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Die Rede in voller Länge. Video: YouTube/C-SPAN

Das sind die wichtigsten Aussagen aus Trumps Rede zur Nation



Die «Fire and Fury» ist für einmal ausgeblieben. Trump hat in einer banalen, aber auch emotionalen Art und Weise seine erste Rede zur Lage der Nation abgehalten. Immer wieder unterbrachen ihn die Abgeordneten mit stehenden Ovationen. «USA, USA», skandierten die Republikaner. Die rund 80-minütige Rede war gespickt mit Pathos und viel Nationalstolz. Übrigens: Die ganze Russland-Affäre erwähnte er mit keinem Wort. 

«USA, USA», skandieren die Republikaner. 

Trump über Versöhnung

Gleich zu Beginn seiner bisher wichtigsten Rede schlägt der US-Präsident versöhnliche Töne an: «Lassen wir unsere Differenzen beiseite und konzentrieren wir uns auf die Gemeinsamkeiten», so Trump. Er forderte das Land auf, als eine Familie zusammenzustehen. Alle US-Bürger seien «ein Team, ein Volk, eine amerikanische Familie» und sie alle sollten zusammen an dem Ziel arbeiten, ein «sicheres, starkes und stolzes Amerika» zu bauen.

Dann lobt er sich erstmal selbst: Seit seiner Wahl seien über 2,4 Millionen Jobs geschaffen worden. Die Arbeitslosenrate bei den US-Latinos sei noch nie so tief gewesen.  

«Das ist der neue amerikanische Moment. Es hat nie eine bessere Zeit gegeben, um den amerikanischen Traum zu leben. Zusammen können wir alles erreichen», so ein euphorischer Trump weiter. 

Trump reaktiviert Guantanamo

Beim Thema Sicherheitspolitik wird Trump ganz ernst. Er habe eben Verteidigungsminister James Mattis angewiesen, die Praxis anzupassen und das Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba wieder mit Häftlingen zu füllen. «In der Vergangenheit haben wir dort hunderte gefährliche Terroristen freigelassen, denen wir später auf dem Schlachtfeld wieder begegnet sind.» Man werde alles tun, um Terroristen zu verfolgen, sie zu verhaften und dann in Guantanamo wegzusperren. 

Punkto Nordkorea gab sich Trump überraschend zurückhaltend. Er wiederholte frühere Aussagen, er werde weiter maximalen Druck ausüben und die Fehler der früheren US-Regierungen nicht wiederholen. 

Der emotionalste Moment

Trump verstand es gekonnt, mit Gästen seiner Rede eine emotionale Note zu geben. So begrüsste er die Eltern von Otto Warmbier im Publikum. Der US-Student war in einem nordkoreanischen Gefangenenlager gefoltert worden und verstarb wenige Tage nach seiner Auslieferung in die USA. «Ihr seid Zeuge dieser Bedrohung für die Welt», so Trump über Nordkorea. Die Eltern erhoben sich während der darauffolgenden Standing Ovation weinend. 

Trump zur Energiepolitik

«Wir haben den Krieg gegen die wunderbare, saubere Kohle beendet.»

Donald Trump

Dann kommt eine reichlich bizarre Aussage: «Wir haben den Krieg gegen die wunderbare, saubere Kohle beendet», sagt er mit Blick auf die Energiepolitik. 

epa06486866 US President Donald J. Trump (L) stands at the podium as US Vice President Mike Pence (C) and Speaker of the US House of Representatives Paul Ryan (R) look on during the State of the Union address in the chamber of the US House of Representatives in Washington, DC, USA, 30 January 2018. This is the first State of the Union address given by US President Donald J. Trump and his second joint-session address to Congress.  EPA/WIN MCNAMEE / POOL

Trump bei seiner ersten Rede zur Lage der Nation.  Bild: EPA/GETTY IMAGES POOL

Zusammenarbeit mit Demokraten

Zuletzt hatte etwa Apple angekündigt, in den USA 20'000 neue Jobs zu schaffen. «Die Zeit der wirtschaftlichen Kapitulation ist vorbei», frohlockte Trump. Man werde neue, bessere Handelsverträge abschliessen. Amerika sei ein Land der Arbeiter. «Wir haben das Empire State Building in einem Jahr gebaut.» Heute vergingen zehn Jahre, um eine Strasse zu planen. «Das müssen wir rasch ändern», so Trump, der gigantische Summen in die Infrastruktur investieren will. 

