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Mehrere Studien geben Hinweise, dass Neonikotionoide für Honigbienen hochgefährlich sein könnten.  bild: shutterstock

Neonikotinoide – das Pestizid könnte hochgefährlich sein, Syngenta sieht das jedoch anders

11.09.17, 13:36 11.09.17, 13:52

Neonikotinoide gehören zu den meistverkauften Pestiziden weltweit und stehen im Verdacht, für das Bienensterben mitverantwortlich zu sein. Die EU prüft derzeit ein Totalverbot von drei Wirkstoffen in der freien Natur. Die Hersteller Syngenta und Bayer wehren sich dagegen – aber nicht nur sie.

Syngenta-Chef Erik Fyrwald hält ein Verbot für kontraproduktiv. Die Ausweitung eines Verbots von Neonikotinoiden in Europa würde dazu führen, dass die Ernteerträge schrumpfen und Landwirte ältere Pflanzenschutzmittel einsetzen würden, die weniger umweltfreundlich seien, sagt er in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur SDA. «Wir glauben, dass es die falsche Entscheidung ist.»

Unterstützung erhält er ausgerechnet von einem Bienenforscher, der von der Schädlichkeit von Neonikotinoiden für Bienen überzeugt ist. «Ich halte ein Totalverbot zum jetzigen Zeitpunkt nicht für zielführend, die Landwirtschaft braucht Alternativen», sagt Peter Neumann, Professor für Bienengesundheit an der Universität Bern. Er hatte 2016 in einer Studie nachgewiesen, dass männliche Honigbienen wegen Neonikotinoiden weniger fruchtbar werden und weniger lang leben.

Applaus der Umweltverbände

«Es liegt an der Industrie, umweltfreundlichere Pflanzenschutzmittel zu entwickeln.»

Marcel Liner, Pro Natura

Umweltverbände wie Pro Natura und Greenpeace Schweiz, die seit Jahren ein vollständiges Verbot dieser Pestizide fordern, begrüssen den geplanten EU-Vorstoss hingegen als einen Schritt in die richtige Richtung. Auch der WWF Schweiz hält diesen Schritt für dringend notwendig. Das Argument der Industrie, ein Totalverbot von Neonikotinoiden bedeute Ernteausfälle und den Einsatz schädlicherer Insektizide, bezeichnen sie als vorgeschoben.

«Es liegt an der Industrie, umweltfreundlichere Pflanzenschutzmittel zu entwickeln», sagt Marcel Liner von Pro Natura. Noch besser sei, wo immer möglich auf Pestizide zu verzichten. Es sei bereits heute möglich, in der Landwirtschaft ohne chemisch-Pestizide zu arbeiten, wie der biologische Landbau zeige.

Vom geplanten EU-Verbot betroffen sind die Wirkstoffe Thiamethoxam von Syngenta sowie Imidacloprid und Clothianidin von Bayer. Für diese gibt es seit 2013 in der Schweiz und der EU ein Teilverbot. Es basiert auf einer Einschätzung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA). Zuvor hatten mehrere Studien Hinweise auf die Gefährdung von Honigbienen durch diese Pflanzenschutzmittel geliefert.

Das bestehende Moratorium schränkt bestimmte Anwendungen dieser Wirkstoffe stark ein. So sind zum Beispiel bei Mais und Raps Saatgut- und Bodenbehandlungen nicht mehr und Blattbehandlungen nur nach der Blütezeit erlaubt.

Nur noch in Gewächshäusern

Jetzt will die EU-Kommission noch einen Schritt weitergehen und den Einsatz dieser Wirkstoffe in der freien Natur ganz verbieten. Nur noch in Gewächshäusern sollen sie erlaubt sein. Bereits in wenigen Wochen, so eine Sprecherin, wolle die EU-Kommission einen entsprechenden Vorschlag vorlegen.

Bei Zustimmung der EU-Mitgliedstaaten könnte dann bereits Anfang 2018 ein Verbot dieser synthetischen Insektizide in Kraft treten. Eine Zustimmung der EU-Staaten zu einem Totalverbot ist allerdings nicht sicher. In Bern wartet das zuständige Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) den Entscheid aus Brüssel ab, wie es auf Anfrage heisst.

