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Vom Terrorverdächtigen zum VIP: Meine abenteuerliche Reise an die Apple-Keynote

Man könnte meinen, auf Einladung von Apple nach San Francisco an die WWDC zu jetten, um über die neue Software fürs iPhone und Co. zu berichten, sei Luxus pur. Ein Erlebnisbericht.
19.06.2016, 13:3223.08.2018, 10:12

Dieser Beitrag dreht sich nicht um die offiziellen Ankündigungen, die Apple am Montag an der WWDC-Keynote gemacht hat, sondern um die Abenteuer auf dem langen Weg dorthin...

Zu den Umständen der Reise: siehe Disclaimer am Ende des Beitrags.

Kommentar zur WWDC

Sonntag, 09.35 Uhr, Flughafen Kloten

Der erste Schrecken durchfährt mich bei der Sicherheitskontrolle: Ein Mitarbeiter der Kantonspolizei fragt freundlich, aber bestimmt, ob das mein Rucksack sei...

bild: watson

Ich habe mich wie immer nach bestem Wissen und Gewissen aufs Fliegen vorbereitet. Die elektronischen Geräte liegen einzeln in den grauen Plastikkisten. Sogar an den durchsichtigen Beutel mit dem Mini-Duschmittel habe ich gedacht. 

Sekunden später könnte ich mich selber ohrfeigen: DAS TASCHENMESSER! 🙈⛔️😝

Das kommt davon, wenn man spontan von der bewährten Reise-Routine abweicht und sich für ein grösseres Handgepäck entscheidet. Den Wanderrucksack...

Maximal zwei Batterien
Die Menge an erlaubtem Handgepäck ist je nach Fluggesellschaft und Flugklasse unterschiedlich, die Sicherheitsregelungen sind aber für alle Reisenden dieselben, schreibt die Flughafen Zürich AG in einer aktuellen Mitteilung.

Was einige Passagiere nicht wissen dürften: Lose Batterien und Powerbanks müssen im Handgepäck transportiert werden und gegen Kurzschluss gesichert sein. Das wird laut der Flughafen-Betreiberin erreicht, indem man entweder die Pole mit Klebeband abdeckt oder jede lose Batterie einzeln in eine Schutzhülle (z.B. Plastikbeutel) steckt. Bei Batterien ab 100 Wattstunden gelte eine Beschränkung auf maximal zwei Batterien pro Passagier. Verboten seien Energieträger mit einer Leistung von über 160 Wattstunden.

London, Flughafen Heathrow, ca. 11.30 bis «gefühlt ewig»

Das ist ein Agentur-Archivbild, da ich mich nicht traute, die Szenerie in Heathrow zu fotografieren.
Das ist ein Agentur-Archivbild, da ich mich nicht traute, die Szenerie in Heathrow zu fotografieren.Bild: KEYSTONE

Die beruhigende Nachricht:

Auch in London Heathrow nehmen die Sicherheitskontrolleure ihren Job sehr ernst.

Ziemlich beunruhigt bin ich allerdings, als der Sprengstoff-Detektor nach dem Abwischen meines Wanderrucksacks (!) Alarm schlägt. Der am Analyse-Gerät stehende Beamte reisst die Augen auf, im Hintergrund plaudernde Schwerbewaffnete verstummen und der «Supervisor» wird gerufen.

Nach mehrmaligem Röntgen aller im Rucksack befindlichen Gegenstände und einem freundlichen Verhör Gespräch sind wir uns alle sicher, dass niemand in Gefahr ist.

Und so geht es endlich weiter. In die Lounge.

bild: watson

Kulinarisch ist die «Club World»-Lounge keine Offenbarung. Immerhin gibt's Käsekuchen, Chips und kalte Getränke.

Dumm nur, dass die drei Schweizer Tech-Journalisten beim Fachsimpeln über Apple und Co. die Zeit vergessen. Und so kommt es, dass wir vom gemütlichen Herumlümmeln direkt in den gestreckten Galopp übergehen müssen.

Eine unendliche Fahrt mit der unterirdischen Zubringerbahn, zwei fast überhängende extrem steile Rolltreppen hinauf, ein 100-Meter-Sprint in die falsche Richtung, dann stehen wir schweissgebadet vor dem Abfluggate.

Endlich im Flieger

Kleiner Scherz, sorry!
Kleiner Scherz, sorry!bild: Kestrel Aviation Management

So war es wirklich

Sitzplatz auf dem «Upper Deck» des Airbus A380 von British Airways.
Sitzplatz auf dem «Upper Deck» des Airbus A380 von British Airways.bild: watson

San Francisco International Airport. Uhrzeit? Glaube abends

Zur Ankunft in Kalifornien nur so viel: Mit Langstreckenflug-Hang-Over aussteigen und dann gefühlte ZWEI STUNDEN vor der «Immigration» anstehen... Vor mir in der Schlange 3000 Senioren aus Asien. OHNE ENGLISCHKENNTNISSE.

Als ich endlich am Schalter stehe, um mich fotografieren zu lassen und mit zittrigen Fingern die biometrischen Daten zu erfassen, fragt der Grenzbeamte grinsend, ob ich wisse, was Apple am Montag präsentieren werde. Haha.

Endlich raus aus dem Gebäude, empfangen uns ein herrlich warmer Abend und ein Chauffeur mit schwarzem Luxus-Kleinbus. Dazu muss man wissen, dass Apple die Reisen in etwa gleich perfektionistisch plant wie seine Shows.

