Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Tierversuche mit Kaninchen

Tierversuche mit Kaninchen an der ETH Zürich, aufgenommen 1955.  bild: eth-bibliothek Zürich, fotograf: Photographisches institut der eth zürich

4 Initiativen, 4 Niederlagen: So erfolglos war der Kampf gegen Tierversuche bis jetzt

Tierversuche sind umstritten. Eine frisch lancierte Initiative nimmt einen neuen Anlauf, diese zu verbieten. Bislang wurden jedoch jegliche Unternehmungen für ein Verbot vom Volk abgeschmettert. Eine Chronik.

06.10.17, 09:32 06.10.17, 15:55


Diese Woche wurde die Volksinitiative «Ja zum Tier- und Menschenversuchsverbot» lanciert. Rund 80 Organisationen und Unternehmen unterstützen das Anliegen – darunter Vertreter von der SP und den Grünen sowie verschiedene Tierschutzgruppen und Tierparteien. Die Initianten haben bis am 3. April 2019 Zeit, die nötigen 100'000 Unterschriften zu sammeln. 

Es ist bei weitem nicht das erste Mal, dass das Schweizer Stimmvolk über die Forschung an Tieren abstimmt. Tierversuche sind umstritten und lösen immer wieder emotionale Debatten aus, wie die folgende Chronik zeigt. 

1978 Tierschutzgesetz: Mehr als nur das Strafgesetz

Am 9. März 1978 stimmte das Schweizer Volk das erste Mal über die Einführung eines Tierschutzgesetzes ab. Vorher war der Tierschutz lediglich im Strafgesetzbuch geregelt. Doch bereits damals wurde das Gesetz harsch kritisiert. Für Tierschützer war es zu lasch. Besonders Tierversuche würden zu wenig eingeschränkt, hiess es.

Als Reaktion wurde eine Initiative lanciert. Sie forderte die Vivisektion bzw. operative Eingriffe an lebenden Tieren, in der ganzen Schweiz zu verbieten. Doch das Begehren kam nicht weit und scheiterte bereits in der Unterschriftensammlung. 

Tierversuche von 1983 bis 2016

Tierversuche von 1983 - 2016
Infogram

Die Anzahl Tierversuche ist seit 1983 rasant gesunken. 2016 waren es noch 629'773 Versuche. 

1985 Initiative I: Ein Vorschlag gegen das «schlechte» Gesetz

Als Reaktion auf das «schlechte» Gesetz lancierte Franz Weber, Journalist und Umweltschützer, 1981 die Initiative «Zur Abschaffung der Tierversuche und der Vivisektion». 

1985 konnte das Schweizer Stimmvolk über den Vorschlag abstimmen. Weber und die Initianten scheiterten. Das Stimmvolk schmetterte die Initiative mit 72,2 Prozent Nein-Stimmen ab. 

  

1992 Initiative II: Weg vom Tierversuch!

Sieben Jahre nach der ersten abgelehnten Initiative zum Verbot von Tierversuchen wurde der zweite Versuch gestartet. Die Initiative trug den Titel «Zur drastischen und schrittweisen Einschränkung der Tierversuche (Weg vom Tierversuch!)». Sie wollte kein absolutes Verbot von Tierversuchen, forderte aber eine sehr restriktive Einschränkung. Ausnahmen sollten nur vom Bund erlaubt werden. 

Aber auch dieser Vorschlag ging unter: Lediglich 39,3 Prozent der Schweizer Stimmbevölkerung stimmte ihm zu. 

Tierversuch, Taube mit Brille, Blickregistriergerät für Autofahrer

An einer Taube wird 1974 ein Blickregistriergerät für Autofahrer getestet.  bild: Eth-Bibliothek Zürich / fotograf: hans witschi

1993 Initiative III: Die Angst vor dem Outsourcing ins Ausland

Die nächste Initiative liess nicht lange auf sich warten: Knapp ein Jahr später und mit einem klareren Titel («Zur Abschaffung der Tierversuche»), forderten Tierschutzorganisationen wiederum ein Verbot sämtlicher Tierversuche in der Schweiz. 

Doch auch Initiative Nummer drei scheiterte an einem überwiegendem «Nein». 72,2 Prozent wollten kein Verbot. Selbst Tierschützer kritisierten die Vorlage – zu leicht würde das Verbot durch Outsourcing ins Ausland umgangen werden können, hiess es.

