Schweiz
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Buerger bei der Eidesleistung, an der Landsgemeinde, am Sonntag, 26. April 2015, in Appenzell. Am letzten Sonntag im April versammeln sich jeweils alle Stimmberechtigen des Kantons Appenzell Innerrhoden, um ihre obersten Behoerden zu waehlen und ueber Sachgeschaefte abzustimmen. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Landsgemeinde in Appenzell. Die Idylle trügt. Nach Luxembourg leben in der Schweiz am meisten im Ausland geborene Menschen.  Bild: KEYSTONE

«Die Schweiz ist ihrem Charakter nach multikulturell»

Johan Rochel, Vizepräsident des jungen Thinktanks Foraus, will Liberalismus neu definieren und fordert klar definierte Werte für die Migrations- und Asylpolitik.



Sie sind Vizepräsident des Thinktanks Foraus. Was für Ziele verfolgt diese Denkfabrik?
Unser Schwerpunkt ist die Schweizer Aussenpolitik. Wir befassen uns mit Europa, Menschen und Völkerrecht und Umweltpolitik. Wichtig ist auch, dass wir eine sehr breite Basis haben. Foraus hat mehr als 1000 Mitglieder.  

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Johan Rochel ist Lehrbeauftragter an der Universität St. Gallen und assoziiertes Miglied am Ethikzentrum der Universität Zürich. Er ist auch Vizepräsident des Thinktanks «foraus». Sein Buch «Die Schweiz und der Andere» ist im NZZ Verlag erschienen.

Sind das nicht primär Studenten?
Foraus wurde einst von Studenten gegründet, aber heute sind wir weit von einer Studentenorganisation entfernt. Wir sind gewachsen, haben zwei Geschäftsstellen in Zürich und Genf und an Professionalität gewonnen.  

«Der Begriff Liberalismus muss heute neu besetzt werden.»

Sie sind eine Art Zwillingsorganisation von «Operation libero».
Die Gründer der Operation libero waren Foraus-Mitglieder. Es gibt zwei wichtige Unterschiede: Foraus beschränkt sich auf Aussenpolitik und ist nicht wie Libero in der Kampagnnearbeit aktiv. Wir wollen eine Denkfabrik bleiben und keine Parteipolitik betreiben. Um diese zu promoten arbeiten wir partnerschaftlich mit Libero zusammen.  

Flavia Kleiner, Co-Praesidentin Operation Libero, spricht waehrend einer Unterhaltung anlaesslich der Gespraechsreihe

Jungstar der Schweizer Politik: Flavia Kleiner von der Operation Libero. Bild: KEYSTONE

Früher waren ausserparlamentarische Bewegungen meist links oder gar marxistisch unterwegs. Foraus hat sich den Liberalismus auf die Fahnen geschrieben. Weshalb?
Foraus engagiert sich für eine konstruktive Aussenpolitik. Wir glauben an die internationale Zusammenarbeit, um Herausforderungen zu meistern. Zwei Drittel unserer Bewegung gehören keiner Partei an. Die Bandbreite derjenigen, die in einer Partei mitmachen, reicht von SP bis zu BDP. Bei Libero ist das anders, die sind liberaler. Für mich persönlich ist der Liberalismus ebenfalls sehr wichtig. Er steht für mich als Gegenbegriff für eine andere Schweiz, für persönliche Freiheit, aber auch – und das ist der Gegensatz etwa zur FDP – für Gleichheit. Der Begriff Liberalismus muss heute neu besetzt werden.  

Es gibt bereits mehrere liberale Thinktanks in der Schweiz. Meistens findet man dort ältere Männer, die von Ludwig von Mises und Friedrich Hayek schwärmen, einen Nachtwächter-Staat wollen und für tiefere Steuern plädieren. Wie unterscheiden Sie sich von diesen?
Dieses Verständnis von Liberalismus macht den Fehler, alles der individuellen Freiheit und dem Markt unterzuordnen. Wir wollen mehr. Für mich gehört, wie erwähnt, die Gleichheit ebenfalls zum Liberalismus, genauso wie Verantwortung und Solidarität. Diese zentralen Werte des Liberalismus zusammen zu denken ist sicher nicht einfach – aber es ist die Aufgabe der Liberalen. Und zwar jetzt.

Wir leben im Zeitalter von Trump und Rechtspopulisten. Stehen Sie mit Ihrem humanistischen Liberalismus nicht auf verlorenem Posten?
Es gibt nach wie vor eine Berechtigung für einen echten Liberalismus, nicht für einen Neoliberalismus, wo der Markt alles lösen soll. Es braucht heute dringend Kräfte, die in der politischen Mitte progressiv und konstruktiv wirken.  

