Wirtschaft
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Binswanger Mathias

Mathias Binswanger ist Professor für Volkswirtschaftslehre. Er ist Autor von zahlreichen Büchern und Fachartikeln. Sein jüngstes Buch trägt den Titel «Geld aus dem Nichts».

«Ohne Fiat Money wäre unser Wohlstand undenkbar»

Die Vollgeld-Initiative ist eine Art Volkshochschule für das Verständnis unseres Bankensystems geworden. Der Ökonom und Geldexperte Mathias Binswanger erklärt, warum die Zentralbanken die Kontrolle über die Geschäftsbanken verloren haben, weshalb Vollgeld kein linkes Projekt ist und warum Geld aus dem Nichts schaffen auch positive Seiten hat.



Bis vor kurzem war der Ausdruck «Fiat Money» ein technischer Begriff, den nur Insider kannten. Heute ist er selbst Laien geläufig. Warum?
Weil wir heute fast nur noch mit «Fiat Money», d.h. mit Geld ohne innerem Wert bezahlen. Die wichtigste Form von Fiat Money ist heute das sogenannte Giralgeld, welches nur als Zahl auf einem Bankkonto existiert. Und so langsam setzt sich auch die Erkenntnis durch, dass dieses Geld durch die Geschäftsbanken geschaffen wird.    

«Es ist falsch zu glauben, dass im Vollgeld-System der Staat entscheidet, wer welchen Kredit erhält.»

Für die klassische Ökonomie ist Geld nebensächlich, ein Schmiermittel quasi. Was hat sich geändert?
Wenn man anerkennt, dass die Geschäftsbanken mittels Kredit Geld aus dem Nichts schöpfen können und dafür nicht auf Spargelder angewiesen sind, muss man auch zugeben, dass diese Geldschöpfung einen Einfluss auf das Wirtschaftsgeschehen hat. Geld ist damit nicht neutral, wie das die herkömmliche Ökonomie behauptet.    

ARCHIVBILD - ZUR MELDUNG BEZUEGLICH BANKEN GEGEN EIGENMITTELVERORDNUNG -  Paradeplatz Square with the headquarter of Swiss banks UBS, centre, and Credit Suisse, right, and the tram stop Paradeplatz in the square's centre, in Zurich, Switzerland, on October 4, 2016. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Zürich Paradeplatz ist Sinnbild für die Macht der Schweizer Banken geworden. Bild: KEYSTONE

Wir alle sind mit der Vorstellung aufgewachsen, dass Banken unsere Spargelder verleihen und von der Zinsdifferenz leben.
Die Banken haben diese Vorstellung auch gefördert, weil sie dadurch in einem sympathischen Licht erscheinen. Sie haben eine Bilderbuchwelt zusammengezimmert, die leicht nachvollziehbar ist. In der Realität stimmt dieses Bild aber seit ein paar hundert Jahren nicht mehr.    

Jetzt kommt die Vollgeld-Initiative, die verbieten will, dass Geschäftsbanken via Kredit Geld schöpfen. Wie realistisch ist das?
Es würde bedeuten, dass die Geldschöpfung von der Zentralbank direkt erfolgt und damit kontrolliert wird. Das wäre allerdings ein relativ unflexibles System, das kurzfristig nicht auf unvorhergesehenen Kreditbedarf reagieren kann. Deshalb lässt selbst die Vollgeld-Initiative ein Hintertürchen offen, indem die Banken sich bei Bedarf kurzfristig von der Zentralbank weiteres Geld beschaffen dürfen.

«Alle Macht den Zentralbanken» ist gewissermassen das Credo der Vollgeld-Initiative. Das tönt sehr links, doch die Idee dahinter ist sehr bürgerlich.
Das Konzept ist in den 30er-Jahren an der Universität Chicago entstanden. Es ist falsch zu glauben, dass im Vollgeld-System der Staat entscheidet, wer welchen Kredit erhält. Selbst nach Annahme der Vollgeld-Initiative würden die Geschäftsbanken in dieser Hinsicht autonom bleiben. Es geht einzig darum, wer Geld schöpfen darf. Heute dürfen dies auch die privaten Geschäftsbanken tun, und sie tun das in der Absicht, einen maximalen Gewinn zu erzielen.    

