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Vision Pro: Apples sehr teure Datenbrille kommt – das musst du wissen

Apple Vision Pro (2024).
Kaufinteressierte sollen einen Termin im Apple-Store buchen, um die Vision Pro auszuprobieren. Bild: Apple

Apples sehr teure Datenbrille kommt – das musst du wissen

Die «Vision Pro» soll bald in den USA erhältlich sein. Bei der Ankündigung des Verkaufsstarts zieht der Hersteller alle Register.
09.01.2024, 09:3010.01.2024, 07:51
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Die Apple Vision Pro kommt. Für Apple ist es die grösste und wichtigste Produkte-Lancierung des Jahres. Um den Hype zu schüren, haben sich die Marketing-Profis etwas einfallen lassen, nämlich eine Hommage ans erste iPhone (2007) – in Form eines rund 30-sekündigen Teaser-Videos.

Die Vision Pro im Werbespot mit Hollywood-Anlehnung

Alle in dem Werbevideo gezeigten Hollywood-Filmheldinnen und -Filmhelden machen sich bereit, indem sie ihre Visiere herunterklappen oder Brillen aufsetzen. Laut Apple-Insider forderte der Hersteller in der ebenfalls am Montag veröffentlichten Entwicklerdokumentation die App-Entwickler auf, das neue Gerät in ihren Apps oder den entsprechenden Beschreibungen nicht als «Headset» zu bezeichnen.

Und so wurde 2007 das iPhone lanciert

Die Ankündigung des Verkaufsstarts erfolgte nicht zufällig während des Medientages der Technik-Messe CES in Las Vegas, an der Apple seit vielen Jahren nicht teilnimmt.

Meme zu Apple Vision Pro
Dieses auf den Social-Media-Plattformen kursierende Meme soll zeigen, unter welchen US-Präsidenten neuartige Apple-Produkte herauskamen.meme: X (Twitter)

Wann kommt die Vision Pro auf den Markt?

Apple wird seine rund 3500 Dollar teure Datenbrille in den USA Anfang Februar auf den Markt bringen. Die Vorbestellungen sollen am 19. Januar beginnen und der Verkauf am 2. Februar, wie der Konzern am Montagabend mitteilte.

Wann das Gerät in Europa erhältlich sein wird und wie viel es hier kosten soll, ist bisher nicht bekannt. Der US-Preis beträgt umgerechnet rund knapp 3000 Franken – in Amerika ist darin aber die von Bundesstaat zu Bundesstaat unterschiedliche Mehrwertsteuer nicht enthalten.

Was kann das Gerät?

Die Apple Vision Pro gilt als Mixed-Reality-Headset. Sie ermöglicht sowohl das Eintauchen in 100 Prozent künstliche Welten, Virtual Reality (VR) genannt, als auch das Einblenden von digitalen Inhalten in die reale Umgebung des Users, was als Augmented Reality (AR) bezeichnet wird.

Der Konzern sieht darin auch einen Weg, dass die User etwa die FaceTime-Videotelefonie oder Streaming-Inhalte ohne einen Bildschirm nutzen können. Ungewöhnlich ist auch ein Display auf dem Gehäuse, das es transparent wirken lassen kann, indem es die verdeckte Augenpartie anzeigt.

Das sieht dann so aus ...

Apple Vision Pro (2024).
Skibrillen-Look im Wohnzimmer: Das äussere Display zeigt digital die Augenpartie an.Bild: Apple

Wie wird das Gerät bedient?

Die Steuerung erfolgt über die Augen, respektive ein Auge, über Finger- und Handbewegungen oder Sprachbefehle. Die User können selber bestimmen, ob sie die Vision Pro vollständig mit Blicken, manuellen Eingaben, ihrer Stimme oder einer beliebigen Kombination bedienen wollen.

Brillenträger erhalten – gegen Aufpreis – auf das eigene Sehvermögen (respektive das Brillen-Rezept) zugeschnittene Einsätze. Apple verlangt für die entsprechenden Zeiss-Gläser 99 Dollar (Lesebrille) bzw. 149 Dollar.

Und die Apps?

Im Gegensatz zur iPhone-Lancierung 2007 verspricht Apple, dass zum Verkaufsstart der Vision Pro sehr viele Anwendungen verfügbar sein werden. Abgesehen von den exklusiv für die Computerbrille entwickelten Apps seien mehr als eine Million von iOS und iPadOS bekannte Apps ebenfalls für Apple Vision Pro in einem Extra-App-Store verfügbar – natürlich mit den nötigen technischen Anpassungen.

Apple Vision Pro: Betriebssystem visionOS – virtuelle Benutzeroberfläche mit Standard-Apps.
Die Benutzeroberfläche des Betriebssystems visionOS mit Standard-Apps von Apple.Bild: Apple

Aktuell ist auf dem Markt für VR-Brillen der Facebook-Konzern Meta besonders stark. Sein neuestes Modell Quest 3 blendet ebenfalls digitale Inhalte in reale Umgebungen ein, ist aber mit einem Preis von 500 Dollar in den USA deutlich günstiger und weniger leistungsfähig als das Apple-Headset.

Quellen

Mit Material der Nachrichtenagentur Keystone-SDA

(dsc)

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38 Kommentare
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Scaros_2
09.01.2024 11:28registriert Juni 2015
Das einzige was du eigentlich wissen musst ist der Umstand dass das Gerät einzig für Hardcore Tech Nerds relevant hat sowie grösseren Firmen. Für alle anderen ist die erste Generation einer neuen Technologie nicht interessant weil es kaum was dazu gibt nebst den Standard Apps von Apple.

Einfach auf die zweite Generation warten und schauen wie sich der Markt entwickelt ansonsten links liegen lassen.
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Pontifax
09.01.2024 12:41registriert Mai 2021
Alles, was ich dazu wissen muss ist: Ich brauche das nicht.
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