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Skifahrer nach heftiger Kollision mit 7-Jähriger auf Piste schuldig gesprochen



Ein junger Berner Oberländer Skifahrer ist am Freitag von einer Thuner Richterin zu einer bedingten Geldstrafe verurteilt worden. Der 21-Jährige prallte vor einem Jahr im Skigebiet von Mürren BE heftig in eine Siebenjährige.

Die Richterin sprach den jungen Mann der fahrlässigen einfachen Körperverletzung schuldig. Sie bestätigte damit einen Strafbefehl eines Staatsanwalts, den der Skifahrer angefochten hatte.

Der Unfall ereignete sich bei der Einmündung einer schwarzen in eine blaue Skipiste. Der junge Mann fuhr «zügig», wie er sagte, von oben her in Richtung blaue Piste und übersah das Kind. Dieses wurde laut Zeugen meterweit weggeschleudert und musste per Helikopter ins Spital geflogen werden.

Der junge Mann fühlte sich nicht allein schuldig am Unfall

Es erlitt eine Gehirnerschütterung und eine Halswirbelsäulenverrenkung. Bleibende Schäden trug es nicht davon.

Der junge Mann fühlte sich nicht allein schuldig am Unfall, wie er vor Gericht sagte. Sein Verteidiger führte aus, es sei nicht auszuschliessen, dass das Mädchen einen Schlenker gemacht und so dem Mann den Weg abgeschnitten habe. Deshalb sei der Beschuldigte Im Sinnes des Prinzips im Zweifel für den Angeklagten freizusprechen.

Davon wollte die Thuner Richterin nichts wissen: Gemäss glaubwürdigen Zeugenaussagen sei das Mädchen kontrolliert nach unten gefahren. Der Mann habe die grundlegende FIS-Regel verletzt, dass man beim Überholen anderen Skifahrern genügend Platz lassen müsse. Wenn es sich um ein Kind handle, dann gelte dieser Grundsatz umso mehr. (tam/sda)

Aktuelle Polizeibilder: Tram kollidiert in Basel mit Auto

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    Alle Leser-Kommentare
  • Amateurschreiber 09.02.2019 21:11
    Highlight Highlight Leider gibt es auf den Pisten keine klare Regeln. Die zehn FIS - "Regeln" sind ja nur Empfehlungen.
    An einem Engpass mit Rechtskurve schwenkte mal vor mir eine Schülerin ganz nach links. Ich schwenkte also ganz nach Rechts um sie zu überholen. Plötzlich schwenkt sie aber scharf nach rechts und wir rempeln uns seitlich an und fallen um. Passiert ist nichts. Aber wenn doch: Wer wäre Schuld gewesen? Ich, weil ich von hinten kam? Sie weil sie seitlich in mich reingefahren ist? Ich, weil ich nicht rechtzeitig Bremsen konnte? Sie weil sie eine Linie gewählt hat, die andere gefährdet?
  • HugiHans 09.02.2019 15:16
    Highlight Highlight Danke. Vielleicht dämmert es nun dem einen oder anderen, dass die Skipiste kein rechtsfreier Raum ist.
  • no-Name 09.02.2019 12:44
    Highlight Highlight Sorry, aber die Verantwortung von sich weisen und von 7 jährigen erwarten Tempo, Distanz und Fahrverlauf korrekt einschätzen zu können.

    Wäh! Diese einstellung 🤮 mich an!

    So zeug kann passieren und es raubt einem sicher den Schlaf in manchen nächten. Aber sich einzureden das eine 7!!! Jährige mitschuldig ist?!

    In dem alter schneidet man den Barbies die Haare und ist traurig wenn sie nicht nachwachsen! Und das ist auch richtig so!
    • Holzkopf 09.02.2019 18:04
      Highlight Highlight Ich stimme zu, auch wenn diese Verteidigungsstrategie vermutlich vom Anwalt kommt und nicht vom Beschuldigten selbst.
  • Yogi Bär 09.02.2019 10:35
    Highlight Highlight Individuallismus oder Rücksichtslosigkeit es gibt immer Verlierer, meistens sind es die Schwächeren! Deshalb finde ich das Urteil Skandalös eine Busse auf Bewährung ist einfach nur Schwach und setzt diesbezüglich auch kein Zeichen!
    • Aglaya 09.02.2019 17:35
      Highlight Highlight Eine bedingte Geldstrafe ist bei nicht Vorbestraften die übliche Strafe bei fahrlässiger Tötung. Das kann man natürlich schwach finden, entspricht aber der gängigen Rechtsprechung.
    • Aglaya 09.02.2019 17:39
      Highlight Highlight Korrektur für meinen Beitrag nach nochmaligen Lesen des Artikels: er wurde "nur" wegen fahrlässiger einfacher Körperverletzung verurteilt. Da gilt es erst recht: wenn der Täter nicht vorbestraft ist, ist eine bedingte Strafe quasi zwingend, und eine Geldstrafe angebracht (ersetzt die früher übliche kurze Gefängnisstrafe).
    • Yogi Bär 09.02.2019 17:53
      Highlight Highlight Nun das Mass der Beurteilung ist schon Skandalös. Ich war Skilehrer und habe meine Schüler auch Rücksicht mitgegeben. Heute gibt es aber immer mehr Hirnis die rücksichtslos und auch in kaufnehmend , dass ihre rücksichtslose Fahrt schwer Verletzte oder Tode hinterlässt.
  • Lausi Heutenegger 09.02.2019 09:31
    Highlight Highlight einfach mal ein bisschen easy tun, auch auf der piste!
    Benutzer Bild
  • Adumdum 09.02.2019 03:26
    Highlight Highlight Alleine für die Aussage dass das Kind evtl mit schuldig ist noch die Strafe verdoppeln. Plus 5 Jahre Pistenverbot.

    Fehler kann man machen, aber wenn man ein Kind ins Krankenhaus säbelt, dann kann man mindestens Schuldbewusstsein erwarten.

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