«Irgendwann ist das Potential an kreditwürdigen Kunden ausgeschöpft.»

Was ist daran schlimm?
Auf der Suche nach dem maximalen Gewinn vergeben Banken manchmal auch fragwürdige Kredite wie vor der jüngsten Finanzkrise in den USA. Das kann zu gefährlichen Spekulationsblasen führen.    

Ist das der Grund, weshalb auch die Hardcore-Liberalen der sogenannten «österreichischen Schule» eine gewisse Sympathie für das Vollgeld haben?
Ähnliche Ideen wie die Vollgeldidee stammen von sehr marktorientierten Ökonomen. Milton Friedman beispielsweise vertrat die schon in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts entwickelte Idee des 100-Prozent Geldes, wo die Banken neu geschaffenes Geld zu 100 Prozent mit Zentralbankengeld unterlegen müssen. Es ist auch eine Tatsache, dass die massive Kreditvergabe der amerikanischen Banken zum Kauf von Aktien ein bedeutender Treiber für die Spekulationsblase war, die 1929 geplatzt ist. Vor diesem Hintergrund ist die Idee des 100-Prozent-Geldes entstanden.    

16583 - Dr. Milton Friedman of the University of Chicago, who won the 1976 Nobel Prize for economics, is a recognized leader of the conservative Chicago School of Economics, shown Nov. 29, 1976. He is associated with laissez-faire, or hands-off policy toward business and trade. (AP Photo/Eddie Adams)

Wollte 100-Prozent-Geld: Milton Friedman. Bild: AP NY

Die Banken mögen das Vollgeld nicht. Sie wollen – sehr vereinfacht ausgedrückt – möglichst viel Geld verkaufen, und das tun sie, indem sie Kredite verleihen.
Irgendwann jedoch ist das Potential an kreditwürdigen Kunden ausgeschöpft. Geld in grösserem Stil an nicht-kreditwürdige Kunden zu verleihen geht nur, wenn man sich der Kontrolle der Zentralbanken irgendwie entzieht.    

Wenn das Papiergeld durch Gold gedeckt ist, dann ist es ebenfalls sicher, ist eine weit verbreitete These. Was ist der Unterschied zwischen dem Goldstandard und dem Vollgeld?
Unter einem Goldstandard ist die Zentralbank verpflichtet, Papiergeld jederzeit in eine vorher bestimmte Menge Gold umzutauschen. Das schränkt die Kreditschöpfung der Geschäftsbanken ebenfalls massiv ein. Doch die Geschäftsbanken können die Kontrolle der Golddeckung leicht umgehen, indem sie ihre Kunden auffordern, mit Schecks oder heute direkt mit dem virtuellen Geld auf dem Bankkonto zu bezahlen.    

Warum hat die Idee eines Goldstandards auch heute noch Anhänger?
Gold gibt den Menschen das Gefühl, dass hinter dem Papiergeld etwas Reales steht. Nur täuscht dieses Gefühl. Eine volle Golddeckung hat es nie gegeben. Der Goldstandard musste schon im 19. Jahrhundert mehrere Male ausser Kraft gesetzt werden, sonst wäre das Bankensystem zusammengekracht. Heute ist der Goldstandard keine ernst zu nehmende Lösung mehr.    

«Am liebsten vergeben Banken Kredite an Kunden, die sie gar nicht brauchen.»

Und was ist der Unterschied zum Vollgeld?
Beim Vollgeld geht es nicht darum, dass Papiergeld mit Gold gedeckt sein muss. Es geht darum, wie Geld in Umlauf gebracht wird und wer das darf.    

Das mittels Kredit geschaffene Fiat Money hat einen schlechten Ruf. Zu Recht?
Nein. Kredite haben das Wirtschaftswachstum erst möglich gemacht. Ohne die Möglichkeit der Geldschöpfung durch die Banken hätte es keine industrielle Revolution gegeben. Die Investitionen hätten nicht finanziert werden können.    

