Schweiz
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Portrait of Philomena Colatrella, General Secretary and Vice-President of the Corporate Executive Commitee of Swiss CSS Insurance, taken at CSS' headquarters in Lucerne, Switzerland, on January 14, 2015. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Philomena Colatrella, Generalsekretaerin und stellvertretene Vorsitzende der Konzernleitung der CSS Versicherung, portraitiert am 14. Januar 2015 am Hauptsitz in Luzern. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Ihr Vorschlag kommt nicht gut an: Philomena Colatrella. Bild: KEYSTONE

CSS-Chefin schlägt 10'000-Franken-Franchise vor – und erntet Kritik von links bis rechts

Am Sonntag schlug die Chefin der Krankenkasse CSS vor, die Franchise auf 10'000 Franken zu erhöhen, um die Prämien zu senken. Ihr Vorschlag kommt nicht einmal bei bürgerlichen Politikern gut an.



Die Schlagzeile sorgte für Aufruhr: In einem Interview mit dem «Sonntags Blick» schlug Philomena Colatrella, Chefin der CSS-Krankenkasse, vor, die Mindestfranchise von 300 Franken auf 5000 oder gar 10'000 Franken zu erhöhen. Dies, um die Prämien zu senken. Die Schmerzgrenze sei erreicht. Sie gehe davon aus, dass so die monatlichen Prämien um rund 170 Franken pro Person sinken würden. 

Die Reaktion auf diesen kühnen Vorschlag kam postwendend. Im «Blick» sagt die oberste Patientenschützerin Susanne Hochuli, dieser Vorschlag würde das Ende des heutigen Kassensystems bedeuten. «Wenn die Kosten für die soziale Abfederung nicht aus den Prämiengeldern bezahlt werden, löst sich ja der bisherige Zweck der Krankenversicherung auf», so die Aargauer Alt-Regierungsrätin.

Susanne Hochuli

Überzeugt die Idee nicht: Susanne Hochuli. Bild: Keystone

Auch Nationalrätin und SP-Vizepräsidentin Barbara Gysi bekundete ihre Befürchtungen. Gegenüber dem Blick sagte sie: «Es werden einmal mehr zusätzliche Lasten auf diejenigen abgeschoben, die eh schon in engen Verhältnissen leben.»

Umfrage

Die Chefin der Krankenkasse CSS fordert eine Mindestfranchise von 5000-10'000 Franken. So sollen die Prämien sinken. Was denkst du?

  • Abstimmen

3,172 Votes zu: Die Chefin der Krankenkasse CSS fordert eine Mindestfranchise von 5000-10'000 Franken. So sollen die Prämien sinken. Was denkst du?

  • 8%Super Idee!
  • 72%Gehts noch?
  • 19%Bin nicht ganz überzeugt, aber der Vorschlag bringt immerhin Bewegung in die Debatte

Auch FDP und SVP sind von der Idee wenig begeistert

Der Vorschlag von Colatrella kommt nicht einmal bei den Bürgerlichen gut an, schreibt der «Blick» weiter. FDP-Nationalrätin Regine Sauter könne sich eine Erhöhung der Mindestfranchise um 100 bis 200 Franken vorstellen – mehr nicht. 

«Damit würde wohl ein Volksaufstand provoziert.»

Heinz Brand, SVP-Nationalrat

Heinz Brand, SVP-Nationalrat und Präsident des Krankenkassenverbands Santésuisse sagte gegenüber dem «Blick»: «Die Einführung einer Mindestfranchise von 5000 oder gar 10'000 Franken ist derzeit nicht realistisch. Damit würde wohl ein Volksaufstand provoziert.» Denn chronisch Kranke und weniger gut Verdienende würden sich massiv benachteiligt fühlen.

Nur einer findet den Vorschlag gut

Nicht alle kritisieren die Idee der CSS-Chefin. Felix Schneuwly, Krankenkassenexperte bei Comparis, sieht in einer 10'000-Franken-Franchise einen Befreiungsschlag für das System. Im Interview mit «20 Minuten» sagt er: «Mit stetig steigenden Gesundheitskosten können immer weniger Leute die Prämie selbst bezahlen.» Mit Colatrellas Vorschlag würden die Prämien günstiger. (sar)

Schon weniger grosse Erhöhungen der Franchise ernteten Kritik:

Du musst 2018 nochmals mehr für deine Krankenkasse bezahlen

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Video: srf/SDA SRF

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    Alle Leser-Kommentare
  • Zap Brannigan 17.04.2018 19:57
    Highlight Highlight Der Herr Schneuwly wieder: Wenn die Leute schon heute mühe mit 300 Fr für die Prämien haben, sind 10000 Selbstbehalt sicher kein Problem.
    Warum die Franchise nicht auf 1Mio festlegen? Die Krankenkasse wird dann gratis und alle Probleme sind gelöst.
    Die Frage: Ist er do doof wie er sich gibt oder einfach dreist?
  • Rowel Orta 17.04.2018 10:19
    Highlight Highlight https://www.facebook.com/photo.php?fbid=361827320988702&set=a.126079234563513.1073741828.100014843117547&type=3
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  • amore 16.04.2018 18:02
    Highlight Highlight Einheitskasse einrichten à la SUVA, Admin-Kosten sparen und vor allem diese verdammten Millionenprovisionen bei Versucherungswechseln sparen.
  • AfterEightUmViertelVorAchtEsser 16.04.2018 17:18
    Highlight Highlight Frau Colatrella: wollen sie unser Gesundheitssystem wirklich so zertrumpeln?
  • Emperor 16.04.2018 16:51
    Highlight Highlight Und trotzdem machen die Krankenkassen weiterhin schöne Gewinne... dort sollte man einen Systemwechsel anstreben, hin zu gemeinnützigen Kassen anstatt bei den Schwächsten sparen zu wollen...
  • Züri80 16.04.2018 16:30
    Highlight Highlight Eine möglichst hohe Franchise bei kaum Versicherungsrabatt. (CHF 125 auf die Durchschnittsprämie (CHF 295) bei CSS). Bei Geld-zurück-Garantie wäre dies interessant, sonst einfach wahnsinnig! Aus dem Geschäftsbericht 2017: Die höchste Vergütung erhielt die Vorsitzende der Konzernleitung mit einer Barvergütung von 629 963 Franken (inkl. variabler Anteile), Vorsorgebeiträgen von 95 675 Franken sowie Spesen von 18 128 Franken.
    2'520 Versicherte braucht es um den Lohn der Dame abzudecken...
    Ein weiterer Grund für die Einheitskasse!
  • exeswiss 16.04.2018 16:29
    Highlight Highlight mal durchrechnen...

    ich hab in meinem leben weder 5000.- noch 10'000.- im jahr an krankenkassenrechnungen gehabt.

    als erwachsener 170.- x 12 x 13 = 26520.-
    als kind (sind die prämien ja tiefer) 120.- x 12 x 18 = 25'920.-

    ich hätte in meinem leben ohne krankenkasse bei einem franchisensatz von 5000-10000 bei einer prämie von 120-170.- -> 52'440.- gespart.
    • exeswiss 16.04.2018 22:25
      Highlight Highlight ich weiss jetzt nicht genau warum ich soviele blitze bekomme, aber meine botschaft war eigentlich -> warum 170.- pro monat zahlen wenn ich die das franchisenlimit sowieso nicht erreiche? ich würde einfach statt 300.- (+10% selbstbehalt) die vollen 2000-2500.- für meine medikamente zahlen und würde trotzdem nicht ans limit kommen warum dann noch krankenkasse zahlen , wenn ich stattdessen geld für notfälle sparen könnte? wem es nicht auffällt die CSS chefin möchte ein system amerika.
    • bikobeko 17.04.2018 02:28
      Highlight Highlight Es geht ja nicht darum, dass sich die Versicherung für jeden einzelnen Auszahlt. Dann wäre sie tatsächlich sinnlos, wie z.b. Handyglasbruchversicherungen o. Ä. Die Versicherung sollte Fälle decken, die einen sonst ruinieren. Eine höhere Mindestfranchise ist zwar zu begrüssen. Es muss aber auch eine Lösung geben für chronisch kranke, die das sonst Jahr für Jahr bezahlen. Und idealerweise sollte die Franchise Lohnabhängig sein, nur dann erziehlt sie ihre Wirkung.
  • Royalrider 16.04.2018 15:52
    Highlight Highlight Die maximale Franchise zu erhöhen wäre doch sinnvoll. Ob es jetzt 1500 oder 2000 sind spielt keine grosse Rolle. Ich würde sofort eine Franchise von 5000 wählen um meine Prämie wieder unter 100.- pro Monat zu bringen, wie es vor ein paar Jahren noch war.
  • zwäärgli 16.04.2018 15:46
    Highlight Highlight @Philomena Colatrella und @Scheuwly von comparis:
    Ich leihe mir die Worte von Mörgeli:
    «Sind Sie eigetlich vom Aff bisse?»
  • Greententacle 16.04.2018 15:31
    Highlight Highlight Die an sich gute Idee einer Krankenversicherung für alle verkommt immer mehr zu einem schlechten Witz. Hauptsache, zwei Dutzend Krankenkassen füttern Teppichetagen & Werbeagenturen (zwecks Pseudo-Wettbewerb) durch. So darf das meinetwegen in Luxus-Segmenten laufen, aber doch nicht dort, wo es um sowas grundlegendes geht, wo jede/r einzelne zahlen MUSS.
  • mbr72 16.04.2018 15:08
    Highlight Highlight Das ganze Franchisen-system ist ohnehin ein kompletter Witz. Die Kassen wissen GENAU, dass nur die höchste oder die niedrigste Franchise überhaupt kostenoptimiert ist (für den Kunden), bei allem dazwischen schneidet der Kunde IMMER schlechter ab (ich habe beruflich damit zu tun, über verschiedene Kassen hinweg).
  • mbr72 16.04.2018 15:05
    Highlight Highlight Schon erbärmlich, wenn die Geschäftsleiterin einer Versicherung nicht weiss, was das Grundprinzip einer Versicherung ist.
  • Franziska Gerber 16.04.2018 14:55
    Highlight Highlight Eine gezielte Aktion gegen Frauen in Führungsetagen.
  • Stan_the_man 16.04.2018 13:27
    Highlight Highlight (2/2)
    Polyklinik: diese staatliche Einrichtung würde die erste Anlaufstelle bilden. Dort würden Hausarzt- und ambulante Behandlungen stattfinden, Spezialisten könnten ebenso einfache Abklärungen dort ausführen. Weitergehende Behandlungen würden von dort zu Spezialisten und Spitälern weitergeleitet werden.
    Finanzierung: Lohnbestandteil (50% Arbeitgeber). Eine Selbstbeteiligung müsste man behalten (da sonst unnötige Konsultationen), weshalb ich eine pauschale Beteiligung pro Fall vorschlage. Chronisch Kranke bezahlen für ihre Krankheit einmal jährlich.
    • batschki 16.04.2018 16:06
      Highlight Highlight Polikliniken sind eine gute Idee, nur: wer Geld hat, leistet sich einen persönlichen Leibarzt...
      hat jemand eine Idee, wie man das marktwirtschaftliche Denken ganz aus dem Krankenwesen herauskatapultieren kann?
  • Stan_the_man 16.04.2018 13:18
    Highlight Highlight (1/2)
    Meine Vision:
    Der Staat mischt sich mehr ein, indem er selbst Medikamente (zum Selbskostenpreis oder noch tiefer) handelt; einerseits indem er Pharmaunternehmen übernimmt odr neue Fabriken gründet oder, falls Medikamente zu schwer zum Produzieren sind, als Grosseinkäufer tiefe Preise durchsetzen kann.
    Es spricht nichts dagegen, dass der Staat die produzierten Medikamente gewinnbringend im Ausland verkauft. So ist auch sichergestellt, dass diese staatlichen Firmen effizient und innovativ bleiben.
    Weiter stelle ich mir vor, dass man ein System von Polykliniken etabliert. Diese...
    • who cares? 16.04.2018 14:20
      Highlight Highlight Ich sehe nicht, was für einen Mehrwert verstaatlichte Pharmafirmen bringen. Man kann Medikamente auch nicht einfach im Ausland teurer verkaufen, sicher nicht in der EU und auch sonst lassen sich Parallelexporte nicht einfach verbieten. Woher sollen die Investitionen in die Forschung kommen? Von den KK-Prämien? Die schweizerischen Pharmafirmen sind extrem innovativ, dass sollte man nicht gefährden. Die Medikamtenpreise sollten jedoch gesenkt werden. Nur noch das billigste Generika soll verschrieben werden anstatt das teure Originalmedikament, das zwingt zur Senkung der Preise.
    • Emperor 16.04.2018 16:55
      Highlight Highlight Schöne Idee, leider gibts genug Neoliberale die alles tun werden um ein System für alle zu verhindern und weiter zu profitieren... und genug Schafe die folgen
  • aglio e olio 16.04.2018 12:39
    Highlight Highlight Ich kann mir gut vorstellen, dass es sich dabei um eine Aussage handelt die lediglich eine Verschiebung der "Mittellinie" der Diskussion über Prämien und Franchisen bewirken soll.
    Nach einem solchen Vorschlag tönt z.B. eine Anhebung der Minimalfranchise auf 500 oder 800 CHF doch gar nicht mehr so schlimm.
    Die Dame ist sicher clever genug, um zu wissen dass ihr Vorschlag mittelfristig nicht mehrheitsfähig sein wird.
  • murrayB 16.04.2018 12:37
    Highlight Highlight Somit wäre die Krankenkasse eine reine RisikoVersicherung - wisst ihr wie teuer eine Krebstherapie ist pro Jahr? Min. 100'000....

