Wirtschaft
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Mathias Binswanger ist Professor für Volkswirtschaftslehre. Er ist Autor von zahlreichen Büchern und Fachartikeln. Sein jüngstes Buch trägt den Titel «Geld aus dem Nichts».

«Ohne Fiat Money wäre unser Wohlstand undenkbar»

Die Vollgeld-Initiative ist eine Art Volkshochschule für das Verständnis unseres Bankensystems geworden. Der Ökonom und Geldexperte Mathias Binswanger erklärt, warum die Zentralbanken die Kontrolle über die Geschäftsbanken verloren haben, weshalb Vollgeld kein linkes Projekt ist und warum Geld aus dem Nichts schaffen auch positive Seiten hat.

18.04.18, 12:03 19.04.18, 02:20

Bis vor kurzem war der Ausdruck «Fiat Money» ein technischer Begriff, den nur Insider kannten. Heute ist er selbst Laien geläufig. Warum?
Weil wir heute fast nur noch mit «Fiat Money», d.h. mit Geld ohne innerem Wert bezahlen. Die wichtigste Form von Fiat Money ist heute das sogenannte Giralgeld, welches nur als Zahl auf einem Bankkonto existiert. Und so langsam setzt sich auch die Erkenntnis durch, dass dieses Geld durch die Geschäftsbanken geschaffen wird.    

«Es ist falsch zu glauben, dass im Vollgeld-System der Staat entscheidet, wer welchen Kredit erhält.»

Für die klassische Ökonomie ist Geld nebensächlich, ein Schmiermittel quasi. Was hat sich geändert?
Wenn man anerkennt, dass die Geschäftsbanken mittels Kredit Geld aus dem Nichts schöpfen können und dafür nicht auf Spargelder angewiesen sind, muss man auch zugeben, dass diese Geldschöpfung einen Einfluss auf das Wirtschaftsgeschehen hat. Geld ist damit nicht neutral, wie das die herkömmliche Ökonomie behauptet.    

Zürich Paradeplatz ist Sinnbild für die Macht der Schweizer Banken geworden. Bild: KEYSTONE

Wir alle sind mit der Vorstellung aufgewachsen, dass Banken unsere Spargelder verleihen und von der Zinsdifferenz leben.
Die Banken haben diese Vorstellung auch gefördert, weil sie dadurch in einem sympathischen Licht erscheinen. Sie haben eine Bilderbuchwelt zusammengezimmert, die leicht nachvollziehbar ist. In der Realität stimmt dieses Bild aber seit ein paar hundert Jahren nicht mehr.    

Jetzt kommt die Vollgeld-Initiative, die verbieten will, dass Geschäftsbanken via Kredit Geld schöpfen. Wie realistisch ist das?
Es würde bedeuten, dass die Geldschöpfung von der Zentralbank direkt erfolgt und damit kontrolliert wird. Das wäre allerdings ein relativ unflexibles System, das kurzfristig nicht auf unvorhergesehenen Kreditbedarf reagieren kann. Deshalb lässt selbst die Vollgeld-Initiative ein Hintertürchen offen, indem die Banken sich bei Bedarf kurzfristig von der Zentralbank weiteres Geld beschaffen dürfen.

«Alle Macht den Zentralbanken» ist gewissermassen das Credo der Vollgeld-Initiative. Das tönt sehr links, doch die Idee dahinter ist sehr bürgerlich.
Das Konzept ist in den 30er-Jahren an der Universität Chicago entstanden. Es ist falsch zu glauben, dass im Vollgeld-System der Staat entscheidet, wer welchen Kredit erhält. Selbst nach Annahme der Vollgeld-Initiative würden die Geschäftsbanken in dieser Hinsicht autonom bleiben. Es geht einzig darum, wer Geld schöpfen darf. Heute dürfen dies auch die privaten Geschäftsbanken tun, und sie tun das in der Absicht, einen maximalen Gewinn zu erzielen.    

«Irgendwann ist das Potential an kreditwürdigen Kunden ausgeschöpft.»

Was ist daran schlimm?
Auf der Suche nach dem maximalen Gewinn vergeben Banken manchmal auch fragwürdige Kredite wie vor der jüngsten Finanzkrise in den USA. Das kann zu gefährlichen Spekulationsblasen führen.    

Ist das der Grund, weshalb auch die Hardcore-Liberalen der sogenannten «österreichischen Schule» eine gewisse Sympathie für das Vollgeld haben?
Ähnliche Ideen wie die Vollgeldidee stammen von sehr marktorientierten Ökonomen. Milton Friedman beispielsweise vertrat die schon in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts entwickelte Idee des 100-Prozent Geldes, wo die Banken neu geschaffenes Geld zu 100 Prozent mit Zentralbankengeld unterlegen müssen. Es ist auch eine Tatsache, dass die massive Kreditvergabe der amerikanischen Banken zum Kauf von Aktien ein bedeutender Treiber für die Spekulationsblase war, die 1929 geplatzt ist. Vor diesem Hintergrund ist die Idee des 100-Prozent-Geldes entstanden.    

Wollte 100-Prozent-Geld: Milton Friedman. Bild: AP NY

Die Banken mögen das Vollgeld nicht. Sie wollen – sehr vereinfacht ausgedrückt – möglichst viel Geld verkaufen, und das tun sie, indem sie Kredite verleihen.
Irgendwann jedoch ist das Potential an kreditwürdigen Kunden ausgeschöpft. Geld in grösserem Stil an nicht-kreditwürdige Kunden zu verleihen geht nur, wenn man sich der Kontrolle der Zentralbanken irgendwie entzieht.    

Wenn das Papiergeld durch Gold gedeckt ist, dann ist es ebenfalls sicher, ist eine weit verbreitete These. Was ist der Unterschied zwischen dem Goldstandard und dem Vollgeld?
Unter einem Goldstandard ist die Zentralbank verpflichtet, Papiergeld jederzeit in eine vorher bestimmte Menge Gold umzutauschen. Das schränkt die Kreditschöpfung der Geschäftsbanken ebenfalls massiv ein. Doch die Geschäftsbanken können die Kontrolle der Golddeckung leicht umgehen, indem sie ihre Kunden auffordern, mit Schecks oder heute direkt mit dem virtuellen Geld auf dem Bankkonto zu bezahlen.    

Warum hat die Idee eines Goldstandards auch heute noch Anhänger?
Gold gibt den Menschen das Gefühl, dass hinter dem Papiergeld etwas Reales steht. Nur täuscht dieses Gefühl. Eine volle Golddeckung hat es nie gegeben. Der Goldstandard musste schon im 19. Jahrhundert mehrere Male ausser Kraft gesetzt werden, sonst wäre das Bankensystem zusammengekracht. Heute ist der Goldstandard keine ernst zu nehmende Lösung mehr.    

«Am liebsten vergeben Banken Kredite an Kunden, die sie gar nicht brauchen.»

Und was ist der Unterschied zum Vollgeld?
Beim Vollgeld geht es nicht darum, dass Papiergeld mit Gold gedeckt sein muss. Es geht darum, wie Geld in Umlauf gebracht wird und wer das darf.    

Das mittels Kredit geschaffene Fiat Money hat einen schlechten Ruf. Zu Recht?
Nein. Kredite haben das Wirtschaftswachstum erst möglich gemacht. Ohne die Möglichkeit der Geldschöpfung durch die Banken hätte es keine industrielle Revolution gegeben. Die Investitionen hätten nicht finanziert werden können.    