«Ich hätte gerne eine Schweiz, die stolz sagen kann: Wir haben unseren Beitrag zur Flüchtlingspolitik geleistet.»

Doch auch der politische Liberalismus – Toleranz und Respekt für anders Denkende – ist derzeit mega-out. Der Trend geht Richtung Nationalismus und Staatskapitalismus.
Gerade deshalb müssen wir Gas geben. Es gibt viele Leute, die liberal-progressiv denken, und zwar in vielen Parteien von rechten Sozialdemokraten bis linken Freisinnigen. Es braucht jetzt ein kohärentes Programm und eine kohärente Vision für dieses Land. Diese Vision müssen nachher alle liberalen Kräfte tatkräftig mittragen.  

radar-reuters  Die italienische Küstenwache hat erneut über 1300 Flüchtlinge vor Sizilien und Nordafrika aus Booten gerettet.Die Menschen seien am Samstag bei insgesamt elf verschiedenen Einsätzen zwischen dem italienischen Süden und dem Norden Afrikas in Sicherheit gebracht worden, teilte die Küstenwache mit.Bereits in der vergangen Woche waren nach Angaben der Küstenwache und der Organisation

Flüchtlinge vor der Küste von Italien.

In Ihrem Buch plädieren Sie für eine liberale Migrationspolitik, das wohl brisanteste Thema der Gegenwart. Wie sieht diese Politik aus?
Wenn uns Freiheit und Gleichheit wichtig sind – und so steht es in der Verfassung –, dann dürfen diese Werte nicht an der Grenze aufhören.  

Was heisst das? Offene Grenzen?
Nicht zwingend, wir müssen die Freiheit der Migranten respektieren, aber wir haben ebenfalls ein Anrecht auf Freiheit. Die Einwohner dieses Landes dürfen zusammen entscheiden, wohin die Reise führt. Die wohl grösste Herausforderung der Migrationspolitik ist für mich: Wie können wir eine faire Balance zwischen den zwei Facetten dieser Freiheit finden?

In den letzten Jahren hatten wir regelmässig eine Nettozuwanderung zwischen 70'000 und 100'000 Personen. Auf die Dauer ist dies nicht aufrecht zu erhalten.
Migration ist nicht gleich Migration. Asylbereich und Personenfreizügigkeit sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Im Asylbereich sind wir gefordert. Das gilt derzeit etwa für Flüchtlinge aus Syrien, aber auch aus Eritrea. Da können und müssen wir etwas unternehmen. Wir haben die Mittel dazu, und ich hätte gerne eine Schweiz, die stolz sagen kann: Wir haben unseren Beitrag geleistet.  

«Wir können Muslime nicht grundsätzlich ablehnen.»

Was ist mit so genannten Wirtschaftsflüchtlingen?
Die Grenzlinie ist sehr schwierig zu ziehen und dieser Begriff gefährlich. Es sind eben nicht auf der einen Seite die «guten» Flüchtlinge und auf der anderen die «schlechten». Wem wir Asyl geben wollen ist eine höchst politische Frage. Und die sollten wir uns stellen können: Welche Gefahrensituationen für die Menschen wollen wir als prioritär behandeln? Es gibt viele schlimme Situationen auf der Welt, welche ist aber so dringend, dass wir Asyl gewähren sollten? Die gültige Regelung, dass Asyl nur für politisch Verfolgte möglich ist, muss deshalb neu überdacht werden. Es gibt ja auch Menschen, die vor Umweltveränderungen fliehen. Gerade mit dieser neuen Situation kommen Aufgaben auf uns zu, welche die Schweiz nicht im Alleingang wird lösen können.

Die Schweizerinnen und Schweizer, auch die jungen, wollen grossmehrheitlich keinen Zehn-Millionen-Stadtstaat. Engt das den Spielraum nicht ein?
Im Asylwesen kommen ja nicht die grossen Massen. Die Mehrheit kommt im Kontext der Personenfreizügigkeit. Moralisch-politisch gesehen ist dies nicht mit der Asylpolitik zu vergleichen. In Bezug auf die Personenfreizügigkeit bin ich der Meinung, dass jedes Land das Recht hat, seine eigenen Interessen zu verfolgen und Limiten zu setzen.  

