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Berns Maxim Noreau, rechts, im Kampf mit Servettes Will Petschenig, Robert Rod, Kevin Romy, links, waehrend dem Eishockey National League Spiel zwischen dem SC Bern und dem Genf-Servette HC, am Montag, 5. Maerz 2018, in der PostFinance Arena in Bern. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

Das Duell Bern gegen Genf garantiert Emotionen. Bild: KEYSTONE

Eismeister Zauggs Playoff-Vorschau: Ein schmerzhaftes «Freilos» für den SC Bern

Der SC Bern (1.) hat diese Saison jedes wichtige Spiel verloren. Trotzdem ist die Titelverteidigung möglich. Im Duell der bravsten gegen die böseste Mannschaft werden die braven Berner gewinnen. Servette (8.) ist im Viertelfinale chancenlos.



Jedes wichtige Spiel verloren? Ja, so ist es. Dafür verantwortlich ist der grosse Kari Jalonen. Er hat die Mannschaft so gut organisiert, taktisch dressiert und auch sonst diszipliniert, dass die meisten Partien alleine Kraft der klaren Struktur (bestes Powerplay der Liga) gewonnen wurden.

Wie viel der SCB Kari Jalonen verdankt, sehen wir auch an den olympischen Helden. Seit sie aus Südkorea zurück und wieder unter der Obhut eines kompetenten Trainers sind, funktionieren sie wieder.

SC Bern Cheftrainer Kari Jalonen waehrend dem Eishockey-Meisterschaftsspiel der National League zwischen dem EHC Kloten und dem SC Bern am Dienstag, 30. Januar 2018, in Kloten. (KEYSTONE/Patrick B. Kraemer)

Kari Jalonen hat in dieser Saison jedes wichtige Spiel verloren. Bild: KEYSTONE

Aber Eishockey, wir wissen es, ist ein unberechenbares Spiel auf rutschiger Unterlage. Im Alltag der Qualifikation mag vieles berechenbar sein. Aber wenn es kein «Wenn & Aber» gibt, wenn ein bestimmtes Spiel gewonnen werden muss, dann hat der SCB diese Saison versagt.

Der Meister ist gegen Biel aus dem Cup geflogen und in der Champions Hockey League schon im Viertelfinale gescheitert. Bei dieser internationalen Konkurrenz ist dem SCB in erster Linie die fehlende Spielintensität in der heimischen Meisterschaft zum Verhängnis geworden. Die grossen, bösen Bären gewinnen einfach zu oft, ohne böse zu sein. Sie waren in der Qualifikation die «weichste», die am wenigsten bestrafe Mannschaft (394 Strafminuten).

Ist der SCB eine grosse Mannschaft? Ist der Meister in Form? Wir können diese Frage nach 50 Qualifikationsrunden nicht beantworten. Zu oft galt: Qualifikations-Eishockey ist, wenn am Ende doch der SCB gewinnt. Und als sich abzeichnete, dass der Meister die Qualifikation gewinnen wird, gingen auch Spiele auf eine Art und Weise verloren, die bei einem anderen Trainer als Kari Jalonen als höchst beunruhigend bezeichnet werden müssten.

L'attaquant fribourgeois Killian Mottet, centre, leve les bras de joie apres que le gardien bernois Leonardo Genoni, droite, encaisse le but du 1:0 sur un tir du defenseur fribourgeois Andrea Glauser, (pas sur l'image) lors de la rencontre du championnat suisse de hockey sur glace de National League entre HC Fribourg-Gotteron et le SC Bern ce vendredi 2 fevrier 2018 a la patinoire de la BCF Arena a Fribourg. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Zuletzt kassierte der SCB auch einige Niederlagen. Bild: KEYSTONE

Die Saison beginnt für den SCB erst jetzt. Mit einem Freilos. Auf den ersten Blick scheint Servette ein äusserst gefährlicher Aussenseiter zu sein. Vier von sechs Partien wurden erst in der Verlängerung oder durch Penaltys entschieden und nie gab es mehr als ein Tor Differenz.

