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Wir Frauen können alles besser. Alles.  kafi freitag

FragFrauFreitag

Kafi, kann ich dem andern Elternteil sagen, dass es nichts taugt?

Liebe Frau Freitag, kann man einem Vater (oder auch Mutter) sagen, dass er nicht dafür gemacht ist, um Kinder zu haben? Oder ist das zu verletzend – gerade wenn die betreffende Person sich wirklich Mühe gibt? Darf man das als der andere Elternteil oder ist das nur eine Überhöhung der eigenen Sicht auf das Elternsein? Beste Grüsse. XXX, 34



Liebe/r XXX

Ihren Namen konnte ich leider keinem Geschlecht zuordnen, aber ich vermute, dass Sie eine Frau sind, weil sie den männlichen Elternteil als erstes nennen und dann in Klammern erst den weiblichen, was darauf schliessen könnte. Aber nicht muss. Aber dann kommt noch hinzu, dass ich noch nie einen Mann an den Qualitäten der Kindsmutter habe zweifeln hören, umgekehrt aber sehr oft. Es ist eine sehr unsympathische, anmassende weibliche Unart zu denken, dass man es selber grundsätzlich besser kann.

Aber jetzt weiss ich gar nicht mehr, was eigentlich Ihre Frage an mich war, gopf ...

Mit gutem Gruss, Ihre Kafi

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Kafi Freitag (41!) beantwortet auf ihrem Blog Frag Frau Freitag Alltagsfragen ihrer Leserschaft. Daneben ist sie Mitbegründerin einer neuen Plattform für Frauen: Tribute.

Im analogen Leben führt sie eine Praxis für prozessorientiertes Coaching (Freitag Coaching) und fotografiert leidenschaftlich gern. Sie lebt mit ihrem 12-jährigen Sohn in Zürich.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Karl33 09.04.2017 14:04
    Highlight Highlight Natürlich darfst du jemanden einen schlechten Vater finden. Aber wen kümmert das schon, was du denkst?
  • Der Kritiker 06.04.2017 05:47
    Highlight Highlight tolle antwort, kafi. dazu gibt's wirklich nicht mehr zu sagen. ein denkender mensch wird Deine antwort verstehen (sorry rodolofo).
  • Gummibär 03.04.2017 22:07
    Highlight Highlight Das entgültige Resultat der elterlichen Anstrengungen sieht man erst etwa zwanzig Jahre später. Obwohl der grösste Teil der Eltern sich redlich Mühe geben sind ausnahmslos alle erst mal Anfänger und Anfänger, die schon alles besser wissen sind mühsam. Lernt miteinander.
  • Bruno Wüthrich 03.04.2017 10:41
    Highlight Highlight @ Fragesteller/in - Es ist immer eine Überhöhung der eigenen Sicht. Wirklich IMMER und AUSNAHMSLOS. Was jedoch nicht heisst, dass deswegen die eigene Sicht falsch sein muss.

    Doch sie müsste kritisch hinterfragt werden. Und man müsste sich - sofern überhaupt möglich - mit unterschiedlichen den Auffassungen über das Vater- bzw. Muttersein auseinandersetzen. Und auch damit, wie man diese Auffassungen unter einen Hut bringen könnte.

