Schweiz
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«SVP wählen. Frei bleiben. Kopftuch verbieten» – so diskutieren watson-User über die Initiative für ein Burkaverbot

04.10.15, 08:20 04.10.15, 08:42

Vor kurzem berichteten wir, dass ein Komitee die Initiative für ein Verhüllungsverbot in der Schweiz lancierte. Es war nur eine kurze Meldung, aber sie löste eine grosse Zahl an Reaktionen aus.

Das Thema ist brisant, weshalb wir die Diskussion nochmals aufgreifen wollen. Ganz nach dem Motto dieses Users:

«Das Burkaverbot hat für mich keine Priorität, doch die damit angestossene Diskussion ist sehr wichtig und längst überfällig.»

simiimi

Wir haben uns erlaubt, die Reaktionen in ein paar Themenfelder einzuordnen:

Selbstbestimmung der Frau

«Traurig, wie immer wieder das Scheinargument hervorgebracht wird, dass wir diese Frauen schützen müssen. Wie nobel!
Ich nenne das einfach plump verpackte Fremdenfeindlichkeit.»

Max Havelaar

«Gewalt in einer Partnerschaft (dazu gehört nach meinem Wissensstand auch psychische Gewalt) ist strafbar. Dieses Gesetz ist seit 2007 in Kraft. Braucht es noch eins?»

Matthias Studer

«Ich finde die Unterdrückung von Frauen auch nicht in Ordnung. Aber man tut ihnen durch das Verbot keinen Gefallen. Ihre Macker zu Hause ticken immer noch gleich.»

Qui-Gon

«Musliminnen werden durch diese Einschränkung an der Ausübung Ihrer Religion nicht behindert. Selbst in muslimischen Ländern wie Tunesien, Syrien und der Türkei gibt es Verbote für religiöse (d.h. muslimische) Kopfbedeckungen.»

Idiot

«Dürfen die Klageweiber aus dem Freiburg/Romont auch nicht mehr auf die Strasse?»

zueri_mg

Bild: zueri_mg

«Das sind Schweizer Traditionen, die sind ausgenommen ...»

kramer

«Die Burka-Trägerin könnte sich auf diese Schweizer Tradition berufen.»

zuer_mg

«Und wenn die Frauen das Kopftuch in der Öffentlichkeit nicht mehr tragen dürfen, sperren die Fundis sie einfach zu Hause ein. Das Problem ist nicht gelöst. Man sieht es nur nicht mehr.»

kramer

Es betrifft vor allem den Tourismus

«Burka-Verbot betrifft hauptsächlich Touristinnen aus dem Golf. Als hätte der Tourismussektor in der Schweiz nicht schon genug Probleme.»

zueri_mg

Und immer wieder die SVP

«Frei bleiben.
SVP wählen.
Kopftuch verbieten.
Sieht sonst noch jemand den Widerspruch?»

kramer

«Übrigens sind religiöse Fundis, welche auf Verhüllung bestehen, der SVP näher als man auf Anhieb denkt.»

DerWeise

«Das Burka tragen ist eine Spinnerei aus dem Mittelalter? Das passt doch eigentlich gut zur SVP, die auch gerade daran ist, den Populismus aus den deutschen 30er-Jahren hier wieder zu etablieren, z.B. mit solchen Initiativen wie dieser da, die keine sachbezogene Lösung schafft.»

saderthansad

«Ein halbes Jahr später ‹als geplant›, dafür drei Wochen vor den Wahlen. So ein Zufall aber auch ...»

Qui-Gon

«Mir passen die Initianten aus der ganz rechts aussen Ecke auch überhaupt nicht. Aber ich werde unterschreiben und ein ‹Ja› in die Urne legen. Und zwar aus voller Überzeugung (bei der Minarett-Initiative habe ich ein Nein reingelegt).»

Grufti

«Die Säkularisierung und die Verbannung der Religion aus der Öffentlichkeit ins Private ist eine zentrale Errungenschaft der westlichen Zivilisation, die es zu schützen gilt und per se nichts mit der SVP zu tun hat.»

simiimi

«Privat halte ich es mit Alice Schwarzer – aber ich werde nie JA zu einer SVP-Initiative sagen. Schlussendlich geht von denen eine grössere Gefahr für unser Land aus.»

Thomas Bollinger

Noch ein Gesetz? In die Verfassung?

«Also schon wieder ein Verfassungsartikel? Deshalb ‹Nein›. So etwas gehört nicht in die Verfassung.»

Matthias Studer

«Unsere Verfassung ist nicht irgendein Fötzel, auf den man was drauf schreibt, um ‹ein Zeichen zu setzen›. Etwas vergleichsweise Banales, das nur wenige hundert Menschen betrifft, gehört nicht in die Verfassung.»

Alias

Religionsfreiheit?

«Ich finde Burkas total daneben. Genau so wie ich alle Religionen im Allgemeinem daneben finde. Und dennoch finde ich es falsch, jemandem die Ausübung der religiösen Traditionen zu verbieten.»

DerWeise

«Echt jetzt: Wir schreiben das Jahr 2015, haben das menschliche Genom vollständig entschlüsselt, sind mit einer Raumsonde an die Grenzen unseres Sonnensystem gelangt und es gibt immer noch Hippies, die jede erdenkliche religiöse (was im Falle der Burka nicht Mal klar ist) Spinnerei aus dem Mittelalter verteidigen wollen.»

DerWeise

«Es GIBT Leute die eine Burka tragen wollen, FREIWILLIG. Solchen Menschen wird ein Teil ihrer Religion/Freiheit geraubt.»

playec1992

«In einer säkularisierten Gesellschaft wird niemand aufgrund seiner sexuellen Ausrichtung, seiner Religion, seines Geschlechts oder seiner Haarfarbe diskriminiert.»

Asmodeus

Und sonst so?

«Wenn Burkas ok sein sollen, will ich aber auch kein Rumgeheule, wenn Menschen so rumlaufen, wie ‹Gott› sie geschaffen hat.»

DerWeise

«Eine tolerante Gesellschaft darf Intoleranz nicht tolerieren, sonst wird sie intolerant.»

Idiot

«Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einem Fundi, der behauptet ‹meine Religion schreibt mir vor, dass sich Frauen verschleiern müssen› und einem ach-so-liberalen-und-modernen Westler, der dem Fundi erklärt, dass ‹seine Religion eben nicht vorschreibt, dass sich Frauen verschleiern müssen und sich deshalb Frauen bei uns gar nicht verschleiern dürfen›?
Ich sehe keinen. Beide glauben, die Wahrheit gefunden zu haben und beide wollen einer dritten, unbeteiligten Person vorschreiben etwas zu tun/unterlassen bzw. wie sie sich zu kleiden hat.»

