Schweiz

Es handle sich hier nicht um einen Bubenstreich, sondern um eine lebensgefährliche und strafbare Handlung. Verstösse gegen das Eisenbahngesetz könnten mit hohen Bussen von bis zu 10'000 Franken geahndet werden. bild: screenshot / blick.ch

Mehr als nur ein Bubenstreich: Jugendliche provozieren Vollbremsung einer S-Bahn

20.04.17, 13:04 20.04.17, 13:31

In Köniz BE haben Jugendliche mit einem lebensgefährlichen Streich die Vollbremsung einer S-Bahn verursacht. Die Gruppe überquerte am frühen Mittwochabend kurz vor einer Zugsdurchfahrt einen geschlossenen Bahnübergang. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen.

BLS-Mediensprecherin Helene Soltermann bestätigte am Donnerstag einen Bericht von «Blick Online». Auf einem Leservideo ist eine Gruppe von Jugendlichen zu sehen, die an einer geschlossenen Schranke zwischen Köniz und Liebefeld auf zwei Kollegen warten.

Die beiden Jugendlichen bleiben lange auf dem Geleise stehen und springen erst weg, als ein hupender Zug zu hören ist, der im nächsten Augenblick im Bildausschnitt erscheint. Gemäss den Videobildern bremst der Lokomotivführer, worauf der Zug mehrere Dutzend Meter nach dem Bahnübergang zum Stillstand kommt.

Die BLS meldete den Vorfall – ein Offizialdelikt – der Polizei. Es handle sich hier nicht um einen Bubenstreich, sondern um eine lebensgefährliche und strafbare Handlung, sagte Soltermann der Nachrichtenagentur SDA. Verstösse gegen das Eisenbahngesetz könnten mit hohen Bussen von bis zu 10'000 Franken geahndet werden.

Die Aktion sei nicht zuletzt deshalb gefährlich, weil die Geschwindigkeit eines Zuges nur sehr schwer einzuschätzen sei und Züge lange Bremswege hätten. Wie schnell die S-Bahn im vorliegenden Fall unterwegs war, konnte Soltermann nicht sagen. Bei einem 60 Stundenkilometer fahrenden Zug betrage der Bremsweg 200 Meter. (sda)

Das könnte dich auch interessieren:

Was machen vier Schweizer, nachdem sie über den Atlantik gerudert sind?

Heil, Heil, Rock'n'Roll: Weshalb fahren gewisse Rocker auf Nazi-Kram ab?

Und jetzt erklärt dir die Queen, wie du eine Krone nicht tragen solltest

2Pac als Geist, Snoop Dogg als Professor: #BlackHogwarts verleiht Harry Potter mehr Swag 

Er erfand die Champagner-Dusche auf dem Siegerpodest – jetzt ist Dan Gurney tot

Skandal bei PSG-Sieg – hier kickt der Schiri einen Nantes-Spieler und zeigt ihm dann Rot

Statt Kündigung in Schule geschickt: Unternehmerin hilft Analphabeten

Du streamst gern Serien und Filme? Dann Hände weg von diesen Seiten

Ich lösche WhatsApp – und alle sind schockiert 

Wie die Armee im Kalten Krieg: Die SRG ist die «heilige Kuh» von Mitte-links

Alle Artikel anzeigen
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
Themen
12
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • goalfisch 20.04.2017 19:36
    Highlight jetzt bleibt mal locker.
    jugend ist manchmal dumm, das gehört dazu.
    nichts passiert.
    vor dreissig jahren, wärs auch nicht in den medien breitgetreten worden.
    10 12 Melden
    • Dean Hubert 21.04.2017 01:51
      Highlight willst du der zugführer sein?
      7 3 Melden
    • andrew1 22.04.2017 19:56
      Highlight Oder der passagier der möglicherweise durch die vollbremsung stürzt und verletzt wird? Man springt ja auch nicht vor ein auto. Und dann noch möglichst lange stehen bleiben. Sehr gefährlich. Stellen sie sich vor wenn so etwas täglich 100 mal auf dem schweizer bahnnetz passieren würde. Gäbe wohl viele verletzte, ev tote und verspätungen. Geht einfach schon nicht.
      1 0 Melden
    • mortiferus 24.04.2017 17:14
      Highlight vor 40-45 Jahren hat mit mir auch mal ein Zugführer geschimpft weil er seinen Zug gestoppt hat. Immerhin ist er nicht ausgestiegen, dann hätte ich wohl eine Ohrfeige erhalten. Hatte wichtige Experimente durchgeführt. Habe das Verhalten von Objekten die auf dem Gleis vom Zug platt gemacht wurden studiert. Wobei der Strauch am Gleis, hinter dem ich mich jeweils versteckte, offenbar kein gutes Versteck war. Danach wechselte ich das Studium, irgend ein Blödsinn fiehl mir immer ein was dann ab und zu zur verdienten Ohrfeige führte.
      0 0 Melden
  • Phrosch 20.04.2017 19:26
    Highlight Hoffentlich werden die erwischt. Als Strafe würde ich vorschlagen, dass sie einige Monate ihre Freizeit mit dem Putzen von Zügen verbringen sollten.
    14 3 Melden
  • bimchen 20.04.2017 18:06
    Highlight Selber schuld-dummheit tut weh deshalb von mir aus ab in den knast mit ihnen;)
    Das beugt zukünftiges vor...;)
    7 7 Melden
    • peterpe 20.04.2017 18:47
      Highlight Bestimmt...
      3 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 20.04.2017 15:39
    Highlight Eure Wohlstandskinder - könnt euch noch freuen, was da noch kommt die kommenden Jahrzehnte.

    Wir (!!) freuen uns extreeem! Werde auch extra hier sein für die Party *gröhl*
    7 32 Melden
    • Lami23 20.04.2017 19:59
      Highlight Gerade als ob nicht wohlstandskinder früherer Generationen keine Streiche gemacht hätten...
      3 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 20.04.2017 15:06
    Highlight Hoffentlich kriegen sie eine saftige Strafe für diesen idiotischen Streich.
    28 2 Melden
  • Yelina 20.04.2017 14:46
    Highlight So unglaublich dumm, ich will da mal eine Wortsammlung anfangen:
    Idiotisch
    Hirnrissig
    Dämlich
    Stupid
    Strunzdumm
    Futzdumm
    Doof
    Dümmlich
    Verblödet
    ...
    Weitere Vorschläge?
    46 6 Melden
    • Abbaio 20.04.2017 15:21
      Highlight Wohlstandsverwahrlost.
      36 4 Melden

Mit neuer App: Migros greift Viehhändler an und will Bauern zu Direktlieferanten machen

Eine simple App, doch sie hat das Potenzial, den Schweizer Fleischmarkt nachhaltig zu verändern: Ab Februar ist es Landwirten möglich, ihr Schlachtvieh direkt über eine App bei Micarna, der Fleischverarbeiterin der Migros, anzumelden.

Bis jetzt übernahm dies jeweils ein Zwischenhändler. Die Bauern sollen dadurch mehr verdienen.

Für die Viehproduzenten wird die neue App einiges einfacher machen, verspricht Micarna. «Dank Micarna E-Direct werden alle Schweine- und Rindvieh-Lieferanten der Micarna zu Direktlieferanten», heisst es in einer Medienmitteilung, die der «Schweiz am Wochenende» vorliegt, aber noch nicht veröffentlicht wurde. Der Vorteil für die Bauern, laut Micarna: Sie seien damit nicht mehr zeitlich und …

Artikel lesen