Aber die Differenz zwischen diesen zwei Teams ist viel grösser, als es die Statistik vermuten lässt. Servette hat den SCB in den Playoffs zwar schon oft gefordert, aber nie eliminiert und alle fünf Playoffserien verloren. Servette ist auch jetzt chancenlos. Es wird zwar ein bisschen Lärm geben, viele Strafen, ein wenig Arbeit für den Einzelrichter und, hoffentlich, eine Prise Polemik. Ja, vielleicht gewinnen die Genfer sogar ein Spiel. Weil sich der SCB erst wieder an echte Intensität und Härte gewöhnen muss.

Robert Mayer ist ein tüchtiger Goalie. Aber nicht gut genug, um in einer Serie über sieben Spiele den SCB aufzuhalten. Servette wird den SCB mit Rumpelhockey wachrütteln und ihm ein bisschen weh tun. Es ist für die Berner ein schmerzhaftes Freilos. Servette ist das meistbestrafte Team der Qualifikation (767 Strafminuten). Aber die Härte ist ein Nachteil.

Geneve-Servette's goaltender Robert Mayer reacts, during a National League regular season game of the Swiss Championship between Geneve-Servette HC and SC Bern, at the ice stadium Les Vernets, in Geneva, Switzerland, Saturday, March 3, 2018. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Ist Robert Mayer gut genug, um den SCB zu bezwingen? Bild: KEYSTONE

Der SCB hat das beste Powerplay der Liga und wird Hiebe mit Toren bestrafen. Servette hat das drittschlechteste Boxplay der Liga. Die Braven werden zumindest in dieser Serie über die Bösen triumphieren.

Diese Saison

Servette – SC Bern 2:1
SC Bern – Servette 3:2 n.P
SC Bern – Servette 3:4 n.V
Servette – SC Bern 2:3 n.V
Servette – SC Bern 2:3
SC Bern – Servette 3:4 n.P