In seiner Rede rief Trump auch zur parteiübergreifenden Zusammenarbeit im Kongress auf und bot den oppositionellen Demokraten die Zusammenarbeit an. Konkret warb er etwa um Kooperation bei einem von ihm geplanten Mammutprogramm zur Modernisierung der US-Infrastruktur.

Trump über Immigration

Natürlich spricht Trump auch zum Thema Migration, wo er einen 4-Punkte-Plan vorstellt. Die ungebremste Einwanderung müsse sofort gestoppt werden. «Es kann nicht sein, dass ein einziger Immigrant selbst entfernte Verwandte mitbringen kann.» Er kündigte zudem an, den 1,8 Millionen «Dreamers» – jungen illegalen Immigranten – einen Weg zur US-Staatsbürgerschaft aufzuzeigen. «Amerikaner sind auch Dreamer», so Trump. 

Trump zur Immigration. 

Die Reaktionen

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    Alle Leser-Kommentare
  • HabbyHab 31.01.2018 17:38
    Highlight Highlight Was auch leicht verstörend war: “Tonight,” he said, “I call on the congress to empower every Cabinet secretary with the authority to reward good workers—and to remove federal employees who undermine the public trust or fail the American people.” - er bittet den Kongress darum, Kabinett-Mitgliedern die Erlaubnis zu erteilen, jegliche Angestellte von FBI, IRS, Justizministerium und so weiter einfach mal so zu feuern.. so würde jegliche Unabhängigkeit dieser Behörden verloren gehen..
  • ujay 31.01.2018 15:56
  • ujay 31.01.2018 11:23
    Highlight Highlight Die Lügengeschichten eines gewissen Baron von Münchhausen kommen mir da spontan in den Sinn.
  • Snowy 31.01.2018 09:50
    Highlight Highlight Musste mir das zweimal durchlesen...

    Unglaublich.
    Benutzer Bild
  • Lowend 31.01.2018 09:08
    Highlight Highlight Ich lach mich krumm! The State of the Union Rede ist unter Trump wie früher die «Prawda» in der Sowjetunion!

    Richtig wichtig und das einzig Wahre war beim damaligen Leitmedium der UDSSR auch immer nur das, was nicht geschrieben wurde!
  • Dominik I. 31.01.2018 08:22
    Highlight Highlight "I call on the congress to empower every Cabinet secretary with the authority to reward good workers—and to remove federal employees who undermine the public trust or fail the American people"

    Er ist wieder da. 😕
  • batschki 31.01.2018 07:21
    Highlight Highlight Soap
  • El Vals del Obrero 31.01.2018 07:10
    Highlight Highlight Der "Traum" hiess doch mal "vom Tellerwäscher zum Millionär"?

    Alles, was Trump macht,stellt sich diesem Traum entgegen.

    Die Kinder der Tellerwäscher können sich z.B. keine Privatschulen und Colleges leisten. Dafür müssen die Millionäre, die es schon gibt, weniger Steuern zahlen.

    Logisch gibt es da "Anti-Establishment-Gefühle". Aber dummerweise konnten sich die Betroffenen eben die Bildung nicht kaufen, die nötig wäre,um die Widersprüche zu erkennen.