Hätten die Spargelder nicht ausgereicht?
Sparen heisst, den Konsum einzuschränken. Deshalb hätte es gar keine Nachfrage nach den Produkten gegeben, weil die Menschen kein Geld gehabt hätten, um diese Produkte zu kaufen. Folgerichtig hätten die Unternehmer keinen Anreiz gehabt zu investieren. Konsum und Investitionen müssen parallel wachsen, und das ist nur mit aus dem Nichts geschöpftem Geld möglich, wo nicht gleichzeitig mehr gespart werden muss.    

Wird Fiat Money für produktive Zwecke verwendet, dann sind diese Kredite somit ein Segen?
Wenn man Wirtschaftswachstum will, dann ja. Ohne Fiat Money wäre unser Wohlstand undenkbar. Das Problem liegt darin, dass heute ein grosser Teil der Kredite nicht mehr dazu verwendet wird, die Wirtschaft produktiver zu machen. In der Schweiz werden rund 85 Prozent aller Kredite für Hypotheken gebraucht.

Ferienwohnungen in den Alpen. 85 Prozent aller Kredite in der Schweiz sind Hypotheken. Bild: KEYSTONE

Was ist daran schlecht? Ein Haus ist doch ein sicherer Wert und Bauen ein respektables Geschäft.
Im Gegensatz zu einer Maschine macht ein Haus die Wirtschaft nicht produktiver, und es wird nur einmal gebaut. Wenn mit Immobilien spekuliert wird, dann kommt es zu einer Inflation, allerdings nicht zu einer Verteuerung der Alltagsgüter, sondern zu einer sogenannten Vermögensinflation. Daran ändert übrigens auch die Vollgeld-Initiative nichts. Selbst bei einer Annahme dieser Initiative würden die Banken weiterhin einen Grossteil ihrer Kredite für Hypotheken verwenden.

Warum ist das für die Banken attraktiver als in Unternehmen zu investieren?
Hypothekarkredite sind in der Regel gut gesichert und einfach zu vergeben. Kredite an kleine Unternehmen sind hingegen aufwändig, und unsicher. Kurz: Sie bedeuten viel Aufwand für wenig Ertrag.    

Eigentlich ist es absurd, dass sich Investitionen in die reale Wirtschaft kaum mehr lohnen.
Am liebsten vergeben Banken Kredite an Kunden, die sie gar nicht brauchen. Wer kein Geld braucht, ist in der Regel kreditwürdig. Wer Geld braucht, ist bereits verdächtig. In der Schweiz fördern wir mit Steueranreizen das Vergeben von Hypothekarkrediten. Deshalb haben wir auch die hohe Hypothekarverschuldung.

«Konsum und Investitionen müssen parallel wachsen, und das ist nur mit aus dem Nichts geschöpftem Geld möglich.»

Die Zentralbanken können seit der Finanzkrise die Geldschöpfung der Geschäftsbanken kaum mehr kontrollieren. Weshalb?
Bis 2008 waren die Geschäftsbanken auf das Zentralbankengeld angewiesen, sei es, weil ihre Kunden Bargeld beziehen, oder sei es, weil es eine Mindestreserve-Vorschrift gibt. Und schliesslich wickeln Banken ihre Zahlungen untereinander mit Zentralbankengeld ab. Die Finanzkrise hat dazu geführt, dass verschiedene Zentralbanken durch Wertpapierkäufe sehr viele Reserven geschaffen haben, um so einen Kollaps des Systems zu verhindern. Die Schweizer Nationalbank musste dagegen Devisen kaufen, um eine überrissene Aufwertung des Frankens zu verhindern. Das hat dazu geführt, dass die Schweizer Banken heute die Mindestreservepflicht von 2,5 Prozent etwa 30 Mal übertreffen. Sie haben daher immer genügend Reserven, um jede Menge neue Kredite zu schöpfen.    

Es gibt eine weit verbreitete Angst, dass die grosse Ausweitung der Reserven bei der Nationalbank zu einer Inflation führen wird. Teilen Sie diese Befürchtung?
Nein. Der grosse Preisanstieg der Immobilien ist im Moment gebremst. Im Übrigen hatten wir in den letzten Jahren sogar eine leichte Deflation. Das Problem liegt darin, dass die Banken nicht mehr so recht wissen, wem sie noch in grossem Stil weitere Kredite geben sollen. Der Hypothekenmarkt scheint allmählich ausgereizt zu sein. Daher sehe ich auch keine Inflationsgefahr.

Die Vollgeld-Initiative verspricht auch, dass die Zentralbank in diesem System jährlich hunderte von Milliarden Franken verdienen wird, das sie als Volksvermögen verteilen kann. Stimmt das?
Kaum. Ich halte das für eine Spekulation.

Wollen die Banken aushebeln: Kryptowährungen wie Bitcoin. Bild: KEYSTONE

Sprechen wir noch von den Kryptowährungen. Wie weit sind sie interessant für die Banken?
Sie sind – zumindest in der aktuellen Form – gegen die Banken gerichtet. Mit den Kryptowährungen will man auch die steigenden Bankgebühren aushebeln. Nur funktionieren sie bisher weniger als Währung, sondern viel mehr als Spekulationsobjekte.

Könnten sie als Währung funktionieren?
Theoretisch schon, und die Zentralbanken überlegen sich ja teilweise bereits, selbst Kryptowährungen zu schaffen. Nur würde ein Krypto-Dollar oder ein Krypto-Franken anders funktionieren als Bitcoins. Die Zentralbanken würden ihre zentrale Rolle im Bankensystem und bei der Entwicklung der Geldmenge behalten.

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Brikne, 20.7.2017
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    Alle Leser-Kommentare
  • Matthias_Ulrich 19.04.2018 22:55
    Highlight Gutes Interview. Schade nur, dass Herr Binswanger nicht auch davon spricht, dass Banken nicht nur bei der Kreditvergabe Geld schaffen, sondern auch bei Einkäufen. Kein Witz: Banken kaufen gratis ein! Sie generieren sich selber Geld beim "Kauf". Jedes Bankgebäude, dass hierzulande zu sehen ist, wurde so "gekauft". Auch alle Wertpapiere, Devisen, Grundstücke, Gold, etc. werden so "erworben". So entstanden 1000 Milliarden CHF - im Dienste der Gewinnmaximierung von Banken. Das ist nicht nur moralisch fragich; es ist eine Wettbewerbsverzerrung sondergleichen. Egal, was man von Vollgeld hält...
    2 0 Melden
  • Schneider Alex 19.04.2018 06:49
    Highlight An der Vollgeld-Initiative wird kritisiert, dass nicht klar sei, wie die Zentralbank sinnvoll entscheiden könne, um wie viel die Geldmenge in einer bestimmten Periode zunehmen soll. In der Geldmengentheorie war lange klar, dass inflationsfreies Wachstum langfristig nur mit einer Geldmengenerweiterung gemäss dem realen Wachstum einer Volkswirtschaft möglich ist.
    Mit einer Vollgeldreform erlangt die Nationalbank wieder die Kontrolle über die gesamte Geldmenge und kann damit Blasenbildungen, Inflation und überbordendes Wachstum direkt verhindern.
    5 0 Melden
  • R. Peter 19.04.2018 00:28
    Highlight Das gefährliche an der Vollgeldinitiative ist nicht adas 100% Resrve System sondern die Absicht, Geld schuldfrei(!) in Umlauf zu bringen=Staatsgeld= Hyperinflation.
    1 11 Melden
  • R. Peter 19.04.2018 00:00
    Highlight Tolles Interview, danke! besonders gefällt mir, dass die Vollgeldinitiative ernst genommen und das Geldsystem (die Geldschöpfung) erklärt wird. Aber auch darau hingewiesen wird, warum das was die vollgeldinitiative an de Oberfläche spült (die Geldschöpfung der Banken) positiv ist. Bravo!

