Schweiz
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Gerhard Pfister, Zuger Nationalrat und Kandidat fuer das Praesidium der CVP Schweiz, an einer Wahlveranstaltung fuer den Nidwaldner Regierungsratkandidaten Josef Niederberger, in einer Schreinerei in Bueren NW, am Samstag, 20. Februar 2016. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Gerhard Pfister macht keinen Hehl daraus, dass er medienpolitisch anders tickt als viele seiner Kollegen. Bild: KEYSTONE

CVP-Boss Pfister flirtet mit No Billag – und verärgert damit seine eigene Partei

Keine andere Partei gilt als so SRG-freundlich wie die CVP. Prominente Ausnahme: Präsident Gerhard Pfister. Auf Twitter provoziert er SRF-Chefredaktor Tristan Brenn heftig.



Wie ein Ritter in silberner Rüstung ist CVP-Nationalrat Martin Candinas stets zur Stelle, wenn es um die Verteidigung des medialen Service public geht. Für den nationalen Zusammenhalt sei eine starke SRG unerlässlich, betont er, wann immer Kritik an Schweizer Radio und Fernsehen laut wird.

Er ist in seiner Partei in guter Gesellschaft: Als der Nationalrat in der Herbstsession über die Initiative «Ja zur Abschaffung der Radio- und Fernsehgebühren» – kurz No Billag – debattierte, meldete sich rund ein Dutzend seiner Fraktionskollegen zu Wort, um vor dem Volksbegehren zu warnen. Medienministerin Doris Leuthard ist in der CVP, genauso wie SRG-Präsident Jean-Michel Cina und weitere SRG-Grössen. Bereits wiederholt provozierten die engen Verflechtungen zwischen der Partei und der SRG Kritik.

Ausgerechnet Parteipräsident Gerhard Pfister fuhr dem Schweizer Fernsehen nun aber heftig an den Karren. Anlass war ein Beitrag über den Todestag des Revolutionärs Che Guevara in der «Tagesschau». Es könne den No-Billag-Initianten «nur Recht sein», wenn die Leute sich diesen Beitrag ansehen, ätzte Pfister gestern Abend auf Twitter. Der SRG sei «halt nicht mehr zu helfen», provozierte er SRF-Chefredaktor Tristan Brenn.

Und legte gleich noch nach: Er verstehe ja, dass «Che für die meisten SRGler ein Säulenheiliger» sei. Dann sollten diese aber wenigstens dazu stehen. Bis es Chefredaktor Brenn schliesslich zu bunt wurde. «Ich schaue jetzt Fussball», klemmte dieser die Diskussion ab.

Es ist nicht das erste Mal, dass Pfister in seiner Partei medienpolitisch ausschert. Vor zwei Jahren warf er – damals noch einfaches Parteimitglied – seiner CVP-Kollegin und Bundesrätin Doris Leuthard mitten im hitzigen Abstimmungskampf über das neue Radio- und TV-Gesetz eine «Überhöhung des Service public zum allüberall seligmachenden nationalen Zusammenhaltsleim» vor.

Hinter vorgehaltener Hand verurteilen mehrere Parteikollegen Pfisters jüngste Provokation. Solche Giftpfeile in Richtung Leutschenbach seien «höchst unpassend», sagt ein Fraktionsmitglied. Wenn so viel auf dem Spiel stehe wie bei No Billag, sei es falsch, die Stimmung noch zusätzlich anzuheizen – zumal die CVP im Kampf gegen die Initiative wohl die Kampagnenleitung innehaben wird.

«Persönlich gibt man mir aber seitens der SRG indirekt durchaus zu verstehen, dass ich mit Konsequenzen rechnen muss für meine Kritik.»

Gerhard Pfister in der «Weltwoche» über Reaktionen auf seine SRG-kritische Haltung

Pfister sagt auf Anfrage von watson, er erachte es als sein Recht, SRG-Beiträge kritisch zu kommentieren. «Das sind keine Giftpfeile. Aber seitens der SRG empfindet man das offenbar so.» Er werde sich ab jetzt nicht mehr zur SRG und zu No Billag äussern. 

