Sport
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Europa League, 3. Runde, Hinspiele

Luzern – Sassuolo 1:1 (1:1)

Grasshoppers – Limassol 2:1 (1:0)

GC-Neuzuzug Numa Lavanchy bejubelt sein spätes Siegestor.
Bild: Daniela Frutiger/feshfocus

Europa League: Luzern nur mit Remis gegen Sassuolo – GC schlägt Limassol in der Nachspielzeit

Luzern ist nach dem Hinspiel der Europa-League-Qualifikation gegen Sassuolo unter Zugzwang. Der FCL muss sich im Heimspiel der 3. Qualifikationsrunde gegen die Italiener mit einem 1:1 begnügen. Die Grasshoppers gewinnen ihre Partie dank einem Treffer in letzter Sekunde mit 2:1.

28.07.16, 21:56 29.07.16, 06:51


»» Hier gibt's den Liveticker der Partie zum Nachlesen

«Das 1:1 ist keine optimale Ausgangslage für uns, aber wir werden auch im Rückspiel alles versuchen und die Überraschung anstreben.»

Luzerns Trainer Markus Babbel

Für die Luzerner wird der Gang in den Norden Italiens am nächsten Donnerstag ein heikler. Das Remis im Hinspiel zeigte, dass die Zentralschweizer zumindest vor eigenem Anhang durchaus mit dem Sechsten letztjährigen Serie-A-Meisterschaft mitzuhalten vermögen. Allerdings haben es sich die Luzerner selber zuzuschreiben, dass sie nicht mit einer besseren Ausgangslage ans Rückspiel reisen, in welchem es um den Einzug in die Playoffs für den Einzug in die Europa-League-Gruppenphase geht. Mit einem verursachten und einem verschossenen Penalty machten sie es sich selber schwer.

Marco Schneuwly brachte den FCL mit einem Distanzschuss früh in Führung (8. Minute), gegen Ende der ersten Halbzeit glich Domenico Berardi mit einem Foulpenalty entgegen dem Spielverlauf aus (42.). Als der ansonsten nicht immer stilsichere Sassuolo-Keeper Andrea Consigli nach der Pause den Penalty des meist sicheren Schützen Neumayr entschärfte, verloren die Luzerner vorübergehend an Schwung. Bei einem Pfostenschuss hatten sie Glück, nicht in Rückstand geraten zu sein.

Viel Kampf, wenig Ertrag – Jakob Jantscher bei der Balleroberung.
Bild: KEYSTONE

Luzern wurde für eine ordentliche Leistung schlecht belohnt und musste zu Hause einen Gegentreffer einstecken, der in der Endabrechnung schmerzen könnte. In taktischer Hinsicht nämlich wirkte das eingespielte und technisch etwas bessere Kollektiv der Italiener abgebrüht. Als die Luzerner nach dem vergebenen Penalty zwischenzeitlich nachliessen, hätten sie sich beinahe eine noch bessere Ausgangslage geschaffen. Alfred Duncans schöner Schlenzer landete nach 79 Minuten an der Torumrandung.

Luzern mit vielen, Sassuolo fast ohne Chancen

Der FCL führte bis kurz vor der Pause dank einem leicht, aber entscheidend abgefälschten Weitschuss aus rund 24 Metern Entfernung von Marco Schneuwly verdient. Markus Neumayr, dessen ebenfalls abgelenkter Schuss auf die Latte tropfte, und Nicolas Haas besassen kurz vor und nach dem Führungstreffer weitere gute Möglichkeiten.

Sassuolo dagegen, letzte Saison die positive Überraschung in Italien und gegen Luzern mit nur zwei Spielern ohne italienischen Pass angetreten, wurde in der Vorwärtsbewegung bis weit in die zweite Halbzeit hinein mit Ausnahme eines Abschlusses in der Startphase selten gefährlich. Am von Jahmir verursachten Penalty gab es indes nichts zu rütteln. Der Albaner hatte im Strafraum in der Not zu unerlaubten Mitteln gegriffen.

