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ARCHIV - Victor, Philipp und Luisa spielen am 17. Jan. 2006 in der Kinderkrippe

Der Besuch einer Kinderkrippe sei erst ab einem Alter von zwei bis drei Jahren ideal. Bild: AP

Psychologe findet Krippe für unter 2-Jährige nicht geeignet: Das sagen Politikerinnen dazu

25.10.17, 19:14 26.10.17, 06:31


Bei jedem zweiten Kind ist die Bindung zu seiner Bezugsperson gestört, sagt der Zürcher Psychologe Guy Bodenmann. In einem ganzseitigen Interview im «Tages-Anzeiger» erklärte er diese Woche, wie er auf diesen Schluss kommt. Dabei kam Bodenmann auch auf die Fremdbetreuung zu sprechen: «Vielleicht ist das nicht opportun, doch Studien legen nahe: Ideal für den Start des Krippenbesuchs wäre das Alter von zwei bis drei Jahren, da das Kind dann bereits eine sichere Bindung zu seinen primären Bezugspersonen aufbauen konnte.»

Er ist nicht der erste Psychologe, der sich kritisch zu einer frühen Betreuung in der Kinderkrippe äussert. «Für rund 20 bis 22 Prozent der Einjährigen, die in eine Krippen kommen, ist es eigentlich zu früh», sagte vor einem Jahr der dänische Familientheapeut Jesper Juul zum Portal «Swissmoms». «Meiner Meinung nach wäre es besser für so kleine Kinder, zu Hause bleiben zu können oder von einer Tagesmutter betreut zu werden.»

«Die Erkenntnisse der Psychologen sollten ein Wachruf sein – ein weiteres Indiz, dass die Vereinbarkeit zwischen Beruf und Familie heute sehr schwierig ist.»

Rosmarie Quadranti, BDP-Nationalrätin

Die Realität ist eine andere: Gemäss Zahlen des Bundesamtes für Statistik wurden 2014 40 Prozent der 0 bis 3-Jährigen Kinder institutionell betreut. Mehr als fünf Prozent aller Kinder besuchen dabei 30 und mehr Stunden in der Woche eine Krippe oder eine Tagesfamilie. Tendenz steigend.

BDP-Nationalrätin Rosmarie Quadranti ist Präsidentin des Verbands Kinderbetreuung Schweiz. Ginge es nach ihr, hätten Eltern nach der Geburt ihrer Kinder länger Zeit, bis sie wieder voll in den Arbeitsalltag einsteigen müssen. «Die Erkenntnisse der Psychologen sollten ein Wachruf sein – ein weiteres Indiz, dass die Vereinbarkeit zwischen Beruf und Familie heute sehr schwierig ist.»

Mit ihrer parlamentarischen Initiative Elternzeit versuchte sie für Eltern nach der Geburt 14 Extrawochen zu schaffen, die Mami und Papi frei unter sich hätten aufteilen können. Doch das Parlament gab dem Vorstoss keine Folge. Wie eigentlich immer bei solchen Vorhaben, bedauert die BDP-Politikerin. «Nicht einmal für einen 20-tägigen Vaterschaftsurlaub konnte sich der Bundesrat durchringen.»

SVP-Nationalrätin und Kleinkinderzieherin Nadja Pieren hingegen meint, man dürfe den Steuerzahler nicht zu stark belasten. So dass Familien genug Geld übrig hätten, um noch selber entscheiden zu können, wer wie viel arbeitet. Und: An wie vielen Tagen das Kind die Kindertagesstätte besucht.

Pieren führt in Bremgarten (Bern) selber eine Kindertagesstätte. Hier können Kinder ab dem Alter von vier Monaten tagsüber die Kita besuchen. Wobei Pieren Eltern empfiehlt, zwei Monate länger zu warten.

Jüngere Kinder hätten andere Bedürfnisse als die grösseren, meint auch Pieren. «Wir achten darauf, dass möglichst immer dieselbe Person den Säugling  betreut, ihn wickelt und ihm den Schoppen gibt. Damit hat er die Möglichkeit eine Beziehung zu seiner Bezugsperson aufzubauen.» 

«Solche Aussagen von Fachpersonen drängen alle Eltern, die ihre Kinder schon früh in die Krippe geben, in eine Ecke und geben ihnen das Gefühl, etwas falsch zu machen.»

Mattea Meyer, SP-Nationalrätin

Eines findet Pieren dann aber doch schwierig: Eltern, die ihre Kinder fünf Tage die Woche, von 7 Uhr bis 19 Uhr in die Krippe abgeben und somit ihre Funktion als Haupterzieher auf die Krippe abschieben. «In der kurzen Randzeit des Tages, die sie mit ihrem Kind verbringen, ist es schwierig, die Erziehungsfunktion wahrzunehmen. Dadurch werden sie für ihr Kind eher eine grosszügige Grosi- anstatt der Mutterrolle übernehmen.»

«Solche Aussagen von Fachpersonen geben Eltern, die ihre Kinder schon früh in die Krippe geben, das Gefühl, etwas falsch zu machen», sagt SP-Nationalrätin Mattea Meyer zum Interview von Bodenmann. Derartige Pauschalurteile seien unnötig und können betroffene Eltern verunsichern, fährt Meyer fort, die im März selber Mutter wurde.