Hätten die Spargelder nicht ausgereicht?
Sparen heisst, den Konsum einzuschränken. Deshalb hätte es gar keine Nachfrage nach den Produkten gegeben, weil die Menschen kein Geld gehabt hätten, um diese Produkte zu kaufen. Folgerichtig hätten die Unternehmer keinen Anreiz gehabt zu investieren. Konsum und Investitionen müssen parallel wachsen, und das ist nur mit aus dem Nichts geschöpftem Geld möglich, wo nicht gleichzeitig mehr gespart werden muss.    

Wird Fiat Money für produktive Zwecke verwendet, dann sind diese Kredite somit ein Segen?
Wenn man Wirtschaftswachstum will, dann ja. Ohne Fiat Money wäre unser Wohlstand undenkbar. Das Problem liegt darin, dass heute ein grosser Teil der Kredite nicht mehr dazu verwendet wird, die Wirtschaft produktiver zu machen. In der Schweiz werden rund 85 Prozent aller Kredite für Hypotheken gebraucht.

Bau von Zweitwohnungen in Arosa am Dienstag, 14. Mai 2013. (KEYSTONE/Arno Balzarini)

Ferienwohnungen in den Alpen. 85 Prozent aller Kredite in der Schweiz sind Hypotheken. Bild: KEYSTONE

Was ist daran schlecht? Ein Haus ist doch ein sicherer Wert und Bauen ein respektables Geschäft.
Im Gegensatz zu einer Maschine macht ein Haus die Wirtschaft nicht produktiver, und es wird nur einmal gebaut. Wenn mit Immobilien spekuliert wird, dann kommt es zu einer Inflation, allerdings nicht zu einer Verteuerung der Alltagsgüter, sondern zu einer sogenannten Vermögensinflation. Daran ändert übrigens auch die Vollgeld-Initiative nichts. Selbst bei einer Annahme dieser Initiative würden die Banken weiterhin einen Grossteil ihrer Kredite für Hypotheken verwenden.

Warum ist das für die Banken attraktiver als in Unternehmen zu investieren?
Hypothekarkredite sind in der Regel gut gesichert und einfach zu vergeben. Kredite an kleine Unternehmen sind hingegen aufwändig, und unsicher. Kurz: Sie bedeuten viel Aufwand für wenig Ertrag.    

Eigentlich ist es absurd, dass sich Investitionen in die reale Wirtschaft kaum mehr lohnen.
Am liebsten vergeben Banken Kredite an Kunden, die sie gar nicht brauchen. Wer kein Geld braucht, ist in der Regel kreditwürdig. Wer Geld braucht, ist bereits verdächtig. In der Schweiz fördern wir mit Steueranreizen das Vergeben von Hypothekarkrediten. Deshalb haben wir auch die hohe Hypothekarverschuldung.

«Konsum und Investitionen müssen parallel wachsen, und das ist nur mit aus dem Nichts geschöpftem Geld möglich.»

Die Zentralbanken können seit der Finanzkrise die Geldschöpfung der Geschäftsbanken kaum mehr kontrollieren. Weshalb?
Bis 2008 waren die Geschäftsbanken auf das Zentralbankengeld angewiesen, sei es, weil ihre Kunden Bargeld beziehen, oder sei es, weil es eine Mindestreserve-Vorschrift gibt. Und schliesslich wickeln Banken ihre Zahlungen untereinander mit Zentralbankengeld ab. Die Finanzkrise hat dazu geführt, dass verschiedene Zentralbanken durch Wertpapierkäufe sehr viele Reserven geschaffen haben, um so einen Kollaps des Systems zu verhindern. Die Schweizer Nationalbank musste dagegen Devisen kaufen, um eine überrissene Aufwertung des Frankens zu verhindern. Das hat dazu geführt, dass die Schweizer Banken heute die Mindestreservepflicht von 2,5 Prozent etwa 30 Mal übertreffen. Sie haben daher immer genügend Reserven, um jede Menge neue Kredite zu schöpfen.    

