Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Der Seeadler, ein Prachtstier. bild: Jonas Landolt, inatura.ch

Ornithologen sind entzückt – der sehr seltene Seeadler beehrte die Schweiz

Ein in der Schweiz sehr seltener Seeadler hielt sich dieses Wochenende im Kanton Aargau auf. Durch die sich schnell verbreitende Meldung kamen dutzende Ornithologen in den Genuss dieser speziellen Vogelart.

11.03.18, 22:04 12.03.18, 11:51


Zwei Ornithologen – Heinz Lüscher und Simon Hohl – entdeckten den Seeadler am Samstagnachmittag fast gleichzeitig. Über die App «Swiss Bird Alert» meldete Zweiterer sogleich den genauen Standort des Vogels. Dies führte dazu, dass sämtliche Abonnenten dieser App via Pushnachricht über die ornithologische Seltenheit im Kanton Aargau informiert wurden.

Die adlersche Anwesenheit mobilisierte, etliche Vogel-Interessierte wollten den Seeadler sehen. Dieser zeigte sich ziemlich kooperativ – was vielen Ornithologen erlaubte, das Tier erstmals mit eigenen Augen in der Schweiz zu begutachten.

Der Seeadler macht Bekanntschaft. bild: Jonas Landolt, inatura.ch

Der Seeadler, so wird dies in der Medienmitteilung ausgeführt, gehört zu den grössten Greifvögeln Europas. Heimisch ist er in gewässerreichen Landschaften Eurasiens – von Grönland bis zum Pazifik. Auf der Speisekarte stehen überwiegend Fische, Wasservögel und Aas. Nicht immer durfte der Seeadler ein sorgenloses Dasein fristen, in Europa wurde die Vogelart durch das Insektizid DDT und menschliche Verfolgung fast ausgerottet. Glücklicherweise nehmen die Bestände in weiten Teilen Europas nun aber wieder zu.

Nach wie vor stellt der Seeadler in der Schweiz jedoch eine Rarität dar. Es kommt vor, dass er durchs Land zieht, was dann jeweils nur einigen Beobachtern eine kurze Sichtung erlaubt. Adrian Jordi, Präsident des «CH Club 300» ist deshalb hocherfreut ab der samstäglichen Anwesenheit: «Durch die schnelle Meldung und die regelmässigen Updates via Swiss Bird Alert konnten gegen fünfzig Ornithologen diese Seltenheit sehen. Letztmals zeigte sich ein Seeadler vor 15 Jahren so vielen Beobachtern.»

Auch dieses Mal hat es aber nicht allen Ornithologen gereicht, kurz vor 9 Uhr am Sonntagmorgen entschloss sich der Seeadler weiterzuziehen.

CH Club 300

Der CH Club 300 hat die Zusammenarbeit sowie den schnellen Informations- und Meinungsaustausch zwischen den aktiven Birdern in der Schweiz zum Ziel. Die gemeinsame Freude am Vogelbeobachten sowie an seltenen Entdeckungen steht im Vordergrund. Durch gezielte Information wird allen Interessierten ermöglicht, bei der Beobachtung von seltenen Vogelarten dabei zu sein. Gleichzeitig können durch genaue Angaben Störungen vermieden werden.

Kolibris auf Trinidad & Tobago

Tauben: Lebendige Drohnen im Dienste der Grande Nation

Video: srf

Das könnte dich auch interessieren:

EXKLUSIV: Hier erfährst du, wer die WM gewinnen wird! (Spoiler: Ich, der Picdump 😒)

Unerträgliche Regelschmerzen: Melanies Kampf gegen Endometriose

«Pöbel-Sina» scheitert bei «Wer wird Millionär» an dieser super einfachen Frage – und du?

