Schweiz

Tierversuche mit Kaninchen an der ETH Zürich, aufgenommen 1955.  bild: eth-bibliothek Zürich, fotograf: Photographisches institut der eth zürich

4 Initiativen, 4 Niederlagen: So erfolglos war der Kampf gegen Tierversuche bis jetzt

Tierversuche sind umstritten. Eine frisch lancierte Initiative nimmt einen neuen Anlauf, diese zu verbieten. Bislang wurden jedoch jegliche Unternehmungen für ein Verbot vom Volk abgeschmettert. Eine Chronik.

06.10.17, 09:32 06.10.17, 15:55

Diese Woche wurde die Volksinitiative «Ja zum Tier- und Menschenversuchsverbot» lanciert. Rund 80 Organisationen und Unternehmen unterstützen das Anliegen – darunter Vertreter von der SP und den Grünen sowie verschiedene Tierschutzgruppen und Tierparteien. Die Initianten haben bis am 3. April 2019 Zeit, die nötigen 100'000 Unterschriften zu sammeln. 

Es ist bei weitem nicht das erste Mal, dass das Schweizer Stimmvolk über die Forschung an Tieren abstimmt. Tierversuche sind umstritten und lösen immer wieder emotionale Debatten aus, wie die folgende Chronik zeigt. 

1978 Tierschutzgesetz: Mehr als nur das Strafgesetz

Am 9. März 1978 stimmte das Schweizer Volk das erste Mal über die Einführung eines Tierschutzgesetzes ab. Vorher war der Tierschutz lediglich im Strafgesetzbuch geregelt. Doch bereits damals wurde das Gesetz harsch kritisiert. Für Tierschützer war es zu lasch. Besonders Tierversuche würden zu wenig eingeschränkt, hiess es.

Als Reaktion wurde eine Initiative lanciert. Sie forderte die Vivisektion bzw. operative Eingriffe an lebenden Tieren, in der ganzen Schweiz zu verbieten. Doch das Begehren kam nicht weit und scheiterte bereits in der Unterschriftensammlung. 

Tierversuche von 1983 bis 2016

Tierversuche von 1983 - 2016
Infogram

Die Anzahl Tierversuche ist seit 1983 rasant gesunken. 2016 waren es noch 629'773 Versuche. 

1985 Initiative I: Ein Vorschlag gegen das «schlechte» Gesetz

Als Reaktion auf das «schlechte» Gesetz lancierte Franz Weber, Journalist und Umweltschützer, 1981 die Initiative «Zur Abschaffung der Tierversuche und der Vivisektion». 

1985 konnte das Schweizer Stimmvolk über den Vorschlag abstimmen. Weber und die Initianten scheiterten. Das Stimmvolk schmetterte die Initiative mit 72,2 Prozent Nein-Stimmen ab. 

  

1992 Initiative II: Weg vom Tierversuch!

Sieben Jahre nach der ersten abgelehnten Initiative zum Verbot von Tierversuchen wurde der zweite Versuch gestartet. Die Initiative trug den Titel «Zur drastischen und schrittweisen Einschränkung der Tierversuche (Weg vom Tierversuch!)». Sie wollte kein absolutes Verbot von Tierversuchen, forderte aber eine sehr restriktive Einschränkung. Ausnahmen sollten nur vom Bund erlaubt werden. 

Aber auch dieser Vorschlag ging unter: Lediglich 39,3 Prozent der Schweizer Stimmbevölkerung stimmte ihm zu. 

An einer Taube wird 1974 ein Blickregistriergerät für Autofahrer getestet.  bild: Eth-Bibliothek Zürich / fotograf: hans witschi

1993 Initiative III: Die Angst vor dem Outsourcing ins Ausland

Die nächste Initiative liess nicht lange auf sich warten: Knapp ein Jahr später und mit einem klareren Titel («Zur Abschaffung der Tierversuche»), forderten Tierschutzorganisationen wiederum ein Verbot sämtlicher Tierversuche in der Schweiz. 

Doch auch Initiative Nummer drei scheiterte an einem überwiegendem «Nein». 72,2 Prozent wollten kein Verbot. Selbst Tierschützer kritisierten die Vorlage – zu leicht würde das Verbot durch Outsourcing ins Ausland umgangen werden können, hiess es.

1998 Initiative IV: Die Sache mit der Genmanipulation

Fünf Jahre später reichte die Arbeitsgruppe «Gentechnologie SAG» die Initiative «Zum Schutz von Leben und Umwelt vor Genmanipulation (Gen-Schutz-Initiative)» ein. 

Ein emotionaler Streit entbrannte. An der Seite der SAG kämpften auch Tierschutzverbände. Ihr Ziel: Gentechnische Manipulationen an Tieren zu verbieten. 

Wenig überraschend scheiterte auch diese Initiative – sie wurde in keinem einzigen Kanton angenommen. 66,7 Prozent aller Stimmen sagten Nein.

