Good-News

Dieses Gadget hilft Blinden, mit den Ohren zu sehen

07.12.17, 07:00 07.12.17, 07:29
Team watson
Team watson

«EyeMusic» heisst das Projekt. Erfunden wurde es an der Universität in Jerusalem. «EyeMusic» ist ein kleines Gerät, das mithilfe einer Kamera Eigenschaften von Objekten in Töne und Musik übersetzt. Die Technik ermöglicht es blinden Personen etwa, zwischen roten und grünen Äpfeln zu unterscheiden. 

Mit diesem Gerät sollen Blinde mit den Ohren sehen. 

Das Gerät kann aber auch helfen, Gesichtsausdrücke wie beispielsweise ein Lächeln wahrzunehmen. «Es funktioniert ähnlich wie bei Delfinen und Fledermäusen, die mithilfe von Geräuschen sehen», sagt der Erfinder und Neurowissenschaftler Amir Amedi gegenüber derstandard.at. «Nach einem Training können blinde Personen Buchstaben erkennen, Tierbilder sehen und Objekte wie Schuhe finden», erklärt Amedi. 

Die Informationen werden durch das Gehör aufgenommen. Bei der Verarbeitung werden aber auch gewisse Bereiche des Gehirns aktiviert, die für die visuelle Wahrnehmung zuständig sind. 

Das Projekt «EyeMusic» wird durch das EU-Forschungsprogramm «Horizon 2020» gefördert. Amir Amedi wurde bisher mit insgesamt 1,5 Millionen Euro unterstützt. Er verfolgt mit seiner Forschung vor allem ein Ziel: «Allen voran wollen wir Blinden damit mehr Unabhängigkeit ermöglichen.» «EyeMusic» gibt es bereits als App, auf der man die Bild-Ton-Sprache erlernen kann. 

>>> Dem Internet sei Dank kann eine Frau den grössten Wunsch ihres jüngeren Bruders erfüllen

Jeden Tag spielt Max mehrere Stunden mit seinem blauen Spielzeuglastwagen. bild: buzzfeed / cassie gretschel

Seit 17 Jahren erhält Max aus dem US-Bundesstaat Maryland immer dasselbe Geschenk zu Weihnachten: einen speziellen Spielzeuglastwagen, den sogenannten «Tonka Truck». Max kam mit einer Zerebralparese zur Welt und ist körperlich wie auch psychisch stark eingeschränkt. Etwas, das den 25-Jährigen stets aufzuheitern vermag, ist dieser Spielzeuglastwagen.

Doch die Suche nach dem Sammlerstück hat sich Jahr für Jahr schwieriger gestaltet, sagt Cassie Gretschel, die ältere Schwester von Max gegenüber dem amerikanischen Newsportal Buzzfeed. Einen solchen Lastwagen zu finden, sei nach und nach zu einer unmöglichen Mission geworden. Denn Max wolle nicht irgendeinen Tonka Truck, sondern den «Tonka Police Hummer Truck» in blauer Ausführung.

Max und seine Schwester Cassie Gretschel aus Maryland. bild: buzzfeed / cassie Gretschel

Fabriziert wurden diese Spielzeuglastwagen im Jahr 2000. Die Produktion ist seither eingestellt. Gretschel und ihre Eltern mussten jedes Jahr über eBay intensiv nach dem Spielzeug suchen, bis sie fündig wurden. Doch der grosse Aufwand habe sich stets gelohnt, da der Truck für ihren jüngeren Bruder so etwas wie der heilige Gral aller Spielzeuge sei, sagt sie. Jeden Tag spiele Max mehrere Stunden mit seinen Lastwagen.

Der Tonka Police Hummer Truck. bild: buzzfeed / cassie gretschel

Weil Gretschel befürchtet hatte, dass sich die Suche nach einem Truck auch dieses Jahr wieder besonders schwierig gestalten würde, hoffte sie auf die Community von Reddit, einer Website, auf der viele Leute rund um den Globus Angebote aufschalten und ansehen. 