Petrarca

«Immer wieder erstaunlich, wie Hippies, die es eigentlich besser wissen müssten, Ausuferungen einer männerdominierten, religiös geprägten Machokultur verteidigen – einfach herrlich.»

DerWeise

«Grundsätzlich will ich nicht, dass man mir Vorschriften macht, wie ich mich zu kleiden habe. Also möchte ich es auch anderen nicht vorschreiben.»

sassenach

Schönes Schlusswort

«‹Niemand darf eine Person zwingen, ihre Brustwarzen aufgrund ihres Geschlechts zu verhüllen.›
;-)
FREE THE NIPPLE!!!!!»

Was ist deine Meinung? Beteilige dich an unserer Umfrage und schreibe es in die Kommentare.

Umfrage

Ja oder Nein zum Burkaverbot – soll die Schweiz ein Verhüllungsverbot einführen?

  • Abstimmen

17,999 Votes zu: Ja oder Nein zum Burkaverbot – soll die Schweiz ein Verhüllungsverbot einführen?

  • 41%Ja. Diese Art der Verhüllung hat hier nichts verloren.
  • 35%Nein. In der Schweiz herrscht Religionsfreiheit. Darunter fällt auch das Tragen einer Burka.
  • 23%Bin verwirrt. Würde das Verhüllungsverbot auch für Bauersfrauen und ihre Kopftücher gelten?

Trotz allem: Wir sollten es mit Humor nehmen

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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76Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Gelöschter Benutzer 05.10.2015 00:23
    Highlight :-)
    4 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 05.10.2015 11:44
      Highlight Häuser sind nicht gratis und oft schon besetzt. Das weiss jeder. Was soll mir das Bild sonst noch sagen?
      7 1 Melden
  • Max Heiri 04.10.2015 13:05
    Highlight Eine Gesetzesartikel hierzu braucht es nicht. Wenn arabische Touristen so herumlaufen wollen, dann sollen sie das. Was ich nicht will, ist dass vollverschleierte Leute Ausnahmen bekommen sei es mit Passfoto, Schwimmunterricht, nur weibliche Pfleger im Spital etc. Solche reaktionäre Sichtweisen zu tolerieren ist ein Rückschritt für alle.
    48 10 Melden
  • Nyu 04.10.2015 12:34
    Highlight Das über 50% der watson user für ja gestummen haben schokt mich!
    Wenn eine Frau von einem Mann gezwungen wird sich zu verschleiern wird ein Verbot ihn nicht andersbesinnen als warscheindlicher sehe ich das er sie einfach nicht mehr so oft rauslässt. Zudem ich bin jeden Tag in Bern unterwegs und sehe mehr Nonnen mit Kopftuch als Burkas-wieso also etwas das sooo selten auftaucht verbieten?
    33 30 Melden
  • Gelöschter Benutzer 04.10.2015 12:18
    Highlight Der nächste Marketing-Gag der Klamauk-Partei SVP. Offenbar findet man dort keine grösseren Problem mehr. Wie man sieht, funktioniert er: Die Medien berichtet fleissig. Nun sind wir schon so weit, dass wir gezwungen werden, wegen geschätzen 17 Burka-Trägerinnen über eine Verfassungsänderung abstimmen zu müssen. Schade, dass man die Abstimmung nicht wegen Verletzung von Art. 5 Abs. 2 BV (Verhältnismässigkeitsprinzip) verbieten kann. Die Verfassungsänderung wird kein Problem lösen, aber die Abstimmung darüber, wird der Schweiz schaden.
    35 26 Melden
    • Qui-Gon 05.10.2015 10:58
      Highlight Und Minarette waren es wieviele? 3 oder ? Völlig gaga das Vouch und seine Partei.
      4 1 Melden
  • Tropfnase 04.10.2015 12:03
    Highlight Finde ich absolut überflüssig! Was wäre mit den reichen Touristinnen? Und was wäre die Konsequenz einer Zuwiederhandlung dieses Gesetzes? Würde wohl wie das Vermummungsverbot an Demos gehandhabt, nämlich gar nicht!
    20 17 Melden
  • koks 04.10.2015 12:03
    Highlight und während die grösste partei der schweiz die bürger mit burka-possen an der nase herumführt, wird klammheimlich die rente der schweizer bürger aus den pensionskassen um 1/4 gekürzt. aber darüber wollen die politiker nicht sprechen, sonst würden sie ja nicht wiedergewählt. da sind doch die ausländer herzlich willkommen als dauerwahlkampfthema.
    ps. wieviele % ausländer hat svp-milliardär blocher in seinen firmen angestellt? man spricht von 40-60%.
    34 16 Melden
    • niklausb 04.10.2015 12:57
      Highlight Aber das sind doch "gute" Ausländer......
      Ich finde es so zum Kotzen wie diese SVP spitzenleute tun als ob sie büezer wären und nur das wohl des kleinen im Sinn hätten und dabei in x verwaltungsräten und Firmenleitungen sitzen und sich gegenseitig fette bonis zuschanzen.
      25 12 Melden
  • Sir Lanzelot 04.10.2015 11:06
    Highlight Ok. Eigentlich solle man ja nicht die Burka verbieten, sondern man sollte den Burka Zwang verbieten... Dies ist aber nicht wirklich kontrollierbar.
    Man nehme also ein wenig boolsche Algebra kürze ein zwei Unbekannte raus und ist beim Burka Verbot.
    Ist doch gar nicht soo kompliziert....

    Wo ist denn für euch die erträgliche Grenze bei der Toleranz für andere Kulturen? Bei ritueller Genitalverstümmelung? Beim Steinigen?
    Oder schon da wo Menschen gezwungen werden sich nur unter einem schwarzen Zelt in der Öffentlichkeit zu zeigen?

