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Isaiah Simanton, 5, left, and Elliott Hill, 4, right, play with Legos next to a poster of class rules in a Pre-Kindergarten class at the Community Day Center for Children, during class Tuesday, Oct. 21, 2014, in Seattle. Two Seattle ballot proposals that could both benefit thousands of preschool children are competing against each other for votes in the upcoming November election. (AP Photo/Ted S. Warren)

Kinder dürfen sich mit Lego ihre eigene Welt basteln. Wenn Erwachsene im Internet das tun, wird es gefährlich. Bild: AP/AP

Was die Wirklichkeit ist, bestimmen wir – und das ist das Problem

Wie wirklich ist die Wirklichkeit? Diese alte Frage der Menschheit erhält im Zeitalter der Fake News eine neue Aktualität. In seinem Buch «Schwimmen lernen im digitalen Chaos» geht Philippe Wampfler der Frage nach, wie wir gegen den allgegenwärtigen Nonsens ankämpfen können.

06.01.18, 14:59 07.01.18, 10:10


Eines der einflussreichsten Soziologiebücher der Nachkriegszeit haben Peter Berger und Thomas Luckman geschrieben und es trägt den Titel «Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit». Es entstand in den 1960er Jahren, in einer Zeit, in der Objektivität die Wissenschaft beherrschte, auch die Geisteswissenschaften.

Berger/Luckman hingegen zeigten auf, dass was wir für objektiv real halten, zumindest in der Gesellschaft, in der Regel eine gesellschaftliche Konstruktion ist. Denn, so die beiden US-Soziologen, was für einen tibetischen Mönch Realität bedeutet, muss nicht unbedingt die Realität eines amerikanischen Geschäftsmannes sein.

Objektive Fakten – was ist das?

In den 60er Jahren galten die beiden Soziologen als Revoluzzer, die das fest gefügte und engstirnige Bild der nach wie vor von protestantischen Weissen dominierten Gesellschaft in Frage stellten. Im 21. Jahrhundert hat sich das grundlegend geändert. Dank Google fühlt sich jeder Mann befähigt, seine eigene Wahrheit zu basteln, und dank Facebook fühlt sich jede Frau bemüssigt, sie auch weltweit zu verbreiten.  

«In grossen Teilen unseres Lebens sind die eigentlich authentischen Teile unseres Lebens sind die Grenzen zwischen fake und real verwischt worden.»

Kurt Andersen

Nicht mehr objektive Fakten sind deshalb heute das Problem, sondern die alternativen Fakten. Sie werden von unserem Empfinden bestimmt. Wenn wir uns somit bedroht fühlen, dann hat die Kriminalität massiv zugenommen, obwohl die offiziellen Kriminalstatistiken regelmässig das Gegenteil sagen. Politiker wie Donald Trump nützen dies schamlos aus und ersetzen Fakten durch Lügen, wenn es ihren Zielen dient.    

In seinem Buch «Fantasyland» geht der Journalist Kurt Andersen der Frage nach, wie sich die Vereinigten Staaten in einen Ort verwandelt haben, in dem alles relativ geworden ist, in dem Realität und Fiktion nicht mehr zu unterscheiden sind. Donald Trump und seine notorischen Lügen sind dabei nur die Spitze des Eisberges. «In grossen Teilen unseres Lebens sind die Grenzen zwischen fake und real verwischt worden», stellt Andersen fest. «Ein grosser Teil der amerikanischen Realität ist heute virtuell. Wir wissen oft nicht mehr, ob wir uns in einem Phantasieland befinden oder nicht.»  

Pädagoge und Buchautor Philippe Wampfler.