Es gibt eine weit verbreitete Angst, dass die grosse Ausweitung der Reserven bei der Nationalbank zu einer Inflation führen wird. Teilen Sie diese Befürchtung?
Nein. Der grosse Preisanstieg der Immobilien ist im Moment gebremst. Im Übrigen hatten wir in den letzten Jahren sogar eine leichte Deflation. Das Problem liegt darin, dass die Banken nicht mehr so recht wissen, wem sie noch in grossem Stil weitere Kredite geben sollen. Der Hypothekenmarkt scheint allmählich ausgereizt zu sein. Daher sehe ich auch keine Inflationsgefahr.

Die Vollgeld-Initiative verspricht auch, dass die Zentralbank in diesem System jährlich hunderte von Milliarden Franken verdienen wird, das sie als Volksvermögen verteilen kann. Stimmt das?
Kaum. Ich halte das für eine Spekulation.

ZUM THEMA CYBERWAEHRUNGEN AN DER FRUEHLINGSSESSION 2018 VOM 26. FEBRUAR BIS ZUM 16. MARZ STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Bitcoins, fotografiert bei der Firma Bitcoin Suisse AG in Baar am Dienstag, 24. Mai 2016. .Ab dem 1. Juli 2016 kann man bei der Einwohnergemeinde Zug mit Bitcoin einen Betrag bis zu CHF 200.00 bezahlen. Zug ist weltweit die erste Stadt, welche Bitcoins einsetzt. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Wollen die Banken aushebeln: Kryptowährungen wie Bitcoin. Bild: KEYSTONE

Sprechen wir noch von den Kryptowährungen. Wie weit sind sie interessant für die Banken?
Sie sind – zumindest in der aktuellen Form – gegen die Banken gerichtet. Mit den Kryptowährungen will man auch die steigenden Bankgebühren aushebeln. Nur funktionieren sie bisher weniger als Währung, sondern viel mehr als Spekulationsobjekte.

Könnten sie als Währung funktionieren?
Theoretisch schon, und die Zentralbanken überlegen sich ja teilweise bereits, selbst Kryptowährungen zu schaffen. Nur würde ein Krypto-Dollar oder ein Krypto-Franken anders funktionieren als Bitcoins. Die Zentralbanken würden ihre zentrale Rolle im Bankensystem und bei der Entwicklung der Geldmenge behalten.