    39 12 Melden
    • Sapere Aude 04.10.2015 12:06
      Highlight Die muslimische Verhüllungspraxis lehne ich ab und bin trotzdem gegen ein Verhüllungsverbot. Weil es a. nicht die erwünschte Wirkung haben wird (Beispiel Frankreich zeigt dies) und b. dem Gedanken einer liberalen Gesellschaft widerspricht. Den Zwang mit einem Zwang zu bekämpfen, geht in meinen Augen nicht auf. Evtl. vermindert man dadurch den sichtbaren Effekt des unerwünschten Zwanges, den unterdrückten Frauen ist damit in keiner Weise geholfen.
      29 18 Melden
    • philipp meier 04.10.2015 12:56
      Highlight btw: in unserer kultur kennen wir das ritual der so genannten «schönheitsoperationen». da werden teilweise gesichter so entstellt, dass man sie nicht wiedererkennt. das ist übrigens viel (und wort wörtlich) einschneidender, als einfach ein tuch über den kopf zu legen. und kommt ähnlich selten vor. es wird übrigens auch niemand dazu gezwungen, unseren schönheitsidealen zu entsprechen. *ironie off*
      14 28 Melden
    • EvilBetty 04.10.2015 14:51
      Highlight Toller vegleich Phillip! Schönheitsoperationen passieren freiwillig, rituelle Beschneidungen nicht.
      13 4 Melden
    • Sir Lanzelot 04.10.2015 15:15
      Highlight Ok... Man kann natürlich Schönheitsoperationen mit Burkas vergleichen...
      Kann man, muss man aber nicht.
      Wir können sogar soweit gehen und die Unterdrückung durch einen Muslimischen Macho mit der Unterdrückung durch unsere 'Schönheitsideale' gleichsetzen...
      Kann man, muss man aber nicht.

      Es bleib egal wie unsinnig der Vergleich ist, es bleibt unter anderem der Unterschied, dass eine Schönheitsoperation durch eine Fachkraft mit hypokritischem Eid ausgeführt wird.
      Wenn der psychische Knacks der durch den Mainstream (oder Kultur) verursacht wurde, nicht mehr anders therapierbar ist: go for it!
      10 2 Melden
    • Sapere Aude 04.10.2015 15:52
      Highlight Ich möchte hier einen anderen Punkt in die Diskussion bringen. Viele Muslima mit welchen ich gesprochen haben sehen das Kopftuch (nicht Ganzkörperschleier) als Mittel der Selbstbestimmung. Weil sie Mühe haben, mit der Übersexualisierung und dem Schönheitswahn in der westlichen Gesellschaft. Für sie ist das Kopftuch nicht per se ein religiöses Zeichen, sondern ein modisches Stilmittel. Nur weil unsere Kultur auf nackte Haut steht, müssen wir das nicht allen aufzwingen.
      17 10 Melden
    • Sir Lanzelot 04.10.2015 18:00
      Highlight Nun Ja, wenn diese Muslima ein Kopftuch tragen WILL: ihre Sache.
      Obschon ich es einfach immer wieder faszinierend finde wie man zu argumentieren beginnt wenn man nicht zu den Fakten stehen will.
      Was es genau mit "Selbstbestimmung" zu tun haben soll wenn man sich aus lauter unsicherheit ein Tuch um die Rübe wickelt ist mir schleierhaft.
      Abgesehen von der Argumentation... Es bleibt eine Tatsache, dass Lügen ("ungläubige" Anlügen) im Islam absolut legitim ist, wenn es der eigenen Sache dient. Auch das wird natürlich verleugnet.

      Aber hier geht es um Burkas, nicht um Kopftücher...(see next Post
      12 8 Melden
    • Sir Lanzelot 04.10.2015 18:02
      Highlight Zum Thema Muslima die sich freiwillig verhüllen...
      Seht euch bitte diesen Clip an:



      Ich meine... Ich verstehe eine Junge Frau die sich verhüllen will weil sie sonst in die Hölle kommt... Trotzdem muss dieser Irrsinn nicht unbedingt hier in der Schweiz um sich schlagen...
      5 0 Melden
    • Sapere Aude 05.10.2015 15:17
      Highlight Lanzelot, wenn Sie jemanden der Lüge bezeichnen, dann bitte auch begründet. Als Religionswissenschaftler mit Schwerpunkt Islam, verfüge ich schon über ein gewisses Hindergrundwissen um eine faktenbezogene Diskussion führen zu können. Die zeigen gerade mit ihrer Antwort, dass sie kaum über Wissen über dem Islam verfügen, noch irgendetwas dafür tun wollen. Kopftücher sind auch im Christentum gang und gäbe gewesen. Kommt dazu, dass eine Burka oder eine sexy Werbung in den Medien das gleiche Übel ist. In beiden Fällen wird die Frau zum Objekt gemacht und genau dort sollten wir ansetzen.
      3 2 Melden
    • Sapere Aude 05.10.2015 15:32
      Highlight Ich habe nie behauptet Muslimas würden sich freiwillig komplett verschleiern, sonder dass tragen eines Kopftuches für manche ein Zeichen der Selbstbestimmung ist. Nämlich in dem Sinne, dass sie bewusst zur eigenen Kultur stehen und die übersexualisierte westliche Kultur ablehnen (wo die Frau ebenso zum Objekt wird). Ich kann es einfach nicht ernst nehmen, dass eine Partei wie die SVP plötzlich für Frauenrechte einsetzen will, wo sie faire Löhne für Frauen seit Jahren verhindert und einer ihrer Bundesräte Frauen als Gebrauchsgegenstand bezeichnet.
      1 3 Melden
    • philipp meier 05.10.2015 15:41
      Highlight obwohl ich mehr blitzli als herzli (habe übrigens @sapere aude eines auf den letzten kommentar geklickt;) erhalten habe, bringe ich mich nochmals ein; weil mir @sir lanzelot eine wunderbare steilvorlage zusammen tippte:

      Was es genau mit "Selbstbestimmung" zu tun haben soll, wenn frau sich aus lauter unsicherheit am körper rumschnippseln lässt, ist mir schleierhaft.

      so, jetzt dürft ihr wieder «blitzlen»;)
      1 2 Melden
    • Sir Lanzelot 05.10.2015 16:55
      Highlight @sapere
      Das es eine Fatwa aus 2010 gibt, die genau diesen Sachverhalt regelt, dürfte Dir in diesem Fall bekannt sein.
      Eine Muslima wird immer vorgeben sie trage die Burka freiwillig. - Da gibt es verschiedene Ängste die sie dazu bringen. Klar ist das eine Notlüge... Aber eben laut Fatwa explizit erlaubt.


      4 0 Melden
    • Sir Lanzelot 05.10.2015 17:06
      Highlight @philip
      Wenn sich irgend ein Promi in aller Öffentlichkeit umbaut, dann seid ihr linken doch die ersten die lautstark verkündet wie normal dies sei (mit oder ohne schnippeln...)
      Da gibt es Anstrengungen, dass Brustvergrösserungen von der Krankenkasse übernommen werden sollen... Selbstredend auch von links.

      So, aber zu guter letzt muss natürlich wieder die pöse SVP schuld sein, dass geschnippelt wird. Einfach weil wegen an jedem Unbill Schuld.