1998 Initiative IV: Die Sache mit der Genmanipulation

Fünf Jahre später reichte die Arbeitsgruppe «Gentechnologie SAG» die Initiative «Zum Schutz von Leben und Umwelt vor Genmanipulation (Gen-Schutz-Initiative)» ein. 

Ein emotionaler Streit entbrannte. An der Seite der SAG kämpften auch Tierschutzverbände. Ihr Ziel: Gentechnische Manipulationen an Tieren zu verbieten. 

Wenig überraschend scheiterte auch diese Initiative – sie wurde in keinem einzigen Kanton angenommen. 66,7 Prozent aller Stimmen sagten Nein.

Zwei Personen in Affenkostuemen warten vor dem Bundeshaus West bei der Unterschriftenuebergabe fuer die Petition

Zwei Personen in Affenkostümen demonstrieren gegen Tierversuche an Affen. Bild: KEYSTONE

2014 Rhesusaffen: Ein neuer Streit entbrennt

Nach den zahlreichen Niederlagen wurde es längere Zeit ruhig. Doch der Streit um Tierversuche brodelte weiter. 2014 kam es zu einem erneuten Eklat: Nicht wegen einer Initiative, sondern wegen eines Neurowissenschaftlers.

Seit 2009 wurden in Zürich keine Tierversuche an Primaten mehr durchgeführt. Am 24. April 2014 reicht der Neurowissenschaftler Valerio Mante ein Gesuch bei der Tierversuchskommission des Kantons Zürich ein. Er wollte zwei oder drei Rhesusaffen untersuchen, um daraus Erkenntnisse für die Behandlung von psychischen Krankheiten wie Schizophrenie zu ziehen. 

Das Veterinäramt bewilligte das Gesuch von Mante. Drei Mitglieder der elfköpfigen Tierversuchskommission erhoben jedoch Einsprache dagegen. Der Versuch verletze die Würde des Tieres, wurde argumentiert. Der Regierungsrat wies den Rekurs im Dezember 2015 ab. 

Tierschützer zogen den Fall an das Verwaltungsgericht weiter. Im April 2017 entschied das Verwaltungsgericht über den Fall. Sie gaben dem Neurowissenschaftler recht und bezeichneten den Tierversuch als bewilligungsfähig.

2017 Initiative V: «Tiere raus, raus aus den Laboren!»

Nach dem Entscheid des Verwaltungsgerichts formte sich Widerstand: Im Mai versammelten sich rund 300 Aktivistinnen und Aktivisten in der Zürcher Innenstadt. Sie demonstrierten für ein Verbot von Tierversuchen. «Die ETH ist schuldig, die Uni macht mit, auf Kosten der Tiere ein Mordsprofit!», skandierten sie. Und immer wieder: «Tiere raus, raus aus den Laboren!»

Tierversuche nach Tierarten

Tiere
Infogram

Am meisten medizinische Versuche werden an Mäusen (410'577), gefolgt von Vögeln (75'834) und Ratten (75'128) durchgeführt. 

Fünf Monate später liegt die nächste Tierversuchs-Initiative druckfrisch bereit – und wartet auf die 100'000 Unterschriften. Ziel von Initiant Simon Kälin-Wert und dem Komitee ist es, Tierversuche per Gesetz als Quälerei und Verbrechen einzustufen. 

Tierversuche Makake Affe Primatenstuhl

Ein Makake-Affe wird in einem Labor untersucht.  Bild: swp.de

Doch bereits jetzt formt sich der Widerstand. Die Schweiz habe schon heute eine der umfassendsten Tierschutzgesetzgebungen weltweit, so das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV). Jeder einzelne beantragte Tierversuch müsse von einer kantonalen Tierversuchskommission begutachtet werden.

Ob sich die fünfte und neuste Initiative durchsetzen bzw. überhaupt zustande kommen wird, zeigt sich am 3. April 2019. Bis dann müssen 100'000 Unterschriften gesammelt worden sein.

Aktivisten retten 1000 Hunde vor Hundefleisch-Festival

Video: srf

Das könnte dich auch interessieren:

Ist Trump nun ein Faschist oder nicht?

