Schweiz

Prost zäme! Bald soll es Alkohol an Autobahn-Raststätten geben

18.05.17, 10:00 18.05.17, 12:48

Die Verkehrskommission des Nationalrats will den Verkauf von Alkohol auf Autobahnraststätten erlauben. Der Bundesrat ist einverstanden damit. Die Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) schlägt Alarm.

In einer Mitteilung vom Donnerstag warnt sie vor einem erhöhten Unfallrisiko auf Autobahnen. Dank des Verbots, auf Autobahnraststätten Alkohol zu verkaufen und auszuschenken, seien diese heute relativ sicher, schreibt die bfu. Sie empfiehlt daher dringend, das Verbot aufrecht zu erhalten.

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Alkohol an Autobahn-Raststätten – gute Sache?

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274 Votes zu: Alkohol an Autobahn-Raststätten – gute Sache?

  • 40%Ja! Gute Sache.
  • 49%Nein! Alkohol hat dort nichts zu suchen.
  • 11%Ich bin grundsätzlich gegen Autobahn-Raststä.... äh Alkohol!

Die Beratungsstelle kann ihre Befürchtungen mit Zahlen untermauern: Bei 13 Prozent aller schweren Autobahnunfälle sei Alkohol um Spiel, schreibt sie. Ein Drittel aller Geisterfahrten geschehe wegen Alkohol. Laut bfu belegen Studien auch ganz direkt, dass eine grössere Dichte von Ausschankstellen zu mehr Alkoholkonsum und damit zu mehr Unfällen führten.

Sicherheitsbedenken haben das Parlament bisher davon abgehalten, das seit über 50 Jahren geltende Verbot aufzuheben. Im letzten April nun reichte die Verkehrskommission des Nationalrats (KVF) eine Motion ein mit dem Ziel, den Verkauf und Ausschank von Alkohol auf Autobahnraststätten zu erlauben. Die Abstimmung fiel mit 19 zu 5 Stimmen aus.

«Scheinsicherheit»

Einer der Urheber der Motion ist der Solothurner FDP-Nationalrat Kurt Fluri. Seiner Ansicht nach bringt das Verbot nur «Scheinsicherheit». An jeder Autobahnauffahrt gebe es Restaurants, wo Alkohol ausgeschenkt werde, erklärte er auf Anfrage.

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Entscheidend sei das Verhalten der Automobilisten. Das hänge nicht davon ab, ob man nun vor oder auf der Autobahn ein Glas nehmen könne. Zudem sässen in vielen Autos Passagiere, die ohne Risiko Alkohol konsumieren könnten.

Für Fluri und die Mehrheit der Kommission wiegt die Wettbewerbsfreiheit daher schwerer. Tankstellenshops, welche direkt an einer Autobahnausfahrt lägen, dürften Alkohol verkaufen. Ihnen gegenüber würden Shops und Restaurants auf Autobahnraststätten stark benachteiligt, heisst es in der Begründung der Motion.

Der Bundesrat schliesst sich den Argumenten der Kommission an. Ohne Begründung beantragte er am Donnerstag, die Motion der KVF anzunehmen. Diese geht nun an den Nationalrat. (sda)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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19
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19Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Libertas 18.05.2017 12:47
    Highlight Gute Sache, dieses Verbot ist sowieso sinnlos. Eine unnötige Vorschrift weniger. Weiter so im Bundeshau!
    8 12 Melden
    • Schweizer Bünzli 18.05.2017 15:53
      Highlight Das gibt Platz für andere unnötige Vorschriften, z. B. Bekleidungsvorschriften.
      3 1 Melden
  • Trashbag 18.05.2017 12:47
    Highlight 13% aller schweren Unfälle im Strassenverkehr geschehen aufgrund von Alkoholkonsum. Eine Promille-Untergrenze einführen und schon haben wir 87% weniger Unfälle ;)
    8 5 Melden
  • manhunt 18.05.2017 12:18
    Highlight tja, das puppentheater im bundeshaus ist eben fest in den händen skrupelloser lobbyisten.
    18 10 Melden
  • Gelöschter Benutzer 18.05.2017 12:16
    Highlight Woher die Hysterie? Wenn ich Mitfahrer bin und zum Essen ein Bier will, möchte ich auch eins kriegen. Wer besoffen fahren will, der macht dies auch ohne Autobahnraststätte.
    26 10 Melden
  • atomschlaf 18.05.2017 12:03
    Highlight Auf den ersten Blick ein fragwürdiger Entscheid, aber in der heutigen Zeit, wo zu fast jeder Tankstelle ein Shop mit Alkoholsortiment gehört, macht das Alkoholverbot auf Raststätten schlicht keinen Sinn mehr.

