Wirtschaft

Ein Vertreter des Zürcher Startup-Unternehmens Modum lässt sich auf YouTube feiern. Screenshot: youtube.com/Global Tech Box

Die Wall Street hat bei Krypto-Währungen Blut geleckt – das könnte böse enden

Der Höhenflug von Bitcoin, Ether & Co. wird immer absurder. Jetzt haben auch die zynischen Profis an der Wall Street Blut geleckt. Doch Warnungen vor einer Blase will niemand hören.

19.10.17, 09:59 20.10.17, 10:12

Ehrenwerte und gestandene Banker erlebten im Dotcom-Boom der 90er Jahre einen Albtraum: Sie wussten, dass die eilig auf den Markt geworfenen Aktien der Internet-Unternehmen zumeist Schrott waren. Gleichzeitig mussten sie erleben, wie der verhasste, in Finanzfragen völlig unbedarfte Schwiegersohn jedes Wochenende damit prahlte, wie er erneut viel Kohle mit eben diesen Schrottpapieren verdient hatte, während man als gewissenhafter Banker in die Röhre guckte.  

«Das wird die grösste Blase unseres Lebens werden – und ich habe im Sinn, dabei sehr viel Geld zu verdienen.»

Mike Novogratz

Jetzt ist der Albtraum zurück. Bitcoin, Ether und eine immer grössere Schar von Coins oder Tokens boomen, obwohl es dafür keinen Grund gibt – zumindest nicht nach ökonomischen Gesichtspunkten. Mit ICOs (Initial Coin Offering) und ITOs (Initial Token Offering) – beides ist das Gleiche – werden über Nacht Millionen gescheffelt, während mit Obligationen kein und mit Aktien nicht mehr viel Geld zu verdienen ist.  

Börse in New York: Die Spielraum nach oben ist für Aktien klein geworden. Bild: AP/AP

Es ist nicht ganz einfach, kühlen Kopf zu behalten, wenn sich der Kurs von Bitcoin innert Jahresfrist fast verfünffacht, wenn alle von Ether und seinem Schöpfer, dem Wunderkind Vitalik Buterin, schwärmen, und wenn sich mühelos ein Vermögen mit Kryptowährungen machen lässt, von denen man nicht einmal den Namen kennt. Deshalb breitet sich in der professionellen Gemeinde «FOMO» aus. Dieser Begriff ist die Abkürzung von «Fear of missing out», auf deutsch: «Angst, etwas zu verpassen».  

In der «Financial Times» beschreibt Ben David vom Fonds Spice, wie sich FOMO derzeit in der Szene äussert:

«Vor einem Jahr wussten die Vermögensverwalter nicht einmal, was Kryptowährungen sind. Vor sechs Monaten dachten sie, es sei ein schlechter Witz, und jetzt realisieren sie, dass sie es schlicht nicht verstehen, und werden nervös. Es gibt hier eindeutig ein Element von FOMO. Den Händlern wurde bisher stets geraten: ‹Langt diese Dinge nicht an! Es ist eine Blase!› Und jetzt ärgern sie sich darüber, dass der Zug bereits abgefahren sein könnte.»

Die Vermögensverwalter sind in der Zwickmühle. Einerseits werden ihre Kunden gierig, andererseits warnen Alphatiere wie der CEO von JPMorgan, Jamie Dimon, eindringlich vor den Kryptowährungen und prophezeien deren baldigen Untergang.

Zynismus kann in dieser Situation hilfreich sein. Der Hedge-Fund-Manager Mike Novogratz beispielsweise liess kürzlich durchblicken, dass er rund 250 Millionen Dollar mit Bitcoin und Ether erzielt hätte. Er verheimlicht dabei nicht, dass er glaubt, dass die Bewertung nicht mehr realistisch ist. In einem TV-Interview erklärte er offen: «Das wird die grösste Blase unseres Lebens werden – und ich habe im Sinn, dabei sehr viel Geld zu verdienen.»  

Warnt vor Schuldenbergen: Konrad Hummler.

Dieser Zynismus mag ein paar wenigen immense Gewinne verschaffen, für das Finanzsystem könnte er sich als tödliche Gefahr erweisen. So erklärte der Bankier Konrad Hummler jüngst in einem Interview mit watson: «Derzeit gibt es keine Schuldenberge, wie das etwa bei der Immobilienkrise der Fall war. Wenn die Verschuldungsfrage auch bei den Kryptowährungen akut wird, dann muss der Regulator eingreifen.»  