Der Mischung aus Realität und Fiktion versucht auch Philippe Wampfler in seinem Buch «Schwimmen lernen im digitalen Chaos» auf den Grund zu gehen. Er ist Lehrer und publiziert regelmässig in Fachzeitschriften. Wampfler kämpft gegen den Nonsense, den er als Oberbegriff für Fake News definiert. Gelegentlich mag dieser Nonsense witzig sein, doch seine Wirkung ist in der Summe schädlich: «Es handelt sich um eine Verschmutzung der Infosphäre, welche die verantwortungsvolle Teilnahme an einem argumentativen Gespräch erschwert oder verunmöglicht.»  

«Meinungspornografie bringt Klicks und damit auch Einnahmen.»

Philippe Wampfler

Wampfler zeigt auf, wie aus der Relativierung der Wirklichkeit keine Vielfalt entsteht, sondern eine Polarisierung, bei der die extremen Pole die Gewinner sind. «Ob die Pizzagate-Theorie (eine absurde Verschwörungstheorie der äussersten amerikanischen Rechten, Anm. d. Verf.) oder die Vermutung, Trump sei eine vom russischen Geheimdienst gesteuerte Marionette – beides zieht Aufmerksamkeit auf sich», so Wampfler.  

Nonsense beschränkt sich heute nicht mehr auf die Medien, er hat auch die Wissenschaft erfasst. «Die Veröffentlichung von wissenschaftlichen Arbeiten ist längst zu einem Geschäftsmodell geworden, bei dem einzelne Akteurinnen und Akteure jegliche Seriosität abgelegt haben», schreibt Wampfler.  

Objektivität braucht wieder Mut

Zur voller Blüte gelangt der Nonsens  jedoch in den Kommentarspalten der Onlineportale und Internetforen. (Nicht bei watson. Hier werden sie redigiert.) Wampfler spricht gar von «Meinungspornografie». «Viele Menschen lesen die Kommentare deshalb gerne, weil sie von ihnen vor den Kopf gestossen oder überrascht werden, weil sie krasser sind, als zu erwarten war.» Medien sind jedoch von dieser Meinungspornografie abhängig geworden, «weil sie ihnen Aufmerksamkeit, Klicks und damit auch Einnahmen bringt.»  

Wampflers Buch ist im Stämpfli Verlag erschienen.

Soweit der analytische Teil des Buches. Im zweiten pragmatischen Teil vermittelt Wampfler Tipps, wie man gegen den Nonsens ankämpfen kann. Eine Aufzählung dieser Tipps ist hier fehl am Platz. Generell geht es jedoch darum, die von Berger/Luckmann eingeleitete Relativierung teilweise wieder rückgängig zu machen.

«Einzugestehen, dass es eine Wahrheit gibt, wirkt tatsächlich wenig originell», so Wampfler. «Doch gerade im Bereich des digitalen Nonsense, wo es ausreicht, dass sich etwas wahr anfühlt, wahr sein könnte, den richtigen Effekt hervorruft, auch wenn es vielleicht erfunden ist – in diesem Bereich braucht es Mut, zur Wahrheit zu stehen.»

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51Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • m. benedetti 07.01.2018 13:22
    Highlight Das mit der Wahrheit ist so eine Sache, denn es gibt unterschiedliche Versionen davon, die alle stimmen. Angenommen Herr Löpfe misst sich in einem Lauf gegen Herr Müller und Müller gewinnt.
    1. Löpfe wird hervorragender Zweiter
    2. Müller wird Vorletzter
    3. Müller gewinnt
    4. Löpfe wird Letzter
    Wie war es wirklich? Bis 20 Meter vor dem Ziel führte Löpfe, dann stolperte er über etwas und wurde von Müller noch abgefangen. Dass ein Komplize von Müller die Laufbahn von Löpfe manipuliert haben soll, ist dagegen eine Verschwörungstheorie.
    26 3 Melden
  • dracului 07.01.2018 09:17
    Highlight Philosophisch gesehen, beinhaltet Wahrheit immer Interpretation. „Interpretationen“ basieren auf dem aktuellen Zeitgeist. Kommunikationswissenschaftlich verschlüsselt jeder Sender eine Botschaft und der Empfänger entschlüsselt diese wieder. In digitalen Kanälen ist Information kaum mehr beurteilbar. Aus meiner Sicht haben wir ein Problem mit der Menge an Informationen und der fehlenden Zeit für die Beschäftigung mit Fakten, wodurch erst ein Bild der „Wahrheit“ entstehen könnte. Eines änderte sich auch im digitalen Ozean nicht: Wahrheit ist und bleibt harte Arbeit und dafür fehlt uns die Zeit!
    11 2 Melden
    • Haiderfroh 07.01.2018 11:57
      Highlight Die Menge an Information war schon immer für jeden Menschen unbewältigbar viel. Das ist kein Problem, weil man sich auf seine Interessengebiete beschränken kann und muss.