Die Tochter der SP-Politikerin besucht mittlerweile die Krippe. «Ich bin extrem froh über dieses Angebot», sagt Meyer. «Kinderkrippen ermöglichen nicht nur die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Sie leisten mit ihrer Frühförderung  auch wertvolle Arbeit für die Chancengleichheit der Kinder. Ich habe den grössten Respekt vor der anstrengenden Arbeit, die das Personal leistet. Dafür werden sie eigentlich viel zu schlecht bezahlt.»

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139Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • timeless 26.10.2017 23:23
    Highlight Worüber wir reden sollten ist, dass knapp die Hälfte der Schweizer Kinder keine gesunde Bindung zu Bezugspersonen aufbauen können. Das ist alarmierend! Und das betrifft ganz offensichtlich nicht nur fremdbetreute Kinder sondern Neugeborene und Kleinkinder generell. Hier wäre Aufklärung und Sensibilisierung gefragt, zum Beispiel bei den Geburtsvorbereitungskursen oder durch die Hebammen in den ersten Wochen nach der Geburt. „Da passiert’s“ - und der Hälfte aller Eltern ist noch viel zu wenig bewusst, wie wichtig diese ganz frühe Lebensphase ist. Krippenbashing ist hingegen völlig verfehlt!
    1 2 Melden
  • Lily30 26.10.2017 15:54
    Highlight Es gab mal eine gute Grafik in DER ZEIT: "Wofür sich Frauen rechtfertigen müssen: 1) Nur Kinder 2) Nur Karriere 3) Kinder und Karriere 4) Keine Kinder und keine Karrie
    44 1 Melden
  • EU-1984-Sektenstaat 26.10.2017 11:32
    Highlight 2 Probleme sind so gelöst: Überbevölkerung und hilfe für die Armen ---> ; Für was Kinder, wir haben Afrika die haben jedes Jahr einen Bevölkerungswachstum von 30 Millionen und der gross teil von ihnen wollen nach Deutschland und in die Schweiz. Fazit ---> es braucht kein Krippen mehr die EU bekommt die Sklaven von anderswo, Amerika hat es im 18 Jahrhundert vorgemacht.
    6 33 Melden
  • mikel 26.10.2017 10:31
    Highlight Ganz klar, Frauen sollen ihre Karrieremöglichkeiten bekommen, gerade wenn man auch sieht, wie viel mehr Frauen heute an die Hochschulen gehen. Durch das extreme Aufkommen der Fremdbetreuung in sehr kurzer Zeit ist aber ein Vakum entstanden. Für mich auch deshalb, weil die Männer nicht in die Bresche springen (wollen/können...). Gerade deshalb wäre so was wie der Vaterschaftsurlaub eine Möglichkeit, die Männer mehr in die Erziehung einzubinden.
    31 3 Melden
  • Firefly 26.10.2017 09:45
    Highlight Leider begegne ich in meinem Job vielen Müttern die überfordert sind mit der Alleinerziehung ihrer Kinder und der Abwesenheit eines Vaters der 100% arbeitet.
    Ob dies besser ist für die Kleinen!?
    20 5 Melden
  • Menel 26.10.2017 09:43
    Highlight Diese Diskussion ist so ermüdend. Könnte sich das Parlament mal entscheiden was es will? Es funktioniert einfach nicht, dass man sagt, dass Kinder nicht zu früh in die Krippe kommen:

    "Wobei Pieren Eltern empfiehlt, zwei Monate länger zu warten."

    ...aber dann keine Möglichkeiten zur Verfügung stellt, dass Eltern das so umsetzen können. Nicht jede Firma stellt einen einfach so zwei Monate frei.
    33 3 Melden
  • tinmar 26.10.2017 08:50
    Highlight Unsere Tochter kam mit 14 Monaten in die Kita und es hat ihr sehr gut getan! ... uns Eltern auch ;-)
    Dieser übertriebene Mutter-Mythos ist lächerlich.
    Wichtig ist einfach, dass es zuhause stimmt und nicht an Zuneigung und Wärme fehlt... dann klappt das auch mit der Kita.
    29 33 Melden
  • Wilhelm Dingo 26.10.2017 05:59
    Highlight Die Studie mag zutreffen oder nicht. Die Eltern sollten genauer und ehrlicher hinschauen ob ihre Kinder gerne in die Krippe gehen oder nicht.
    44 1 Melden
    • Menel 26.10.2017 08:54
      Highlight Und was ist, wenn die Familie sich das gar nicht leisten kann?
      13 4 Melden
    • EU-1984-Sektenstaat 26.10.2017 11:20
      Highlight Menel ja klar aber für die Einwanderer , Wirtschaftsflüchtlinge und Völkerwanderung in die Schweiz hat der Staat Milliarden für die
      Betreuung eigener Kinder oder Steuererlas für Paare aber hat der Staat kein Geld ?!
      8 16 Melden
    • Wilhelm Dingo 26.10.2017 12:13
      Highlight @Menel: dann sollte man andere Ansprüche kappen oder im schlimmsten Fall zur Sozialhilfe gehen.
      8 1 Melden
  • Maya Eldorado 26.10.2017 00:27
    Highlight Ich hab meine zwei Töchter beide gestillt. Das war der schönste Job in meinem ganzen Leben.
    28 21 Melden
    • Toerpe Zwerg 26.10.2017 10:27
      Highlight Und der Zusammenhang?
      22 8 Melden
    • Maya Eldorado 26.10.2017 12:05
      Highlight Das geht ja wohl nicht, wenn ich sie zu früh auswärts betreuen lasse.
      8 10 Melden
    • Toerpe Zwerg 26.10.2017 13:21
      Highlight Sie haben gestillt bis 24mte?
      8 1 Melden
    • reconquista's creed 26.10.2017 14:56
      Highlight Und einmal im Ferienlager, da haben wir...
      15 1 Melden
  • Ciruzz 'O Milionar 26.10.2017 00:14
    Highlight Interessant finde ich folgendes: Die BDP-Nationalrätin sagt in etwa, dass ihr das Wohl des Kindes und der Familie am wichtigsten ist und argumentiert genauso wie die zwei Psychologen.
    Die SVP-Nationalrätin higegen argumemtiert monetär: "..den Steuerzahler nicht zu stark belasten."

