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Wie Sie über mich denken, sagt viel darüber aus, wie Sie über sich selber denken.  kafi freitag

FragFrauFreitag

Ich, (35) bin Invalidenrentner und werde gedemütigt. 

Liebe Kafi,
Ich bin Invalidenrentner, dem man seine Behinderung nicht ansieht. An meinem letzten Wohnort hätte man mich am liebsten mit Fackeln und Heugabeln vertrieben, ich konnte keinen Schritt auf die Strasse tun, ohne mir einen dummen Spruch anzuhören. Am jetzigen Wohnort wurde ich gut aufgenommen, der Beruf war nie ein Thema. Wie verhält man sich bei Fragen diesbezüglich? Ich lüge äusserst ungerne, aber ich leide unter meiner Erwerbsunfähigkeit und möchte nicht noch dafür gedemütigt werden. Beni, 35



Lieber Beni

Es tut mir furchtbar leid zu lesen, was Sie alles erleben mussten wegen Ihrer Erwerbsunfähigkeit. Ich kann sehr gut nachfühlen, dass es nicht einfach ist, wenn man als so junger Mensch bereits Invalidenrentner ist, gerade in einer Gesellschaft, die sich so sehr über die Arbeit und das Einkommen identifiziert. Ihre Thematik erleben auch Menschen, die aus psychischen Gründen nicht in dem Ausmass arbeiten können, wie sie es gerne täten. Wir Menschen können besser mit einem gebrochenen eingegipsten Bein umgehen als mit einer Behinderung oder Erkrankung, die man äusserlich nicht sofort erkennen und benennen kann. Das wird in Ihrem Fall vermutlich nicht anders sein, wie ich mir denken kann.

Ich verstehe gut, dass Sie unter dieser Situation leiden. Allerdings können Sie Ihr Umfeld nicht ändern, höchstens sich selber. Beginnen Sie damit, an Ihrer Selbstakzeptanz zu arbeiten. Wie stehen Sie selber zu sich? Wie sehr mögen Sie sich selber? Können Sie sich akzeptieren als der, der Sie nun mal sind, oder machen Sie sich selber klein, weil Sie keine Erwerbstätigkeit haben?

Diese Fragen sind die Allerwichtigsten, wenn Sie Ihr Leben verändern möchten. Solange Sie sich selber nicht gern haben, werden andere es nicht tun. Solange Sie sich selber deswegen kleinreden oder -denken, werden es die Anderen Ihnen gleichtun. Wir Menschen sind wie Hunde. Wir riechen gegen den Wind, wenn jemand eine Unsicherheit hat, die plagt. Personen, die über ein gesundes Selbstvertrauen verfügen, nutzen diese Unsicherheit nicht aus. Alle anderen erfreuen sich darüber und stochern aufgegeilt darin herum, weil sie sich dann selber besser fühlen können für einen Moment.

Was das nun für Sie bedeutet? Arbeiten Sie an Ihrer eigenen Selbstzufriedenheit. Hören Sie damit auf, sich über Ihre Defizite zu definieren. Sammeln Sie stattdessen all Ihre Stärken, Ihre Liebenswürdigkeit und all das Positive, was Sie zu geben haben, in einem Heft, schreiben Sie alles auf! Wenn es Ihnen gelingt, sich selber nicht mehr dafür zu demütigen, dass Sie Invalide sind, dann haben Sie den grössten Teil der Arbeit schon getan! Und ja ich weiss, dass ich Ihnen mit diesem Rat unterstelle, DASS Sie es tun. Das mache ich mit vollem Bewusstsein weil ich weiss, dass es stimmt. Achten Sie darauf, wie Sie über sich selber denken! Dort fängt es nämlich an. Sobald Ihre Erwerbsunfähigkeit für Sie kein Thema mehr ist, für das Sie sich schämen, wird es kein Thema mehr für Ihr Umfeld sein.

Sobald Sie selber respektvoll über sich denken können, schauen Sie mal, was um Sie herum passiert. In der Regel muss man dann gar nichts mehr tun, weil das System sich von selber anpasst. Menschen, die Sie bis anhin gedemütigt haben, werden sich von Ihnen abwenden, weil es so einfach keinen Spass mehr macht. Alle anderen werden Sie als das sehen, was Sie sind: Ein liebenswerter Mensch, der viel mehr zu geben hat, als es eine bezahlte Arbeit jemals kann.