Wiederholt sich die Dotcom-Blase?

Das war beim Dotcom-Boom der Fall und bei der Subprimekrise, die 2008 beinahe das internationale Finanzsystem zu Fall gebracht hat. Auch damals wurde mit hochkomplexen Finanzinstrumenten – beispielsweise synthetischen CDOs – Milliarden umgesetzt, die sich dann über Nacht in Luft auflösten. Eine weitere Kursexplosion bei den Kryptowährungen und eine Prise FOMO könnten für eine Wiederholung dieses Spektakels sorgen.  

Die Schweiz könnte dabei empfindlich getroffen werden. Es gibt nämlich die immer lauter werdende Forderung, den hiesigen Finanzplatz in ein globales Krypto-Valley zu verwandeln. Deshalb solle man doch bitte Bitcoin & Co. mit Samthandschuhen anfassen und ja keine voreiligen Regulierungen vornehmen.  

So wirbt Modum auf YouTube. Video: YouTube/Crypto Trader

Wie das Beispiel von Modum zeigt, könnte sich das rächen. Das Zürcher Startup-Unternehmen will mit der Blockchain-Technik die Supply Chain von Pharmafirmen optimieren. Mit einem ICO (oder ITO) hat es kürzlich 16 Millionen Dollar aufgetrieben.

Die böse Überraschung bei einem Konkurs

Ein ICO ist eine Art «Börsengang light», die Tokens haben Aktien-ähnlichen Charakter. Doch Modum hat nicht einmal einen Prospekt aufgelegt. Schlimmer noch: Aus den Unterlagen geht nicht hervor, was für eine Rechtsform das Unternehmen hat.

Für den nichtsahnenden Token-Käufer könnte dies üble Folgen haben, wie Werner Vontobel auf der Onlineplattform «Cash» aufzeigt:

«Nach Schweizer Recht muss sich eine Gesellschaft zwingend für eine von acht möglichen Gesellschaftsformen entscheiden. Tut sie das nicht, geht man davon aus, dass es sich um eine ‹einfache Gesellschaft› handelt. Das würde aber bedeuten, dass alle Gesellschafter solidarisch haften, was im Falle eines Konkurses zwar den Gläubigern, nicht aber den Käufern eines Tokens gefallen dürfte.»

Mit anderen Worten: Wer ein Modum-Token kauft, muss damit rechen, dass er zur Kasse gebeten wird, wenn die Firma pleite geht.  

Vielleicht sollte sich die Finanzaufsicht Finma mit den Tokens und den ICOs befassen, bevor es zu spät ist. Denn es gibt durchaus Gründe für ein kommendes Finanz-Desaster. Das könnte dann wie folgt aussehen: Im derzeitigen Niedrigzinsumfeld lässt sich mit Obligationen kein Geld verdienen, die Aktien sind weltweit auf Rekordstand. Gleichzeitig wird die Gier der Anleger durch die phantastischen Renditen bei den Kryptowährungen angeheizt. FOMO und Zynismus machen sich bei den Profis breit. Für ICOs und Kryptowährungsbörsen existieren bisher kaum vernünftige Regelungen. Das sind ideale Voraussetzungen für eine Finanzblase, die in Ansätzen bereits zu beobachten ist.  

Warum auch Journalisten zynisch werden

Nachbemerkung: Auch Journalisten werden gelegentlich zynisch. Deshalb schreibe ich diesen Artikel im Wissen, dass er niemanden davon abhaltet, Kryptowährungen zu kaufen oder in Token zu investieren. Im Gegenteil: Auf Reddit, der Social-News-Aggregator-Seite, machen die Hardcore-Fans Sprüche wie: «Jedes Mal, wenn ein traditioneller Banker vor einer Krypto-Blase warnt, fühle ich mich bestätigt und kaufe hinzu.»  

Krypto-Nerds sind wie Trump-Fans. Sie lassen sich durch nichts abschrecken, schon gar von Fakten.