    Was ist nun wichtiger oder höher zu priorisieren? Das Wohl des Kindes oder der Steuerzahler?🤔
    58 7 Melden
  • RobinBayne 26.10.2017 00:07
    Highlight Für mich war die Kita die einzige Möglichkeit, beruflich nicht den Faden zu verlieren.
    Und für meine Tochter sind die anderthalb Tage in der Kita die beste Umgebung, um die Zeit mit anderen Kindern zu verbringen. Als Einzelkind ein unglaublich wichtiger Faktor in ihrer Entwicklung. Wir beide provitieren von der Kita, und zwar seit sie 6 Monate alt ist. Und sie freut sich nach wie vor immer so sehr, wenn Kita- Tag ist.

    34 14 Melden
    • JuliSaflor 26.10.2017 08:56
      Highlight Dann geht deine Tochter einfach gerne in die Kita und das ist toll. Im Artikel steht auch das nur etwa 20% der Kinder mit einem Jahr nicht reif genug dafür sind. Mein Sohn war es erst mit 3,5. Ich habe es vorher probiert und es hat nicht funktioniert. Eltern sollten individuell auf ihr Kind eingehen, dann wäre alles perfekt. Ist natürlich nicht immer so einfach wenn man seinen Arbeitsplatz nicht verlieren möchte/darf.
      9 0 Melden
    • RobinBayne 26.10.2017 12:45
      Highlight Stimme dir absolut zu. Es ist ein Glücksfall, wenn alles passt.
      8 0 Melden
  • Redly 25.10.2017 23:46
    Highlight Ist ein „Wachruf“ ein Ruf, der wegen eines Weckrufs aufgewacht ist...?
    😂😂
    38 0 Melden
  • Redly 25.10.2017 23:44
    Highlight SP so: „...geben ein Gefühl etwas falsch zu machen“, deshalb soll man keine kritische und differenzierte Resultate publizieren...

    Hey, etwas entspannen. Es mag für ein einige Kinder tatsächlich nicht optimal sein. Die Welt ist nicht perfekt und entspricht der Ideologie.
    Darum kann’s für uns Eltern ja trotzdem unsere Entscheidung sein, es zu tun.
    29 3 Melden
  • Dummbatz Immerklug 25.10.2017 23:04
    Highlight Hat hier schon jemand die Theorie in den Raum geworfen, dass es vielleicht Eltern gibt, die gar nicht anders können, da Vater Staat eine bessere Betreuung verunmöglicht?

    Unser Sohn geht seit er 6 Monate alt ist in die Krippe und hat also keine Knacks in der Schüssel... ✌🏼️
    24 20 Melden
  • BananaJoe 25.10.2017 22:27
    Highlight Wer ein Kind will, soll auch dafür sorgen,
    dem Kind zu liebe.
    Ein Kind ist weder ein "must have" noch ein "nice to have", ein Kind ist eine Lebensaufgabe.
    Meiner Meinung nach sollte Papa oder Mama auf jedenfall die Hauptarbeit der Erziehung übernehmen.
    173 43 Melden
    • Friction 25.10.2017 22:44
      Highlight @Bananajoe: Ihre Meinung widerspricht der Organisation der Betreuung mittels Krippenplatz in keiner Art und Weise.
      44 38 Melden
    • Firefly 25.10.2017 23:10
      Highlight Ja, das wird für den Papa schwierig, wenn er 100% arbeiten muss und nur am Wochenende Zeit und auch die Energie für die Erziehung hat. Und das ist bei 90% der Familien wohl der Fall.
      22 6 Melden
    • BananaJoe 26.10.2017 08:34
      Highlight @friction, na dann find ich das doch toll😉