Mit herzlichem Gruss. Ihre Kafi

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Kafi Freitag (41!) beantwortet auf ihrem Blog Frag Frau Freitag Alltagsfragen ihrer Leserschaft. Daneben ist sie Mitbegründerin einer neuen Plattform für Frauen: Tribute.

Im analogen Leben führt sie eine Praxis für prozessorientiertes Coaching (Freitag Coaching) und fotografiert leidenschaftlich gern. Sie lebt mit ihrem 12-jährigen Sohn in Zürich.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Spooky 09.01.2017 00:26
    Highlight Highlight Ich finde es mutig von dir, Kafi, dass du das Thema von Schweizern, die Pech haben, aufs Tapet bringst. Ich habe nämlich das unbestimmte Gefühl, dass Watson im Allgemeinen Berührungsängste hat mit den verarmten Schweizern. Obwohl es 1 Million davon gibt.
  • Spooky 07.01.2017 20:41
    Highlight Highlight Nur schnell ein Tipp, Beni: Kauf eine Lederjacke. Natürlich nicht eine neue, sondern eine abgeriebene vom Second Hand Shop. Leder = Gefahr

    Und trage nicht irgendwelche harmlosen Birkenstock Sandalen, sondern gute, starke Schuhe, natürlich auch aus Leder.

    Diese feigen Leute, die dich demütigen, sind eigentlich ängstlich. Wenn sie nicht ängstlich wären, dann würden sie nämlich gegen oben ausschlagen, nicht gegen unten.

    Vor Leder haben solche Leute Angst. Du wirst staunen. Du wirst mit Respekt behandelt werden.

    Und...äh...lügen ist übrigens nicht illegal.
    • OkeyKeny 07.01.2017 23:43
      Highlight Highlight Nein, da bin ich nicht deiner Meinung. Wahre stärke kommt von innen und kann nicht per Lederjacke herbeigezaubert werden. Beni, glaub an dich selbst, aber werd ja nie einer dieser Leute die stärke mit härte verwechseln!
    • Spooky 08.01.2017 02:20
      Highlight Highlight @OkeyKeny
      Ich bin nicht deiner Meinung. Und ich weiss, wovon ich rede. Als Invalidenrentner ist man kein Mensch mehr, sondern nur noch ein gejagtes Tier. Wahre Stärke? So ein Unsinn! Wenn man Invalidenrentner ist, geht es nur noch um das finanzielle und um das soziale und psychische Überleben.

      Aber ich weiss schon, dass du das nicht verstehst. Die Kommunikation zwischen den Gewinnern und den Verlierern ist abgebrochen. War es vielleicht immer schon. Ist ja egal. Die Welt ist so, wie sie ist.
    • Spooky 08.01.2017 05:47
      Highlight Highlight @OkeyKeny
      Wenn man Invalidenrentner ist, dann befindet man sich in einem Überlebenskampf. Und wenn man in einem Überlebenskampf ist, dann kommt es nicht darauf an, wer oder was man ist. Es ist Krieg. Entweder der Andere oder ich. Es kommt nur noch darauf an, wie man auf andere Leute wirkt. Wer man ist, ist nicht wichtig. Als IV-Rentner ist man in einem tierähnlichen Zustand. Um in dieser Situation zu überleben, ist alles erlaubt: tarnen, täuschen, lügen, rennen, flüchten etc. (you name it).
    Weitere Antworten anzeigen
  • El Schnee 07.01.2017 20:02
    Highlight Highlight Nö, so einfach ist es leider nicht Frau Freitag. "Arbeiten Sie an sich selbst!" grenzt leider, auch wenn es nicht so gemeint ist, an Verklärung. Der IV-Status ist eine psychische Dauerbelastung, die man nicht wegtrainieren kann, sondern die allenfalls auf politischem Weg, also eben genau mit Veränderung des Umfelds angegangen werden muss, z.b. durch die Einführung eines Bedingungslosen Grundeinkommens. Dadurch würden viele Diskriminierungen und Demütigungen wie z.b. die Willkür bei Abklärungen oder die endlosen Schuldgefühle, weil man 'nichts leistet' entfallen.
    • lilie 07.01.2017 22:11
      Highlight Highlight @El Schnee: Diskriminierung wird nicht mit Geld behoben, sondern durch umdenken.
    • El Schnee 08.01.2017 02:25
      Highlight Highlight @lilie: die Rede hier ist vom IV-Rentner-Status und nicht von der Behinderung als solches. Da geht es ums Geld. Geld ist nicht der einzige Aspekt von Diskriminierung , aber ein wesentlicher. Für die Gesundheit, deren Stabilisierung oder gar Verbesserung ist eine existentielle Sicherheit die beste Medizin, resp. Voraussetzung. Auch im präventiven Sinn. Und @roseship: das Konzept BG erzeugt eben genau kein Neid, weil es alle kriegen ... unabhängig von Geschlecht, Alter, Behinderung etc.
    • lilie 08.01.2017 10:14
      Highlight Highlight @El Schnee: Dein Gedankengang funktioniert nur für Leute, die teilweise noch arbeiten können, weil das BGE nicht zum Leben reicht. Leute, die sich aus gesundheitlichen Gründen nichts dazuverdienen können, sind dann immer noch auf den Staat samt Abklärungen, Rechtfertigungen etc. angewiesen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • OkeyKeny 07.01.2017 19:27
    Highlight Highlight Man kann auch ohne arbeiten glücklich werden. Frag Frau Freitag. Höhöhöh nenei Spässli ;)
  • ARoq 07.01.2017 17:35
    Highlight Highlight Erinnert mich an einen leider verstorbenen Freund, der wegen Hebephrener Schizophrenie berentet war und später an Leukämie erkrankte; O-Ton: "Seit ich Krebs habe, geht es mir besser"