    2 Kritikpunkte:
    1) Die VGI behauptet nicht jährliche Milliardengewinne, sondern einmalige, bei der Umstellung auf Vollgeld, und jährliche kleine Gewinne in Höhe des BIP Wachstums

    2) Fehlt die Kritik an der Idee, dass Geld schuldfrei in Umlauf gebracht werden soll, was zwangsläufig zu Geldentwertung führt.
    6 0 Melden
    • _kokolorix 19.04.2018 06:56
      Highlight Die Kreditvergabe im jetzigen System ist doch exakt das was du beschreibst. Zu 95% schuldfreie Geldschaffung durch Privatbanken. Da momentan ein Grossteil der Kredite für Häuser verwendet wird und kaum direkt in die Realwirtschaft fliesst, haben wir auch jetzt kaum Inflation obwohl die Geldmenge seit 2008 exorbitant gewachsen ist.
      Gefährlich wird es, wenn die Banken grosse Mengen Geld in Konsumkredite pumpen, etwas das unweigerlich kommen wird, da die Sättigung der traditionellen Kreditmärkte bald erreicht ist. Hier wird Vollgeld eine Möglichkeit zum Bremsen geben.
      2 0 Melden
    • R. Peter 19.04.2018 10:24
      Highlight Kokolorix, Geld das Banken durch Hypotheken schöpfen ist nie schuldfrei. Frag jeden beliebigen Hausbesitzer, der hat zweifelsfrei Schulden.

      Schuldfrei im Sinne der Initiative bedeutet, dass die SNB die Geldmenge erhöht, indem sie neues Geld ohne Gegenleistung an die Bürger oder den Staat verschenkt. Geld soll im Normalfall nicht mehr durch verzinsliche Kredite geschöpft werden (Schildgeld), sondern schuldfrei durch ausgeschüttet werden (Staatsgeld).
      3 0 Melden
    • _kokolorix 19.04.2018 19:40
      Highlight Du musst das mal aus der Sicht der Bank anschauen. Die Bank geht mit dem Kredit keinerlei Verpflichtung ein. Sie tut einfach so als hätte sie das Geld, erst der Schuldner macht daraus einen realen Wert. Dieser geht dann vollumfänglich an die Bank. Eine Hypothek ist nur solange eine Schuld, wie das Haus nicht gebaut ist. Anschliessend gehört das Haus grossteils der Bank, bis der Schuldner mit realem Geld die Schuld beglichen hat. Wäre er eine Bank, könnte er so tun als ob die Liegenschaft doppelt so wertvoll wäre und damit die Schuld begleichen. Aber so läuft das nicht.
      1 2 Melden
    • R. Peter 19.04.2018 23:33
      Highlight Kokolorix, das stimmt einfach nicht, sorry. Wenn eine Bank eine Hypothek über 700000 vergibt, schreibt sie dem Schuldner ein Guthaben gut (das ist neues Geld), das sie ihm auch schuldet. Er kann entweder das Geld oder Haus zurückzahlen, wenn das den Schuldwert nicht deckt, verliert das die Bank. Ehrlich, so einfach ist das für die Bank nicht.
      3 1 Melden
  • Der Rückbauer 18.04.2018 20:40
    Highlight Trotz Nullprozentzinsen wachsen die Schulden der Staaten und der Banken und der Privaten immer weiter. Null Prozent im Kapitalismus? Bei angestrebter Inflation von 2% (haben wir schon lange, dem Index glaube ich schon lange nicht mehr). Tatsächlich, irgendwann (WANN?) fliegt uns das Ding um die Ohren (1 Mio. Reichsmark für 1 kg Brot, war alles schon da). Unser Schuldgeldsystem verleiht den (Privat-)Banken viel zu viel Macht. Der grösste Raubzug der Geschichte hat bereits begonnen.
    18 1 Melden
  • neoliberaler Raubtierkapitalist 18.04.2018 20:38
    Highlight Man hätte schon noch erwähnen können, dass bei der Kreditvergabe eine Schuld und ein Guthaben beim selben Kunden existiert, das Geld dann aber überwiesen wird. Der Kunde bräuchte sonst den Kredit ja gar nicht! Abgesehen von diesem kurzen Zeitraum der Kreditvergabe ist es sehr wohl so, dass die Bank als Intermediär auftritt und Geld mit dem leihen und verleihen von Geld verdient.
    0 5 Melden
    • _kokolorix 19.04.2018 07:11
      Highlight Das ist nun schon etwas gar simpel. Wenn eine Bank mit nur 5% Eigenkapital einen Kredit herausgibt und dieser mit Zins und Zinseszins und 100% Eigenkapital des Kunden zurückgezahlt wird, hat die Bank einen Gewinn von 95% realisiert, ohne andere Gegenleistung, als eine Zahl in einem Speicher erhöht zu haben (und eine Menge hohles Geschwurbel drumherum). Mit diesen 95% Gewinn kann die Bank jetzt wieder Kredite in 20facher Höhe vergeben. Ein narrensicheres System, aber die Banker haben es geschafft in so einem System Verluste zu schreiben!
      3 0 Melden
    • neoliberaler Raubtierkapitalist 19.04.2018 11:03
      Highlight Das ist das Geschäftsmodell der Bank. Theoretisch könntest du ja nicht das Geld der Bank verleihen, sondern direkt eine Hypothek vergeben. Übrigens wird genau dies beim P2P Lending gemacht.
      Die Vollgeldler scheinen aber zu Glauben, dass die Bank Geld aus dem Nichts erschafft und dies ist einfach quatsch.
      0 5 Melden
    • _kokolorix 19.04.2018 19:52
      Highlight Ich habe eher das Gefühl, dass du hier Quatsch verbreitest. Natürlich schafft die Bank das Geld aus dem Nichts, nur die lasche Eigenkapitalquote von 5% muss da sein, und diese dürfen zum Teil auch noch aus anderen Schuldtiteln bestehen, wenn die Bank selber! sie als sicher beurteilt. Jeder Kredit bedeutet 90% Gewinn für die Bank, Aufwände werden ja als Gebühren verrechnet. Die Banken kommen nur in Schieflage weil ihre Aktionäre und Manager sie ausmelken und mit heruntergelassener Hose stehen lassen. Gibt es dann ein paar Kreditausfälle ist die Bank null komma nichts zahlungsunfähig
      1 0 Melden
  • Watson=Propagandahuren 18.04.2018 18:37
    Highlight Nicht erstaunlich dass Alpha-Journalist Löpfe nun seinem Auftrag nachkommt.
    Zum Glück ist Angstmacherei nur bei den anderen populistisch ;)
    10 7 Melden
    • DonChaote 18.04.2018 20:08
      Highlight @bullshitdetector3000
      Bitte helfen sie mir, ich habe die angstmacherei in diesem artikel noch nicht entdeckt... was genau meinen sie damit?
      5 2 Melden
    • Watson=Propagandahuren 18.04.2018 22:24
      Highlight Als Hilfestellung mal zugespitzt die Aussage des Titels: "Mit Vollgeldinitiative kein Wohlstand"
      Den Rest finden Sie sicher selber raus :-)
      8 3 Melden
    • DonChaote 18.04.2018 23:12
      Highlight ein titel fasst nicht den inhalt eines artikels zusammen. Seine aufgabe ist es, den leser zum lesen des artikels zu verführen.
      Das interview selbst, im ganzen, empfinde ich als ziemlich informativ und ausgewogen.
      Nix da, vollgeld bedeutet gar kein fiatgeld mehr. Diesen teil finde ich nicht. Also passt ihre interpretation des titels mMn nicht auf das interview.
      Somit bin ich mir nicht sicher, ob es sich lohnt, noch nach einem rest zu suchen.

