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Sauguter Sex nach 20 Jahren ist saumässiges Glück.  kafi freitag

Kafi, soll ich nach 20 Jahren einen neuen Sexgott suchen?

Liebe Kafi, ich bin seit fast 20 Jahre mit meinem Mann zusammen. Wir haben Kinder, ein Haus mit allem drum und dran. Es könnte nicht besser sein. Aber ich liebe ihn einfach nicht mehr. Irgendwann hat es einfach aufgehört, das Gefühl der Liebe. Ich bin jedoch etwas in der Zwickmühle. Wir haben nämlich immer noch unglaublich guten Sex, nicht allzu oft, aber saugut. Der Sex war von Anfang an gut und ist es immer noch. Soll ich ihn verlassen und darauf hoffen, einen Sexgott zu finden, den ich liebe? Melissa, 45

16.04.17, 22:35 17.04.17, 07:02


Liebe Melissa

Es ist etwas vom Einfachsten, einen Sexgott zu finden. Ich hatte einige. Zumindest die ersten paar Monate, danach sind sich die meisten zu hundsgewöhnlichen Liebhabern mutiert. Einen Menschen zu finden, mit dem es nach knapp 20 Jahren noch toll im Bett ist, ist da wesentlich anspruchsvoller, meine Liebe. Wenn nicht fast unmöglich. Sie haben also ein saumässiges Glück!

Mich interessiert aber was ganz anderes: Was verstehen Sie eigentlich unter Liebe? Suchen Sie nach der Verliebtheit, die am Anfang vermutlich mal da war? Diese Gefühle verändern sich mit der Zeit, der wunderbar hirnlose Zustand hält selten länger als 1,5 Jahre an. Danach folgt ein Zustand des Vertrauens und der stärkeren Bindung. Nicht mehr so aufregend, dafür aufgehobener. In einer langen Zeit wie Ihren 20 Jahren wird sich die Definition von Liebe vermutlich weitere 100 Mal verändert haben. Was ist der momentane Zustand, was gibt Ihnen die Beziehung?

Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass es ausschliesslich guter Sex ist. Denn der baut meistens auf gegenseitiges Vertrauen und/oder auf Anziehung oder sonst was. Aber selten auf gar nix. Also finden Sie raus, was es ist. Kann es sein, dass Sie sich schon so sehr an die gegenseitige Liebe gewöhnt haben, dass Sie dafür blind geworden sind und sie Ihnen gar nicht mehr bewusst ist?

Ganz herzlich, Ihre Kafi

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Kafi Freitag (41!) beantwortet auf ihrem Blog Frag Frau Freitag Alltagsfragen ihrer Leserschaft. Daneben ist sie Mitbegründerin einer neuen Plattform für Frauen: Tribute.

Im analogen Leben führt sie eine Praxis für prozessorientiertes Coaching (Freitag Coaching) und fotografiert leidenschaftlich gern. Sie lebt mit ihrem 12-jährigen Sohn in Zürich.