In der «Weltwoche» räumte er vor rund zwei Wochen ein, dass es nicht immer einfach sei, als CVP-Chef ein Verfechter einer «liberaleren SRG» zu sein. Zwar gebe es in der Partei keine Denkverbote. «Persönlich gibt man mir aber seitens der SRG indirekt durchaus zu verstehen, dass ich mit Konsequenzen rechnen muss für meine Kritik. Das geschieht subtil, natürlich nicht offen, aber es geschieht.» So habe er von SRG-Vertretern bereits zu hören bekommen: «Sie schaden Ihren Ambitionen nur, wenn Sie die SRG kritisieren.»

Anders als es seine markigen Worte vermuten lassen, ist Pfister kein Unterstützer von No Billag. Im Nationalrat lehnte er sowohl die Initiative als auch einen SVP-Gegenvorschlag ab, der eine Halbierung der Empfangsgebühren verlangte. Voraussichtlich nächstes Jahr kann das Stimmvolk über das von libertären Jungpolitikern lancierte Begehren befinden. 

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    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 13.10.2017 06:35
    Highlight Highlight Solange sich Bundesrat und SRG-Führungspersonal nicht ständig der öffentlichen Diskussion über Gebührenhöhe und Varianten von Programmkonzepten stellen und ihre Entscheide nachvollziehbar begründen können, verstehe ich die Skepsis und Ablehnung gegenüber dem SRG-Konstrukt
  • piedone lo sbirro 12.10.2017 08:23
    Highlight Highlight es sind gerade noch vier familien und eine zürcher finanz-gruppe, die das sagen haben: ringie, tamedia, az medien, blocher medien, nzz gruppe. all diese medien-gruppen haben ein gemeinsames ziel: die demontage der SRG.

    vorkämpferin gegen die SRG ist die SVP. mit von der partie ist der schweizerische gewerbeverband mit bigler sowie economiesuisse mit karrer.

    blocher will seine medienmacht ausbauen:

    http://www.edito.ch/die-svp-kampft-um-die-medienmacht/

    https://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/blocher-kauft-den-zehnderverlag/story/11738304
    • Makatitom 12.10.2017 12:59
      Highlight Highlight Richtig, piedone, Blocher will es mit der SRG gleich machen wie mit Alusuisse, lonza und Cellulose Attisholz. Aussaugen, die rentablen Teile gewinnbringend verkaufen und den Rest an die wand fahren.
      Trotzdem bin ich der Meinung, dass 200.- Chf genug wären, und das ganze an Auflagen wie bspw. keine Werbung mehr nach 21:00 Uhr, höchstens eine Unterbrecherwerbung pro Film und keine Bandenwerbung bei Fusbbalspielen, gebunden werden sollte.
    • piedone lo sbirro 12.10.2017 14:10
      Highlight Highlight @Makatitom

      habe schon einige gute kommentare von ihnen gelesen, dieser gehört auch dazu.

      bin aber gegen eine gebührenreduktion sondern für ein werbeverbot.

      https://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/gebuehren-ja-werbung-nein/story/22374141?track

  • piedone lo sbirro 12.10.2017 08:13
    Highlight Highlight den privaten anbietern, insbesondere den printmedien, würde es mit einer zerstörung der SRG nicht besser gehen.
    ein fataler irrtum. der wandel weg von den klassischen medien würde dadurch nur beschleunigen.

    der strukturwandel, wie wir informationen und unterhaltung konsumieren lässt sich nicht aufhalten.
    ein gutes angebot, wie es die SRG bietet, stützt ein grundsätzliches klima für glaubwürdige inhalte, von dem alle marktteilnehmer und insbesondere das publikum profitieren.

    ohne die messlatte, welche die SRG setzt, würde die qualität der privaten medien nicht besser, im gegenteil.
  • piedone lo sbirro 12.10.2017 08:11
    Highlight Highlight die ziele der SRG-gegner:

    -die privatisierung des programmauftrags:
    gewinnversprechende segmente sollen der SRG entzogen werden.

    -die politische kontrolle:
    damit hätten die parteien ein druck- und sanktionsinstrument gegen eine unliebsame SRG in der hand.

    -SRG soll massiv zurückgestutzt werden:
    SVP/FDP verlangen mit der no-billag-initiative die abschaffung der gebühren.

