Peugeot bringt eine umgestaltete Version des 308 und des Kombi-Ablegers 308 SW auf den Markt. Das Facelift fällt nicht nur äusserlich auf. Auch unter dem Blech hat sich einiges getan.
Der bisherige Peugeot 308 ist 4,36 Meter lang, die Kombi-Variante 308 SW 4,64 Meter. Daran wird sich wenig ändern. Die Franzosen haben aber an der Optik und der Effizienz gefeilt.
Auffälligstes Merkmal ist die überarbeitete Lichtsignatur mit drei senkrechten LED-Streifen, ein Merkmal, das sich durch alle Ausstattungslinien zieht. Je nach Version kommen dabei LED- oder Matrix-LED-Scheinwerfer zum Einsatz. Der Kühlergrill ist künftig in Wagenfarbe lackiert und beim GT-Modell zusätzlich beleuchtet.
Ab der GT-Ausstattung trägt das Markenlogo erstmals eine Hintergrundbeleuchtung. Der Abstandssensor für Assistenzsysteme ist dezent hinter dem Emblem integriert. Auch die Aerodynamik wurde optimiert: Neue Lufteinlässe leiten den Fahrtwind gezielt in die Radkästen. Das soll Effizienz und Reichweite verbessern.
Neue Felgendesigns in 17 und 18 Zoll sind erhältlich. Innen gibt es neue Sitzbezüge, dazu kommt ein neu gestaltetes digitales Kombiinstrument.
Neben den bekannten Linien Style, Allure und GT führt Peugeot mit dem Facelift zwei neue Varianten ein: Business und GT Exclusive. Farblich stehen zwei neue Blautöne zur Auswahl.
Auch technisch wurde aufgerüstet. Eine der auffälligsten Funktionen bei der E-Version: Plug & Charge. Sie soll es ab Frühjahr 2026 ermöglichen, an kompatiblen Ladesäulen ohne Karte oder App zu laden. Der Strom wird automatisch abgerechnet. Bereits mit der Einführung des Facelifts serienmässig ist hingegen die Vehicle-to-Load-Funktion (V2L), über die sich externe Geräte wie E-Bikes oder Lichtquellen mit bis zu 3,5 kW versorgen lassen.
Mehr Effizienz beim Fahren gewährleistet ein neues Rekuperationssystem: Über Schaltwippen hinter dem Lenkrad kann die Bremswirkung in drei Stufen angepasst werden – von leichtem Segeln bis hin zur starken Verzögerung mit automatisch aktivierten Bremslichtern. Geladen wird serienmässig mit einem dreiphasigen 11-kW-Onboard-Lader. An einer 100-kW-Schnellladesäule geht es laut Hersteller in rund 32 Minuten von 20 auf 80 Prozent.
Im Innenraum fällt das neue Kombiinstrument auf, das in höheren Ausstattungen serienmässig 3D-Grafiken zeigt. Der zentrale Touchscreen ist 10 Zoll gross, darunter sitzen fünf frei belegbare Buttons auf einem eigenen kleinen Display, etwa für die Navigation oder die Klimasteuerung.
Eine weitere Neuerung ist der integrierte Lade-Routenplaner. Das bisherige Navigationssystem ermöglichte keine dynamische Routenführung unter Berücksichtigung des Energieverbrauchs.
Komfortdetails wie Sitzheizung, Massagefunktion oder eine Ambientebeleuchtung in acht Farben sind je nach Linie serienmässig oder optional erhältlich. Das Infotainment-System ist in den GT-Versionen um ein integriertes TomTom-Navi inklusive Sprachsteuerung mit ChatGPT erweitert. Software-Updates erfolgen per Over-the-Air-Verbindung, also per drahtlosem Internet.
Die vollelektrische Version des Peugeot 308 hat 156 PS, 270 Newtonmeter Drehmoment und bis zu 450 Kilometer Reichweite nach WLTP (34 km mehr als bisher). Beim Kombi sollen es bis zu 444 km sein.
Das Facelift ist mit einer 58,4-kWh-Batterie ausgestattet (davon 55,4 kWh nutzbar), erreicht maximal 170 km/h und beschleunigt in 9,3 Sekunden auf Tempo 100.
Darüber hinaus bietet Peugeot den 308 künftig weiterhin als Plug-in-Hybrid (nun mit 195 statt 180 PS), Mild-Hybrid (145 PS) und Diesel (130 PS) an.
Die Plug-in-Hybridversion kombiniert einen Turbobenziner mit einem 92-kW-Elektromotor und bietet bis zu 85 Kilometer elektrische Reichweite.
Bestellbar ist das Facelift ab Herbst 2025. Die Preise stehen noch nicht fest. Aktuell gibt es den Peugeot E-308 ab 37'200 Franken. Die Kombivariante kostet rund 1500 Franken mehr.