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Der Fortschritt frisst Arbeitsplätze: Zunehmend smarte Roboter übernehmen immer mehr Jobs.
Bild: Shutterstock

Du arbeitest im Büro? Dann such schon mal einen neuen Job: So verändert sich unsere Arbeitswelt

22.01.16, 09:14 22.01.16, 11:33


Es ist eine eher düstere Prognose, die das Weltwirtschaftsforum (WEF) am Montag publiziert hat. Die «vierte industrielle Revolution», der Aufstieg der intelligenten Maschinen und smarten Fabriken, wird den Arbeitsmarkt umkrempeln – und Arbeitsplätze vernichten. 

5,1 Millionen Stellen werden innerhalb der nächsten fünf Jahre in 15 der grössten Volkswirtschaften verschwinden. Das prognostiziert der WEF-Bericht «Die Zukunft der Beschäftigung», der auf einer Umfrage unter den Topmanagern der 350 grössten Konzerne weltweit beruht. Insgesamt dürften gemäss den WEF-Experten sogar 7,1 Millionen Arbeitsplätze abgebaut werden, doch diesem Verlust sollen immerhin rund zwei Millionen neu geschaffene Jobs in verschiedenen Branchen gegenüberstehen. 

Diese Zahlen klingen alarmierend. Doch wenn man sie – wie es der britische Autor Tim Worstall im Wirtschaftsmagazin «Forbes» tut –  zur Gesamtzahl der Arbeitnehmer in den analysierten Volkswirtschaften in Beziehung setzt, ändert sich das Bild. Wie der Bericht selber festhält, betreffen seine Daten rund 1,86 Milliarden Arbeitnehmer, was nicht weniger als 65 Prozent der Werktätigen weltweit entspricht. 

WEF-Studie 2016, Karte

65 Prozent der Werktätigen weltweit arbeiten in den 15 grossen Volkswirtschaften, die in der WEF-Studie analysiert werden. 
Karte: wef-bericht «die zukunft der beschäftigung»

«Ein triviales Resultat ohne jede Bedeutung»

Der Rechtsausleger Worstall – er ist Mitglied der rechtspopulistischen UKIP und des rechtsliberalen Adam Smith Institute – nennt den Befund des WEF-Berichts deshalb «ein triviales Resultat ohne jede Bedeutung». Die Experten hätten etwas herausgefunden, was «unzweifelhaft bis zu einem gewissen Grad wahr» sei, aber kaum jemanden wirklich betreffe. 5,1 Millionen abgebaute Stellen weltweit entsprächen einer um nur gerade 0,3 Prozent gestiegenen Arbeitslosigkeit. Das Problem mit diesem Report sei, dass die beschriebenen Effekte mithin kaum ins Gewicht fielen.  

Worstall mag mit seinem Einwand recht haben. Dennoch ist jedem denkenden Menschen klar, dass der technologische Wandel und die fortschreitende Digitalisierung über kurz oder lang zahllose Jobs überflüssig machen werden. Ob neu geschaffene Stellen diese Verluste werden kompensieren können, steht dagegen in den Sternen. 

Es stellt sich allerdings nicht nur die Frage, wie viele Arbeitnehmer vom Stellenabbau bedroht sind. Es fragt sich auch, welche Bereiche der Arbeitswelt der digitale Wandel am stärksten beuteln wird. Ob die vierte industrielle Revolution die Benachteiligung der Frauen am Arbeitsplatz verringern oder gar verstärken wird. Und schliesslich, welche Länder am besten mit dem Wandel zurechtkommen werden. Hier gibt der WEF-Bericht Hinweise:

Welche Bereiche der Arbeitswelt sind am stärksten betroffen?

Im Gegensatz zu früheren Innovationswellen wird die vierte industrielle Revolution weniger die Arbeiter in den Fabrikhallen treffen – dort wurde in der Vergangenheit schon kräftig automatisiert. Diesmal frisst der Fortschritt die Arbeitsplätze in den Büros: Zwei Drittel der eingesparten Stellen werden voraussichtlich im Büro- und Verwaltungsbereich anfallen. 