    -die beschneidung der medienvielfalt:
    würde man die angebote der SRG beschneiden, würde dies die medienvielfalt reduziert.

    http://www.edito.ch/rechtsaussen-und-verleger-im-frontalangriff-auf-die-srg/
  • piedone lo sbirro 12.10.2017 08:10
    Highlight Highlight russland, italien, die türkei und osteuropäische länder machen es vor, die SVP miliardäre wollen nachziehen.

    wer die medien kontrolliert, kann die öffentliche meinung beeinflussen und gleichschalten.
    trump verfolgt genau das gleiche ziel, in dem er die seriösen medien diskreditieren und ausschalten will.

    medien-wettbewerb ist der SVP ein gräuel.

    wie unglaublich naiv FDP&SVP`ler bloss sein müssen, wenn sie denken FDP&SVP setzte sich für eine breitere medienvielfalt ein!
    schaut doch mal was trump, putin, erdogan und andere rechtsnationale von medienvielfalt halten!
    • Herr J. 12.10.2017 14:43
      Highlight Highlight Glaubst du diesen Vollquatsch eigentlich selber?
      Egal was du nimmst, nimm weniger davon!
  • Fulehung1950 11.10.2017 22:51
    Highlight Highlight Für alle No-Billag-Fans:

    Schaut mal nach Italien. Fast alle TV-Sender gehören Herrn Berlusconi.

    Oder in die USA: jeder Sender gehört einem grossen Medienkonzern, der die News so verbreitet, wie es sein Geldgeber will.

    Aktuell hat man in den USA zwei Möglichkeiten:

    FOX-News findet alles, was Trump mach suuuper

    Die andern, angeführt von CNN und CBS hauen Trump von morgens bis abends in die Pfanne

    Der an objektiven Berichten interessierte guckt in den Mond.

    Wollt Ihr wirklich nur noch von Milliardären gefüttert werden?
  • Fulehung1950 11.10.2017 22:34
    Highlight Highlight Ich möchte einfach mal von den No-Billag-Jüngern eine Antwort:

    Wie kommt Ihr in der TV-Gebühren-freien Zukunft zu Euren Lieblingssendungen wie „Potz Musig“, „Donnschtig - und Samschtig-Jass“, „Landfroue Chuchi“ und ähnlichen „Quoten-Spaziergängern“?

    Über Pay-TV würde das Euch mangels Sponsoren und Interessenten glatt ruinieren.
    • stan1993 13.10.2017 09:25
      Highlight Highlight Braucht niemand darum ja zu no billag
  • bastardo 11.10.2017 22:25
    Highlight Highlight der laden ist definitiv zu teuer. wenn sich die verantwortlichen bzw. unsere volksvertreter nicht auf eine verjüngungskur verständigen können, gibt's am ende halt nix mehr. kein problem. der durchschnittsschweizer kann jederzeit und überall online gehen. news (für die nörgler: ja, "qualitätsjournalismus") sind immer nur einen klick entfernt. unterhaltung und der ganze rest übrigens auch.
    • Sportfan 12.10.2017 00:02
      Highlight Highlight @bastardo:
      Wieviel darf der Laden denn Ihrer Meinung nach kosten? Und worauf sollen die denn bei der "Verjüngungskur" verzichten?




  • Soli Dar 11.10.2017 21:02
    Highlight Highlight Da will sich wohl jemand in SVP-Manier profilieren... Daher auch sein Statement in der Weltwoche.

    Na ja er wäre ja nicht der erste, welcher "erfolgreich" von CVP zu SVP migriert:-)

    Für die CVP wäre es jedenfalls wohl kein Verlust. In der SVP wäre er womöglich tatsächlich besser aufgehoben!
  • The_ugly_truth 11.10.2017 18:45
    Highlight Highlight Pfisters Auftreten auf Twitter ist nicht erst seit diesem Desaster untragbar. Die CVP ist längst nur noch eine Witz-Partei, die von ihrer "Tradition" lebt und spätestens bei den nächsten Wahlen endgültig in der Versenkung verschwinden wird.

    Zur SRG: Gesellschaftspolitisch macht es durchaus Sinn, die Bevölkerung mit qualitativ hochwertigen Infos zu versorgen. Die SRG sollte sich deshalb nur auf Infos beschränken. Nur: die Jugend wird man damit kaum noch erreichen können.