      Du täuschst Dich, wenn Du meinst, Du könntest die Informationen aus den Tagesnachrichten durch "Beschäftigung mit Fakten" durchschauen und als falsch entlarven.

      Das kannst Du deswegen nicht, weil Du Dich nicht mit Fakten beschäftigst, sondern mit Erzählungen über Fakten. Die Fakten selbst sind Dir verschlossen. Du kannst sie selber nicht bestätigen, oder widerlegen. Du glaubst bloss Erzählungen über Fakten.
      6 5 Melden
    • Juliet Bravo 07.01.2018 14:18
      Highlight Genau, Haider. Und deswegen sind wir auf Medien angewiesen.
      7 1 Melden
    • Haiderfroh 08.01.2018 14:00
      Highlight @Juliet
      Weswegen sind wir deswegen auf Medien angewiesen?
      Die Medien erzählen die Erzählungen anderer. Der Leser liest dann die Erzählung einer Erzählung, oder nicht selten die Erzählung einer Erzählung einer Erzählung (z. B. wenn aus einer anderen Zeitung zitiert wird).
      Wie kann dieses Prozedere die Gewissheit des Lesers steigern?
      1 2 Melden
  • Kubod 06.01.2018 20:00
    Highlight Zuerst die Möglichkeit zu reisen und dann das Internet, haben die Welt vernetzt. Es ist einfacher als früher, Information weltweit zu teilen. Wie natürlich auch einen Virus im technischen wie im biologischen Sinn.
    Mir scheint einige, die jetzt darüber lamentieren, sind sauer, dass man ihnen die Deutungshoheit über das was als Realität definiert wird, teilweise genommen hat.
    Wenn ein Kaiser heute stolz in neuem Gewande daherkommt, ist das internetkluge Kind schon da und ruft ihm zu, er sei nackt.
    Das kann manche Kaiser und Platzhirsche in Politik und Wissenschaft schon mal ärgern.
    19 2 Melden
  • Haiderfroh 06.01.2018 19:41
    Highlight Alles, was wir lesen, erzählt bekommen und am Bildschirm sehen, könnte eine Erfindung sein, oder aber unumstösslicher Fakt. Es gibt keine Möglichkeit, darüber ein Urteil zu fällen. Man muss es glauben, oder auch nicht. Es gibt keine Methode, die irgendjemanden befähigen würde, Fake-News von Real-News zu unterscheiden.
    Real ist einzig und allein die Wenigkeit, die man selber überprüft hat. Es ist z. B. erst dann wahr, dass es ein Morgen gibt, wenn man den nächsten Tag erlebt hat. Vorher ist es eine unbewiesene Behauptung, sozusagen Nonsense.