Netta sang zum Abschluss der Pride – aber vorher gab es wüste Szenen

Das absurdeste Museum der Welt und wir waren da – und bereuen es jetzt noch

Die Bernerin, die für den Sonnenkönig spionierte

Anschnallen bitte! So sieht der Formel-E-Prix von Zürich aus der Fahrerperspektive aus

Diese Frau stellt absurde Promi-Fotos nach – 17 Lektionen, die wir von ihr lernen

Fertig mit Rosinenpicken: Es ist Zeit, dass auch Frauen bis 65 arbeiten

Warum das Kämpfchen gegen Netzsperren erst der Anfang war

Familientrennungen an der US-Grenze: TV-Moderatorin bricht in Tränen aus

Du weisst noch nicht, wem du an der WM helfen sollst? Hier findest du DEIN Team!

präsentiert von

Diese 18 genialen Cartoons über die Liebe und das Leben haben uns kalt erwischt 😥😍

15 Jahre ist es her: Das wurde aus den «DSDS»-Stars der 1. Stunde

Haris Seferovic: «Irgendwann ist genug und dann platzt der Kragen»

Was vom Bordmenü übrig bleibt – das kannst du gegen den Abfallwahnsinn im Flugzeug tun

13 seltsame Dinge, die uns am Trump-Kim-Gipfel aufgefallen sind

Mit dieser Begründung brechen 37 Studenten Prüfung ab

Als muslimische Piraten Europäer zu Sklaven machten 

Schweizer Fussballfans verirren sich an die ukrainische Front

Erdogans Schlägertrupp auf dem Vormarsch in die Schweiz

Shaqiri ist der «dickste» Feldspieler – und 9 weitere spannende Grafiken zur Fussball-WM

Die ausgefallensten Hotelzimmer der Schweiz

Wegen hoher Verletzungsgefahr: Diese Sportarten mögen Versicherungen gar nicht

Diese 7 Zeichnungen zeigen dir, wie es am Open Air wirklich wird

33 unfassbar miese Hotels, die so richtig den Vogel abgeschossen haben

«Wieso sagen Schweizer gemeine Dinge über meine Schwester?»

«Die roten Linien werden eher dunkelrot»: Wie man in Brüssel die Schweiz sieht

Diese 19 Fails für bessere Laune sind alles, was du heute brauchst

Plastik ist das neue Rauchen – wie ein Material all seine Freunde verlor

Traum oder Albtraum? So ist es, als CH-Rock'n'Roll-Band in den USA auf Tour zu sein

Eine Szene – viele Wahrheiten 

Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Daily Newsletter

8
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Gustav.s 12.03.2018 10:47
    Highlight Wo war er denn?
    8 0 Melden
    • Orni 12.03.2018 12:45
      Highlight Am Klingnauer Stausee.
      14 0 Melden
    • Gustav.s 12.03.2018 17:18
      Highlight Danke
      5 1 Melden
  • Midnight 12.03.2018 06:31
    Highlight 😮
    18 0 Melden
  • Lindaa 11.03.2018 23:06
    Highlight Ein sehr schönes und edles Tier. Gerne hät ich den selber live gesehen <3
    74 2 Melden
  • Hugo Wottaupott 11.03.2018 23:05
    Highlight Bhüet di Gott der Hüänervogu chunnt!
    45 36 Melden
    • Sharkdiver 12.03.2018 08:15
      Highlight Immer diese alten Märchen. Wenn dann reisst er Stockenten. Lebende Hüner sind nicht sein Wunschessen. Da gibt es Zig andere gefahren für Hünder. Nicht jede Bauerweisheit Hand Hand und Füsse
      24 15 Melden
    • Rabbi Jussuf 12.03.2018 09:51
      Highlight Der Habicht heisst auch "Hühnervogel".
      15 0 Melden

Valon Behrami und Ignazio Cassis – eine Tessiner Geschichte von Kampf, Krieg und Mitschuld

Fussballstar Valon Behrami floh einst vor der Gewalt im Kosovo ins Tessin. Der Tessiner Bundesrat Ignazio Cassis ermöglicht nun, dass mit Schweizer Waffen Gewalt in Bürgerkriegen ausgeübt wird. Ein Blick auf zwei Leben.

Das ist die Geschichte eines Kriegers, eines Kriegs und eines Fehlentscheids. Ihre Hauptfiguren sind zwei Tessiner. Sie spielt im kosovarischen Mitrovica, in Bellinzona, im russischen Rostow am Don und im Sitzungszimmer des Bundesrats im 1. Obergeschoss, Bundeshaus-West, Bern.

Die Geschichte beginnt am 4. Dezember 1990. Die Familie Behrami, Vater Ragip, Mutter Halime, der damals 5-jährige Valon und seine 7-jährige Schwester Valentina überqueren in einem Bus aus Mitrovica im Kosovo kommend …

Artikel lesen