    "Tu doch nicht so" und "Chlemm di in Arsch" hört man bei Krebs eher weniger.
    • Butschina 07.01.2017 23:13
      Highlight Highlight Es ist leider tatsächlich so, dass körperliche Gebrechen viel besser akzeptiert werden. Ich hatte früher aus psychischen Gründen vorübergehend eine IV Rente. Dann ging es mir besser, ich begann eine Ausbildung und hatte einen Unfall. Jetzt habe ich aus körperlichen Gründen eine Rente. Wenn ich jetzt sage, ich sei IV-Bezüger schaut mich keiner mehr schräg an. Ich finde das tragisch und hoffe, dass den Leuten die Augen aufgehen. Der grösste Teil der IV-Renten wird aus psychischen Gründen gewährt. Das ist leider immer noch vielen unbekannt.
  • Bruno Wüthrich 07.01.2017 16:56
    Highlight Highlight Manchmal nehmen Dinge eine Eigendynamik an, die schwer zu durchbrechen ist. Dies war wohl am alten Wohnort von Beni so. So kann es zum Beispiel schon gereicht haben, wenn Beni an einem schlechten Tag auf die falschen Leute traf. Mobbing gibt es nicht nur am Arbeitsplatz, und ich gehe davon aus, dass es sich bei Beni um Mobbing gehandelt hat.

    Wegzug war ein erster, richtiger Schritt. Anders als am Arbeitsplatz ist es in «freier Wildbahn» schwierig, sich Mobbing zu entziehen. Aber jetzt müssen weitere Schritte folgen. Raus aus der Opferrolle! Am besten mit psychologische Hilfe.
  • lilie 07.01.2017 16:52
    Highlight Highlight Nicht arbeiten zu können ist viel härter, als die "IV-Bezüger-sind-nur-zu-faul-zum-arbeiten"-Stammtisch-Philosophen sich vorstellen können. Nicht nur fällt man aus dem gesellschaftlichen Rahmen und wird vom Staat abhängig - man muss auch noch sehen, wie man den Tag füllt.

    Für Männer ist es vermutlich noch härter, weil die Identifikation mit der Arbeit noch ausgeprägter ist.

    Es kann deshalb hilfreich sein, sich eine kleine Beschäftigung zu suchen, die man schafft: im Altersheim Leute besuchen, Mitglied in einem Verein werden, dem Nachbar mal im Garten helfen...

    Sich nützlich machen dürfen!
    • ARoq 07.01.2017 18:54
      Highlight Highlight Sofern man nicht von einem IV-Spion beobachtet wird. Ansonsten könnte solche Beschäftigungen als Arbeitsfähigkeit interpretiert werden.
    • JasCar 07.01.2017 20:20
      Highlight Highlight Nein helios, man darf das sogar mit einer Beratungsperson der IV besprechen. Oft haben die auch Ideen und Adressen.
      Nur weil man in der heutigen Arbeitswelt nicht mehr bestehen kann, heisst das nicht, dass man zu überhaupt nichts mehr zu gebrauchen ist, und sich für immer im Keller verstecken muss...
    • lilie 07.01.2017 20:25
      Highlight Highlight @helios: Klar muss man aufpassen. Aber ehrenamtliche Arbeit ist in der Regel kein Problem. Ausserdem dachte ich nicht an eine Vollbeschäftigung, sondern an stundenweise eins bis zweimal die Woche. Da sollte auch die IV nichts dagegen einzuwenden haben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • sintho 07.01.2017 16:18
    Highlight Highlight Ist das ein Repost? Kommt mir vor als hätte ich das schon mal gelesen..
    • kafi 07.01.2017 16:52
      Highlight Highlight Liebe/r Sintho

