Schweiz
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Valentin Vogt, Praesident Schweizerischer Arbeitgeberverband, diskutiert mit der Unternehmensspitze und Arbeitnehmenden der Firma Lenzlinger Soehne AG, in Naenikon ZH, am Donnerstag, 20. August 2015. Bund, Kantone und Sozialpartner engagieren sich im Rahmen der Fachkraefte-Initiative unter anderem beim Thema

Der Präsident des Arbeitgeber-Verbandes: Valentin Vogt. Bild: KEYSTONE

Renten kürzen? Schlechte Idee, sagt (Überraschung!)
der Präsident des Arbeitgeber-Verbands

21.08.16, 08:36 21.08.16, 10:12


Am Donnerstag und Freitag diskutierte die Sozialkommission des Nationalrats über ein Thema mit Sprengkraft: die Reform der Renten, über die das Volk am 25. September abstimmen wird. Der Vorschlag der Bürgerlichen: Mehr Arbeit, weniger Pension.

Nun hat der Präsident der Arbeitgeber, Valentin Vogt, seine Gesinnungsgenossen zurückgepfiffen. «Die Bürgerlichen haben bei ihren Vorschlägen zur Rentenreform übertrieben», sagte Vogt zum «Sonntagsblick».

Das überrascht. Denn Vogts Verband gilt zusammen mit der Economiesuisse als treibende Kraft hinter den bürgerlichen AHV-Reformplänen. Auch Vogt plädiert gegen 70 Franken mehr Rente (die Ausgleichsmassnahme des Ständerats) und für ein höheres Pensionsalter.

Die Beschlüsse der Kommission gehen Vogt nun aber zu weit. Das Volk habe kaum Verständnis dafür, beispielsweise die Kinderrenten für AHV-Bezüger sowie Witwenrenten zu streichen. Man drohe, «das Fuder zu überladen» und die «dringend notwendige Reform zu gefährden».  

AHV plus

Die Initiative AHV plus verlangt, dass AHV-Renten generell um zehn Prozent angepasst werden. Alleinstehende kämen dadurch auf rund 200 Franken mehr pro Monat, Ehepaare auf 350. Die Gewerkschfaten wollen mit dieser Initiative Rentenkürzungen ausgleichen, die durch tiefere Renditen der Pensionskassen drohen.

Umfrage

AHVplus – Segen oder Fluch?

  • Abstimmen

6,634 Votes zu: AHVplus – Segen oder Fluch?

  • 37%Ich finde die Initiative sehr gut.
  • 45%Viel zu teuer!
  • 18%Keine Ahnung. Will nur das Resultat sehen.

Noch nicht im AHV-Alter, aber Urgesteine im Parlament:

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(dwi)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Miguel1 21.08.2016 14:40
    Highlight Man drohe, «das Fuder zu überladen»... Das ist wohl der Witz des Tages. Das ist es schon lange:

    Nach der Unternehmenssteuerreform darf der Bürger nun die Zeche für fehlende Steuern bezahlen, obwohl es den Unternehmen so gut wie nie geht. Als "Dankeschön" kommt noch "Mehr Arbeit, weniger Pension".

    Vielen Dank an alle bürgerlichen Parteien und vielen Dank auch den Linken, die eine Politik betreiben, die man nicht ernst nehmen kann!
    23 1 Melden
  • Lowend 21.08.2016 14:27
    Highlight Wenn es sich um Subventionen für Bauern, Steuererleichterungen für Reiche oder die Armee handeln würde, wäre es für die Bürgerlichen und für die SVP sicher kein Problem, diese Beträge statt um 70.- gleich um 70'000.- Franken zu erhöhen!
    20 5 Melden
  • amore 21.08.2016 12:51
    Highlight Es ist doch alles Geschwafel. Die reiche Schweiz kann sich eine Erhöhung der AHV-Renten leisten. Also ein JA für die Initiative AHVplus.
    21 5 Melden
  • Matthias Studer 21.08.2016 12:10
    Highlight Bis zu den nächsten Wahlen ist die Schweiz ein Entwicklungsland mit einer handvoll Reiche und ihren (politischen) Vasallen.

    Was braucht es für eine gesunde Wirtschaft? Konsumenten die das Produkt kaufen können.