Die 7 schlimmsten Momente, die du an einer Prüfung erleben kannst

Die Grünen sind die unverbrauchten Linken

Norilsk – no fun. Das ist Russlands härteste Stadt

«In einer idealen Welt wären Solarien verboten»

Diese Nachricht lässt jede Playstation 4 sofort abstürzen – so schützt du dich

30 Millionen Facebook-Profile gehackt. User-Daten weg. So merkst du, ob du betroffen bist

Diese Inder löschen Pornos und Gräuel-Bilder aus dem Netz – und leiden dabei Höllenqualen

Warum Tabubrecher triumphieren und was die Schweiz damit zu tun hat

Swisscom erhöht Abopreise um 191%: So reagieren die Kunden auf den erzwungenen Abowechsel

Mit diesen 10 Tricks und Tipps holst du das Beste aus Spotify raus

Wir haben die Kantonsgrenzen neu gezogen – so sieht die Schweiz jetzt aus

Diese 7 Frauen hätten einen Nobelpreis verdient – nur eine könnte ihn noch bekommen

GoT-Star Natalie Dormer meint: «MeToo war absolut notwendig!»

Alpentourismus kämpft mit Gigantismus um Gäste: Kann das gut gehen?

Der Staat soll Stillpausen für berufstätige Mütter bezahlen

Wie AfD-Weidel mit falschen Schweizer Asylzahlen Hetze gegen Ausländer macht

Diese Tweets zeigen dir, was mit Menschen passiert, wenn sie zu lange keinen Sex haben 😂

Sorry, Bundesrat Berset, aber es ist Freitag und wir hatten nichts Besseres zu tun ...

«Einmal Betrüger, immer Betrüger» – 7 Leute erzählen von ihrem Beziehungsende

11 Schritte für mehr Nachhaltigkeit in deinem Alltag

präsentiert von

Du denkst, du kennst die Kommaregeln? Ha!