      Wie schon erwähnt: Diese Entscheidung trifft Frau selber... Deine Argumentationsreihe erscheint mir eher schizophren!
      1 0 Melden
    • Sapere Aude 05.10.2015 17:15
      Highlight Jeder Rechtsgelehrte darf eine Fatwa herausgeben. Inwiefern diese bindend ist, ist von verschiedenen Fakten abhängig. Der wesentliche Punkt, welchen Sie nicht begreifen können oder wollen, ist die Heuchelei hinter einem Verhüllungsverbot als Emanzipationshilfe für die Frauen. Hier kann ich Phillip Meier nur recht geben. Ob Burka, Schönheitsoperationen, Photoshopping oder zensierte Nippeln, alles Zeichen für ein gestörtes Verhältnis zur weiblichen Sexualität und Objektivierung derselben. Ich finde eine Burka genau so nicht in Ordnung wie zur Schau gestellte weibliche Sexualität in Werbung.
      2 1 Melden
    • philipp meier 05.10.2015 17:27
      Highlight @sir lanzelot: die ganze einordnung in links und rechts machst du und nicht ich. wenn dir das jedoch so wichtig ist: ich kenne auch so genannte «linke», die so genannte «schönheits-ops» nicht so toll finden.
      du bist demnach überzeugt davon, dass all die topmodel-castingsshows, die dünnen models auf allen werbescreens, plakatwänden, inseraten, bannerwerbungen, etc.pp., die wetterfeen, pop- und hollywoodstars überhaupt keinen druck auf frauen ausübt, sich körperlich zu optimieren?
      können wir uns wenigstens darauf einigen, «freiwillig» in anführungs-/schlusszeichen setzen?;)
      1 1 Melden
    • Sir Lanzelot 05.10.2015 20:41
      Highlight @sapere
      Dann sag uns doch einfach klar, dass im Islam Lügen unter allem Umständen eine Sünde ist? Oder ist das etwa doch nicht ganz so?

      @Philip
      Du kannst die " um das Freiwillig gerne machen.
      Natürlich ist es mir klar, dass die Übersexualisierung einen ungesunden Druck auf die Frauen ausübt. Trotzdem, ich finde diese Art von Druck, den ich als leicht übergewichtiger Mann auch spüre, nicht vergleichbar mit dem Druck von Hölle und Tod... (Auch diesen Druck kenne ich aus eigener Erfahrung)
      1 0 Melden
    • Sapere Aude 06.10.2015 00:39
      Highlight Inwiefern würde das meine Argumente entkräften, wenn lügen im Islam erlaubt sein oder nicht? Ich spreche ich nicht von Muslimas die sich komplett verhüllen, denn au dort sehe ich Probleme, jedoch andere Lösungen. Ich spreche vom Kopftuch bei muslimischen Frauen, die teilweise nicht einmal religiös sind, sondern das Kopftuch aus modischen Gründen tragen, bzw. als Schutz vor Anmache durch Männer. Auch wenn dies Frauen teilweise lügen mögen, ändert das nicht an der Wirkungslosigkeit des Vebots, bzw. daran, dass gerade jene die Lügen, durch ein Verbot wahrscheinlich kaum mehr aus dem Haus kommen.
      1 3 Melden
    • Sir Lanzelot 06.10.2015 17:26
      Highlight Ach sapere:
      Deine Argumentation hab ich längst verstanden.
      Nur gehts ja nicht um Hüte oder Kopftücher...
      Es geht um die Burka:
      Natürlich kann man hier daran zweifeln ob ein Verbot was bringt. Aber nur weil man nicht sicher ist, dass es nix bringt etwas unerwünschtes zu verbieten, so bringt es ganz sicher noch weniger es eben nicht zu verbieten. Zudem wäre das Verbot ein klar Signal. -

      Zu der Lügerei:
      Ich finde es faszinierend wie du dieser Frage geschickt ausweichst: Ist mir zwar klar warum, trotzdem es ist mindestens ebenso schwach wie ein ISZR der stur die morderei des IS nicht verurteilt
      1 0 Melden
    • Sapere Aude 06.10.2015 17:45
      Highlight Dass das Verhüllungsverbot wirkungslos ist, zeigt sich in Frankreich, wo immer die gleichen Frauen gebüsst werden und die Bussen übernommen werden. Die Polizei büsst teilweise nicht mal mehr weil sie besseres zu tun hat, ergo hat das Verbot keine Wirkung. Zum Lügen, verlink mir doch bitte die Fatwa aber auch im Original, dass ich das selbst beurteilen kann. Schlussendlich ist nur der Koran absolut bindend. Mag sogar sein dass die Ungläubige anlügen dürfen, but so what? Bush der gläubige Christ hat die ganze Welt angelogen bezüglich Chemiewaffen im Irak...
      0 0 Melden
    • Sir Lanzelot 06.10.2015 18:38
      Highlight http://de.europenews.dk/Fatwa-zu-verschiedenen-Arten-der-erlaubten-Luege-im-Islam-80885.html
      0 0 Melden
  • SanchoPanza 04.10.2015 10:41
    Highlight Ich finde Burka tragen nicht OK, weder hier noch in anderen Ländern - ABER:
    - Ein Verfassungsartikel für weniger als hundert Einwohnerinnen ist schlicht dumm und unserer Demokratie nicht würdig
    - Würden damit die wenigen, die freiwillig ODER gezwungen einen Burka tragen noch die letzten Freiheiten entzogen und ins Haus gesperrt - Ziel völlig verfehlt
    - Würden dem Tourismus Sektor einige der zahlungskräftigsten Kundinnen & Kunden entgehen
    - Funktioniert das Burka-Verbot in Frankreich auch üüüberhaupt nicht sondern fördert nur Leerläufe und sinnlose Kontrollen bei Polizei und Behörden. Die Schweizer Polizei wird damit von wichtigeren Arbeiten abgehalten!!! Als ob sie nicht jetzt schon zu wenig Personal hätten...
    41 23 Melden
    • Gelöschter Benutzer 05.10.2015 10:17
      Highlight Es gibt nur ein paar hundert Mörder, wozu dann Mord verbieten?
      Wer besoffen fährt, kriegt den Fahrausweis entzogen. Das Ziel, dass niemand zu schnell fährt wird dadurch verfehlt. Also weg mit den Geschwindigkeitslimiten!
      Mit staatlich geförderter Prostitution, liesse sich der Tourismus zum Blühen bringen: her mit der Ausbildung zum Master of Applied Sexual Techniques!
      Schwarzfahren kann mit Kontrollen nicht verhindert werden, ein Riesenleerlauf, darum: keine Billettkontrollen mehr!
      SanchoPanza, Sie sehen, mit Ihrer Scheinlogik kann man die Ab-/Schaffung jeden Gesetzes pseudobegründen.
      4 5 Melden
    • SanchoPanza 05.10.2015 18:23
      Highlight @Idiot: selber Scheinlogik! Das ist ja gerade der Punkt, kennen Sie den Unterschied zwischen Gesetz und Verfassung? Macht ehrlich nicht den Anschein. Und das Tragen eines religiösen Symbols mit Schwarzfahren oder gar Mord in Verbindung zu setzen ist also schon an der Grenze zum Rassismus! Also bitte!
      1 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 05.10.2015 22:29
      Highlight @SanchoPanza: Die Verfassung ist einfach eine besondere Gesetzessammlung. Sie besonders, weil a) dort, nebst vielem anderen auch, die grundlegenden Institutionen definiert sind (Räte, Hoheitsrechte, etc.) und weil b) sie vom Volk direkt per Volksinititive geändert weden kann, was bei keiner anderen Gesetzessammlung möglich ist. Die Volksinitiative ist das Herzsstück der Schweiz. Demokratie.