      @firefly, ja dann übernimmt eben die Mama den Hauptteil.🙄
      9 8 Melden
    • Firefly 26.10.2017 08:59
      Highlight @BananaJoe andere Studien behaupten die dass viele Jugendliche Auffälligkeiten aus Gründen fehlender Vaterfiguren und männlicher Vorbilder entwickeln, vor allem Buben.
      8 3 Melden
    • Ton 26.10.2017 18:19
      Highlight Das geht aber nicht mit einer Hypothek, dann müssen beide Vollzeit arbeiten (bzw. in meinem Fall 100% und 80%). Man hat also die Wahl zwischen Eigenheim oder Kind, aber beides geht nicht. Ein politische Lösung ist dringend notwendig.
      0 1 Melden
  • Mohina 25.10.2017 22:20
    Highlight Es deckt sich mit unserer erfahrung. Ab 1,5 jahren haben wir unseren sohn 2 tage in die krippe gebracht... das ging mässig gut, als er dann 2 wurde hat es sich extrem gebessert. Ich sage immer, beim nächstem kind möchte ich mind 2 jahre zu hause bleiben, klappt schon irgendwie. Unser traum wäre es ja, 60/60 zu arbeiten, so könnten wir uns abwechseln und 1 tag müssten wir dann jemanden organisieren oder könnten uns vilt mit einem anderen elternpaar zusammen tun und gegenseitig auf die kids aufpassen. Das wäre toll
    80 13 Melden
    • Firefly 25.10.2017 23:07
      Highlight Es deckt sich nicht mit unseren Erfahrungen, wir haben unsere Kinder je ab 6 Monaten zwei Tage in die Kita gebracht und es lief und läuft immer noch alles bestens. War aber auch eine gute Kita
      14 4 Melden
  • Friction 25.10.2017 22:16
    Highlight „Für rund 20 bis 22 Prozent der Einjährigen, die in eine Krippe kommen, ist es eigentlich zu früh“. Das bedeutet, dass es für 78 bis 80 Prozent der Einjährigen nicht zu früh ist. Ich finde es gut, wenn man sich kritisch äussert und auch die Minderheit berücksichtigt. Bitte einfach dann nicht auf die Allgemeinheit schliessen.
    76 24 Melden
    • AnnaX 26.10.2017 09:35
      Highlight Ich verstehe das so,dass die 80 % nicht fremdbetreut werden
      1 11 Melden
    • Friction 26.10.2017 12:21
      Highlight @AnnaX: dann müsste es heissen „für DIE rund 20 bis 22 Prozent...“
      3 0 Melden
  • Kramer 25.10.2017 22:03
    Highlight Wie bei vielen Dingen ist vermutlich das Mass entscheidend. Kleine Kinder 4-5 Tage in der Krippe finde ich etwas viel, aber unseren Kindern hat der eine Tag nicht geschadet. 1-2 Tage weggeben sind okay; ich hab extra weggeben und nicht Krippe geschrieben, Denn bei Tagesmüttern und Grosseltern dürfte es ähnliche Probleme geben.
    44 11 Melden
    • Saraina 25.10.2017 23:30
      Highlight Tagesmütter und Grosseltern sind für das Kleinkind primär auch Fremde, aber wenigstens ist die Fluktuation nicht so gross wie in einigen Krippen..
      12 4 Melden
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 25.10.2017 21:28
    Highlight "Geben das Gefühl etwas falsch zu machen"?!
    Nun zum Glück geht es bei wissenschaftlichen Studien nicht darum, die Gefühle von irgendwelchen Personen zu beachten, sonderen evidenzbasierte Erkenntis zu gewinnen. Ich unterstütze ein gutes Angebot an Tagesstrukturen aber bei solchen "Mitkämpferinen" muss ich mir schon an den Kopf fassen.
    Menschen, die sich aus "Gründen" einen Spritfresser kaufen, geben die regelmässig erscheinden Studien über die Folgen des Klimawandels hoffentlich das Gefühl, etwas falsch zu machen.
    84 12 Melden
  • Fiona Odermatt 25.10.2017 21:05
    Highlight mein bruder ich und einige sandkastenfreunde von uns waren alle schon vor dem 2. lebensjahr in der krippe uns geht es super.
    natürlich schliesse ich nicht von uns auf alle anderen aber die steigende anzahl therapien auf mal ohne basis auf krippen zurück zu führen (manche kommentare)finde ich nicht richtig. wir hatten spass und als wir in den kindergarten kamen waren unsere sozialkompetenzen überdurchschnittlich.
    49 48 Melden
    • Tschedai 25.10.2017 21:40
      Highlight Euch geht's super, aber die Grammatik... aiaiai.
      73 20 Melden
    • Firefly 25.10.2017 21:42
      Highlight Deine Existenz scheint einigen nicht ins Weltbild zu passen, den Blitzen nach zu schließen.
      28 25 Melden
  • Hashtag 25.10.2017 20:52
    Highlight Die Aussage von Mayer ist etwas beunruhigend. Ein Experte soll also seine auf wissenschaftlichen Studien beruhende Meinung nicht mehr sagen, wenn diese Meinung bei einigen Personen ein schlechtes Gefühl auslösen kann.