    Für die SRG wird es ein böses Erwachen geben. Man gibt sich zu arrogant, anstatt auf Kompromisse zu setzen.
  • purzelifyable 11.10.2017 17:30
    Highlight Highlight Pfister ist als Präsident für die CVP eigentlich völlig untragbar.
    • häfi der Spinat 11.10.2017 20:35
      Highlight Highlight Wieso?
  • Quacksalber 11.10.2017 17:08
    Highlight Highlight Etwas mehr als ein Franken pro Tag Mediengebühr ist nicht zuviel. Jede Zeitung ist teurer.
    • häfi der Spinat 11.10.2017 20:36
      Highlight Highlight Auch wenn man gar kein SRG konsumiert?
    • Sportfan 11.10.2017 21:55
      Highlight Highlight @häfi: Das stimmt, ist ein Schönheitsfehler, aber das wurde bei der letzten Abstimmung vor rund 2 Jahren so vom Volk angenommen. Argument war damals, man kommt gar nicht an den SRG Produkten vorbei und das stimmt wohl.

      Mittlerweile übernehmen immer mehr Online Medien Videos von SRF. Ich glaube in irgend einer Form kunsumiert jeder SRG.

      Summa Summarum: Unschön, aber wohl richtig!
    • Fulehung1950 11.10.2017 22:39
      Highlight Highlight @häfi: irgendwie konsumiert jeder irgendwie SRG. Spätestens in einem grossen Katastrophenfall, wenn die „Kindersender“ aus dem Ausland null Interesse an Infos haben.

      Es geht eben nicht nur um das tägliche Senden: die SRG hat auch einen Auftrag, der für den Staat wichtig ist.

      Ich bin zwar ein Gegner der Armee. Aber wir wir haben sie (noch?): wie stellt man sich eine Mobilmachung ohne SRG vor? Nur als ein Krisenbeispiel....
    Weitere Antworten anzeigen
  • adif 11.10.2017 16:02
    Highlight Highlight Herr Pfister ist ein klassischer Besserwisser. Er wirkt für mich wie ein Politprediger der alleine das richtige Urteil kennt. MEI, Burkhalter, No-Billag.
    • Herr J. 12.10.2017 14:47
      Highlight Highlight Falsch, Herr Pfister ist einer der wenigen wirklich selbständig denkenden Politiker in der Schweiz. Klar, dass viele Leute das nicht verkraften.
  • Magnum 11.10.2017 15:27
    Highlight Highlight Es wäre doch zu wünschen, dass Gerhard Pfister seine populistischen Schnellschüsse mit massgeblichen Gremien seiner Partei abspricht. Die CVP dürfte keinesfalls der Meinung sein, dass "der SRG nicht mehr zu helfen ist". In der neoliberalen Zuger Finanzaristokratie dürfte diese Meinung weit eher verbreitet sein. Pfister scheint mir in einem Rollenkonflikt gefangen - und somit als Parteipräsident vollkommen ungeeignet. Nicht erst seit heute, übrigens.
  • stan1993 11.10.2017 14:31
    Highlight Highlight Das Medienzeitalter ist im Umbruch. Weg mit der mittelalterlichen Zwangsgebühr
    • Sportfan 11.10.2017 15:01
      Highlight Highlight Was ändert sich denn? Sagen sie uns Beispiele und erklären, wie wir verlässlichen, neutralen und qualitativ hochstehenden Journalismus bekommen? Wie wir zum aktuellen Preis soviel Unterhaltung, Info, Sport usw. bekommen. Die neuen Alternativen die wir jetzt sehen sind alle unglaublich viel teurer. So "stan1993" jetzt wollen wir Facts hören, nicht einfach flache Sprüche.
    • Picker 11.10.2017 15:50
      Highlight Highlight @Sportfan: Mal ganz locker.

      Zu neutralem Journalismus:
      - 100% neutralen Journalismus gibt es nicht, ausser es ist wirklich eine nackte Auflistung von Fakten (z.B. Politico). Man muss selbst jeweils auch das Hirn einschalten und erkennt im Normalfall, in welche Richtung ein Beitrag "gefärbt" ist.
      - Mehr oder weniger neutralen Journalismus kann man überall finden, wenn man sich bemüht, solche Blogs, Webseiten, Beiträge, Sendungen, etc. zu suchen.
    • Picker 11.10.2017 15:52
      Highlight Highlight @Sportfan: Im gleichen Ton wie Sie oben.

      2/2 zum Sport und Unterhaltung:
      Wieso zur Hölle soll ich dafür solidarisch bezahlen, dass Sie günstig Sport sehen können, obwohl mich das nicht die Bohne interessiert und unter dem Strich null Relevanz aufs Weltgeschehen hat?