Und tatsächlich: Nur kurze Zeit nachdem Gretschel ihr Problem geschildert hatte, erhielt sie Antworten aus der ganzen Welt. Wenige Tage nach ihrem Aufruf meldete sich der Hersteller Tonka gleich selbst bei ihr und liess über Facebook verlauten, dass ein Team gerade die Lager in den USA und China nach dem blauen Tonka Police Hummer Truck absuche.

Gegenüber Buzzfeed sagte ein Sprecher der Firma Tonka, dass nach dem Inserat von Gretschel sehr viele E-Mail eingegangen seien. Das habe motiviert, bei der Suche nach dem Spielzeuglastwagen mitzuhelfen.

Gretschel ist überglücklich und wird die nächsten Jahre keine Probleme mehr haben, ihren Bruder mit seinem Lieblingsgeschenk zu beglücken.

>>> Dieser Schuh macht die Welt ein bisschen besser

Ein Aussteller präsentiert stolz den Turnschuh von Adidas, der komplett aus recyceltem Ozeanplastik hergestellt ist.   Bild: EPA/EPA

Es sind Bilder, die schockieren: Strände, übersät mit Plastikmüll. PET-Flaschen, zerfetztes Plastikgeschirr und Trinkhalme soweit das Auge reicht. Der Müll verdreckt das Meer und gefährdet dort ansässige Tiere und Pflanzen. 

Dem Plastikmüll in den Weltmeeren sagt nun auch ein grosser Sportartikelhersteller den Kampf an: Adidas. Zusammen mit der Umweltschutzorganisation «Parley for the Oceans» kreierte Adidas einen Turnschuh, der zu 95 Prozent aus recyceltem Plastikmüll besteht. 

Bild: AP/AP

Rund eine Million Schuhpaare wurden aus Parley-Ozeanplastik hergestellt. Und das ist noch nicht alles. Das oberste Ziel sei es, fabrikneues Plastik komplett aus der Wertschöpfungskette zu verbannen, sagt Eric Liedtke, Executive-Aufsichtsrats-Mitglied der Adidas-Gruppe gegenüber 20 Minuten

>>> Diesen Trinkhalm hast du zum Fressen gern

Aus diesem Trinkhalm kannst du nicht nur trinken. Sondern auch essen. Bild: Facebook/Eatapple

Kinder lieben sie und wir Erwachsenen nutzen sie vor allem im Ausgang – um unsere trendigen Drinks auszuschlürfen. Die Sprache ist von Trinkhalmen, bei uns besser bekannt als «Röhrli». 

So lustig die Dinger sind, so schlecht sind sie für die Umwelt. Bereits nach dem einmaligen Gebrauch landet die Plastiktrinkhilfe im Abfall. Die Lösung des Gewissenskonflikt kennen die beiden Jungunternehmer Konstantin Neumann und Danilo Jovicic, die das Startup «Wisefood» gegründet haben: Einen Trinkhalm, den man essen kann.

Nie wieder Good News verpassen!

Wenn ihr den «Good News»-PUSH abonniert, entgeht euch kein einziger Teil mehr. Halleluja. Und so geht's:
• In der watson-App (iPhone/Android) aufs Menü (drei farbige Strichli rechts oben) klicken.
• Ganz unten Push-Einstellungen antippen (je nach Handy musst du bitzli runterscrollen) und bei «Good News» auf «EIN» stellen, FERTIG.

Die eigene Erfahrung brachte die beiden auf die Idee. Neumann sagte zum deutschen Online-Magazin «Gründerszene»: «Man sitzt gemütlich mit seinen Kollegen in einer Bar und trinkt genüsslich seinen Cocktail. Und nahezu jeder kaut dabei auf dem lieblosen Plastikhalm herum.»

So sah anfänglich die Produktion aus

Bild: Facebook/Eatapple

«Eatapple» heisst das von ihnen entwickelte, 20 Zentimeter lange braune Röhrchen und besteht aus Apfelresten. Die Erfinder versprechen: Ausser bei geschmacksneutralen Wasser schmecke man beim Trinken nichts von der Frucht. 

Wer den Trinkhalm essen will, muss sich mit dem Trinken übrigens beeilen. Denn nach rund einer halben Stunde hat sich das Röhrli im Getränk aufgelöst. 