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

Abonniere unseren Daily Newsletter

73
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
73Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • 4kant 06.10.2017 14:58
    Highlight Wenn alle Gegner von Tierversuchen den Platz einnehmen von Versuchstieren, dann können wir getrost auf Tierversuche verzichten.
    30 26 Melden
    • Professor Chaos 06.10.2017 16:34
      Highlight Warum brauchen wir denn nicht die Befürworter dafür? Dann wäre das Wort "Tierversuch" wieder zutreffend.
      18 19 Melden
    • 4kant 07.10.2017 10:56
      Highlight @Pokus
      Das würde heissen, es wäre okay, krebserregende Make-Up-Puder zu verkaufen, aber nicht okay krebserregende Medikamente zu verkaufen.
      Wie begründen Sie das?
      6 7 Melden
    • malu 64 07.10.2017 12:34
      Highlight Vielleicht sollte man den ganzen Chemiekram in Frage stellen und die Alternativen Formen der Medizin fördern statt eine Pille einwerfen welche mehr Nebenwirkungen hat als die eigentliche Krankheit.
      9 19 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • malu 64 06.10.2017 13:28
    Highlight Wo immer ein Tier in den Dienst des Menschen gezwungen wird, gehen die Leiden, die es erduldet, uns alle an.
    Die Menschheit lässt sich grob in zwei Gruppen
    einteilen: in Tierfreunde und vom Leben Benachteiligte.
    17 38 Melden
  • Valon Behrami 06.10.2017 13:23
    Highlight Entweder sind uns Tiere so ähnlich, dass wir unsere Körper vergleichen können damit oder nicht. Wenn es so ist, sollten wir uns fragen, ob wir Tierversuche durchführen wollen, obwohl Tiere uns so ähnlich sind. Wenn die Tiere aber uns nicht ähnlich sind, sollten wir auch keine Versuche machen.
    Es taucht immer wieder auf: Man macht Dinge mit Tieren, die man mit Menschen nie machen würde. Nur weil sie Tiere sind.
    23 12 Melden
    • Victarion 06.10.2017 17:10
      Highlight Entweder sind uns Zellkulturen/computermodelle so ähnlich, dass wir unsere Körper vergleichen können damit oder nicht. Wenn es so ist, sollten wir uns fragen....
      6 3 Melden
    • Valon Behrami 07.10.2017 19:05
      Highlight Also willst du sagen, dass Computermodelle nicht möglich sind? Glaubst du daran?
      3 1 Melden
    • Victarion 07.10.2017 23:30
      Highlight @datsyuk: nein, ich wollte ihr argument welches sie von der peta seite haben ins lächerliche ziehen.
      0 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Fritzeli 06.10.2017 12:36
    Highlight Fallbespiel:
    Eine Epidemie kostet in der Schweiz 2’000 Menschenleben weil sie neuartig und nicht erforscht ist. Man bemüht sich ein Gegenmittel zu finden und stösst dabei auf eine weitere Blockade, die Gesetzgebung welche den Versuch des heilbringenden Medikaments an Tieren verbietet. Dadurch ist die Forschug gezwungen auf Menschenversuche umzustellen, währenddessen weitere Menschen an der Folge der Grippe sterben und nichts dagegen getan werden kann. Zudem erkennt man, dass das Medikament versagt und an Menschen tödlich ist.
    All dies hätte man an Tierversuchen feststellen können.
    35 37 Melden
    • Valon Behrami 06.10.2017 13:17
      Highlight Ob das so ist, weisst du nicht.
      14 17 Melden
    • Platon 06.10.2017 13:37
      Highlight @Fritzeli
      Fallbeispiel: Hätte man Aspirin an Tieren gestestet wäre es nie auf den Markt gekommen, da es die meisten Tiere nicht vertragen. Mein Fallbeispiel ist echt, deins blosses was wäre wenn blablabla. Fakt ist, dass Zierversuche meist kaum was über die Wirkung am Menschen aussagen können.
      26 15 Melden
  • Paddiesli 06.10.2017 11:45
    Highlight Macht eure Test gefälligst am Menschen und lasst die Tiere in Ruhe! Tests an Tieren sagen meistens gar nichts aus über die Wirkung am Menschen. Testet an Zellkulturen, synthetischen Organen und Computermodellen.
    36 69 Melden
    • Wehrli 06.10.2017 13:28
      Highlight Wenn es so einfach wäre ... Die Leute machen die Tierversuche nicht aus Spass, sondern aus Notwendigkeit.
      41 16 Melden
  • nilsnektarine 06.10.2017 11:33
    Highlight Ich denke, es ist auch ein Problem, dass die Leute zu wenig Bescheid wissen. Ich studiere Veterinärmedizin, und wenn ich ein Praktikum habe, bei dem wir Studenten trächtige Stuten zu Übungszwecken untersuchen, gilt das bereits als Tierversuch, und muss dementsprechend gemeldet und bewilligt sein. Viele Leute denken aber leider beim Wort Tierversuch gleich an Affen mit offener Schädeldecke und Drähten im Gehirn, die unter furchtbaren Schmerzen gequält werden.
    77 10 Melden
    • Valon Behrami 06.10.2017 13:17
      Highlight Du wirst einfach daran gewöhnt, dass es normal ist, Tiere dafür zu benutzen.
      13 26 Melden
    • 4kant 06.10.2017 15:01
      Highlight Eine echt krass engstirnige Definition von "Tierversuch".
      Ist es folglich auch ein meldepflichtiger Tierversuch, wenn die Assistenzärzte reihherum an mir denselben Untersuch wiederholen, um in zu lernen?
      Das hatte ich nämlich schon erlebt.
      4 6 Melden
    • nilsnektarine 06.10.2017 16:21
      Highlight @Datsyuk Ist es denn nicht normal, gynäkologische Untersuchungen bei Stuten auch tatsächlich an Stuten zu üben?Sollen wir stattdessen Menschen nehmen? Es ist ja auch nicht so, dass wir keine Ahnung haben, was wir tun und die Tiere jedes Mal verletzen. Kein Meister ist je vom Himmel gefallen, irgendwie muss mann praktische Erfahrung sammeln, und das geht nun mal nicht mit einer Powerpoint-Präsentation...
      17 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Chili5000 06.10.2017 11:20
    Highlight So sehr es schmerzt wenn Tiere leiden müssen, aber das ist leider der Preis den wir für die Forschung für die Heilung von Krankheiten zahlen müssen. Ich glaube solange man keine 100% alternative hat und in der Schweiz so selten an Tieren geforscht wird haben solche initiativen keine Chance.
    44 18 Melden
    • blaubar 06.10.2017 12:32
      Highlight Ja da kann man nichts machen...
      2 22 Melden
    • Wehrli 06.10.2017 13:29
      Highlight Ja da kann man nichts machen... zurück ins Jutezelt, blaubar ...
      6 8 Melden
    • blaubar 06.10.2017 15:52
      Highlight Keine schlechte Idee. Aber dann lasst ihr die Viecherfrei, bitte!
      3 4 Melden
  • blaubar 06.10.2017 11:06
    Highlight Hat man Empathie zu Tieren, erübrigen sich alle weiteren Argumente bzg. Tierversuche 2. und 3. Schweregrades. Schlimm genug, was in den Schlachthöfen abgeht. Wenn wir Tiere unbedingt nutzen müssen, dann so respektvoll wie möglich.
    32 27 Melden
    • Victarion 06.10.2017 11:53
      Highlight @blaubar: Wenn man gleichzeitig Empathie für Menschen hat, wird es etwas schwieriger.
      29 13 Melden
    • blaubar 06.10.2017 12:14
      Highlight @Victarion: Nein. Wenn man den natürlichen Lauf des Lebens akzeptiert und den Menschen nicht als exklusiv betrachtet, wird es nicht schwieriger.
      Gleiches Thema wie bei den Prämien. Der Mensch muss den natürlichen Tod akzeptieren. Er kommt eh nicht drum herum, versucht es aber zu verdrängen. Auf Kosten der anderen Lebewesen.
      15 21 Melden
    • Victarion 06.10.2017 13:26
      Highlight @blaubar. Hmm ich weiss nicht. Aber wenn meine Tochter oder die Person XY mit einem Herzfehler auf die Welt kommt und eine neue Herzklappe benötig, dann stehe ich nicht da und lasse mein Kind sterben. Sondern ich bin der Forschung dankbar, dass es mitwachsende Herzklappen gibt und gute Chirurgen (beides auf grund von Tierversuchen).
      19 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • FancyFish 06.10.2017 11:03
    Highlight Da muss ich mich der Meinung des BLV‘s anschliessen. Diese kantonalen Kommissionen erlauben nicht mir nichts dir nichts irgendwelche Arten von Folter. Und irgendwoher muss man halt Medikamente testen, bevor noch Menschen zu Schaden kommen
    39 20 Melden
    • blaubar 06.10.2017 11:34
      Highlight Das wär mir noch, wenn Menschen zu Schaden kämen, nur weil wir keine Tiere gequält haben. Ich finde, die Tiere sind schuld und sollten sich gleich selbst bei Novartis anmelden.
      12 31 Melden
    • Wehrli 06.10.2017 13:27
      Highlight Der Mensch steht nun mal über dem Tier, das ist bei jeder Spezie so. So und jetzt "hate" und trab auf deinem rosaroten Einhorn in den Sonnenuntergang.
      6 8 Melden
    • Valon Behrami 06.10.2017 15:42
      Highlight Wehrli, der Mensch ist auch ein Tier.
      9 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • blaubar 06.10.2017 11:01
    Highlight Viele wissen nicht, dass bei Tierversuchen der oft zitierte Tierschutz schlicht komplett ausgeschaltet werden kann.
    Da fragt man sich, wozu das Tierschutzgesetz ist, wenn man es genau dann ausschalten kann, wenn Übertretungen stattfinden.

