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ARCHIVBILD ZUR VERHAFTUNG DES ISLAMPROFESSORS TARIQ RAMADAN IN PARIS, AM MITTWOCH, 31. JANUAR 2018. TARIQ WIRD DER VERGEWALTIGUNG BESCHULDIGT - Swiss philosopher and Islamic theoretician Tariq Ramadan, poses for photographer, in Geneva, Switzerland, on Wednesday, July 27, 2005. (KEYSTONE/Martial Trezzini)

Tariq Ramadan Bild: KEYSTONE

Anzeige gegen Tariq Ramadan wegen Vergewaltigung in Genf

Bei der Genfer Staatsanwaltschaft ist eine Strafanzeige wegen Vergewaltigung gegen den Islamforscher Tariq Ramadan eingereicht worden. Die Straftat liegt zehn Jahre zurück. Ramadan ist in Frankreich inhaftiert.



Zur Straftat sei es 2008 gekommen, und die Vorwürfe seien nicht verjährt, sagte Romain Jordan, Anwalt der Klägerin, am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Er bestätigt damit einen Bericht der Zeitung «Tribune de Genève».

Seine Mandantin beschuldige Ramadan der Freiheitsberaubung, der sexuellen Nötigung sowie der Vergewaltigung mit dem erschwerenden Umstand, wonach der Täter grausam gehandelt haben soll. Zur Straftat soll es in einem Genfer Hotel gekommen sein.

Der Genfer Anwalt von Tariq Ramadan sagte am Freitagabend gegenüber dem Westschweizer Fernsehen RTS, dass er keine Kenntnis habe von der Strafanzeige.

Auch in Frankreich haben drei Frauen den Islamforscher der Vergewaltigung beschuldigt. Seit der Festnahme durch die französischen Strafverfolgungsbehörden Anfang Februar sitzt Ramadan in Haft, wobei sich sein Gesundheitszustand massiv verschlechtert haben soll, wie seine Familie diese Woche mitteilte.

Ramadan bestreitet bisher sämtliche Vorwürfe. Seit den Strafverfahren ist er von der Universität Oxford beurlaubt worden. Vor der Klage wegen Vergewaltigung haben mehrere ehemalige Schülerinnen in den Genfer Medien angegeben, von Tariq Ramadan sexuell bedrängt worden zu sein.

Externe Untersuchung zu Schülerinnen

Die Genfer Regierung gab Ende März eine externe Untersuchung in Auftrag, um diese Vorwürfe zu prüfen. Ramadan ist in der Schweiz geboren, seine Vorfahren stammen aus Ägypten. Sein Grossvater war Hassan al-Banna, der Gründer der konservativen Muslimbruderschaft.

Kritiker werfen Ramadan vor, für eine besonders konservative und politische Auslegung des Islam einzutreten. Er selbst weist aber jede Nähe zu extremistischen Strömungen im Islam zurück. Die USA hatten ihm zwischen 2004 und 2010 aus politischen Gründen ein Einreiseverbot erteilt. (sda)

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11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Mutzli 13.04.2018 20:11
    Highlight Highlight Gut zu hören und hoffe das damit Licht in die Geschichte kommt. Hoffe auch sehr, dass die Anklägerinnen wirklich ernst genommen werden und vielleicht für einmal in so einem Prozess nicht durch den Schmutz gezogen werden.
    • Saraina 13.04.2018 21:18
      Highlight Highlight Licht in welche Geschichte? Wie kann man jemanden ernst nehmen, der erst mal 10 Jahre wartet um Anzeige zu machen, bei einem Verbrechen, das eigentlich nur durch sofortiges Sichern von Beweisen wirklich nachzuweisen ist?
      Wie willst du eine mutmassliche Vergewaltigung beweisen, die 10 Jahre zurückliegt?
    • hävi der 3. 13.04.2018 22:37
      Highlight Highlight Sein Bruder findet überigens die körperliche Züchtigung von Frauen in Ordnung.
      Er arbeitete in Genf als Lehrer!

      Solche Leute sind es doch, die unsere freie Gesellschaft für Ihre üblen Machenschaften missbrauchen.

      Ich hoffe, dass der Kerl gar nicht erst in die Schweiz zurückkehrt.
    • Saraina 14.04.2018 07:10
      Highlight Highlight Es stimmt nicht, dass Hani Ramadan als Lehrer arbeitet. Er wurde 2003 entlassen. Zwar hat er die Kündigung angefochten und es mussten ihm Löhne nachbezahlt werden, aber die Lehrerlaubnis hat er verloren.
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