      Fände es nur recht, wenn Sportfans mehr pro Spiel bezahlen müssten, das muss ich für gewisse meiner Vorlieben schon jetzt (Pay-TV Serien, Netflix, etc.).

      Ein staatlich unterstützter Fernseh-/Radiosender soll mich über relevante Themen informieren, und dafür würden auch CHF 200/Jahr reichen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • FakeNewsAlarm 11.10.2017 13:39
    Highlight Highlight "Gitfpfeile" - jaja Kritik ist verboten und wer es trotzdem wagt wird dann mit solchen Rhetorikschöpfungen zugedeckt...
    Die Aussage «Persönlich gibt man mir aber seitens der SRG indirekt durchaus zu verstehen, dass ich mit Konsequenzen rechnen muss für meine Kritik. Das geschieht subtil, natürlich nicht offen, aber es geschieht.» sollte auch den SRG-Fans ein bisschen zu denken geben. Von wegen neutraler Berichterstattung...
    • Fabio74 11.10.2017 14:59
      Highlight Highlight Kritik heisst sachliche Argumente mit Quellen hinterlegt.
      Und nicht das übliche Rechtsnationale Bashing
    • Sportfan 11.10.2017 15:05
      Highlight Highlight Würde mir zu Denken geben, wenn er das auch belegen könnte, Namen nennen würde.

      Einfach so ein Gefühl zu schildern, ein Brief einer Wählerin zu zitieren, einen Taxifahrer zu erwähnen der just genau mein Wahlprogramm wiedergab ist ein alter, vielgebrauchter Trick, der offenbar immer wieder funktioniert. Dass der aber von jemandem der "FakeNewsAlarm" heisst kommt ist dagegen lustig!

      Also Herr Pfister, es ist wie überall, Vorwürfe müssen belegbar sein, sonst soll man sie lassen. Punkt.
  • Sportfan 11.10.2017 13:37
    Highlight Highlight Danke Herr Pfister, damit haben sie ein für alle Mal klar gemacht, es geht bei der NoBillag nicht ums Geld, sondern um die politische Kontrolle der SRG. Wenn ein Beitrag nicht gefällt wird gedroht. Suppppiiiii!! Also nichts vom "hart erarbeitetem Geld", "Zwangsgebühr" Gedöns von sonst.

    Und ja solange wir vom Bund 3,7 Milliarden Subventionen und Direktzahlungen an die Bauern ablieferen und am Ende immernoch die teuersten Produkte weltweit im Laden haben, zahle ich lieber 1/3 an die SRG und kann dann ein Jahr gratis Fernsehen und Radio hören. Freu ich mich auf die Blitze!
    • DerHans 11.10.2017 14:54
      Highlight Highlight Bezahlen sie immer etwas um es dan gratis zu haben? *Mindblowing*
    • Sportfan 11.10.2017 16:52
      Highlight Highlight @DerHans: Stimmt, da haben sie recht, etwas dumm formuliert. Ich kauf mir quasi eine Flatrat bei der SRG, wäre besser gewesen.

      Aber der Vergleich stimmt scho, ich bezahle lieber 1/3 der Landwirtschaftsausgaben an die SRG und hab dann die Flatrat und kann die Prodkute nutzen, nicht wie bei der Landwirtschaft wo ich nachher zum Dank noch die teuersten Preise im Laden habe.

      So wars gemeint, aber eben falsch geschrieben :-)
  • Ron Collins 11.10.2017 13:33
    Highlight Highlight Haha..."Wie ein Ritter in silberner Rüstung ist CVP-Nationalrat Martin Candinas stets zur Stelle"...Oh ja!
    Ein Missionar für die gute SRG – dafür ist er sich nicht zu schade. Erhofft sich damit einen Prominentenstatus und den Ritterschlag von eurer Exzellenz Doris.
  • TanookiStormtrooper 11.10.2017 13:08
    Highlight Highlight Warum ist der Typ eigentlich Präsident der CVP? Er vertritt sowohl inhaltlich als auch vom Stil her eindeutig die Positionen der SVP.
    Die meisten CVPler finde ich echt ok, aber bei diesem Typen kommt mir echt das kotzen. Inhaltlich dünn und einfach nur ein armseliger Populist.
  • Linus Luchs 11.10.2017 12:58
    Highlight Highlight Über wen hätte Gerhard Pfister denn gerne einen SRG-Beitrag? Bischof Haas? General Wille? Franz Josef Strauss?