    => Regelung für Medikamente bundesweit ändern (dass pro Medizulassung 20'000 Tiere sterben müssen) Tierversuche verbieten. Punkt amen.

    Es gibt Dinge, da gibt es einfach nichts zu diskutieren.
    26 46 Melden
    • Wehrli 06.10.2017 11:27
      Highlight Z.B. eine blaue Bar, da gibts rein gar nix zu diskutieren ...
      17 8 Melden
    • Randy Orton 06.10.2017 11:57
      Highlight Wie sollen dann neue Wirkstoffe getestet werden? Oder verbieten wir einfach den medizinischen Fortschritt?
      22 11 Melden
    • öpfeli 06.10.2017 13:19
      Highlight Die Forschung sollte fähig sein neue Möglichkeiten zu finden. Tiere haben ein Empfinden, sie leiden bei den Versuchen.
      8 4 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • mike2s 06.10.2017 10:56
    Highlight Die Tierschützer machen den Fehler das sie einfach zu viel wollen. Wenn sie Initiativen lancieren wurden die eine echte Chance haben, könnten sie vielleicht einen wirksamen Gegenvorschlag (direkt oder indirekt) heraus holen. Aber solange jeder Kompromiss ein Verrat am den herzigen Tierli ist, kommen sie nie auf einen grünen Zeig.
    31 13 Melden
    • öpfeli 06.10.2017 11:25
      Highlight ja weil es um Leben geht. Bei Leben sollte es keinen Kompromiss geben. Das verstehen Tierschützer.
      18 20 Melden
    • Silent_Revolution 06.10.2017 11:37
      Highlight Gewisse Anliegen lassen nun mal keine Kompromisse zu.