      2 2 Melden
  • walsi 18.04.2018 18:12
    Highlight Wie das mit dem Geld so funktioniert, auf eine heitere Art erklärt, findet man in diesem Video. Das ist eine gut investierte 1/4 Std.

    9 2 Melden
  • TheGoon 18.04.2018 16:17
    Highlight hey hey heeey wassa wassa wasuuuup??!!

    Shelling Out: The Origins of Money
    http://nakamotoinstitute.org/shelling-out/

    Bitcoin and the Return of Trustless Money
    https://medium.com/@FedericoTenga/bitcoin-and-the-return-of-trustless-money-dc582d8b45c8

    und noch ein kurzes Interview mit Lukas Haessig:


    5 7 Melden
  • ...nachgedacht... 18.04.2018 16:10
    Highlight ...ich bin jetzt fast 70 und habe - wie wohl die meisten Sparer - stets daran geglaubt...dass meine Spargelder irgendwo in sicheren Krediten verliehen sind...habe ich etwas verpasst…oder bin ich und alle anderen die ganze Zeit einer märchenhaften "Lüge" der Banken auf den Leim gekrochen…?...über die aktuelle Vollgeld-Diskussion scheint sich ein nächstes Vertrauensproblem der Banken anzubahnen...zur alten vom Volk schwer zu verdauenden «Lüge» kommt jetzt eine neue allgemein schwer verständliche Idee hinzu...diese toxische Mischung hat in einer Volksabstimmung nicht den Hauch einer Chance...
    10 14 Melden
    • Bene883 18.04.2018 17:15
      Highlight Die Einlage der Spargelder und dei damit verbundenen Kontoverwaltungsgebühren sind je länger je mehr eine separate Dienstleistung, wobei mit den Kontoführungsgebühren Personal und IT bezahlt wird. Die Rechnung "Die Bank kann so viel verleihen wie die Sparer einlagen haben" gibt es nicht mehr.
      11 2 Melden
    • walsi 18.04.2018 17:41
      Highlight @nachgedacht: Ja, Sie sind da einer Lüge aufgesessen. Man hätte es aber auch selber merken können. Sie konnten ihr Geld ja immer vom Sparkonto abheben, auch wenn es verliehen war. Besser gesagt, vermeintlich verliehen war. Wenn IHR Geld an jemanden verliehen ist, dann können Sie es nicht gleichzeitig von ihrem Konto bar abheben.
      13 6 Melden
    • marhu13 18.04.2018 18:00
      Highlight Das stimmt so nicht ganz. Es gibt ja Rückzugslimiten (seit kurzer Zeit sind diese "hart") Diese gibt es nach meinem Verständniss, dass die Bank eine Übersicht über die Gelder hat die von den Sparkonten abfliessen werden. Dies ist wichtig, da die Bank Anforderung betreffend Eigenkapital und Liquidität erfüllen muss. Wenn nun viele Sparer auf einmal ihr Geld abheben hat die Bank ein Problem, da sie Kredite nicht mehr mit EK/Liq unterlegen kann
      10 0 Melden
    • Liselote Meier 18.04.2018 18:26
      Highlight Das kommt drauf an. Aus den Einlagen aus Sparkonten, entsteht kein "fiktives" Geld.

      Das "fiktive" Geld entsteht aus Girokonten. Giro ist Latain und heisst Umlauf.

      Jedes z.b. Lohnkonto, wo man mit der Karte Geld abhebenkann ist ein Giro-Konto. Giro oder Buchgeld = Umlaufgeld. Aus diesen Umlaufgeld kann eine Bank Schöpfen sprich mehr Verleihen als sie haben und damit Geld erschaffen.

      Sprich wenn du dein Geld effektiv auf einem Sparkonto hast, hast du "Vollgeld".

      Die Initative ist aber für niemanden von Vorteil, kurz bis mittelfristig und ziemlich Riskant.



      3 10 Melden
    • DonChaote 18.04.2018 20:14
      Highlight @lieselottemeier
      Ist es nicht besser etwas zu haben, dass niemandem einen vorteil bietet, als etwas, dass einzelne akteure übervorteilt?
      Oder gibt es konkrete nachteile für den kleinen mann (ist natürlich auch die kleine frau miteingeschlossen!)
      4 0 Melden
    • neoliberaler Raubtierkapitalist 18.04.2018 20:47
      Highlight @...nachgedacht... Banken können einfach so aus dem nichts Geld verleihen. ;-) Den Zins, den du jahrelang bekommen hast, haben dir die Banken einfach so gegeben, da sie sozialistische Geldmaschinen sind und einfach nur nett sein wollen. #Ironie
      1 8 Melden
    • R. Peter 19.04.2018 00:20
      Highlight Liselotte, leider falsch. Das Geld auf dem Sparkonto ist ebenfalls Giralgeld (Bankengeld). Einzig das Bargeld und das Geld das Banken untereinander verleihen ist Vollgeld.
      7 0 Melden
    • _kokolorix 19.04.2018 07:17
      Highlight @R.Peter
      Das Geld das sich Banken gegenseitig leihen ist nicht Vollgeld. Dank extrem lascher Vorschriften darf das auch aus Kreditguthaben bestehen das die verleihende! Bank als sicher einstuft
      1 0 Melden
    • R. Peter 19.04.2018 10:18
      Highlight Kokolorix, da könntest du recht haben, danke. Das Geld für gegenseitigen Zahlungsausgleich ist Vollgeld, bei Krediten hast du vermutlich Recht.
      1 0 Melden
  • G. Schlecht 18.04.2018 16:04
    Highlight Das Paradox am ganzen ist ja, dass wir vermeintlich weniger Arme und mehr Reiche haben, weil die Schulden weltweit auf einem nie dagewesenen Niveau angelangt sind. Ob das nun gut oder schlecht ist, vermag ich nicht zu beantworten. Aber einmal wird Zahltag sein, das ist so sicher wie der Tod.

    Die Frage, die alle umtreibt, ist wohl nur allzu menschlich, "werd ich das noch erleben müssen oder können wir das noch irgendwie herauszögern?"

    Kommen wird's.
    15 3 Melden
    • R. Peter 19.04.2018 00:23
      Highlight Warum zahltag? Es gibt kein Geld ohne Schulden, denn Geld ist Schuld. Wenn ea viele Schulden gibt, gibt es viel Geld. Problematisch ist nur, wenn Schulden einseitig gehäuft sind, das führt aber dann zwangsläufig zum Konkurs und damit einer Umverteilung dieser Schulden/ Guthaben.
      2 2 Melden
    • _kokolorix 19.04.2018 07:29
      Highlight Da Geld per se ein rein symbolisches Konstrukt ist, sind auch die Schulden symbolisch. Solange die Produktivität steigt, und mit Arbeit Mehrwert erschaffen wird, solange wir darauf vertrauen können mit unserem Lohn genügend Dinge erwerben zu können um zu Leben, solange wird das System funktionieren. Der angesprochene Zahltag kommt nicht wegen der finanz. Schulden, sondern wegen dem sich abzeichnenden Klimakollaps. Dann wird die Produktivität sinken, es wird Mangel geben, das Vertrauen wird zusammenbrechen...
      Darauf sollten wir uns vorbereiten.
      0 1 Melden
    • R. Peter 19.04.2018 10:14
      Highlight Kokolorix, bin nicht einverstanden. Katastrophen können kommen, klar, aber nicht wegen des Finanzsystems.