>>> Eine Aktion will, dass an Weihnachten jeder Flüchtling ein Geschenk erhält

In Berlin wurden Flüchtlinge vergangenes Jahr vom Samichlaus besucht. Bild: EPA/DPA

«Züri schenkt» lautet der Name einer Aktion mit einem tugendhaften Ziel. Flüchtlingen und Hilfsbedürftigen sollen an Weihnachten die Hand gereicht werden. Und zwar mit kleinen Geschenken. 

Die Organisatoren wollen allen der rund 1200 Flüchtlingen und Asylsuchenden in den Unterkünften im Raum Zürich ein Weihnachtsgeschenk und eine Karte mit netten Worten überreichen. Und so heisst es auf der Homepage von «Züri schenkt»: «Das Weihnachtsfest gibt uns Zürchern die Chance, Flüchtlingen und Asylsuchenden in unserer Gemeinde die Hand zu reichen und sie mit einer kleinen Aufmerksamkeit dazu einzuladen an den Traditionen unserer Feiertage teilzuhaben und Teil unserer Gemeinschaft zu sein.»

Weil in den Zürcher Unterkünften vorwiegend Männer leben, braucht es 850 Päckchen, die zur Kennzeichnung in blaues Geschenkpapier gepackt werden soll. Auf der Homepage werden sogleich auch Vorschläge für allfällige Geschenke geliefert, so beispielsweise einen Turnbeutel, Shampoo und Duschgel oder einen Schal. 

Weiter werden 200 grün verpackte Päckchen für Frauen benötigt. Auch hier kann beispielsweise Body Lotion oder eine Mütze verschenkt werden. Die 150 benötigten Geschenke für die Kinder sollen in roter Farbe verpackt werden. Beinhalten können sie Spielsachen oder Winterbekleidung.

Die Organisatoren stellen an fünf Standorten eine Abgabestation für die Geschenke zur Verfügung. Bis zum 15. Dezember können die Päckli dorthin gebracht werden. Danach werden sie sortiert und verteilt. 

Organisiert wird das Projekt von der Global Shaper Community, der Jugendorganisation des Weltwirtschaftsforums.

>>> Per Volksabstimmung: Dieses Dorf hat alle Pestizide verboten

Die EU hat beschlossen, das umstrittene Pflanzenschutzmittel Glyphosat um fünf Jahre zu erneuern. Ein Entscheid, den Umweltorganisationen scharf kritisieren.

Einem Dorf im italienischen Südtirol kann so ziemlich egal sein, was die EU bezüglich Glyphosat beschliesst. Denn die Bürger von Mals haben das Heft längst in die eigene Hand genommen und eine Volksabstimmung durchgeführt.

Bild: Wikicommons/Gaudenz Blaas

Dabei kam es zum ungewöhnlichen Entscheid: Drei Viertel der Stimmberechtigten erklärten das 5000-Seelen-Dorf zur ersten pesitzidfreien Gemeinde in Europa.

«Ich könnte jeden Tag einen Vortrag halten. In Indien, Japan, den USA.»

Ulrich Veith, Bürgermeister von Mals

Mitte April 2018 gilt es nun ernst. Ab dann sollen sämtliche chemische-synthetische Pflanzenschutzmittel auf dem Gemeindegebiet verboten sein.

«Das kommende wird das entscheidende Jahr», sagt Ulrich Veith, Bürgermeister von Mals, zum Magazin «Stern». Denn er rechnet mit Widerstand. Konventionelle Bauern würden mit Sicherheit gegen die neue Pestizid-Verordnung der Gemeinde vorgehen. Doch dann gehe es eben vor Gericht, hält er fest.

Der Bürgermeister ist seit der Abstimmung ein gefragter Mann. «Ich könnte jeden Tag einen Vortrag halten», sagt er zum deutschen Magazin. «In Indien, Japan, den USA.»

Der ungewöhnliche Volksentscheid hat auch die Aufmerksamkeit des östereichischen Filmemacher Alexander Schiebel auf sich gezogen. Er ist kurz darauf ins Dorf gezogen und hat die «Rebellion» festgehalten. In einem 240-seitigen Buch und einem Dokumentarfilm.