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Kein Vorbild für die Schweiz: Der Stadtstaat Singapore. bild: Shutterstock

Es ist also okay, wenn der Staat Obergrenzen oder Kontingente festsetzt?
Obergrenzen sind in der Europapolitik in erster Linie kein ethisches Problem. Wir müssen aber das politische Machbare berücksichtigen. Will heissen: Was machen wir, wenn die EU die bilateralen Verträge aufkündigt? Abgesehen davon gibt es aber auch ethische Einschränkungen. Wir können beispielsweise nicht sagen: Wir nehmen nur Weisse auf aber keine Schwarzen. Oder wir können nicht Muslime grundsätzlich ablehnen. Das wäre inkonsistent mit den Werten, die wir als grundlegend bezeichnen. Wir müssen eine Begründungskultur entwickeln und dürfen Migranten an der Grenze nicht willkürlich zurückweisen.

Was heisst das konkret?
Zuerst konkret: Migration ist heute für die Schweiz eine positive Sache. Wir verdienen als Gesellschaft viel daran. Falls es in der Zukunft anders wäre, dürften wir die Grenze dicht machen, wenn wir eine plausible Begründung hätten, dass legitime Interessen verletzt werden. Beispielsweise wenn die Arbeitslosigkeit sehr hoch wäre, wenn die Staatskasse leer wäre, oder wenn wir keinen Platz mehr hätten.

Asylsuchende zeigen, was sie an der Schweiz besonders schätzen

Das sind dehnbare Kriterien, um es höflich auszudrücken.
Deshalb müssen wir intern politisch darüber diskutieren. Aber der ethische Kontext ergibt sich aus den Werten, die wir selber bestimmt haben. Eine Ablehnung muss auf jeden Fall empirisch gut belegt und kohärent begründet sein.

Dichtestress allein genügt nicht?
Nein. New York ist flächenmässig etwa gleich gross wie der Kanton Freiburg – und hat rund 12 Millionen Einwohner. Es ist eine politische Frage, aber nicht primär eine Migrationsfrage: welche Schweiz wollen wir? Wie wollen wir wohnen? Auf wieviele Quadratmeter haben wir Anrecht?  

«Schweizerin oder Schweizer ist man, weil man mit verschiedenen Menschen etwas gemeinsam schaffen will.»

Apropos New York: Analog zur amerikanischen Green Card schlagen Sie eine schweizerische Red Card vor. Wie soll dies funktionieren?
Diese Red Card wäre für Menschen aus Drittstaaten gedacht, die nicht unter die Personenfreizügigkeit fallen. Derzeit haben sie kaum Möglichkeiten, legal in die Schweiz einzuwandern, es sei denn, sie haben sehr spezielle Fähigkeiten und werden von einem speziellen Unternehmen wie Google angestellt. Für die anderen Menschen sollten wir legale Möglichkeiten schaffen. Ein Teil dieser Einwanderung findet statt, egal ob wir es gut oder schlecht finden. Die Leute befinden sich als Sans Papiers illegal in der Schweiz. Wichtig dabei: wir alle verlieren daran.

epa05753159 A view of the skyline in New York, New York, USA, 26 January 2017.  EPA/JUSTIN LANE

New York City: Green Card als Vorbild. Bild: JUSTIN LANE/EPA/KEYSTONE

Wie? Mit jährlichen Verlosungen eines bestimmten Kontingents wie in den USA?
Ich finde das kein sinnvolles System. Man könnte eine Red Card an die Entwicklungshilfe koppeln und sagen: Wir nehmen Menschen aus ganz bestimmten Ländern auf und setzten damit eine positive Entwicklung in Gang. Geld wird zurückgeschickt, Kontakte werden geknüpft, Kompetenzen werden erworben. Oder wir suchen gezielt nach Branchen, etc. Wichtig ist, dass wir erkennen, dass wir auf diese Zuwanderer angewiesen sind. Die Demographie zeigt uns klar: wir werden in Zukunft aktiv Menschen anwerben müssen.

«Ich will einen Patriotismus der Freiheit.»

Sie sprechen sich dafür aus, dass wir Ausländer viel schneller einbürgern sollten. Weshalb?
Mir liegt eine pluralistische Gesellschaft sehr am Herzen. Das hat nicht nur mit der Migration zu tun, sondern mit Freiheit. Wenn sich die Menschen frei entfalten können, dann entsteht eine liberale und freie Gesellschaft. Und nicht alle ticken gleich – glücklicherweise.

Multi-kulti ist heute jedoch eher ein Schimpfwort geworden.
Das bedaure ich. Die Schweiz ist dem Charakter nach multikulturell. Wir haben verschiedene Sprachen, Religionen. Wir sind eine Willensnation und hätten damit die besten Karten, Champion in Sachen Integration und Teilhabe zu werden.

Doch auch hierzulande spricht man wieder von «Eidgenossen», die keine «Papierli-Schweizer» sind.
Ich verstehe das nicht, und ich kämpfe dagegen an. Schweizerin oder Schweizer ist man, weil man mit verschiedenen Menschen etwas gemeinsam schaffen will. Willensnation eben.