    Für diese Fälle wäre dann die KK da - finde die Idee daher gut!
    • who cares? 16.04.2018 14:23
      Highlight Highlight Problematisch daran, der Krebskranke muss trotzdem 10'000 jährlich zahlen. Von welchem Geld? Macht dafür der Sohn oder die Tochter kein Studium? Für viele Leute sind 10'000 viel Geld.
    • murrayB 16.04.2018 21:49
      Highlight Highlight Ja, aber sicher gibt es diese Fälle abernoch mehr die immer das neuste smartphone, 50' Fernseher, ein grosses Auto fahren, aber für die KK Prämien kein Geld mehr haben - mit diesen habe ich kein Mitleid...
  • ThePower 16.04.2018 12:21
    Highlight Highlight 10'000.-? Das würde viele Leute ruinieren, selbst für Gutverdiende ist das viel. Aber es wäre eine gute Idee, die Franchisen anzupassen. Heute gibt viele Franchisen, allerdings machen nur die 300er und die 2500er Sinn, die aber beide nicht gut sind für uns Versicherte. Bei 300 ist die Verlockung gross, sinnlos zum Arzt zu rennen (Motto: "ich zahle ja schliesslich auch genug Prämie, also gönn ich mir..") und die 2500er wird häufig von Leuten gewählt, die ein kleines Einkommen und damit im Ernstfall Mühe mit der Rechnung haben. Das Beste wäre daher, eine Einheitsfranchise von 1000.- einzuführen.
  • Gubbe 16.04.2018 12:17
    Highlight Highlight Habe mitbekommen, dass durchschnittlich 6 Menschen in 1h beim Hausarzt sind. Also 6 x 150.- = 900.- die Stunde. Bei 8 h/Tag = 7'200.- . Nun hat der 5 Angestellte à 50.- h. Sind 2'000.-. bleiben dem Arzt 5'000.- täglich. Oder mit einem Monat à 20 Tagen 100'000 Franken. Hinzu kommen noch Provisionen von den Medikamenten. Auch wenn das Monatseinkommen bei 80'000.- liegt, kommen doch fast 1 Mio./Jahr zusammen. Diese Rechnung ist provokant, aber wären da vielleicht Anpassungen möglich? Es wird immer aufs Studium verwiesen, aber auch Ingenieure haben gelernt und studiert bei 9'000.- Monat.
  • kuwi 16.04.2018 11:39
    Highlight Highlight Geile Idee. Alle Arztrechnungen selber blechen und der Krankenkasse noch die Prämie dazu zahlen. Meine Idee: Rückversicherung ins Boot holen fur den Fall, dass es richtig teuer wird und alle Rechnungen selber zahlen. So brauchts gar keine Krankenkasse mehr. Die Prämie wäre mit absoluter Sicherheit viel geringer.
  • Matti_St 16.04.2018 11:27
    Highlight Highlight Ich bin überzeugt, im Jahr 2020, nach den nächsten Parlamentswahlen, werden sich einige bürgerliche Politiker dafür einsetzen.
  • John Carter 16.04.2018 10:57
    Highlight Highlight Solange jeder immer zum Arzt gehen kann und Leistungen ohne zu hinterfragen beziehen kann, wird die Prämie nie sinken. Ich kenne Fälle von 90 jährigen die noch 5x operiert wurden, um dann 6 Monate später doch zu sterben. Diese horrenden Kosten muss dann die Allgemeinheit bezahlen.


    Zudem will die ganze Krankenindustrie keine Kompromisse eingehen. Sie könnten ja Geld verlieren. Und so verteidigt jeder seine Pfründe und es wird immer teurer.
    • The Origin Gra 16.04.2018 13:22
      Highlight Highlight Bei ihrem Beispiel der 90 Jährigen Frau...
      Ein Arzt muss immer helfen, das ist das erste.

      Wer Bestimmt den wann eine OP noch gerechtfertigt ist?

      Ich war noch keine 2 Jahre Alt da lag ich 8 Stunden im OP Saal wo am offenen Herzen Operiert wurde.
      Kurz zuvor war ich "hinübergegangen", mein Gehirn schwoll an, die Temperatur stieg extrem usw.
      Da hätte man auch sagen können das dies nicht mehr Rentiert.

      Es gibt viele die Dinge wie sie Fordern (oder schlimmeres => 3. Reich), nur Entscheiden und die vollen Konsequenzen (Ethisch wie Juristisch) wollen sie dann nicht tragen!
    • FrancoL 16.04.2018 16:10
      Highlight Highlight @John Carter; Meine Tante wurde mehrmals mit 90 operiert und starb mit 98. Möchtest Du den Entscheid fällen sie mit 90 sterben zu lassen?
      Dein Beispiel zeigt vieles nur nicht eine Lösung für das Gesundheitswesen. Dafür zeigt es wie man Nebelpetarden zündet.
  • Spiessvogel 16.04.2018 10:50
    Highlight Highlight Bei der Propagierung der Franchise von Fr. 10‘000.- handelt es sich weder um einen redlichen Vorschlag, noch um einen nachhaltigen Befreiungsschlag, sondern um einen von ADS (Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom) getriebenen Schaumschlag. Die oberste Wartin der CSS beweist, damit nur, dass sie etwas von Merketing zu verstehen meint, aber nichts von einer solidarischen Krankenkassen-Gemeinschaft.
  • Ms. Song 16.04.2018 10:43
    Highlight Highlight Hauptsache wir finanzieren mit den Prämien zig KK-Kader, Verwaltungsräte und CEOs die Toplöhne beziehen. Zusätzlich noch Vermittlungsprämien und Werbungen. Eine Einheitskasse würde diese Kosten eliminieren. Aber das will ja niemand, da hier zu viele Leute gut dran verdienen
    • grünezecke #fcksvpafd 16.04.2018 10:49
      Highlight Highlight Immerhin hab ich zu ner kleinen Kasse, Einsiedler Krankenkasse, gewechselt. Nur zu empfehlen, keine CEO Löhne und nur ein paar hundert versicherte. Das Beste: sehr günstig
    • a-minoro 16.04.2018 11:07
      Highlight Highlight Und das "einfache" Volk will keine Einheitskasse, weil das ja so was von "kommunistisch" wäre. Tja, aber anstatt mal etwas Neues auszuprobieren, wird lieber jedes Jahr über die höheren Prämien gejammert.
      ROFL!
  • Maracuja 16.04.2018 10:42
    Highlight Highlight Klarer Fall von Realitätsverlust (infolge eines viel zu hohen Managerlohnes). Erinnert irgendwie an folgendes Zitat, das fälschlicherweise Marie-Antoinette zugeschrieben wird, aber die Mentalität des (Geld)Adels gut wiedergibt: S'ils n'ont pas de pain, qu'ils mangent de la brioche."
  • Mephista87 16.04.2018 10:29
    Highlight Highlight Weil ich eine psychiatrische Erkrankung habe, bin ich auf eine Dauermedikation sowie regelmässige Kontrollen durch einen Therapeuten angewiesen. Dadurch weiss ich bereits Anfang Jahr, dass meine selbstgetragenen Kosten gesamt 1000.- betragen (300.- Franchise plus 700.- Selbstbehalt). Zusätzlich zahle ich monatlich die höchste Prämie. Eine höhere Franchise könnte ich mir mit meinem Lohn nicht leisten.

    Und glaubt mir, ich renne sonst nicht wegen jedem "Boboli", wie hier einige verallgemeinern, in die Notaufnahme.

    Aber als chronisch Kranke bin ich auf eure Solidarität angewiesen, sorry dafür.
    • The Origin Gra 16.04.2018 13:31
      Highlight Highlight @Mephista87: Entschuldigen muss man sich für eine Chronische Krankheit nicht, sucht man sich ja nicht aus.

      Nur aus Neugierde, sind die Medikamente der Kostentreiber?
      Gäbe es Verträgliche Generika oder zockt die Pharmaindustrie ab?