Trailer zum Film: Das Wunder von Mals

Video: YouTube/Das Wunder von Mals

>>> Neue 3D-Brille soll Tumor-OPs vereinfachen

Der Arzt kann durch eine grüne Einfärbung feststellen, ob er tatsächlich alles Nötige herausgeschnitten hat. bild: fraunhofer.de

Es braucht viel Geschick, um Metastasen zu lokalisieren und komplett zu entfernen. Eine 3D-Brille soll den Ärzten nun dabei helfen.

Das Besondere am Augmented-Reality-System «3D-ARILE» ist, dass die Brille zusammen mit einer Navigationssoftware, mit einem System von Infrarotkameras und mit einem Fluoreszenzfarbstoff funktioniert. Es blendet den Medizinern die exakte Position des erkrankten Gewebes ein, schreibt das Gesundheitsportal Medinside

Die Soft- und Hardware im klinischen Live-Test im Universitätsklinikum Essen. bild: fraunhofer.de / Trivisio Prototyping

«Um den betroffenen Lymphknoten sichtbar zu machen, wird dem Patienten der Fluoreszenzfarbstoff in die direkte Umgebung des Tumors gespritzt, der sich über die Lymphbahnen verteilt und im Wächterlymphknoten sammelt», erklärt Stefan Wesarg, beteiligter Forscher vom deutschen Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung. Der Arzt könne dann durch eine grüne Einfärbung feststellen, ob er tatsächlich alles Nötige herausgeschnitten hat, so Wesarg.

Bislang verwendeten Ärzte dazu eine radioaktive Substanz. Mit dem neuen System sollen die Patienten laut den Fraunhofer-Forschern nun «wesentlich schonender» behandelt werden können.

 >>>Diese App macht's möglich: Leihe blinden Menschen deine Augen

Jeden Tag aufs Neue treffen Blinde im Alltag auf Probleme. Beispiel: Ist die Milch im Kühlschrank bereits abgelaufen? Oder im Bahnhof: Muss ich jetzt links oder rechts in den Zug steigen?

Zum Glück gibt es heutzutage das Smartphone, mit dem man per Videoanruf Freunde um Hilfe bitten kann. Doch was, wenn die Ansprechperson nicht erreichbar ist oder ich sie nicht bereits zum fünften Mal heute nerven will?

Um diese Probleme aus der Welt zu schaffen, haben die Dänen Christian Erfurt und Hans Jørgen Wiberg die App «Be My Eyes» entwickelt. Wer sich diese auf sein Smartphone herunterlädt, kann sich entweder als Blinder registrieren oder als Sehender, der seine Hilfe anbietet.

Ein Blinder wird via App von einem Sehenden durch die Stadt gelotst. Bild: zvg/BeMyEyes

Dank dieser App können die bereits über 48'000 registrierten Blinden 24 Stunden am Tag einen «Freund» erreichen. Denn einer der über 617'000 Volunteers hat bestimmt immer Zeit, den Videoanruf entgegenzunehmen.

Der Erfinder Hans Jørgen Wiberg berichtete in der englischen Independent von einem speziellen Fall. Eine junge, blinde Frau hatte ein ungewöhnliches Anliegen: Sie suchte jemanden, der ihr das Ergebnis ihres Schwangerschaftstests abliest. «Das war die einzige Chance dieser Frau, die Ergebnisse ihres Tests herauszufinden, ohne jemanden zu fragen, den sie kannte», sagt Wiberg.

Die Idee der beiden Dänen ist mittlerweile preisgekrönt. Im September wurde die App in Oslo als «Innovation of the Year» ausgezeichnet. Auch wegen ihrer Einfachheit. Ein Klick reicht, um Hilfe anzufordern.

>>> Was es für eine neue Parkbank braucht: Abfall und einen 3D-Drucker

Mithilfe eines 3-Druckers wird aus Plastikmüll eine Parkbank. Bild: Facebook/PrintYourCity

Jeder Bewohner von Amsterdam ist im Jahresschnitt verantwortlich für 23 Kilogramm Plastikmüll. Nun soll aus einem Teil des Mülls etwas neues entstehen, das mitten in der Stadt aufgestellt werden kann und erst noch praktisch ist. Die Rede ist von Parkbänken.