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Brikne, 20.7.2017
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55Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Lukeros 19.10.2017 17:55
    Highlight Kann mir jemand eine bedienerfreundliche Plattform zum handeln/kaufen von Bitcoms empfehlen?
    1 0 Melden
    • Blumenmäher 19.10.2017 19:51
      Highlight Coinbase und deren Tradingplattform Gdax sind tubelisicher am Anfang.
      Oder Bittrex: hier sind viel mehr Währungen gelistet und ist ebenfalls übersichtlich.
      2 0 Melden
    • bubu108 19.10.2017 21:02
      Highlight Kaufen: bity.com
      Handeln: bittrex.com
      1 0 Melden
  • seventhinkingsteps 19.10.2017 16:01
    Highlight Die Rechtsform von modum.io steht unten rechts auf der ersten Seite des Whitepapers:

    "Copyright 2017 modum.io AG"

    Und wenn man ganz nach unten auf der Website scrollt, steht dort:

    "modum.io AG
    Technoparkstrasse 1"

    Das nächste Mal bitte sauber recherchieren Herr Löpfe und nicht einfach den Müll von Werner VonTobel übernehmen...
    15 2 Melden
    • Philipp Löpfe 19.10.2017 16:37
      Highlight Wir hätte sehr gerne mit Marc Degen darüber gesprochen. Er hat das Gespräch verweigert.
      3 14 Melden
    • seventhinkingsteps 19.10.2017 17:05
      Highlight Kein Wunder, in einem anderen Artikel haben Sie geschrieben die Firma sei aus Basel, obwohl man in 2 Sekunden googlen herausfindet dass sie in Zürich ist.

      Jemandem, der so recherchiert, würde ich das Gespräch auch verweigern.
      11 1 Melden
    • Philipp Löpfe 19.10.2017 18:43
      Highlight Zusatz: Modum ist eine AG. Durch die Herausgabe von Tokens, die Aktiencharakter haben, entsteht jedoch eine neue Gesellschaft, deren Status ungeklärt ist. Das ist zumindest die Meinung von Aktienrechtlern. ich bin kein Jurist – und Modum kann diese Frage nicht beantworten.
      4 5 Melden
    • Gelöschter Benutzer 19.10.2017 18:49
      Highlight ..und wer verbreitet hier schlecht recherchierte Halbwahrheiten und erzeugt damit FUD?
      10 0 Melden
    • seventhinkingsteps 19.10.2017 20:01
      Highlight @Phillipp Löpfe

      Das stimmt nicht, Securities unterstehen in der Schweiz keiner Anmeldepflicht und Token Holders sind keine Shareholder einer AG
      3 0 Melden
  • Zorro77 19.10.2017 15:01
    Highlight Wieso soll modum keine Rechtsform haben?
    Im Handelsregister ist die Firma als Aktiengesellschaft eingetragen:
    https://www.zefix.ch/de/search/entity/list/firm/1271210?name=modum&searchType=undefined

    Auch auf der Homepage sieht man die Rechtsform:
    modum.io AG
    20 0 Melden
    • Philipp Löpfe 19.10.2017 17:02
      Highlight Siehe seventhinmingsteps.
      1 8 Melden
  • romawi 19.10.2017 14:57
    Highlight Ich habe nach 1 Minute die Firma modum.io AG im Handelsregister Zürich als Aktiengesellschaft registriert gefunden. Wart ihr zu faul dazu oder gings einfach um Effekthascherei? Seriöse Recherche sieht jedenfalls anders aus.
    25 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 19.10.2017 14:11
    Highlight tja.
    8 7 Melden
  • dr.phibes 19.10.2017 13:36
    Highlight Gebe Ihnen Recht, dass die Bitcoin-Blase wohl irgendwann platzen wird. Wie aber auch bei der Dotcom-Blase, wird die Idee bzw. Technologie (=Internet) überleben. In diesem Falle die Blockchain. Deren Mehrwert für die Allgemeinheit schwer angezweifelt werden kann.
    Wie aber auch bei unserem bestehenden Geldsystem lässt sich auch hier Henry Ford treffend zitieren:
    „Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh.“
    31 1 Melden
  • Nuscheltier 19.10.2017 13:16
    Highlight Herr Löpfe schiesst sicher sehr gerne auf gewisse Themen ein. Cryptocoins sollen durchaus kritisch angesehen werden, aber diese Artikelflut gleich schon eher einer persönlichen Vendetta als nüchternen Berichterstattung.
    28 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 19.10.2017 15:23
      Highlight Zwei Dinge die Löpfe sehnlichst herbei sehnt.
      1. Trump wird zum Teufel gejagt
      2. Cryptocurrency Blase platzt
      11 0 Melden
    • Nuscheltier 19.10.2017 16:06
      Highlight Hab ich mir auch so gedacht, nur finde ich es nachvollziehbar, niemand will Trump für die nöchsten gut 3 Jahre. Nur leider- trotz gefühlten 50 löpfschen Artikeln mit Titeln wie "Jetzt wird Trump abgesetzt" hat der Author nie recht behalten. Ich vermute mit den Cryptocoins wirds ähnlich laufen.
      3 1 Melden
  • sheshe 19.10.2017 12:41
    Highlight Wie werden die BTC Gewinne eigentlich versteuert in der Schweiz? Muss man das angeben?
    9 1 Melden
    • Anonymer 19.10.2017 14:24
      Highlight Ja muss man. Wird meines Wissens kapitalbesteuert.
      3 1 Melden
    • Dubio 19.10.2017 14:24
      Highlight Hier eine Übersicht einer Anwaltskanzlei:
      https://www.mme.ch/de/magazin/wie_muessen_bitcoins_deklariert_werden/