Zwei Personen in Affenkostümen demonstrieren gegen Tierversuche an Affen. Bild: KEYSTONE

2014 Rhesusaffen: Ein neuer Streit entbrennt

Nach den zahlreichen Niederlagen wurde es längere Zeit ruhig. Doch der Streit um Tierversuche brodelte weiter. 2014 kam es zu einem erneuten Eklat: Nicht wegen einer Initiative, sondern wegen eines Neurowissenschaftlers.

Seit 2009 wurden in Zürich keine Tierversuche an Primaten mehr durchgeführt. Am 24. April 2014 reicht der Neurowissenschaftler Valerio Mante ein Gesuch bei der Tierversuchskommission des Kantons Zürich ein. Er wollte zwei oder drei Rhesusaffen untersuchen, um daraus Erkenntnisse für die Behandlung von psychischen Krankheiten wie Schizophrenie zu ziehen. 

Das Veterinäramt bewilligte das Gesuch von Mante. Drei Mitglieder der elfköpfigen Tierversuchskommission erhoben jedoch Einsprache dagegen. Der Versuch verletze die Würde des Tieres, wurde argumentiert. Der Regierungsrat wies den Rekurs im Dezember 2015 ab. 

Tierschützer zogen den Fall an das Verwaltungsgericht weiter. Im April 2017 entschied das Verwaltungsgericht über den Fall. Sie gaben dem Neurowissenschaftler recht und bezeichneten den Tierversuch als bewilligungsfähig.

2017 Initiative V: «Tiere raus, raus aus den Laboren!»

Nach dem Entscheid des Verwaltungsgerichts formte sich Widerstand: Im Mai versammelten sich rund 300 Aktivistinnen und Aktivisten in der Zürcher Innenstadt. Sie demonstrierten für ein Verbot von Tierversuchen. «Die ETH ist schuldig, die Uni macht mit, auf Kosten der Tiere ein Mordsprofit!», skandierten sie. Und immer wieder: «Tiere raus, raus aus den Laboren!»

Tierversuche nach Tierarten

Tiere
Infogram

Am meisten medizinische Versuche werden an Mäusen (410'577), gefolgt von Vögeln (75'834) und Ratten (75'128) durchgeführt. 

Fünf Monate später liegt die nächste Tierversuchs-Initiative druckfrisch bereit – und wartet auf die 100'000 Unterschriften. Ziel von Initiant Simon Kälin-Wert und dem Komitee ist es, Tierversuche per Gesetz als Quälerei und Verbrechen einzustufen. 

Ein Makake-Affe wird in einem Labor untersucht.  Bild: swp.de

Doch bereits jetzt formt sich der Widerstand. Die Schweiz habe schon heute eine der umfassendsten Tierschutzgesetzgebungen weltweit, so das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV). Jeder einzelne beantragte Tierversuch müsse von einer kantonalen Tierversuchskommission begutachtet werden.

Ob sich die fünfte und neuste Initiative durchsetzen bzw. überhaupt zustande kommen wird, zeigt sich am 3. April 2019. Bis dann müssen 100'000 Unterschriften gesammelt worden sein.