      Inwiefern meine analoge Anwendung Ihres Argumentes bzgl. der Notwendigkeit eines Gesetzes irgendwie rassistisch sein könnte, bleibt mir verschlossen. Denn dadurch wurde keine Ethnie od. Religion tangiert.
      3 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 04.10.2015 10:34
    Highlight Ich habe meine Meinung aufgrund einiger Kommentare (kramer, Sapere Aude, etc.) revidiert. Mein Umdenken haben bewirkt:

    - in F hat's nur biz mehr Einnahmen durch Geldbussen gebracht.
    - Frauen mit Verhüllungzwang werden dann daheim eingesperrt.
    - es gibt zu wenige Burkas im Land, um so zu reagieren.
    - ich hatte übersehen, dass es in die Verfassung soll und nicht nur ein Gesetz wäre.

    Am Wichtigsten:
    Diese Frauen brauchen nicht noch mehr Vorschriften!

    Finde verhüllte Gesichter im Alltag immer noch asozial. Aber bei der minimalen Menge im Land, ist die Initiative die totale Überreaktion.
    53 22 Melden
    • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 04.10.2015 12:21
      Highlight Hut ab! Danke teilst du deine Einsicht.
      19 11 Melden
    • Gelöschter Benutzer 04.10.2015 12:41
      Highlight Wie sagt meine Mam immer?
      "Dä Gschiidi gaht witer. Nur dä Esäl blibt staa."
      Ne Spass beiseite. Ich lass immer mit mir reden, wenn jemand gute Argumente hat. Alles andere wär dogmatisch.
      17 11 Melden
  • TobiWanKenobi 04.10.2015 09:55
    Highlight Also ich denke, jeder kann tun, was er will. Denn jeder steht dazu, was er macht.
    39 15 Melden
  • Sapere Aude 04.10.2015 09:24
    Highlight Die Frage ist immer, was wir mit einem Verbot erreichen wollen. Hier wäre ein Blick nach Frankreich sehr aufschlussreich, wo bereits ein Verbot vorhanden ist. Gebüsst, werden immer die gleichen Frauen und die Bussen werden von reichen muslimischen Geschäftsmänner übernommen. Bezüglich Emanzipation der Frau und Reduktion religiösem Fanatismus ist das Burkaverbot folglich wirkungslos. Ausser zusätzliche Einnahmen durch eine Kleidervorschrift erreichen wir folglich überhaupt nichts, mit einem Verbot.
    40 32 Melden
    • 足利 義明 Oyumi Kubo 04.10.2015 09:30
      Highlight Es geht um das Klarstellen.

