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«Person des Jahres»: Time-Magazin ehrt #MeToo-Bewegung



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Nicht Donald Trump, nicht Hillary Clinton und schon gar nicht Harvey Weinstein: Das Time-Magazin ehrt die #MeToo-Bewegung – es sind Frauen und Männer – auf ihren Cover und macht sie damit zu den Personen des Jahres.

Sie hatten mit Enthüllungen über sexuelle Übergriffe von Männern eine weltweite Bewegung ins Rollen gebracht. Auf die Titelseite der aktuellen Ausgabe setzte die Zeitschrift Frauen wie Schauspielerin Ashley Judd, Sängerin Taylor Swift und die Software-Entwicklerin Susan Fowler.

Judd hatte gemeinsam mit anderen Frauen die Affäre um Filmproduzent Harvey Weinstein losgetreten. Swift hatte erfolgreich einen Radiomoderator verklagt, der ihr an den Po gegrapscht hatte. Fowler hatte eine Unternehmenskultur voller Sexismus beim Fahrdienstanbieter Uber beschrieben, die Firmenchef Travis Kalanick schliesslich aus dem Amt trieb.

«Die mitreissenden Handlungen der Frauen auf unserer Titelseite gemeinsam mit Hunderten anderen sowie vielen Männern haben eine der schnellsten Veränderungen in unserer Kultur seit den 1960er Jahren freigesetzt», erklärte Chefredaktor Edward Felsenthal zur Entscheidung der Redaktion am Mittwoch.

Seit Anfang Oktober waren Vorwürfe wegen sexueller Übergriffe gegen namhafte Schauspieler, Politiker, Journalisten und andere Männer bekanntgeworden, darunter Schauspieler Kevin Spacey, Moderator Charlie Rose, Comedian Louis C.K. und Senator Al Franken. Im Internet hatten Frauen weltweit unter dem Hashtag #MeToo von sexuellen Übergriffen berichtet. (aeg/sda/dpa)

«Person des Jahres»: Das sind alle Titelhalter seit 1927

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