      Ist allerdings nur die Meinung dieser Experten und nicht zwingend auch die, Deiner Steuerverwaltung.
      1 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 19.10.2017 15:32
      Highlight Dubio: interessanter Link. Ich muss das mal genauer studieren.

      Grundsätzlich sind doch Bitcoins einfach Vermögen. Die Vermögenssteuer ist im gegensatz zur Einkommensteuer doch sehr gering. Es lohnt sicht also nicht wirklich etwas zu verstecken.

      Aber nur mal angenommen, ich hab bei 200$ 10 Bitcoin gekauft (Kosten 2000Fr.) nun gebe ich das nie an, aber eines Tages steht der Kurs bei 10'000$ und ich will nun mit den 10 Bitcoin (98'000 Gewinn) ein Porsche kaufen. Das wird nun schwierig dem Steueramt zu erklären wo die Kohle herkommt.
      3 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 19.10.2017 16:44
      Highlight @Dubio fänx, das war sehr lesenswert.
      0 0 Melden
    • Flexon 19.10.2017 19:48
      Highlight @ Bity
      Kursgewinne von Devisen und Wertpapieren werden in der Schweiz nicht besteuert. So spektakulär das auch klingt.
      1 0 Melden
  • Hans Gseh-Cho 19.10.2017 11:23
    Highlight Muss man diese virtuelle Welt verstehen? Oder reicht es, wenn man weiss, das man Geld (Papier) nicht essen kann und mit Bitcoins (Bits und Bytes) ja nicht mal heizen kann im Winter? :-)

    Spielt ruhig weiter ihr grossen Kinder :-)
    30 17 Melden
    • dr.phibes 19.10.2017 13:39
      Highlight Ist ja bei unserem bestehenden Geldystem nicht viel anders. Dein Geld, falls Du es nicht gerade unter der Matratze hast, ist bei deiner Bank auch nur virtuell vorhanden.
      16 0 Melden
    • Hans Gseh-Cho 19.10.2017 18:27
      Highlight Ich weiss, hab Goldschmied Fabian auf YouTube gesehen :-)
      1 0 Melden
  • ITGeek_BLC 19.10.2017 11:16
    Highlight Also, ich habe mit Cryptowährungen viel Geld verdient, leider nur im kleinen ...
    mit 200 angefangen, und nach weniger als 2 Monaten hatte ich 20.000 CHF - dann leider in viele kleine und unnötige Coins gesteckt ...

    ich habe mir mitlerweile 7000.- auszahlen lassen und habe noch ca 3-4000 in Cryptowährungen, ich denke mal, es wird nie zu spät sein noch in die Coins zu Investieren, jedoch ist der Gewinn nun wesentlich kleiner ...

    was aber beim Fork passiert, werden wir noch sehen, bald kommen einige gute ICO's aus der Schweiz, da werde ich wahrscheinlich viel Geld reinstecken.