WEF 2016, Grafiken

Rund zwei Drittel der Arbeitsplätze, die voraussichtlich durch die vierte industrielle Revolution vernichtet werden, stammen aus dem Bereich Büro und Verwaltung.  
Quelle: WEF-Bericht «Die Zukunft der Beschäftigung»

Potenzial haben laut den WEF-Experten dagegen Arbeitsplätze, die in Zusammenhang mit Mathematik, Computern (IT) oder Ingenieurtätigkeiten stehen. 

WEF 2016, Grafiken

Ingenieure und IT-Fachleute werden künftig noch mehr gefragt sein. 
quelle: wef-bericht «die zukunft der beschäftigung»

Gehören die Frauen zu den Gewinnern – oder verlieren sie?

Nach wie vor sind die technischen und naturwissenschaftlichen Berufe sowie die Informatik eine Männerdomäne, auch wenn die Frauen in letzter Zeit etwas aufgeholt haben. Genau diese Berufsbereiche dürften durch den digitalen Wandel an Bedeutung gewinnen, während ausgerechnet jene Bereiche, in denen Frauen übervertreten sind, besonders leiden werden: Büro, Verwaltung, Vertrieb. 

Die WEF-Experten rechnen denn auch damit, dass die Frauen durch die Stellenverluste besonders hart getroffen werden. Zwar verteilen sich die 5,1 Millionen Arbeitsplätze, die der Digitalisierung netto zum Opfer fallen werden, nahezu gleichmässig auf Männer (52%) und Frauen (48%). In Wahrheit bedeutet schon dies eine Benachteiligung der Frauen, da sie deutlich weniger als die Hälfte der Werktätigen stellen. 

Employees of Swiss health insurance company CSS are working in an open space office at CSS' Romandy branch in Lausanne, Switzerland, on September 12, 2014. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Des employes de la CSS travaillent dans un espace de travail open space au siege romandie de l' assurance maladie CSS, Chretienne Sociale Suisse, ce vendredi 12 septembre 2014 a Lausanne. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Bei Bürojobs – hier in einer Schweizer Krankenkasse – sind Frauen übervertreten.  
Bild: KEYSTONE

Frauen verlieren mehr als fünf Stellen für jede neu geschaffene

In absoluten Zahlen werden die Männer 4 Millionen Stellen verlieren, aber dafür 1,4 Millionen neu geschaffene dazugewinnen. Für je drei verlorene Jobs kommt so immerhin ein neuer dazu. Dagegen werden die Frauen 3 Millionen Arbeitsplätze verlieren, aber nur 0,55 Millionen hinzugewinnen. Das sind mehr als fünf verlorene Stellen für jede neu geschaffene. 

Zum Vorteil der Frauen könnte indes die weitere Automatisierung des Haushalts gereichen – eine Verringerung der gegenwärtigen Doppelbelastung könnte ihnen erlauben, ihre Fähigkeiten stärker in die Wirtschaft einzubringen, wie die WEF-Experten schreiben. 

Welche Länder sind für den digitalen Wandel gut aufgestellt?

Neben sieben Industrieländern – die USA, Japan, Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Italien und Australien – analysierten die WEF-Experten auch die Schwellenländer China, Indien, Brasilien, Mexiko, Südafrika und die Türkei sowie die Wirtschaftsräume der südostasiatischen Nationen (ASEAN) und des Golf-Kooperationsrates (GCC). Die Schweiz wurde nicht untersucht. 

Einige dieser Volkswirtschaften, namentlich der ASEAN-Verband, die USA, Japan und auch Mexiko, sind laut dem WEF-Bericht besser aufgestellt, um mit dem digitalen Wandel zurechtzukommen. Verloren gegangene Jobs können sie eher mit der Schaffung von neuen Stellen kompensieren.