      Gruss Gra
    • Mephista87 16.04.2018 14:10
      Highlight Highlight Meine Medis kosten aktuell ca. 100.-/Monat. Und dass nachdem wir dank Stabilisierung einiges streichen konnten.
      Bei meinem aktuellen Medikament liegt der Unterschied vom Originalpräparat zum Generikum bei nur gut 10Rp. pro Tablette. Gibt aber schon Kassen, die nur das Original übernehmen, was völliger Schwachsinn ist.
    • FrancoL 16.04.2018 14:45
      Highlight Highlight Ich finde es gut dass auch Menschen sich melden die die Solidarität brauchen. Heute bis Du es morgen kann ich das in Anspruch nehmen.
      Nur besondere Betonpfosten meinen die Gesundheit mit Löffeln gegessen zu haben.
      Viel Kraft für Deine Situation.
    Weitere Antworten anzeigen
  • swisskiss 16.04.2018 10:29
    Highlight Highlight Radfahrer liegt nach Unfall auf der Stasse.

    Augenzeuge: "Sind Sie verletzt?"

    Radfahrer: "Geht schon, habe mir nur den Arm gebrochen"

    Zeuge: "Wieso liegen sie dann noch auf der Stasse?"

    Radfahrer:" Warte noch auf einen Lastwagen... habe eine 10 000 Franken Franchise"
  • Lord_Mort 16.04.2018 10:16
    Highlight Highlight Wir müssen primär von der Idee weg kommen, alles liesse sich durch einen Markt regulieren. Im Gesundheitswesen braucht es keinen Markt, denn der verursacht auch enorme Kosten. Diejenigen, die jährlich ihre KK wechseln, die Boni und horenden Managerlöhne usw. Eine Einheitskrankenkasse, welche wie alle obligatorischen Beiträge über den Lohn aberechnet wird und Zusatzversicherungen, welche die KKs anbieten. Dazu endlich eine echte Steuerprogression ohne Plafonierung, bei hohen Einkommen und eine richtige Versteuerung des Vermögens. Dann ist auch genügend Geld fürs Gesundheitssystem vorhanden.
    • Mutzli 16.04.2018 10:39
      Highlight Highlight Der Markt und Wettbewerb kann ohnehin nur in Bereichen greifen, in dem A.) Die Akteure möglichst gut über die Optionen und Konsequenzen informiert sind (siehe Information Asymettry à la Stiglitz) und B.) Tatsächlich die Möglichkeit auf Verzicht und Verhandeln existiert. Beides ist im Gesundheitsbereich nicht gegeben, denn weder kann man die Preise und Behandlungen als Laie beurteilen, noch kann man, wenn man z.B. ein gebrochenes Bein hat finden "Nö, das heilt schon von selbst mit Kamillentee." Wäre schön, wenn wir da endlich mit (fast) allen anderen Industrieländern mitziehen könnten.
    • batschki 16.04.2018 15:58
      Highlight Highlight Herzlichen Dank für Ihre statements und die Argumente, warum die utilitaristische Ethik der freien Marktwirtschaft in der Medizin versagt hat.
  • FrancoL 16.04.2018 10:09
    Highlight Highlight Der Eingriff in die Franchisen ist nicht besonders hilfreich.
    Ich habe auf Anraten meiner KK die Franchise von CHF auf 2'500 erhöht. Ein Jahr später musste ich feststellen, dass die Zunahme meiner Prämie klar höher war als die der 600 CHF-Prämie.
    Erklärung der KK: Zu viele hätten auf 2'500 gewechselt was eine Risikoänderung der 2'500 Franchise zur Folge hatte und die Prämien somit überproportional steigen mussten.
    War übrigens die CSS.
    • Baccara - Team Nicole 16.04.2018 12:39
      Highlight Highlight Ja das kenne ich! Ich habe die KK gewechselt auf Anfang Jahr, weil ich bei der neuen KK mit SB 300.- nur 20 Franken mehr bezahle als bei der alten KK mit SB 1'500.-. Sorry, aber da kann ja etwas nicht stimmen!
    • The Origin Gra 16.04.2018 13:36
      Highlight Highlight Ich hatte auf 1'000 gewechselt weil in den Jahren zuvor nichts Teures war...

      Just im Folgejahr kamen diverse Ohrenentzündungen (kann ich nun dank Tauchertropfen Präventiv verhindern / behindern) sowie der Beginn einer Lebenslangen, alle 3 Monate stattfindenden Behandlung und diverse Untersuchungen.

      Und das mit der Risikoänderung ist eine Frechheit, was hat sich den da genau geändert?
      Wieso muss das Ausgeglichen werden?
  • Tsunami90 16.04.2018 10:04
    Highlight Highlight Gegenvorschlag: Vermögensabhängige Franchise und Einheitsprämie.
    • RiiseHolzchopf 16.04.2018 11:20
      Highlight Highlight Oder selbstbestimmtbare Franchisen (ab evtl. 800.- - 1000.-) und einkommensabhängige Prämien.

      Ich denke auf 1000.- könnte man die Franchise schon erhöhen, ohne dass man jemandem stark damit schaden würde. Vor allem würden viele Leute nicht mehr wegen jeder Kleinigkeit zum Arzt rennen.
    • The Origin Gra 16.04.2018 13:41
      Highlight Highlight @RiiseHolzchopf: Ich habe alle 3 Monate eine Teure Behandlung (ja Lebenslang), Tausend Franken in den ersten 3 Monaten zusätzlich zur Prämie ist Verdammt hart.
      Wieso Anfang Jahr? Weil ambulante Behandlungen eben Dauern können und die Fälle oft Ende Jahr geschlossen werden.

      Da ich keine Kopie der Leistungsabrechnung bekam ist mein Budget schon gesprengt, Ferien (Ans Meer gehen usw.) fallen schon mal ins Wasser.

      Und ich verdiene nicht gerade wenig, aber wenn dann noch schnell mal so 400.- Selbstbehalt zusätzlich reinschneien ist auch bei mir Schluss
    • RiiseHolzchopf 16.04.2018 15:09
      Highlight Highlight Also die 400.- würden sich ja auf ein ganzes Jahr verteilein. Das wären dann pro Monat ca. 33.- Mehraufwand kombiniert mit der Hoffnung, dass mit diesem System die Prämien nicht ständig steigen. Mir ist auch bewusst, dass es kein System geben wird, das den Ansprüchen allen entspricht. Irgendwie könnte man ja noch einbauen, dass Leute mit belegten chronischen Krankheiten faire Zusatzoptionen bekommen. Aber es ist auch fies, wenn man mit der höchsten Franchise ewig viel einzahlt und wenn man mal was hat, muss nach auch noch aus dem eigenen Sack blechen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • huck 16.04.2018 10:03
    Highlight Highlight Jetzt habe ich (kurz) an allen Kommentatoren gezweifelt, weil ich hab' gedacht, ja gut, eine Höchstfranchise von 10'000 SFr., wieso nicht, eigentlich noch eine gute Idee, und dann die Kommentare: Was? Geht's noch?
    Und ich so: Äh, das wäre ja nur für die, die das so wollen, also für Gesunde, die sparen wollen auf dem Buckel der Kranken, also vielleicht ja doch keine so gute Idee, und dann erst habe ich bemerkt (und kann's nach wie vor gar nicht glauben):
    DIE REDET VON DER MINDESTFRANCHISE!
    (Und jetzt habe ich sogar die Kommentarregeln gelesen, muss also hier aufhören, schade eigentlich ...)
    • leu84 16.04.2018 12:22
      Highlight Highlight Ich musste es auch zwei- dreimal lesen, dass diese Tante von Mindestfranchise spricht...
  • amore 16.04.2018 10:02
    Highlight Highlight Es zeigt sich hier, dass die Wohlhabenden gar nicht mehr wissen wie es der „normalen“ Bevölkerung wirtschaftlich geht. Ich meine ein Elternteil, der brutto CHF 4‘000 pro Monat x 13 verdient und ein Elternteil sorgt zuhause für 2 Kinder. Die sollen ja schon lange 3. Säule äufnen. Nur wie? Und jetzt noch der Trick mit höheren Franchisen. Solidarität sollte wieder in unsere Gesellschaft Einzug halten.
  • Sefe_Ta 16.04.2018 10:01
    Highlight Highlight Also so eine Frechheit wie wäre es wen die Dame sich ein Einkommen wie im Detailhandel auzahlen lässt, will dann sehen ob diese Idee dann immer noch so Super wäre.
    Das andere ist das man überall Geld ohne wen und aber ausgibt nur nicht füe die Klienten.
    Ein Versicherungsberater verdient oft mehr als 8000.- und das hauptsächlich aus Provisionen, der Kassensturz hat ja offen gelegt das dies bei der Visana 40 Mio. ausmacht, sparen wir doch mal dort. Nicht beim Durchschnitsbürger denen die Krankenkassenprämie oft über 15% der Einkommens ausmachen.
  • galgenhumor 16.04.2018 09:57
    Highlight Highlight Besonders absurd ist, dass die Administrativen Kosten gleich bleiben würden bei 10'000 Franken Franchise, nur dass wir dann die Behandlung de Facto selber zahlen und dazu noch mit der Prämie Frau Colatrellas Managergehalt.
  • Bastian Zuberbuehler 16.04.2018 09:56
    Highlight Highlight Was haltet ihr davon, die Höhe der Franchise von der Höhe des Einkommens abhängig zu machen?
  • Fish'n'chips 16.04.2018 09:55
    Highlight Highlight 10'000 Franken Franchise sind für chronisch Kranke ein Witz! Das kann nur jemand gutheissen der selbst gesund ist, was ich ja jedem gönnen kann, leider kann dies schnell ändern! Und ich spreche aus Erfahrung...
  • P. Saulus 16.04.2018 09:51
    Highlight Highlight Da wäre man ja de fakto nicht mehr Krankenversichert.
    gleicher Status wie im Busch ... zivilisation ade
  • Posersalami 16.04.2018 09:51
    Highlight Highlight Man kann sicher über eine Anhebung der kleinsten Franchise sprechen. Aber bitte an den Lohn gekoppelt! Die CSS Chefin und ihre Kumpels können sich sicher locker 10 000.- an Arztrechnungen bezahlen wenn es sein muss, ihre Putzfrau aber sicher nicht.

    Wer 600 000 - 700 000 sfr im Jahr verdient

    http://www.20min.ch/finance/news/story/So-viel-verdient-der-Chef-Ihrer-Krankenkasse-10852384

    könnte doch eigentlich noch viel mehr selbst zahlen! Also liebe "Leistungsträger", zeigt euch zur Abwechslung mal solidarisch!

