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L'ecrivain Pascale Kramer, pendant une lecture lors du19 eme Festival international de Litterature (Internationales Literaturfestival Leukerbad) ce samedi 5 juillet 2014 a Loeche-Les-Bains en Valais. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Die Schriftstellerin hat den Grand Prix Literatur gewonnen: Pascale Kramer.  Bild: KEYSTONE

Höchster Schweizer Literaturpreis für Pascale Kramer, Spezialpreis für Charles Linsmayer



Die in Paris lebende Genfer Romancière Pascale Kramer hat am Donnerstag den Grand Prix Literatur, den höchsten Schweizer Literaturpreis erhalten. Der Zürcher Germanist Charles Linsmayer wurde mit dem Spezialpreis Vermittlung geehrt. Beide erhielten je 40'000 Franken.

Pascale Kramers bisher zwölf Romane seien geprägt von den Leitmotiven – «oder besser Leidmotiven» – Tod, Verhängnis und Trauer, sagte Bundesrat Alain Berset am Donnerstagabend in seiner Laudatio: Die Autorin verfüge über einen «Seismografen des Leidens», zugleich privat wie ins Politische und Soziale ausgreifend.

Als Beispiel für die politische Relevanz führte Berset Kramers Roman «L'Autopsie d'un père» (2016) an, der vom Leiden einer Tochter an ihrem übermächtigen, lieblosen Vater erzählt, der zwei Männer vor Gericht verteidigte, die ganz ohne Grund einen afrikanischen Immigranten massakrierten. Der in dem Roman dargestellte Mangel an Empathie, so Berset, sei eines der ganz grossen Probleme der Gegenwart – «das letzte Jahr hat es gezeigt, von Brexit bis Trump».

Erster Roman mit 21

Pascale Kramer wurde am 15. Dezember 1961 in Genf geboren und wuchs in Lausanne auf. Nach einem abgebrochenen Literaturstudium arbeitete sie als Journalistin und stieg dann in die Werbebranche ein – erst für sechs Jahre in Zürich, seit 1987 in Paris, wo sie inzwischen eine eigene Werbeagentur betreibt.

Ihr literarisches Debüt gab Kramer mit 21 Jahren. Ihr dritter Roman «Manu» brachte 1996 den Durchbruch und bescherte ihr den renommierten Prix Dentan. Am erfolgreichsten war bisher ihr Roman «L»implacable brutalité du réveil" (2009), der unter anderem mit einem Schweizer Schillerpreis und dem Prix Rambert ausgezeichnet wurde.

Der unermüdliche Vermittler

Der diesjährige Träger des Vermittlungspreises, Charles Linsmayer «hat die Jury mit seinem schwungvollen und unermüdlichen Engagement für die Literatur überzeugt», heisst es zur Begründung. Er sei nicht nur ein aussergewöhnlicher Vermittler, sondern auch Literaturkritiker, Verleger, Initiator von Übersetzungen und Neuauflagen, Ausstellungskurator und Organisator von öffentlichen Lesungen.

Neben den beiden grossen Gesamtwerkspreisen wurden am Donnerstag in der Nationalbibliothek in Bern auch die «kleinen», mit je 25'000 Franken dotierten Einzelwerkspreise vergeben. Deren Träger wurden bereits im Januar kommuniziert: Dieter Zwicky, Laurence Boissier, Ernst Burren, Annette Hug, Michel Layaz, Jens Nielsen und Philippe Rahmy. (sda)

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