    17 15 Melden
    • kingkong 19.10.2017 12:41
      Highlight Das könnte man Blase nennen...
      9 3 Melden
    • ITGeek_BLC 19.10.2017 13:14
      Highlight ich meine das ja nicht böse ? ^^ Cryptowährungen sind super, blockchain genial !

      ich war einfach nicht schlau genug ^^
      3 0 Melden
    • Lukeros 19.10.2017 13:24
      Highlight @ITGeek_BLC
      Kannst du mir eine Plattform zum handeln/kaufen von Bitcoins empfehlen, welche simpel und verständlich ist?
      5 0 Melden
    • ITGeek_BLC 20.10.2017 11:32
      Highlight klar, du kannst direkt auf den Exchange kaufen, zb auf bitfinex

      sonst auch ganz gut AnyCoin und coinbase

      diese sind wirklich einfach und schnell !

      Traden würde ich auf Binance, bittrex und bitfenix

      lasst die finger von Altcoins, da kann man schnell viel Geld machen, man kann aber auch schnell alles verlieren !

      gute Coin Übersicht : coinmarketcap.com

      bei Fragen, kannst du dich einfach bei mir melden :)

      cryptohelpch@gmail.com
      1 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 19.10.2017 11:15
    Highlight Bitcoin einfach als Lottoschein betrachten mit einem bessern Einsatz/Gewinn Verhältnis.

    Auch die Aktieblase wird mal platzen.

    Warum schreibt Löpfe nicht was heute vor 30 Jahren passiert ist? Oder kommt das noch?
    25 6 Melden
  • Dubio 19.10.2017 11:09
    Highlight Naja.

    Einfach nur bashing betreiben, wie jetzt Löpfe hier, bringt auch nichts und ist kaum intelligenter, als blindlings tokens kaufen.

    Die Spreu vom Weizen zu trennen versuchen, das wäre zur Abwechslung mal etwas, das ich gerne lesen würde...
    31 3 Melden
  • mrmikech 19.10.2017 11:00
    Highlight Die blockchaintechnologie an sich ist prima. Der längerfristigen wert und erfolg einer kryptowärung hängt von folgende sachen ab:

    Vertrauen, anzahl benutzer, wie weit man es einsetzen kann.

    Falls Amazon (zum Beispiel) Bitcoins akzeptieren würde steigern alle bedingungen für erfolg.

    Momentan ist es einfach casino: magst du spielen dann spiele, musst aber bereit sein verluste zu inkassieren...
    27 1 Melden
  • TanookiStormtrooper 19.10.2017 10:57
    Highlight Sehr geehrter Herr Löpfe,

    Ist Hummler eigentlich ein persönlicher Freund von ihnen, den sie rehabilitieren möchten oder warum taucht er in ihren letzten Artikeln immer wieder auf?
    Der Mann hat jegliches Recht, sich als Experte aufzuführen verloren.
    Traut er sich eigentlich inzwischen wieder in die USA oder hat er immer noch Angst, dass sie ihn dort direkt wegen seiner mithilfe zur Steuerhinterziehung einlochen?

    PS: Schade, dass sie diesen Kommentar vermutlich auch nicht Freischalten, ohne sie hätte ich wohl eine höhere Freischaltquote und nicht "nur" 98%.
    31 14 Melden
    • Philipp Löpfe 19.10.2017 11:03
      Highlight Hummler ist kein persönlicher Freund von mit, aber ich habe mit ihm ein interessantes Interview geführt. Mit seinen Troubles in den USA hat dies nichts zu tun.
      18 8 Melden
    • TanookiStormtrooper 19.10.2017 11:12
      Highlight Danke für das Freischalten des Kommentars und ihre Antwort.
      Ich bleibe trotzdem bei meiner Meinung, dass er nicht so prominent und positiv in den Medien auftauchen sollte. Der Mann hat seine Bank an die Wand gefahren und gehört für mich in den Knast.
      Leider übernehmen Leute wie er nie Verantwortung für ihr Handeln und sowas regt mich immer extrem auf.
      60 1 Melden
  • pd90 19.10.2017 10:56
    Highlight 1. Put auf Bitcoin kaufen
    2. Warten
    3. Profit! (kann aber auch anders enden, wer weiss das heute schon :-))
    11 4 Melden
    • TheCloud 19.10.2017 11:53
      Highlight Gute Idee aber den Put würde ich erst bei einem Kurs von ca. 12'000 USD/bitcoin kaufen so in etwa zwei drei Monaten.
      5 1 Melden
  • Triumvir 19.10.2017 10:32
    Highlight Der Krug geht zum Brunnen bis er bricht...Das war schon immer so und wird auch immer so bleiben. Lassen wir den Kryptofans ihre Gier. Sie wird eines nicht mehr all zu fernen Tages in einem riesegen Verlust enden. Die aktuelle Kryptoblase ist durch nichts gerechtfertigt und hat deshalb in meinen Augen jedenfalls das Potential die nächste, gewaltige Finanzkrise zu starten...der vernünftige Investor sollte sich deshalb rechtzeitig warm anziehen, resp. darauf vorbereiten...
    17 10 Melden
    • Dagobart 19.10.2017 11:48
      Highlight Die Deckung ist ja immer wieder Thema. Können sie mir sagen wodurch Gold gedeckt ist ?