    Che Guevara ist zurecht eine diskutable Figur, aber er ist historisch bedeutsam und er hat bei der politischen Linken nach wie vor einen besonderen Status. Somit ist sein 50. Todestag genügend relevant für einen Beitrag des Schweizer Fernsehens.

    Pfister ist doch der Kreuzritter, der Schweizerinnen und Schweizer jüdischen und islamischen Glaubens als dem Land nur indirekt zugehörig betrachtet. Ideologie über die Demokratie zu stellen, ist bei Pfister offenbar ein Prinzip.
    • karl_e 11.10.2017 15:59
      Highlight Highlight Vermutlich würde Herr Pfister Lobpreisungen der guten Katholiken Pinochet, Videla, Franco ... vorziehen? Oder möchte er lieber etwas Àufbauendes über über den schwarzkath. Kaszynski sehen. Che selig, nein, das ist pfui!
    • Palatino 11.10.2017 17:48
      Highlight Highlight @ Linus: Pfisters Mission ist doch, die katholische Innerschweiz und insbesondere die vielen Ständeratssitze für die CVP gegenüber der SVP zu verteidigen. Für dieses Unterfangen greift er gerne in die reaktionäre Mottenkiste der Parteigeschichte. Er wird aber mit dieser Politik keinen Erfolg hanen.
  • derEchteElch 11.10.2017 12:58
    Highlight Highlight Die Billag-Gebühr gehört abgeschafft. Punkt und fertig! Ich unterstütze die Initiative voll und bin umso glücklicher, wenn dieser überteuerte Staatsapparat verkleinert wird...
    • Richu 11.10.2017 14:19
      Highlight Highlight @derEchteElch: Dass beste wäre ein Kompromiss mit einer SRG-Jahresgebühr von ca. Fr. 200.-- gewesen. Die grosse Mehrheit des Parlamentes will dies aber nicht, weil die Chancen sehr gross gewesen wären, dass die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger diesen Kompromiss akzeptiert hätten.
      Aus diesem Grunde ein JA zur No-Billag-Iniative!
    • Sportfan 11.10.2017 16:02
      Highlight Highlight Und vielleicht hättet ihr auch noch Argumente, warum das so sein soll?

      @Richu: Die Gebühr halbieren wäre genau auch ein Todesurteil für die SRG. Oder kennen sie ein Betrieb, der bei gleicher "Auftragslage" überlebt, wenn er nur noch die Hälfte der Einkünfte hat. Ich kennen keinen. Wenn die Gebühr verkleinern, dann aber zuerst sagen, was gestrichen werden soll.

      Genau da sehen wir, wie (verlogen) die SVP argumentiert hat und es immer wieder tut. Einfach streichen, sparen, aber nie sagen wo und warum. Aber offenbar finden sie damit immer wieder genügend Leute denen das reicht. Mir nicht!
    • derEchteElch 11.10.2017 17:12
      Highlight Highlight @Sportfan: wenn Sie jammern, dann jammern Sie gegen die SRG. Die SRG selbst ist es nämlich, die KEINE Auskunft über die Kosten gibt. Entsprechend kannsn auch nicht sagen, wo man den Rotstift ansetzen sollte.

      Wer ist nun verlogen? Die SVP oder die SRG? Logisch die SRG, die absichtlich keine Infos über Kosten einzelner Sendungen ausgibt, um keine Diskussionsgrundlage zu bieten.