In Ländern wie Deutschland, Frankreich oder Brasilien dagegen wird der Stellenabbau die Zahl neu geschaffener Arbeitsplätze übertreffen, wie die folgende Grafik zeigt:

WEF 2016, Grafik

China und Indien sind in dieser Aufstellung nicht berücksichtigt. 
quelle: wef-bericht «die zukunft der beschäftigung»

Eindrückliches Video zum Thema Automatisierung (engl., dt. Untertitel): «Humans Need Not Apply».
YouTube/CGP Grey

Kollege Roboter

Menschen und Höhepunkte am WEF 2016

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38
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38Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • rabatt13 22.01.2016 14:15
    Highlight Das grosse Problem ist, dass Maschinen in Zukunft auch Hirn und nicht nur Muskeln haben werden.
    8 2 Melden
    • dtk 23.01.2016 11:17
      Highlight und was soll daran das Problem sein?
      1 0 Melden
    • rabatt13 23.01.2016 14:04
      Highlight Dass dadurch, wirtschaftlich (und daher auch zynisch) gesehen, Maschinen, Roboter o.ä. vielen Menschen überlegen sind. Es lohnt sich nicht, z.B. Fahrer oder Kassierer anzustellen, wenn Maschinen billiger und effizienter sind. Durch die verbesserte KI werden noch viel mehr Jobs bedroht, vor allem im Dienstleistungssektor. All das existiert schon, und der Fortschritt wird schnell vorangehen. Da werden schon gesellschaftliche Probleme entstehen.
      1 0 Melden
  • Retarded Wizard 22.01.2016 14:09
    Highlight Und die SVA schult immer noch fast jeden in das KV oder TK um. Hauptsache sie haben danach kein Anrecht mehr auf Leistungen und können sich ja einen Job suchen, auch wenn da keiner ist.
    8 3 Melden
  • sheimers 22.01.2016 11:09
    Highlight In Ländern wo viele Maschinen stehen hat es wenig Arbeitslose, da wo man altomdisch viel von Hand macht hat es viele Arbeitslose.

    Die Erklärung ist ganz einfach: Es mangelt gar nicht an Arbeit, sondern am Geld um die Arbeit zu bezahlen. Und das verdient man mit Effizienzsteigerung und Automatisierung. Deshalb braucht man weder vor Maschinen noch vor Zuwanderern Angst zu haben. Beide fördern den Wohlstand.
    27 16 Melden
    • Bruno Liechti 22.01.2016 19:20
      Highlight Die Geschichte lehrt uns Anderes: <<Die industrielle Revolution führte zu einer stark beschleunigten Entwicklung von Technik, Produktivität und Wissenschaften, die, begleitet von einer starken Bevölkerungszunahme, mit einer neuartigen Zuspitzung sozialer Missstände einhergeht. Daraus ergab sich als ein gesellschaftspolitisches Kernproblem die soziale Frage, verbunden mit wiederkehrenden Arbeiterunruhen und Bemühungen von Sozialreformern, die akute Not zu lindern und deren Ursachen zu bekämpfen.>>
      0 3 Melden
  • marsupi 22.01.2016 10:09
    Highlight Diese Vorhersagen kann keiner wirklich treffen. Natürlich wird die Digitalisierung einiges verändern. Jedoch muss es nicht auf Kosten der eigentlichen Arbeitsplätze passieren, sondern nur deren Aufgabengebiet verändern. Hier spielen auch Moral und Ethik eine grosse Rolle. Es wird kaum eine Firma x-tausend Stellen streichen mit der Begründung, dass diese durch Maschinen ersetzt wurden. Ich denke eher dass die Arbeit auch angenehmer und stressreduzierter werden kann, wenn Maschinen bestimmte Arbeiten abnehmen. Da erkenne ich Chancen und keine Panik. Panik wirkt aber natürlich medienwirksamer.
    21 7 Melden
  • Abnaxos 22.01.2016 09:54
    Highlight Das ist eine völlig logische Folge der Entwicklung. Rationalisieren ist nicht böse. Repetitive Arbeit macht dem Menschen keinen Spass, daher erfindet der Maschinen, die das tun. Es ist gut, Menschen nicht zu Arbeit zu zwingen, die sie nicht machen wollen. Es ist ein Erfolg von Wirtschaft und Technologie.