      Wie kommst du auf symbolische Schulden? Ist dein Arbeitsvertrag auch symbolisch? Schulden sind vertragliche Absprachen zwischen Menschen. Nicht mehr und nicht weniger.
      1 1 Melden
    • _kokolorix 19.04.2018 20:04
      Highlight Der Wert des Geldes ist rein symbolisch. Wenn der Wechselkurs sich ändert, kann ich mit meinem Lohn mehr oder weniger kaufen. Das ist nichts was ich vertraglich absichern kann. Haben wir Inflation, ist mein Lohn laufend weniger Wert, aber auch die Kredite einer Bank verlieren ihren Wert. Deshalb will niemand eine Inflation haben, aber niemand kann genau sagen wie sie entsteht. Fehlt das Vertrauen in die Währung, werden die Preise profilaktisch erhöht, jeder versucht den schwarzen Peter jemand anderem unterzujubeln. Reine Symbolik also. Niemand legt den Wert des Geldes fest
      0 1 Melden
    • R. Peter 19.04.2018 23:28
      Highlight Kokolorix, 1) jeder will eine leichte(!) Inflation, weil sie die Konjunktur ankurbelt.

      2) Auch der Wert des Grldes ist nicht symbolisch. Weil Wert immer (nicht nur bei Geld) von Angebot und Nachfrage abhängig ist.

      3) damit legt ebenso der Markt den Wert des Geldes fest. Aber du hast recht, es ist keine Einzelpersonen. Am ehesten hat die SNB Einfluss darauf.
      0 0 Melden
  • Posersalami 18.04.2018 14:06
    Highlight "Kredite haben das Wirtschaftswachstum erst möglich gemacht. Ohne die Möglichkeit der Geldschöpfung durch die Banken hätte es keine industrielle Revolution gegeben."

    Das ist sicher richtig, jedoch konnten damals die Banken doch nicht Geld schöpfen, wie sie lustig waren (also so wie heute).

    Die Geldschöpfung durch die Zentralbank steht doch auch überhaupt nicht zur Debatte. MMn. ein sack gefährliches Interview, da (bewusst?) Dinge vermischt werden.
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    • Liselote Meier 18.04.2018 15:15
      Highlight Kommt drauf an was mit damals verstanden wird.

      1910 Betrug das Buchgeld in der Schweiz schon ca. 70% des Geldwertes heute ca. 90%. 1850 ca. 5%, relativ unbedeutend.

      In Erwägung, dass die Industrialisierung in der Schweiz schon Anfang 19. Jahrhunderts begann (1801 erste Spinnmaschine im Einsatz, 1805 erste Spinnmaschinenfabrik, 1818 erste Chemiefabrik usw.). Ist die These von "ohne Buchgeld keine Industrialisierung" nicht haltbar.


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    • Sandro Lightwood 18.04.2018 16:22
      Highlight Salami: Die Regeln für Banken sind heute strenger als gestern -> EK-Vorschriften Basel III etc.
      4 9 Melden
    • Posersalami 18.04.2018 17:01
      Highlight @sandro: Und wie waren die 1850 als die Schweiz industrialisiert wurde? Eben. Man kann heute und „damals“ nicht miteinander vergleichen.
      4 1 Melden
    • Sandro Lightwood 18.04.2018 17:57
      Highlight Gab damals schon EK-Vorschriften und Bodensatztheorie. Nur eben noch weniger streng -> in den Kinderschuhen.
      0 2 Melden
  • ZaharztAua 18.04.2018 13:47
    Highlight Wenn die Geschäftsbanken Geld aus dem Nichts schöpfen können um Kredite zu vergeben und dafür nicht auf Spargelder angewiesen sind ...
    ... dann frage ich mich, wieso sie so hohe Zinsen dafür verlangen?
    Ich dachte bislang, die Banken würden dieses Geld selber bei der SNB leihen und dafür Zinsen bezahlen und dass dies die Kreditzinsen rechtfertigt. Aber nein.
    Aktuell liegen die Zinssätze für Privatkredite bei 4,5% bis 8%.
    ... nur für dass der Bankangestellte ein paar Formulare ausdruckt, die Kunden unterschreiben lässt und mit ein paar Mausklicks das Geld schafft?
    Ziemlich unverschämt!
    43 11 Melden
    • Matti_St 18.04.2018 14:16
      Highlight Nun ja, die müssen das so machen. Wie im Gottes Namen wollen sie sonst die überzogenen Boni und Verwaltungsratselster bezahlen?
      Also ehrlich, du musst doch den armen Banker etwas Herz zeigen.
      47 14 Melden
    • Wilhelm Dingo 18.04.2018 14:25
      Highlight Mache selber ein Bank auf!
      13 9 Melden
    • MarZ 18.04.2018 16:41
      Highlight Du bezahlst die Bank dafür, dass sie das Risiko eingeht, dir einen Kredit zu geben.
      11 8 Melden
    • Blutgrätscher 18.04.2018 16:43
      Highlight Gehts nicht darum, dass nicht jeder seinen Kredit auch (vollständig) zurückzahlt/zahlen kann?

      Bin beim besten Willen kein BWLer, also kann ich da auch natürlich komplett falsch liegen.
      8 0 Melden
    • Watson=Propagandahuren 18.04.2018 18:39
      Highlight Hohe Zinsen wegen dem Risiko dass der Kredit nicht zurückgezahlt wird.
      Da aber ja gar nie (viel) Geld riskiert sondern einfach neu erfunden wurde, besteht kein Risiko.
      Sonst würde man ähnliches Schneeballsystem, Betrug usw. nennen.
      Aber hier heisst es "Geldsystem"
      Und die ganze Ver***sche hat tatsächlich System
      19 4 Melden
    • ZaharztAua 18.04.2018 21:41
      Highlight bla bla bla ...
      Risikokredite gibt es; die haben aber horrende Zinsen und sind meist nur im Ausland (D) erhältlich.
      Die Kredite die unsere Banken vergeben gibt es nur gegen Sicherheiten (Festanstellung, Haus etc.) oder Bürgschaften (Haus der Eltern).
      Kreditausfälle sind deshalb sehr selten.
      Weil die Banken also das Geld NICHT bei der SNB gegen Zinsen beziehen, ist die Kreditvergabe (mit Sicherheiten) ein reiner Verwaltungsaufwand.
      0,5% dafür genügen !!!
      Alles mehr ist Gaunerei.
      9 2 Melden
    • R. Peter 19.04.2018 00:36
      Highlight Auch wenn das Geld für Kredite neu Geschöpft wird, trägt die Bank das Ausfallrisiko. Sie muss nicht zurückbezahlte Kredite als Verlust abschreiben:

      Kredit gleich Bank schreibt Kunden 1000 neu geschöpfte Franken gut, dieser schuldet das der Bank. Zahlt der Kunde die 1000 an die Bank zurück, verschwinden sie auch wieder (Guthaben und Schulden gelöscht). Kann er das nicht, muss die Bank die 1000 abschreiben, also aus 1000 eigene Franken löschen, damit die Bilanz wieder stimmt.
      4 0 Melden
    • _kokolorix 19.04.2018 07:40
      Highlight @R. Peter
      Das kann doch nicht stimmen. Das zurückgezahlte Guthaben verschwindet nicht einfach wieder, das ist jezt, mit realwirtschaftlichem Wert unterlegtes, Eigenkapital der Bank, welches sie zu Erfüllung der vorgeschriebenen Eigenkapitalquote für neue Kredite Nutzen kann. Wäre es anders müsste die Bank einem Kreditverlust auch nicht abschreiben. Das Hauptrisiko trägt der Kreditnehmer. Er haftet mit seinem Besitz für den Kredit. Was die Banken tun ist eindeutig Wucher
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    • R. Peter 19.04.2018 10:07
      Highlight Doch kokolorix, 100 Fr. bedeuten 100 Fr. Schulden + 100 Fr. Guthaben. Werden die Schulden getilgt, verschwindet logischerweise auch das Guthaben. Und Geld ist nichts anderes als Guthaben. Deswegen kann mit den 100 Fr. dennoch ein bleibender Wert erschaffen worden sein. Z.B. eine Hose, diese ist aber kein Geld sondern Vermögen. Wenn du sie für Geld verkaufst, erhälst du für sie das Guthaben eines anderen (=jemand der Schulden hat, schuldet 100Fr. davon nun indirekt dir). Geld ist nichts anderes als ein leicht übertragbares, unpersönliches Anrecht auf die Schulden unpersönlicher anderer.
      3 1 Melden
    • R. Peter 19.04.2018 10:09
      Highlight Kokolorix, darum hat Geld auch einen Wert und darum ist die Idee der Vollgeldinitiative, Geld schuldfrei als reines Tauschmittel in Umlauf zu bringen so gefährlich. Sie nimmt dem Geld den Wert und führt damit zu starker Inflation.
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    • _kokolorix 19.04.2018 20:37
      Highlight Du missverstehst die Aussage der Vollgeldler. Die NB soll nur Geld in den Umlauf bringen, wenn die Geldmenge durch hohe Produktivitätssteigerungen zu gering ist. Ein Zustand den wir uns, wegen der Geldschwemme der Banken schlicht nicht mehr vorstellen können.
      Deine Beschreibung des Kredittausches ist falsch, da die Bank den Grossteil der Schuld einfach erschafft, den Gegenwert aber als ihr Eigentum behandelt. Wenn ich die 100 fr (+ Zins + Gebühr) nicht zurückzahlen kann, nimmt die Bank die Hose. Diese Hose wird ja nun nicht verschenkt oder verbrannt, sie wird verkauft.
      0 1 Melden
    • R. Peter 19.04.2018 23:23
      Highlight Kokolorix, ich missverstehe die Aussage nicht. Ich glaube du erkennst nicht den Unterschied der Geldschöpfung: die Vollgelder wollen nicht nur die Geldschöpfung von den Banken zur SNB verlagern, sondern Geld neu auch schuldfrei(!) in Umlauf bringen. Darin liegt das Problem der Initiative.

      Stimt, die Bank nimmt die Hose (sie darf sie in der CH im Gegensatz zur USA nicht behalten sondern nur zwangsversteigern. Ob deine Hose wirklich 100 Wert ist oder überhaupt existiert ist das Risiko der Bank. Wenn du das günstigster kannst, empfehle ich dir eine Bank zu gründen.
      1 0 Melden
  • Astrogator 18.04.2018 12:47
    Highlight Guter, informativer Artikel. Danke.
    28 6 Melden
  • D(r)ummer 18.04.2018 12:35
    Highlight Gute Fragen. Merci.
    67 2 Melden
  • Matti_St 18.04.2018 12:32
    Highlight Unser System wird so oder so nicht unendlich weitergehen. Für das müssten die Konsumenten mehr bekommen um das Geld wieder in Umlauf zu bringen. Heute wird zu viel Geld bei einer kleinen Schicht gehäuft, die dieses Geld nicht mehr in Umlauf bringen. Stattdessen nehmen sie weiter Kredite auf und so noch mehr Geld produzieren. Der Staat macht so weit mit, dass viele Kredite Steuererleichterungen geben und die Reichen von weiteren Steuervergünstigungen profitieren.
    135 16 Melden
    • DerTaran 18.04.2018 13:16
      Highlight Auch das angehäufte Geld ist nur virtuel und kann niemals eingelöst werden, weil es dann sofort seinen angeblichen Wert verlieren würde.
      11 5 Melden
    • Matti_St 18.04.2018 13:38
      Highlight Kommt darauf an. Ein Wertverlust muss nicht sein, solange das Geld in einem Fluss ist. Würde diese Aussage stimmen, würde der Dollar und Euro massiv überbewertet sein, nach dem die Zentralbanken wie blöd gedruckt haben. Im Markt bestimmt aber auch die Nachfrage.
      Würden jetzt alle mit viel geparkten Geld dieses loswerden wollen, ja dann käme es zu einer massiven Entwertung.
      8 0 Melden
    • DerTaran 18.04.2018 14:00
      Highlight Ich glaube tatsächlich, dass die Währungen überbewertet sind, da wir aber - durch die Börsenhochs - Inflation nur auf Aktien/Unternehmen haben, ist das im normalen Gebrauch nicht sichtbar.
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    • Matti_St 18.04.2018 14:12
      Highlight Im übrigen, virtuelles Geld ist nicht weniger wert. Die Reichen kaufen sich nach wie vor Güter. Einfach nicht mit Bargeld sondern per Banküberweisung. Dafür braucht die Bank, je nach Geldbetrag, etwas Zeit.
      5 2 Melden
    • DerTaran 18.04.2018 14:47
      Highlight Jein, um eine einzige Rechnung zu begleichen, ist das virtuelle Geld gleich viel Wert wie Reales. In seiner Gesammtheit, eher nicht. Vor allem, weil das Geld ja angelegt ist.
      Wenn Bill Gates sich entscheiden würde alle Aktien von Microsoft zu verkaufen (um es z.B. In Entwicklungshilfe zu investieren), dann würde ein Grossteil seine Reichtums verpuffen (Angebot und Nachfrage, zu viele MS-Aktien auf dem Markt sorgt für Kursverfall).
      1 5 Melden
  • demokrit 18.04.2018 12:29
    Highlight "Sparen heisst, den Konsum einzuschränken. Deshalb hätte es gar keine Nachfrage nach den Produkten gegeben, weil die Menschen kein Geld gehabt hätten, um diese Produkte zu kaufen. Folgerichtig hätten die Unternehmer keinen Anreiz gehabt zu investieren. Konsum und Investitionen müssen parallel wachsen, und das ist nur mit aus dem Nichts geschöpftem Geld möglich, wo nicht gleichzeitig mehr gespart werden muss."

    Solche Gedankengänge erinnern mich wieder an diesen Ausspruch:
    »Wer in einer begrenzten Welt an unbegrenztes Wachstum glaubt, ist entweder ein Idiot oder ein Ökonom« - Kenneth Boulding
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    • DerTaran 18.04.2018 13:19
      Highlight Ideologie ist etwas schönes, da man nicht darüber nachdenken muss, funktioniert es.

      Solange die Weltbevölkerung wächst, muss auch die Weltökonomie wachsen, sonst verarmen die Menschen.