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63Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Matthias_Ulrich 19.04.2018 22:55
    Highlight Highlight Gutes Interview. Schade nur, dass Herr Binswanger nicht auch davon spricht, dass Banken nicht nur bei der Kreditvergabe Geld schaffen, sondern auch bei Einkäufen. Kein Witz: Banken kaufen gratis ein! Sie generieren sich selber Geld beim "Kauf". Jedes Bankgebäude, dass hierzulande zu sehen ist, wurde so "gekauft". Auch alle Wertpapiere, Devisen, Grundstücke, Gold, etc. werden so "erworben". So entstanden 1000 Milliarden CHF - im Dienste der Gewinnmaximierung von Banken. Das ist nicht nur moralisch fragich; es ist eine Wettbewerbsverzerrung sondergleichen. Egal, was man von Vollgeld hält...
    4 0 Melden
  • Schneider Alex 19.04.2018 06:49
    Highlight Highlight An der Vollgeld-Initiative wird kritisiert, dass nicht klar sei, wie die Zentralbank sinnvoll entscheiden könne, um wie viel die Geldmenge in einer bestimmten Periode zunehmen soll. In der Geldmengentheorie war lange klar, dass inflationsfreies Wachstum langfristig nur mit einer Geldmengenerweiterung gemäss dem realen Wachstum einer Volkswirtschaft möglich ist.
    Mit einer Vollgeldreform erlangt die Nationalbank wieder die Kontrolle über die gesamte Geldmenge und kann damit Blasenbildungen, Inflation und überbordendes Wachstum direkt verhindern.
    6 1 Melden
  • Der Rückbauer 18.04.2018 20:40
    Highlight Highlight Trotz Nullprozentzinsen wachsen die Schulden der Staaten und der Banken und der Privaten immer weiter. Null Prozent im Kapitalismus? Bei angestrebter Inflation von 2% (haben wir schon lange, dem Index glaube ich schon lange nicht mehr). Tatsächlich, irgendwann (WANN?) fliegt uns das Ding um die Ohren (1 Mio. Reichsmark für 1 kg Brot, war alles schon da). Unser Schuldgeldsystem verleiht den (Privat-)Banken viel zu viel Macht. Der grösste Raubzug der Geschichte hat bereits begonnen.
    19 1 Melden
  • neoliberaler Raubtierkapitalist 18.04.2018 20:38
    Highlight Highlight Man hätte schon noch erwähnen können, dass bei der Kreditvergabe eine Schuld und ein Guthaben beim selben Kunden existiert, das Geld dann aber überwiesen wird. Der Kunde bräuchte sonst den Kredit ja gar nicht! Abgesehen von diesem kurzen Zeitraum der Kreditvergabe ist es sehr wohl so, dass die Bank als Intermediär auftritt und Geld mit dem leihen und verleihen von Geld verdient.
    1 6 Melden
    • _kokolorix 19.04.2018 07:11
      Highlight Highlight Das ist nun schon etwas gar simpel. Wenn eine Bank mit nur 5% Eigenkapital einen Kredit herausgibt und dieser mit Zins und Zinseszins und 100% Eigenkapital des Kunden zurückgezahlt wird, hat die Bank einen Gewinn von 95% realisiert, ohne andere Gegenleistung, als eine Zahl in einem Speicher erhöht zu haben (und eine Menge hohles Geschwurbel drumherum). Mit diesen 95% Gewinn kann die Bank jetzt wieder Kredite in 20facher Höhe vergeben. Ein narrensicheres System, aber die Banker haben es geschafft in so einem System Verluste zu schreiben!
      3 1 Melden
    • neoliberaler Raubtierkapitalist 19.04.2018 11:03
      Highlight Highlight Das ist das Geschäftsmodell der Bank. Theoretisch könntest du ja nicht das Geld der Bank verleihen, sondern direkt eine Hypothek vergeben. Übrigens wird genau dies beim P2P Lending gemacht.
      Die Vollgeldler scheinen aber zu Glauben, dass die Bank Geld aus dem Nichts erschafft und dies ist einfach quatsch.
      1 5 Melden
    • _kokolorix 19.04.2018 19:52
      Highlight Highlight Ich habe eher das Gefühl, dass du hier Quatsch verbreitest. Natürlich schafft die Bank das Geld aus dem Nichts, nur die lasche Eigenkapitalquote von 5% muss da sein, und diese dürfen zum Teil auch noch aus anderen Schuldtiteln bestehen, wenn die Bank selber! sie als sicher beurteilt. Jeder Kredit bedeutet 90% Gewinn für die Bank, Aufwände werden ja als Gebühren verrechnet. Die Banken kommen nur in Schieflage weil ihre Aktionäre und Manager sie ausmelken und mit heruntergelassener Hose stehen lassen. Gibt es dann ein paar Kreditausfälle ist die Bank null komma nichts zahlungsunfähig
      1 0 Melden
  • Watson=Propagandahuren 18.04.2018 18:37
    Highlight Highlight Nicht erstaunlich dass Alpha-Journalist Löpfe nun seinem Auftrag nachkommt.
    Zum Glück ist Angstmacherei nur bei den anderen populistisch ;)
    10 8 Melden
    • DonChaote 18.04.2018 20:08
      Highlight Highlight @bullshitdetector3000
      Bitte helfen sie mir, ich habe die angstmacherei in diesem artikel noch nicht entdeckt... was genau meinen sie damit?
      6 2 Melden
    • Watson=Propagandahuren 18.04.2018 22:24
      Highlight Highlight Als Hilfestellung mal zugespitzt die Aussage des Titels: "Mit Vollgeldinitiative kein Wohlstand"
      Den Rest finden Sie sicher selber raus :-)
      8 3 Melden
    • DonChaote 18.04.2018 23:12
      Highlight Highlight ein titel fasst nicht den inhalt eines artikels zusammen. Seine aufgabe ist es, den leser zum lesen des artikels zu verführen.
      Das interview selbst, im ganzen, empfinde ich als ziemlich informativ und ausgewogen.
      Nix da, vollgeld bedeutet gar kein fiatgeld mehr. Diesen teil finde ich nicht. Also passt ihre interpretation des titels mMn nicht auf das interview.
      Somit bin ich mir nicht sicher, ob es sich lohnt, noch nach einem rest zu suchen.