    Das Problem ist, dass unsere Gesellschaft nicht bereit für diesen Erfolg ist. Sie geht davon aus, dass jeder einen Job hat, dass jeder seine Existenz verdienen muss.

    Aber hier gibt es einen Lösungsansatz: Das bedingungslose Grundeinkommen. Das BGE muss Teil dieses Erfolgs werden.
    48 16 Melden
    • StealthPanda 22.01.2016 10:24
      Highlight Und wer soll das berappen? Nur noch das Managment oder die Besser ausgebildeten Personen die nicht Automatisiert wurden?

      Und die anderen müssen nicht mehr Arbeiten da Grundeinkommen gesichert ist?

      Quelle Wiki: Das Konzept des BGE sieht eine Zuwendung für jedermann vor. Es würde weder eine sozialadministrative Bedürftigkeitsprüfung erfolgen, noch würde eine Bereitschaft zur Erwerbstätigkeit gefordert.

      Das soll die Zukunft sein? Geld bekommen und nicht mal versuchen müssen Arbeiten zu gehen...weil man keine Lust hat?
      14 19 Melden
    • StealthPanda 22.01.2016 10:47
      Highlight Dies kommt von der Offiziellen Initiativ Seite von wegen Finanzierung:
      -Es bliebe ein Rest von einigen Milliarden im Jahr, welche nicht in bestehenden Einkommen enthalten sind, insbesondere für Menschen, die heute von weniger als 2’500 Franken leben. Ob ein Restbetrag durch Steuern oder durch eine Verlagerung im heutigen Staatshaushalt aufgebracht wird, muss politisch ausgehandelt werden.

      Zusätzlich Schreiben sie sogar selber das es zu einer Steigerung der Einwanderung führt dafür bekommen wir den Fortschrittlichsten Gesselschaftsvertrag.

      Ja Danke wieder mal so eine Sozialistische Utopie.
      11 10 Melden
    • Abnaxos 22.01.2016 11:19
      Highlight Den ganzen Tag in der Hängematte zu liegen ist langweilig. Was der Mensch aber nicht gerne tut, ist langweilige, repetitive Arbeit. Daher hat er die Waschmaschine erfunden. Es gab da aber ein Problem: Waschaschinen zu bauen ist langweilige, repetitive Arbeit. Daher haben wir Maschinen erfunden, die Waschmaschinen bauen.

      Der Mensch ist nicht faul. Er mag einfach keine hirnlose, anstrengende Arbeit. Wenn wir dafür Maschinen bauen, können wir wieder einige Sklaven entlassen.

      Diese haben dann mehr Zeit, etwas zu Schaffen, was Spass macht. Dafür haben haben wir damals die Waschmaschine erfunden.
      21 1 Melden
    • Abnaxos 22.01.2016 11:29
      Highlight Momentan herrscht die Meinung vor, der Mensch sei für die Wirtschaft da. Das ist ein Fehler, das Umgekehrte ist der Fall.

      Der grosse Unterschied zum Kommunismus ist: Es findet keine Gleichschaltung statt. Wer mehr leistet, hat am Schluss auch mehr für sich. Aber Nahrung und Dach über dem Kopf sind gesichert, niemand muss mehr für die pure Existenz etwas tun, was er nicht will.

      Das schafft Freiraum. Freiraum, um mehr zu leisten, als ein WC sauber zu machen (was eine Maschine besser könnte). Etwas geleistet zu haben, ist an sich eine Befriedigung, wenn es dafür etwas kriegt, um so besser.
      17 2 Melden
    • StealthPanda 22.01.2016 12:08
      Highlight Gut das Menschen nicht gerne Repitive Arbeit verrichten verstehe ich. Doch gibt es nur noch wenige Fabriken die wirklich Fliessband Arbeiter anstellen allo Henry Ford.