    Kinder und die Erziehung von diesen braucht in der Schweiz einfach einen höheren Stellenwert, hier Geld zu investieren lohnt sich. Kinder mit einer gesunden Psyche und einem gesunden Bindungsverhalten werden später die Gesellschaft dafür weniger belasten.
    115 5 Melden
  • Slevin7 25.10.2017 20:48
    Highlight Werte Frau Meyer, ich fühle mich als Vater keineswegs in die Ecke der Eltern gedrängt, die etwas falsch machen. Eher ist es die Politik, welche mich in diese Ecke verfrachtet. Vielleicht sollten Sie das ganze auch einmal aus einer anderen Perspektive betrachten und die Wissenschaft als Aufklärung für zukünftige Politik in Erwägung ziehen.
    An dieser Stelle kann ich meinem Arbeitgeber nur danken, dass er Vätern 6 Wochen Vaterschaftsurlaub gewährt und das ohne jegliche Enschränkung und mit voller Flexibilität. Merci!
    95 2 Melden
  • Pisti 25.10.2017 20:42
    Highlight Alleinerziehende Mütter haben wohl keine andere Wahl als ihr Kind schon früh in eine Krippe zu bringen.
    Frau Meyer hätte aber definitiv die Wahl. Manchmal kommt es mir so vor, dass bei solchen Frauen ein Kind einfach "nice to have" ist. Die Erziehung sollen aber andere übernehmen. Gilt übrigens auch für die Väter. Wenn es finanziell möglich ist, sollte man schon so viel Zeit wie möglich für das eigene Kind aufwenden. Die Karriere scheint aber doch bei vielen, höher priorisiert zu werden.
    75 19 Melden
  • Granini 25.10.2017 20:25
    Highlight Meine Frau war lange Zeit Tagesmutter. Wir hatten ein Kind fast täglich jeden Tag bei uns (ab 6 Monate alt). Das Kind schlug mit der Zeit die Tür vor Mutters Nase zu und freute sich nach dem Wochenende ein Bein wen sie wieder zu uns kommen konnte. Diese Kind konnte keine Beziehung zur Mutter aufbauen. Das ist tragisch und hat auf jeden Fall Einfluss auf die Entwicklung der Kinder.
    Ich empfehle herzlichst, die eigenen Kinder in den ersten Jahren selbst zu betreuen! Finanzielle Engpässe sind es Wert
    72 13 Melden
    • Firefly 25.10.2017 21:39
      Highlight Ich kenne ein Kind, dass geht nicht in die krippe und konnte doch keine Beziehung zur Mutter aufbauen, und ich kenne ein Kind, das kann keine anderen Beziehungen aufbauen als die zur Mutter, weil es wenig Gelegenheit hatte und es nicht gelernt hat... vielleicht wäre ein Mittelweg nicht schlecht gewesen.
      37 33 Melden
  • Ökonometriker 25.10.2017 20:16
    Highlight Die wissenschaftliche Diskussion sollte von der Politischen getrennt sein. Sonst können wir gleich wieder einen Gottesstaat ausrufen.
    84 21 Melden
    • Rumpelstilzchen 25.10.2017 21:13
      Highlight Weil Wissenschaft soviel mit Religion und Glauben zu tun hat???
      15 32 Melden
    • Rumpelstilzchen 25.10.2017 23:24
      Highlight Diese Blitze verstehe ich nun eindeutig nicht. Aber sicherlich kann mir jemand erklären, was es mit Gottesstaat auf sich hat, wenn die Politik auf Experten bzw evidenzbasierte Wissenschaft hört.
      6 1 Melden
  • babajaga 25.10.2017 20:12
    Highlight Heutzutage muss eine Frau bald möglichst nach der Geburt wider arbeiten gehen. Das normale Einkommen des Männes reicht schlicht nicht mehr um die Familie zu finanzieren. Hinzu kommen die Erwartungen der Arbeitgeber. 90 Tage Mutterschutz sind verdammt kurz, Frau sollte bis zur Niederkunft im Büro, Laden oder auf der Baustelle stehen, kurz einrücken zum gebären und direkt vom Kreissaal wider zurück an den Arbeitsplatz, sonst ist die Stelle weg. Wer zu lange feht, hat sowieso schon alles gelernte vergessen und ist somit veraltet und nicht mer Arbeitstauglich. Danke liebe Politiker....
    104 24 Melden
    • Mss.Fork 25.10.2017 20:49
      Highlight *zum stammtisch dazusetz*