      Es ist unbestritten, dass Tierversuche das Leben des Menschen vereinfachen. Das ist allerdings die einzige Argumentation für deren Richtigkeit seitens der Befürworter. Ziemlich schwach!

      Auch die Sklaverei vereinfachte das Leben des weissen Mannes. Zu Beginn hatte die Abschaffung auch keine Chance und es gab auch zum Schluss Stimmen die Kompromisse forderten : "Lasst uns doch wenigstens ein paar davon"

      Aber ich muss aufpassen mit solchen Vergleichen, sonst muss ich noch von meinem Amt als arbeitsloser Schmarotzer zurücktreten!
      21 22 Melden
    • blaubar 06.10.2017 12:07
      Highlight Richtig, die Tierli sollen nicht so heikel tun...
      12 24 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Theor 06.10.2017 10:35
    Highlight Wenn es darum geht, die eigene Sterblichkeit zu verdrängen und das Leben noch um ein bis zwei Jährchen zu verlängern, geht der Mensch sowieso über Leichen. Weil der Mensch glaubt, er stehe über dem Rest der Natur, werden Tiere immer als Sündenböcke herhalten müssen.
    30 30 Melden
    • blaubar 06.10.2017 11:35
      Highlight "Leichen" ginge ja noch...
      7 17 Melden
    • 4kant 06.10.2017 15:17
      Highlight @Theor
      Über Leichen zu gehen, um am Leben zu bleiben ist das natürlichste der Welt, ganz besonders für die Tiere. Tiere fressen und werden gefressen. Man sagt dem Nahrungskette, oder Kreislauf des Lebens.
      Und weil der Mensch teil dieses Kreislauf des Lebens ist, tötet er eben Tiere, um sie zu essen. So, jetzt nehme ich noch ein Stück der Entenbrust, die vom Mittagessen übrig geblieben ist.
      7 6 Melden
    • Theor 06.10.2017 15:50
      Highlight Abgesehen davon, dass es hier um Tierversuche und nicht um die Nahrungskette geht - und damit Ihr Kommentar per se verfehlt ist - ist es sehr heuchlerisch, dass ganze als natürlicher Teil des Nahrungskreislaufes darzustellen zu wollen. Kein anderes Lebewesen züchtet seine Nahrung (zahlenmässig weit über der natürlichen Populationsanzahl) und zelebriert Massenschlachtungsanlagen um sein Essverhalten zu rechtfertigen. Also hat das ganze überhaupt nichts mit Natürlichkeit zu tun. Aber das Ganze lässt sich eben nur mit Selbstgefälligkeit und Ignoranz aufrechterhalten.
      7 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • chnobli1896 06.10.2017 10:19
    Highlight Tierversuche sind etwas vom widerlichsten was es gibt. Im 21. Jahrhundert sollte die Menschheit fähig sein anders zu forschen oder die Medikamente (oder Ähnliches) auf andere Art und Weise zu testen.
    25 37 Melden
    • Bav 07.10.2017 01:47
      Highlight Biologische Systeme sind auch im 21. Jarhundert noch lange nicht genug erforscht um Tierversuche zu ersetzen.
      4 1 Melden

Zum Welttag des Stubentigers: 15 Gründe, warum du UNBEDINGT eine Katze brauchst 

Heute wird weltweit die Katze gefeiert. Und das werden auch wir tun. Zeit, ein paar Gründe zu sammeln, warum das Haustier auch etwas für dich wäre. Oder eben nicht.

Das war natürlich nur Spass. Katzen sind grossartig!

(sim)

Artikel lesen