    Oft braucht es nicht nur die eigenen Erfahrungen, sondern auch den offenen Blick dafür, wie es andere machen, um zu sehen, dass verschiedene Wege nach Rom führen.
  • rodolofo 02.04.2017 17:15
    Highlight Highlight Das war jetzt aber eine schludrige Antwort, Kafi!
    Es gibt tatsächlich Menschen, die als Eltern nichts taugen, aber unbekümmert Kinder auf die Welt stellen.
    Der Nachwuchs einer solchen schludrigen Elternschaft ist trotzdem froh darüber, dass unfähigen Eltern sich nicht übermässig Gedanken gemacht haben, ob sie als Eltern taugen, oder nicht!
    Einen unfähigen Vater aber sollte eine verantwortungsbewusste Mutter nach der Zeugung möglichst draussen halten!
    Denn sonst wird ein solcher unfähiger Vater grossen Schaden anrichten!
    Der umgekehrte Fall ist auch denkbar, ist aber in der Realität selten...
    • Capitan 03.04.2017 01:17
      Highlight Highlight Sexismus.
    • rodolofo 03.04.2017 06:51
      Highlight Highlight Capitan
      Nein, Erfahrung am eigenen Leib und an der eigenen Seele!
      Ich hatte einen solchen "unfähigen Vater".
      Ich bin ihm aber trotzdem dankbar dafür, dass er einen entscheidenden Beitrag dafür geleistet hat, dass es mich heute gibt!
      Und wenn ich mir weiter überlege, dass er als junger Mann in seinen besten Jahren in den Kriegsdienst eingezogen worden war, weil er das Pech hatte, als Deutscher auf die Welt gekommen zu sein, dann verstehe ich auch, warum er sich im Verlaufe seines Lebens irgendwie eigenartig und extrem weiterentwickelt hatte...
      Wenn die Welt spinnt, dann spinnen auch die Leute.
    • Capitan 03.04.2017 12:31
      Highlight Highlight @Rodolofo:
      Ich versichere Dir meine Hochachtung dafür, dass Du Deinen Vater für seine Unfähigkeit nicht verdammst und Du ihm Verständnis, gar Dankbarkeit entgegenbringst, obwohl Du vermutlich immer wieder darunter zu leiden hattest.
      Und ja, wenn die Welt spinnt, dann spinnen alle (gezwungenermassen).
      Aber man darf von einem Beispiel nicht auf alle schliessen. Es gibt sehr viele, sehr schlechte Mütter, nicht weniger, wie schlechte Väter. Aber darauf hinzuweisen ist ein grosses Tabu, das eingebrannten, sexistischen Clichés geschuldet ist. Das stört mich.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Capitan 02.04.2017 13:24
    Highlight Highlight Geht im Leben zuvieles nicht so recht,
    dann weil der Eltern Erziehung war schlecht.
    Leben mit diesem garantierten Frust
    muss da, wer Mutter oder Vater ist.
    Manch ein Elternteil sieht's Kind verzogen
    und meint der and're Teil hätt's verbogen.
    Es ist in allem, was kann geschehen
    so, dass man eig'ne Schuld nicht will sehen.
    • farrah 04.04.2017 13:23
      Highlight Highlight Captain Capitan, ich hatte sehr tolle Eltern, die mir vieles beigebracht haben, dass ich jetzt mit 20 sellber auf meinen Beinen stehen kann und doch schon ein sehr zufriedener mensch bin für mein alter, jedoch musste/konnte ich bei anderen freunden mit einer nicht so tollen Kinderstubä auch zusehen wie sie zu tollen erwachsenen menschen geworden sind, und die jetzt auch nicht unter schweren psychischen rückschlägen leiden....deshalb glaube ich dass doch nicht alles mit der erziehung zu tun hat, ich mit einer guten habs vielleicht einfach einfacher...
  • Zeit_Genosse 02.04.2017 10:59
    Highlight Highlight Die Frage ist unglücklich gestellt. Deshalb würde ich sie aber nicht zerpflücken. Und wen man jemand mit xxx als Fragesteller annimmt, sollte man nicht darauf rumreiten.

    Ja, man darf und soll seinem Partner sagen, dass man mit seinem Erziehungsstil nicht zufrieden ist. Es ist ein normaler Vorgang, doch meist werden darüber viele kleine Vorwürfe stichelartig platziert, als in Ruhe darüber zu reden. Interessant ist warum xxx sich als überhöhten Elternteil sieht, wenn etwas zur Sprache kommen soll. Das Anspielen auf ein Gefälle läst nicht viel gutes über die Partnerkommunikation vermuten.
  • dracului 02.04.2017 10:00
    Highlight Highlight Ich frage mich, woher dieses Sendungsbewusstsein kommt, den Beitrag Anderer zum eigenen Leben mitteilen zu wollen? Es gibt so viele Dinge, die schief gehen: Rabeneltern, üble Kollegen, miese Lehrer, Behinderungen und spezielles Aussehen. Und mindestens so viele Schuldige zur Rechtfertigung eines Absturzlebens gäbe es. Letztlich ist aber einzig entscheidend, was ich selber aus meinem Leben mache. Ich bin meines Glückes eigener Schmied und darum versuche ich es jeden Tag aufs Neue! Drum danke dafür, liebe Rabeneltern, Kollegen, Arbeitgeber und Lehrer!
  • lilie 02.04.2017 07:48
    Highlight Highlight Ich finde die Frage sehr merkwürdig gestellt. Wenn jemand "nicht dazu gemacht ist, Kinder zu haben", impliziert das, dass derjenige keine Kinder haben sollte. Da er sich aber "wirklich Mühe gibt", scheint der Betreffende ja bereits Kinder zu haben.

    Und wenn das so ist, fände ich es extrem verletzend, dieser Person zu sagen, er tauge nichts. Und hilfreich ist es auch nicht, es verunsichert den Menschen doch nur noch mehr.

    Besser wäre es, dem Betreffenden Hilfestellungen zu bieten, ihn zu ermutigen und in dem zu bestätigen, was er gut macht. Auch Elternsein will schliesslich gelernt sein.
  • FensterAuf 01.04.2017 22:47
    Highlight Highlight Und noch was: Wenn es um die Wurst geht - um das Leben oder die Gesundheit der Kinder - ist Üben und Fehler machen natürlich nicht angebracht! Bei uns wird z.B. die Aufsicht im Schwimmbad nicht mehr delegiert (die Kinder wurden allein gelassen - dem Himmel sei Dank ist nichts passiert). Und bei Gewalt müsstest du die Kinder und dich in Sicherheit bringen. Aber nicht alles ist eine Frage von Leben und Tod. Und Kinder lieben uns Eltern zum Glück auch dann, wenn wir uns furchtbar ungeschickt anstellen...
    • Anna Landmann 02.04.2017 09:57
      Highlight Highlight Naja, jeder macht Fehler, die Kinder werdens meist überleben (ausser bei der Schwimmaufsicht, da haben sie wohl recht), wenn die Eltern nicht immer genau "richtig" reagieren (gibts das überhaupt?) Zumindest, solange das Umfeld grundsätzlich gut ist.