      "1 bier für mich gerne!"
      26 23 Melden
  • Tschakkaaa! 25.10.2017 20:11
    Highlight Dann soll der Mutterschaftsurlaub neu also auch 2 Jahre dauern?
    49 30 Melden
    • Tilman Fliegel 25.10.2017 21:20
      Highlight Das wäre die logische und richtige Konsequenz, ja.
      57 15 Melden
    • Tgiralla 25.10.2017 22:13
      Highlight Ein Jahr wäre auch schon nicht schlecht.
      Der Körper benötigt nach der Geburt 9 Monate, bis er wieder ähnlich ist wie der Körpee vor der Schwangerschaft (gleich wird er nie wieder sein) und bis die Frau (und der Vater) an das Kind gewöhnt hat und umgekehrt, geht es au in etwa so lange.
      36 5 Melden
  • meliert 25.10.2017 20:10
    Highlight irgendwo muss der Grund ja liegen, wieso so viele Kinder heutzutage „auffällig“ sind und externe Betreuung resp. alle Arten von Therapien brauchen...
    83 26 Melden
    • meliert 25.10.2017 20:41
      Highlight Beobachter Nr.21
      19 1 Melden
    • Firefly 25.10.2017 21:06
      Highlight Ja, der Grund könnte auch die Akademisierung der Erziehung, und Überfürsorglichkeit sein.
      41 2 Melden
    • Toerpe Zwerg 25.10.2017 21:07
      Highlight Bauchgefühl, gell.
      22 11 Melden
    • tipsi 26.10.2017 00:33
      Highlight Es sind nicht wirklich mehr Kinder auffällig als früher. Man schaut halt genauer hin und es wird häufiger etwas unternommen. Je mehr hilfsbedürftigen Kindern Therapien ermöglicht werden, desto besser. Sonst bleibt nur abwarten bis sie im Erwachsenenalter selbst eine Therapie beginnen können und dann sind schädliche Verhaltensmuster schon eingefahren.
      8 2 Melden
    • EU-1984-Sektenstaat 26.10.2017 20:25
      Highlight Das Problem ist doch das wir ein Psychiatrie System mit Ihren Vertretern von Psychiatern und Psychologen haben die normale seelische Reaktionen als Krankheit uminterpretieren und ein Rechtssystem das wiederum von Richtern und Staatsanwälte vertreten sind die normale seelische Reaktionen als kriminell uminterpretieren, das Resultat sind neurotische roboterhafte Menschen die eine leichte Form von Schizophrenie zeigen: siehe auch Erich Fromm der angepasste Mensch
      1 1 Melden
  • Madison Pierce 25.10.2017 20:08
    Highlight Die Aussage von Mattea Meyer zeigt sehr gut, weshalb man in solchen Fragen auf Fachleute und nicht auf Politiker hören sollte. Kommt mir etwas vor wie die Republikaner: "aber Kohlekraftwerke sind trotzdem gut, die Klimaforscher wollen uns nur ein schlechtes Gewissen machen".

    So ganz laienhaft kann ich mir vorstellen, dass es einigen Kleinkindern Probleme bereitet, wenn sie tagelang von ihrer Mutter getrennt werden, ohne zu wissen, ob sie wieder kommt und weshalb die Situation so ist. Bei älteren Kindern, besonders Einzelkindern, kann die Krippe aber sicher zur Sozialisierung beitragen.
    98 4 Melden
    • Saraina 25.10.2017 21:06
      Highlight Wissenschaftliche Untersuchungen messen die Stressbelastung bei Fremdbetreuung Säuglingen und Kleinkindern, indem das Cortisol im Blut des Kindes ermittelt wird. Je stress, desto Cortisol- Ausschüttung, grob gesagt. So liess sich bestimmen, dass fremdbetreute Kleinkinder tatsächlich gestresst sind, und das vor allem bei mehreren Tagen und langen Stunden in der Krippe. Es ist sicher, dass die heutige Situation Folgekostenvertrags verursachen wird. Steter Stress und Bindungsstörungen machen den späteren Erwachsene nicht leistungsfähiger und resilienter.
      46 6 Melden
    • Firefly 25.10.2017 22:58
      Highlight Sarina, ein bisschen Stress gehört zum Leben, man lernt damit umzugehen, das war im Urwald nicht anders.
      6 31 Melden
    • Saraina 25.10.2017 23:25
      Highlight Bindungsstörungen bei Kleinkindern sind nicht "ein bisschen Stress" sondern haben gravierende Wirkung auf den Aufbau der Persönlichkeit und Resilienz des Menschen. Bindung an die Mutter oder primäre Bezugsperson ist fundamental. Ob ein Mensch er lernt, mit Stress angemessen umzugehen, hängt zur Gänze von diesem Fundament ab.
      Kinderpsychiater weisen übrigens seit Jahren darauf hin, dass die Zahl ernsthaft gestörter Kinder zunimmt.
      14 1 Melden
    • Firefly 26.10.2017 08:14
      Highlight Sarina, ja klar, müssen sie ja, sonst hätten sie keine Arbeit mehr.
      2 4 Melden
    • Hashtag 26.10.2017 08:58
      Highlight Firefly beschäftige dich mit den Argumenten oder übersteigt das deinen Horizont...
      3 1 Melden
    • Firefly 26.10.2017 09:48
      Highlight @Saraina ich rede nicht von Bindungsstörungen sondern von ein bisschen Stress... Eine Bindungsstörung kann viele Ursachen haben, sie pauschal auf die Krippe oder Vremdbeteuung zu schieben ist nicht differenziert.
      3 3 Melden
    • Saraina 26.10.2017 13:48
      Highlight Firefly, eine Bindungsstörung ist das Resultat von Trennung von der primären Bezugsperson in den ersten Lebensjahren. Per Definition. Deswegen intervenieren die Kinderpsychologen und -psychiater, schon seit Jahren übrigens. Natürlich kann es auch sein, dass die primäre Bezugsperson stirbt, schwer erkrankt oder das Kind entführt wird, aber diese Fälle sind doch deutlich seltener.
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    • Saraina 26.10.2017 13:52
      Highlight Die Trennung über längere Zeit ist für ein Kleinkind keineswegs "ein bisschen Stress", da ein Kind diesen Alters keine Mechanismen hat, die es den Verlust der Mutter relativieren lassen. Weg ist weg. Mit 12 Monaten hat man kein Verständnis für "kommt in sieben Stunden wieder".
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    • Saraina 26.10.2017 14:00
      Highlight https://www.fachportal-bildung-und-seelische-gesundheit.de/hanns-seidel-stiftung-bildung-braucht-bindung-boehm.pdf
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  • raphe qwe 25.10.2017 19:52
    Highlight Die Aussage von Meyer kann ich wirklich nicht nachvollziehen. „Es verunsichert Eltern (...)“, ist das relevant? Wenn es einen wissenschaftlichen Konsens darüber gibt, dass Krippen sich negativ auf die ganz Kleinen auswirken ist es doch egal ob das den Eltern gefällt?! Es mag nicht in das politische Programm passen, aber eine solche Erkentniss kann und darf nicht mit solchen Argumenten entgegnet werden.
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    • Scott 25.10.2017 20:38
      Highlight Was nicht sein darf, kann nicht sein...
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  • Butzdi 25.10.2017 19:43
    Highlight Wir haben uns vor der Geburt unseres ersten Kindes sehr intensiv mit der Frage beschäftigt. Unsere Entscheidung war, dass sich meine Frau auf das Muttersein konzentrieren würde. Wir haben auf relativ viel Geld verzichtet, mussten den Gürtel enger schnallen und haben es noch nie bereut. In seinen inzwischen 2 Jahren wurde er - ausser 3 Tage von den Grossmüttern - noch nie fremdbetreut. Jetzt kommt er langsam ins Alter wo er effektiv mit anderen Kindern spielen kann und da werden wir ihn in ein paar Monaten auch an 2 Halbtagen in der Woche in die KiTa schicken. Alles andere ist wirklich früh.
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    • meliert 25.10.2017 20:07
      Highlight haben Sie und Ihre Frau sehr gut gemacht!
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    • öpfeli 25.10.2017 20:19
      Highlight Ich habe ca 10 Jahre in Kitas gearbeitet und war immer für Kitas.
      Diese Ansicht hat sich geändert. Man hat als Eltern nicht wirklich einen guten Einblick in die Kita, es gibt einige Kitas mit viel Personalwechsel,...