      Wer hier ist, hat sich an unsere Gesetze zu halten.
      Dasselbe würde auch für uns dort gelten.
      52 29 Melden
    • TanookiStormtrooper 04.10.2015 10:38
      Highlight @Gyrus
      Ich kann mit dieser Logik nicht viel anfangen. Nur weil man in Ländern wie Saudi Arabien noch im Mittelalter lebt sollen wir das jetzt auch tun? Unser System haben wir uns hart erkämpft und darauf sollten wir stolz sein! Jeder kann bei uns tragen was er will. Die Saudis können noch so grosse Protzbauten, Stadien usw. bauen ich für meinen Teil fühle mich denen immer noch überlegen.
      Ich finde Burkas natürlich auch einen kompletten Unsinn aber am besten bekämpft man sowas mit Bildung.
      43 18 Melden
    • Sapere Aude 04.10.2015 11:42
      Highlight Cyrus, inwiefern wird sich eine streng gläubige Muslima oder ein anarchistischer Steinewerfer durch ein Verhüllungsverbot besser an unsere Gesetze halten? Sehe nicht ganz die Logik dahinter. Aus einer liberalen Position würde ich behaupten, dass jedes Gesetz, welches nicht eine vernünftige Funktion erfüllt, ein sinnloses Gesetz ist. Die Erfahrungen in Frankreich und Belgien haben gezeigt, dass ein solches Verbot, nicht die erwünschte Hoffnung hat, folglich ist es abzulehnen. Zu viele sinnlose Gesetze führen zur Verdummung der Gesellschaft.
      22 20 Melden
    • zombie woof 04.10.2015 12:30
      Highlight @Tanooki, das ist so ein typischer, dummer Spruch" haben wir uns hart erkämpft"! Dann sag mir doch mal was du dazu beigetragen hast, wie hart hast du gekämpft? Apropos Bildung, kannst dann auch mal Stammtisch erklären, in Saudi gibts keine Burka sondern Abbaya, Hijab und Niqab.
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    • TanookiStormtrooper 04.10.2015 12:57
      Highlight @zombie
      Ein bisschen zum Textverständnis:
      Mit "wir" meinte ich unsere westliche Zivilisation, dass ich da nicht soviel dazu beigetragen habe ist mir klar.
      Ausserdem steht da Länder WIE Saudi Arabien und ich bin mir ziemlich sicher, dass zumindest der Niqab von diesem "Burkaverbot" auch betroffen wäre. Ich habe den Initiativtext jetzt zugegebenermassen nicht gelesen, dass ich dieses Verbot für Bullshit halte weiss ich auch so...
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    • Gelöschter Benutzer 05.10.2015 10:33
      Highlight Die Durchsetzbarkeit und die Wirksamkeit dürfen bei der Gesetzgebung keine Rolle spielen. Gesetze sind Spielregeln. Auch wenn Sie häufig verletzt werden und nicht so stark wirken, wie erwünscht, braucht es sie trotzdem. Denn Gesetze sind immer auch eine Vorgabe der Gesellschaft darüber, wie sie sich das Zusammenleben wünscht: z.B. Verwahrungsinitiative, Rauchverbot, Frauenstimmrecht, Wehrpflicht u. v. m. Darum hat ein Nicht-Verhüllungsgebot Platz in der Verfassung. Mit Ihrer Logik könnte man alle Gesetzte abschaffen, denn jedes Gesetz wird hin und wieder gebrochen. Sie ist nicht stichhaltig.
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    • Sponge Bob 05.10.2015 14:43
      Highlight @idiot: Genau so ist es! Super kommentar!
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    • Sapere Aude 05.10.2015 15:05
      Highlight Idiot, ich habe nicht behauptet, dass das Verhüllungsverbot keinen Platz in der Verfassung hätte, sondern dass es komplett wirkungslos bezüglich Emanzipation von Frauen und Bekämpfung von Fanatismus ist. Doch genau damit argumentiert das Egerkinger Komitee, darum will sie es in der Verfassung haben. Leider kapieren Sie meine Logik hinter der Ablehnung dieser Vorlage überhaupt nicht. Denn im Gegensatz zum Verhüllungsverbot, haben alle ihre genannte Beispiele einen hohen bis sehr hohen Wirkungsgrad, weshalb sie auch Platz haben in der Verfassung. Im Fall des genannten Verbotes leider Nein.
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    • Sapere Aude 05.10.2015 15:10
      Highlight Eine Kleidervorschrift ist in meinen Augen, der Verfassung unwürdig. Sie bekämpft ein kaum sichtbares Problem symptomatisch und ist weder eine Lösung noch irgendwie hilfreich. Ich finde es eine Schande, dass der Stimmbürger mit solch wenig durchdachtem bürokratischem Schwachsinn belästigt wird, wo es doch wirklich schwerwiegendere Probleme geben würden, als die paar Burkas bzw. verhüllten Anarchisten. In einer liberalen Gesellschaft sollten wir andere Wege finden als für jeden kleinen Pipifaz ein neues Gesetz machen zu müssen.
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    • Gelöschter Benutzer 05.10.2015 16:02
      Highlight @Sapere Aude: Ich mag Gesetze für vernachlässigbare Phänomene ebenso wenig. Nur halte ich die religiös motivierte Verschleierung der Frau in der Öffentlichkeit für alles andere als vernachlässigbar. Sie ist ein Affront und richtet sich direkt gegen unsere Gesellschaft und Kultur. Meine Einschätzung mag überempfindlich wirken. Aber der Dschihadismus in Europa ist heute dort, wo der Nationalsozialismus anfang der Zwanziger des letzten Jhdts war: Mit regem Zuwachs und gewalttätig, aber scheinbar kontrollierbar. Eine Selbsttäuschung mit verheerenden Folgen. Burka u. ä. sind der Anfang: Stoppt das!
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    • Sapere Aude 05.10.2015 16:32
      Highlight Leider wirst du den Dschihadismus kaum mit Verbote bekämpfen können. Ich halte das Phänomen selbst überhaupt nicht für vernachlässigbar, nur wird uns Repression in keiner Weise dabei helfen, dieses Problem wirkungsvoll bekämpfen zu können. Mit Repression treibst du das Phänomen in den Untergrund, wo es noch weniger überwach und kontrollierbar ist. Es braucht eine breite Aufklärungskampagne, in welcher auch gemässigte Muslime eingebunden sind und wo desillusionierte Dshihhadkämpfer zu Wort kommen. Wenn wir jedoch weiterhin einen Kulturkampf heraufbeschwören, werden wir genau diesen erhalten.
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    • Gelöschter Benutzer 05.10.2015 17:20
      Highlight @Sapere Aude: Der Kulturkampf ist schon lange und sehr blutig im Gange. Bloss ist die CH weit weg vom Geschütz (im wörtlichen und im übertragenen Sinne). Repression ist alles andere als nutzlos. Warum glauben Sie, haben wir wenig Kriminalität? Sicher nicht deshalb, weil im Kindergarten gesagt wird: "Sei ein braves Kind!", sondern weil nur sehr wenige ungestraft davonkommen. Mir sind Dschihadisten, die sich verstecken müssen, lieber als solche, die bei unseren Kindern missionieren. Aufklärung hilft bestimmt, da bin ich mit Ihnen einig. Doch meine ich: Aufklärung ist gut, Repression ist besser.
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    • Sapere Aude 05.10.2015 17:45
      Highlight Der von Ihnen heraufbeschworene "Kampf der Kulturen" ist in der Wissenschaft sehr umstritten. Je stärker wir als Kultur wir mit Repression auf andere Kulturen antworten, desto eher kommt es zu einer Auseinandersetzung. Daher handelt es sich in erster Linie um eine selbst erfüllende Prophezeiung, d.h. die innerhalb des Paradigmas definierte Reaktion löst erst die durch das Paradigma formulierte Problemstellung aus. Nach ihrer Theorie müsste in der USA weniger Gewalt herrschen als bei uns, weil diese die strengeren und repressiveren Gesetze haben, genau das Gegenteil ist der Fall.
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    • Gelöschter Benutzer 05.10.2015 18:51
      Highlight @Sapere Aude: Jetzt wird's abstrus. Wenn die dutzenden Anschläge mit Tausenden von Toten, begangen von bekennendend Dschihadisten, welche damit erklärtermassen der von den Islamisten beabsichtigten Vernichtung der Christen dienten, von gewissen Wissenschaftern nicht bemerkt, bzw. nicht als eindeutige Angriffe auf die Christenheit gedeutet werden, dann ist diesen Wissenschaftern wirklich nicht mehr zu helfen: die phantasieren im psychopatischen Delirium, oder es ist gewollte Blindheit. Sapere Aude, ihre Welt kennt demnach keine Judenvernichtung, nur eine selbsterfüllte Prophezeiung. Wie arg!
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    • Sapere Aude 05.10.2015 21:42
      Highlight Wir dürfen gerne auf dieser Ebene diskutieren. Dann vergiss aber nicht die tausende Opfer durch die US Amerikanische Intervention in Afghanistan und Irak. Oder den durch die USA unterstützen Angriff Iraks auf Iran. Die Theorie sich des Kampf der Kulturen ist leider zu undifferenziert um der Realität gerecht zu werden.
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    • Gelöschter Benutzer 05.10.2015 22:44
      Highlight @Sapere Aude: Genannte Interventionen der Verein. Amer. Staaten sind selbstverständlich Teil der Verteidigung gegen die Dschihadisten, welche mit ihrer menschenverachtenden Ideologie, den Anspruch erheben alle "Ungläubigen" töten zu und alle westlich orientierten Länder zu bekriegen oder mit Attentaten zu terrorisieren.
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    • Gelöschter Benutzer 05.10.2015 23:15
      Highlight @sapere aude: Es ist kein Kampf der Kulturen, sondern ein Kampf der Ideologien: Meinungsfreiheit gegen das Wort Mohameds. Wissen gegen Glauben. Pluralität gegen Totalitarismus. Freiheit gegen Unterwerfung (Was die wörtl. Bed. von "Islam" ist!). Toleranz ggüb. Andersgläubigen gegen die Vernichtung der "Ungläubigen". Demokratie gegen Diktatur. Laizismus gegen Kalifat. Wir gegen die.
      Sapere Aude: Auf Welcher der beiden Seiten stehen eigentlich Sie?