      Was Gebühren betrifft;
      Neben den MILLIARDEN Gebühren nimmt die SRG auch durch Werbung Geld ein. Darüber gibts aber leider auch keine genauen Zahlen. Aber ja, stimmt, die SVP ist Schuld.. 🙄
    Weitere Antworten anzeigen
  • Howard271 11.10.2017 12:33
    Highlight Highlight Muss man jetzt wirklich jedesmal, wenn einem ein Programmpunkt auf irgendeinem der SRG-Sender oder Radios nicht gefällt mit dieser unsinnigen Initiative drohen? Ein öffentliches Fernsehen sollte dich gerade auch kontroverse Themen ansprechen dürfen, ja müssen. Wenn es zu seicht ist, dann kommen ja auch die entsprechenden Kommentare. Allen kann man es nicht gleichzeitig recht machen, aber es hat irgendwo für jeden etwas dabei.
    • FakeNewsAlarm 11.10.2017 13:40
      Highlight Highlight unsinnige Initiative?
      Deswegen ist die Chance auch gross dass sie angenommen wird trotz SRG-Gegenpropaganda?
      Hmm....Filterblase geplatzt?
    • Howard271 11.10.2017 14:24
      Highlight Highlight Nur weil sie Chancen hat angenommen zu werden, darf ich sie nicht unsinnig finden?
      Ich fand die MEI, die Pädo-Initiative, die Minarett-, Abzocker-, oder Zweitwohnungsinitiativen auch unsinnig - obwohl sie angenommen wurden. Muss ich sie deshalb jetzt sinnvoll finden?
  • David Fux 11.10.2017 12:26
    Highlight Highlight Der arme Pfister, der wirklich sehr arme Gerhard Pfister. Und seine Ambitionen. Selbstverliebt. (Für Pfister verschwende ich höchstens ein Prädikat.)
  • Madison Pierce 11.10.2017 12:10
    Highlight Highlight Wenn das nur gut herauskommt... Ich würde die SRG vermissen und mache mir Sorgen, dass die Initiative angenommen wird. Die Begrenzung der Gebühren auf 200 Fr./Jahr wäre ein guter Gegenvorschlag gewesen, über den man hätte abstimmen lassen sollen.

    Aber nein, man geht lieber "All in", in der Hoffnung, das Volk werde dann schon Nein sagen und man müsse nichts ändern.

    Dabei ist die Gegnerschaft gross: die Liberalen, die Sparsamen und vor allem die "die SRG ist ein Kommunistensender"-Fraktion. Dazu gehört wohl ein grosser Teil der SVP-Anhänger.
    • NotWhatYouExpect 11.10.2017 12:33
      Highlight Highlight Ich wäre auch für eine 200.-/ Jahr gewesen aber nun wird es halt komplett abgeschafft.
    • Marek Zeman 11.10.2017 13:28
      Highlight Highlight Das Problem war, dass der 200.- Vorschlag auch noch alle juristischen Personen von Gebühren befreit hätte, und somit eine _viel_ grössere Kürzung der Gebühren darstellte, als oft behauptet.

      Wäre es nur um die Gebühren der natürlichen Personen gegangen, dann wäre das wirklich ein guter Vorschlag gewesen.

      So muss halt die Gebühr beibehalten werden.
    • JoeyOnewood 11.10.2017 14:11
      Highlight Highlight Es ist in der Tat etwas riskant, aber ich bin mit trotzdem sicher, dass die No-Billag-Iniative nicht durchkommt. Sie ist viel zu extrem. Ich glaube, die meissten, die mit einem Ja kokettieren, werden spätestens im Abstimmungskampf merken, was das befeuten würde, vor allem für die Romandie und das Tessin. Die Zustimmug wird maximal 30 % sein
    Weitere Antworten anzeigen
  • Snowy 11.10.2017 12:07
    Highlight Highlight Man kann die SRG durchaus kritisieren, aber aus dem CHE-Beitrag ihr nun einen Strick zu drehen ist lächerlich.

    Meiner Meinung war der Bericht sogar sehr Che-kritisch. Verstehe die Aufregung nicht.
    • capture 11.10.2017 23:06
      Highlight Highlight Vor allem war es schlichtweg einfach ein guter Beitrag. Wie eigentlich immer.
  • pun 11.10.2017 12:02
    Highlight Highlight GERI! Nach Feierabend-Rotweinflasche und Xanax bitte nicht mehr Twittern!

«Viele haben die Nase voll. Von allem»: Das sagt Blocher nach der SBI-Schlappe

Nach der krachenden Niederlage mit der Selbstbestimmungs-Initiative räumt Christoph Blocher Fehler ein. Und er sagt, auf dem Land seien die Leute ohnmächtig und deswegen nicht mehr an die Urne zu bewegen.

Es war seine Tochter Magdalena Martullo, die sich für die Selbstbestimmungs-Initiative ins Zeug legte – Christoph Blocher blieb im Hintergrund. Am Tag nach der SVP-Pleite zeigt er sich nachdenklich und kämpferisch zugleich.

Herr Blocher, einmal mehr hat das Volk eine SVP-Initiative bachab geschickt – diesmal sehr deutlich mit einer Zweidrittelmehrheit. Hat das Volk genug von Ihren Initiativen? Christoph Blocher: Kann sein. Tatsache ist aber auch: Die Gegen-Kampagne war massiv, man hat die SVP …

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