      Es gibt einen inneren Wert=Kosten die aufgebracht wurden, um das Gold zu schürfen. Wie bei jedem Coin auch.

      Gold unterscheidet sich lediglich durch die Geschichte und kann bei einer Krise vom Staat beschlagnahmt werden !
      13 8 Melden
    • Tikvaw 19.10.2017 12:24
      Highlight "jedenfalls das Potential die nächste, gewaltige Finanzkrise zu starten"

      Bis jetzt noch nicht.
      Wenn man coinmarketcap.com glaubt, dann haben Kryptowährungen insgesamt zurzeit einen Handelswert von 169 Milliarden $.
      Soweit ich weiss hat allein die SNB CHFs mit einem Wert von rund 500 Milliarden $ im Umlauf.
      Zumindest die Weltwirtschaft wäre also nicht stark betroffen, wenn alle Krytpowährungen morgen nichts mehr Wert sind.
      12 1 Melden
    • Tikvaw 19.10.2017 12:40
      Highlight Und die 500 Milliarden sind nur das was im Umlauf ist. Sie hat noch über Tausend in Form von längerfristigen Anlagen.
      6 0 Melden
    • road¦runner 19.10.2017 12:54
      Highlight @Dagobart
      Gold hat Jahrtausende und x Währungen überlebt. Es wirft keinen Gewinn ab, ist aber Krisen- und Inflationssicher.
      Bitcoins funktionieren nur solange Strom und Vertrauen in das System vorhanden ist, genau wie bei Fiat-Gelder. Puerto Rico wäre aktuell ziemlich aufgeschmissen in einer Bargeldlosen Gesellschaft.
      Nicht nur Gold kann vom Staat beschlagnahmt werden, sondern auch Waffen, oder es können Tauschbörsen gesperrt werden.
      Abgesehen davon wird jährlich ein Teil unseres Geldes beschlagnahmt, Beamten nennen sowas auch "Steuern".
      8 3 Melden
    • Dagobart 19.10.2017 13:18
      Highlight @roadrunner : Gold ist Krisen und Inflationssicher, weil, unabhängig des Staats BIP wie bei btc . Das mit dem Strom (netzwerk)ist sicherlich korrekt vertrauen brauchst bei jeder Währung. Jeder will ja , dass seine Arbeitsleistung sich auch zu einem späteren Zeitpunkt bezahlt macht. Für die aktuelle Situation nütz PR Gold genausowenig! Mit beschlagnahme meine ich auch nicht Steuer sondern Enteignung. Wie der Versuch vor 3-4 Jahren auf Zypern !
      3 1 Melden
  • Dagobart 19.10.2017 10:31
    Highlight Grossteil ist Wertes Blase,solange kein reger CashFlow damit stattfindet.Ganz Richtig!
    Was mich aber bei dem und vorangegangenen Artikel stört ist, dass kein Wort über die dezentralisierte fortschrittliche Technik und somit Potential deren berichtet wird. Kein Wort über dezentralisierte Speicher, Supercomputer,Internetzugänge,BIP unabhängige Währung, Organisationsabbildungen etc. etc.Es liegt soviel Potential darin und aus volkswirtschaftlichem Interesse auch nicht zu verachten.