Die Initiative «Print Your City!» hat sich zum Ziel gesetzt, den alten Plastik in die Form einer Parkbank zu giessen. Dies mithilfe von 3D-Druckern. Das Verfahren wurde dabei gemeinsam mit der Firma Aectual entwickelt, wie das Magazin «Trends der Zukunft» berichtet.

Zugegeben: Die sogenannte XXX Bank sieht auf den ersten Blick ein wenig gewöhnungsbedürftig aus. Ebenfalls gewöhnungsbedürftig: Wenn man auf der Bank sitzt, auf der bis zu vier Personen Platz haben, braucht es ein wenig Geschick, um gemeinsam die Balance zu halten. Dies ist aber von den Designer so gedacht. Es soll symbolisieren, dass es Kooperation braucht, um den Recycling-Kreislauf beim Plastikmüll zu schliessen.

Somit verfolgen die Initiatoren drei Ziele: Die Stadt soll verschönert, die Menge an Plastikmüll reduziert und die Menschen auf das Problem aufmerksam gemacht werden.

>>> Rettungssanitäter erfüllen sterbender Frau letzten Wunsch – und bringen sie ans Meer

Eine australische Ambulanzbesatzung hat einer im Sterben liegenden Frau ihren letzten Wunsch erfüllt und sie zum Strand gefahren, damit sie noch einmal das Meer sehen konnte. «Tränen flossen und die Patientin war sehr glücklich», teilte der Rettungsdienst mit.

Auf der Facebook-Seite des Rettungsteams war ein Foto zu sehen, das einen Sanitäter neben einer Krankentrage vor dem Ozean an der Hervey Bay im Osten Australiens zeigt.

screenshot: queensland ambulance service / facebook

Der Rettungswagen sei mit der Sterbenden auf dem Weg zur Palliativstation des örtlichen Spitals gewesen, erklärte der Rettungsdienst weiter. Auf der Fahrt habe die Frau gesagt, sie wünsche sich, sie könnte noch einmal an den Strand gehen. Daraufhin habe das Rettungsteam spontan «einen kleinen Umweg zum tollen Strand an der Hervey Bay gemacht, um der Patientin das zu ermöglichen».

«Manchmal geht es nicht um Medikamente, Ausbildung oder fachliches Können – manchmal ist es einfach Mitgefühl, das einen Unterschied macht!» schloss der Bericht.

(sda/afp)

Lebensgefährlich verbrannter Mann überlebt – dank Haut des Zwillingsbruders

Dank der Haut seines Zwillingsbruders hat ein Schwerstverbrannter in Frankreich überlebt. Chirurgen der Pariser Klinik Saint-Louis teilten am Donnerstag mit, ihnen sei erstmals eine Hauttransplantation zwischen Zwillingen auf 95 Prozent der Körperfläche gelungen.

Der leitende Chirurg Maurice Mimoun sagte der Nachrichtenagentur AFP, bisher seien solche Verpflanzungen nur auf einer Fläche von bis zu 68 Prozent erfolgreich gewesen. Der 33-jährige Patient hatte im September 2016 bei einem Arbeitsunfall lebensgefährliche Verbrennungen erlitten. Sieben Tage nach seiner Einlieferung in die Klinik transplantierten die Ärzte ihm in mehreren Stufen Haut seines eineiigen Zwillingsbruders.

Ein Arzt am Zentrum für regenerative Medizin an der Universität in Modena, Italien, hält eine Hautschicht mit zwei Pinzetten fest. (Symbolbild) Bild: AP/Mirko Wache

Dafür wurden nach Angaben der Ärzte fünf bis zehn Zentimeter grosse Schichten unter anderem vom Schädel und Rücken des Zwillingsbruders entnommen, wo die Haut besonders schnell nachwächst. Die so gewonnene Haut wurde dann mit einer Spezialmaschine gestreckt, sodass sie «wie eine Netzstrumpfhose» um den Körper des Brandopfers gelegt werden konnte, berichtet Mimoun.

Der Bruder sei «äusserst glücklich», seinem Zwilling geholfen zu haben, sagte der Chirurg. Das Brandopfer mache gesundheitlich gute Fortschritte, die Haut im Gesicht und an den Händen habe sich schon sehr gut erholt.

