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Yonnihof

Verzagt nicht: Es könnte NOCH schlimmer sein!

Bild: shutterstock

Fünf Szenarien, die Sie Ihre Erstweltprobleme vergessen lassen. Ich schwör!



Na? Ist bei Ihnen auch erst Dienstag? Ist’s draussen auch so sonnig und drinnen so nicht? Gab’s bei Ihnen am Kiosk auch genau keine Rageeten mehr und es ist einfach alles unwahrscheinlich elend in der ersten Welt?  

Verzagen Sie nicht, mein/e FreundIn. Es könnte schlimmer sein.  

In einer Welt, in der wir gerne nichts tun und dann drüber motzen, dass nichts passiert, gibt es einen Hoffnungsschimmer. Genau: Horrorszenarien. Miniatur-Horrorszenarien. Erstwelt-Horrorszenarien.  

ES. KÖNNTE. SCHLIMMER. SEIN. LADIES. AND. GENTLEMEN.  

Zwar müssen Sie noch dreieinhalb von diesen penetrant schönwettrigen Arbeitstagen hinter sich bringen, aber wenigstens haben Sie nicht ...  

1. ... gerade den kleinen Zeh am Türrahmen angeschlagen.

Mal ganz ehrlich: Kleine Zehen sind doch nur da, damit man sie sich an Türrahmen stossen kann. Gott/das Universum/Darwin/Micheline Calmy-Rey/wer-auch-immer-Sie-halt-denken-der/die-uns-geschaffen-hat hatte doch am Ende der Schöpfung einen bitz langweiligen Tag (ziemlich sicher so einen wie heute) und dachte: Alright, alright, wie können mich diese Menschentierchen bis ans Ende aller Tage immer mal wieder mit Slapstick-Einlagen versorgen? Soll ich ihnen ihre Testikel an die Nase hängen? Die Brüste an die Ellenbogen? Oder – crazy Idee – wie wärs statt mit nur vier mit fünf Zehen? Mit so einem kleinen Zusatzzeh? Einem Blinddarmzeh? Einem Problembär ... äh ... –zeh? Brillant! Brillant!

Und da sitzt er/sie/es nun auf seinem SchöpferInnen-Sofa und isst SchöpferInnen-Popcorn und jedes Mal, wenn sich wer auf der Welt den kleinen Zeh an einem Türrahmen stösst, gibt er/sie/es sich selbst ein High 5 und lacht hämisch.  

2. ... keine SMS ÜBER jemanden AN denjenigen geschickt.

Am besten noch mit einem Screenshot von irgendwas, das Sie komplett Scheisse gefunden haben. «Henei, jetz hät sie scho wieder es Bild vo ihrne Perserchatze postet. Wieso heissed die ächt Perser? Wills uf Persie sötted und nöd i min Newsfeed. Min Kunschtpelzchrage gseht übrigens irgendwie na ähnlich us wie de eint vo däne Büsel – söli mal e Foti mache und fröge, öb d’Chatz mal es Gschwüschterti gha hät? Hahaha.» Auch beliebt: Die Message an den Chef: «HA! DE MÜLLER, dä liechtgläubig Tubel! Hanem verzellt, ich heb e Summergripp, so mit allne Extras: Heiseri Stimm, nasal, sterbender Schwan... Isch mer fascht d’Sunegrääm us de Hand gheit vor Konzentration. Anyways: Badi?»  

3. ... einem Date ein Youtube-Video zeigen wollen und sind dabei Browserhistory-bedingt auf Youporn gelandet.

Und dann nicht so auf «Married couple having loving sex in missionary position before cuddling and falling asleep together», sondern mehr so «Donkeys and lizzards going at it in mexican meth lab». Also nicht, dass mir sowas je passiert wäre. Das ist reine Erfindung. Wär’ ja mega peinlich. Was ist Youporn überhaupt? Oh, schauen Sie, ein Vogel ...  

4. ... ein Nastüechli mit der dunklen Wäsche mitgewaschen.

Und damit meine ich nicht die Tempo-Teiler, mit denen man einen Atombunker bauen könnte, sondern so ein einlagiges Kleenex mit Minderwertigkeitskomplex, das man nach einem Parfümerie-Besuch in die Hosentasche gesteckt hat. Oder so drei Blätter Budget-WC-Papier, in die man an der Party in der WG von Freunden reingeschnuddert hat, bevor man in die Küche zurückkehrte und leicht alkoholisiert (und mit «leicht» meine ich sehr) weiter darüber debattiert hat, wie sich T-Rex (T-Rexe? T-Rexen? T-Rexi?) fortgepflanzt haben, so rein balancemässig, mit diesen kleinen Ärmchen, und dann etwa 20 Minuten nicht mehr aufhören konnte zu lachen ab den Bildern im Kopf.

Hani ghört.  

5. ... einen Mückenstich zwischen den Zehen.

Ja, der Kreis schliesst sich, meine Herrschaften. Beim Zeh begann's, beim Zeh hört's auf. Mückenstiche zwischen den Zehen – ich mein: Wirklich jetzt?

Vor allem, was für Badass-Kamikaze-Mücken kriechen fürs Stechen zwischen Zehen? Ist das so das Aufnahmeritual in Mücken-Jugendgangs? Die ultimative Mutprobe zur Einführung in die Mücken-Society? Posten die Mücken dann Selfies von sich zwischen den Zehen wie diese russischen, grenz-manischen Jugendlichen, die auf den Dächern irgendwelcher Hochhäuser Breakdance machen? YOLO (you only live one day, because you’re a moskito, duh!)?

Was auch immer der Hintergrund für Zehenzwischenstiche sein mag – befinden sie sich zwischen dem zweikleinsten und dem kleinsten Zeh, wissen wir ja nun, wer dafür verantwortlich ist: Micheline Calmy-Rey.

Yonni Meyer

Yonni Meyer (35) schreibt als Pony M. über ihre Alltagsbeobachtungen – direkt und scharfzüngig. Tausende Fans lesen mittlerweile jeden ihrer Beiträge. Bei watson schreibt die Reiterin ohne Pony – aber nicht weniger unverblümt. 
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