    Die Wahrheit wurde von einem Lügner erfunden.
    10 33 Melden
    • rodolofo 07.01.2018 08:40
      Highlight Versuch's mal mit Gefühl!
      Das kann allerdings auch in die Hose gehen...
      2 4 Melden
    • Haiderfroh 07.01.2018 11:43
      Highlight @rodolofo
      Gefühle sind der grösste, evolutionäre Mangel der Menschheit.
      5 7 Melden
    • rodolofo 07.01.2018 13:15
      Highlight @ Haiderfroh
      An Gefühlen mangelt es nicht.
      Aber an Zusammenarbeit mit dem Verstand mangelt es schon.
      Und dieser Vorwurf richtet sich AUCH an den ach so klugen Verstand...
      Ist sich dieser Verstand bewusst, dass auch er seine Existenz unendlich vielen im Laufe der Evolution begangenen Dummheiten zu verdanken hat?
      Er denke mal darüber nach, so lange bis ihm mit "System Error" die ganze angesammelte Intelligenz um die Ohren fliegt!
      4 1 Melden
  • Julian Roechelt 06.01.2018 18:03
    Highlight Ich halte solche Aussagen für problematisch. Sie erinnern stark an die Zeiten, als die Bibel nur lateinisch vorlag, und das Volk ja nicht deren Inhalt selber lesen und interpretieren sollte. Auch professionelle Meinungsaufbereiter wie beispielsweise Journalisten haben nur einen begrenzten Zugang zu Informationen und konstruieren notgedrungen eine neue Realität, deren Qualität von vielen Faktoren abhängt (finanzielle Mittel, Eigentumsverhältnisse etc.)
    30 3 Melden
  • rodolofo 06.01.2018 17:51
    Highlight ...
    Wenn mir jemand aber etwas erzählt, muss ich mir immer auch überlegen, welche Interessen diese Person mit ihren Erzählungen verfolgen könnte!
    Persönliche Interessen sind immer mit im Spiel!
    Solche Interessen müssen nicht zwangsläufig ausbeuterischer- und unterdrückender Natur sein!
    Mir kann auch an guten Beziehungen und an einem lockeren Umgang gelegen sein!
    Andererseits kann eine Person auch ihre ganz persönliche Befindlichkeit in eine Diskussion hinein tragen.
    Im Falle von Gereiztheit ist alles Scheisse.
    Im Falle von Verliebtheit ist alles super-toll...
    Usw.
    14 3 Melden
  • rodolofo 06.01.2018 17:45
    Highlight Aus der Tatsache, dass Wahrheiten immer äusserst vielfältig, verworren, verschachtelt, teils widersprüchlich und vielschichtig wie eine Zwiebel sind, leiten viele verunsicherte und frustrierte Wahrheit-Sucher ab, dass alle Informationen, vor allem die der "Mainstream-Presse" gelogen sind.
    Ein solcher Total-Zynismus, der darauf hinausläuft, dass alle abgrundtief schlecht und hinterhältig sind, schüttet das Kind der Wahrheit aber mit dem Bade aus!
    Es gibt Sonnen- und Schattenseiten, Vogel- und Froschperspektiven, Innen- und Aussenansichten.
    ...
    16 3 Melden
  • seventhinkingsteps 06.01.2018 17:24
    Highlight Ist es denn nicht so, dass auch Parteien und Politiker jeweils die Objektivität bzw. die uneingenommene Betrachtung der Realität und der effektiven Verhältnisse für sich beanspruchen? Sonst hätten wir ja keine Diskussionen mehr über soziale Ungerechtigkeit, Armut etc.
    7 0 Melden
  • TheGoon 06.01.2018 16:28
    Highlight Der Titel liest sich widersprüchlich.
    5 7 Melden
  • Rabbi Jussuf 06.01.2018 15:52
    Highlight Er soll besser mal in der Schule ein paar Kindern/Jugendlichen logisches und kritisches Denken beibringen. Das würde mehr nützen als Bücher zu schreiben. Erwachsene lernen das anscheinend nicht mehr.
    35 38 Melden
    • Stu83 06.01.2018 17:55
      Highlight Ich denke du kannst davon ausgehen, dass er das macht. Wieso sollte er keine Bücher schreiben dürfen?
      17 2 Melden
    • Soulrider 06.01.2018 19:39
      Highlight Nicht nur er, das ist doch ein generelles Problem. Oft sind die besten Schüler die, die am besten auswendig lernen können und nicht die, die etwas auch wirklich verstehen...
      15 2 Melden
    • Haiderfroh 06.01.2018 19:52
      Highlight Logisches und kritisches Denken hilft nicht weiter.
      Denn eine Lüge kann so konstruiert werden, dass sie jedem noch so logischen und kritischen Denken standhält.
      Das ist einfach, wenn der Belogene (z. B. der Zeitungsleser) keine Möglichkeit hat, irgendwelche Einzelheiten der Lüge selbst zu festzustellen.
      Und das ist bei allen Nachrichten so, die wir aus aller Welt erfahren. Nichts davon kann überprüft werden. Und wenn etwas nicht logisch erscheint, dann besteht immer die Wahrscheinlichkeit, dass man zu wenig weiss, um zu verstehen.
      11 2 Melden
    • Juliet Bravo 06.01.2018 20:58
      Highlight Und wieso soll er keine Bücher schreiben? Ich finde, seine Überlegungen spannend - gerade wenn man sie auf Berger/Luckmann prallen lässt.