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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83
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83Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • 4kant 06.10.2017 14:58
    Highlight Wenn alle Gegner von Tierversuchen den Platz einnehmen von Versuchstieren, dann können wir getrost auf Tierversuche verzichten.
    29 26 Melden
    • Hempoli 06.10.2017 16:34
      Highlight Warum brauchen wir denn nicht die Befürworter dafür? Dann wäre das Wort "Tierversuch" wieder zutreffend.
      18 18 Melden
    • Pokus 07.10.2017 08:01
      Highlight Als ob man keine bessere Lösung finden würde. Tierversuche sind wichtig, aber nicht für Kosmetik.
      11 4 Melden
    • 4kant 07.10.2017 10:56
      Highlight @Pokus
      Das würde heissen, es wäre okay, krebserregende Make-Up-Puder zu verkaufen, aber nicht okay krebserregende Medikamente zu verkaufen.
      Wie begründen Sie das?
      5 7 Melden
    • malu 64 07.10.2017 12:34
      Highlight Vielleicht sollte man den ganzen Chemiekram in Frage stellen und die Alternativen Formen der Medizin fördern statt eine Pille einwerfen welche mehr Nebenwirkungen hat als die eigentliche Krankheit.
      7 17 Melden
    • Victarion 07.10.2017 14:24
      Highlight @malu: Völlig richtig. Bei ALS, einem Herzfehler, Autoimmunerkrankungen, Krebs sind alternative Formen der Medizin natürlich sehr hilfreich.
      14 3 Melden
    • malu 64 07.10.2017 20:50
      Highlight Victarion es gibt noch viele andere Krankheiten, da nützen auch die ganzen Chemiekeulen nichts. Die ganzen aufgeblasenen Pharma Multis diktieren uns wie wichtig ihr Gift ist. Die Alternative Medizin wird schlecht gemacht. Eine ähnliche Geschichte wie beim Öl. Schlussendlich geht es nur um Kohle!
      4 10 Melden
  • malu 64 06.10.2017 13:28
    Highlight Wo immer ein Tier in den Dienst des Menschen gezwungen wird, gehen die Leiden, die es erduldet, uns alle an.
    Die Menschheit lässt sich grob in zwei Gruppen
    einteilen: in Tierfreunde und vom Leben Benachteiligte.
    16 38 Melden
  • Datsyuk 06.10.2017 13:23
    Highlight Entweder sind uns Tiere so ähnlich, dass wir unsere Körper vergleichen können damit oder nicht. Wenn es so ist, sollten wir uns fragen, ob wir Tierversuche durchführen wollen, obwohl Tiere uns so ähnlich sind. Wenn die Tiere aber uns nicht ähnlich sind, sollten wir auch keine Versuche machen.
    Es taucht immer wieder auf: Man macht Dinge mit Tieren, die man mit Menschen nie machen würde. Nur weil sie Tiere sind.
    22 11 Melden
    • Victarion 06.10.2017 17:10
      Highlight Entweder sind uns Zellkulturen/computermodelle so ähnlich, dass wir unsere Körper vergleichen können damit oder nicht. Wenn es so ist, sollten wir uns fragen....
      6 3 Melden
    • Datsyuk 07.10.2017 19:05
      Highlight Also willst du sagen, dass Computermodelle nicht möglich sind? Glaubst du daran?
      3 1 Melden
    • Victarion 07.10.2017 23:30
      Highlight @datsyuk: nein, ich wollte ihr argument welches sie von der peta seite haben ins lächerliche ziehen.
      0 3 Melden
    • Datsyuk 08.10.2017 15:36
      Highlight ?