      Zitat: "Aber Nahrung und Dach über dem Kopf sind gesichert, niemand muss mehr für die pure Existenz etwas tun, was er nicht will."

      Was wenn dann niemand mehr etwas tun möchte? Es währe dann ja möglich...sogar ohne Grund. Wieso sollte dann jemand noch in die Schule gehen oder sich besser Ausbilden? Das Geld kommt ja einfach...genug um zu Leben mehr will man ja nicht.
      2 6 Melden
    • StealthPanda 22.01.2016 13:50
      Highlight @nix

      Nein das geht doch auch nicht. Die werden alle Apple gehören und sind offiziell auf den Cayman Inseln Angestellt :P
      3 0 Melden
    • StealthPanda 22.01.2016 14:05
      Highlight @ Rendel. Ich mache genau das was mir Freude macht. Informatik Job hingeschmissen und dafür eine Velobude geöffnet. Ich verdiene jetzt zwar nicht mehr meine 6000Fr./ Monat sondern noch 4000Fr./Monat dafür gehe ich jeden Abend glücklich nach Hause und alle Leute auf der Strasse in meiner Stadt begrüssen mich Freundlich mit meinem Namen, Kinder kommen Mittwochs am mittag zu mir um sich einen foif liber zu verdienen mit Veloputzen und haben spass. Kunden gehen fröhlich aus dem Laden und ich bekomm sogar Postkarten von Kunden in den Veloferien. Das ist mein Traum der wahr geworden ist.
      10 0 Melden
    • Abnaxos 22.01.2016 14:06
      Highlight Die wahre Angst liegt doch darin, dass man plötzlich «Drecksarbeit» angemessen bezahlen müsste.

      Heute sagt man der Putzfrau: «Du putzt mir meine Wohnung für 100.- oder es gibt heute kein Abendessen.» Das erinnert stark an Sklaventreiberei.

      Mit dem BGE könnte die Putzfrau plötzlich sagen: «Ich putze Dir die Wohnung für 500.- oder Du kannst sie selber putzen.» Man könnte natürlich auch jemanden suchen, der es billiger macht, oder einen Roboter putzen lassen.

      Am Ende wird die Wohnung aber geputzt sein, denn das ist ein Bedürfnis, und wenn man es selber gemacht hat.
      1 3 Melden
  • Wilhelm Dingo 22.01.2016 09:46
    Highlight Der Wandel ist seit langem im Gange und es sind eigentlich good news, denn mit immer weniger Arbeit können wir immer mehr machen. Der zentrale Punkt ist aber, wie wir es gestalten damit alle etwas vom Kuchen abbekommen.
    32 1 Melden
  • Robert K. 22.01.2016 09:40
    Highlight Es ist geradezu ein Witz, dass immer wieder die gleichen Geschichten herumgeboten werden. Neue Technologien verändern die Arbeit der Menschen und die Beschäftigung steigt weiter, das war in jeder "Industriellen Revolution" so, letztes Beispiel "Computer nehmen die Arbeit im Dienstleistungssektor weg", gerade dieser Sektor ist am stärksten gewachsen auch in Bezug auf die Beschäftigung.
    28 4 Melden
    • Jol Bear 22.01.2016 15:23
      Highlight Richtig, z.B. bevor es Autos gab, brauchte es viel mehr Pferdezüchter und Hufschmiede, Haferproduktion; Computer und Textprogramme reduzierten Sekretäre/-innen, kreierten aber mit Serienbriefen neue Möglichkeiten usw. Die Digitalisierung wird Bisheriges ablösen und andere neue Arbeitsplätze schaffen. Die Automaten müssen programmiert, weiterentwickelt, unterhalten und gewartet werden. Es braucht neuartige Ersatzteile, Produktions- und Vertriebssysteme, die ebenfalls geschaffen und unterhalten werden müssen. Pessimisten sind konservative Schwarzmaler, Optimisten sehen Chancen und packen an.
      3 0 Melden
  • Scaros_2 22.01.2016 09:29
    Highlight Verlieren kann das Volk nur wenn die Regierung nicht begreifft das sie die Schulmodelle umstellen müssen. Ich muss sagen ich stehe tief in der Schuld meiner Eltern die so was ahnten. Zuhause wurde ich 2 Sprachig erzogen (De/EN) und mein Vater brachte mir als Kind das Programieren bei, nichts spezielles, Java, C++ usw. weil er der Meinung war, das Computersprachen irgendwann wichtiger sind als Sprachen und ich soll einen technischen Berufen erlenern und mich in der IT fotbilden. Gesagt getan, heute bin ich ihm Dankbar und kümmere mich um Data Governance Modelle! Ein Gebiet mit Zukunft!
    27 6 Melden
    • StealthPanda 22.01.2016 09:36
      Highlight Bescheidenheit wurde nicht beigebracht?
      30 15 Melden
    • Fumo 22.01.2016 11:07
      Highlight @StealthPanda
      Was ist daran unbescheiden seinen Eltern gegenüber Dankbarkeit zu erweisen?
      Ich lese in seiner Begründung keine Überheblichkeit heraus. Nur weil er, selbstbewusst, das schildert was er gelernt hat und was es ihm Heute für einen Nutzen bringt bedeutet es nicht zwangsläufig dass er damit angeben möchte.
      18 1 Melden
    • Sagitarius 22.01.2016 11:12
      Highlight Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr!