      2 2 Melden
  • walsi 18.04.2018 18:12
    Highlight Highlight Wie das mit dem Geld so funktioniert, auf eine heitere Art erklärt, findet man in diesem Video. Das ist eine gut investierte 1/4 Std.

    Play Icon
    9 2 Melden
  • TheGoon 18.04.2018 16:17
    Highlight Highlight hey hey heeey wassa wassa wasuuuup??!!

    Shelling Out: The Origins of Money
    http://nakamotoinstitute.org/shelling-out/

    Bitcoin and the Return of Trustless Money
    https://medium.com/@FedericoTenga/bitcoin-and-the-return-of-trustless-money-dc582d8b45c8

    und noch ein kurzes Interview mit Lukas Haessig:
    Play Icon


    5 7 Melden
  • Posersalami 18.04.2018 14:06
    Highlight Highlight "Kredite haben das Wirtschaftswachstum erst möglich gemacht. Ohne die Möglichkeit der Geldschöpfung durch die Banken hätte es keine industrielle Revolution gegeben."

    Das ist sicher richtig, jedoch konnten damals die Banken doch nicht Geld schöpfen, wie sie lustig waren (also so wie heute).

    Die Geldschöpfung durch die Zentralbank steht doch auch überhaupt nicht zur Debatte. MMn. ein sack gefährliches Interview, da (bewusst?) Dinge vermischt werden.
    32 13 Melden
    • Liselote Meier 18.04.2018 15:15
      Highlight Highlight Kommt drauf an was mit damals verstanden wird.

      1910 Betrug das Buchgeld in der Schweiz schon ca. 70% des Geldwertes heute ca. 90%. 1850 ca. 5%, relativ unbedeutend.

      In Erwägung, dass die Industrialisierung in der Schweiz schon Anfang 19. Jahrhunderts begann (1801 erste Spinnmaschine im Einsatz, 1805 erste Spinnmaschinenfabrik, 1818 erste Chemiefabrik usw.). Ist die These von "ohne Buchgeld keine Industrialisierung" nicht haltbar.