      Ich habe das von keiner Internetseite. Schönen Sonntag noch.
      3 0 Melden
  • Fritzeli 06.10.2017 12:36
    Highlight Fallbespiel:
    Eine Epidemie kostet in der Schweiz 2’000 Menschenleben weil sie neuartig und nicht erforscht ist. Man bemüht sich ein Gegenmittel zu finden und stösst dabei auf eine weitere Blockade, die Gesetzgebung welche den Versuch des heilbringenden Medikaments an Tieren verbietet. Dadurch ist die Forschug gezwungen auf Menschenversuche umzustellen, währenddessen weitere Menschen an der Folge der Grippe sterben und nichts dagegen getan werden kann. Zudem erkennt man, dass das Medikament versagt und an Menschen tödlich ist.
    All dies hätte man an Tierversuchen feststellen können.
    35 36 Melden
    • Datsyuk 06.10.2017 13:17
      Highlight Ob das so ist, weisst du nicht.
      13 16 Melden
    • Platon 06.10.2017 13:37
      Highlight @Fritzeli
      Fallbeispiel: Hätte man Aspirin an Tieren gestestet wäre es nie auf den Markt gekommen, da es die meisten Tiere nicht vertragen. Mein Fallbeispiel ist echt, deins blosses was wäre wenn blablabla. Fakt ist, dass Zierversuche meist kaum was über die Wirkung am Menschen aussagen können.
      25 14 Melden
  • Paddiesli 06.10.2017 11:45
    Highlight Macht eure Test gefälligst am Menschen und lasst die Tiere in Ruhe! Tests an Tieren sagen meistens gar nichts aus über die Wirkung am Menschen. Testet an Zellkulturen, synthetischen Organen und Computermodellen.
    35 69 Melden
    • Wehrli 06.10.2017 13:28
      Highlight Wenn es so einfach wäre ... Die Leute machen die Tierversuche nicht aus Spass, sondern aus Notwendigkeit.
      40 15 Melden
  • gusg 06.10.2017 11:34
    Highlight Immer wieder spannend, wenn Laien meinen besser über die Möglichkeiten in der Forschung Bescheid zu wissen, als Experten welche sich täglich mit der Materie auseinandersetzen.
    71 19 Melden
  • nilsnektarine 06.10.2017 11:33
    Highlight Ich denke, es ist auch ein Problem, dass die Leute zu wenig Bescheid wissen. Ich studiere Veterinärmedizin, und wenn ich ein Praktikum habe, bei dem wir Studenten trächtige Stuten zu Übungszwecken untersuchen, gilt das bereits als Tierversuch, und muss dementsprechend gemeldet und bewilligt sein. Viele Leute denken aber leider beim Wort Tierversuch gleich an Affen mit offener Schädeldecke und Drähten im Gehirn, die unter furchtbaren Schmerzen gequält werden.
    72 9 Melden
    • Datsyuk 06.10.2017 13:17
      Highlight Du wirst einfach daran gewöhnt, dass es normal ist, Tiere dafür zu benutzen.
      12 25 Melden
    • 4kant 06.10.2017 15:01
      Highlight Eine echt krass engstirnige Definition von "Tierversuch".
      Ist es folglich auch ein meldepflichtiger Tierversuch, wenn die Assistenzärzte reihherum an mir denselben Untersuch wiederholen, um in zu lernen?
      Das hatte ich nämlich schon erlebt.
      4 6 Melden
    • nilsnektarine 06.10.2017 16:21
      Highlight @Datsyuk Ist es denn nicht normal, gynäkologische Untersuchungen bei Stuten auch tatsächlich an Stuten zu üben?Sollen wir stattdessen Menschen nehmen? Es ist ja auch nicht so, dass wir keine Ahnung haben, was wir tun und die Tiere jedes Mal verletzen. Kein Meister ist je vom Himmel gefallen, irgendwie muss mann praktische Erfahrung sammeln, und das geht nun mal nicht mit einer Powerpoint-Präsentation...
      15 2 Melden
    • nilsnektarine 06.10.2017 16:24
      Highlight @4kant, kommt drauf an, hast du zufälligerweise ein Fell und Lebst im Wald? 😄 nein spass beiseite, angenommen deine Situation würde so in der Tiermedizin vorkommen, wäre das kein Tierversuch, da du dann ein Patient bist, also nicht zu Übungszwecken da bist, und die Assistenten diplomierte, ausgebildete Mediziner.
      4 0 Melden
    • Datsyuk 06.10.2017 19:44
      Highlight nilsnektarine:
      Ich habe "Veterinärmedizin" überlesen und nehme meinen Kommentar zurück. Sorry. Du liegst richtig.
      11 1 Melden
    • nilsnektarine 07.10.2017 08:53
      Highlight @Datsyuk kein Problem! Ich bin froh, dass es auch heute doch noch Situationen gibt, in denen man eine Diskussion führen kann, ohne dass gleich alle beleidigt sind. Das kommt meiner Meinung nach in letzter Zeit leider viel zu selten vor.
      3 0 Melden
    • Datsyuk 07.10.2017 17:48
      Highlight Nilsnektarine: Ja, das denke ich auch.
      3 0 Melden
  • Chili5000 06.10.2017 11:20
    Highlight So sehr es schmerzt wenn Tiere leiden müssen, aber das ist leider der Preis den wir für die Forschung für die Heilung von Krankheiten zahlen müssen. Ich glaube solange man keine 100% alternative hat und in der Schweiz so selten an Tieren geforscht wird haben solche initiativen keine Chance.
    43 17 Melden
    • blaubar 06.10.2017 12:32
      Highlight Ja da kann man nichts machen...
      2 22 Melden
    • Wehrli 06.10.2017 13:29
      Highlight Ja da kann man nichts machen... zurück ins Jutezelt, blaubar ...
      5 8 Melden
    • blaubar 06.10.2017 15:52
      Highlight Keine schlechte Idee. Aber dann lasst ihr die Viecherfrei, bitte!