      18 18 Melden
    • Redly 18.04.2018 13:43
      Highlight Schöner Spruch.
      Dafür, dass schon in der Steinzeit die Ressourcen (Hölen, Mamuts, Essen etc.) sehr begrenzt waren, haben wir nun doch schon seit mehreren tausend Jahren ein erstaunliches faktisch unbegrenztes (Wohlstands-)Wachstum erreicht (auch Du schreibst deinen Kommentar nicht auf Steintafeln).
      Vielleicht ist der Spruch nicht soooo richtig.
      15 9 Melden
    • demokrit 18.04.2018 13:45
      Highlight Wem wirfst Du jetzt Ideologie vor? Boulding oder Binswanger?
      9 0 Melden
    • aglio e olio 18.04.2018 14:02
      Highlight Das Zitat macht m.M.n. deutlich, wie absurd der Kapitalismus im Grunde genommen ist.
      22 9 Melden
    • Relativist 18.04.2018 14:28
      Highlight Sie vergessen dabei, dass wir Menschen es seit Jahrhunderten schaffen, die scheinbar begrenzte Welt zu erweitern und so neue Werte zu schaffen, welche wieder wertgeschöpft werden können. Hätten Sie einen Bauern vor 200 Jahren gefragt, ob sein Feld eine Produktionsgrenze hat, hätte er mit Ja geantwortet. Mittlerweile wurde diese "Begrenzung" um ein Vielfaches erweitert. Dies ist z.B. ein Grund warum von fossilen auf erneuerbare Energie umgestellt werden muss: praktisch unlimitierte Energie ist eine Werterweiterung, während die Fossilen nur noch marginal effizienter werden können.
      16 5 Melden
    • demokrit 18.04.2018 14:30
      Highlight Redly: Die Fläche und Ressourcen dieser Kugel sind dennoch faktisch begrenzt und der Homo Oeconomicus ziemlich - ich sage mal - dominant geworden (menschgemachtes Artensterben inklusive). Kein Vergleich zur Steinzeit.
      25 7 Melden
    • DerTaran 18.04.2018 14:59
      Highlight Wer sagt denn, dass wir auf der Erde bleiben? Oder, dass wir nicht Wüsten begrünen können? Oder Unterwasser leben können? Oder ...

      Begrenzte Resourcen heisst letztendlich doch nur begrenzte Fantasie.
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    • DerTaran 18.04.2018 15:07
      Highlight @demokrit, eigentlich Dir, Boulding und Binswanger haben ja nicht zitiert sonder ihre Meinung geäussert, wahrscheinlich nachdem sie darüber nachgedacht haben. Das heisst nicht, dass man ihnen unreflektiert recht geben muss.
      Womit ich nicht ausdrücken möchte, dass du über das Zitat nicht nachgedacht hast, eventuel hat deine politische Einstellung aber Einfluss auf dein Fazit gehabt (so wie meine auf meins).
      7 5 Melden
    • Redly 18.04.2018 15:08
      Highlight @demokrit: ja klar sind viele Dinge begrenzt: z.B. Tagesdauer, mein IQ etc. 😂
      Aber das Thema hier war Wirtschaft und (spannender) Wohlstand. Hier zeigt etwas Geschichtsverständnis ein extrem langes und riesiges Wachstum und kaum Gründe dagegen.
      PS dein Beispiel Fläche unserer Erde ist übrigens lustig: kaum jemand hätte sich vor 200 Jahren die faktische Wohnflächen-Vervielfachung in Städten durch Hochhäuser vorstellen können.
      10 7 Melden
    • demokrit 18.04.2018 15:18
      Highlight @Relativist: Es findet keine Erweiterung der physikalischen Ressourcen statt. Dies ist auch gar nicht möglich. Sie sollten sich dringend einmal mit der rasanten Regenwaldabholzung in Malaysia und Indonesion für die industrielle Palmölproduktion befassen. Ebenfalls damit, wo ihre Rohstoffe für iPhones, Siliziumzellen und Akkus für Ihre sogenannte erneuerbare Energie eigentlich herkommen und auf welchen Müllhalden sie dann wieder landen.
      17 4 Melden
    • Relativist 18.04.2018 15:39
      Highlight @demokrit: Sie setzen zwei Dinge gleich, die ich spezifisch unterschieden habe. Die Abholzung des Regenwaldes ist die Nutzung eines endlichen Rohstoffs. Wir können aber, im Gegensatz zu jeder anderen Spezies, unseren Zugang zu Resourcen erweitern. Einerseits durch Effizienzsteigerungen und andererseits durch wissenschaftliche Errungenschaften. In Zukunft wird diese Resource fast ausschließlich Energie sein und wir sind auf sehr gutem Weg, diese mit verschiedenen Methoden sehr billig und praktisch unendlich zu erweitern.
      10 5 Melden
    • DerTaran 18.04.2018 15:46
      Highlight Unser Universum ist wohl unendlich gross, aber realistisch gesehen, sind diese Resourcen nicht mal langfristig erreichbar.
      Aber auch auf unserer Erde sind wohl grundsätzlich genug Resourcen vorhanden e=mc^2
      Ob wir die Resourcen so einsetzen, dass wir uns damit nicht selber Umbringen, steht auf einem anderen Blatt.
      Du verwechselst Ökonomie mit Raubtierkapitalismus, dass eine ist eine Wissenschaft (Auch Marx war sozusagen ein Ökonom) das andere eine Gefahr für alles Leben auf diesem Planeten.
      7 5 Melden
    • demokrit 18.04.2018 15:48
      Highlight @Taran: Ideologisch ist da höchstens dein Fortschrittsglaube. Es gelten immer noch die Gesetzte der Thermodynamik, egal wo Dich Deine Jules-Vernes-Phantasie so hin treibt. Das ist keine Frage der Phantasie (vorstellen kann man sich alles Mögliche), sondern der Machbarkeit und des Sinns (u.a. auf wessen Kosten). Aber zu Deinem Eingangskommentar: Bevölkerungswachstum ist natürlich kein Naturgesetz.
      9 6 Melden
    • demokrit 18.04.2018 16:05
      Highlight @Redly: Die Geschichte der industriellen Revolution ist eine sehr kurze Geschichte. In historischen Zeitskalen eine Hundertstelsekunde bloss. Mit Wirtschaft hatte das auch nicht sehr viel zu tun, sondern Erfindungen zur Energieumwandlung und Produktionssteigerung.
      P.S.: Die Ozonwolken über Shanghai wohl auch nicht. Die Bewohner gehen mittlerweile nur noch mit Mundschutz vor die Tür, sehen keine 20 Meter weit und träumen von einem Einfamilienhaus auf dem Lande und Ferien in unversehrten Landschaften. Wohlstand?
      8 4 Melden
    • DerTaran 18.04.2018 16:06
      Highlight Wenn du in deiner ideologischen Verblendung nicht mal richtig lesen kanns, wass ich geschrieben habe, dann ist eigentlich keine Diskusion möglich.
      Bevölkerungswachstum ist kein Naturgesetz, deshalb habe ich ja auch SOLANGE geschrieben.
      Thermodynamik? Echt jetzt? Wir reden von Solarstrom und Fusion und du willst weiterhin Dinge verbrennen?
      Fortschrittsglaube, ja, und stolz drauf. Der technologische Fortschritt hat neben allem Schlechten auch immer wieder die Tür zum Guten geöffnet. Frag mal die Menshen in Afrika und Asien ob sich ihr Leben in den letzten 50 Jahren verbessert hat!
      5 9 Melden
    • demokrit 18.04.2018 16:22
      Highlight @Relativist: Diese Effizienzsteigerungen werden gerne überschätzt und sind hochspekulativ. Gucken Sie sich die Wirkungsgrade Ihrer sogenannten erneuerbaren Energien am besten einmal näher an, meist ist es über die ganze Verwertungskette betrachtet nicht effizienter sondern nur Marketing. Mit Tesla und Co. gibt es mittlerweile ganze Konzerne, die auf Greenwashing aufgebaut sind. Wissenschaftliche Errungenschaften in den LifeSciences verschlimmern das Problem sogar, da mehr Menschen länger leben und Ressourcen verbrauchen.
      4 6 Melden
    • demokrit 18.04.2018 16:35
      Highlight Taran: Naja, ich mag Ökonomie nicht als Wissenschaft gelten lassen. Rauptierkapitalismus ist, was momentan faktisch geschieht, jedenfalls für die anderen Arten und oft genug für die Eigene.
      8 4 Melden
    • demokrit 18.04.2018 16:52
      Highlight @Taran: Also folgt auch kein Wirtschaftswachstum zwecks Armutsbekämpfung. Thermodynamik beschreibt die Hauptsätze der Energieerhaltung und Umwandlung, nicht nur Sachen, die man verbrennen will. Selbstverständlich kann man wie die Jünger im Silicon Valley glauben, dass die Technologie uns irgendwie erretten wird, aber das ist nun einmal nicht mehr als das: Glaube/Ideologie. Will heissen: Man kann vernünftigerweise nicht damit rechnen. Die meisten Probleme sind ohnehin nicht technologischer Natur. Gerade in Afrika und Asien sind sie es ganz und gar nicht.
      7 1 Melden
    • Redly 18.04.2018 17:03
      Highlight @demokrit: bevor weiter so pessimistisch bist, lies bitte den Watson Artikel (Bild oben, Link unten). Es konnten nie zuvor so viele Menschen (absolut und relativ) in so viel Wohlstand, Gesundheit, Lebensdauer und Bildung.
      Ja, es hat zu viel Menschen und noch viel zu verbessern. Wer aber den bisherigen Fortschritt und seine Ursachen (pöse, pöse liberale Welt und Wirtschaft) nicht sehen will, ist wesentlich mitschuldig, wenn zukünftiger Fortschritt behindert wird.
      https://www.watson.ch/Wissen/History/754590137-20-Grafiken-fuer-alle--die-glauben--dass-die-Welt-immer-schlechter-wird
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    • neoliberaler Raubtierkapitalist 18.04.2018 21:12
      Highlight @aglio e olio Dies ist im Sozialismus/Kommunismus nicht anders. Gerade weil wir begrenzte Güter haben, müssen wir diese doch möglichst optimal verteilen. Dabei lehrt uns die Geschichte, dass die Verteilung in einer freieren Marktwirtschaft besser funktioniert hat als in einer Planwirtschaft.
      2 1 Melden
    • DerTaran 18.04.2018 21:47
      Highlight @NLRK ich stimme dir zu. Bin aber der Meinung, dass wenn wir es schaffen Resourcen unlimitiert zur Verfügung zu haben (Hallo Jules Vernes), der Kommunismus nah ist (Hallo Karl Marx). Nur die diktatorische Abkürzung Sozialismus braucht niemand.
      1 2 Melden
    • R. Peter 18.04.2018 23:53
      Highlight Oder er hat verstanden, dass Wachstum nicht gleichbedeutend mit mehr Ressourcenverschleiss ist, sondern einfach das Leben erleichtern kann: durch Innovation, Effizienzsteigerung, etc.
      4 1 Melden
    • Relativist 19.04.2018 10:00
      Highlight @demokrit Sie verschliessen sich immer noch dem Hauptpunkt: heutige scheinbare Limitationen sind zukünftig potentiell erweiterbar. Dies ist mit historischen Daten sehr einfach belegbar und kann auch von Kulturpessimisten nicht weggeleugnet werden.
      Betreffend der Erneuerbaren blenden Sie auch den zweiten, wichtigeren Punkt aus: Fossile Energie hat ein Limit, welches nur sehr langsam ausgedehnt wird. Andere Energieformen bieten praktisch unbegrenzt Energie, was unseren Energiehaushalt erweitert und neue Wertschöpfung ermöglicht. So schwierig ist das wirklich nicht zu verstehen.
      2 1 Melden
    • demokrit 19.04.2018 10:59
      Highlight @Redly: Naja, S. Pinker geht mit Statistiken eher kreativ um: Ich leugne aber keine monetäre Verbesserung in der Vergangenheit (wobei man genau hinschauen müsste: wie wurde die zentrale Tendenz gemessen?). Diese Erfolge beruhten aber vor allem auf Daten aus der Zeit nach dem 2. Weltkrieg, heute kommen die Daten von auf Pump basiertem Wachstum. Wohlstand/Soziales werden bei Ökonomen ohnehin ständig auf messbare Zahlen reduziert, was natürlich Unsinn ist. Während die Mittelwerte durch Bezos/Gates zunehmen, befindet sich die liberale Demokratie und pers. Freiheit gerade weltweit auf dem Rückzug.
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    • demokrit 19.04.2018 11:12
      Highlight @R. Peter: Natürlich ist es das. Es ist ein grünliberales Märchen von Teslafahrern und anderen Stadt-Hipstern zu glauben, Wachstum sei irgendwie ohne zunehmenden Ressourcenverschleiss zu haben. Grün-Marketing für Leute die nicht besonders viel von Naturwissenschaften verstehen (womit nicht gesagt sei, dass ich da allwissend bin, aber viele dieser Konsumenten haben schlicht überhaupt keine Ahnung..).