      Nein. Ich reposte hier keine Antworten. Alles neu.

      Guete Neus! Herzlich, kafi
  • pamayer 07.01.2017 16:08
    Highlight Highlight Ufff. Ich hätte grosse Mühe, Erwerbsunfähigkeit zu sein.

    Danke Kafi für die konstruktive Antwort.

    Menschen sind wie die Hunde.
    Nicht grundsätzlich böse, aber wenn wir geschlagen wurden, können wir sehr böse werden. So in Bezug Haus abfackeln und andere Scheusslichkeiten.
    • Luzi Fair 07.01.2017 18:11
      Highlight Highlight Bullshit! Hunde haben nicht grundlos Angst und Hass.
    • Macke 07.01.2017 20:01
      Highlight Highlight @Luzi Fair: Menschen auch nicht. Du musst den Grund nicht gut finden, aber es gibt meiner Erfahrung immer einen oder mehrere.
    • pamayer 08.01.2017 20:47
      Highlight Highlight @luzi fair
      habe ich ja genau geschrieben. oder?!
  • zialo 07.01.2017 15:49
    Highlight Highlight Der Aspekt des Neides, den ja die Medien auch bewirtschaftet haben, wird leider ausgeblendet: Neid von Mennschen die etwas haben aber dafür hart arbeiten müssen auf die die gar NICHTS haben und Sozialversicherungsgelder bekommen. Das für mich dunkelste Kapitel der Schweiz.
    An unseren alten Wohnort hatten wir ein älteres Paar welches von Sozialhilfe lebte. Ihr Balkon war 20m gegenüber von sechs Reiheneinfamilienhäusern mit Gartensitzplatz. Eine Mutter von zwei Kindern rastete wiedeholt verbal völlig aus. Da sieht man als Nachbar wie primitiv und hart es von oben herab zugeht.
    • Yelina 07.01.2017 16:34
      Highlight Highlight Das wird ja von gewissen Parteien so vorgelebt: Nach oben buckeln und nach unten treten.
    • Yelina 07.01.2017 19:56
      Highlight Highlight Ach Stipps, wer dem Schein nach das Volk vertritt, aber unter dem Strich nur für die Wirtschaft und deren Gewinnstreben arbeitet, sollte in Sachen Heuchelei keine Steine werfen
    • Charlie Brown 07.01.2017 21:20
      Highlight Highlight Ich höre einen getreten Hund bellen. Abscheulich bellt er. Fast nicht zum aushalten.
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Hallo Kafi! Mein Freund küsst seine Eltern auf den Mund. Pfui!

Ich bin seit ca. einem halben Jahr mit meinem Freund (22) zusammen. Ich bin glücklich aber es gibt da eine Sache die mich stört: Er begrüsst seine Eltern jeweils mit einem Kuss auf den Mund. Meiner Meinung nach ist er zu alt für solch eine Begrüssung. Ich weiss aber das er früher oft gemobbt wurde und deshalb eine sehr enge Beziehung zu seinen Eltern hat. Ich möchte das nicht zerstören, soll ich ihm trotzdem sagen dass es mich stört? Vielen Dank für deine Antwort. Jeanette, 21

Liebe Jeanette Das ist ja äusserst widerlich, was Sie mir da beschreiben. Ja, wenn nicht sogar pervers! Wohin kann so etwas führen, liebe Jeanette? Nicht auszudenken! Jetzt sind es ja noch seine Eltern, aber später einmal könnten es Ihre Kinder sein, die er so begrüsst und verabschiedet!

Ich bin sehr froh, dass er in Ihnen eine sehr weitsichtige und auch aufgeklärte Partnerin hat. Dieser Zusammenhang mit seiner Mobbingkindheit! Ganz sicher ist dieses auf den Mund küssen dort begründet. Kann …

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