Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
ARCHIVBILD ZUM TOD VON PFARRER ERNST SIEBER AM SAMSTAG, 19. MAI 2018 --  Pfarrer Ernst Sieber, aufgenommen am Donnerstag, 23. Februar 2017, auf dem reformierten Friedhof in Horgen. Im Hintergrund sind seine bronzenen Figuren zu sehen. Sieber feiert heute Freitag, 24. Februar 2017, seinen 90. Geburtstag. (KEYSTONE/Pascal Bloch).

Pfarrer Ernst Sieber ist mit 91 Jahren verstorben. Bild: KEYSTONE

«Ein grosses Herz schlägt nicht mehr» – die Schweiz trauert um Pfarrer Sieber

21.05.18, 06:13 21.05.18, 06:43

Nach dem Tod des Zürcher Seelsorgers Ernst Sieber haben Politiker und Kirchenvertreter den Obdachlosen-Pfarrer in sozialen Medien gewürdigt und ihm ihren Dank ausgesprochen. Er habe vielen Menschen das Leben gerettet, schrieb die Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch.

Auch die Zürcher Regierungsrätin und Direktorin der Justiz und des Innern, Jacqueline Fehr, bekundete auf dem Kurznachrichtendienst Twitter ihre Trauer und ihren Dank: «Ein grosses Herz schlägt nicht mehr. Pfarrer Sieber war die personifizierte Mahnung, dass wir uns in unserer Menschlichkeit im Hier und Jetzt bewähren müssen.»

Die Katholische Kirche des Kantons Zürich würdigte den Reformierten Sieber als Menschen, der ein feines Gespür dafür gehabt habe, was Obdachlose und Notleidende am Dringendsten bräuchten: «Einen Ort, wo temperaturmässig und menschlich Wärme geschenkt wird. Dein Wirken war überzeugend gelebte Frohe Botschaft!», hiesst es auf dem Twitter-Account der Kirche.

Unzählige Bürger zollten in Äusserungen in den sozialen Medien Respekt vor dem Engagement Siebers. Einige forderten die Errichtung eines Denkmals oder etwa die Benennung einer Strasse nach dem bekannten Seelsorger.

Der evangelisch-reformierte Zürcher Pfarrer Ernst Sieber war am Samstag im Alter von 91 Jahren gestorben. Er hatte sich als Seelsorger, EVP-Nationalrat (1991 bis 1995) und als Kopf seines Sozialwerks für Obdachlose, Randständige und Süchtige eingesetzt. Dessen Lieblingsprojekt war der «Pfuusbus», ein alter Sattelschlepper, der im Winter vierzig Schlafplätze für Obdachlose bietet. Sieber war als Pfarrer in Uitikon-Waldegg und in der Kirchgemeinde Zürich-Altstetten tätig. (sda)

Ernst Sieber – der Pfarrer in dessen Herzen jeder einen Platz fand



Das könnte dich auch interessieren:

«Aus Gewissensgründen» – Diese Apothekerin verbannt Homöopathie aus Regalen

Wie du dir als Gymi-Schüler die Lehre vorstellst – und umgekehrt

«Jetzt gegensteuern, sonst werden die Folgen fatal sein»: 11-Jährige erleiden Burn-out

Der Kampf um die Seele der Amerikaner hat begonnen

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

Abonniere unseren Daily Newsletter

5
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Jesses! 21.05.2018 16:33
    Highlight Ein grossartiger Mensch! Danke Pfarrer Ernst Sieber. Die Welt wäre ein Paradies, wenn alle so wären wie er war.
    6 0 Melden
  • Partikel 21.05.2018 11:48
    Highlight Ohne Worte. Möge sein Wirken fortbestehen uns inspirieren , zum Nachdenken und Überdenken bringen was Menschlichkeit bedeutet.
    23 0 Melden
  • yannis675 21.05.2018 10:15
    Highlight Guter mann...
    20 0 Melden
  • Der müde Joe 21.05.2018 09:38
    Highlight Ein kleiner Mensch mit einem grossen Herzen ist von uns gegangen.

    Bhüeti Gott Ernst und auf Wiedersehen.
    25 0 Melden
  • Freebee 21.05.2018 09:37
    Highlight Das Herz und die Seele von ganz Zurich trauert um den Verlust dieses liebevollen Menschen und erfreut sich an den schoenen Erinnerungen, Die an ihn geblieben sind. Machs Gut, lieber Menschenfreund...
    29 0 Melden

Nach 079-Kritik druckt Zeitung Handynummer von Juso-Chefin ab

In Genf wurden Frauen auf brutalste Art und Weise zusammengeschlagen. Die Diskussion dreht sich daraufhin vor allem um einen Popsong und Ausländerkriminalität – und mündet zuletzt in einer sexistischen Karikatur über Tamara Funiciello. Wie konnte die Debatte derart entgleisen? Eine Eskalation in 5 Schritten.

Am Wochenende veröffentlichte die Zeitung «Schaffhauser Nachrichten» eine Karikatur mit der Handynummer von Juso-Chefin Tamara Funiciello. Diese äussert sich daraufhin auf Facebook und sagt, noch nie sei sie derart heftig attackiert worden. Begonnen hatte alles mit dem Angriff auf fünf Frauen in Genf und einer Debatte über Gewalt an Frauen. Was ist passiert?

Am 8. August werden mitten in der Stadt Genf kurz vor fünf Uhr fünf 22 bis 33-jährige Frauen von fünf bis sechs Männern vor einem Club …

Artikel lesen