight Immer wieder wird hier auf der Schweiz mit immer gleichen Themen rumgetrampelt. Wir sin eines der saubersten Länder der Welt, auch punkto CO2. Vielleicht ist der Artikel provokativ gemeint. Dazu die grosse Weite mit all den Windrädern zu zeigen...wo haben wir den solche Brachen. Auf den Bergen will ich keine grossen Windräder sehen und im Mittelland auch nicht. Ausserdem könnte man glauben, das die CH hinter China herhinkt. Wer da mal den Smog einzog, braucht keine Drogen mehr. Aber eben, CH-Bashing im grünen Bereich, das geht einigen wie Honig.
  • Posersalami 12.10.2018 15:56
    Highlight Highlight Die Sache mit den Pensionskassen liesse sich doch einfach lösen, indem man die Wahl der Kasse zukünftig dem Arbeitnehmer überlässt.

    Dann könnten zumindest diejenigen, denen die Zukunft nicht egal ist, vernünftig investieren, anstatt sich bevormunden zu lassen.
  • Ökonometriker 12.10.2018 15:48
    Highlight Highlight Die Schweiz setzt bereits seit Jahrzehnten massiv auf öffentlichen Verkehr und erneuerbare Energien. Kalifornien stösst etwa das 5-fache an CO2 pro Kopf aus...

    Natürlich kann man immer mehr tun - aber das Geld kann weitaus effektiver im Ausland investiert werden. Noch besser sind Technologie- und Wissenstransfers, z.B. bez. Gewässerschutz, Hydrologie und Wasserkraft in Länder wie China und Indien. Das passiert zwar bereits, aber in weit zu geringem Ausmass.
  • Jasmin Nyff 12.10.2018 15:41
    Highlight Highlight Sowas von Heuchler, ist ja alles in Ordnung wer hat den so versagt bei Dieselfahrzeugen und wie sieht es mit der Fliegerei aus. Weshalb werden den immer noch Autorennen, Motocross usw., ist es nicht so wenn es um Freizeit und Vergnügen geht ist alles erlaubt oder kann mir einer sagen weshalb wir in der Fliegerei Preise anbieten für 20/30 Euro nur für einen Städtetrip oder Waren die um dei halbe Welt gekarrt werden nur weil es so geil ist. Oder die vielen Paketzusteller die von Haus zu Haus fahren weil die einen zu bequem sind selber einkaufen zu gehen
    • Driver7 12.10.2018 16:27
      Highlight Highlight übrigens: ein Paketzusteller der von Haus zu Haus fährt ist viel effizienter, als wenn jeder mit dem Auto hinfährt um es zu kaufen...
    • BRO 12.10.2018 16:32
      Highlight Highlight In fast allen Punkten kann ich zustimmen. Doch beim Päkli stimmt das so nicht. Es ist effizienter wenn die Post das Päkli zusammen mit allen anderen Päklis in Serie auf dem Weg verteilt, als wenn jeder dafür extra mit einem 2 Tonnen Gefährt in das Einkaufszentrum fährt.
    • auslandbasler 12.10.2018 18:30
      Highlight Highlight Bro und Driver, ja, aber es mit Velo oder zu Fuss, bzw. ÖV machen wäre noch besser.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Herr J. 12.10.2018 15:40
    Highlight Highlight Die Schweiz hat gemessen an der Wirtschaftsleistung pro Kopf schon heute einen extrem tiefen CO2-Ausstoss. Grund dafür ist die (noch) fast CO2-freie Stromproduktion. Deshalb ist ein Franken im Ausland massiv besser investiert als in der eh schon vergleichsweise sauberen Schweiz. Nur Öko-Nationalisten und Profiteure wollen auf Teufel komm raus in der Schweiz die Ziele erreichen. Das ist derart teuer und ineffizient - meiner Ansicht nach kompletter Irrsinn.
    • Ollowain 12.10.2018 15:49
      Highlight Highlight Ich bin sicher das Klima interessiert sich sehr für Statistik und Schuldzuweisungen...
    • Posersalami 12.10.2018 15:59
      Highlight Highlight Vergleichsweise sauber zu wem? Den USA? Ja! Zum Kongo? Nein!

      Sorry aber wir sind hier ganz weit vorne mit dabei, wenn es darum geht Ressourcen zu vergeuden und die Atmosphäre aufzuheizen.