    Wie weit weg von den Menschen lebt diese Klasse eigentlich?
  • Yann Wermuth 16.04.2018 09:50
    Highlight Highlight Man muss auch erst mal auf die Idee kommen, dass es toll sein könnte zwar die Prämien bezahlen zu können, aber wegen hocher Franchise sich die Krankheit nicht mehr leisten zu können.
  • Sharkdiver 16.04.2018 09:46
    Highlight Highlight 2/2 Verursacher soll Kosten mit tragen. Also keine Zuckersteuer sondern eine GMwSt (G für Gesundheit) 1% zusätzlich auf Tabak, Treibstoph (inkl. Flug und Landwirtschaft) Zucker, Salz, Fastfood, Gesättigte Fette etc. Und ev. 0.3% Aufschlag bei den Lohnabzüge 50%/50% Finanziert. Als letztes eine effizientere Kostenpberprüfung bei Hilfsmittel, Medi und Taxpunkte. Mit diesen Mittel würden wir die Prämien massiv und spürbar wie auch gerecht senken
  • DaniSchmid 16.04.2018 09:44
    Highlight Highlight Wie wärs mit einer Franchise-Abhängigen maximale Anzahl Arztbesuche? Wer wegen jedem Boböli zum Arzt rennen möchte, soll auch eine hohe Franchise bezahlen...
    • mogad 16.04.2018 09:59
      Highlight Highlight Da geht jem. 2 Mal im Jahr wegen einer Erkältung zum Arzt, weil er/sie für den Arbeitgeber ein Arztzeugnis braucht. Dann hat er im gleichen Jahr eine Blindarmentzündung und keine Leistungen mehr zu gut. Geht auch nicht. Anderer Vorschlag bitte!
    • Mutzli 16.04.2018 10:00
      Highlight Highlight Das Problem bei einem solchen Vorschlag ist, dass damit gerade auch überproportional Leute mit chronischen Problemen und Erkrankungen betroffen wären. Punkto sinlloser Pflästerlipolitik würde das streichen von Alternativmedizin aus dem Versicherungkatalog mehr bringen. Das allein wäre allerdings natürlich noch lange nicht matchentscheidend.
    • smokingrabbit 16.04.2018 10:36
      Highlight Highlight Bei so einem riesigen Problem einfach zu sagen 'schieben wir alles auf die Kleinsten ab- geht eben weniger zum Arzt ihr Mimosen' ist weder realistisch noch fair.
  • Sharkdiver 16.04.2018 09:42
    Highlight Highlight 1/2Leider funktionieren die Medienwirksame und oder Populistische Übungen nicht. Franchisen zu ändern bringt kaum was. Die gesunden müssen ja mit ihren Prämien die Kranken bezahlen. Einheitskasse oder Makler abschaffen auch nicht. Die Frage ist woher die Kosten kommen. Stationär wird zu 50% von den Kantonen getragen. Die Fallpauschalen und die Kantone drängen ein Maximum in die ambulante zu 100% Kassen finanziert. Also explodieren die Prämien. Somit sollen die Ambulanten Kosten auch z.B. zwischen 30-50% vom Kanton übernommen werden.
    • mogad 16.04.2018 10:00
      Highlight Highlight Dieser Vorschlag steht schon im Raum? Ob er durchkommt?
    • The Origin Gra 16.04.2018 13:48
      Highlight Highlight Die Kantone wollen ja die Zürcher-Luzerner Liste mit den 13 teuersten stationären Leistungen die ambulant werden sollen durchboxen.

      Sicher nicht um dann den teureren TARMED-Tarif zu bezahlen sondern um das Geld ganz zu Sparen.

      Darum werden die Kantone alles tun um nicht 50% an ambulante Leistungen zu bezahlen, das wäre dann auch jeder Besuch beim Hausarzt usw.
      Das wären Mengenmässig wesentlich mehr (Leistungs- und Mengenmässig) als jetzt
  • grünezecke #fcksvpafd 16.04.2018 09:39
    Highlight Highlight Einheitskrankenkasse nach Einkommen Vermögen gemäss Steueramt. Individuelle Zusätze durch priv Kassen nach wir vor möglich.
    • Maracuja 16.04.2018 10:08
      Highlight Highlight Einheitskasse? Dann müsste Frau Colatrella ja ein neues Wirkungsfeld suchen.
    • grünezecke #fcksvpafd 16.04.2018 10:26
      Highlight Highlight tja, deshalb bin ich auch für ein bedingungsloses grundeinkommen, dann kann sich frau colatrella nach einer sinnvollen beschäftigung umsehehn.
  • Snowy 16.04.2018 09:32
    Highlight Highlight 10K nein.

    Aber eine moderate Anhebung der Mindestfranchise (z.B. auf CHF 500.- oder 1000.-) müsste man zumindest diskutieren können.
    • mogad 16.04.2018 10:02
      Highlight Highlight Oder den Selbstbehalt erhöhen. Würde die Jungen entlasten, die weniger zum Arzt müssen. Nur würde das wahrsch. nur kurz Erleichterung bringen!
    • Snowy 16.04.2018 11:21
      Highlight Highlight Oder gleich beides (moderat) erhöhen.

      Es braucht sowieso grundlegende Reformen auf allen Ebenen - selbstredend nicht nur auf der Kostenseite.
  • Einstürzende_Altbauten * 16.04.2018 09:29
    Highlight Highlight 10'000.- Franchise (pro Versicherungsnehmer) sind für einen Topverdiener leicht zu stemmen, für alle anderen wird schwierig.

    Wenn wir schon von Anpassung sprechen, wieso wird die KK-Prämie nicht anhand des Einkommens *und* des Vermögens berechnet? Darauf würde ich mich einlassen.
  • Lester McAllister 16.04.2018 09:27
    Highlight Highlight Die 10 000 sind definitiv zu hoch und für viele nicht bezahlbar.
    Aber vieleicht wäre es nicht schlecht, wenn man wegkommt vom Model " ich muss meine Prämie irgendwie wieder reinbekommen"
    Eigentlich sollten alle froh sein, die immer nur bezahlen und nie etwas bekommen.
    So wie bei einer Brandschutzversicherung
    • who cares? 16.04.2018 14:43
      Highlight Highlight Aber wenns brennt, zahlt die Brandschutzversicherung.

      Behandlungen selbst zahlen müssen, obwohl man eine Krankenversicherung hat, macht weniger Sinn.
    • Lester McAllister 16.04.2018 15:21
      Highlight Highlight Hmm
      Nenn mir eine Versicherung ohne Selbstbehalt...
  • UrsK 16.04.2018 09:27
    Highlight Highlight Der eigentliche Skandal ist, dass seit der Einführung des neuen KVG 1995 praktisch jährlich ein Prämienschock kommt und die einzige Lösung von Politikern und der Krankenversicherern die ist, den Versicherten mehr Kosten aufzubürden. Manchmal geschieht dies schleichend, manchmal kommt man mit solchen Radikallösungen. Hauptsache die Pharmaunternehmen, Spitäler und Ärzte kriegen immer noch ihre Kohle.
  • Joe Probst 16.04.2018 09:21
    Highlight Highlight Ersten ist dies völlig unrealistisch und ein Hohn an alle, die wirklich angewiesen sind auf tiefe Prämien. Zweitens: Was glauben Sie wie lange es gehen würde, bis die Prämien wieder ansteigen? Dies ist eine nimmer endende Spirale, die sich immer weiter dreht und Prämien stetig ansteigen lässt. Wie wäre es, wenn endlich mal gewisse Provisionen und die horrende Löhne von gewissen Personen in den höchsten und oberen Ebenen gestrafft und endlich vernünftige Honorare für Patientenleistungen verrechnet werden. Doch man redet lieber über das angebliche Problem und zockt weiter fröhlich Patienten ab.
  • na ja 16.04.2018 09:21
    Highlight Highlight Pro Person x 10 000.- Selbstbehalt, plus die Monatliche KK Prämie.... boah, da wollen paar Leute gut leben!
  • Skip Bo 16.04.2018 09:20
    Highlight Highlight Mich würde aber auch noch interessieren wie die medizinischen Leistungserbringer reagieren würden. Wahrscheinlich würde im Bagtellbereich die Nachfrage einbrechen. Um trotzdem noch eine genügende Auslastung zu erreichen, ist es möglich, dass die Kosten sänken.
    Der heutige Automatismus hat dazu geführt, dass alles Gemachte und Verschriebene bezahlt wird. Die Tarmedtarife wirken wie eine Preisabsprache, die zu überhöhten Forderungen führt.
    • Skip Bo 16.04.2018 09:56
      Highlight Highlight Es gibt zwei Arten den Preis einer Leistung festzusetzen:
      Man addiert alle Kosten inkl. der eigenen Arbeit und berechnet damit den Preis der zu erbringenden Leistung (Gewebe, Detailhandel,etc.).
      Man sucht den Grenzbereich für die Bereitschaft einen gewissen Preis zu bezahlen, unabhängig von den Kosten. Bei Kartoffeln ist dieser sehr tief, weil es genügend Ersatzprodukte gibt. Für Starchirurgen, Drogen und Spezialmedikamente, ist dieser Preis sehr hoch, da kein Ersatz vorhanden ist, aber genügend Wille da ist, den geforderten Preis zu bezahlen.
  • Scalina58 16.04.2018 09:18
    Highlight Highlight Teil 2:

    die KK sollten anstatt immer nur die Prämien/Franchisen zu erhöhen, überlegen wo sich Kosten einsparen lassen, ohne Leistungen abzubauen! eben solche alten Zöpfe, dass Jemand unbedingt ins Spital muss, anstatt u.U. daheim gepflegt zu werden!

    aber jedes Jahr die Prämien zu erhöhen und Leistungen abzubauen, ist einfacher!
  • Scalina58 16.04.2018 09:06
    Highlight Highlight die KK könnten schon ewig lange Kosten sparen, aber sie wollen/können nicht!! nur ein Beispiel:
    meine 3 Schwangerschaften waren immer sehr kompliziert, musste ich doch bei jeder Schwangerschaft die meiste Zeit (20Wochen) liegen! zur Auswahl stand entweder stationär im Spital oder mit Spitex (damals noch Hauspflegeverein) zuhause, was kostenmässig viel viel günstiger war! die KK war bereit die Spitalkosten voll und ganz zu übernehmen, aber nicht die Spitex, die wesentlich günstiger gewesen ist! damals kostete ein Spital-Tag ca. 450 Franken während der Hauspflegedienst nur 45 Franken/Tag kostete!
    • Snowy 16.04.2018 09:34
      Highlight Highlight Dein Bsp wäre heute nicht mehr möglich.
    • Mutzli 16.04.2018 10:06
      Highlight Highlight @Snowy Ist nicht genau das gleiche, aber habe selbst erst einem Monat ähnlich Schildbürgerliches bei meinem Grossvater erlebt: Extrem starke Rückenschmerzen -> Ins Spital, wo nach schnellen einfachen Eingriffen eine Reha verordnet worden ist. Problem: Er konnte sich das nicht einfach so leisten, also muss die Krankenkasse zustimmen. Das macht sie auch, aber nur unter der Voraussetzung, dass er zwei (!) Wochen im Spital bleibt. Kommt in die Reha, gibt Platzprobleme, muss in eine andere. KK sagt: Kein Problem, aber zuerst wieder Abklärung im Spital...Verstehe das wer will.
  • Pius C. Bünzli 16.04.2018 09:04
    Highlight Highlight *Räusper* Gesundheitssystem verstaatlichen *räusper*
  • Mitsch 16.04.2018 09:03
    Highlight Highlight Wir brauchen keine höheren Franchisen - wir brauchen gesunden Menschenverstand, und müssen damit aufhören wegen jeden Kratzer und jeder Beule zum Arzt zu rennen.