In der Landwirtschaft spielen Neonikotinoide als Schädlingsbekämpfungsmittel eine wichtige Rolle. Sie greifen die Nervenzellen von schädlichen Insekten wie etwa dem Maiszünsler und dem Rapsglanzkäfer an, aber nicht diejenigen von Wirbeltieren. Sie werden hauptsächlich als Beizmittel eingesetzt. Dabei wird bereits das Saatgut mit dem Schutzmittel behandelt und wirkt dann von innen heraus auf die Pflanze.

80 Prozent des Umsatzes von Saatgutbeizmitteln erzielen die Produzenten heute mit Neonikotinoiden. Mit einem Marktanteil von mehr als einem Viertel sind sie die weltweit meistverkauften Insektengifte.

Umfrage

Befürwortest du ein Totalverbot von Neonikotinoiden?

368 Votes zu: Befürwortest du ein Totalverbot von Neonikotinoiden?

  • 88%Ja.
  • 7%Nein.
  • 5%Weiss nicht.

Streit um Schädlichkeit

Seit der Einführung dieser Wirkstoffe in den 1990er-Jahren spritzen die Bauern zwar weniger Pestizide. In Nektar, Pollen, Boden und Wasser lassen sich aber Spuren dieser Schädlingsbekämpfungsmittel nachweisen.

Dass diese schädliche Auswirkungen auf Bienen und andere nützliche Insekten haben können, halten viele Forscher durch zahlreiche Studien für ausreichend belegt. Einige Umweltschützer warnen sogar davor, dass die Substanzen auch für viele andere Tiere wie etwa Vögel eine ernsthafte Bedrohung seien.

Syngenta und Bayer wehrten sich bereits gegen das 2013 geltende Teilverbot mit einer Klage beim Gericht der EU. Ihrer Ansicht nach stellen Neonikotinoide – ebenfalls auf viele Studien gestützt – kein unvertretbares Risiko für Honigbienen und andere Bestäuber dar. Darüber hinaus, kritisieren sie, habe es die EU-Kommission versäumt, die Auswirkungen auf die Landwirtschaft in Europa zu untersuchen.

Eine Studie der deutschen Forschungsgesellschaft HFFA im Auftrag von Bayer und Syngenta kam zum Schluss, dass den europäischen Rapsproduzenten und -verarbeitern durch das geltende Teilverbot jährlich Verluste in Höhe von fast 900 Millionen Euro entstehen. Zu den Auswirkungen eines möglichen Totalverbots gibt es keine Zahlen.

Syngenta hat andere Produkte

Der Syngenta-Chef macht sich über die Folgen für das eigene Geschäft gegen aussen wenig Sorgen. «Neonikotinoide sind ein wichtiges Produkt für uns. Ein Verbot würde aber nicht die gesamte Gewinnstruktur oder die Position unseres Unternehmens verändern», sagt Fyrwald. «Wir haben andere Produkte und eine Reihe anderer Mittel, die wir verkaufen.»

Erik Fyrwald: «Neonikotinoide sind ein wichtiges Produkt für uns.» Bild: EPA/KEYSTONE

Zu konkreten Umsatzzahlen halten sich Bayer und Syngenta bedeckt. «Wir veröffentlichen keine Umsatzzahlen zu einzelnen Wirkstoffen oder Produkten», heisst es unisono. Nach Angaben von Syngenta macht der Verkauf von Neonikotinoiden in der EU weniger als ein Prozent des Konzernumsatzes von 12.8 Milliarden Dollar aus.

Laut einer Bayer-Studie erzielte Syngenta 2009 mit Thiamethoxam weltweit knapp 630 Millionen Dollar Umsatz. Bayer Cropscience nahm mit Imidacloprid und Clothianidin knapp 1.1 Milliarden Dollar beziehungsweise knapp 440 Millionen Dollar ein. Aktuellere Zahlen liegen nicht vor.

Der weltweite Insektizidmarkt wird auf etwa 4 Milliarden Dollar geschätzt. 1.64 Milliarden Dollar davon entfallen gemäss den im Jahresbericht 2016 ausgewiesenen Zahlen auf Syngenta. Das entspricht knapp 13 Prozent des Gesamtumsatzes des Agrochemiekonzerns. (cma/sda)

Was sind Neonikotinoide?

Neonikotinoide sind eine Gruppe von hochwirksamen Insektengiften. Sie schützen Pflanzen vor Frass durch verschiedene Schädlinge, etwa Maiszünsler, Drahtwürmer, Läuse oder Kartoffel- oder Rapsglanzkäfer.