Der Transfer zum Hotel

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Stossdämpfer? Nope, nie davon gehört.gif: watson

San Francisco, Downtown, irgendwann abends

«Welcome to the W»

Der Check-in-Bereich des laut einer Erhebung ökofreundlichsten Hotels von San Francisco.
Der Check-in-Bereich des laut einer Erhebung ökofreundlichsten Hotels von San Francisco.bild: w hotel san francisco

Hier kam ich leider nie hin. Zu müde

Der Fitness-Bereich: Gemäss Augenzeugen existiert er wirklich.
Der Fitness-Bereich: Gemäss Augenzeugen existiert er wirklich.

Dafür war ich hier. Um auf den Bus zu warten

Die Lobby.
Die Lobby.

Zugegeben, hier war ich auch. Für einen (1) Drink

Die Bar.
Die Bar.bilder: w hotel san francisco

Sonntagabend, Hotel-Terrasse

Es ist bei Apple-Events Tradition, dass sich die eingeladenen Journalisten am Vorabend der Keynote zum Apéro treffen. Allen sitzt der Jetlag in den Knochen und niemand mag mehr als ein zwei Bierchen trinken. Fotografieren geht gar nicht, darum gibt's nur eine Aufnahme von der Skyline.

Wer in Kalifornien weilt, sollte die lokalen Brauer unterstützen.
Wer in Kalifornien weilt, sollte die lokalen Brauer unterstützen.bild: watson

Sommer in San Francisco = Starker Wind und Heizstrahler 😂

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Ein normaler Juni-Abend in Nordkalifornien.gif: watson

Die Nacht vor der Keynote

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Z e i t v e r s c h i e b u n g.Bild: reactiongifs.com

Montagmorgen, eineinhalb Stunden vor der Keynote

Walter Mossberg gibt TV-Interviews, ich vertreibe mir die Zeit, indem ich ihn knipse.
Walter Mossberg gibt TV-Interviews, ich vertreibe mir die Zeit, indem ich ihn knipse.bild: watson

Mit dem US-Journalisten Walt Mossberg (ehemals «Wall Street Journal», nun Recode) habe ich wegen der letztjährigen WWDC-Keynote noch eine Rechnung offen. Damals liess mich der Senior im Sprint gnadenlos hinter sich.

Dieses Jahr werden die Karten neu gemischt. Ich stelle mich mit dem Tagi-Kollegen zum Warten vor eine andere Tür als der weisshaarige Apple-Kenner.

Dann geht es wie von Zauberhand, ohne zu rennen, an allen Security-Leuten vorbei. GANZ NACH VORN.

Montag, 09.57 Uhr

Am Ziel: Der watson-Redaktor an der Apple-Keynote im Bill Graham Civic Auditorium, das mit 7000 Plätzen für viele Super-League-Clubs perfekt wäre.
Am Ziel: Der watson-Redaktor an der Apple-Keynote im Bill Graham Civic Auditorium, das mit 7000 Plätzen für viele Super-League-Clubs perfekt wäre.bild: watson

Eines der Highlights der zweistündigen Keynote

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Disclaimer: watson-Redaktor Daniel Schurter reiste auf Einladung von Apple nach San Francisco, zusammen mit einem Vertreter des «Tages-Anzeigers» und der «NZZ».

Der US-Konzern bezahlte Medienschaffenden aus aller Welt den Flug, die Übernachtung und Verpflegung.

Am Sonntag flog ich hin, 48 Stunden später, am Dienstabend, ging es wieder zurück.

Tonnenweise Tech-Zeugs

Falls es jemanden wundernimmt: Mit dieser Ausrüstung bin ich unterwegs, um von Apple-Keynotes zu berichten.

  • Macbook Pro
  • iPad Pro mit Logitech-Tastatur (falls der Laptop ausfällt)
  • iPhone 6S, dazu ein Akkupack
  • iPad 3 Mini (für multimediale Unterhaltung unterwegs und dank SIM-Karte auch Handy-Ersatz)
  • Full-HD-Videokamera von JVC
  • Lumix-Kompaktkamera von Panasonic
  • Adapter, Adapter, Adapter und eine Tonne Kabel.

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13 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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goschi
19.06.2016 14:21registriert Januar 2014
Da finde ich SZ-Redakteure glaubwürdiger, diese lehnen gemäss Redaktionsprinzipien jede geschenkte Reise ab und bezahlen alles auf eigene/Redaktions-Kosten.

Ganz grundsätzlich, wie soll man jemandem Unbefangenheit, Objektivität und Neutralität zugestehen, der soeben auf Kosten des Herstellers in der Business-Class nach San Francisco in ein Luxushotel verfrachtet wurde?
Es gibt einen Grund, wieso Apple so etwas bezahlt und das ist sicher nicht, weil man lieb und nett ist, sondern weil es, bewusst oder unbewusst, sehr gut funktioniert, damit die Meinung zu beeinflussen.
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Madison Pierce
19.06.2016 17:52registriert September 2015
Von Firmen bezahlte Reisen sind immer heikel, nicht nur bei Apple, sondern auch bei Autos, Reisen etc. Aber ich verstehe, dass man die Angebote annimmt, schliesslich sind Reisen teuer und Redaktionsbudgets nicht unendlich. Wichtig finde ich, dass man die bezahlten Leistungen im Artikel transparent macht.
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