Die Suche nach Identität und Individualität wird verpönt. Es gehe nicht so sehr darum, wer welche Toilette aufsuchen dürfe, sondern wie wir wieder Gemeinschaft stiften können, heisst es. Das verträgt sich schlecht mit multi-kulti.
Wir brauchen einen Diskurs darüber, was uns zu einer Gemeinschaft macht. Ich will einen Patriotismus der Freiheit. Das heisst: was die Schweiz zusammen hält, ist das Bewusstsein, dass wir uns gegenseitig Freiheiten garantieren. Aus diesem Grund sind wir eine Gemeinschaft, eine Willens-und Freiheitsnation. Das soll gleich Vision des Landes werden.

Tönt ein bisschen kopflastig.
Wirklich? Ich glaube, die Schweizerinnen und Schweizer haben sehr viel Verständnis dafür, dass jeder nach seiner Façon leben darf, und dass genau das uns als Gemeinschaft auszeichnet. Eine homogene Schweiz, in der alle nach den gleichen Standards leben, wäre für mich ein Albtraum.

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106Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • atomschlaf 25.02.2017 20:07
    Highlight Highlight "Migration ist heute für die Schweiz eine positive Sache. Wir verdienen als Gesellschaft viel daran."
    Wenn der Vertreter eines "Think Tanks" derart undifferenzierten Unsinn rauslässt, kann es mit dem "Think" nicht weit her sein!
    Migration war in der Tat lange eine Erfolgsgeschichte für die Schweiz. Genau so lange, wie die Einwanderung autonom gesteuert wurde.
    Seit der PFZ überwiegen die negativen Effekte. Es profitieren die Immobilienbesitzer und ein Teil der Unternehmen. Arbeitnehmer leiden unter stagnierenden Löhnen, explodierenden Wohnkosten und immer prekäreren Verkehrsverhältnissen.
    • butternose 26.02.2017 02:12
      Highlight Highlight Woher hast du diese Infos?
  • stadtzuercher 25.02.2017 11:11
    Highlight Highlight glaube eher, dass die schweiz traditionell kulturell sehr homogen ist. viele immigranten, ja, aber stark integriert. die juden im kreis 3 in züri, die ihre eigene kultur pflegen, würde wohl niemand als extrem schweizerisch bezeichnen, sie leben isoliert in ihrer eigenen kultur, haben eigene schulen etc. typisch schweizerisch ist aber gerade, dass sich fremde kulturen, zbsp kinder via volksschule, integrieren.
    sehen wirs realistisch, eine gesellschaft, wo menschen zusammenleben, aber nicht grundsätzlich dieselben werte teilen, wird nie so funktionieren wie die schweiz der letzten jahrzehnte.
  • Maria B. 23.02.2017 22:34
    Highlight Highlight "Das gilt derzeit etwa für Flüchtlinge aus Syrien, aber auch aus Eritrea. Da können und müssen wir etwas unternehmen. Wir haben die Mittel dazu, und ich hätte gerne eine Schweiz, die stolz sagen kann:Wir haben unseren Beitrag geleistet."

    Ob der gute Mann ernsthaft an die Umsetzung seiner visionären lllusionen glaubt :-/?! Erstens hat unser Land mehr getan als die meisten EU-Länder, darum leben wir ja auch mehrheitlich multikriminell.

    Wer zweitens noch vermehrter Aufnahme eritreeischer Wirtschaftsmigranten das Wort redet, dem wünscht man, zumal in der heutigen Zeit, einen fähigen Psychiater.
    • piedone lo sbirro 24.02.2017 10:06
      Highlight Highlight @Maria B.

      multikriminell?
      wie verbittert sie über ihr leben auch sein müssen.

      rechtspopulismus und nationales völkertum appellieren an die niedrigsten instinkte der menschen, nämlich an angst&hass.

      der SVP-geldelite sind ausländer-themen eigentlich egal, sondern nur mittel zum zweck, sie (miss)-brauchen die völkischen nur für steuergeschenke an ausländische firmen&reiche.

      mit speck fängt man mäuse, oder mit "ausländer raus" -hetze die völkischen.

      ein bisschen weniger hass, dafür ein bisschen mehr verstand und empathie würde auch einem rechtsnationalen herz wie ihnen nicht schaden.
    • Palmenwedler 24.02.2017 11:31
      Highlight Highlight Multikriminell habe ich jetzt auch noch nie gehört. Was beinhaltet das? Wissen Sie, die Schweiz hat andere Probleme, bei denen man tatsächlich etwas tun sollte, aber die Kriminalität ist in der Schweiz wirklich nicht ein Problem. Seit Jahren sinkt die Kriminalitätsrate und nur weil Sie ab und zu ein paar Leute am Bahnhof herumsitzen sehen, die Sie vielleicht als Wirtschaftsflüchtlinge bezeichnen, heisst das nicht, dass diese Menschen kriminell sind.
    • Maria B. 24.02.2017 12:12
      Highlight Highlight Hier geht es weder um Hass, noch um "Rechtspopulismus", sondern bloss um die schlichte Beherrschung der einfachsten Grundrechnungsarten, vorab jene der nicht endenwollenden Multiplikation ;-)!

