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Flüchtlingsfeindliche Kommentare auf Facebook führen zu mehr Gewalt



Hatespeech – ein immer grösseres Problem auf Social Media. User kommentieren, teilen und liken Aussagen mit rassistischem und aggressivem Inhalt. Doch führen die Aufrufe zur Gewalt zu einer beschleunigten Radikalisierung der Gesellschaft? Diese Frage stellten zwei Doktoranden der Warwick Universität in England in ihrer kürzlich veröffentlichten Studie «Fanning the Flames of Hate: Social Media and Hate Crime».

Karsten Müller und Carlo Schwarz analysieren, welcher Zusammenhang zwischen Hasskommentaren auf der Facebook-Seite der Alternative für Deutschland (AfD) und Übergriffen auf Flüchtlinge in Deutschland besteht. 

Ihr Fazit: 

Die Verfasser der Studie wagen laut The Economist zudem folgendes Gedankenspiel: Während dem Untersuchungszeitraum hätte es in einer Welt ohne rechte Hasskommentare 13 Prozent beziehungsweise 437 Angriffe weniger gegeben. (kün)

Die Studie

Der Untersuchungszeitraum von Karsten Müller und Carlo Schwarz betrug 111 Wochen, vom ersten Januar 2015 bis zum 13. Februar 2017. Dieser Zeitraum ist von besonderem Interesse, da er den Anfang und den Höhepunkt der Fluchtbewegungen aufgrund des Krieges in Syrien beinhaltet. Insgesamt wurden 176'153 Posts, 290'854 Kommentare, 510'268 Likes und 93'806 User-IDs verwertet.

Das sind die Gesichter hinter den Hasskommentaren:

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Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • mogad 18.01.2018 14:04
    Highlight Highlight Was gilt denn so alles als flüchtlingsfeindlicher Hass-Sprech? Reicht es schon zu schreiben, dass 70% der Flüchtenden junge Männer sind, dass konsekuenter ausgeschafft, die Grenzen besser geschützt werden sollten? Dass 70% und mehr von denen in der Sozialfürsorge leben? Was sind die Kriterien?
  • Haiderfroh 17.01.2018 17:11
    Highlight Highlight Noch so eine sinnlose Studie.
    Erstens ist jedem Mensch mit mehr als 3 Jahren Lebenserfahrung klar, dass Menschen meist verbale und non-verbale Drohgebärden machen, bevor sie tätlich werden. Ist bei so allen Tierarten nicht anders. Das macht so ein Studie von Beginn weg überflüssig.
    Zweites ist es wieder eine Studie unter Anwendung von Statistik. Statistik erzeugt bloss schöne Diagramme, aber kann keine Erklärung untermauern, oder sogar beweisen. Ganz einfach weil Statistik zwar Korrelationen aufdecken kann, aber keine Ursache identifizieren.
    Solche Studien sind darum alle so gut wie wertlos.
  • Scott 17.01.2018 16:25
    Highlight Highlight Jemand ruft auf Facebook zu einer Demo auf. Tatsächlich gehen ein paar Leute hin.

    Hmm, welchen Zusammenhang könnte das jetzt haben? Studie bitte!
  • durrrr 17.01.2018 16:14
    Highlight Highlight Mich würde noch wunder nehmen auf welchen statistischen Modellen die Aussagen beruhen. Korrelationen lassen sich immer leicht herstellen. Eine signifikante Beziehung zwischen Ursache und Wirkung muss es deswegen noch lange nicht geben.
  • Chrigu BE 17.01.2018 14:53
    Highlight Highlight Wird dies in der Arbeit wissensch. / statistisch belegt, ist es äusserst interessant.
    Ich gehe zunächst einmal davon aus, dass es so ist.
    DANN überrascht mich das Ausmass der Beeinflussung!
    Ursache/Wirkung scheint mir hier klar (Hasskommentare werden wohl weniger durch Übergriffe erzeugt, als umgekehrt).
    Die Thesis (Gedankenspiel) ist äusserst spannend... und macht auch etwas Hoffnung - denn es heisst, dass andere User, die schlichtend eingreifen, eine messbare (lindernde) Wirkung erzielen könnten...
    Zeit für mehr Zivilcourage - nicht falsch verstehen, das sage ich durchaus auch zu mir selbst.
    • Haiderfroh 17.01.2018 17:29
      Highlight Highlight Du bist den Studienmachern und Studienzitierern auf den Leim gegangen.
      Aus einer Korrelation kann nicht geschlussfolgert werden, dass das eine die Ursache des anderen ist, oder umgekehrt.
      Es könnten alle Dinge eine gemeinsame andere Ursache haben, die aber gar nicht erfasst wurde. Oder es ist möglich, dass die Dinge, ganz ohne Beziehung zueineander stehen und trotzdem korrelieren.
      Ursache und Wirkung müssen reproduzierbar beobachtet werden können, um schon nur festzstellen zu können, dass es überhaupt eine Kausalität gibt. Erst danach kann man beginnen, nach der Erklärung zu suchen.
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 17.01.2018 14:50
    Highlight Highlight Ich sehe viel Korrelation, denke aber nicht, dass eine Kausalität besteht.
    • Haiderfroh 17.01.2018 17:42
      Highlight Highlight Sie besteht schon. Nur anders.
      Zuerst ist der Hass, der hier eigentlich keiner ist. Der Hass motiviert zu Agression in div. Formen: verbale / non-verbale, friedliche / kriegerische. Dass genannte Taten einhergehen mit genannten Worten, verwundert nicht. Am Anfang war der Hass, der eigentlich vom Selbsterhaltungstrieb herrührt. Bei nicht wachsenden Ressourcen und sich zuspitzender, ungerechter Verteilung der Ressourcen versteht sich von alleine, dass die ressourcenärmsten Teile der Bevölkerung den für sie existenziellen Verteilkampf auch mit Gewalt führen. Ihnen bleibt nichts anderes übrig.
  • Lord_Mort 17.01.2018 14:48
    Highlight Highlight Gibts da noch einen Link zur Studie?🤔 Das wäre toll! 😊
  • fandustic 17.01.2018 14:12
    Highlight Highlight Liegt wohl daran, dass in jenen Gemeinden wo diese Seiten am aktivsten besucht werden, wohl auch die meisten Leute mit der entsprechenden Gesinnung wohnhaft sind...ergo ist die Chance auf Übergriffe entsprechend höher. Da braucht es keine Studie dazu.
  • Scott 17.01.2018 14:06
    Highlight Highlight Ähnlich Studien haben ergeben, dass es nach einer längeren Regenzeit 78.845% häufiger Überschwemmungen gibt.
    • Saraina 18.01.2018 08:40
      Highlight Highlight Du vergleichst Hass auf sozial Schwächere mit Regen, und gewalttätige Übergriffe mit Naturereignissen?
    • Scott 18.01.2018 09:43
      Highlight Highlight Nein, ich vergleiche unsinnige Studien mit unsinnigen Studien...

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