      «Wir sind global gesehen extrem reich. Darum konsumieren wir sehr viel und belasten die Umwelt damit sehr stark. Wir haben die schwersten Autos Europas und fliegen doppelt so häufig wie unsere Nachbarn. Und dann heizen wir auch noch mehr als die meisten anderen in Europa besonders umweltschädlich mit Öl.»
      https://tinyurl.com/yax9sr5c
    • LeChef 12.10.2018 16:16
      Highlight Highlight Richtig. Diese Leute kapieren einfach nicht, dass ein eingespartes Gramm CO2 überall auf der Welt den gleichen Effekt hat; der Preis diese Menge einzusparen aber massiv variiert. Gegen ein Brett vor dem Kopf hilft auch 1000mal erklären nichts.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Driver7 12.10.2018 15:16
    Highlight Highlight Stromproduktion CH: deutlich mehr als die Hälfte mit Wasser, De: Kohle, Atom, Ergas: machen 75 % aus, in USA noch mehr. In keinem Land werden so viele KM mit dem Zug gemacht wie in der Schweiz, usw.. also, hört bitte auf mit solchen WIR-MACHEN-EUCH-EIN-SCHLECHTES-GEWISSEN Artikel.

    Alternative Energien müssen gefördert werden, auch bei uns, aber bevor andere auf die CH zeigen, sollten sie zuerst mal dieses Niveau erreichen.
    • Posersalami 12.10.2018 16:00
      Highlight Highlight In fast keinem Land der Welt fahren solche Drecksschleudern herum wie bei uns, kaum ein Volk fliegt so fleissig wie wir, kaum ein Land hat unseren Wohlstand und konsumiert in diesem Ausmass Güter und Dienstleistungen.

      ich würde sagen, zurück auf Feld 1 mit ihnen.
    • sheimers 12.10.2018 16:46
      Highlight Highlight Deine Zahlen sind nicht aktuell, Deutschland hat unterdessen weniger als 60% vom produzierten Strom aus Kohle, Atom, und Ergas. Da die Produktion den Verbrauch übersteigt, dürfte den Anteil der Erneuerbaren für den Eigenbedarf in Deutschland wohl sogar deutlich über 40% liegen. https://www.energy-charts.de/energy_pie_de.htm
    • Alphaananas 12.10.2018 16:48
      Highlight Highlight Anstatt sich auf den Lorbeeren auszuruhen, könnte man auch als gutes Beispiel vorangehen. Jeder, ob Staat oder Privatperson, wird sein Verhalten früher oder später ändern müssen und abwarten bis uns alle ein- bzw. überholen ist wohl kaum weitsichtig.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nik G. 12.10.2018 14:39
    Highlight Highlight Find eich alles super, nur werden unter anderem die ganz grossen Drecksschleudern wie Kreuzfahrtschiffe und Supertanker nicht behandelt. Das Perfide bei diesen Schiffen ist noch, in den Städten wie Hamburg werden alte Autos verbannt aber diese Schiffe können ihre Motoren nicht ausschalten. Somit wird eine gigantische Menge Feinstaub und CO2 in die Stadt geblasen.
    • kobL 12.10.2018 19:32
      Highlight Highlight Ja die Schiffahrt wird nicht behandelt. Dein Vergleich mit Autos hinkt aber. Die Diesel werden wegen einer zu hohen Stickoxidbelastung "verbannt", nicht wegen Feinstaub und CO2. Verbannt wurden die eigentlich auch nicht, nur dürfen sie nicht mehr zwei Strassen mit einer länge von 2.1 km benutzen. Anwohner und Anlieger dürfen weiterhin durchfahren. Verbannen ist für mich etwas anderes. Und das Stickoxid stammt nicht von den Schiffen, sondern von den LKWs und Autos die da durch fahren.
  • Pasch 12.10.2018 14:31
    Highlight Highlight Das ist das Problem in der Schweiz, Unternehmen wollen die grösstmöglichen Profite aus der weltweiten und nationalen Umstrukturierung rausschlagen, aber den Wechsel im eigenen Ländle hat gefälligst der Mittelstand zu blechen. So wird das nie was!
    • _kokolorix 12.10.2018 21:55
      Highlight Highlight Da bahnt sich das gleiche Desaster wie beim Bankgeheimnis an. Erst wenn das Ausland die Profite der Reichsten bedroht wird reagiert

Erster Verlierer: Der Regenwald. Warum Brasiliens neuer Präsident eine Klima-Gefahr ist

Der Rechtspopulist Jair Bolsonaro hat die Präsidentenwahl in Brasilien gewonnen. Der Ex-Militär kam auf 55,14 Prozent der Stimmen, wie das Wahlamt am Sonntag nach der Auszählung fast aller Stimmen mitteilte. Sein Gegner Fernando Haddad von der linken Arbeiterpartei erhielt demnach 44,86 Prozent.

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