      Und so darf ich den Hinweis auf Verstand gerne an Sie zurückreichen, zumal der grossen Mehrheit der CH-Bevölkerung die Empathie für reine und jahrelang die ausblutenden Sozialwerke plündernden Wirtschaftsmigranten aus halb Afrika immer mehr abhanden kommt.

      Es verwundert immer mal wieder, dass die Linken offenbar bereit sind, die bedrohte Sozialhilfe für die eigenen Landsleute den Illegalen zu opfern...
    Weitere Antworten anzeigen
  • seventhinkingsteps 23.02.2017 20:48
    Highlight Highlight Der Typ hört sich an, wie wenn er ums Verrecken nicht zugeben will, dass er links ist. Ich glaube, ich habe noch nie soviel Stellvertreter-Begriffe für "Sozialdemokratie" gelesen wie in diesem Interview
  • Scott 23.02.2017 17:33
    Highlight Highlight Wie soll unsere stets gepriesene Freiheit bewahrt werden, wenn intoleranten Menschen aus anderen Kulturen hier gestattet wird ihre mitgebrachten (Un-)Sitten frei auszuleben?
    • Lowend 23.02.2017 17:52
      Highlight Highlight Kurze Gegenfrage:

      Wie soll unsere stets gepriesene Freiheit bewahrt werden, wenn intoleranten Menschen aus unserer Kultur hier gestattet wird ihre (Un-)Sitten frei auszuleben?
    • Scott 23.02.2017 18:46
      Highlight Highlight @lowend
      Sie profitieren doch gerade jetzt davon.
    • Majoras Maske 23.02.2017 18:59
      Highlight Highlight Ist es liberal, anderen Menschen zu verbieten, andere Sitten frei aus zu leben?

      Welche Werte sind uns - realistisch gesehen - unbestreitbar so heilig, dass Sitten, die dagegenlaufen, sanktioniert werden können?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Griffin 23.02.2017 16:47
    Highlight Highlight Intressantes Interview. Das scheint ein intelligenter Mensch zu sein. Viele Probleme, die angesprochen werden sind mir auch sehr wichtig, bei den Lösung(sansätzen) habe ich als Linker wohl weniger Gemeinsamkeiten.
    Aber sicher jemand zum im Auge behalten.

    Bei der zweitletzten Frage musste ich aber lachen, Individualität sei verpönt? Ich glaube wir leben nicht in derselben Schweiz, Herr Löpfe. ^_^

    In meiner Wahrnehmung ist Individualität im gesellschaftlichen Konsens das Nonplusultra, und eher alles kollektivistische &solidarische verpönt.

    Siehe ständige Kürzungsdebatte zum Wohlfahrtstaat..
  • Wilhelm Dingo 23.02.2017 15:57
    Highlight Highlight Die Frage ob wir multikulturell sind oder nicht zielt an den Problemen komplett vorbei. Es geht ausschliesslich darum, WIEVIELE und WELCHE Migranten wir in unser System lassen wollen.
    • butternose 26.02.2017 02:17
      Highlight Highlight Ist Maria Bitterli = Maria B?

      Trollalarm!
  • Ohniznachtisbett 23.02.2017 15:52
    Highlight Highlight Liberalismus ist doch so ein Wort, das jeder gerne für sich selber etwas interpretiert. Der oben beschriebene L. ist für mich so eine Eierlegendewollmilchsau. "Allen-gehts-gut-alle-für-alle-und-jeder-darf-alles-und-wir-sind-alle-soooo glücklich".
    Fakt ist: L. heisst eben vorallem auch Eigenverantwortung. Wir sind wohl das solidarischste Land der Welt. Wenn jetzt diese (links)-"liberalen" Ideen umgesetzt würden, wären wir wieder ganz Links angelangt, weil dann müsste man die Reichen und den ganzen oberen Mittelstand enteignen (krass besteuern) Schwedens Sozialstaatexperiment lässt grüssen...
    • karl_e 24.02.2017 11:14
      Highlight Highlight Schweden soll gar nicht so übel sein, sagt man. Dort gibt es sogar noch etliche ganz reiche Bonzen wie die Wallensteins, und sogar der geizige Kamprad ist meines Wissens wieder in jene sozialistische Hölle zurückgekehrt.
    • Ohniznachtisbett 24.02.2017 13:05
      Highlight Highlight Ich habe nie gesagt, Schweden sei eine Sozialistische Hölle. Schwedens Wohlfahrtsstaat-Modell ist einfach gescheitert, Schweden ist fast Pleite gegangen und hat nun mit einigen Reformen, eine sehr gute Mischung gefunden. Aber das ursprüngliche Modell war einfach zu teuer. Ich habe gar nichts gegen Schweden, im Gegenteil. Neben Norwegen und unserer schönen Schweiz, gefällt mir Schweden mit Abstand am besten. Und ich habe doch schon viele Länder gesehen...
  • JJ17 23.02.2017 15:05
    Highlight Highlight «Ich hätte gerne eine Schweiz, die stolz sagen kann: Wir haben unseren Beitrag zur Flüchtlingspolitik geleistet.»