      Sarcasm off!
      5 1 Melden
    • Scaros_2 22.01.2016 11:16
      Highlight Stealth
      Ich habe lediglich erzählt wie ich gottseidank erzogen wurde. Würde ich einen Job machen den wir mittlerweile nach Indien auslagern wäre ich sicherlich in einer ganz anderen Lage. Aber das ist ein Problem der Politik. Diese müsste erkennen wohin der Trend 4.0 geht. Es müsste dahingehend Reformen in der Ausbildung geben und den Fokus auf 4.0 lenken damit die Jugend von Heute in der Zukunft ready ist. Wenn wir weiterhin Leute ausbilden für Berufe die in 5-10 jahren hier keine Verfügbarkeit mehr haben, dann haben wir 5-10 Jahre lang falsch Zeit/Geld investiert und tragen die Konsequenzen
      12 0 Melden
    • Scaros_2 22.01.2016 11:18
      Highlight Konsequenzen dahingehend das bei uns der Lebensstandart fällt weil die Arbeitslosigkeit zunehmen wird und das einfach deshalb weil Politiker und auch Eltern nicht einsehen können/wollen das sich die Welt verändert und sich Jobs usw. verlagern oder gar neue geschaffen werden. Wenn ich eine Tages Kinde haben werde, so werden diese mit Fokus IT ausgebildet einfach schlicht deshalb weil IT einer der Zukunftsfaktoren ist und nicht ein Maurer. Der Beruf wird evtl. einmal ersetzt so leid es mir den Maurer tut die mit viel emotionen und elan an ihrem Job hängen.
      3 0 Melden
    • StealthPanda 22.01.2016 11:30
      Highlight Gegenüber den Eltern Dankbarkeit zeigen tut man indem man den Eltern Danke sagt.