Neonikotinoide sind synthetisch hergestellte Wirkstoffe, die sich an die Rezeptoren der Nervenzellen binden und so die Weiterleitung von Nervenreizen stören. Sie wirken auf die Nervenzellen von Insekten weit stärker als auf diejenigen von Wirbeltieren.

Diese Pflanzenschutzmittel wirken systemisch, das heisst die Wirkstoffe dringen in die Pflanze ein und wirken von innen heraus. Bei einem Beizmittel zum Beispiel ist bereits das Saatgut mit diesen Mitteln behandelt. Die Pflanze nimmt die Wirkstoffe während des Wachstums auf und verteilt sie von der Wurzel bis in die Blätter.

Neonikotinoide kamen in den frühen 1990er Jahren auf den Markt und machen inzwischen mehr als einen Viertel der weltweit verwendeten Pestizide aus. Sie sind die weltweit meistverkauften Insektengifte, in mehr als 120 Ländern zugelassen und haben einen Anteil von etwa einem Viertel am weltweiten Insektizidmarkt. Der Umsatz von Beizmitteln wird zu vier Fünfteln von Neonikotinoiden dominiert.

Die bekanntesten drei Wirkstoffe sind Clothiandin und Imidacloprid von Bayer sowie Thiamethoxam von Syngenta. Seit 2013 gilt für diese ein Teilverbot in der Schweiz und der EU, nachdem es Hinweise dafür gab, dass diese Substanzen mitverantwortlich für das Bienensterben sind.

In der Schweiz wurden 2015 nach Angaben des Bundesamts für Landwirtschaft insgesamt 1,6 Tonnen dieser drei Wirkstoffe verkauft. In Deutschland wurden im gleichen Jahr mehr als 200 Tonnen Neonikotinoide (reiner Wirkstoff) an Landwirte abgegeben. Die Schweizer Landwirtschaft setzte 2015 insgesamt 2200 Tonnen Pestizide (Herbizide, Fungizide, Insektizide) ein. 16 Prozent davon waren Insektizide. (sda)

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Den Bienen stehen noch immer schwere Zeiten bevor

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Den Bienen stehen noch immer schwere Zeiten bevor

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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31Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • CASSIO 11.09.2017 21:50
    Highlight ich widerspreche dieser aussage "Es liegt an der Industrie, umweltfreundlichere Pflanzenschutzmittel zu entwickeln."! es liegt an den konsumenten, umweltfreundliche produktion einzufordern. wir alle sind teil des systems, wenn wir als konsumenten versagen, weshalb sollen dann die produzenten von sich aus auf profite verzichten? das ist realitätsfremd! WIR ALLE MÜSSEN ETWAS ÄNDERN!
    17 3 Melden
  • Herbert Anneler 11.09.2017 19:06
    Highlight Ich plädiere für die Umkehr der Beweislast: Die Pestizid-Produzenten müssen nachweisen, dass ihre Produkte umweltverträglich sind, nicht ihre Kritiker. Und: Clevere Agrar-Unternehmen produzieren nicht mehr Chemie, sondern entwickeln integrierte Lösungen ohne chemische Keulen. Mit chemischen Keulen wird immer noch mehr und mehr immer noch ungesünder produziert statt immer besser und gesünder.
    36 3 Melden
  • ovatta 11.09.2017 18:26
    Highlight Jaja, irgendwann wenn alle Bienen tot sind bekommt jeder einen Pinsel geschenkt und darf von Blume zu Blume laufen!
    22 3 Melden
  • trio 11.09.2017 18:04
    Highlight "Sie greifen die Nervenzellen von schädlichen Insekten wie etwa dem Maiszünsler und dem Rapsglanzkäfer an, aber nicht diejenigen von Wirbeltieren."

    Warum schreibt man hier hier von schädlichen Insekten? Die Nervenzellen von allen Insekten werden angegriffen. Auch von den nützlichen, welche z.B. die schädlichen fressen.
    42 1 Melden
  • MaskedGaijin 11.09.2017 17:26
    Highlight «Wir haben andere giftige Produkte und eine Reihe anderer Mittel, die wir verkaufen.»
    19 3 Melden
  • meine senf 11.09.2017 15:25
    Highlight Da Geld-Zahlen die einzige Sprache sind, die die Manager verstehen:

    http://www.bee-careful.com/de/fruchtvielfalt/wert-der-biene
    "Ihr volkswirtschaftlicher Nutzen in Deutschland wird mit 2,7 Milliarden Euro beziffert."

