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Nexus 6P mit USB-C-Kabel.

Das Nexus-Handy am Macbook aufladen: Kein Problem, wenn es kein No-Name-Kabel ist. 
bild: droid-life.com

Wie Russisch Roulette: Neu gekaufte USB-Kabel können deinen Laptop zerstören

Ein Smartphone via USB-C-Kabel aufzuladen, kann böse enden. Ein Google-Ingenieur verbrutzelte so sein Notebook – und warnt nun vor Billig-Produkten aus dem Internet.



Russisch Roulette ist ein berühmt-berüchtigtes, weil potenziell tödliches Glücksspiel, das mit einem teilweise geladenen Revolver gespielt wird. Russisch Roulette ist aber auch mit dem Laptop und einem USB-C-Kabel möglich, wie die amerikanische Tech-News-Site The Verge berichtet.

Wer das falsche Kabel kaufe, könne den Computer zerstören. So lautet das alarmierende Fazit des Berichts. Genau dies sei dem Google-Ingenieur Benson Leung passiert. Und er muss es wissen!

Macbook Air lahmgelegt

Leung arbeitet im Chromebook-Team von Google und hat letztes Jahr damit begonnen, im grossen Stil USB-C-Kabel und -Adapter zu testen, die beim Online-Händler Amazon zu haben sind.

Ursprünglich wollte der Google-Ingenieur herausfinden, ob die Kabel und Adapter geeignet sind, sein Chromebook Pixel mit ausreichend Strom für das Aufladen zu versorgen. Das erschreckende Resultat: Von zehn getesteten USB-C-Kabeln konnten nur drei das Notebook richtig aufladen.

Richtig schlimm kam es mit einem Kabel, das sein Notebook (Chromebook Pixel) ausser Gefecht setzte. Betroffen waren die Chips im Chromebook Pixel, die unter anderem den Ladevorgang regeln. In einem Amazon-Review schreibt der Google-Ingenieur, dass eine interne Verkabelung vollkommen falsch verlötet gewesen sei.

Auch der Journalist von The Verge berichtet von einem lahmgelegten Macbook Air. Als er sein Nexus-6P-Smartphone via USB-C-Kabel angeschlossen habe, sei zu viel Strom aus dem Apple-Laptop «gezogen» worden. Immerhin ging der Computer nicht kaputt, er sei automatisch heruntergefahren worden.

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Das muss man wissen!

Laut The Verge ist der Google-Ingenieur der einzige Mensch auf dem Planeten, der uns derzeit weiterhelfen kann. Dazu müssten die Konsumentinnen und Konsumenten wie folgt vorgehen:

The Verge bezeichnet das Problem als «verrückt». Es handle sich um ein totales Versagen der Industrie, respektive aller Branchenvertreter, die an der Schaffung des neuen USB-Standards beteiligt waren.

Eine schwache bzw. fragwürdige Rolle spiele auch das US-amerikanische Gremium USB Implementers Forum, kurz USB IF, das für die Zertifizierung der USB-C-Produkte zuständig ist.

Bild

Die Organisation USB Implementers Forum hat bislang über 60 Kabel zertifiziert. Allerdings sind die entsprechenden Logos häufig nicht auf den Produkten zu finden.
bild: the verge

Auch Amazon kriegt sein Fett weg. Der Online-Händler müsse aufhören, «schlechte» USB-Kabel zu verkaufen, fordert Leung. Als Kunde wolle man sich darauf verlassen, dass die Produkte sicher seien.

Bild

Sicheres Kabel? Diese Website verrät es.
screenshot: usbccompliant.com

iPhone nicht betroffen

USB Type C oder kurz USB-C ist ein neuer, besonders kleiner USB-Anschlusstyp. Wenn man ein Smartphone via Kabel mit einem Laptop verbindet, bezieht der Akku des Smartphones so viel Strom wie möglich. Dass nicht zu viel Strom fliesst und ein Gerät Schaden nimmt, dafür wäre das USB-Kabel zuständig. Denn die in die Geräte eingebauten USB-Schnittstellen sind nicht dafür ausgelegt, die durchfliessende Energie zu limitieren.