      3 4 Melden
  • blaubar 06.10.2017 11:06
    Highlight Hat man Empathie zu Tieren, erübrigen sich alle weiteren Argumente bzg. Tierversuche 2. und 3. Schweregrades. Schlimm genug, was in den Schlachthöfen abgeht. Wenn wir Tiere unbedingt nutzen müssen, dann so respektvoll wie möglich.
    32 27 Melden
    • Victarion 06.10.2017 11:53
      Highlight @blaubar: Wenn man gleichzeitig Empathie für Menschen hat, wird es etwas schwieriger.
      28 12 Melden
    • blaubar 06.10.2017 12:14
      Highlight @Victarion: Nein. Wenn man den natürlichen Lauf des Lebens akzeptiert und den Menschen nicht als exklusiv betrachtet, wird es nicht schwieriger.
      Gleiches Thema wie bei den Prämien. Der Mensch muss den natürlichen Tod akzeptieren. Er kommt eh nicht drum herum, versucht es aber zu verdrängen. Auf Kosten der anderen Lebewesen.
      15 21 Melden
    • Victarion 06.10.2017 13:26
      Highlight @blaubar. Hmm ich weiss nicht. Aber wenn meine Tochter oder die Person XY mit einem Herzfehler auf die Welt kommt und eine neue Herzklappe benötig, dann stehe ich nicht da und lasse mein Kind sterben. Sondern ich bin der Forschung dankbar, dass es mitwachsende Herzklappen gibt und gute Chirurgen (beides auf grund von Tierversuchen).
      17 1 Melden
    • Wehrli 06.10.2017 13:30
      Highlight Ab und zu einen blaubar für Tierversuche, wieso nicht?
      4 7 Melden
    • Victarion 06.10.2017 14:54
      Highlight @blaubar: Ich weiss jetzt nicht wie alt sie sind. Wir reden weiter wenn Ihre Tochter oder Ihr Sohn vor dem 10 Geburtstag an Leukämie erkrankt. Bitte erklären sie ihrem Kind es soll den Tod akzeptieren. Vielleicht könnten sie auch mal vor dem Krankenhaus warten und alle chronisch Kranken Personen beleidigen und sie sollen doch endlich den natürlichen Tod akzeptieren...
      16 4 Melden
    • 4kant 06.10.2017 15:07
      Highlight @blaubar
      Wenn man den natürlichen Lauf des Lebens akzeptiert, dann ist klar, dass ich dem Tier den Hals umdrehe und es schiesslich verspeise.
      Und nein, ich verdränge dadurch nicht den Gedanken an meinen eigenen Tod, sondern dadurch verdränge ich meinen physischen Tod wahrhaftig und wirklich hinaus, pro Tier um viele Tage. Je nach dem wieviele Kalorien das Tier hergibt.
      10 2 Melden
    • blaubar 06.10.2017 16:02
      Highlight @Vicatrion: wenn du dich für eine Herzklappe entscheidest und das isoliert anschaust, dann bist du begeistert. Wenn du aber daran denkst, mit was diese Klappe alles zusammenhängt, dann nicht mehr. Wie bei Convenience Food. Chicken steht drauf... Ich drehe um und da steht Brasilien. Ich kann es dann nicht kaufen, obwohl ich Hunger hätte und es mir schmecken würde. Es ist die Frage, wie ganzheitlich man solche Dinge anschaut. Wenn du das einmal begriffen hast, dann gibt es keinen Weg zurück. Wir sind nämlich nicht getrennt von der Natur um uns herum.
      8 10 Melden
    • Victarion 06.10.2017 22:54
      Highlight @blaubar. Zum ersten Teil, nein ich lasse mein kind nicht sterben. Ich gewichte das menschliche leid höher als das eines tieres. Sie gehen also nicht zum zahnarzt? Oder wenn ohne lokale betäubung? Eine blinddarmentzündung ist ihr todesurteil? Lungenentzündung auch? Ihr knie lassen sie sich auch nicht operieren? Splieterbruch der hand lassen sie einfach verheilen ohne op? Ihre c02 ausstoss bzw ihre ressourcen die sie verwenden sind gleich 0? Bei einem autounfall lassen sie ihren partner auf der strasse liegen und rufen nicht den notarzt? Die geburt führen sie zu hause durch?
      4 1 Melden
  • FancyFish 06.10.2017 11:03
    Highlight Da muss ich mich der Meinung des BLV‘s anschliessen. Diese kantonalen Kommissionen erlauben nicht mir nichts dir nichts irgendwelche Arten von Folter. Und irgendwoher muss man halt Medikamente testen, bevor noch Menschen zu Schaden kommen
    38 20 Melden
    • blaubar 06.10.2017 11:34
      Highlight Das wär mir noch, wenn Menschen zu Schaden kämen, nur weil wir keine Tiere gequält haben. Ich finde, die Tiere sind schuld und sollten sich gleich selbst bei Novartis anmelden.
      12 31 Melden
    • Wehrli 06.10.2017 13:27
      Highlight Der Mensch steht nun mal über dem Tier, das ist bei jeder Spezie so. So und jetzt "hate" und trab auf deinem rosaroten Einhorn in den Sonnenuntergang.
      5 8 Melden
    • Datsyuk 06.10.2017 15:42
      Highlight Wehrli, der Mensch ist auch ein Tier.
      9 1 Melden
    • blaubar 06.10.2017 16:10
      Highlight Das glaubt der Mensch. Ist aber eine Sackgasse, dieser Gedanke. Wie wir überall sehen können.
      4 4 Melden
    • DieKeksSissi 06.10.2017 22:45
      Highlight @Wehrli kannst du mir logisch erklären wieso der Mensch über dem Tier steht? Da hak ich immer an.
      2 1 Melden
  • blaubar 06.10.2017 11:01
    Highlight Viele wissen nicht, dass bei Tierversuchen der oft zitierte Tierschutz schlicht komplett ausgeschaltet werden kann.
    Da fragt man sich, wozu das Tierschutzgesetz ist, wenn man es genau dann ausschalten kann, wenn Übertretungen stattfinden.

