International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa06616312 US President Donald J. Trump holds a law enforcement roundtable on sanctuary cities, in the Roosevelt Room at the White House in Washington, DC, USA, 20 March 2018.  EPA/KEVIN DIETSCH / POOL

Donald Trump: Der US-Präsident telefonierte gestern mit Putin und hielt sich dabei nicht ans Protokoll.  Bild: EPA/ POOL

Trump ist nach seinem Telefonat mit Putin stinksauer – aber nicht wegen des Russen

«Gratuliere nicht zur Wahl», stand auf Trumps Notizen für sein Telefonat mit Putin. Der US-Präsident tat es trotzdem.



Wladimir Putin gewann vergangenen Sonntag zum vierten Mal die russischen Präsidentschaftswahlen. Wenig überraschend, wurde die Opposition doch systematisch an der Arbeit gehindert. Putin holte rund sieben Mal mehr Stimmen als sein erster Verfolger Pawel Grudinin, von freien Wahlen konnte keine Rede sein.

Play Icon

Video: watson

Dies hielt Donald Trump jedoch nicht davon ab, am Dienstagabend das Telefon in die Hand zu nehmen und dem russischen Machthaber zu dessen Wahlsieg zu gratulieren. Man habe ein «sehr gutes Telefonat» gehabt, liess der US-Präsident danach verlauten. In naher Zukunft sei ein Treffen geplant.

Er habe Putin alles Gute für die nächsten sechs Jahre gewünscht, so Trump und mit ihm über die Situation in Syrien und Nordkorea diskutiert. Über den russischen Ex-Spion Sergej Skripal sei indes nicht gesprochen worden, erklärte Pressesprecherin Sarah Huckabee Sanders später. 

Die freundschaftlichen Töne zwischen Washington und Moskau kamen etwas überraschend, verhängte die Trump-Regierung doch erst vor wenigen Tagen Sanktionen gegen Russland wegen Cyberattacken und Einmischung in den Wahlkampf

Kritik von John McCain

Kritisiert wurde Trump unter anderem durch Senator John McCain. Der Republikaner twitterte: «Ein amerikanischer Präsident führt die Freie Welt nicht an, indem er Diktatoren zum Gewinn von Scheinwahlen gratuliert.» Indem er dies getan habe, habe Trump jeden russischen Bürger beleidigt, dem das Wahlrecht in einer freien und fairen Wahl verweigert worden sei.

Vor den Kopf gestossen fühlte sich jedoch nicht nur John McCain. So berichtete die Washington Post, dass Sicherheitsberater des Weissen Hauses den Präsidenten davor gewarnt hätten, Putin zu gratulieren.

Auf dem vorbereiteten Briefing soll in grossen Lettern «DO NOT CONGRATULATE» gestanden haben. Dies teilten zwei Personen der Zeitung mit, welche die Unterlagen gesehen haben. 

Allerdings ist unklar, ob Trump das Briefing überhaupt gelesen hat. Es ist nicht das erste Mal, dass sich der US-Präsident beim Telefonat mit einem Staatschef nicht ans Protokoll gehalten hat. 

Trump stinksauer

Trump wird die Kritik von McCain wahrscheinlich wenig kümmern. Doch die Angelegenheit beunruhigt den engsten Machtzirkel rund um den Präsidenten aus einem anderen Grund: Wie konnte es passieren, dass der «Washington Post» derart wichtige Interna ausgeplaudert wurde? 

Jemand wollte die Regierung wohl bewusst lächerlich machen. Nur wenige Leute hatten tatsächlich Einblick in die Notizen der Sicherheitsberater.

Trump sei gestern Abend wegen der Leaks stinksauer gewesen, berichtet CNN unter Berufung einer gut unterrichteten Quelle. Demnach verstärke der Vorfall Trumps Glaube, dass es in seinem Team Individuen gebe, die ihn aktiv schwächen wollten. Er vermute diese vor allem im nationalen Sicherheitsbereich. 