    Klar, schmerzhaft höhere Franchisen wären eine Möglichkeit. Ich würde aber eher im Bereich der Leistungen ansetzen und Bagatellfälle, die nicht mal in die Nähe eines Arztes gehören, konsequent vollumfänglich an die Patienten weiterverrechnen. wir lernen leider nur, wenns uns im Portemonnaie weh tut...
  • olmabrotwurschtmitbürli #käluscht 16.04.2018 08:55
    Highlight Highlight Das würde ja bedeuten, dass nur Schwerkranke ernsthaft Leistungen erhalten würden - und chronisch Kranke, die regelmässig auch in den Erwerbsmöglichkeiten eingeschränkt sind, kämen auf gar keinen grünen Zweig mehr. Ich glaube, das KK-Obligatorium hätte dann einen schweren Stand in der Bevölkerung.

    Vielleicht denken die Versicherer das einmal zu Ende...
    • The Origin Gra 16.04.2018 13:56
      Highlight Highlight Die Versicherer wollen ihr Geschäft Maximieren => Maximale Leistung beziehen, 0 Leistung erbringen.

      Ist der pure, reine, ungehemmte, nackte Kapitalismus =)
  • smokingrabbit 16.04.2018 08:55
    Highlight Highlight Wie wäre es, wenn die Krankenkassenprämie sich wie die Steuern nach dem Einkommen richten würden?
    Warum müssen die Ärmsten trotz Prämienverbilligung einen so grossen Prozentsatz Ihres Einkommens für die Krankenkasse bezahlen- während es Firmenchefs und anderen Grossverdienern überhaupt keine Rolle spielt?
    Wir wären auch nicht das erste Land, welches die Prämien in die Steuern integiert- Dänemark macht das zum Beispiel so.
    • Ms. Song 16.04.2018 10:53
      Highlight Highlight Das würde wieder einmal den Mittelstand strafen. Die Prämien würden eine Obergrenze erhalten. Ein Einkommen mit 100k würde wahrscheinlich genau so viel bezahlen, ein Top CEO. Die Politiker wissen schon, wie sie ihre reichen Kollegen schützen
    • smokingrabbit 16.04.2018 13:04
      Highlight Highlight @Pond : man müsste die Progression eben konsequent durchziehen. Was du ansprichst ist ja nicht die Kritik an der einkommensabhängigen Prämie selbst sondern an einer möglichen (schlechten!) Umsetzung. Aber die Angst davor, dass eine Idee fehlinterpretiert und deswegen schlecht umgesetzt wird darf nie Grund sein sie zu verwerfen- ansonsten können wir als Gesellschaft überhaupt keine Verbesserungen vornehmen und würden stagnieren.
    • The Origin Gra 16.04.2018 13:58
      Highlight Highlight Dann müssten aber auch Einnahmen aus Aktien usw. einbezogen werden (müsste sowie mehr gemacht werden).
      Und die Zinse der Vermögen usw.

      Dann schreit die FDP und SVP wieder was von Abwanderung von Arbeitgebern usw.
      Jede Wette
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pafeld 16.04.2018 08:54
    Highlight Highlight Das Franchisensystem ist heute schon eine massive Benachteiligung für Leute ohne Vermögen. Es führt zum absurden Effekt, dass gerade Geringverdiener, welche zwar ein fixes Einkommen aber kein Vermögen haben, im Krankheitsfalle die Franchise nicht tragen können und sich irgendwie mit der höheren Prämie arangieren müssen.
    • neoliberaler Raubtierkapitalist 16.04.2018 13:37
      Highlight Highlight Franchise von 2'500 und 10% Selbstbehalt (max. 700) führen zu Maximal 3200 Franken Gesundheitskosten neben der Krankenkassenprämie. So viel Vermögen ist dies jetzt auch wieder nicht und sollte theoretisch von jedem erreicht werden können.
    • Pafeld 16.04.2018 14:36
      Highlight Highlight Pardon, aber für einen Working-poor sind 3200 CHF eine Menge Geld. Und davon gibts rund 150'000 in der Schweiz. Von den Leuten die noch schlechter gestellt sind ganz zu schweigen.
  • James R 16.04.2018 08:50
    Highlight Highlight Ich glaube, dass das System funktionieren könnte. Die Versicherung wäre dann nur noch für die schweren Erkrankungen da. Die "Bagatellen" müssten selbst getragen werden. Allerdings müssten dann die Versicherten die 170 Fr. Ersparnis für die Kosten der kleinen Behandlungen auf die Seite legen. Ob das breit so gemacht würde, darf wohl bezweifelt werden.
    • FrancoL 16.04.2018 09:46
      Highlight Highlight Eingriffe von 10'000 pro Jahr sind im Schnitt keine Bagatellen! Meistens sind es Vorboten von Krankheiten die weit teurer sind und da man schon durch die Krankheit gebeutelt ist, soll man auch finanziell gebeutelt werden.
      Eine unsinnige Lösung.
  • Bruno Wüthrich 16.04.2018 08:47
    Highlight Highlight Beim erstmaligen Lesen dachte ich: Spinnt die? Doch bei genauerem Überlegen ist der Vorschlag gar nicht so schlecht. Was haben wir denn?

    - Eingesparte Prämien.
    - Eingesparte Prämienverbilligungen.
    - Weniger unnötige Arztbesuche.
    - Weniger unnötige Medikamentenkäufe.
    - Bevorzugung von Generika.
    - Ein Umdenken der Pharmaindustrie bei den Medikamentenpreisen.
    - etc.

    Eingesparte Prämienverbilligungen könnten für Härtefälle bei der Franchise gebraucht werden. Ev. könnte die 10%-Kostenbeteiligung fallen gelassen werden. Die eingesparten Prämien könnten für Notfälle zurück gelegt werden.
    • FrancoL 16.04.2018 09:44
      Highlight Highlight Wir haben dann:
      Vor allem viele Menschen die den Arzt bis zum geht nicht mehr meiden und damit hohe Folgekosten verursachen. Verschleppte Krankheiten sollten ja auch bei Ihnen eine bekannte Tatsache sein.
      Bei den mittleren und unteren Einkommen ein Run zum Sozialamt, denn bei jeder etwas ernsteren Krankheit hallen kurz einmal 10'000 Kosten an, die viele nicht stemmen können.

      Die Punkte die Du ansprichst sind richtig, können aber bestens durch bessere Kontrolle und strengere Vorschriften realisiert werden, wenn man denn wollte, aber zur Zeit will die Lobby nicht.
    • Ms. Song 16.04.2018 10:58
      Highlight Highlight Die Alten, die die massiven Kosten verursachen, betrifft das dann nur teilweise. Sie sind schnell pleite und dann muss die Gemeinde/der Staat einsprimgen. Eine Abwälzung der Kosten. Die KK CEOs kassieren weiter ab, haben weniger Ausgaben und lachen sich ins Fäustchen.
    • Bruno Wüthrich 16.04.2018 11:13
      Highlight Highlight "aber zur Zeit will die Lobby nicht."

      Die Lobby wird nie wollen. Weshalb sollte sie auch? Dies ist die Realität, die es zu akzeptieren gilt. Ergo braucht es andere Wege.

      Zudem: Könnte es sein, dass die Kosten für das wegen jedem Hüstelchen zum Arzt rennen um einiges höher sind als die Folgekosten von wegen unterlassenen Arzbesuchen verschleppten Krankheiten?

      Viele Menschen haben bezüglich ihrer Arztbesuche jedes Mass an Verhältnismässigkeit verloren. Diesen Verlust an Verhältnismässigkeit kann eine hoher Franchise durchaus korrigieren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Altweibersommer 16.04.2018 08:47
    Highlight Highlight Die Pseudokonkurrenz in der Grundversorgung sorgt dafür, dass die Prämien überdimensional steigen. Ich kann dieses gejammer nicht mehr hören, wahrscheinlich wären die Prämien auch bei einer Franchise von 10000 sowieso bald wieder auf dem heutigen Niveau
  • 4TheHorde 16.04.2018 08:46
    Highlight Highlight 170 Franken billiger im Monat ? und wie lange ? für die nächsten 20 Jahre ? - dann sind wir wieder auf dem Stand von heute - und dann wollen sie als Lösung die Franchise auf 50k erhöhen ?
  • Wahrsager 16.04.2018 08:45
    Highlight Highlight Der Vorschlag ist gut.
    Die Gesundheitsbranche würde dann gesundgeschrumpft, die Gesundheitskosten, insbesondere die Medikamentenpreise würden massiv sinken, weil die Leute dann viel seltener zum Arzt gingen, nicht mehr zur Steigerung des Wohlbefindens oder der Lebenswerwartung, sondern wenn es um's Überleben im Moment geht. Zur Linderung des Leides jener, die sich die medizin. Behandlungen nicht leisten können, müsste man dann halt Gratis-Sterbehilfe anbieten.
    Das würde auch der Überalterung der Gesellschaft entgegenwirken.
    Insgesamt ist das ein guter Vorschlag zu Verbesserung der Situtation.
    • The Origin Gra 16.04.2018 14:04
      Highlight Highlight Irrtum, die Medikamentenpreise würden enorm steigen damit sie die Kosten für Forschung usw. decken, besonders Medis für Krebstherapien oder andere Hochteuren Medis.