    => Regelung für Medikamente bundesweit ändern (dass pro Medizulassung 20'000 Tiere sterben müssen) Tierversuche verbieten. Punkt amen.

    Es gibt Dinge, da gibt es einfach nichts zu diskutieren.
    26 46 Melden
    • Wehrli 06.10.2017 11:27
      Highlight Z.B. eine blaue Bar, da gibts rein gar nix zu diskutieren ...
      17 8 Melden
    • Randy Orton 06.10.2017 11:57
      Highlight Wie sollen dann neue Wirkstoffe getestet werden? Oder verbieten wir einfach den medizinischen Fortschritt?
      21 11 Melden
    • öpfeli 06.10.2017 13:19
      Highlight Die Forschung sollte fähig sein neue Möglichkeiten zu finden. Tiere haben ein Empfinden, sie leiden bei den Versuchen.
      8 4 Melden
    • blaubar 06.10.2017 16:11
      Highlight Es gibt bereits zahlreiche Verfahren ohne Tiere!
      6 6 Melden
    • blaubar 06.10.2017 16:15
      Highlight @Randy: wenn es nur mit Tierleid geht: Ja, klar. Selbstverständlich!
      2 7 Melden
    • Randy Orton 06.10.2017 23:43
      Highlight Jeder neue Wirkstoff muss zuerst an Tieren erprobt werden, biochemische Vorgänge im Sinne von Verstoffwechselung etc kann man nicht simulieren. Anschliessend folgen klinische Studien. Keine Tierversuche würde unter anderem bedeuten keine neuen Wirkstoffe mehr entwickeln zu können.
      3 3 Melden
    • Bav 07.10.2017 01:44
      Highlight @blaubar, Nein leider gibt es keine Verfahren die Tierversuche gänzlich ersetzen.
      2 1 Melden
  • mike2s 06.10.2017 10:56
    Highlight Die Tierschützer machen den Fehler das sie einfach zu viel wollen. Wenn sie Initiativen lancieren wurden die eine echte Chance haben, könnten sie vielleicht einen wirksamen Gegenvorschlag (direkt oder indirekt) heraus holen. Aber solange jeder Kompromiss ein Verrat am den herzigen Tierli ist, kommen sie nie auf einen grünen Zeig.
    30 13 Melden
    • öpfeli 06.10.2017 11:25
      Highlight ja weil es um Leben geht. Bei Leben sollte es keinen Kompromiss geben. Das verstehen Tierschützer.
      18 20 Melden
    • Silent_Revolution 06.10.2017 11:37
      Highlight Gewisse Anliegen lassen nun mal keine Kompromisse zu.

      Es ist unbestritten, dass Tierversuche das Leben des Menschen vereinfachen. Das ist allerdings die einzige Argumentation für deren Richtigkeit seitens der Befürworter. Ziemlich schwach!

      Auch die Sklaverei vereinfachte das Leben des weissen Mannes. Zu Beginn hatte die Abschaffung auch keine Chance und es gab auch zum Schluss Stimmen die Kompromisse forderten : "Lasst uns doch wenigstens ein paar davon"

      Aber ich muss aufpassen mit solchen Vergleichen, sonst muss ich noch von meinem Amt als arbeitsloser Schmarotzer zurücktreten!
      21 22 Melden
    • blaubar 06.10.2017 12:07
      Highlight Richtig, die Tierli sollen nicht so heikel tun...
      12 24 Melden
    • mike2s 06.10.2017 13:42
      Highlight @Blaubär Mit einer kompromisslosen Haltung erreicht man gar nichts, ausser dem Stolz nicht nachgeben zu habe und es werden weiterhin Katzen in irgendwelchen Schraubstocke gespannt.
      Wenn man sich aber zusammen setzen würde und sich überlegt wie man schonender zur gleichen Erkenntnis kommt, wären echte Fortschritte möglich.
      12 2 Melden
    • 4kant 06.10.2017 15:09
      Highlight @blaubar
      Süss die Katze. Ist sie gerade beim Optiker? Ich muss beim Proktologen weniger angenehmes über mich ergehen lassen, und erst beim Zahnarzt!
      4 13 Melden
    • öpfeli 06.10.2017 15:24
      Highlight Für was halten sich gewisse Menschen eigentlich? Bei Tieren soll es immer nur einen Kompromiss geben. Warum?
      11 5 Melden
  • Theor 06.10.2017 10:35
    Highlight Wenn es darum geht, die eigene Sterblichkeit zu verdrängen und das Leben noch um ein bis zwei Jährchen zu verlängern, geht der Mensch sowieso über Leichen. Weil der Mensch glaubt, er stehe über dem Rest der Natur, werden Tiere immer als Sündenböcke herhalten müssen.
    30 30 Melden
    • blaubar 06.10.2017 11:35
      Highlight "Leichen" ginge ja noch...
      7 17 Melden
    • 4kant 06.10.2017 15:17
      Highlight @Theor
      Über Leichen zu gehen, um am Leben zu bleiben ist das natürlichste der Welt, ganz besonders für die Tiere. Tiere fressen und werden gefressen. Man sagt dem Nahrungskette, oder Kreislauf des Lebens.
      Und weil der Mensch teil dieses Kreislauf des Lebens ist, tötet er eben Tiere, um sie zu essen. So, jetzt nehme ich noch ein Stück der Entenbrust, die vom Mittagessen übrig geblieben ist.
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    • Theor 06.10.2017 15:50
      Highlight Abgesehen davon, dass es hier um Tierversuche und nicht um die Nahrungskette geht - und damit Ihr Kommentar per se verfehlt ist - ist es sehr heuchlerisch, dass ganze als natürlicher Teil des Nahrungskreislaufes darzustellen zu wollen. Kein anderes Lebewesen züchtet seine Nahrung (zahlenmässig weit über der natürlichen Populationsanzahl) und zelebriert Massenschlachtungsanlagen um sein Essverhalten zu rechtfertigen. Also hat das ganze überhaupt nichts mit Natürlichkeit zu tun. Aber das Ganze lässt sich eben nur mit Selbstgefälligkeit und Ignoranz aufrechterhalten.
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    • 4kant 06.10.2017 18:17
      Highlight @Theor
      Ameisen halten sich Blattläuse und melken sie, oder versklaven andere Ameisenvölker.
      Es gibt Insekten, die legen ihre Eier in die Körper von anderen, lebenden Tieren, damit die Larven, was zu fressen haben, sobald sie schlüpfen.
      Dann gibt es noch viele Arten von Parasiten, die sich ein Haustier halten
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    • DieKeksSissi 06.10.2017 22:56
      Highlight @4kant Nichts was der Mensch tut ist mit einem natürlichen Lauf der Dinge zu beschreiben. Der Mensch ist kein Naturwesen sondern ein Kulturwesen. Er ist in der Lage seine Handlungen zu reflektiere und Schlüsse daraus zu ziehen. Er ist empathisch und ist zu logischem Denken fähig. All diese Eigenschaften sollten eigentlich ausreichen, um zu erkennen, dass Tiere nicht dazu da sind, um versklavt, misshandelt und ausgenutzt zu werden.
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    • 4kant 07.10.2017 10:54
      Highlight @DieKeksSissi
      Ihre Schlussfolgerung, dass Empathie und logisches Denken zu einer bestimmten moralischen Ansicht führen müssen ist grundfalsch.
      Für Moral gibt es keine logische Begründungen. Empathie ist dem Folterer genau so nützlich, wie der Krankenschwester.
      Mit nüchterner Logik betrachtet, sind Tiere einfach nur eine gute Quelle wertvoller Nährstoffe, bzw. ein gutes biomedizinisches Modell, an dem man die Funktionsweise physiologischer Vogänge studieren kann zum Nutzen der Menschen. Nichts spricht dagegen, es sei denn falsches Mitleid.