(sda)

>>> Kinder lesen Hunden im Tierheim Bücher vor – und bauen dabei Schwächen ab

Die Hunde bekommen Aufmerksamkeit und die Kinder sollen etwas lernen: In Wien lesen Kinder im Rahmen eines neuen Projektes Hunden im Tierheim Kinderbücher vor. 

«Für Kinder ist es eine besondere Möglichkeit, mit Hunden in Kontakt zu treten und persönliche Schwächen, wie etwa Probleme beim Lesen oder auch andere Ängste abzubauen,» sagte Gudrun Braun, Hundetrainerin und Initiatorin des Projekts zum Newsportal heute.at.

bild: screenshot wiener tierheim

Bevor sich die Kinder vor die Käfige setzen, bekommen sie einen Crashkurs über das Ausdrucksverhalten von Hunden, um deren Signale auch richtig deuten zu können.

Das Ganze scheint Erfolg zu haben: Seit Beginn des Projektes seien die Hunde viel entspannter als früher, erzählen Pfleger und Pflegerinnen. 

>>> Das ist vermutlich die älteste Zeichnung von Hunden – und sie enthüllt Verblüffendes

Entdeckt haben Forscher die in Sandstein geritzte Zeichnung in der arabischen Wüste im Nordwesten von Saudi Arabien. Schätzungen zufolge ist sie über 8000 Jahre alt und damit die älteste Zeichnung von Hunden, die jemals gefunden wurde. 

Darauf zu sehen ist eine Jagdszene: Ein mit Pfeil und Bogen bewaffneter Mann – umgeben von zahlreichen Hunden. Zwei der Hunde sind anhand von Strichen mit dem Jäger verbunden. Laut den Archäologen sind die Striche vermutlich Leinen, die an der Hüfte des Mannes angebunden sind, damit er die Hände frei hat um zu jagen. 

Laut Angela Perri, Zooarchäologin am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig, sind Hunde bereits sehr früh ein wichtiger Begleiter auf der Jagd gewesen. Von der Sandsteinzeichnung war sie hell begeistert, wie sie gegenüber dem amerikanischen Science Mag sagte: «Eine Million Knochen sagen mir nicht so viel, wie diese Zeichnung.» 

Paul Tacon, Archäologe an der Griffith University in Australien, betont jedoch, dass es sich bei den Strichen auch um eine symbolische Bindung anstelle von echten Leinen handeln könnte. So oder so war die Beziehung zwischen Hund und Mensch essentiell, sagt Tacon: «Das zeigen auch die liebevoll gestalteten Fellzeichnungen. Hunde waren für den Menschen wichtige und geliebte Begleiter.»

>>> «Einsamer Rentner» sucht per Inserat Gesellschaft für Weihnachten – Dutzende laden ihn ein

Diese Anzeige geht auf Facebook viral. Bild: screenshot facebook.com

Weihnachten ist mehr als nur Christbaum, Gebäck und Geschenke. Für viele steht das Zusammensein mit Freunden und Familie im Zentrum der Festtage. Doch nicht alle können sich auf die Gesellschaft der Liebsten freuen.

Davon zeugt die herzzerreissende Kleinanzeige, welche am schwarzen Brett eines Berliner Supermarktes hing. «Wo findet einsamer Rentner, Witwer, im kleinen Kreis zu Weihnachten einen Platz zum Mitfeiern», ist darauf zu lesen. Bereits sechs Wochen vor Heiligabend machte sich der ältere Herr Sorgen darüber, das Fest alleine feiern zu müssen.

Eine junge Frau namens Lisa fotografierte das Inserat und postete das Bild am Freitag auf Facebook. «Als ich das gelesen habe, hat es mir sofort das Herz gebrochen», kommentierte sie die Aufnahme. Die Anzeige des Rentners ging viral – bis Montagabend wurde sie über 2000 Mal geteilt.

Dutzende haben den einsamen Witwer mittlerweile eingeladen, erklärt Lisa gegenüber Stern.de: «Ich kann gar nicht mehr zählen, wie viele Anfragen ich bekommen habe». Einen Tag lang habe sie die Telefonnummer – welche sie auf dem Facebook-Post in weiser Voraussicht geschwärzt hatte – an Interessenten weitergegeben. 