«Mit etwas mehr Glück hätten wir ein bis zwei Tore mehr schiessen können. Das 1:1 ist keine optimale Ausgangslage für uns, aber wir werden auch im Rückspiel alles versuchen und die Überraschung anstreben. Meine Mannschaft hat gezeigt, dass es für jeden Gegner schwierig ist, gegen uns zu bestehen», befand Luzerns Trainer Markus Babbel, während Sassuolos Coach Eusebio Di Francesco mit dem Verdikt sehr zufrieden war: «Das 1:1 ist für uns eine sehr gute Ausgangslage für das Rückspiel. Es war nicht einfach für im ersten Spiel auf europäischer Ebene, aber die Spieler setzten meine Vorgaben sehr gut um. Mir hat gefallen, was ich gesehen habe.» (sda)

GC und der Lucky-Punch

«Ich bin trotzdem zufrieden. Ein Sieg ist ein Sieg, und dies gegen einen sehr guten Gegner.»

Pierluigi Tami nach einer zähen Partie

Es war kein berauschender Auftritt, den das Team von Pierluigi Tami vor der mageren Kulisse von nur 2330 Zuschauern im Exil in der Arena in St. Gallen hinlegte. Nach dem guten Auftritt am Sonntag beim Meisterschaftsauftakt gegen Lausanne (2:0) taten sich die Zürcher gegen den zypriotischen Cupsieger über weite Strecken schwer.

Das goldene Tor in der Nachspielzeit. streamable

Der eingewechselte Numa Lavanchy erlöste die Zürcher in der dritten Minute der Nachspielzeit, als er einen Querpass von Ridge Munsy zum Siegtreffer verwertete. Eine Viertelstunde zuvor hatte der Ivorer Abraham Gneki Guié für die Gäste ausgeglichen, als er sich nach einer Cornerflanke des Brasilianers Alex im Luftduell gegen Jan Bamert durchsetzte und per Kopf zum 1:1 traf.

GC musste wegen Bruce Springsteens Auftritt im Zürcher Letzigrund nach St.Gallen ausweichen. Bild: KEYSTONE

Die wegweisenden Szenen der ersten Halbzeit hatten sich in der Startphase ereignet. Nach einem dämlichen Foul von Bamert, der seinen Gegenspieler im Strafraum zurückgehalten hatte, erhielten die Gäste einen Foulpenalty zugesprochen, den Alex, die Nummer 10 der Zyprioten, aber neben das Tor setzte.

Keine Minute später führte das Heimteam mit 1:0. Nach einem Ballgewinn des Dänen Lucas Andersen kam der Ball via Benjamin Lüthi zu Haris Tabakovic, der aus spitzem Winkel zur GC-Führung traf. Zehn Minuten später lag der Ball erneut im Netz, Tabakovic stand bei seinem erfolgreichen Abschluss aber im Offside. (sda)

Die Telegramme

Luzern - Sassuolo 1:1 (1:1) 10'555 Zuschauer. - SR Ekberg (SWE).
Tore: 8. Marco Schneuwly 1:0. 41. Berardi (Foulpenalty) 1:1.
Luzern: Zibung; Christian Schneuwly, Costa, Puljic, Lustenberger; Jantscher, Haas, Neumayr, Hyka (54. Grether); Marco Schneuwly, Itten (62. Juric).
Sassuolo: Consigli; Gazzola, Paolo Cannavaro, Acerbi, Peluso; Biondini, Magnanelli, Duncan; Berardi (90. Mazzitelli), Defrei (81. Falcinelli), Sansone (72. Politano).
Bemerkungen: Luzern ohne Thiesson (verletzt). 6. abgefälschter Neumayr-Schuss prallt auf Oberlatte. 65. Consigli hält Foulpenalty von Neumayr. 79. Pfostenschuss Duncan. Verwarnungen: 40. Hyka, 62. Haas, 70. Lustenberger, 80. Biondini (alle Foul).