    Aber es geht immer nur bloss um den schnellen Wertzuwachs einzelner und das könnte alles zum Scheitern bringen!
    16 2 Melden
  • Töfflifahrer 19.10.2017 10:30
    Highlight Ich warte eh schon bis das Ding platzt und dann wieder Geschichten zu lesen sind wie, "Oma verlor ihr Erspartes über Nacht", "Ausbildung der Kinder verloren", "Wovon sollen wir denn nun Leben" usw.
    23 9 Melden
    • Gelöschter Benutzer 19.10.2017 15:02
      Highlight Oma hat die Regeln nicht gelesen und in etwas investiert wovon sie keine Ahnung hatte.

      Wie Warren Buffett einst sagte:

      „Nichts betäubt Rationalität mehr als ohne Aufwand verdientes Geld.”
      0 2 Melden
  • Chriss 19.10.2017 10:28
    Highlight Gute Artikel. Bitcoin beziehungsweise Ethereum sind nur Währungen, welche als Zahlungsmittel (wie z.B. CHF) angesehen werden möchten, jedoch überbewertet sind.

    Es gibt aber auch ICO's (Firmen welche ein Produkt mit der Blockchain machen) welche eigene Coins/Tokens haben. Diese werden benötigt damit Leute im entsprechenden System minen. Diese Coins haben durchaus Potential als Anlage zu dienen.

    Beispiel? WTC und Vechain haben ein Produkt, mit welchem der Weg von Produkten nachvollzogen werden kann. Beide haben bereits grosse Unternehmen (z.B. alliexpress) an Board.
    4 9 Melden
  • Wehrli 19.10.2017 10:22
    Highlight 1 Nerd wird Reich und 10 holen sich eine blutige Nase.

    Fear of missing out, ist einfach nur Angst.

    Wer die Angst wählt, gibt sich der dunklen Seite der Macht hin ;-)
    38 6 Melden
    • FrancoL 19.10.2017 10:59
      Highlight Ja ist es denn bei den Aktien viel anders. Sind bei den Aktien seit x Jahrzehnten alle auf der Gewinnerseite? Nein nicht einmal eine Mehrheit!
      Nein es gibt Gewinner und Verlierer und das ist das Merkmal auch bei Aktien.
      Alles was ein grösseres Risiko in sich birgt und höhere Rendite versprich IST und bleibt ein RISIKO.
      16 3 Melden
    • road¦runner 19.10.2017 12:58
      Highlight Wo Gewinner sind auch Verlierer, mit Investitionen wird kein Geld generiert, es wird lediglich umverteilt.
      Das war schon immer so, nur die Instrumente ändern sind.
      Same story, different books/names.
      8 3 Melden
    • Wehrli 19.10.2017 13:26
      Highlight Klar wird Geld generiert! Ich kaufe für 10, behaupte die Aktie sei 20 Wert, die Du mir bezhalst, und schupps! Mana from the sky ...
      4 2 Melden
    • road¦runner 19.10.2017 14:24
      Highlight Definitiv nicht, wenn Du Gewinn machst steht auf der Gegenseite ein Verlierer, im System ist deswegen nicht mehr Geld vorhanden.
      Zentralbanken und deren Aufgaben sind ja sicher auch dir bekannt.
      4 2 Melden
  • zhgr1989 19.10.2017 10:11
    Highlight Bester Beitrag von Löpfe seit langem. Dankeschön! Traue diesen Kryptowährungen ebenfalls nicht...
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Von wegen Käse, Schokolade und Uhren: Die Schweiz ist Vizeweltmeister im Waffenhandel

Laut einer neuen US-Studie liefert pro Kopf kaum ein Land mehr Waffen an Entwicklungsländer als wir Schweizer.

Die Schweiz ist ein Top-Exportland. Nicht nur bei Waren wie Käse, Schokolade und Uhren. Sondern auch bei Waffen. Vor allem bei Waffen an Entwicklungsländer.

Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie des US-amerikanischen Congressional Research Service (CRS). Demnach war die Schweiz 2015 der weltweit siebentgrösste Rüstungslieferant an Entwicklungsländer: Sie lieferte Rüstungsgüter im Wert von 700 Millionen Dollar an sogenannte «developing nations».

Pro Kopf umgerechnet, belegt die neutrale Schweiz …

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