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    • DieKeksSissi 07.10.2017 11:34
      Highlight @4kant Dass die moralische Entwicklung nicht von diesen Faktoren abhängt ist völlig richtig. Da geb ich dir recht. Das hab ich aber auch so nicht gesagt.
      Meine Aussage ist, dass man mit Empathie (vorausgesetzt man Verfügt darüber, was beim deinem Bsp. vom Folterer eben nicht mehr der Fall ist) das Leid eines Tieres nachfühlen und anerkennen kann und mit logischem Denken versteht, dass es heutzutage ökologischere Mittel und Wege gibt, um uns zu ernähren und medizinische Vortschritte zu machen. Bei Abwägung dieser zwei Faktoren, sollte man meines Erachtens nach zum oben erwähnten Schluss kommen
      2 0 Melden
    • blaubar 07.10.2017 12:33
      Highlight @4kant. Ein deftiger Kommentar. Du spielst voll auf das mechanistische Weltbild. Wenn man so denkt, ist deine Schlussfolgerung logisch.
      Der springende Punkt sind aber die Beziehungen zwischen den Dingen, die du zuwenig beachtest.
      Wenn ich weiss, dass ich mit dem Batteriehuhn zusammenhänge, sobald ich Chicken im Coop kaufe, dann WILL ich das nicht. Weil ich es nicht WILL. Ob das jetzt Moral ist, ist egal. Ich leide, wenn ich an das Huhn denke und will es deshalb nicht unterstützen. Die Beziehung ist die Grundlage von allen Dingen.
      2 0 Melden
    • 4kant 08.10.2017 11:01
      Highlight @blaubar
      Das Beziehungszeug verstehen ich wohl falsch, Ihrer Meinung nach.
      Wenn ich ein Huhn herumpicken sehe, dann sehe ich ein Poulet im Körbchen. Denn das ist die Beziehung zwischen mir und dem Huhn: das Huhn ist mein Essen, dafür hat Gott es erschaffen.
      2 2 Melden
    • blaubar 09.10.2017 01:37
      Highlight @4kant: Dann tut es mit leid. Wenn du so denkst, hast du ein ernsthaftes Empathieproblem. Das ist psychiatrisch auffällig. Du siehst dann z.B. deine Frau auch nur als Zweck? Ich vermute, dass du unter dieser Empathie-Unfähigkeit leidest und dich einsam fühlst.
      3 0 Melden
    • Theor 09.10.2017 09:08
      Highlight Das abstumpfen von Emotionen ist ein schleichender Prozess und oft merken wir gar nicht, dass uns die Menschlichkeit abhanden kommt. Aber spätestens wenn man Achselzuckend die Tragödien und vor allem die Freuden des Lebens wahrnimmt, dann ist man dem Nihilismus näher als es Gut für einen ist.
      3 0 Melden
  • chnobli1896 06.10.2017 10:19
    Highlight Tierversuche sind etwas vom widerlichsten was es gibt. Im 21. Jahrhundert sollte die Menschheit fähig sein anders zu forschen oder die Medikamente (oder Ähnliches) auf andere Art und Weise zu testen.
    25 37 Melden
    • Bav 07.10.2017 01:47
      Highlight Biologische Systeme sind auch im 21. Jarhundert noch lange nicht genug erforscht um Tierversuche zu ersetzen.
      4 1 Melden
  • kleiner_Schurke 06.10.2017 09:49
    Highlight Ein generelles Verbot von Tierversuchen wäre wohl in vielerlei Hinsicht problematisch. Der Gesetzgeber verlangt ja bei Medikamenten und Dingen die man z.b. am Körper trägt den Beweis, dass diese sicher und im Tiermodell getestet sind. Würde man Tierversuche also radikal verbieten so hätte das tiefgreifend Auswirkungen auf die Produktsicherheit in der Medizin. Ich denke nicht dass das durchgegen wird.
    82 22 Melden
    • beaetel 06.10.2017 11:04
      Highlight Medikamente die bei Tieren funktionieren, funktionieren noch lange nicht beim Menschen!
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    • öpfeli 06.10.2017 11:20
      Highlight Wenn dies der Gesetzgeber verlangt, wieso gibt es dann tierversuchsfreie Kosmetik? Oder was meinst du mit "Dinge die man am Körper trägt"?