      24 6 Melden
    • Sandro Lightwood 18.04.2018 16:22
      Highlight Highlight Salami: Die Regeln für Banken sind heute strenger als gestern -> EK-Vorschriften Basel III etc.
      4 9 Melden
    • Posersalami 18.04.2018 17:01
      Highlight Highlight @sandro: Und wie waren die 1850 als die Schweiz industrialisiert wurde? Eben. Man kann heute und „damals“ nicht miteinander vergleichen.
      4 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • ZaharztAua 18.04.2018 13:47
    Highlight Highlight Wenn die Geschäftsbanken Geld aus dem Nichts schöpfen können um Kredite zu vergeben und dafür nicht auf Spargelder angewiesen sind ...
    ... dann frage ich mich, wieso sie so hohe Zinsen dafür verlangen?
    Ich dachte bislang, die Banken würden dieses Geld selber bei der SNB leihen und dafür Zinsen bezahlen und dass dies die Kreditzinsen rechtfertigt. Aber nein.
    Aktuell liegen die Zinssätze für Privatkredite bei 4,5% bis 8%.
    ... nur für dass der Bankangestellte ein paar Formulare ausdruckt, die Kunden unterschreiben lässt und mit ein paar Mausklicks das Geld schafft?
    Ziemlich unverschämt!
    43 11 Melden
    • Matti_St 18.04.2018 14:16
      Highlight Highlight Nun ja, die müssen das so machen. Wie im Gottes Namen wollen sie sonst die überzogenen Boni und Verwaltungsratselster bezahlen?
      Also ehrlich, du musst doch den armen Banker etwas Herz zeigen.
      47 14 Melden
    • Wilhelm Dingo 18.04.2018 14:25
      Highlight Highlight Mache selber ein Bank auf!
      13 9 Melden
    • MarZ 18.04.2018 16:41
      Highlight Highlight Du bezahlst die Bank dafür, dass sie das Risiko eingeht, dir einen Kredit zu geben.
      11 8 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Astrogator 18.04.2018 12:47
    Highlight Highlight Guter, informativer Artikel. Danke.
    28 6 Melden
  • D(r)ummer 18.04.2018 12:35
    Highlight Highlight Gute Fragen. Merci.
    68 2 Melden
  • Matti_St 18.04.2018 12:32
    Highlight Highlight Unser System wird so oder so nicht unendlich weitergehen. Für das müssten die Konsumenten mehr bekommen um das Geld wieder in Umlauf zu bringen. Heute wird zu viel Geld bei einer kleinen Schicht gehäuft, die dieses Geld nicht mehr in Umlauf bringen. Stattdessen nehmen sie weiter Kredite auf und so noch mehr Geld produzieren. Der Staat macht so weit mit, dass viele Kredite Steuererleichterungen geben und die Reichen von weiteren Steuervergünstigungen profitieren.
    136 17 Melden
    • DerTaran 18.04.2018 13:16
      Highlight Highlight Auch das angehäufte Geld ist nur virtuel und kann niemals eingelöst werden, weil es dann sofort seinen angeblichen Wert verlieren würde.
      11 5 Melden
    • Matti_St 18.04.2018 13:38
      Highlight Highlight Kommt darauf an. Ein Wertverlust muss nicht sein, solange das Geld in einem Fluss ist. Würde diese Aussage stimmen, würde der Dollar und Euro massiv überbewertet sein, nach dem die Zentralbanken wie blöd gedruckt haben. Im Markt bestimmt aber auch die Nachfrage.
      Würden jetzt alle mit viel geparkten Geld dieses loswerden wollen, ja dann käme es zu einer massiven Entwertung.
      8 0 Melden
    • DerTaran 18.04.2018 14:00
      Highlight Highlight Ich glaube tatsächlich, dass die Währungen überbewertet sind, da wir aber - durch die Börsenhochs - Inflation nur auf Aktien/Unternehmen haben, ist das im normalen Gebrauch nicht sichtbar.
      4 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • demokrit 18.04.2018 12:29
    Highlight Highlight "Sparen heisst, den Konsum einzuschränken. Deshalb hätte es gar keine Nachfrage nach den Produkten gegeben, weil die Menschen kein Geld gehabt hätten, um diese Produkte zu kaufen. Folgerichtig hätten die Unternehmer keinen Anreiz gehabt zu investieren. Konsum und Investitionen müssen parallel wachsen, und das ist nur mit aus dem Nichts geschöpftem Geld möglich, wo nicht gleichzeitig mehr gespart werden muss."

    Solche Gedankengänge erinnern mich wieder an diesen Ausspruch:
    »Wer in einer begrenzten Welt an unbegrenztes Wachstum glaubt, ist entweder ein Idiot oder ein Ökonom« - Kenneth Boulding
    205 34 Melden
    • DerTaran 18.04.2018 13:19
      Highlight Highlight Ideologie ist etwas schönes, da man nicht darüber nachdenken muss, funktioniert es.

      Solange die Weltbevölkerung wächst, muss auch die Weltökonomie wachsen, sonst verarmen die Menschen.

      18 18 Melden
    • Redly 18.04.2018 13:43
      Highlight Highlight Schöner Spruch.
      Dafür, dass schon in der Steinzeit die Ressourcen (Hölen, Mamuts, Essen etc.) sehr begrenzt waren, haben wir nun doch schon seit mehreren tausend Jahren ein erstaunliches faktisch unbegrenztes (Wohlstands-)Wachstum erreicht (auch Du schreibst deinen Kommentar nicht auf Steintafeln).
      Vielleicht ist der Spruch nicht soooo richtig.
      User Image
      15 9 Melden
    • demokrit 18.04.2018 13:45
      Highlight Highlight Wem wirfst Du jetzt Ideologie vor? Boulding oder Binswanger?
      9 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen

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