Ausser sich vor Wut sei auch Stabschef John Kelly gewesen, welcher heute vorhabe, das Thema im Team anzusprechen und den Schuldigen zu finden. 

epa06616123 US National Security Advisor H.R. McMaster  attends a meeting with US President Donald J. Trump and the Crown Prince Mohammed bin Salman of the Kingdom of Saudi Arabia in the Oval Office at the White House in Washington, DC, USA, 20 March 2018.  EPA/KEVIN DIETSCH / POOL

H.R. McMaster: Wird er von Trump für die Leaks im Sicherheitsteam verantwortlich gemacht? Bild: EPA/UPI POOL

Die Leaks kommen zu einem Zeitpunkt, in dem die Gerüchte um eine mögliche Entlassung des nationalen Sicherheitsberaters H. R. McMaster immer schneller zu drehen beginnen. Nach dem Rauswurf von Aussenminister Rex Tillerson vermuteten diverse US-Medien, dass es als nächstes McMaster treffe. Das Weisse Haus dementierte diese Gerüchte bisher. 

Ob sich McMaster jedoch auch nach den gestrigen Ereignissen halten kann, ist derzeit mehr als nur fraglich. 

Trump 2018

Für Trump naht in der Russlandaffäre die Stunde der Wahrheit

Link to Article

470'000 Trump-Retweets kamen von automatischen Accounts in Russland

Link to Article

Hillary Clinton überrascht bei den Grammys das Publikum – und Donald Trump ...

Link to Article

Die Trump-Show verzückt die Manager, doch nicht alle lassen sich aus dem Takt bringen

Link to Article

«Die amerikanische Demokratie wird weitere sieben Jahre Trump nicht überleben»

Link to Article

Chef-Korrespondent der «New York Times»: «Die Leute sind hungrig auf Trump-Storys»

Link to Article

Der Bundesrat will Trump am WEF bezirzen – und wird wohl bitter enttäuscht

Link to Article

Geheime Screenshots aufgetaucht – weshalb Donald Trump WIRKLICH in die Schweiz kommt 😂

Link to Article

Zu fett, Haarausfall, geistig «topfit» – Trumps Gesundheitszustand in 4 Punkten

Link to Article

Bringt das «Steele-Dossier» Trump zu Fall? Diese neuen Details sagen: Ja!

Link to Article

Während du dich über ihn aufregst, macht Trump Pläne für seine Wiederwahl

Link to Article

Jetzt räumen die Milliardäre auf – das sind die Folgen des Trump/Bannon-Krieges

Link to Article

«Ein Krieg in Korea wäre wirtschaftlich zu verkraften»

Link to Article

Die Hatz auf Mueller wird zur Gefahr für die US-Demokratie

Link to Article

Trump und die «Pipi-Tapes»: Wer lügt?