      Zudem hat nicht jeder das Glück zweisprachig Aufzuwachsen und Eltern die Programmiersprache beherrschen.
      Ich habe das Glück dass ich mir vieles selber bei bringen konnte unter anderem ein bisschen Programmieren wobei ich dies eher als mittel zum zweck sah und nicht als Leidenschaft.
      Trotz meiner guten Ausbildung als Informatiker bin ich heute Selbständiger Fahrradmechaniker und nie würde mir es in den Sinn kommen damit zu prahlen was ich gelernt habe und kann und eben was ändere hätten tun können.
      6 1 Melden
    • Fumo 22.01.2016 11:36
      Highlight Achso, da spricht dann nur der Neid aus dir heraus ;)
      2 4 Melden
    • Santale1934 22.01.2016 11:42
      Highlight @Scaros
      Solange du deinen Kindern nicht den Beruf im IT-Bereich aufzwingst, klingt deine Erziehung annehmbar, aber vergiss dabei nie, wenn deine Kinder lieber Maurer werden wollen, lass sie Maurer werden, man kann Dinge nur dann richtig gut machen, wenn man mit Freude und Leidenschaft dabei ist.
      4 0 Melden
    • Gibaue 22.01.2016 12:00
      Highlight @Scaros_2 Ein Tipp für die IT-Ausbildung ihrer zukünftigen Kinder: Schnittstellen-Wissen und Kreativität sind gefragt. Programmieren ist genau so eine Sache die automatisiert werden wird. Wichtig werden die Schnittstellen Mensch/Maschine und die Zusammenhänge von IT im Unternehmen und der Gesellschaft. Denn das Einzige was schwierig zu automatisieren ist, sind Sozialkompetenzen und Innovationsfähigkeit. Viel Erfolg!

      PS: Kreativität nicht im Sinne von Handwerks- und Malunterricht sondern im Erkennen & Verstehen von komplexen Zusammenhängen.
      6 1 Melden
    • StealthPanda 22.01.2016 12:16
      Highlight @ Fumo

      Nein, überhaupt nicht. Ich denke nur gerade an alle Sekretärinnen, Bauarbeiter, Mechanikern, Krankenpfleger, Zugbegleiter, Lokführer, Kiosk Verkäufer, Buchhalter, Hauswarte, Busfahrer, Piloten, Stewardessen, Migros Angestellte, Lastwagenfahrer, Bauern, Schlosser usw. denen gerade gesagt wurde das sie beschissene Eltern hatten weil sie nicht auf die Zukunft vorbereitet wurden. Es ist ein hohn zu glauben ohne diese Leute würde irgendetwas funktionieren ind er Schweiz. Im gegenteil diese Menschen sorgen dafür das wir ein Dach über dem Kopf haben, jeden Tag Essen auf dem Tisch usw.
      7 3 Melden
    • Scaros_2 22.01.2016 13:43
      Highlight @Gibaue, ich erarbeite Data Governance Modelle für Unternehmen, das ist für mich fast schon die Champions League was Kreativität, schnittestellen und Daten-Architektur angeht :) Und so was wird auch nie automatisiert werden können und wenn doch, hut ab vor denen ihren Algorithmen ;-).
      @Santale, selbverständlich dürfen meine Kinder lernen was sie wollen - nur bin ich der Meinung man sollte seinen Kinder irgendwann aufzeigen wie die Realität wirklich ist und man sich gewisse Dinge gut überlegen sollte da für den Moment leben zwar toll ist aber man doch noch 60 Jahre vor sich hat :)
      3 0 Melden
    • Santale1934 22.01.2016 14:13
      Highlight @Scaros, da gebe ich dir recht, natürlich kannst du ihnen sagen, dass dieser beruf keine lange zukunft haben könnte, aber am schluss müssen sie entscheiden. Ausserdem kann man heute, wenn man den willen hat sehr schnell und gut einen berufswechsel vollziehen. Ich kenne selber jemanden der hat ursprünglich Modelbauer gelernt und ist nun Wirtschaftsinformatiker :)
      Aber eben recht hast du schon, die Kinder sollten schon wissen, was in Zukunft vorteilhaft oder halt eher unvorteilhaft ist
      2 0 Melden
    • Gibaue 22.01.2016 15:01
      Highlight @Scaros_2 Angenommen deine Kinder treten in ca. 20 Jahren in den Arbeitsmarkt ein. Erinnerst du dich noch was die Champions League der Informatik vor 20 Jahren war? Die taugt heute fürs Museum. Wo stehen die Algorithmen dann wohl in 20 Jahren? Die Entwicklung beschleunigt ja.

      Anyway: Bringst du deinen Kindern bei offen für Neues zu sein, hast du die halbe Miete.
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