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    • Sapere Aude 05.10.2015 23:47
      Highlight Mit deiner Aussage bestätigst du nur meine These. Deiner Logik entsprechend ist es also in Ordnung zehntausende unschuldige muslimische Zivilisten zu töten, aber nicht 3000 Amerikaner in New York. Wie gesagt, wir können durchaus unter dem von dir aufgestellten Paradigma diskutieren, nur dann ist es einfach aufzuzeigen, dass a. die Agressionen in zu Beginn vom Christentum ausgeht und b. die Christen um einiges mehr unschuldige Opfer auf dem Gewissen haben, als die Muslime. Man muss natürlich dann von Beginn der Konfrontation her rechnen und dass sind wohl leider die Kreuzzüge.
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    • Sapere Aude 06.10.2015 00:11
      Highlight Kommt dazu, dass unter deinem Paradigma genannte Intervention in Afghanistan evtl. noch knapp in dem Rahmen passt, die Intervention im Irak jedoch überhaupt nicht:
      1. War die von Sadam konstruierte Diktator säkular und wurde bis 1991 massiv von der USA unterstützt.
      2. Die besagten Chemiewaffen wurden nie gefunden, auch keine Verbindung zwischen Sadam und Osama.
      3. Der IS konnte sich beispielsweise erst unter dem von der USA verursachtem Machvaakum entwickeln (ab 2006).
      Wenn es also den von dir besagten Kulturkampf gibt, ist die vom Westen forcierte Strategie bis jetzt ein reines Desaster.
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    • Sapere Aude 06.10.2015 07:45
      Highlight Interessant, dass Sie die Begrifflichkeit plötzlich ändern. Wenn Sie meine Ausführungen richtig lesen und verstehen würden, dann würden sie evt. begreifen, dass meine Kritik in erster der Art und Weise gilt, wie man gegen den Totalitarismus vorgeht und Sie meinen Argumenten ausweichen. Bush sKrieg gegen den Terror war kein Krieg für Demokratie sondern des Öls wegen. Mit Gaddaffi hat man solange Geld verdient, wie nur möglich. Insofern stehe ich auf der Seite der Menschen, des Friedens und der Vernunft.
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    • Sponge Bob 06.10.2015 08:47
      Highlight @Aude: Wow. Drei Komentare voll von "die Amerikaner / der Westen sind an allem schuld" Es bist ja gerade Du, wo einen "Kulturkampf" predigt hier. Ach ja. Hier hat keiner gesagt, dass es gut ist, dass Nichtchristen sterben. Das ist Quatsch von dir. Daumen hoch für idiot, Daumen runter für sapere Audi.
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    • Sapere Aude 06.10.2015 09:38
      Highlight Sie wollten unter dem Paradigma des Kampf der Ideologien diskutieren, nicht ich. Ich nenne hier lediglich einige Beispiele, wie die USA die Demokratie missbraucht hat, um an Ressourcen zu gelangen. Ich habe nie behauptet, der Westen sei an allem Schuld, lediglich exemplarisch dargelegt, inwiefern, der Westen eine Mitverantwortung trägt. Dafür dürfen Sie mir gerne "Daumen runter" zeigen, was weder meine Argumente entkräftet (die auf Fakten basieren), noch darüber hinwegtäuscht, dass sie keine stichhaltigen Argumente für ihre Thesen liefern.
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    • Sponge Bob 06.10.2015 10:06
      Highlight @Aude: Ich habe keine Tese gesagt. Meinst idiot?
      Jetzt behauptst Du das Gegenteil: die Amis sind nicht schuld. Dann wieder sind sie verantwortlich. Was jetzt? Islamterror ist nur böse, basta!
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    • Sapere Aude 06.10.2015 11:26
      Highlight Wir müssen die Situation differenziert betrachten. Aus diesem Grund spreche ich von Verantwortung und nicht von Schuld. Schuld impliziert, dass die einen die Guten sind die anderen die Bösen, was in der besprochenen Situation nicht der Fall ist. Terror ist unabhängig davon wer ihn ausführt abzulehnen und hat nichts mit dem Islam alleine zu tun. Wir müssen aber auch ehrlich sein und begreifen, dass westliches Verhalten den islamischen Terror mitverursacht hat. Gewalt erzeugt immer Gegengewalt. Darum braucht es andere Strategien als Repressionen und Krieg. Schlussendlich wollen wir ja Frieden.
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    • Gelöschter Benutzer 06.10.2015 13:10
      Highlight @Sapere Aude: Sie sagen, die Terroristen sind nicht die Bösen und deren Greueltaten seien "abzulehnen", aber sie billgen diese Greureltaten als legitime Reaktion auf den Westen. Greueltaten müssen jedoch VERURTEILT werden, nicht bloss "abgelehnt" und Terroristen UNSCHÄDLICH GEMACHT und nicht mit Verständnis ermuntert!
      Der Spruch "Gewalt erzeugt Gegengewalt" stimmt schob: auf Angriff folgt Verteidigung. Sie aber ziehen daraus einen falschen Umkehrschluss und sagen widersinnig, dass wem Gewalt angetan wird, selber Schuld sein müsse.
      Sie sind ein Sympathisant der Dschihadisten. Schande über Sie!
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    • Sapere Aude 06.10.2015 14:31
      Highlight Ich find es schon dreist mir so etwas zu unterstellen. Ihnen scheinen die Argumente auszugehen, darum versuchen Sie jetzt mir das Wort im Mund umzudrehen und mich persönlich anzugreifen. Wenn Sie solch unhaltbare Aussagen machen, dann belegen Sie dass auch bitte. Ich habe nie behaupten Terrorismus sei ein legitimes Mittel, ich habe lediglich gewisse Kausalzusammenhänge aufgezeigt. Mit ihrem Frontalangriff wollen Sie lediglich darüber hinwegtäuschen, dass sie in keiner Weise konstruktiv zur Diskussion beigetragen haben. Ich verurteile sowohl Terrorismus als US Angriffskriege, noch Fragen?
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    • Sapere Aude 06.10.2015 14:51
      Highlight In den meisten meiner Kommentare, nehme ich nicht mal eine Wertung vor. Ich zeige nur die Zusammenhänge auf. Es scheint, Sie wollen oder können nicht meiner Argumentation folgen, weshalb Sie auf destruktive Art und Weise die Diskussion führen müssen. Ich habe mehrmals Gewalt an sich verurteilt, da diese lediglich dann angewendet werden soll, wenn jedes andere Mittel ausgeschöpft ist.
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    • Gelöschter Benutzer 06.10.2015 15:33
      Highlight @Sapere Aude - meine Begründung: s. o.
      Sie sagen: "Westliches Verhalten verursacht islamischen Terror mit." Welches "westliche Verhalten" rechtfertigt denn den 2977-fachen Massenmord vom 11. Sept. 2001 in New York, begangen von Islamisten? Keines.
      "Charlie Hébdo" wird massakriert. Und Sie sagen: Gewalt erzeugt halt Gegengewalt. Wem hatte "Charlie Hébdo" Gewalt angetan? Niemandem.
      Der islamistische Terror ist keine adäquate Reaktion, er ist nichts als blutrünstiger, blinder Hass von menschenverachtenden und machtgierigen Fanatikern, welche Sie verteidigen, indem Sie deren Morde relativieren.
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    • Sapere Aude 06.10.2015 15:47
      Highlight Der US Angriffskrieg hat ein Machtvakuum im Irak geschaffen, welches den Aufstieg des Islamischen Staates erst möglich gemacht hat. Dadurch hat die USA den Aufstieg dieser faschistischen Terrormiliz mit verursacht. Ich habe nie von Rechtfertigung gesprochen, sondern von Kausalität. Viele der Anführer des Islamischen Staates haben sich in Abu Ghraid kennengelernt. Die Kolonialisierung, die Kreuzzüge und Unterstützung von Diktatoren hat sehr viel Hass unter den Muslimen. Das rechtfertig natürlich die Reaktion in keiner Weise, dennoch kann man diese Zusammenhänge nicht einfach leugnen.
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    • Gelöschter Benutzer 06.10.2015 18:48
      Highlight @Sapere Aude: Kausalität, aha.
      Die Islamisten wüteten lange vor dem 2. & 3. Golfkrieg. Es sind Kräfte aus Iran, Katar, Saudi-Arabien, den Verein. Arab. Emiraten, die den islam. Terror finanzieren. Ohne Financiers gäbe es keinen islam. Terror, Golfkriege hin od. her. Das ist die Kausalität.
      Kolonialisierung & Co: ja, jene Spaniens durch Muslime im 7./8. Jh, jene SO-Europas durch die Osmanen, oder das muslim. Massaker von Otranto 1480, oder die islam. Völkermorde an griech. und armen. Christen 1914-23. Ihre Kausalität sagt: der Islam hat westl. Gegengewalt erzeugt. Ihre Theorie stimmt vllt doch!
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    • Sapere Aude 08.10.2015 23:03
      Highlight Für jedes von Ihnen genannte Beispiel liesse isch ein christliches Gegenbeispiel finden. Konflikte lassen sich aber nicht dadurch lösen, in dem wir einfach der Gegenseite die Schuld zuschieben. Es sind weder alle Muslime, noch alle Christen gewalttätig. Aber solange es auf beiden Seiten Menschen gibt, die gegen die andere Religion hetzen und Religion als Vorwand für Gewalt missbrauchen, wird es weitere solch sinnlose Konflikte geben. Ich würde für einen deeskalierenden Ansatz werben und nicht noch weiter Öl ins Feuer giessen.
      0 0 Melden
  • Flurina Arnold 04.10.2015 08:54
    Highlight Es ist doch freiwillig was man macht also kann man sowas nicht bebieten! Ich finde es schon dumm das man es an vielen Schulen verbietet!
    16 42 Melden
    • Maria B. 04.10.2015 12:03
      Highlight Wäre keine schlechte Idee, die Artikel aufmerksamer zu lesen oder wenigstens folgerichtig zu interpretieren. Man redet hier nicht von Kopftüchern und entsprechenden Schulverboten, sondern über das Tragen von Ganzkörperverhüllungen mit Stoffgittern vor dem Gesicht, welche Identität und Mimik, entgegen unseren Gebräuchen und Usanzen, verbergen. Dies in der Öffentlichkeit und Ämterverkehr usw.usw.