      Es gibt genug Berichte die sagen, dass TV nicht zwingend sind. d.h die Pharmaindustrie und der Gesetzgeber können sich nach Alternativen umsehen. Ebenfalls wird scheinbar geforscht wie man TV umgehen kann. So falsch ist also ein Verbot nicht. TV sind grausam, fraglich wie man das ethisch unterstützen kann. Viele Krankheiten sind das Übel unseres Lebenstils und Ernährung, viele Medis könnte man auch abschaffen.
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    • gusg 06.10.2017 12:25
      Highlight @öpfeli: Selbstverständlich wird nach Alternativen für Tieversuche geforscht, diese sind aufwändig und kosten viel Geld - man könnte also mit Alternativen die Kosten senken. Nur werden diese Alternativen niemals Tierversuche komplett ersetzen.
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    • Kurnugia 06.10.2017 13:06
      Highlight @öpfeli Weil Gift auch durch die Haut aufgenommen werden kann?

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    • kleiner_Schurke 06.10.2017 13:49
      Highlight @öpfeli
      Die Inhaltsstoffe von Kosmetikprodukten sind lange bekannt. So braucht an Glycerin, welches in Handcremen vorkommt, nicht mehr auf seine Verträglichkeit am Körper zu testen, das wurde längst gemacht. Wenn ein Hersteller also rein auf solche Inhaltsstoffe zurückgreift, sagt er er bietet Produkte, an die nicht am Tier getestet worden sind. Das stimmt schlicht nicht. Er hat das nicht testen müssen, da es andere vor ihm gemacht haben. Aber das sagt natürlich keine Hersteller der sich besonders “naturnah“ darstellen will.
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    • kleiner_Schurke 06.10.2017 14:02
      Highlight @öpfeli
      Mit “am Körper tragen“ meine ich Kleidung, Hygieneprodukte (Binden, Verbandstoffe, Pflaster usw.), Schuhe, Matratzen, Oberflächen von Möbeln (Sofa), Sitze usw. All diese Dinge sind ausgerüstet mit Substanzen die verhindern dass Bakterien und Pilze ungehemmt wachsen können. Wer je einen unbehandelten Turnschuh gesehen hat, weiss wie schnell Bakterieller Befall so ein Teil sprichwörtlich auflösen kann. Da es viele Menschen mit Allergien gibt ist es unumgänglich solche Ausrüstungen zu Testen. Es sei denn, du möchtest es an deinem Tampon testen ob du allergisch bist.
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    • kleiner_Schurke 06.10.2017 14:07
      Highlight @öpfeli
      Substanzen werden auf Unverträglichkeit getestet, in dem man einen Rattenkäfig zur Hälfte mir einem Teppich auslegt der behandelt ist. Die Ratte läuft dann auf dem Teppich und der anderen Seite herum. Reizt die Substanz im Teppich die Füsse der Ratte werden diese sehr schnell rot. Wenn der Ratte die Teppichseite wegen der Reizung unangenehm ist, geht sie einfach nicht mehr dorthin. Das läuft also alles relativ human ab. Ratten die dabei zu Schaden gekommen wäre, habe ich noch nie gesehen.
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