Danach entschied Lisa, dass es zuviel des Guten für den Rentner sei: «Er hat mit dem Internet noch nie etwas zu tun gehabt. Ihn erreichen nur die Anrufe der Leute, die ihn aufnehmen wollen und das ist gut so».

Der einsame Witwer habe noch keine Entscheidung gefällt, wo und in wessen Gesellschaft er Weihnachten feiern wird. Facebook-Userin Lisa ist gelassen: «Er findet auf jeden Fall einen Platz.»

>>> Hier soll bald die erste schwimmende Stadt gebaut werden

So soll die schwimmende Stadt aussehen. bild: screenshot youtube

Was lange Stoff von Science Fiction-Filmen war, soll bald Wirklichkeit werden. Zumindest wenn es nach den Forschern am Seasteading Institute in San Francisco geht. Sie wollen ganze Inselstaaten bauen, die auf internationalem Gewässer treiben – schwimmende Städte also. 

Seit rund zehn Jahren tüftelt das Seasteading Institute nun schon an der Idee und kämpft immer wieder dagegen, nicht als komplett irrsinnig abgestempelt zu werden. Doch gerade in der heutigen Zeit, mit dem Wissen, dass die Meeresspiegel aufgrund des Klimawandels bedrohlich ansteigen, scheint die Idee von schwimmenden Städten gar nicht mehr so abwegig.

Anfang dieses Jahres gab die Regierung von Französisch-Polynesien den Forschern grünes Licht. Das Seasteading Institute darf in deren Hoheitsgewässern bauen. Geplant ist der Bau auf Anfang 2019. Dabei soll ein Konstrukt von mehreren miteinander verbundenen kleinen Inseln gebaut werden, die in der Nähe des Festlandes schwimmen. 

>>> Hamburg macht Traum von Hannah (14) wahr: Behinderte erhalten «Schwer-in-Ordnung-Ausweis»

Die 14-jährige Hannah änderte ihren Ausweis noch eigenhändig. Ein junger Nachahmer erhält jetzt von den Behörden einen offiziellen «Schwer-in-Ordnung-Ausweis».

Die Geschichte von Hannah aus dem Hamburger Vorort Pinneberg bewegte Tausende: Das 14-jährige Mädchen mit Down-Syndrom störte sich an der Bezeichnung des Dokuments, welche die kostenlose Beförderung einer Begleitperson in öffentlichen Verkehrsmitteln ermöglicht. Sie benannte den so genannten «Schwerberhindertenausweis» kurzerhand in «Schwer-in-Ordnung-Ausweis» um.

Hannahs grossartige Aktion inspirierte jetzt einen jungen Hamburger, beim Versorgungsamt der Stadt einen Antrag auf einen solchen «Schwer-in-Ordnung-Ausweis» zu stellen, wie der Spiegel berichtet. Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) sagte am Dienstagabend gegenüber Radio NDR, man wolle dem Jungen einen entsprechenden Ausweis ausstellen.

Die Politikerin hat Freude am jungen Nachahmer von Hannah: «Das zeigt deutlich: Menschen mit Behinderung empfinden sich als Teil dieser Gesellschaft, und sie haben keine Lust, von Dritten immer als eine bestimmte Gruppe klassifiziert zu werden», sagte Leonhard dem Sender.

Der offizielle Schwerbehindertenausweis wird nach Angaben des Versorgungsamts zwar weiterhin benötigt. Die Verwaltung will aber unbürokratisch auf die «herzerweichende Geschichte» reagieren, sagte ein Sprecher. Noch ist gemäss Sozialsenatorin Leonhard offen, wie das Begleitdokument genau aussehen. Den  Namen «Schwer-in-Ordnung-Ausweis» werde er aber auf jeden Fall tragen.

>>> Ausziehen für einen guten Zweck? Diese bärtigen Männer hatten eine bessere Idee

Posieren für einen guten Zweck: Der Newfoundland & Labrador Beard and Moustache Club sammelt Geld, in dem sie sich als Meerjungfrauen verkleiden.  Bild: facebook/NL Beard and Moustache Club

«Sich in einer Fischflosse zu bewegen, ist nicht so einfach wie man denkt», sagt der bärtige Kanadier, der ausgerechnet Hai zum Nachnamen heisst.