      Ich finde eure Entscheidung toll!
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    • Scott 25.10.2017 20:39
      Highlight Gut gemacht!
      19 7 Melden
    • Firefly 25.10.2017 21:03
      Highlight Stand auch die Option im Raum, dass sie zuhaude bleiben und die Mutter arbeiten geht? Und wenn nein, wieso nicht?
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    • Usagi 25.10.2017 22:39
      Highlight Den Plan hatten wir anfangs auch gemacht. Aber wie das Leben so spielt, kann nicht immer alles nach Plan laufen. Ich bewundere Eltern, die so lange mit den Kindern zu Hause bleiben können, allerdings bezweifle ich, dass dies in jedem Fall die beste Lösung sein muss. Es gibt z.B. die Behauptung, dass sich Kinder bis 1.5 Jahren viel einfacher an neue Situationen (Kita-Start) anpassen können als ältere. Daher habe ich etwas Mühe mit Ihrer Aussage, alles andere als das was Sie machen, sei sehr früh. Die eigene Vorstellung muss nicht zwingend für alle anderen auch richtig sein.
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    • Butzdi 25.10.2017 23:57
      Highlight @ Firefly: ja, das wurde auch angeschaut. Für mich wäre es ok gewesen, zuhause zu bleiben. Schlussendlich gab mein höherer Lohn den Ausschlag, da man mit einem Einkommen fast keine andere Wahl hat. Ich kann aber seither 40% home office machen und habe dadurch auch viel mehr von ihm. Win/win.
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    • öpfeli 26.10.2017 06:57
      Highlight @Usagi