    900 Millionen (laut einer Gefälligkeitsstudie und in ganz Europa) gegen 2.7 Milliarden alleine in Deutschland.

    Da sollte sich doch jede Diskussion erübrigen, selbst wenn es nur ums Geld geht.
    22 3 Melden
    • remim 11.09.2017 19:04
      Highlight Nun, das Sterben der Bienen interessiert diese Firmen nicht, die investieren dann einfach in genetisch resistente Bienen oder Mini-Bienen-Drohnen die die Bestäubung übernehmen, und schon kann weiter und mehr verdient werden...
      14 1 Melden
  • meine senf 11.09.2017 15:23
    Highlight "Eine Studie ... im Auftrag von Bayer und Syngenta kam zum Schluss, dass den europäischen Rapsproduzenten und -verarbeitern durch das geltende Teilverbot jährlich Verluste in Höhe von fast 900 Millionen Euro entstehen ..."

    Seit wann Interessieren sich Syngenta und Co. für das Wohl von Bauern?

    https://www.schweizerbauer.ch/pflanzen/pflanzenschutz/herbizid-gefaehrdet-indische-bauern-24605.html

    http://derstandard.at/2000047182616/Wenn-Indiens-Bauern-in-den-Suizid-getrieben-werden
    32 5 Melden
  • Wilhelm Dingo 11.09.2017 14:29
    Highlight Erst wenn die letzte Biene tot, alle Bäume wie in China von Hand bestäubt werden müssen und die Agrokonzerne ihre Gewinne eingefahren haben, werdet ihr merken, dass dieses Insektizid schädlich war.
    53 8 Melden
    • Wehrli 11.09.2017 15:42
      Highlight Ob das Insektizid schädlich ist überlassen wir der Wissenschaft. Bisher sieht es so aus, was ein Verbot nach sich ziehen wird. Die Polemik darfst du gerne behalten.
      12 43 Melden
    • trio 11.09.2017 17:58
      Highlight @Wehrli
      Dafür braucht es keine Wissenschaft. Das Hauptargument, warum die Neonikotinoide nicht schädlich für Bienen sein sollte, ist durch die fachgerechte Verwendung. Also nicht bei Bienenflug, schönes Wetter und bei Wind ausbringen. Das ist ein Hohn! Und wird auch nicht wirklich beachtet.
      19 3 Melden
    • Wilhelm Dingo 11.09.2017 18:33
      Highlight @Wehrli: Die Polemik ist leider angebracht. Die Industrie versucht ständig Wissenschaftliche Studien zu nach ihrem Gusto zu steuern.
      15 5 Melden
    • Tilman Fliegel 11.09.2017 22:07
      Highlight Ein Insektizid muss ja für Bienen schädlich sein, wenn es überhaupt wirksam ist. Dazu braucht man eigentlich keine Studien.
      7 0 Melden
    • Töfflifahrer 11.09.2017 22:43
      Highlight @Wilhelm, was heisst versucht? Das ist doch schon lange Tatsache.
      1 1 Melden
    • Wilhelm Dingo 12.09.2017 05:33
      Highlight @Tilman Fliegel: nein, es gibt Insektizide welche (mehr oder weniger) selektiv sind. Im Nachweis dessen liegt jedoch der Hund begraben.
      2 0 Melden
    • The Hat Guy 12.09.2017 08:43
      Highlight @trio
      Dafür braucht es keine Wissenschaft? Sondern was? Natürlich braucht es Studien, die die Verträglichkeit bzw. Schädlichkeit der Stoffe für die Umwelt untersuchen.