      Daraus resultieren dann solche unsinnige "Öko"-Bierideen:
      https://www.20min.ch/finance/news/story/Gruenabfaelle-einfrieren--um-Gestank-zu-verhindern-21109130?httpsredirect
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    • Redly 19.04.2018 18:57
      Highlight @demokrit: du willst nicht ernsthaft behaupten, vor 30, 50, 100, 200, 500, 1000 etc. Jahren hätten ernsthaft die Menschen nur annähernd gleich gut, gleich gesund, gleich gebildet, gleich reich, gleich lang gelebt wie heute.
      Sorry, aber hier fehlt elementares Geschichtsverständnis. Fakten-Verweigerung ist die klassische Basis für Blasen und Fake-News.
      2 2 Melden
    • aglio e olio 19.04.2018 21:13
      1 1 Melden
    • Redly 20.04.2018 13:49
      Highlight @aglio: kurzfristige kleine Schwankungen als Gegenargument? Echt jetzt? Solche Entwicklungen müssen 10 oder 20 Jahre beobachtet werden. Anderes ist Scharlatanerie.
      Und by the was: die absoluten Wohlstandsländer sind nicht der Nabel der Welt. Wenn die Welt dann weiter gestiegen ist bis auf diese Höhen, dürfen wir uns gerne über die allfällige Stagnation Gedanken machen. Aber vorher: Ärmel hochkrempeln und selber etwas beitragen zum Wohlstand!
      2 1 Melden

Die Städte mit der höchsten Lebensqualität haben alle eine linke Regierung

Jedes Jahr werden in der «Mercer Quality of Living Survey» die Städte mit der höchsten Lebensqualität prämiert – und seit Jahren hält Zürich eine Position in den Top-3.

Kein Wunder also, dass bei den Stadtratswahlen wieder einmal bürgerliche Herausforderer in der linken Wohlfühloase untergingen. Wieso auch einen politischen Umschwung herbeiführen, wenn die Lebensqualität stimmt? Konservative mäkeln hingegen, die Lebensqualität sei trotz linker Politik so hoch.

Doch wie sieht es bei Zürichs …

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