      Keine Frage, dass wir solchen kulturfernen Mummenschanz hierzulande genausowenig brauchen, wie andere maskierende Identitätsverschleierungen, die nicht selten für kriminelle Zwecke missbraucht wurden.
      18 3 Melden
  • amazonas queen 04.10.2015 08:51
    Highlight Danke für den Überblick. Gerade in der Masse untergehende Themen kommen so hoch. Die Diskussion zur Verfassung finde ich gut. Es ist tatsächlich ein Hort für jeden Schmu geworden. Sein es Bauvorschriften, Ausländerzahlen oder jetzt geplante Kleidervotschriften. Sind das Grundwerte einer Gesellschaft oder ein Text, den eh keiner liest? Da es kein Verfassungsgericht gibt, glaube ich langsam letzteres.
    24 13 Melden
  • rare_pepe 04.10.2015 08:45
    Highlight Also eines zuerst. Die Burka und das Kopftuch werden mit keinem Wort im Qur'an erwähnt. Diese Verschleierungen sind kulturell entstanden und haben direkt nichts mit dem Islam zu tun. Ich sehe es als sehr anstössig Menschen ihre Kultue zu verbieten.
    28 20 Melden
    • rare_pepe 04.10.2015 08:57
      Highlight Eine Ergänzung.
      Religion wird mit der Zeit aussterben. Wir sollten diesen Vorgang nicht erzwingen. Die Menschen werden liberaler und intelligenter je mehr Kontakt solche zu Zivilisation und Technologie haben. Wir sollten die Schweiz von solchen konservativen Fesseln lösen und sie zum Bollwerk des fortschrittlichen Menschen machen.

      Nichtsdestotrotz sehe ich die gesamte menschliche Kultur als das Wertvollste Erbe der Menschheit.
      15 21 Melden
    • SanchoPanza 04.10.2015 10:43
      Highlight stimmt nicht, keine Ahnung wer damit angefangen hat. Im Koran steht sehr wohl dass das Haupthaar verhüllt werden soll.
      Allerdings gehts jeweils um das Haar und nicht um einen Ganzkörperschleier.
      10 4 Melden
    • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 04.10.2015 12:33
      Highlight Jaja, was nicht alles im Koran stehen soll und was nicht.m :-P schlussendlich hat der Islam das gleiche Problem wie das Christentum im Mittelalter und hinkt einfach 600 Jahre hinterher.
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