USB-C wird bereits von den grossen Playern der Tech-Industrie unterstützt und setzt sich langsam aber sicher durch. Die neuesten Google-Geräte besitzen eine entsprechende Schnittstelle, aber auch die neuen Nexus-Smartphones und das Google-Tablet Pixel C.

Vorreiter war Apple mit dem 2015 lancierten Macbook, das nur noch über eine einzige USB-C-Schnittstelle verfügt. Offenbar nehmen die Apple-Computer dank Schutzmechanismus keinen Schaden.

Im Gegensatz zu den Android-Smartphones ist das iPhone gar nicht betroffen, weil herkömmliche USB-C-Kabel nicht reinpassen. Apple setzt mit der Lightning-Schnittstelle auf eine proprietäre Lösung.

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22Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Migu Schweiz 07.02.2016 18:38
    Highlight Highlight Ist mir schon vor Jahren mit USB-A-Kabeln passiert: einfach 3 bis 4 Geräte via USB vom Laptop speisen, und schon war der USB Port vom Laptop futsch. Das Problem liegt beim nach so viel Jahren immer noch fehlenden Strombegrenzer bei den Laptop-USB-Ports. Das Kabel kann nichts dafür.
  • kdeana 07.02.2016 09:49
    Highlight Highlight selber schuld wenn man denkt für 2 Euro ein gutes Kabel zu bekommen... Klar, müsste z.B. Amazon besser kontrollieren und theoretisch nur "gute" Kabel anbieten, aber Mitdenken muss dann doch jeder noch selber...
    • Lightning makes you Impotent (LMYI) 07.02.2016 20:32
      Highlight Highlight Wie teuer sollte denn deiner Meinung nach ein industriell gefertigtes Kabel sein? 15 oder 30 Franken? In der Herstellung kostet sowas keine 50 Cents. Nun scheint der USB-C-Anschluss komplizierter zu sein. Wie viel Elektronik da drin ist, weiss ich nicht. Wäre aber schlecht, wenn viel. Diese Kabel werden rasch ausgetauscht.
  • Suchlicht 07.02.2016 09:47
    Highlight Highlight MacBook Air mit USB-C lahmgelegt? Das mba hat kein USB-C. Hier wurde also ein USB-A auf USB-C-Kabel oder Adapter eingesetzt, und das Teil könnte, neben dem Gerät auf der anderen Seite, fehlerhaftt sein. Der ganze Artikel ist etwas schwach und wirft mehr Fragen auf, als er beantwortet. Schrottkabel von Drittherstellern gab es schon immer, aber es gibt auch da Qualitätsware. Apple, HP, Lenovo (in alphabetischer Reihenfolge) etc. bauen die Kabel auch nicht selber, sondern lassen fertigen bzw. kaufen ein.
    • FabianK 07.02.2016 14:01
      Highlight Highlight Besser lesen! Mit dem MacBook Air wurde ein anderes Handy, das USB-C hat, aufgeladen und das Kabel zog zuviel Strom.
  • evo_enthusiast 07.02.2016 01:20
    Highlight Highlight 😂😂😂👍🏼👍🏼 Top Artikel
  • kEINKOmmEnTAR 07.02.2016 01:08
    Highlight Highlight Original kaufen und alles ist gut :)
  • Maon 06.02.2016 23:29
    Highlight Highlight Ich hab einen Adapter von Amazon der nicht aufgelistet ist. Ich brauch den glaub erst mal nicht mehr.
  • EvilBetty 06.02.2016 23:08
    Highlight Highlight Hahaaa goschi, du kaufst wahrscheinlich auch Audiokabel die 40.–/m kosten.

    HDMI ist digital, da kommt Signal oder nicht. Da gibt es kein schlechtes Bild wegen des Kabels, wenn schon gibts gar nix ;-)
    • goschi 06.02.2016 23:17
      Highlight Highlight Stimmt so nicht, wohl wird das Signal übertragen oder nicht, aber bei schlechten Kabeln (zB schlecht abgeschirmt oder schlechter Stecker) hat man gerne digitale Fragmente im Bild oder macht gar den HDMI-Port am Gerät kaputt.