Tipp

SC Bern – Servette 4:1

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    Alle Leser-Kommentare
  • greenfields 10.03.2018 17:36
    Highlight Highlight Ich hoffe nur, der vom Freilos trifft nicht plötzlich umgekehrt zu. Denn wenn der SCB jetzt nicht endlich aus dem Wohlfühloasentrott kommt, in welchem er seit Anfang Jahr gemütlich dahinspielt, dann gibt es ein böses Erwachen. Aber es spricht ja nicht wirklich für unsere doch überall so hochgelobte Liga, wenn der SCB seit Wochen im Schongang spielt und gleichwohl noch so viele Punkte Vorsprung aufweist Ende Quali. Man darf gespannt sein, ob die Mannschaft tatsächlich so bereit ist wie es Jalonen sagt. Ich hoffe es.
  • fandustic 10.03.2018 13:52
    Highlight Highlight Für den SCB geht es in erster Linie darum warm zu werden, den Schwung für den Halbfinal und sich keine Verletzten zu holen. Für die Holzfäller vom Genfersee gibts leider keinen langen Playoff-Bart, dafür bald Ferien am Strand.
    • Scb barner 10.03.2018 14:57
      Highlight Highlight Hört mal auf mit eurer verdammten Arroganz!Schlechtes Omen!
    • fandustic 10.03.2018 15:22
      Highlight Highlight @Scb barner: Hat nichts mit Arroganz zu tun, sondern ist einfach die Wahrheit. Man darf es auch mal beim Namen nennen, wenn der Gegner nunmal ein Freilos ist. Es reicht wenn die Spieler jeweils auf Understatement machen. Freu dich auf heute Abend, gibt✌🏻
    • fandustic 10.03.2018 20:31
      Highlight Highlight 3:0 nach 10min...hab ja gesagt: FREILOS!!!;)
  • zsalizäme 10.03.2018 13:51
    Highlight Highlight Der EVZ wurde letztes Jahr von KZ als Freilos bezeichnet worden. Also erstmal abwarten. 😉
  • Lümmel 10.03.2018 12:39
    Highlight Highlight Das letztjährige Freilos wurde immerhin erst im Final besiegt. Von daher kein Grund zur unruhe für die Grenats.
    • fandustic 10.03.2018 13:45
      Highlight Highlight Das Freilos wurde im Final von Bern besiegt...also doch Grund zur Besorgnis für die Grenats.
  • miguelito71 10.03.2018 12:30
    Highlight Highlight Das letzte 100% Freilos hat die Mutzen mit einer Rumpftruppe und 'Verstärkungen' aus der 1. Liga vor ziemlich genau 10 Jahren gedemütigt.
    Nicht einmal unberechtigte Sperren und Hilfe der Schiris hat damals der Hockymaschine geholfen.
  • Goon (Zeuge Del Curtos) 10.03.2018 11:00
    Highlight Highlight Es kommt in jedem Meisterteam die Zeit wo der Hunger nachlässt. Ich denke dieses Jahr könnte es soweit sein.
  • Tikkanen 10.03.2018 09:56
    Highlight Highlight ...sehr guter Beitrag, Chlöisu👍🏻Die Bezeichnung „schmerzhaftes Freilos“ ist in der Tat zutreffend. Servettes Stil stört mich aber überhaupt nicht, im Gegenteil. Heute Abend werden wir zum Einstimmen ein feines Fondue im Emmentaler geniessen, das Brot wird zünftig im Kirsch getunkt und gegen den Durst gibt’s feinen Fendant aus dem Land am Rhonestrand😋Danach erwarte ich in Spiel 1 heftige Gegenwehr der Foulihünd aus der Calvinstadt, Käru wird Gelegenheit zum justieren des PP haben und zum Schluss siegt die Hockeymaschine knapp aber verdient, der 1 Sweep zeichnet sich ab👏🏻
    Noch 12 bis 🐻🏆🍻
    • Hallo22 10.03.2018 10:40
      Highlight Highlight @Tikki Die Zauggschen Freilose haben sich in anderen Jahren in den Playoffs schon richtig in einen rausch gespielt. Noch 4 bis zum Bern aus 😂😂👌
  • chnobli1896 10.03.2018 09:53
    Highlight Highlight Bern sollte sich in Acht nehmen, KZ lag schon oft daneben 🙈
  • MARC AUREL 10.03.2018 09:44
    Highlight Highlight Kann ich Zaugg nur zustimmen! Kommt schwer drauf an wie Bern sich präsentiert. Bin aber sehr zuversichtlich und traue Bern zu zum 3ten mal nacheinander Meister zu werden!😎
  • Porcupine Tree 10.03.2018 09:42
    Highlight Highlight zaugg macht das geschickt. genf als freilos bezeichnen, damit er im falle eines scheiterns des scb noch mit mehr schmackes draufhauen kann! im heutigen hockey gibt es keine freilose!!! und ich hätte mir angenehmere (und interessantere) gegner gewünscht als genf.
    • Blitzableiter 10.03.2018 13:26
      Highlight Highlight Ja, hätte mir lieber das Bernerderby gegen Langnau gewünscht. Wäre mehr pfeffer drin gewesen. Aber so oder so, Bern wird mehr oder weniger durchmarschieren.
  • Dreizehn 10.03.2018 09:38
    Highlight Highlight In 6 Qualispielen je 3 Siege. 4 Spiele gingen in die Verlängerung und davon zwei ins Penaltyschiessen.

    Freilos ? na wenn der Klausi das sagt...





    • morax 12.03.2018 12:11
      Highlight Highlight 7:0 ;)
  • Hallo22 10.03.2018 09:26
    Highlight Highlight Wenn man bedenkt das letztes Jahr das Zauggsche Freilos ins Finale kam :d
    • hockeyaner 11.03.2018 12:09
      Highlight Highlight Um dann im Finale ein Freilos zu sein 😅

Das wären die Logos der Schweizer Klubs, wenn sie NHL-Teams wären

Die Eishockey-Sprache ist englisch: Crosscheck, Slot und Butterfly-Goalie, Boxplay, Icing und Emptynetter. Auch die Schweizer Ligen heissen nicht mehr Nationalliga A und B, sondern National League und Swiss League. Nur die Klubs haben immer noch ihre alten Namen.

Höchste Zeit, dass auch sie sich wandeln upgraden und ihre HC, SC und EV durch zeitgemässe Namen ersetzen!

* Update: User weisen darauf hin, dass der richtige Plural «mice» lautet. Das ist natürlich korrekt. Da ein kleiner Fehler zum …

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