      Der Kampfbegriff des Bienensterben im Übrigen, ist zu einem grossen Teil auch Propaganda. Einerseits ist die globale Bienenpopulation stetig zunehmend, andererseits ist für den Rückgang der Population in Westeuropa hauptsächlich der Befall mit Varroamilben vermutet.
      0 7 Melden
    • Wilhelm Dingo 12.09.2017 11:06
      Highlight @The Hat Guy: Quellen zur Behauptung dass die weltweite Pupulation steigt?
      3 0 Melden
    • trio 12.09.2017 12:46
      Highlight @The Hat Guy
      Ja es braucht Studien über die Schädlichkeit für die Umwelt. Hier geht es aber um Neonikotinoide, also ein Breidbandinsektizid. Da braucht es keine Studie, sondern gesunden Menschenverstand. Die Studie besagt nur, dass bei fachgerechter Anwendung die Neonikotinoide ungefährlich für Bienen sind. Das ist ein Witz!
      Und ja, ich Stimme auch zu, dass das Bienensterben ein Kampfbegriff ist. Es geht eigentlich auch nicht um die Bienen, sondern Insekten allgemein. Und leider geht es den Insekten nicht gut, viele sind vom Aussterben bedroht und die Anzahl ist drastisch gesunken.
      2 0 Melden
  • saukaibli 11.09.2017 14:10
    Highlight Insektizide sollten eigentlich nur zugelassen werden, nachdem unabhängige Studien gemacht wurden. Wenn Syngenta eine Studie macht ist doch logisch, dass diese positiv ausfällt. Dass sich die Zulassungstellen völlig auf die Herstellerstudien verlassen ist ein Witz und zwar ein gefährlicher. Aber solange nicht mal Medikamente für Menschen unabhängig getestet werden, können wir davon wohl nur träumen. Auch Swissmedic und co. verlassen sich bei Zulassungen einzig auf die Studien der Pharmaindustrie und meistens nur auf deren Zusammenfassung.
    35 8 Melden
  • Ein Freigeist 11.09.2017 13:55
    Highlight Ob es schädlich ist oder nicht, ist Syngenta scheissegal. Hauptsache der Profit stimmt. Je länger sie die alten noch giftigeren Substanzen verkaufen, desto besser verdient der Konzern.
    63 7 Melden
    • Wilhelm Dingo 11.09.2017 14:31
      Highlight Ja. Und was nun? SVP wählen? Die wollen ja eine schöne Schweiz...
      7 19 Melden
    • Wehrli 11.09.2017 15:45
      Highlight Syngenta möchte ein harmloses Insektizid, dies ist aber bisher aufgrund der Komplexität von biologischen Systemen nicht gelungen. Einfach mal irgendwem Irgendwas unterstellen, ist doch ziemlich reisserisch und kindisch. Hoffen wir das Neonikotinoide verboten werden und ein neues, besseres Mittel erforscht wird. Oder gehörst du zur Jute-hippie Truppe, die davon träumt die ganze Welt mit Bio zu ernähren und den Furz auch noch glaubt?
      9 28 Melden
    • Wehrli 11.09.2017 17:20
      Highlight Schönes Märchen aus Kenia. Die Ertrags und Kostenstruktur ist ja genau wie in Europa. Na ja, träumen soll ja erlaubt bleiben, und Watson ist eine seriöse Zeitung.
      4 7 Melden
    • D(r)ummer 11.09.2017 17:25
      Highlight Dingo:
      In Sachen Pestizide unbedingt alles andere ausser SVP wählen (siehe Abstimmungsergebnisse auf Admin.ch)
      Ansonsten die Waage halten.
      7 3 Melden
    • trio 11.09.2017 19:08
      Highlight @Wehrli
      Erfahrung in der Landwirtschaft? Oder behaupten sie einfach mal was?
      6 4 Melden
    • Wehrli 11.09.2017 21:14
      Highlight Ertragsrechnung auf Stickstoffbasis für gesunde Böden. Biochemie gilt auch für Öko-labels.
      1 3 Melden
    • OenoPhil 11.09.2017 22:15
      Highlight Unter Berücksichtung der Herkunft des Stickstoffs. Haber-Bosch oder Leguminosen. Energieeffizienz gilt auch für Konventionelle.
      2 0 Melden
    • Wilhelm Dingo 12.09.2017 05:35
      Highlight @D(r)ummer: mein Kommentar war sarkastisch gemeint...
      2 0 Melden
    • Wehrli 12.09.2017 08:02
      Highlight Schmetterlingsblütler haben einen begrenzten Effekt, aber sie dürfen gerne selber rechnen. Und träumen.
      0 5 Melden
    • trio 12.09.2017 12:29
      Highlight @Wehrli
      Also unqualifiziert...
      1 0 Melden

Ganz ohne Plastiksäckli: In Zürich öffnet der erste Zero-Waste-Laden der Deutschschweiz

In Zürich eröffnet der erste Laden ganz ohne Abfall. Wer was kaufen will, muss seinen eigenen Behälter mitnehmen, auch für Nudeln, Reis oder Alkohol. «Zero Waste» heisst die Philosophie und steht ganz im Zeichen der Kreislaufwirtschaft. 

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