    Somit eine unnötige Vorschrift weniger. Gut so.
    18 8 Melden
  • Charlie B. 18.05.2017 11:26
    Highlight Hauptsache es spült mehr Geld in die Bundeskassen. Die paar Unfälle kann man doch verkraften. Autsch!
    19 16 Melden
    • Asmodeus 18.05.2017 11:38
      Highlight Unfälle schaffen Arbeitsplätze.

      Ärzte, Krankenschwestern, Versicherungsvertreter, Garagisten :)
      22 7 Melden
    • Charlie B. 18.05.2017 12:55
      Highlight Genau, Ärzte aus DE oder den umliegenden Euro Staaten sind ja immer herzlich willkommen hier in der Schweiz.
      8 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 18.05.2017 13:42
      Highlight @charlie b.

      die schweizer wollen ja nicht resp. danach nur in die spitzenmedizin.

      hart, aber leider die wahrheit.
      3 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 18.05.2017 10:54
    Highlight ein menschenleben ist denen wohl nichts mehr wert.
    15 17 Melden
    • atomschlaf 18.05.2017 12:04
      Highlight Was macht es für einen Unterschied, ob jemand Alkohol auf der Raststätte oder im Tankstellenshop gleich bei der Autobahnausfahrt kauft?
      21 7 Melden
    • Gelöschter Benutzer 18.05.2017 13:39
      Highlight ja, sicher. wer sufen UND danach ans lenkrad sitzen will, der kann das jetzt schon.

      nur muss das noch unterstützt werden?

      man soll es doch lassen wie es jetzt ist.
      wenn es nur ums liebe geld geht, werden es ja nucht plötzlich zig millionen an mehreinnahmen sein für den staat.
      3 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 18.05.2017 10:51
    Highlight Eine Bieridee des Bundesrates zur Deregulierung. Veloglocke abschaffen, Alkoholausschank an der Autobahn zulassen - was kommt noch?
    16 12 Melden
    • manhunt 18.05.2017 12:21
      Highlight nicht mehr mit 70, sondern erst mit 75 jahren zur ärztlichen fahrtauglichkeitsprüfung. und selbstverständlich weiterhin beim hausarzt, welcher ganz bestimmt unvoreingenommen ist.
      7 4 Melden
    • Gelöschter Benutzer 18.05.2017 17:24
      Highlight Es wäre gescheiter, die Fahrlehrer würden die 70 jährigen testen.
      Was die Hausärzte anbelangt: die Bezirksärzte lassen sich ganz einfach bezahlen - wie alle anderen auch. Sie sind nur teurer
      1 0 Melden
    • manhunt 18.05.2017 18:00
      Highlight das mit dem fahrlehrer wäre zumindest ein ansatz. trotzdem sollte ein unabhängiger arzt sehkraft, hörvermögen und reaktionsfähigkeit testen. vor ca. zehn jahren wurde die tochter eines ehem. mitarbeiters von einem ca. 75 jährigen zu tode gefahren, weil er anscheinend ein blackout hatte, die herrschaft über sein fahrzeug verlor und das mädchen auf dem trottoir erfasste. wenige tage vorher fuhr derselbe lenker, verursacht durch das gleiche medizinische problem eine lieferwagen auf. der arzt der den darauffolgenden gesundheitscheck vornahm, sah keinen anlass dem lenker das fahren zu verbieten.
      2 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 18.05.2017 23:31
      Highlight Auch ein 25-jähriger kann die Herrschaft über sein Fahrzeug verlieren. Keiner ist vor Herz- oder Hirninfarkt gefeit. Das kann jeder unabhängige Arzt bestätigen.
      0 0 Melden
  • Asmodeus 18.05.2017 10:18
    Highlight Alkohol und Autos.

    What could possibly go wrong?


    Ok. Realistisch betrachtet geht die einzige Gefahr von den Idioten aus, die in Würenlos ihre Autos vorführen wollen und die sind eh zu geizig um Alkohol an einer überteuerten Tankstelle zu kaufen.
    17 5 Melden

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