Link to Article
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

39
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
39Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Beggride 21.03.2018 22:28
    Highlight Highlight Wenigstens mal was Dummes von ihm, das nicht nur negativ ist... Gratuliere zu dieser Errungenschaft...
  • reconquista's creed 21.03.2018 19:57
    Highlight Highlight “Jemand wollte die Regierung wohl bewusst lächerlich machen.“
    Da kommt mir irgendwie spontan sofort Trump in den Sinn...
  • Dirk Leinher 21.03.2018 19:43
    Highlight Highlight Ich weiss nur eines, wenn McCain über etwas vor Wut schäumt, ist es etwas Gutes für die Welt und den Frieden. Er ist einer der den Terror aktiv unterstützt und sich auch persönlich mit ISIS Führer al-Baghdadi traff.
    http://www.der-kosmopolit.de/2015/07/was-macht-senator-mccain-bei-isis.html
    • reconquista's creed 22.03.2018 07:49
      Highlight Highlight Ich verstehe nicht was ihrer Meinung nach der ISIS mit der Legitimation einer russischen Wahl zu tun hat. Scheint mir ein zusammenhangsloser Rundumschlag zu sein.
      Trotz der Vorgeschichte von McCain, steht er hier auf der richtigen Seite und wählt gute, starke und treffende Worte!
    • Dirk Leinher 22.03.2018 20:00
      Highlight Highlight Ich denke auch dass Sie einiges nicht verstehen. Vor allem haben Sie im Geschichtsunterricht anscheinend überhaupt nicht aufgepasst und zudem keine Ahnung von Diplomatie. Und nein, McCain steht auch da auf der falschen Seite wenn er vor Wut kocht, Wut ist nie ein guter Ratgeber. Er und allen anderen Kriegstreibern sollte mal tüchtig de Hosenboden versohlt werden. Typen wie McCain sind wie der kleine Pausenplatz-Bullys der immer stichelt.
      Play Icon
    • reconquista's creed 22.03.2018 22:56
      Highlight Highlight In ihrer Argumentation stellen sie sich jedoch auf die Seite der Kriegstreiber und Bullies Trump und Putin ohne es zu merken.
      Ich finde es sehr interessant, dass jemand gleichzeitig anderen fehlendes Fachwissen vorwirft und gleichzeitig völlig inhalts- und argumetationsfreie Phrasen drischt. Ein Paradebeispiel von Projektion. Man muss sich ja heute daran gewöhnen dass jeder der ein, zwei YouTube-Videos geschaut hat, sich als absoluter Fachkenner fühlt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • fabinho 21.03.2018 19:36
    Highlight Highlight Geil, Trump ist wütend, weil etwas Vertrauliches an die Presse ging. Wieso wissen wir, dass er wütend war/ist? CNN hat es von 'einer gut unterrichteter Quelle' erfahren.
  • Gregor Hast 21.03.2018 19:22
    Highlight Highlight Finde es sehr gut und positiv, dass der amerikanische Präsident, Donald J Trump, Präsident Putin zu seiner Wiederwahl gratuliert hatte. Das Kriegsbeil sollte wirklich begraben werden und im Übrigen steht die Mehrheit des russischen Volkes zu Putin. In der Krim sind es sogar über 90%, und das will was heissen! Jawohl ich oute mich als Putin und Trump Fan!
    • reconquista's creed 22.03.2018 07:53
      Highlight Highlight Es gab in der Geschichte bereits demokratische gewählte Führer, die Gebiete einverleibten und Leute, die erst fanden das sei OK.
      Anschliessend gabs relativ viele Tote und nachher waren alle schlauer. Diese Führer hatten auch Fans und eine hohe Zustimmung.
    • Rerruf 22.03.2018 08:16
      Highlight Highlight Das macht er nur, damit Putin nicht auspackt!! Gecheckt ?
  • Siebenstein 21.03.2018 19:22
    Highlight Highlight Derjenige der für das Leck verantwortlich ist hätte sich das sparen können, mittlerweile weiss doch jeder, dass Trump ein verantwortungsloser Tr...el ist...
  • Watson=Propagandahuren 21.03.2018 19:20
    Highlight Highlight Wieso wird einem Typen wie McCain eigentlich dauernd eine Plattform gegeben?
    Nur weil er Anti-Trump ist?
    Da habt ihr dann auch keine Mühe damit wenn ein McCain für seine Menschenverachtung bekannt ist - er bezeichnete z.B. einmal Friedensdemonstranten als "subhuman scum".
    • swisskiss 22.03.2018 12:45
      Highlight Highlight Herr Mc Cain als Menschenverachter, hat dasselbe Recht seine Ergüsse medial zerkaut zu kriegen, wie der Menschenverachter Trump.

      "Eine Plattform geben" ist weder eine Zustimmung noch Ablehnung einer Person und ihrer Ansichten und Ideologie.

      Das Gegenteil davon, geht unter Zensur.
      Ist es das, was Dir vorschwebt?
    • Watson=Propagandahuren 22.03.2018 19:15
      Highlight Highlight swisskiss: Ich setze mich nur für das Recht ein dass McCains "Ergüsse" in seiner vollen Gänze gezeigt werden.

