Schweiz

In den Schweizer Städten gibt die FDP den Ton an – ausser in den kleinen

14.04.17, 11:12 14.04.17, 16:08

Bern ist in linker Hand. Bild: KEYSTONE

Die FDP gibt in den Regierungen und Parlamenten der Schweizer Städte den Ton an. Sie hält am meisten Sitze - gefolgt von der SP, die vor allem in grösseren Städten punktet. Der Anteil an Frauen wächst seit Jahren kaum.

In den städtischen Legislativen hat die FDP einen Sitzanteil von 23 Prozent, in den Exekutiven einen von 29 Prozent. Dies geht aus den neuesten Zahlen des Bundesamts für Statistik (BFS) hervor.

Ihre starke Position in den Regierungen verdanken die Freisinnigen vor allem ihrer Beliebtheit in der lateinischen Schweiz und in den kleineren Städten mit weniger als 50'000 Einwohnern. In den grösseren Städten mit über 100'000 Einwohnern hingegen sind die Sozialdemokraten überproportional vertreten.

SVP in kleinen Städten stark

Die Zusammensetzung der Parlamente hängt ebenfalls stark von der Grösse der Städte ab. In den grösseren Städten dominiert das links-grüne Lager - es hielt laut BFS 2016 mit einem gewichteten Sitzanteil von 48 Prozent fast die Hälfte aller Sitze.

Anders sieht es in kleineren Städten aus: Hier sind die Parteien ausgeglichener vertreten. In der Deutschschweiz ist die SVP mit 24 Prozent der Sitze federführend, dicht gefolgt von der SP mit 21 Prozent. In der Romandie und dem Tessin liegt wie erwähnt die FDP an der Spitze. Seit 2009 tritt die Partei auf nationaler Ebene unter der Bezeichnung «FDP.Die Liberalen» auf.

Kaum Veränderungen gibt es in der Vertretung der weiblichen Hälfte der Bevölkerung. Seit Jahren halten Frauen in den Städten rund 26 Prozent der Regierungs- und 31 Prozent der Parlamentssitze. In den Legislativen ist ihr Anteil gegenüber dem Vorjahr leicht angewachsen: um 1.4 Prozentpunkte.

Untersucht hat das Bundesamt für Statistik die 162 sogenannten statistischen Städte der Schweiz. (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • p4trick 15.04.2017 09:10
    Highlight Was ist per Definition eine kleine Stadt? Wir haben in der Schweiz 6 Grossstädte über 100k EW und 4 zw. 50-100. Alle anderen sind "klein" zw. 10-50 138 genau?
    12 0 Melden
  • ev0lution 14.04.2017 19:38
    Highlight Das wird sich in mittleren und kleinen Städten auch noch ändern, wenn endlich elektronisch abgestimmt werden kann. Gerade aber in kleinen Gemeinden wo die soziale Kontrolle (Überwachung) noch stark ist, können die Bewohner hoffen von der SVP-Geisel loszukommen und endlich wie in einem modernen, aufgeklärten, toleranten und Weltoffen Land leben zu können, wie das für die Schweiz eigentlich selbstvetständlich sein sollte.
    Leider gibt es aber immer noch Subjekte die das anderen Menschen (😆😍😋) nicht gönnen und zugestehen aber dafür Hetze, Neid und Hohn verbreiten (siehe Blitzer 😡😠😬!!!).
    9 20 Melden
    • ev0lution 15.04.2017 10:02
      Highlight Liebe "Blitzer" selbstverständlich ist es euch überlassen, ob ihr an der zivilisierten Geselschaft 😍😋😄 teilnehmen wollt oder ob ihr weiterhin mit der Keule 😠😡😬 durch diese bunde 💏🌺👭💋 und schöne Welt irren wollt!
      Ihr seit ❤lich willkommen!
      7 13 Melden
    • Moti_03 15.04.2017 11:06
      Highlight Es gibt nicht nur schwarz weiss. Sie unterstellen ständig mit ihren posts, dass svp wähler hinterwäldler, dumm, keine Ahnung haben und rassistisch sind und die Welt nicht verstehen. Denke nicht das 30 % der wählenden rassisten sind. Denke eher sie müssen ihr Weltbild mal erweitern, dann würden vielleicht mal faktische Kommentare von Ihnen kommen. Jeder normal denkender Mensch muss bei sowas einfach blitzen ;-)
      12 2 Melden
    • ev0lution 15.04.2017 14:37
      Highlight 😃😄😆😅 Fakten 😂😃😄😅?
      Fakten interessiert die SVP und andere Rechts-Parteien doch gar nicht!
      5 3 Melden
    • ev0lution 15.04.2017 15:07
      Highlight @Moti-03
      Äh - wieviele wahren es in Deutschland in den 30er Jahren?
      Nur weil viele etwas tun, gehen Sie davon aus, dass diese recht haben!?
      Sie sollten mal das rechte Auge öffnen und genau zuhören was von diesen Parteien kommt und zu was für Konsequenzen das führen würde - Menschenrechte abschaffen - und das aus der Schweiz - widerlich und beschämend!!!
      4 2 Melden
    • ev0lution 15.04.2017 15:27
      Highlight @moti_03
      Stimmt - wie man an den SVP- Plakaten sehen kann, gibt es noch rot!
      Schwarz/rot/weiss in Kombination sind typische Farben der Nationalsoziallisten in Deutschland und diese Farben benutzt heute die SVP und dahinter stehen die SVP-Wähler!
      Aber das wird in ihren Augen wohl eine Lüge sein auch wenn es offensichtlich ist!
      4 2 Melden
    • Moti_03 15.04.2017 19:39
      Highlight Sie merken es nicht einmal und machen gleich weiter.... Was will man da noch dazu sagen!
      2 2 Melden
  • FancyFish 14.04.2017 18:12
    Highlight Natürlich ist die FDP in den Städten stark. Die fortschreitende Gentrifizierung macht's möglich
    12 0 Melden
  • Ökonometriker 14.04.2017 18:11
    Highlight Gibt es eine Erklärung für dieses Stimmverhalten? Wäre noch interessant zu untersuchen.

    So wäre beispielsweise Denkbar, dass in den grossen Städten auf Grund hoher Mieten und entsprechendem Stress die soziale Ungleichheit spürbarer ist. In kleinen Städten lässt sich hingegen auch mit einem bescheidenen Lohn gut leben.
    Kennt jemand eine gute Untersuchung dazu?
    9 1 Melden
  • atomschlaf 14.04.2017 16:31
    Highlight Wenn es angeblich so wichtig ist, dass viele Frauen in Regierungen und Parlamenten sitzen, weshalb werden denn nicht mehr solche gewählt?
    Frauen haben immerhin die Mehrheit in der Bevölkerung und hätten somit die Stimmkraft, für eine angemessene Vertretung zu sorgen.
    22 18 Melden
    • andrew1 15.04.2017 08:58
      Highlight Mir hat mal ein Lustiger linker gesagt mehrheiten könne man nicht diskriminieren als ich auf die misstände des durchschnittsbürgers aufmerksam gemacht habe. Nur leider sind auch über 50% der menschen in der schweiz frauen. Also keine diskriminierung möglich. Bäm mit den eigenen waffen geschlagen :D. Zudem interessiert immer nur die frauenquote im management oder politik aber beim bau oder müllabfuhr oder militär wird dann natürlich keine quote gefördert. Nur dort wo es einem gerade passt. https://m.youtube.com/results?q=deal%20with%20it%20gif&sm=3
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