      Es geht nicht darum, dass nur das teuerste gut ist, sondern umgekehrt, dass das billigste eben meist aus gutem Grund so billig ist und dieser Grund liegt mehrheitlich bei der Qualität.
    • R0by 07.02.2016 01:57
      Highlight Highlight HDMI Kabel gibts bei aliexpress schon ab $1.37 ;)
    • Eissack 07.02.2016 08:18
      Highlight Highlight Ich verstehe nicht wirklich wieso EvilBetty soviele Blitze bekommt. Klar sollte man nicht, das allerbilligste Kabel kaufen. Allerdings fällt die Güte des Kabel bei digitaler Signalübertragung nicht mehr so ins Gewicht wie bei Analoger. Besonders Marken wie Oehlbach haben es mit den Preisen besonders auf die Spitze getrieben 😒
    Weitere Antworten anzeigen
  • djangobits 06.02.2016 23:04
    Highlight Highlight Das Kabel soll den Ladestrom minimieren? Schwachsinn! Das sollte wohl die Regelung am Gerät tun. Die Story zeigt wohl eher dass ein Chromebook nicht über eine sinnvolle Lageregelung verfügt.
    • The Destiny // Team Telegram 06.02.2016 23:41
      Highlight Highlight Laderegelung*

      /sry
    • one0one 07.02.2016 01:49
      Highlight Highlight jap, leiterquerschnitt und laenge des kabels haben sehr wohl einen einfluss auf den ladestrom...
    • 90er 07.02.2016 14:21
      Highlight Highlight ähm, es kommt sehr wohl auf das Ladekabel an, wenn die Verkabelung und/oder der Resistor falsch ist, dann kann die beste Laderegelung nichts helfen.
      Sprich es liegt an den Kabeln die die geforderten Specifikationen nicht einhalten.
  • Stephan Locher 06.02.2016 21:28
    Highlight Highlight Gibt es nicht Zertifizierungen und andere Prüfungen welche solche Gefahren ausschliessen sollten?

    So schön ein freier Markt auch sein kann, wenn dadurch die Sicherheit gefährdet ist geht er zu weit.
  • Ganjaflash 06.02.2016 21:10
    Highlight Highlight Da sieht man wieder mal den Qualitätsunterschied bei diesen billig Produkten. Da bin ich froh das ich ein bisschen mehr Geld ausgegeben habe für ein Iphone.
    • goschi 06.02.2016 21:23
      Highlight Highlight Das Problem ist, dass zu viele Leute meinen, beim Zubehör tut es auch das billigste auffindbare Teil, das gilt auch für massig Apple-User, die sich mit billig-Zubehör die Geräte frittieren.

      Das selbe sieht man bei fernseher, sich erst nen 4k UHD Superdingsdabrillianz-Fernseher an die Wand schrauben und dann das billigste findbare HDMI-Kabel nehmen und sich dann über ein mieses Bild ärgern und natürlich allen Pfuscherei vorwerfen.

      Wer billig kauft, kauft zweimal und Qualitöt kostet etwas und gerade bei kabeln wird meist ignoriert, dass es hier enorme Qualitätsunterschiede gibt.
    • Pointer 06.02.2016 21:26
      Highlight Highlight Der war gut, welches Unternehmen hat kürzlich bekanntgegeben, dass man die Netzteilstecker seiner Geräte austauschen lassen solle. Genau: Apple!
    • User01 06.02.2016 21:47
      Highlight Highlight Ganjaflesh, mit der Rechtschreibkorrektur haperts aber noch beim iPhone.

Darum solltest du dich JETZT von deinen alten Handys trennen

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Bevor wir mit den harten News beginnen, eine Frage zum Aufwärmen:

Gewusst? Am 14. Oktober 2019 ist internationaler E-Waste Day.

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