      Auch das was sich nicht so gut als "Partisan-Issue" (aka. Anti-Trump) verkaufen lässt.
  • roger.schmid 21.03.2018 19:19
    Highlight Highlight https://mobile.twitter.com/neontaster/status/976247476431851520?ref_src=twsrc%5Etwitterkit

    User Image
  • SocialCapitalist 21.03.2018 18:21
    Highlight Highlight Sehr wahrscheinlich wieder ein sehr objektiver und nicht voreingenommener Artikel über Trump
  • Sebastian Wendelspiess 21.03.2018 18:18
    Highlight Highlight „von freien Wahlen konnte keine Rede sein.“ könnt ihr das belegen? Immerhinhat Russland mehr Kamdidaten als die USA, und im Gegensatz zu Deutschland können sie aktiv ihr Staatsoberhaupt wählen.
  • Bert der Geologe 21.03.2018 18:04
    Highlight Highlight Ja ist er jetzt dem Putin in den Ehrenwertesten gekrochen oder nicht? Ist aber typisch. Ablenken auf ein anderes Thema (wer hat gepetzt). - Er ist gekrochen, aber es soll niemand wissen. Und wir erkennen den Kriechvorgang schon an der seltsamen Farbe in seinem Gesicht.
    • Rerruf 22.03.2018 08:17
      Highlight Highlight Er kriecht,damit Putin nichts verrät
  • Angelo C. 21.03.2018 17:21
    Highlight Highlight McCain ist ein zunehmend seniler Greis, der bei Trump IMMER was zu nörgeln hat, dies selbst, wenn dieser (selten genug) auch mal was durchaus sinnvolles tut 🤨!

    Eine permanente Feindschaft seitens des bekannten Kriegstreibers, der offenbar ungeachtet seiner gesundheitlichen Defizite weder an einen Rücktritt denkt, noch minimale republikanische Solidarität zu kennen scheint 🤐

    Jedenfalls war es von Trump sicher besser, mit Putin zu telefonieren, um gelegentlich anlässlich eines persönlichen Treffens über den Erhalt des Weltfriedens zu reden.
    • Walter Sahli 21.03.2018 17:31
      Highlight Highlight "....über den Erhalt des Weltfriedens zu reden. "
      Erhalt des Weltfriedens? Ähh...Du hast aber schon mitgekriegt, dass die USA und Russland aktiv in Kriegen mitmischeln und sie anheizen, oder?
    • Rerruf 21.03.2018 17:35
      Highlight Highlight Da hat doch bestimmt jemand etwas schwerwiegendes zu verbergenund möchte es nicht aufs Spiel setzen!!!So ein Schleimer, einfach nur zum ko.....!
      Ebenso bei den Saudis: Da geht es um persönliches!
    • Juliet Bravo 21.03.2018 18:36
      Highlight Highlight Warum beschwören die Russen und ihre West-Kolonne eigentlich immerzu einen bevorstehenden Weltkrieg herauf?
    Weitere Antworten anzeigen
  • iTaz 21.03.2018 17:15
    Highlight Highlight Freie Welt, das ich nöd lache😂
  • Darth Unicorn #Häschtäg 21.03.2018 17:08
    Highlight Highlight Offtopic, aber das Titelbild ist nicht bearbeitet oder? Oder hat der einfach so zu hohe Magentawerte in seinem Gesicht?
    User Image
    • Bruno S. 88 21.03.2018 17:39
      Highlight Highlight Er hat seinen Selbstbräuner von Orange auf Magenta gewechselt!
    • Bucky 21.03.2018 19:40
      Highlight Highlight Hoher Blutdruck vielleicht.
    • winglet55 22.03.2018 01:15
      Highlight Highlight Alkoholpegel, weil nüchtern kann der sicher nicht sein.
    Weitere Antworten anzeigen

Huawei-Finanzchefin in Kanada verhaftet – China protestiert

Die Finanzchefin des chinesischen Smartphone-Herstellers Huawei ist in Kanada verhaftet worden. Sie müsse mit einer Auslieferung in die USA rechnen. Für Freitag sei eine Anhörung angesetzt, ob Meng Wanzhou gegen Kaution auf freien Fuss gesetzt werden könne.

Dies teilte das kanadische Justizministerium am Mittwoch mit. Meng Wanzhou sei am 1. Dezember in Vancouver festgenommen worden, hiess es weiter. Einem Bericht der Zeitung «The Globe and Mail» zufolge wird ihr zur Last gelegt, gegen …

Artikel lesen
Link to Article