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FragFrauFreitag

Ich, alleinerziehend, werde von anderen Eltern geschnitten.

Päärligroove in urschweizerischer Manier.
Päärligroove in urschweizerischer Manier.
FragFrauFreitag

Liebe Kaffi, warum werde ich als alleinerziehende Mutter von Elternpaaren so selten für gemeinsame Unternehmungen – sei es nun einen Ausflug zusammen mit den Kindern, sei es ein Abendessen mit oder ohne Kinder – angefragt? 

Ich bin initiativ, lache gern und viel, habe auch einen Freund, unternehme aber auch vieles ohne ihn. Diese Päärlidynamik wundert mich immer wieder sehr und ich frage mich, was ich unternehmen kann, um diese ein bisschen aufzumischen. Alice, 44
29.04.2016, 11:5529.04.2016, 12:07

Liebe Alice

Es ist so simpel, wie es diskriminierend ist: Verheiratete Frauen scheuen alleinstehende Frauen, wie der Teufel das Weihwasser. Zum einen, weil jede Frau ohne Mann eine potentielle Gefahr für ihren Liebsten ist. Getrennte (und eventuell wieder frisch verliebte Frauen) strahlen eine Sexualität aus, die man bei Elternpaaren, die schon lange zusammen sind, vergeblich sucht. Zum anderen, weil man weiss, dass eine Trennung im Freundeskreis das Gefüge der anderen Beziehungen ebenfalls etwas ins Wanken bringt. Plötzlich kommen Themen auf den Tisch, die man eigentlich nicht besprechen will, weil sie ein Risiko in sich bergen. Ich habe das selber erlebt, es ist absolut jenseits.

Nehmen Sie es nicht persönlich. Was Sie erleben, erlebt jede andere Frau in dieser Situation auch. Ob es das besser macht? Kein bisschen. Was Sie dagegen tun können? Nicht viel. Lassen Sie sich eine dicke Haut wachsen und halten Sie nach Paaren Ausschau, die noch zusammen ficken.

Herzlich, Ihre Kafi.

FragFrauFreitag

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Kafi Freitag (40!) beantwortet auf ihrem Blog Frag Frau Freitag Alltagsfragen ihrer Leserschaft. Daneben ist sie Mitbegründerin einer neuen Plattform für Frauen: Tribute.

Im analogen Leben führt sie eine Praxis für prozessorientiertes Coaching (Freitag Coaching) und fotografiert leidenschaftlich gern. Sie lebt mit ihrem 11-jährigen Sohn in Zürich.

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Wie ein Buchrücken mich daran erinnert, wo ich nie mehr hin will
Die alltägliche Physik des Unglücks.
Das Schwierige beim Ausmisten sind ja immer die Gefühle und Erinnerungen, die an den Sachen haften, von denen man sich trennen soll. In meinem Leben sind die Folgen dieses Umstands nicht nur ein Bestand von aktuell 26 (!?) Pullis, sondern auch zwei proppenvolle Bücherregale, deren Inhalte ich bei jedem Umzug aufs Neue verfluche. Und doch behalte ich sie alle: die Französischromane, die wir in der Schule lesen mussten und die mir aber so gut gefielen, dass sie mich über alle elf Wohnungswechsel meines Lebens begleitet haben, Bücher voller Eselsohren und Notizen, die ich liebte zu lesen, und solche, von denen ich glaube, sie noch lieben zu werden. Aber auch ein paar Klopper, bei denen mich einfach Titel oder Cover überzeugten oder von denen ich denke, sie machen sich besonders gut in einem wohl sortierten Bücherregal (niemand hat doch jede Seite von Ulysses gelesen?).
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