    Also aus meiner Sicht lebe ich in einer Schweiz, welche stolz sagen kann, dass sie ihren Beitrag zur Flüchtlingspolitik geleistet hat.
    • seventhinkingsteps 24.02.2017 07:22
      Highlight Highlight Schau mal nach Como...
    • JJ17 24.02.2017 08:56
      Highlight Highlight @seventhinkingsteps: Was kann die Schweiz dafür, wenn die Italiener ihre Arbeit nicht machen?
  • rudolf_k 23.02.2017 14:50
    Highlight Highlight 93% der Bevölkerung wollen keine 10-Millionen-Schweiz. Deshalb sollten wir neue legale Möglichkeiten schaffen, damit Leute hierher migrieren können. Mol mol, tönt für mich nach einem erfolgsversprechenden politischen Programm.
    • karl_e 24.02.2017 11:16
      Highlight Highlight Wer importiert am meisten Ausländer in die Schweiz? Sind die betreffenden Arbeitgeber linke Gutmenschen?
  • Kookaburra 23.02.2017 14:05
    Highlight Highlight Und wann ists genug? Heute haben bereits etwa die Hälfte der Bevölkerung einen "Migrationshintergrund" oder sind Ausländer... Wieso soll das gut sein? Gibt es irgend einen Beweis, dass "Migration für die Schweiz tatsächlich eine positive Sache ist"? Ist die Schweiz nur der "Wirtschaftsraum"? Nur die Reichen? Wieso soll Zersiedelung und Zubetonierung wie New York erstrebenswert sein?
    Wieso dürfen unsere Kinder in Zukunft nicht die gleichen Chancen auf ein EFH haben, wie die Babyboomer? Was bringts, wenn der Bev. Überschuss der Emmigranten-staaten unser Erbe und die Zukunft geschenkt bekommen?
    • Kookaburra 23.02.2017 14:22
      Highlight Highlight Die Situation ist vergleichbar mit der Ausbeutung der fossilen Brennstoffe.
      Die endliche Ressource "Raum" wird für einen kurzzeitigen Gewinn verschleudert, was nicht nachhaltig ist und auf Kosten der Zukunft geht. Die Nebeneffekte (bei der fossilen Ressourcenausbeutung die Schäden an Natur und Erde) sind bei der Immigration für Links und Grün irgendwie noch nicht fassbar, werden aber genauso gross sein, einfach an der Gesellschaft...
      Wie kann man bloss so egoistisch gegenüber unseren Nachkommen sein?
      Alles das wir nun an Immigranten verschenken, stehlen wir gleichzeitig unseren Kindern...
    • Radesch 23.02.2017 14:24
      Highlight Highlight Na und? Wenn jeman Schweizer ist, dann ist er Schweizer (oder Eidgenosse) egal ob mit oder ohne Migrationshintergrund.

      Dem Rest ihrer Meinung kann ich zumindest nachvollziehen, ja Zersiedelung ist nicht unbedingt erstrebenswert, aber so funktioniert nun mal Wirtschaftswachstum, immer besser, immer mehr...
    • Posersalami 23.02.2017 14:37
      Highlight Highlight Oh jeh, schon wieder einer der alles mögliche durcheinander würfelt!

      Zunächst einmal, NY ist das exakte Gegenteil von Zersiedelung! Evtl. erst die Begriffe lernen vor dem Motzen. Dann haben Sie selbstverständlich auch einen Migrationshintergrund. Alles eine Frage der zeitlichen Perspektive. Ohne Migration wäre sie nicht hier, sonder irgendwo in Afrika auf einem Baum!
      Die Chancen auf ihr urchiges EFH waren schon IMMER schlecht, auch vor den BB. Die Eigentumsquote in der Schweiz war schon IMMER tief, die Migration hat damit erstmal nichts zu tun. Geschenkt bekommt auch keiner was..
    Weitere Antworten anzeigen
  • pamayer 23.02.2017 14:03
    Highlight Highlight Die Schweiz ist schon in der Grundsubstanz multikulturell angelegt.
    Wie eigentlich die meisten Nationen.