    Das was wir hier erleben hat nicht mehr mit Marktwirtschaft zu tun. Sie haben gemerkt, um weiter Geld zu sammeln brauchen die den Konsumenten nicht mehr. Nur noch Arbeiter, die alles politisch gewünschte abnicken, aus Angst, den Job zu verlieren.

    Wie JSA immer gesagt hat, es braucht eine Sozialpartnerschaft. Stimmt, bloß wobist die?
    18 0 Melden
    • Turi 21.08.2016 14:32
      Highlight Studer, Sozialpartnerschaft ist keine Einbahnstrasse. Es gibt welche, die wollen nur nehmen, und dafür sollen immer dieselben bezahlen.
      4 10 Melden
    • Matthias Studer 21.08.2016 17:48
      Highlight @Turi, genau wie jetzt. Und immer zahlt der einfache Burger.
      8 0 Melden
    • Fabio74 22.08.2016 11:37
      Highlight Turi: zahlen tut der Arbeiter weil er lieber der SVP Sündenbockpolitik folgt anstatt für seine Interessen kämpft
      1 0 Melden
  • Groovy 21.08.2016 11:10
    Highlight Wenn man wirklich will, lässt sich eine AHV Erhöhung locker finanzieren. Der Wirtschaft gehen aber die Lohnsklaven aus, das ist das Problem.
    18 2 Melden
  • Herbert Anneler 21.08.2016 10:07
    Highlight Vielleicht siegt doch noch die liberale Vernunft vor der neoliberalen Gier von Rechts! Es wäre den Menschen und der Wirtschaft zu wünschen - unserem Land im Ganzen!
    50 8 Melden
  • ottonormalverbraucher 21.08.2016 09:27
    Highlight Ich verstehe das Theater nicht. So viele Menschen, die ich kenne, leben in Angst, dass sie nie eine AHV erhalten werden. Das ist doch unnötig. Wenn heute 5 Arbeiter für einen Rentner bezahlen und dereinst dann nur noch 3 für einen. Dann erhöht doch einfach die AHV Abgaben um 40% und MWST um ein halbes Prozent. Wir sind ein äusserst reiches Land können dies stemmen ohne arm zu werden. Aber im Moment, wenn ich sehe wieviele sich stets Sorgen machen, werden einige erst mal psychisch angeschlagen. Das ist total unnötig.
    28 13 Melden
    • koks 21.08.2016 11:09
      Highlight Du kannst nicht beliebig Abgaben erhöhen, sonst machst du die Netto-Löhne kleiner. Und belastest die jungen Arbeitenden. Bei steigender Lebenserwartung (heute Frauen 85 Jahre, Männer 81 Jahre) ists wohl sinnvoller, das Rentenalter entsprechend anzuheben.
      7 6 Melden
    • Ingenieur 21.08.2016 14:44
      Highlight @koks Man weiss genau wieviele Leute pensioniert werden in den nächsten Jahren und kann somit den Bedarf an Geld berechnen. Das ist keine beliebige Erhöhung, sondern eine Notwendigkeit. Rentenaltererhöhung klingt plausibel, aber heute haben Personen ab 40-50 Jahren (je nach Branche) schon Mühe eine neue Stelle zu finden, es ist unwahrscheinlich, dass die Industrie neue Stellen für 50-70 jährige schaffen wird.
      8 1 Melden
    • Donald 21.08.2016 14:52
      Highlight Du kannst ja mehr Abgaben zahlen, ich willl aber nicht.
      0 6 Melden
    • Ingenieur 21.08.2016 15:27
      Highlight @Donals man sollte es so machen, dass die die nicht mehr bezahlen wollen auch fairerweise entsprechend weniger erhalten. Das wäre durchaus ein Model, das funktionieren könnte. Da kann dann jeder selber schauen. Mal abgesehen davon, dass man im Schnitt mehr erhält, als man einbezahlt hat bei der AHV.
      5 0 Melden
    • Turi 21.08.2016 17:06
      Highlight Ingenieur, die AHV ist keine Arbeitslosenversicherung. Will man die AHV als Instrument für Frühpensionierungen missbrauchen, ist ihre Existenz früher als du mögen wirst in Frage gestellt.
      0 2 Melden

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