Grasshoppers - Apollon Limassol 2:1 (1:0) St. Gallen. - 2330 Zuschauer. - SR Treimanis (LAT).
Tore: 11. Tabakovic (Lüthi) 1:0. 76. Gneki Guié (Corner Alex) 1:1. 93. Lavanchy (Munsy) 2:1.
Grasshoppers: Mall; Lüthi, Bamert, Pnishi, Antonov; Kamberi (71. Lavanchy), Basic, Källström, Sigurjonsson; Andersen (77. Brahimi), Tabakovic (46. Munsy). Apollon
Limassol: Bruno Vale; Vasiliou, Paulo Vinicius, Angeli, Pittas (63. Sachetti); Stylianou, Alex, Kyriakou, João Pedro; Bedoya (91. Barbaro), Gneki Guié (83. Maglica).
Bemerkungen: 10. Alex schiesst Foulpenalty neben den Pfosten. 21. Tor von Tabakovic wegen Offside aberkannt. 86. Gelb-Rote Karte gegen Sachetti (Unsportlichkeit). Verwarnungen: 9. Bamert (Foul). 67. Mall (Foul). 71. Källström (Foul). 81. Sachetti (Foul). 85. Kyriakou (Foul). 91. Bedoya (Foul). (sda)

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8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Lümmel 29.07.2016 06:55
    Highlight Dieses unsägliche "Unentschieden" sollte auch im Fussball endlich mal abgeschafft werden.
    2 6 Melden
  • brandau 29.07.2016 00:15
    Highlight 2330 zuschauer in einem reinem fussballstadion😂😂 warum spielt ihr nicht in niederhasli?!
    12 35 Melden
    • Fly Boy Tschoko 29.07.2016 00:50
      Highlight Muss ja europaleaguetauglich sein. Sonst wär die Schützenwiese eh die 1. Wahl.
      18 1 Melden
    • Schreiberling 29.07.2016 01:55
      Highlight Ein Fussballstadion, das in St. Gallen liegt. Eine Stunde von Zürich entfernt. An einem Donnerstag Abend. Immer noch im Exil.

      Your point is not valid.
      25 4 Melden
  • gecko25 28.07.2016 22:53
    Highlight okay. dieser Artikel beweist nun, dass der "Rekordmeister" in einem reinem Fussballstadion deutlich mehr Zuschauer anlocken würde.
    9 35 Melden
    • The fine Laird 28.07.2016 23:42
      Highlight Und woraus ziehen Sie dass? Der GCZ spielt seit 9 Jahren im Exil.
      27 5 Melden
  • BLCNY 28.07.2016 22:47
    Highlight Und West ham(170Mio.) verliert gegen NK Domzale(7mio.)... 😳😳
    16 3 Melden
    • wololowarlord 29.07.2016 00:48
      Highlight Die premier league clubs nehmen die el leider nicht ernst, es lohnt sich finanziell nicht... :/
      7 2 Melden

Herr und Frau Mötzli, können wir uns nicht einfach mal freuen?!

Die Schweiz schlägt Serbien hochdramatisch 2:1. Schlagzeilen machen aber die Doppeladler beim Jubel von Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri. Die Gesten waren unüberlegt und unnötig. Aber auch verständlich für Spieler, bei denen sich so viel um Identität und Zugehörigkeit dreht.

Als sich Xherdan Shaqiri nach seinem 2:1 in der 90. Minute gegen Serbien dazu entschied, seine Hände zum Doppeladler zu formen, da wurde er innert Sekunden vom Helden zum Deppen. 

Zumindest für ganz viele Schweizer Fans. Die Freude über den Sieg wurde schnell gedämpft. Dürfen sich Schweizer da überhaupt noch freuen? Das war doch Hochverrat!

Zum Glück, so muss man fast sagen, haben Shaqiri und Xhaka mit dem Doppeladler für einen kleinen Skandal gesorgt. Sonst, man stelle sich vor, hätten …

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