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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14Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Spooky 18.04.2017 19:40
    Highlight Wenn ich dich wäre, Melissa, dann würde ich bei deinem Mann bleiben, bis dir ein Sexgott über den Weg läuft. Sonst hast du eine sexuelle Durststrecke zwischen den beiden Männern. Und das ist nicht angenehm.
    9 37 Melden
    • rodolofo 19.04.2017 05:55
      Highlight Super, Spooky!
      DAS nenne ich eine gelungene Zusammenarbeit von Herz und Verstand!
      25 0 Melden
    • Spooky 19.04.2017 19:28
      Highlight @rodolofo
      Melissa hat einen Sexgott als Mann, den sie aber nicht mehr liebt. Sie will darum einen Sexgott, den sie liebt. Wieso sollte Melissa ihren Mann verlassen, bevor der nächste Sexgott, den sie liebt, am Lager ist? Sie wäre ja doof!
      12 9 Melden
  • Hayek1902 17.04.2017 23:40
    Highlight Die Probleme hätte ich gerne. Wahrscheinlich hormonschwankumgen...
    52 6 Melden
  • Micha Moser 17.04.2017 19:49
    Highlight Hört sich nach schlichter ausserehelicher Abenteuerlust an. Hoffe sie findet wieder einen Weg mit ihrem Mann klarzukommen.
    39 3 Melden
  • Gummibär 17.04.2017 15:00
    Highlight Reden miteinander !
    Vielleicht herausfinden, dass ihr beide am gleichen Ennui leidet.
    Lachen miteinander.
    Ab ins Bett oder versucht dem Mile-high-club beizutreten.
    36 2 Melden
  • oldman 17.04.2017 10:30
    Highlight Kafi gut, Melissa bedenklich!
    86 0 Melden
  • rodolofo 17.04.2017 07:03
    Highlight Ich befinde mich in einer ganz ähnlichen Situation, einfach als Mann mit einer Ehefrau in einer sehr langen Beziehung.
    Der Sex ist immer noch toll, hat aber auch etwas von einer allzu berechenbaren Routine bekommen.
    Oder anders gesagt: Das erotische Knistern von charakterlich sehr gegensätzlichen Menschen wurde durch eine lange und ausdauernde Beziehung zu einer freundschaftlichen Vertrautheit "abgeschliffen".
    In dieser neuen Phase der Beziehung, mit ausgeflogenen Kindern, bin ich dafür, mit experimentellen Aktionen wieder für mehr Aufregung und Leidenschaft in der Beziehung zu sorgen.
    53 9 Melden
  • Frau Dingsi 17.04.2017 00:59
    Highlight Hach, Melissa: guter Sex, Haus mit allem und scharf, wohlgeratene Kinder... Als 45 Jährige jammern auf derart hohem Niveau, dass ich regelrecht Höhenangst bekomme.
    177 2 Melden
  • Ylene 17.04.2017 00:19
    Highlight 'Es könnte nicht besser sein' plus 'unglaublich guten Sex' und das seit 20 (!) Jahren... Sie haben wahrscheinlich auch zweimal einen 6er im Lotto und dann jammern Sie, weil nicht mehr Millionen im Jackpot waren, oder wie? Ich hoffe echt, diese Frage ist erfunden.
    175 4 Melden
  • pamayer 17.04.2017 00:04
    Highlight Nach 20 oder mehr Jahren fragt sich, wie Kafi treffend ausführt, was noch ist, wenn nicht mehr das aufregende Kribbeln im Bauch und sonstwo.
    Was verlierst du, wenn du ausziehst, das Kribbeln zu suchen?
    Was verpasst du, wenn du im trauten Heim bleibst und jede Aufregung vorbeiziehen lässt?
    Das kannst nur du für dich alleine herausfinden und nur du alleine durchziehen oder bleiben lassen.

    In der Hoffnung, du triffst die richtige Wahl. Viel Glück!
    19 9 Melden
    • SusiBlue 17.04.2017 01:21
      Highlight Wenn's "nur" das aufregende Kribbeln ist, das vermisst wird oder einfach mal die Lust auf was Neues, dann kann man sich das doch auch so mal gönnen, ohne dafür die langjährige Beziehung gleich aufgeben zu müssen.
      Vielleicht findet man dabei sogar wieder heraus, wie fest und wofür man den eigenen Mann eigentlich liebt...
      25 29 Melden
    • Sämuu 17.04.2017 12:19
      Highlight @SusiBlue ich hoffe das wird Sie nicht tun, am Besten das Gespräch mit dem Partner suchen anstatt Fremd zu gehen... mit dem Gewissen umzugehen wird schwieriger. Stellen Sie sich vor,Nach 20 Jahren sagt man am Partner ich war mit jemanden anderem in der Kiste.... Ich wüsste nicht was ich in einem solchen Moment tuen würde..Ich rate Ihnen schätzen Sie was sie besitzen und schauen mal um sich herum... es geht vielen schlechter, aber der Trend Heute ist ja nie zufrieden zu sein..
      wenn Susi mir nun schreibt man könne es verschweigen.Toll, auch noch lügen, ihre Beziehung ist zum scheitern verurteilt
      29 4 Melden
    • pamayer 17.04.2017 13:21
      Highlight Wenn es so weit ist, ist wohl schon einiges im Eimer.

      Bzw Gesprächsbedarf dringend notwendig.
      10 4 Melden

Kafi, meine Schülerinnen finden sich zu dick und wollen wie GNTM aussehen!

Ich bin Lehrerin, liebe meinen Job. Ich beobachte mit grosser Sorge, wie viele Mädchen zw. 12 und 16 sich selbst wahrnehmen. Sie finden sich hässlich, was v.a. bedeutet, dass sie sich zu dick fühlen. (Was sie überhaupt nicht sind.) Sie definieren sich grösstenteils über diese Äusserlichkeit und sie leiden darunter, nicht ihrem Ideal zu entsprechen, fühlen sich nicht schön. Auf meine Frage, was denn der Massstab für «schön» sei, höre ich immer wieder GNTM, auch von Jungs. Es tut mir in der S

Liebe LindaDanke, dass Sie diese Frage stellen. Ich kann Ihnen sehr gut nachfühlen, denn mir geht es genau so, wenn ich junge Frauen beobachte und höre, wie sie über sich selber reden. Für mich ist das Problem allerdings ein ganzes Stück grösser und umfassender. Ich behaupte, dass sich praktisch keine Frau wirklich schön und schlank genug findet und zwar bis ins hohe Alter. Und genau dort wittere ich das allergrösste Problem, noch weit vor der unleidigen GNTM Kiste.

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