Medienanfragen, wie jene des kanadischen Senders «CBC» muss Hasan Hai, Gründer des Newfloundland & Labrador Beard and Moustache Club, derzeit zuhauf beantworten. Der Grund ist die doch eher aussergewöhnliche Charity-Aktion der Männer mit den schönen Bärten und Schnäuzen.

Die 30 Kerle zogen sich nicht etwa ganz nackig für ihren Jahreskalender aus, wie dies schon diverse Sportmannschaften vorgemacht haben. Ihre Idee geht viel tiefer unter die Flosse – sie verkleideten sich als Meerjungfrauen und posierten vor eindrücklicher Kulisse vor der Kamera. 

Befreiend sei das Fotoshooting gewesen, sagt Hai. «Der Kalender ist eine andere Herangehensweise an Männlichkeit und wie diese auszusehen hat.» In erster Linie geht es den bärtigen Meerjungfrauen aber nicht darum. Sondern um möglichst viel Aufmerksamkeit.

Das ist gelungen und damit wird der Verein auch viele Kalender absetzen können. Das damit verdiente Geld fliesst aber keinesfalls in Pflegeprodukte für die Bärte, sondern geht an den Verein Spirit Horse. Dieser bietet Tiertherapien mit Pferden an. 

Wenn du jetzt auch den Kalender voller bärtiger Meerjungfrauen willst, musst du dich vermutlich gedulden. Denn: Du bist nicht der Einzige. Bereits hat der Verein Lieferverzögerungen angekündigt und muss weitere Exemplare nachproduzieren.

Making-of

Der kanadische TV-Sender CBC hat mit den bärtigen Meerjungfrauen gesprochen. Video: YouTube/CTV News

Das könnte dich auch interessieren:

Israelischer Professor zum Trump-Entscheid: «Jerusalem war nie das Hindernis für Frieden»

«So etwas macht man nicht» – FDP-Boss Gössi kritisiert Geheimtreffen vor Juncker-Besuch

«Bilder von unten» – 12 Leute erzählen, was sie auf Tinder und Co. nicht sehen wollen

Bitte, Nintendo, diese 15 Games gehören auf einen Game Boy Classic Mini!

Warum nach einem Amoklauf in den USA noch viel mehr Menschen starben

Jahre des Zorns – was der Palästinenser-Aufstand bedeutet

Diese Obdachlosen haben vielleicht ihr Zuhause verloren – nicht aber ihren Humor

Trump macht Jerusalem zur Israel-Hauptstadt – die Nahost-Eskalation in 9 Punkten erklärt

Dieser Schweizer Soldat musste gerade durch die Französisch-Hölle – aber sowas von

Orgasmus oder Gewichtheben – siehst du das Kommen?

Eine Lokalzeitung befeuert jahrelang die KESB-Debatte – dem Chef drohen jetzt Konsequenzen

Du hast vielleicht die wichtigste Botschaft auf dem «Time»-Cover übersehen

Back to the Future – so gut ist das iPhone X wirklich

Schone dein Portemonnaie und die Umwelt: 19 Tipps, wie du weniger Müll produzierst

#metoo im Bundeshaus: Was sich Nationalrätinnen anhören müssen – und wie sie sich wehren

Nathan Fillion ist der lustigste Promi-Twitterer der Welt. Der Beweis in 18 Posts

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
Themen
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Hier soll bald die erste schwimmende Stadt gebaut werden

Was lange Stoff von Science Fiction-Filmen war, soll bald Wirklichkeit werden. Zumindest wenn es nach den Forschern am Seasteading Institute in San Francisco geht. Sie wollen ganze Inselstaaten bauen, die auf internationalem Gewässer treiben – schwimmende Städte also. 

Seit rund zehn Jahren tüftelt das Seasteading Institute nun schon an der Idee und kämpft immer wieder dagegen, nicht als komplett irrsinnig abgestempelt zu werden. Doch gerade in der heutigen Zeit, mit dem Wissen, dass …

Artikel lesen