      Dieses ewige „er sollte besser / der Journi soll mal über dies und das schreiben / und was ist mit dem und dem /...“ geht mir auf den Zeiger. Ihr wisst es immer besser als alle anderen. Ihr habt sicher nicht zu bestimmen, wer worüber schreibt oder nicht.
      16 4 Melden
    • Rabbi Jussuf 06.01.2018 21:54
      Highlight Juliet
      Der Klassiker:
      Du machst zu deiner Realität, dass ich geschrieben hätte, er solle keine Bücher schreiben.
      Das ist bloss deine kleine subjektive Ansicht, hat mit der Realität nichts zu tun.
      Insofern bist du ja eine gute Adeptin von B&L.

      Ich vergass, diese "subjektiven Realitäten" sind immer noch aktuell. Das sieht man ja an ihren Auswüchsen wie Multikulti und dem Höhepunkt: dem Kulturrelativismus.

      7 14 Melden
    • Juliet Bravo 06.01.2018 22:43
      Highlight eines Wahrnehmung ist seine Realität. Da stimme ich dir ja zu. Aber, warum er besser keine Bücher schreiben sollte, ist mir noch nicht klar.
      2 1 Melden
    • Logo 06.01.2018 23:55
      Highlight Dein obiger Kommentar ist unklar und voll von “subjektiver Realitäten“. Handelt es sich deiner Meinung nach um einen Trade-Off? Falls ja, wieso weisst du, dass er seine Ressourcen nicht optimal einsetzt? Falls nein, wie kommst du darauf, dass er den Kindern zuwenig logisches Denken beibringt? Da ein Trade-Off aufgrund begrenzter Ressourcen logisch erscheint, würde ich aus deinem Kommentar auch eher interpretieren(!), dass er zumindest weniger Bücher schreiben soll. Die Antwort von J.B. auf deinen Kommentar ist nicht dermassen unlogisch. Und Logik bringt uns wohl am nächsten zur obj. Realität.
      2 0 Melden
    • rodolofo 07.01.2018 08:46
      Highlight @ Juliet
      Bravo!
      Gut, dass Du den Rabbi mal zurecht weist!
      Dieser ist nämlich wie versessen darauf, Andere zurechtzuweisen.
      7 4 Melden
    • Energize 07.01.2018 09:03
      Highlight Wampfler war und ist ein ausgesprochen guter Lehrer und deckt die Punkte welche du erwähnst ab.
      1 0 Melden
  • Caligula 06.01.2018 15:32
    Highlight Nonsens ...

    Zu meiner Zeit nannte man dies noch "Unsinn". Ganz eifach ohne einen unnötigen Anglizismus zu verwenden.