    Der real existierende (leider nicht nur) amerikanischer Alptraum heisst eher "Millionäre verhindern, dass Tellerwäscher zu Millionären werden"
    • Posersalami 31.01.2018 09:15
      Highlight Highlight Den Traum gibts schon lange nicht mehr, man braucht nicht so zu tun als hätte Trump den abgeschafft.

      Schon unter Obama ist die Kluft zwischen Arm und Reich regelrecht explodiert. https://www.abendblatt.de/politik/ausland/article124325640/Schere-zwischen-Arm-und-Reich-weitet-sich-in-USA.html

      Es hat nichts mit Demokraten, Republikanern, Trump, Bush oder Obama zu tun. Solange das die Menschen aber nicht begreifen wird sich daran nichts ändern. Denk mal drüber nach.
    • El Vals del Obrero 31.01.2018 11:38
      Highlight Highlight @Posersalami

      Du hast recht, dass das schon vor Trump begann. Nämlich mit Reagon.

      Im Gegensatz zu Obama beschleunigt Trump es aber noch mit Steuersenkungen. Von Steuersenkungen profitieren prinzipiell immer Reiche mehr als Arme.
    • Posersalami 31.01.2018 16:08
      Highlight Highlight Es haben schon andere vor Trump Steuern gesenkt. Den grössten Schaden hat wohl Clinton angerichtet, der hat nämlich den Finanzmarkt entreguliert wie kein zweiter vor oder nach ihm.
  • Angelle 31.01.2018 06:59
    Highlight Highlight Ich bin gespannt auf die Analyse, was davon alles erstunken und erlogen war...
  • roger.schmid 31.01.2018 06:21
    Highlight Highlight Von Trump kam viel gequirlte schei*** gemischt mit Fakeness und Hurrapatriotismus.
    Sackstark war die Antwort von Bernie Sanders:
    Play Icon
    • batschki 31.01.2018 09:02
      Highlight Highlight Ausgezeichnete Analyse!
      Danke
  • Scaros_2 31.01.2018 06:05
    Highlight Highlight Noch zu erwähnen, Melanie fuhr mit einem eigenen Auto zum Kongress, so was gab es noch nie!
    • bokl 31.01.2018 08:26
      Highlight Highlight @Scaros
      Melanie (Winiger?) war erstmals im Kongress? Was wollte sie da?

      Oder meinst du First Lady Melania?
    • Scaros_2 31.01.2018 08:36
      Highlight Highlight Autokorrektur ftw!
    • manuel0263 31.01.2018 09:39
      Highlight Highlight Absolut korrekt. Und RTL behauptet heute Morgen, Melania habe bei ihrer Anwesenheit alle Trennungsgerüchte weggelächelt. Ein nur kleiner, aber durchaus typischer Grund, seriöse Sendeanstalten zu schätzen...
  • roger.schmid 31.01.2018 04:06
    Highlight Highlight Ganz kurz reingeschaut. Als er die trauernde Familie (für die er sich wie jeder weiss, einen feuchten Kehricht interessiert) für seine niederen Zwecke missbrauchte um danach mit vorgeschobenen Kinn wie einst Mussolini überheblich in die Menge zu glotzen hab ich es nicht mehr ausgehalten.

    Die USA sind wirklich an einem neuen Tiefpunkt angelangt. Mit so einem Präsidenten braucht man keine Feinde mehr.
    • Gar Manarnar 31.01.2018 08:07
      Highlight Highlight Hätte mir das auch nicht lange anschauen können, wenn man dabei die ganze Zeit in die kalten, toten Augen von Trump und Pence und Ryan im Hintergrund schauen muss.
    • Beaudin 31.01.2018 09:00
      Highlight Highlight Warum schaut ihr den ?
      Warum regt Ihr euch über die Amerikaner auf, macht etwas Sinnvolles für die Schweiz.
    • roger.schmid 31.01.2018 12:37
      Highlight Highlight @Beaudin: warum liest du's denn?

      Warum regst du dich über Leute auf, die über den Tellerrand hinaus schauen ;)
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