      Eltern, die immer alles ganz genau richtig machen wollen, machen wohl gerade damit auch etwas grundsätzliches falsch.
  • FensterAuf 01.04.2017 22:26
    Highlight Highlight Noch ein Tipp: Übung macht den Meister! Biete dem anderen Elternteil doch mal an, dass du seine Aufgabe (Müll raustragen? Abwaschen?) übernimmst, damit er den Kindern eine Geschichte vorlesen kann - und sag am Schluss nicht, wie gut oder schlecht er es gemacht hat, denn du bist ja nicht die Lehrperson... Im Alltag mit Kindern gibt es genug Arbeit für zwei, aber bei manchen Paaren macht diejenige Person mehr, die es besser kann - mit dem Resultat, dass sie immer mehr dazulernt und der Partner nur wenig. Falls das auch bei euch so ist, könnt ihr versuchen, diesen Kreislauf zu durchbrechen.
  • Tisch 01.04.2017 22:24
    Highlight Highlight In meiner Arbeit beklagen sich auch viele Väter über die Elternqualität der Mütter. Es ist also keine weibliche Unart, sondern einfach eine Unart. Man kann nämlich auf verschiedene Arten gute Eltern sein.
    • Ruefe 02.04.2017 09:15
      Highlight Highlight Genau! Jeder kann nur auf seine Art ein guter Elternteil sein. Ich weiss nicht wie alt die Kinder der/des FragenstellerIn sind, aber Eltern ist man schliesslich ein Leben lang, also ist das Urteil dass man nicht dazu taugen würde doch sehr kurzfristig.
  • FensterAuf 01.04.2017 22:12
    Highlight Highlight Nur, wenn man will, dass der andere Elternteil nachher NOCH MEHR Probleme hat, liebe(r) XXX. Ich würde stattdessen einfach mit gutem Beispiel vorangehen - wenn dein Umgang mit den Kindern wirklich so toll ist, wird der andere Elternteil vielleicht das eine oder andere von dir abgucken. Wenn etwas wirklich inakzeptabel ist, kannst du es möglichst bald, ohne grosse Zeremonien und unter vier Augen ansprechen: "Sag mal, warum hast du ihr eine ganze Tafel Schokolade zum Znüni gegeben?" Und bei Lebensgefahr natürlich sofort eingreifen: "Achtung, das ist Schnaps, der Orangensaft ist dort hinten!" ;-)
  • Spooky 01.04.2017 22:00
    Highlight Highlight @XXX
    Wenn du einem Vater (oder auch Mutter) sagst, dass er nicht dafür gemacht ist, Kinder zu haben, dann musst du die Konsequenzen tragen.

    Wenn du einem Vater (oder auch Mutter) nicht sagst, dass er nicht dafür gemacht ist, Kinder zu haben, dann musst du die Konsequenzen auch tragen.

    So einfach ist das.
    • Seraina Alexandra 02.04.2017 07:50
      Highlight Highlight Berrechtigt wäre es auch zu sagen Warum man dies findet.
      Biologisch gesehen waren sie ja dafür gemacht Kinder zu haben.
      Ein Kind erzieht man auch nicht mit du kannst dies nicht und das nicht und jenes kannst du auch nicht. Das Kind kann es schon es hat es ja gemacht, es muss einfach wiesen Warum nicht das gleiche gilt für Erwachsene.
      Erziehen kommt von Selbsterziehen, da wir unterschiedlich erzogen worden sind machen wir dies auch unterschiedlich.
      Auch sollte man nicht denken nur weil jemand etwas anderst macht wie wir es direkt falsch ist!

FragFrauFreitag

Liebe Kafi. Was ich mich schon länger frage: Wieso sind besserwisserische Menschen so humorlos? 

Liebe Franka  Leider muss ich Ihnen recht geben, diese Beobachtung habe ich auch schon oft machen müssen. Es wird vermutlich damit zusammenhängen, dass sich ein Mensch, der gerne ständig recht hat, von Natur aus sehr ernst nimmt. Und Menschen, die sich selber zu ernst und wichtig nehmen, können kaum über guten Humor verfügen. Denn der basiert eher auf der Fähigkeit, sich selber zu ironisieren. Und das verträgt sich nun mal schampar schlecht mit dem Bedürfnis, immer im Recht zu …

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