      Der Markt Regelt eben nicht alles und ist nicht die Lösung
    • Wahrsager 16.04.2018 14:29
      Highlight Highlight @The Origin Gra
      So ein Quatsch. Die Pharmaindustrie finanzierte ihre Produktforschung schon immer über den Verkaufserlös ihrer Produkte.
      Ein Pharmaunternehmen hat gar keine andere Wahl, als immerfort neue Medikamente zu entwickeln. Andernfalls wird sie von der Konkurrenz über kurz oder lang aus dem Markt gedrängt.
      Ein höhere Franchise ändert daran überhaupt gar nichts.
  • Ökonometriker 16.04.2018 08:38
    Highlight Highlight Die Schweiz altert, die Demographie erhöht die Kosten. Derzeit wälzt man die Entwicklung via Risikoausgleich einfach auf die Jungen ab.
    Eventuell sollte der Risikoausgleich abgeschafft werden und der Bund einen Teil der Demographiekosten übernehmen - und somit die wirtschaftlich Leistungsfähigen. Nicht nur die Kantone via EL und nicht nur die Alten via steigenden Prämien.
    • FrancoL 16.04.2018 09:56
      Highlight Highlight Eine falsche Sicht.
      Wir leben länger das ist richtig.
      Richtig ist aber vor allem dass man bei den Gesundheitskosten den "Lebenszeitbezug" betrachten muss und nicht nach Lebensabschnitt gehen kann.
      Ich kenne nun wirklich viele Personen, die jahrelang keinen Arztbedarf hatten und in ihren 3-5 letzten Lebensjahren einen so hohe Kosten generierten, die weit mehr als die kumulierten Prämien ausmachten. Es ist also nicht unbedingt ein Risikoausgleich sondern eine Vorinvestition aufs Alter, ähnlich einer Pensionskasse.
      Einig bin ich dass über die ordentlichen Steuern ein Teil gesichert wird.
    • Ökonometriker 16.04.2018 14:24
      Highlight Highlight @FrancoL: dann sollte es auch als Vorinvestition gehandhabt und verzinst werden. Es kann nicht sein, dass die KK den ganzen Zins einsacken, man alles verliert wenn man auswandert oder man als Ausländer der im fortgeschrittenen Alter einwandert viel weniger bezahlt.
    • FrancoL 16.04.2018 15:04
      Highlight Highlight @Oekonometriker; Teilweise richtig. Bezüglich Ausländer ist es dann wieder eine Einbahnsicht!
      Es wandern sehr viele aus im Alter und belasten die Gesundheitssysteme anderer Länder massiv bis hin zur Bestattung die auch nicht der Schweizer Staat zu berappen hat. Möchte da ohne Beweise zu suchen behaupten dass in den letzten Jahrzehnten viel mehr Ausländer durch die Heimreise das System entlastet haben, als dass ältere Ausländer das System zusätzlich belastet hätten. Betrachte ich meine Umgebung ist das zumindest klar so der Fall. Kann sein dass ich da wieder ein Einzelfall bin.
  • Roter Baron 16.04.2018 08:37
    Highlight Highlight Was für ein Lösungsvorschlag ! Man schraubt eifrig an der Einnahmenseite herum, aber die Bereitschaft die Ausgabenseite zu analysieren, von optimieren ganz zu schweigen, ist nicht vorhanden. Wo fliesst denn das ganze Geld hin ? Als CEO weiss sie das ganz genau, aber zu diesem Punkt herrscht Stillschweigen. Ihr ist das völlig egal, denn die Prämien werden ja zwangsweise bezahlt, warum soll man da etwas optimieren ? Es wird Zeit, dass mal jemand Licht in die "Dunkelkammer" Gesundheitswesen bringt.
    • FrancoL 16.04.2018 15:05
      Highlight Highlight Top!
  • Le_Urmel 16.04.2018 08:30
    Highlight Highlight Wozu brauche ich dann noch eine Krankenkasse? Ausserdem würden die Gesundheitskosten nicht sinken, sondern nur verlagert auf die Kranken
  • James McNew 16.04.2018 08:30
    Highlight Highlight Eine Versicherung macht man vernünftigerweise dann, wenn man denkt, man könnte die finanziellen Folgen eines Ereignisses nicht tragen. Wenn man erst mal 10'000.- selber bezahlen muss, ist der Solidaritätsgedanke endgültig tot - und viele sähen den Sinn der Versicherung nicht mehr. Für Leute, die nicht grad an der Spitze einer Krankenkasse sitzen, kann das ein ruinöser Betrag sein (schon klar, Gesundheitskosten können in sechs- und siebenstellige Beträge gehen...)
  • aglio e olio 16.04.2018 08:28
    Highlight Highlight 10000 CHF Franchise bedeutet sozusagen die Abschaffung der Krankenversicherung für den Grossteil der Bevölkerung.
    "energisches Kopfschütteln"
  • neoliberaler Raubtierkapitalist 16.04.2018 08:27
    Highlight Highlight *Soziale Abfederung?* Weshalb müssen Schönheitsoperationen und Geschlechtsumwandlungen über die obligatorische Krankenkasse abgerechnet werden?
    • FrancoL 16.04.2018 09:39
      Highlight Highlight Das ist dann doch mehr als falsch dargestellt. Es geht um Eingriffe, die durch eine psychische Komponente bedingt sind, also geht es hier mehr um Krankheit und nicht um eine Selbstbedienung im Schönheitsbereich.
      BSP; Wenn ein Mensch Hängelider hat und dessen Sichtfeld um mehr als 50% reduziert ist kann die KK die Liderstraffung übernehmen, macht ja auch Sinn, denn die Person ist mit kleinem Sichtfeld handicapiert.
    • neoliberaler Raubtierkapitalist 16.04.2018 13:21
      Highlight Highlight Gegen echte Probleme habe ich nichts. Mich stören aber unsere hohen Gesundheitskosten und dass zu viel von unseren Kassen bezahlt werden muss.
      https://www.aargauerzeitung.ch/panorama/vermischtes/muss-krankenkasse-geschlechtsumwandlung-zahlen-11905224
      http://www.20min.ch/finance/news/story/Wie-viel-Brust-bezahlt-mir-die-Krankenkasse--18156049
    • FrancoL 16.04.2018 14:53
      Highlight Highlight @Neo, Du kannst noch so viele Artikel posten, sie werden nicht den Gesundheitskosten gerecht. Es sind nicht so viele die da zuviel von den Kassen wollen, es sind die Kosten selbst die explodieren. Ich habe eine Franchise von 2'500 und stelle folgendes fest:
      Vor 10-15 Jahren hatte ich für 2 Untersuchungen und einige Medikamente eine Rechnung von 500-700CHF. Heute bezahle ich für die praktisch gleiche Leistung mehr als das doppelte. Wenn es so weiter geht werde ich in 3-5 Jahren diesen moderaten Bedarf an ärztlicher Assistenz mit einer Franchise von 2'500 nicht mehr decken können.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Super 16.04.2018 08:24
    Highlight Highlight Bei all dem Geld geht gerne vergessen das die KK ein solidarisches System sein muss!
    Die Gesunden bezahlen für die Kranken!
    Wenn das nicht mehr gilt brauchts auch keine KK mehr.
  • neoliberaler Raubtierkapitalist 16.04.2018 08:22
    Highlight Highlight Wir haben ein Problem der Selbstbedienung. Ärzte können Leistungen abrechnen, die unnötig waren und die Kassen müssen bezahlen. Den Patienten ist es auf der anderen Seite egal, da sie es sowieso nicht bezahlen müssen und Mühe haben, wichtige von unwichtigen Leistungen zu unterscheiden.
    Ich fordere deshalb individuelle Verträge zwischen Ärzten und Versicherungen, wobei Versicherungen nur noch Leistungen in der Nähe des Patienten anbieten müssen, aber nicht mehr jeden einzelnen Arzt. Ist dann Doktor X bekannt dafür bekannt unnötige Leistungen zu erbringen, dann muss man halt zur Sympany gehen und höhere Prämien in Kauf nehmen.
    • FrancoL 16.04.2018 09:33
      Highlight Highlight Man kann natürlich mit diesem System gleich auch noch die Bürokratie hochleben lassen. Denke dass dies ein Monster wäre, das kaum funktionieren würde. Man muss sicherlich die Leistungen besser kontrollieren und ein "VETO"-Element einbauen, aber man kann nicht die freie Arztwahl zu einer Farce machen, denn wie lange möchten Sie auf Ihre Behandlung warten, weil der Arzt vorgeschrieben ist? 2-4 Monate wie zB in Schweden oder Italien?
      Man muss kontrollieren und alles Kostenstellen bearbeiten bzw optimieren, dazu gehört auch der Arztlohn und die Medikamente.
    • neoliberaler Raubtierkapitalist 16.04.2018 13:08
      Highlight Highlight Man müsste nicht lange warten, wenn die gierigsten Ärzte nicht mehr von jeder Kasse bezahlt würden. Der fehlende Wettbewerb führt aber zu unseren hohen Krankenkassen.
      http://www.20min.ch/finance/news/story/-rzte-machen-mit-MRI-Untersuchungen-Kasse-31527303
      https://www.beobachter.ch/geld-sicherheit/krankenkasse/artikel/arztpraxen_praxen-treiben-kosten-hoch
  • locheha1 16.04.2018 08:22
    Highlight Highlight Wer glaubt, die Mehreinnahmen würden den Versicherten in Form von Prämienverbilligungen weitergegeben, der glaubt auch an den Osterhasen.
  • FrancoL 16.04.2018 08:21
    Highlight Highlight "Bin nicht ganz überzeugt, aber der Vorschlag bringt immerhin Bewegung in die Debatte"

    Nicht jede Bewegung in der Debatte ist dienlich.

    Dieser Vorschlag ist eher ein Bewegungstöter und bringt nur eines, eine hohe Ablehnung dieses Weges und einen Rückschritt bei den möglichen positiven Bewegungen.

    Colatrella hätte auch gleich für die Abschaffung der KK plädieren können.

  • Midnight 16.04.2018 08:19
    Highlight Highlight Super Idee! Die Franchise erhöhen um damit temporär die Prämien billiger zu machen.
    Weil die Gesundheitskosten weiter steigen (dagegen sollte man etwas tun!), sind wir mit den Prämien in ein paar Jahren dann wieder gleich weit. Wie soll das bitte funktionieren?
    Gibt's auch nachhaltige Lösungsansätze, oder ist dies das beste, was die Elite zu bieten hat?
    • mogad 16.04.2018 10:08
      Highlight Highlight Es gibt viele gute Vorschläge. BR Berset hat sie schon alle ins Spiel gebracht. Aber die mächtigen Lobbies verhindern sämtliche Reformen. Kommt die Anspruchshaltung der Patienten hinzu. Muss das System wirklich kollabieren, damit etwas passiert?
  • mogad 16.04.2018 08:18
    Highlight Highlight MMn kann das System mit immer höheren Prämien und mit Geldentzug nicht gerettet werden. Das funktioniert seit 30 J. nicht! Kosten gar nicht entstehen lassen! Weg mit Leerläufen und Ineffizienz. Der Hausarzt z.B.: Er schreibt fast nur noch Rezepte, Verordnungen und Ueberweisungen. Wo ist der Pflichtenkatalog! Für ein Püggeli ab zum Hautarzt, der schickt das abgeschnittene Püggeli dann ins Labor. Warum? Es gibt ein Risiko 1:20000 dass es bösartig sein könnte. Das Risiko, dass ich schon an einem andern Ort Krebs habe ist ev. auch 1:20000. Hab nicht genug Zeichen für mehr Beispiele.
  • 4TheHorde 16.04.2018 08:18
    Highlight Highlight Wie wäre es einfach,die versicherungsprovisionen zu reduzieren ?
    Ich kenne leute, die verdienen bis zu 2000 CHF versicherungsprovisionen - sorry aber da kann man ganz sicher sparen !!