    Mit Ausnahme von Jugoslawien, Deutschland, der USA, Russland, China,... 😂😂😂😂😂😂
    • Posersalami 23.02.2017 14:39
      Highlight Highlight Gerade die USA ist doch der Inbegriff einer Nation, die auf Siedler und Migration beruht, genau wie Israel. Fragen sie mal die dortigen Ureinwohner..
    • TheMan 23.02.2017 14:44
      Highlight Highlight Posersalami Israel, Migranten? Echt? Nein die Juden gingen in Ihr Land zurück, nachdem Sie von dort Vertrieben wurden. Von den Moslems. Israel ist mitnichten ein Mogrationsland.
    • Posersalami 23.02.2017 16:15
      Highlight Highlight Herr "TheMan", extra für sie habe ich mir 2s Zeit genommen und Migration nachgeschlagen: "Als Migration wird eine auf Dauer angelegte räumliche Veränderung des Lebensmittelpunktes einer oder mehrerer Personen verstanden." https://de.wikipedia.org/wiki/Migration_(Mensch)
      Juden aus aller Welt migrierten nach Israel (Mittlerweile ist der Saldo aber schon negativ, weil die Politik dort für normale Menschen unzumutbar geworden ist). Die Juden wurden aus Palästina von den Moslems vertrieben? Wann soll das gewesen sein?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Thinktank 23.02.2017 13:41
    Highlight Highlight Mir persönlich ist es egal, wenn man in Zürich 500 oder mehr Wolkenkratzer errichtet und dort ein Multikulti-Paradies für Hipsters errichtet mit 10 Millionen Menschen. Was aber nicht geht ist, dass man mir mein Einfamilienhäuschen auf dem Land verbieten will, weil es nicht zur Lebenseinstellung von Liberalen passt und dass sich die Zuzüger nicht an den Infrastrukturkosten beteiligen müssen. Es ist teurer einem Golfclub beizutreten, als Schweizer zu werden.
    • Radesch 23.02.2017 14:25
      Highlight Highlight Es zahlt jeder der in der Schweiz lebt und ein bestimmtes Einkommen hat Steuern, wer soll sich also nicht beteiligen?
    • Posersalami 23.02.2017 14:42
      Highlight Highlight Gerne dürfen sie ihr EFH bauen! Aber tragen sie auch bitte die Kosten, wenn sie schon davon schwadronieren! Die Werkleitungen und Strassen bis an ihren Jägerzaun bezahlen nämlich alle mit, ebenso muss ich immer weiter aus der Stadt raus wenn ich mal Natur sehen will weil ihr konservativen Bünzlis alles mit hässlichen EFHs zupflastern müsst. Wer die Natur liebt, muss in die Stadt ziehen, weil nur die Stadt Natur schützt. Mit ihrer Einstellung zerstören sie, was sie zu lieben vorgeben.
    • Lowend 23.02.2017 15:02
      Highlight Highlight Es zahlt sogar jeder der in der Schweiz Geld umsetzt Steuern, nämlich Mehrwertsteuer und die betrifft die kleinen Einkommen sogar überproportional, genau wie all die Gebühren, die für Leistungen bezahlt werden, die früher über die Steuern abgerechnet wurden!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lowend 23.02.2017 13:41
    Highlight Highlight Danke für dieses Interview!

    Ich unterstütze sowohl "foraus" als auch die "Operation Libero" seit ihrem Entstehen, denn ihre Definition von Liberalismus deckt sich zu 100% mit der meinigen.

    Gerade in der Migrationspolitik sieht man es schön, dass die ganzen anderen Altherrenclubs, die sich liberal nennen und liberal eher als sozialdarwinistisch verstehen, eigentlich nur Heuchler sind, denn was entspricht deren angeblichen Werten mehr, als ein Emigrant, der sein Schicksal in die eigenen Hände nimmt und in der Fremde sein Glück sucht, aber genau die werden dann von solchen Hypokriten bekämpft.
    • Lowend 23.02.2017 15:31
      Highlight Highlight Sie probieren es mit Polemik und Vorverurteilungen, aber das Recht, sich selber sein Glück zu suchen und es zu finden gehört zu den universellen Menschenrechten, egal welche Herkunft, Religion, oder was auch immer!