      Deine Aussage hat was. Die Eingewöhnung war am eifachsten bei Kinder von 3Mt bis höchstens 1,5 Jahren. Manchmal war 1,5 schon sehr schwierig. Das Kind ist anpassungsfähiger weil es gar noch nicht so weit denken kann wie ein älteres. Das heisst in meinen Augen nicht, dass es für das Kind auch besser ist.
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    • Firefly 26.10.2017 08:19
      Highlight Butzdi, danke, die Antwort habe ich erwartet. Toll, dass ihr Arbeitgeber ihnen entgegen kommt.
      3 1 Melden
  • Atze 25.10.2017 19:42
    Highlight «Solche Aussagen von Fachpersonen geben Eltern, die ihre Kinder schon früh in die Krippe geben, das Gefühl, etwas falsch zu machen.» und solche Aussagen ersticken jegliche Diskussion im Keim.
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    • Thadic 25.10.2017 20:34
      Highlight Ja das kann man nachvollziehen. Aber stellen sie sich vor die Fachperson habe doch recht. Soll er denn schweigen? Abgesehen davon gibt es ja auch Situationen in denen Eltern nicht anders können und das ist ein Versagen der ganzen Gesellschaft und nicht von Einzelnen.
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    • Firefly 25.10.2017 22:54
      Highlight @silent, woher nehmen sie die Erkenntnis, dass die Natur vorgesehen hat, dass nur Vater und Mutter ein Kind erziehen. Dies scheint mir eher ein kulturelles Idealbild zu sein als von der Natur vorbestimmt.
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    • Thadic 26.10.2017 06:55
      Highlight @SilentSpeaker: ich gebe dir Recht, dass Kinder zuerst einmal Sache der Eltern sind und dass „Staatskinder“ ein Schreckgespenst wären. Andererseits wird es den Eltern extrem schwer gemacht. Wenn der Staat nur noch die Hälfte für Rüstung ausgäbe, dann könnte man grosszügige Mutterschafts- und Vaterschafts-Urlaube ermöglichen. Es ist doch eine Schande, dass die Schweiz den Müttern nur 3 Monate bezahlt, jedoch die WHO empfiehlt mindestens 6 Monate zu stillen und das in eins der reichsten Ländern der Welt.
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    • Firefly 26.10.2017 08:32
      Highlight Was sollte eine Gesellschaft für einen anderen Nutzen haben als den einzelnen Individuen, und vor allem den schwächeren, bessere Bedingungen zu bieten als das Einzelgängertum? Dreist finde ich eher, dass von einigen Individuen die Gesellschaft missbracht wird, sich selber über die Masen zu bereichern. In der Natur lässt sich übrigens jegliche Art der Betreuung und Aufzucht finden.
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  • Bav 25.10.2017 19:40
    Highlight Nur weil Mattea Meyer ein schlechtes Gewissen hat, heisst nicht dass man sich nicht dazu äussern soll. Die Wissenschaft ist nun mal nicht da um allen Leuten ihr gewünschtes Weltbild zu bestätigen, sondern um die Realität abzubilden. Das heisst ja trotzdem nicht dass man sein Kind nicht in die Krippe geben darf, das ist die Entscheidung jedes Einzelnen.
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    • KiroLakestrike 25.10.2017 20:09
      Highlight Ja aber wie oft verzichtet man auf fundierte Wissenschaft von Menschen die ihr Leben nichts anderes machen als dieses eine Gebiet zu erforschen, damit sich einige Individuen nicht auf den Schlips getreten fühlen. Gutachten sind da, aber wennman nun sagt dass sich Frauen oder Männer entweder auf das Kind oder die Karriere konzentrieren sollen, sind alle erbost, weil jeder Selbstbestimmung haben will, ganz egal wie gravierend die Folgen dafür sind.
      Wenn jemand in der KiTa mein Kind erzieht, lernt es denn auch die Werte, die für moch wichtig sind? Liebe, Fürsorge, oder nur im Weg ist?
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    • Firefly 25.10.2017 21:01
      Highlight @Kiro ein Kind ist nicht dazu da ihre Werte zu übernehmen sondern eine eigene Persönlichkeit auszubilden, dabei steht die Aussenwelt nicht im Weg. Wichtig ist Geborgenhei, die kann aber mit oder ohne Kita fehlen oder vorhanden sein.
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    • Firefly 25.10.2017 21:49
      Highlight Silent, mit Persönlichkeit meine ich nicht in dem Sinne den sie beschreiben, sie beschreiben einen Charakterzug, Egozentrik
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  • Firefly 25.10.2017 19:33
    Highlight Wie wärs mit einem Vaterschaftsurlaub oder Elternzeit?
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    • Enzasa 25.10.2017 20:00
      Highlight Gute Frage.
      Wie wäre es mit guten Konzepten, dass niemand gezwungen ist bestimmte Wege zu gehen.

      Butzdi schön für Sie, dass Sie die Freiheit der Wahl hatten.
      Sie verzichten auf Geld, können aber trotzdem ihr Leben leben.

      Manche verdienen so wenig, dass sie keine Wahlmöglichkeit haben
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    • Roman h 25.10.2017 20:23
      Highlight Bin dafür aber nach diesem Bericht würde der Urlaub ganze 2 Jahre gehen.
      Die wenigsten Unternehmen können sich das leisten und noch weniger wollen das bezahlen.
      Daher lieber mehr Kindergeld und dann halt einen unbezahlten Urlaub.
      Der Staat hätte genug Geld, er müsste nur eine freiwillige berufsarmee machen und weniger Geld ins Ausland stecken
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    • mrmikech 25.10.2017 20:24
      Highlight Und bezahlbare wohnungen, damit man es sich leisten kann mal ein paar jahre weniger zu verdienen um für die kinder zu sorgen.
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    • Scott 25.10.2017 20:53
      Highlight "Manche verdienen so wenig, dass sie keine Wahlmöglichkeit haben"

      Diese immer wiederkehrende Behauptung stimmt schlicht nicht. Wenig Verdienende lassen ihre Kinder innerhalb der Familie oder im Bekanntenkreis betreuen, da das Geld für die Kita einfach nicht reicht.

      Kitas und die dadurch möglichen Steuerabzüge nützen vorallem den Gutverdienenden.
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    • Enzasa 26.10.2017 11:31
      Highlight Blitzer war Versehen

      Gestaffelte Kita Beiträge die sich am Verdienst orientieren sorgen für Gerechtigkeit.
      Es geht nicht um Kita oder private Betreuung. Sie bestätigen ja auch, dass es Familien gibt, wo beide arbeiten müssen.
      Also haben diese Familien, keine Wahlmöglichkeit. Das Geld reicht nicht aus, damit einer aufhört zu arbeiten.


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