    - ich hoffe sehr auf einen Aufstand - so kann und darf es nicht weitergehen, in den letzten 20 Jahren sind die kosten jährlich um 4% gestiegen !
    • Pascal91 16.04.2018 08:40
      Highlight Highlight Die Provisionen sind in aller Regel für die Abschlüsse nach VVG, das hat nichts mit den hohen Prämien zu tun. KVG-Provisionen sind unbedeutend klein.
    • zeromaster80 16.04.2018 09:16
      Highlight Highlight Diese Bösen Provisionen sind zum einen nur ein einziger Teil der Kosten und zum anderen nicht wirklich Teil des Problems in der Grundversicherung. Schön haben sie die Steigerung der "Kosten" erwähnt, die steigenden Prämien sind Symptom und nicht Ursache.
    • 4TheHorde 16.04.2018 09:27
      Highlight Highlight Klar gibt es noch andere Kostenfaktoren - Ärzte die an Teuren Operationen mitverdienen, Medikamente die viel zu teuer sind - da man sie in Deutschland teils für 1/5 des CH-Preises bekommt - Leute die wegen jedem Pickel zum Arzt rennen etc. -
    Weitere Antworten anzeigen
  • iHero 16.04.2018 08:16
    Highlight Highlight Wer noch nie selber in ärmlichen Verhältnissen gelebt hat, sieht vielleicht nicht ganz wie meschugge die Idee ist. Es wäre ein Armutszeugnis für die wohlhabende Schweiz, wenn wir unsere Ärmsten in ein solches System zwingen würden (dass wir "Ärmste" haben ist allein schon unsäglich). Es gibt nur die Lösung, dass wir, die wir mehr Wohlstand haben auch mehr bezahlen. Ob das nun direkt über die Prämie ist oder über eine Steuer, ist eigentlich nicht wichtig.
    • Qui-Gon 16.04.2018 08:41
      Highlight Highlight Es gibt ja auch jetzt schon Prämienverbilligungen. Die bräuchte es dann weniger/nicht mehr, weil die Prämien deutlich runter kämen. Dafür können diese Versicherten eine Unterstützung im Krankheitsfall erhalten. Die Kriterien wären die gleichen, das Geld müsste aber erst im Krankheitsfall fliessen.

      Prämien zahlt man sowieso, die Franchise braucht man ja zum Glück nicht immer. 10'000 ist etwas gar hoch, aber wenn die Prämien wirklich massiv sinken würden, ist das schon eine Überlegung wert.
    • SJ_California 16.04.2018 08:45
      Highlight Highlight Aber auch Familien: stell dir vor, du hast in einem 4-Personen-Haushalt 2 chronisch Kranke und nur ein Arbeitseinkommen. Da gehen dann noch mind. 20'000.- weg, die die Familie nicht sparen kann, weil sie auf die Medizin angewiesen ist. Lieber würde man woanders sparen, beispielsweise Generika fördern anstatt sie abzuschaffen. Oder die Löhne der KK-Leitungen halbieren.
    • iHero 16.04.2018 10:39
      Highlight Highlight Qui-Gon - kannst du dir den Spiessrutenlauf vorstellen, den man als Kranker dann durchlaufen müsste? Und die verlorene, möglicherweise wertvolle Zeit, die in unserer Bürokratie drauf geht? Eine solche Lösung wäre zudem geradezu eine Einladung für Betrüger, die sich so, ähnlich wie mit der Sozialhilfe, Gelder holen könnten.
      Der solidarische und soziale Vorsatz muss bleiben. Viele für wenige. Dennoch sehe auch ich Reformbedarf bei den Krankenkassen. Bliebt die grosse Frage nach dem "wie".
  • marcog 16.04.2018 08:15
    Highlight Highlight Die Aussage scheint hier nicht viel anklang zu finden. Aber: Eine Versicherung ist da, um seltene, unerwartete, unbezahlbar teure Notfälle zu bezahlen. Eine Versicherung ist keine Geldvermehrungsmaschiene und wegen dem administrativen Aufwand bezahlt man im Schnitt mehr, als wenn man die kleinen Rechnungen einfach selber bezahlen würde. Insofern sollte die Franchise mindestens so hoch sein, wie die Jahresprämie. Und eine Versicherung sollte keine Umverteilungsmaschiene sein, dafür gibt es die Sozialhilfe.
    Unbestritten, das Gesundheitswesen muss die Kosten mal in den Griff kriegen. http://äl
    • Tartaruga 16.04.2018 08:31
      Highlight Highlight Da hat wohl jemand das Solidaritätsprinzip von Versicherungen nicht verstanden
    • Shlomo 16.04.2018 09:08
      Highlight Highlight Eine Versicherung ist sehr wohl ein Geldvermehrungsanlage, nämlich für die Versicherungsgesellschaft.
    • mogad 16.04.2018 09:31
      Highlight Highlight Nur sollte Ihre Idee nicht bei der Krankenkasse ansetzen. Vom Gesundheitswesen wissen wir, dass die Medikamentenpreise zu hoch sind, überflüssige Operationen gemacht werden, die Spitäler eine ineffiziente Verwaltung haben. Musste z.B. durch 2 Sekretariate mit
      je 2-3 Sachbearbeiterinnen bis ich beim Röntgen war. Vor der Besprechung mit dem Arzt kam nochmals ein Sekretariat. Obwohl ich feste Termine hatte. Auch sind viele Vorsorgeuntersuchungen und Generalchecks sehr fragwürdig aber lukrativ für die Anbieter usw. Da sollte man zuerst ansetzen.
  • blaubar 16.04.2018 08:13
    Highlight Highlight Find ich gut! Gesunde wie ich zahlen viel und beziehen nichts. Ich habe in den letzten 20 Jahren 0.- bezogen.
    Kranke Leute zahlen auch, aber beziehen deutlich mehr Leistungen als sie zahlen. Sie sind also im Vorteil. Da es sich faktisch nicht wirklich um eine Versicherung handelt, wie Haftpflicht o.ä., sondern um alltägliche Bezüge, finde ich es nur fair, dass diejenigen, die NUR zahlen etwas entlastet werden. Und mit 10‘000.- SB ist die Chance, dass Leistungen bezogen werden klein, bzw. nur bei grösseren Ansprüchen. So und jetzt schlagt mich und geht zum Arzt wegen jedem Boboli.
    • Tobi-wan 16.04.2018 08:31
      Highlight Highlight Das nennt man in der Schweiz gemeinhin Solidaritätsprinzip.
      Bekommen Sie Krebs sind die 20 Jahre Prämien schneller verbraucht als sie schauen können! Eine volle Chemotherapie kostet mehr als sie in einem Jahr Prämien bezahlen.
    • Karoon 16.04.2018 08:38
      Highlight Highlight Finde ich auch. Die Franchise muss rauf. Es kann nicht sein, dass Leute mit ein bisschen Kopfschmerzen die Notaufnahme aufsuchen und dadurch die ganze Spitalinfrastruktur in Anspruch nehmen. Ich bezahle das dann mit meinen Prämien. Im Gegenzug werde ich NICHT belohnt, wenn ich NICHT zum Arzt gehe. Die Franchisen sind aktuell zu tief und produzieren wegen Fehlanreizen massive Kosten.
    • Cubbie 16.04.2018 08:38
      Highlight Highlight Wenn ich dich jetzt schlage, gehst du dann zum Arzt?
      Dann lieber nicht!

      Ich wünsche dir auch keine Krankheit an den Hals, die dich tausende von Franken jährlich kostet.

      Das Wort, nach dem du nicht suchst, heisst Solidaritätsprinzip. Mehr brauche ich nach deinem Kommentar nicht zu sagen.

    Weitere Antworten anzeigen
  • Madison Pierce 16.04.2018 08:06
    Highlight Highlight Das war wohl mehr eine mathematische Übung und ist als Denkanstoss zu betrachten. Ist ja klar, dass Versicherungen günstiger werden, wenn sie weniger bezahlen. Aber es hat mich doch erstaunt, wie viel das ausmacht: 50 statt 220 Fr. Prämie im Monat ist doch ein massiver Unterschied.

    Es zeigt, dass nicht die ganz teuren Therapien (mehrere hunderttausend Franken) die meisten Kosten verursachen, sondern kleinere Eingriffe. Das ist für mich ein Erkenntnisgewinn.

    Wir brauchen eine neue Strategie, aber natürlich nicht, dass die Versicherungen nichts mehr bezahlen.
  • walsi 16.04.2018 07:53
    Highlight Highlight Ich wäre dafür, dass man die Löhne der Ärzte deckelt. Ab CHF 200'000.-- ist Schluss. Das würde dazu führen, dass es weniger unnötige oder luxus Behandlungen gäbe. Es fehlt der finanzielle Anreiz diese zu verschreiben.
    • marcog 16.04.2018 08:27
      Highlight Highlight Andererseits arbeiten Ärzte auch oftmals deutlich über 60 Stunden/Woche.
    • NotWhatYouExpect 16.04.2018 09:20
      Highlight Highlight Ich glaube nicht wirklich, dass die Löhne der Ärzte das Problem sind sondern die Löhne der Versicherungs "Manager".
  • JoeyOnewood 16.04.2018 07:52
    Highlight Highlight Bei einer Mindestprämie von 10‘000 Franken können wir die Krankenkasse auch gleich abschaffen. Die Armen können keine 10‘000 Franken berappen, bis der Versicherungsschutz greift und die Reichen, die es können, könnten sich auch auf dem privaten Markt versichern.

    Bis zu 170 Franken weniger Prämien im Monat für keinen Versicherungsschutz. Dann lieber gleich gar keine Prämien. Dabn lasst ihr uns halt vor den Krankenkassenportalen verrecken.
    • mogad 16.04.2018 09:09
      Highlight Highlight Genau. Der Vorschlag macht die KK überflüssig. Vor allem für die Jungen, die selten krank sind. Während die Alten bei sinkenden Renten verlumpen würden.
  • Beni Schweiz 16.04.2018 07:49
    Highlight Highlight Vor allem Mindestfranchise! Und wenn dann mal ein Mittel- oder Wenigverdiener krank wird geht er deswegen auch gleich noch bankrott. Gahts no!?
  • mogad 16.04.2018 07:43
    Highlight Highlight Dass ein Experte wie Herr Schneuwly eine Franchise von 10000 Fr. als "Befreiungsschlag" anpreist, macht mich sprachlos! Das ginge einerseits voll auf Kosten des Mittelstandes, der keinen Anspruch auf staatliche Unterstützung hat und andererseits würden entweder die Sozialkosten explodieren, oder man verweigert den "Aermeren" die medizinische Versorgung! Vor allem der untere Mittelstand mit steuerbarem Einkommen um die 40000 (Einzelperson) würde schon wegen einer Blinddarmoperation in die Armutsfalle tappen!
    • JoeyOnewood 16.04.2018 12:14
      Highlight Highlight Er meint, Befreiungsschlag fürs Gesundheitssystem. Und wertefrei betrachtet stimmt das wahrscheinlich auch. Das heisst ja nicht, dass er diesen Weg beführwortet.
  • Wake-Up 16.04.2018 07:41
    Highlight Highlight Die Krankenkasse in der heutigen Form ist ein Grundstein unseres Wohlstands.
    • IchSageNichts 16.04.2018 08:54
      Highlight Highlight Was???? Sorry das KK Obligatorium gibts erst seit 30 Jahren... Vorher lebten wir alle in Höllen und hatten kein Strom und fliessend Wasser oder was?