      Es gibt nichts liberaleres oder selbstverantwortlicheres, als sich diese Freiheit zu nehmen und genau dass propagieren ja die rechten Parteien immer, bloss warum sollen dann ausgerechnet nur wir reichen Schweizer dieses Recht geniessen?
    • TobaFett 23.02.2017 15:56
      Highlight Highlight @Trader
      Ich hoffe doch, da sie Eritreer als disziplinlos bezeichnen, eine schlecht bezahlte Stelle als Soldat bei der der Armee haben, bei der sie nicht wissen, wann sie endet und ob sie nicht mal auf ihre Familie schiessen müssen. Wenn nicht, sind sie genauso disziplinlos...
    • poga 23.02.2017 15:58
      Highlight Highlight @Lowend nein. Das Glück zu finden ist definitiv kein Menschenrecht. Und ich sehe nicht wie wir als Gesellschaft für das Glück anderer verantwortlich sein sollen. Vor allem, wenn der andere noch keinen Beitrag an die Gesellschaft geleistet hat.
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  • Waedliman 23.02.2017 13:30
    Highlight Highlight Multikulturell bedeutet nicht, dass Menschen aus verschiedenen kulturellen Hintergründen nebeneinander, sondern miteinander leben. Das funktioniert in der Schweiz nicht, bei der weit verbreiteten eigenbrötlerischen und xenophoben Tendenz, die im Land herrscht. Deshalb bleiben Expats und Deutsche unter sich - nicht, weil sie wollen, sondern weil man ihnen keine Alternative lässt.
    • Chrigi-B 23.02.2017 14:56
      Highlight Highlight Für Expats habe ich Neuigkeiten: Lernt DEUTSCH! Aber ich und meine Freunde sprechen garantiert nicht Englisch weil jemand in der Gruppe unserer Sprache nicht mächtig ist. Viel Spass in Amerika oder England ohne Englisch. Das mit den Deutschen ist der Witz 7000. In meinem Freundeskreis hat es mindestens 3 Deutsche. Die sagen das min. die Hälfte der Deutschen selberschuld ist! Mann könnte sich auch mit den hiesigen Gegebenheiten bekannt machen. Bitte anstelle von ich krieg usw. In ein MMA Studio, Fussballverein etc. beitreten. Des Weiteren bleiben viele von Anfang an lieber unter sich.
    • Closchli 24.02.2017 22:57
      Highlight Highlight Wenn du nach Rom gehst dann benimm dich wie ein Römer. Vielleicht sollte man Expats (DE und so, also nicht politische Flüchtlinge), die wohl nicht dazu gezwungen wurden Expats zu werden, daran erinnern. Aber wir sind so eigenbrötlerisch und xenophob, dass wir uns als "Zwergnation" gefälligst dafür schämen sollen unsere CH-Eigentümlichkeiten leben zu wollen. OK die grossen Fische fressen die kleinen. Ich habe es satt mich dauernd dafür entschuldigen zu müssen, in diesem Land zu leben. Ich gehe nach DE und ganz DE passt sich dann mich an, weil die dass besser können.
    • Waedliman 25.02.2017 11:42
      Highlight Highlight @ the others: Es ist ein völlig dämliches Vorurteil gegenüber Deutschen, dass diese ständig "ich krieg" sagen. Mach ich nie, auch in Deutschland nicht. "Ich hätte gerne" ist für mich erste Wahl, oder "200 Gramm Gruyère, bitte". Aber wenn man natürlich nur hört, was man hören will, dann ist das nicht zu ändern. Und erneut Ausdruck dieses idiotischen Minderwertigkeitskomplexes, der hausgemacht ist und für den die Deutschen nun wirklich nichts können, den man ihnen aber gerne auch noch in die Schuhe schiebt.
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Ade Pelz: Schweizer zeigen Canada Goose die kalte Schulter

Einst bot er Forschern in der Arktis Schutz vor Kälte, in den letzten Wintersaisons prägte er modisch Schweizer Stadtbilder – der pelzbesetzte Parka, besonders derjenige der Marke Canada Goose. Nun flaut der haarige Hype ab. 

Er war der grosse Renner der letzten Schweizer Winter: der Jackenhersteller Canada Goose. Hätte man für jede Sichtung dieser omnipräsenten Parkas mit Kojotenkapuze einen Franken gekriegt, hätte man sich selbst bald schon eines der teuren Exemplare leisten können. Und das alles trotz heftiger Kritik der Tierschutzorganisationen.

Diese Saison hatten die Status-Parkas aber einen schweren Start. «Im Vergleich zu 2017 ist der Verkauf der Jacken und Mäntel der Marke stark eingebrochen», sagt …

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