    Die Englische Sprache kann unsere sehr wohl bereichern, aber nicht indem es gleichwertige Deutsche Wörter verdrängt.
    41 41 Melden
    • Luca Brasi 06.01.2018 16:15
      Highlight Ähm, Nonsens (man bemerke ohne E am Schluss geschrieben) ist seit dem 19. Jahrhundert vom Englischen nonsense ins Deutsche gewandert. Ursprünglich ein Fremdwort, genauso wie Garage, Etage oder Büro ist es mittlerweile ein ziemlich übliches Wort. Man kann es auch übertreiben mit der "Reinhaltung der deutschen Sprache". Das hat man in den 30ern auch versucht.

      https://www.dwds.de/wb/Nonsens
      55 3 Melden
    • Likos 06.01.2018 16:57
      Highlight Die beiden Wörter haben sogar eine unterschiedlich Bedeutung. Nonsens ist Unsinn mit Regeln und Unsinn ist einfach Unsinn.
      6 0 Melden
    • The Origin Gra 06.01.2018 18:53
      Highlight Wir sind hier in der Schweiz, es gibt viel mehr Lehnwörter aus dem Französischen, Italienischen oder Rhätischen als z.B. in Deutschen, so etwa Occassion oder wie Luca Brasi schon sagte die Garage (das hat sich aber auch in Deutschland festgesetzt).

      Ich verstehe dieses Reinhalten genau bringen soll?
      Sprache lebt und lebte schon immer. Vor 5'000 Jahren sprach man Rätisch, dann kamen die Kelten und danach die Alemannen und im Westen der Schweiz die Burgunder usw.
      In Bern und andernorts blieb z.B. das Keltische Wort Niedle (von Nidlo => Häutchen) für Rahm.
      Ich liebe Sprachen, die Leben 😊

      14 0 Melden
  • Majoras Maske 06.01.2018 15:25
    Highlight War es denn früher nicht genau gleich? Die vielen überlieferten Juden-Verschwörungen sind doch ein Beispiel dafür. Oder die Dolchstosslegende. In meiner Wirklichkeit ist das heute nur offensichtlicher als früher, weil sich unsere Medien zusammen konzentriert haben und alle ständig und überall ihre Meinung in die Welt posaunen (oder nachplappern) können und viele Menschen schon fast religiös einfach glauben wollen, was ihnen passt. Der Begriff "alternative Fakten" deutet ja schon an, dass es in einer polarisierten Gesellschaft eben zwei mal Fakten "gibt".
    89 12 Melden
    • meine senf 06.01.2018 19:06
      Highlight Ohne es zu bewerten, war es früher wahrscheinlich gar nicht so sehr anders als es heute wieder wird.

      Schliesslich gab es ja lange keinen (vorerst primär staatlichen oder öffentlich-rechtlichen) Rundfunk, sondern ausschliesslich Zeitungen. Dafür hatte praktisch jede politische Partei oder Gewerkschaft oder sonstige Organisation die eigene Tageszeitung, so dass es auch schon damals ähnliche Filterblasen-Effekte geben konnte, wie sie heute mittels Social Media-Algorithmen etc. wieder möglich sind.
      9 1 Melden
    • rodolofo 07.01.2018 08:53
      Highlight Schon früher hatten die Leute das Bedürfnisse, ihre Erlebnisse spät nachts am Lagerfeuer und bereits etwas angeheitert "augepeppt" zu erzählen.
      Und diejenigen, welche solche mündlichen Überlieferungen am Lagerfeuer mitbekommen haben, erzählten sie am nächsten und übernächsten Lagerfeuer nochmals ein wenig spektakulärer.
      Irgendwann stand dann ein Journalist der New York Times am Lagerfeuer, Pfeife rauchend, im weissen Anzug und mit einem Tropenhelm auf den Kopf, und notierte aufgeregt und fleissig, worüber gerade berichtet wurde...
      3 1 Melden
    • Haiderfroh 07.01.2018 12:23
      Highlight Wer weiss schon, ob Gerüchte, wirklich nur Gerüchte sind?
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      2 4 Melden

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