      Diese Überhebungen von Institutionen, Errungenschaften oder Systemen gehen mir auf den Keks. Was soll das?
  • who cares? 16.04.2018 07:39
    Highlight Highlight Bei 10'000.- Franchise kann man die Krankenkasse gerade so gut abschaffen. Wieso sollte ich 100.- im Monat für etwas bezahlen, für dass ich wahrscheinlich nie und auch gar nie eine Leistung erhalten werde?
    Für Wenigverdiener sind bereits 500.- ein enormes Loch im Portmonnaie. Der Sinn hinter der Krankenkasse, dass man nicht gleich wegen einem gebrochenen Bein in den Ruin getrieben wird, fällt dahin. Wie soll sich jemand, der 3500.- im Monat verdient eine Behandlung für sagen wir mal 7000.- leisten?
    • 4TheHorde 16.04.2018 08:42
      Highlight Highlight Genau ! Danke @who cares ! sehr schön zusammengefasst !
    • Karoon 16.04.2018 08:42
      Highlight Highlight Auf die grosse Gefahr hin, dass ich mich sehr unbeliebt mache mit dieser Aussage: Wenigverdiener leben im Schnitt ungesünder. Sie rauchen mehr, haben weniger Bewegung und leiden öfters an Übergewicht. Wenn diese einen gesünderen Lebenswandel hätten, müssten sie weniger zum Arzt. Dadurch wäre eine tiefe Prämie attraktiv und müsste nicht auf 500 Franken angesetzt werden.
    • mogad 16.04.2018 08:43
      Highlight Highlight Die Prämien würden um max. 170 Fr. p.m. sinken und wären trotz einer Franchise von 10000 immer noch zu hoch. Vielleicht könnte man den Selbstbehalt von max. 700 Fr. p.a. leicht erhöhen. Damit würden auch die Jungen, die nicht so krankheitsanfällig sind wie die ältere Generation entlastet werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hoppla! 16.04.2018 07:39
    Highlight Highlight Ob der Vorschlag gut ist soll jeder selbst beantworten, aber neue, innovative Ideen sind immer willkommen.

    Mein Beispiel: Maximal Franchise, 2 Arzttermine 2018 und kosten von gut 400.- (keine Medikamente, nur um dieses Argument zu entkräften). Bei der Minimalfranchise wäre jeder weitere Arztbesuch (bis auf den Selbstbehalt) für mich gratis, was einen völlig falschen Anreiz schafft. Eine Minimalfranchise oder einen höheren Selbstbehalt tut not, wenn gleichzeitig die Prämien reduziert werden können.
    • mogad 16.04.2018 08:46
      Highlight Highlight Es braucht neue, kreative Vorschläge. Leider versteh ich nicht, was Sie meinen, auch nicht nach zweimaligem Lesen ihres Kommentars.
    • FrancoL 16.04.2018 09:22
      Highlight Highlight @Hoppla; Du willst als uns klar machen, dass Du gerne zum Arzt gehst? dass es für Dich ein Anreiz ist zum Arzt zu gehen weil es gratis ist?
      Ich meide den Arzt soweit möglich, ob er gratis ist oder ob ich ihn zahlen muss.
    • JoeyOnewood 16.04.2018 12:20
      Highlight Highlight Ich verstehe Hopplas Punkt hier, tatsächlich ist es so, das jemand mit Mindestfranchise nach ca. 2 Arztbesuchen praktisch keinen Anreiz mehr hat, Gesundheitskosten einzusparen. Und da sein Arzt auch keinen hat, wirkt sich das natürlich definitv auf unser Gesundheitssystem, respektive auf dessen Refinanzierung, aus.

      Doch: Die Mindestprämie zu erhöhen trifft Alte, Kranke und Arme. Also eigentlich ist es so etwa das asozialste, was man tun kann. Ich glaube wir müssen da systematischer dahinter.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dubox 16.04.2018 07:30
    Highlight Highlight Würde man die unnötigen Kosten im Gesundheitswesen (Medikamentenpreise, unnötige Operationen, überteuerte Produkte in der Altenpflege, unnötiger Spitalaufenthalt, Arztbesuche für ein Zeugnis, Notfallaufnahme wegen einem Pfnüsel, ...) endlich einmal anpacken, so könnte man die KK-Prämien bei gleicher Franchise auch deutlich senken.
    Aber natürlich wird zuerst versucht das Geld vom einfachen Bürger zu holen. Wenn auch indirekt, so wie in diesem Fall.
    • Karoon 16.04.2018 08:43
      Highlight Highlight OK, dann beginnen wir mal bei der Schliessung eines Spitals, um Kosten zu sparen. Welches darf es denn sein?
    • mogad 16.04.2018 08:52
      Highlight Highlight Genau. Nur gibt es viele mächtige Lobbies (Pharma, FMH, Krankenkassen) und nicht zuletzt die Patienten selber, die von einer umstrittenen Vorsorgeuntersuchung (Mammographie) zur andern eilen und unnötige Generalchecks konsumieren, nach dem Motto nützt es nichts so schadet es nichts. Sie alle blockieren mit vereinten Kräften sämtliche Reformen.
    • Amboss 16.04.2018 08:59
      Highlight Highlight Ja klar, so pauschal Dinge wie "unnötig" in den Raum zu werfen, das ist einfach. Im Einzelfall konkret betrachtet ist es einfach komplizierter.
      Versicherung der Gesundheit funktioniert einfach anders als Versicherung eines Haushalts.
      Schau:
      - Ist ein Notfall unnötig? Ist der "Pfnüsl" etwas Ernstes, ist es besser, man erkennt es frühzeitig. Wenn man zuwartet können schnell viel höhere Kosten entstehen.
      - Unnötige Spitalaufenthalte? Besser, ein Patient bleibt, 2-3 Tage länger, als dass er halb krank heim geht, einen Rückfall erleidet und dann wieder 3 Wochen im Spital liegt...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Jein 16.04.2018 07:24
    Highlight Highlight Ja super Idee, dann kann man auch gleich die Krankenkassen abschaffen und jeden selber zahlen lassen (das ist Sarkasmus).

    "Sie gehe davon aus, dass so die monatlichen Prämien um rund 170 Franken pro Person sinken würde." Das ist noch das Beste daran, also will die CSS weiter fleissig Gewinn machen ohne dem grössten Teil ihrer Kunden irgendwelche Leistungen zu bieten (denn wie viele Leute kommen schon über 10k in einem Jahr? 20-30%?)
    • exeswiss 16.04.2018 23:26
      Highlight Highlight da bist du grosszügig mit 20-30%
  • pamayer 16.04.2018 07:23
    Highlight Highlight Würde einfach eine Verschiebung in Richtung Sozialhilfe verursachen. Und müsste dort mehr Detektive einstellen und ganze Einsparungen wieder futsch.
    • mogad 16.04.2018 08:58
      Highlight Highlight Ich habe das HMO-Modell. Die Aerzte schicken die Rechnungen nicht an mich, sondern direkt an die Krankenkasse. Noch nie hat mich die Krankenkasse gefragt, welche Leistungen wirklich erbracht wurden, es wird einfach Alles bezahlt. Ich verdächtige die Aerzte nicht. Aber null Kontrolle ist einfach falsch und treibt die Kosten noch weiter in die Höhe.
  • Rainbow Pony 16.04.2018 07:22
    Highlight Highlight Die Bemerkung, dass sich mit einer solchen Franchise das System quasi selbst auflöst, ist richtig. Der Punkt der Krankenkasse ist ja gerade, dass eine Solidarität zwischen gesunden Personen und solchen, die medizinische Versorgung notwendig haben, besteht. Ob diejenigen, die das System in anspruch nehmen, finanziell gesehen, das System benötigen, ist primär zweitrangig. Es geht einfach nur darum, dass alle Bevölkerungsschichten Zugang zu medizinischer Versorgung haben. Die Einheitskasse haben wir abgelehnt, nun müssen wir eine Alternative suchen - ein unbezahlbare Franchise ist aber sinnlos.
  • zeromaster80 16.04.2018 07:20
    Highlight Highlight Gratuliere der CSS zu 50000 weniger Versicherten im Herbst. Völlig benebelte Idee, mit nur sehr wenig Substanz und seltsam verdrehten Zahlen... 170.- pro Monat sparen an Prämien? Das ist nach heutigen Zahlen etwa die Ersparnis von ~3000.- Wahlfranchise... Bei einer neuen Mindestfranchise müsste die Ersparnis weitaus höher ausfallen. Fragt die Frau mal nach der Berechnung.
    • mogad 16.04.2018 09:00
      Highlight Highlight Die soll ihren Vorschlag doch im Spätsommer 2019 nochmals vorbringen. Dann wird er vielleicht doch noch etwas Gutes haben, weil dann vielleicht die einen oder andern eine Partei wählen, die für Solidarität und Gerechtigkeit einsteht.
  • Gigle 16.04.2018 07:16
    Highlight Highlight Und wie viel kostet ein Kaffee? 150.-? Diese Menschen leben doch in einer anderen Realität! Wenn die mind. Franchise bei 10‘000 liegt und die Prämie um 170.- sinkt, geht da irgendetwas nicht auf.
  • Töfflifahrer 16.04.2018 07:12
    Highlight Highlight Ob dieser Vorschlag wohl gedacht war die Politik aus den Löchern zu holen und Empörung zu schüren um danach genau die welche jetzt so empört sind in die Pflicht zu nehmen endlich doch zu Handeln?

Bald könnte die 5. Initiative gegen Tierversuche kommen

Das Schweizer Stimmvolk dürfte erneut über ein Tierversuchsverbot entscheiden können. Eine entsprechende Volksinitiative ist auf der Zielgeraden.

Das Komitee der Initiative «Ja zum Tier- und Menschenversuchsverbot – Ja zu Forschungswegen mit Impulsen für Sicherheit und Fortschritt» sammelte bereits über 111'000 Unterschriften, wie dessen Website zu entnehmen ist. 100'000 sind für das Zustandekommen nötig.

Die Sammlung soll indessen weitergehen, wie die Westschweizer Zeitung «Le Matin Dimanche» …

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